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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Model und der Detektiv
Nun ist er da, der neue Roman von J.K.Rowling. Diesmal ist es endlich der vor Jahren versprochene Krimi.
Ob die Geschichte mit dem ausgeplapperten Geheimnis der wahren Autorenschaft nun stimmt oder nicht, muss wohl jeder selbst entscheiden. Ich gehöre zu denen, die die Geschichte und nicht an einen Marketing-Trick glauben wollen. Denn ein wenig kann ich schon...
Vor 2 Monaten von Jean Ignace Isidore Gérard veröffentlicht

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Ein Name bin ich nun…"
Drei Monate nachdem Lula Laundry, Top Model sich vom Balkon ihrer Londoner Luxuswohnung stürzte, wird der Privatdetektiv Cormoran Strike von Lulas Bruder gebeten, den Tod neu zu untersuchen, denn er glaubt nicht an die Theorie des Selbstmords.

Cormoran Strike ist ein fünfunddreißigjähriger Afghanistan-Veteran, der als Militärermittler...
Vor 5 Tagen von Esther veröffentlicht


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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Model und der Detektiv, 2. Februar 2014
Von 
Jean Ignace Isidore Gérard "Grandville" (Südniedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Nun ist er da, der neue Roman von J.K.Rowling. Diesmal ist es endlich der vor Jahren versprochene Krimi.
Ob die Geschichte mit dem ausgeplapperten Geheimnis der wahren Autorenschaft nun stimmt oder nicht, muss wohl jeder selbst entscheiden. Ich gehöre zu denen, die die Geschichte und nicht an einen Marketing-Trick glauben wollen. Denn ein wenig kann ich schon verstehen, dass sie einfach nur eine Geschichte erzählen wollte, ohne den Druck von vermutlich Millionen Lesern, Funk- und Fernsehen, Kritikern usw. auf den Schultern zu spüren. Denn seien wir mal ehrlich: würden wir mit diesem Wissen um den extrem hochgesteckten Erwartungen überhaupt etwas zu Papier bringen können? Ich vermute mal eher nicht, ist doch schon eine Rede vor Familienmitgliedern an Omas 80. Geburtstag oder ein Referat vor der Klasse zu halten ein Grauen, durch das wir alle schon gegangen sind.

"Der Ruf des Kuckucks" ist ein klassischer Detektiv-Krimi. Beim Lesen fühlte ich mich stark an die alten Noir-Krimis mit Humphrey Bogart erinnert. Der gebrochene, problembelastete, dem Alkohol zu sprechende Schnüffler, dort die schöne Frau, die ergebene Sekräterin und dann der alles veränderte mysteriöse Fall, diesmal um den Selbstmord eines weltberühmten Models.

Ich fühle mich sehr gut unterhalten. Der Anfang war ein wenig holprig, der Stil ungewohnt, Cormoran mir nicht symphatisch, doch mit der Zeit bin ich mit ihm warm geworden. Die Charaktere insgesamt sind gut beschrieben, haben Tiefe und viel Raum und sind nicht langweilig.

"Der Ruf des Kuckucks" ist aus heutiger Sicht, ein eher "altmodischer" Krimi: wenig Blut, Dialoglastig, kein kranker Folter-Psycho-Serienmörder. Manche werden das als "langweilig" empfinden, ich fand es herrlich. Dafür schildert Galbraith/Rowling das Leben im Rampenlicht, die Verstrickungen der Figuren und das Leben in London. Gerne bin ich Cormoran gefolgt, sowohl durch London, als auch seinen Erinnerungen. Einige Charaktere bzw. Einzelheiten haben für mich einen Bezug zu wahren Begebenheiten z.B. musste ich öfter an Amy Winehouse und Pete Doherty denken. Auch Kate Moss und Naomi Campell scheinen aus meiner Sicht Pate gestanden zu haben.

Ich kann nur hoffen, das Rowling weiterschreibt, so wie es ursprünglich geplant war. Ich würde Cormoran und Robin gerne weiterbegleiten.

Leider ist es so, dass egal was Frau Rowling in Zukunft noch schreiben wird... sie wird die in sie gesteckten Erwartungen bei vielen nicht erfüllen können. Das ist schade, denn sie hat einen guten, wenn nicht sogar sehr guten, Krimi geschrieben. Ich habe ihn gerne gelesen und warte sehnsüchtig auf das nächste Werk. Ich kann das Buch allen empfehlen, die einen nicht vor Blut triefenden und vor Leichen überfüllten Krimi lesen möchten. Auch auf unnötige seitenweise beschriebene Sexszenen wurde verzichtet.
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16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ruhiger Krimi mit ansprechenden Charakteren, 26. Dezember 2013
Privatdetektiv Cormoran Strike ist am Ende einer langjährigen Beziehung angelangt und haust derzeit auf einer Campingliege in seinem Büro, als ihm die Personalagentur die Aushilfskraft Robin als Sekretärin vorbeischickt. Die kann er sich eigentlich gar nicht leisten, doch als ein neuer Kunde durch seine Bürotür schreitet, ist er schnell dankbar für ihre Anwesenheit und die Professionalität, die sie an den Tag legt.

Er soll den Todesfall eines Topmodels untersuchen, der zur Zeit als Selbstmord deklariert wird. Anfänglich nicht sehr überzeugt stöbert Cormoran in deren Privatleben herum und rekonstruiert die letzten Tage vor ihrem Tod. Dabei fördert er jedoch Dinge zu Tage, die ihn an seiner vorherigen Einstellung zweifeln lassen und bald erkennt er, dass auch noch andere Menschen in Gefahr sind.

Meine Meinung:

Natürlich war ich sehr gespannt auf diesen für mich ersten Krimi aus der Feder von Joanne K. Rowling, die hier unter dem Pseudonym Robert Galbraith schreibt. Ich wusste nicht, was mich erwarten würde, so dass ich, wie ich denke, relativ vorbehaltlos, mit dem Roman beginnen konnte.

Dieser steht und fällt meiner Meinung nach mit den beiden Hauptcharakteren Cormoran und Robin. Insbesondere Cormoran ist ein besonders vielschichtiger Charakter, den man ganz gewiss nicht einfach in irgendeine Schublade schubsen kann. Aufgewachsen bei einem drogensüchtigen Groupie hatte er bereits als Kind schon mehr Einblicke in das Leben bekommen, als so mancher Erwachsener in seiner ganzen Lebensspanne und seine Zeit in Afghanistan hat ihn nicht nur durch den Verlust eines Körperteils zusätzlich geprägt. Seine ausgeprägte Intelligenz hat ihm stets genützt, doch im Moment ist er an einem persönlichen Tiefpunkt angekommen.

Es war gut zu verfolgen, wie sehr er innerlich zerrissen ist. Wie sein Wunsch, seine Liebesbeziehung wieder herzustellen mit dem Verstand rang, der ihm ganz klar signalisierte wie zerstörerisch diese Gefühle für ihn sind. Ich habe einen sehr klugen Mann kennengelernt, der sehr viel Stolz besitzt, selbstbewusst und reich an Erfahrung ist und, der auch eine sensible Seite hat, die in den Menschen lesen kann und kleine Gesten durchaus zu schätzen weiß.

Auch Robin ist eine sehr ungewöhnliche Frau. Ihre Begegnung mit Cormoran rüttelt an ihrem vorherbstimmten 0815-Leben, an dem sie verstandesgelenkt festhalten will, während sie gleichzeitig in ihrem Aushilfsjob aufblüht. Sie ist beeindruckend feinfühlig, taktvoll und agiert stets mit besonderer Rücksichtnahme auf ihren aktuellen Chef, den sie zwischendurch immer mal wieder mit ihrem scharfen Verstand verblüffen kann.

Die Spannung in diesem viele Seiten umfassenden Roman wird erst langsam aufgebaut. Die Ermittlungen sind sehr traditionell und beruhen auf vielen Befragungen, die inhaltlich etwas zu Lasten des Actionfaktors gehen, dafür aber den tollen Charakteren mehr Raum und mir als Leser die Möglichkeit geben, diese gerade in diesem ersten Band besser kennenzulernen. Erst auf den letzten 100 Seiten hatte die Spannung dann doch für mich die Grenze überschritten, die mich das Buch dann nicht mehr aus der Hand legen ließen.

Fazit:

Wer Kriminalromane liebt, die mit außergewöhnlichen Charakteren punkten, sollte unbedingt zu "Der Ruf des Kuckucks" greifen. Freunde actionreicher Handlung werden hier allerdings weniger glücklich. Ich für meinen Teil, fühlte mich von diesem ruhigen Kriminalroman rund um den interessanten Ermittler Cormoran Strike gut unterhalten und bin auf jeden Fall neugierig, ob die Autorin die Reihe fortführen wird.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Ein Name bin ich nun…", 15. April 2014
Von 
Esther (Graz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Drei Monate nachdem Lula Laundry, Top Model sich vom Balkon ihrer Londoner Luxuswohnung stürzte, wird der Privatdetektiv Cormoran Strike von Lulas Bruder gebeten, den Tod neu zu untersuchen, denn er glaubt nicht an die Theorie des Selbstmords.

Cormoran Strike ist ein fünfunddreißigjähriger Afghanistan-Veteran, der als Militärermittler ein Bein verloren hatte und nun zurück in Großbritannien dem Militär den Rücken kehrt und versucht, sein Leben neu zu ordnen. Nicht nur, dass er sich erst schmerzhaft an die Proteste gewöhnen muss, wurde er von seiner Lebensgefährtin vor die Tür gesetzt und von Gläubigern gehetzt. Zu seinem Glück schickt eine Personalberaterfirma die junge Robin als Assistentin vorbei, die doch sehr gefangen von dem Job bei einem Privatdetektiv eigentlich für eine höhere Aufgabe qualifiziert wäre.

Ein neuer Held ist geschaffen...und ich muss sagen, er hat Charakter.

Die Story selbst schält über Läääääängen systematisch die eigentliche Handlung ab. Wir sind der Londoner High Society auf den Fersen und schlagen uns mit Model, ihren Designern, Chauffeuren, trashigen Müttern, Groupies, Rappern, zwielichtigen Produzenten und ihrer geldgierigen Weibern, Sicherheitsleuten, einer Anwaltsfirma und viel, viel Geld herum. Die Auflösung des Falls kommt nicht überraschend, auch wenn es nicht an alternative Verdächtigen mangelt.

Alles in allem kein schlechter (London-)Krimi, ein eigenwilliger neuer Krimiheld mit Team - durchaus sympathisch - für mich war der erste Wurf jedoch nicht weit genug.
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48 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein perfekter Krimi!, 2. Dezember 2013
Erster Satz
„Die Menge, die sich auf der Straße versammelt hatte, brummte wie ein Fliegenschwarm.“

Inhaltsangabe

Der Londoner Privatermittler Cormoran Strike ist am Ende. Seit seine Beziehung in die Brüche ging, haust er notgedrungen in seinem Büro, und mangels Aufträgen steht er kurz vor der Pleite. Mit der engagierten jungen Robin Ellacott, die ihm von der Zeitarbeitsagentur als Aushilfe geschickt wird, weiß er daher überhaupt nichts anzufangen bis ein neuer Klient mit einem spektakulären Fall vor seiner Tür auftaucht und Strike plötzlich jede Hilfe gebrauchen kann. Der Tod des berühmten Models Lula Landry, die beim Sturz von ihrem Balkon ums Leben kam, birgt einige Unklarheiten und der Bruder der Toten ist fest davon überzeugt, dass es kein Selbstmord war.

Meine Meinung

Ich muss gestehen, dass ich völlig ohne Erwartung an das Buch herangegangen bin. Nachdem mich „Ein plötzlicher Todesfall“ gar nicht überzeugen konnte, war ich umso überraschter, dass mich dieses Krimidebüt von der ersten Seite an gefesselt hat. Dieses Buch ist von Joanne K. Rowling unter Pseudonym geschrieben.

Schon der kurze Prolog mit dem Fenstersturz hat etwas packendes und macht neugierig auf die Hintergründe.
Die Handlung nimmt schnell Fahrt auf und man ist zusammen mit C. Strike auf der spannenden Suche nach der Wahrheit. Es gibt viele gestreute Hinweise, die die Fährte zur Aufklärung legen und doch ahnt man bis zum Schluss nicht, wie alles wirklich zusammenhängt. Die Entwicklungen fügen sich nahtlos und logisch ineinander. Die bildhafte Sprache lässt einen direkt am Geschehen teilhaben.

Die Charaktere sind hier sehr interessant. Der Privatdetektiv Cormoran Strike, schon der Name ist genial, ist eine tragisch angehauchte Figur, trotzdem vermittelt er Stärke und Konsequenz. Er ist ein alter Veteran, hat eine langjährige, gescheiterte Beziehung hinter sich und ist der nicht beachtete Sohn eines berüchtigten Stars - und er ist äußerst aufmerksam und findig.

„Strike war es gewohnt, in den Erinnerungsruinen traumatisierter Menschen Archäologe zu spielen: Er hatte das Vertrauen von Ängstlichen gewonnen, Gangster unter Druck gesetzt, Gefährliche geködert und Listigen Fallen gestellt.“ S. 136

Auch seine Sekretärin Robin, die als wichtige Nebenfigur fungiert, ist außergewöhnlich. Von ihr erfährt man ebenfalls im Laufe der Handlung einige Hintergrundinfos zur Person. Sie ist hübsch, frisch verlobt, zurückhaltend und gerade aus einer Kleinstadt nach London gezogen; ihre Entwicklung hat sie mir sehr sympathisch gemacht.
Selbst wenn manche Formulierungen leicht aufgesetzt wirken, ist es ein Vergnügen, die beiden so ungleichen Charaktere bei ihren Ermittlungen zu begleiten. Auch alle anderen Charaktere sind sehr vielschichtig und charismatisch gezeichnet und sie führen sehr kurzweilig durch die Geschichte. Ich bin wirklich bis zum Schluss im Dunkeln getappt und fand das überraschende Ende sehr gelungen!

Das Cover muss ich auf jeden Fall erwähnen, es ist absolut gelungen! Ein typischer, Londoner Hintergrund, die düstere Farbwahl und der Schatten des einsamen Mannes … perfekt!

Fazit

Ein perfekter Krimi! Eine wohldosierte Mischung aus genialen Charakteren, einem spannenden Fall und einem passenden Schauplatz in der Metropole London. Ich hoffe sehr, dass es noch mehr von Cormoran Strike zu lesen geben wird!

© Aleshanee
blog4aleshanee.blogspot.de
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37 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Liebenswert, aber mit Schwächen - 3,5 Sterne, 9. Dezember 2013
Von 
Krimi-Fee - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Ich habe bisher noch nie ein Buch von J.K. Rowling gelesen und bin mit großen Erwartungen an die Lektüre gegangen.
An eine Starautorin legt man andere Maßstäbe an als an einen durchschnittlichen Krimiautor, und jeder Krimi ist nur so gut wie seine Auflösung. Deshalb bin ich hier vielleicht ein wenig strenger als bei anderen Krimirezensionen, und so entstand meine Wertung von immerhin 3,5 Sternen (aber einen halben Stern anzugeben ist ja leider nicht möglich.)

Um mal mit dem Negativen anzufangen:
Für einen versierten Krimileser liegt die Schwäche des Romans in der Auflösung. Die wird hier dramaturgisch so hingedreht, dass sie ins Konzept der Autorin passt, aber das geht auf Kosten der Logik und der Wahrscheinlichkeit.

Ich will hier natürlich nicht allzu viel verraten, deshalb kann ich nicht alles begründen. Ich will nur so viel sagen, dass mich die Auflösung nicht sonderlich überrascht hat. Wie Cormoran Strike - eine durchaus liebenswerte Figur - auf die Täter kommt (um nichts zu verraten, nenne ich von jetzt an hier immer die Mehrzahl!!), hat sich mir nicht ganz erschlossen. Alles, was er hat, aber wirklich alles, sind Mutmaßungen! Er hat keinen einzigen Beweis, höchstens Indizien. Als dann tatsächlich auf Seite 631 ein Beweis auftaucht, kann man nicht nachvollziehen, wie er auf dieses Versteck kommt.
Am schwächsten ist aber die Begründung, warum dieses winzige Beweisstück nicht entsorgt werden konnte (und also noch da ist, um die Täter zu überführen), nämlich: es fehlte der Mut, um es verschwinden zu lassen!

Bitte, so kann man doch in einem Krimi nicht argumentieren, auch wenn er irgendwann zu einem Ende kommen muss! Die Täter waren imstande gewesen, viel größere Beweise problemlos verschwinden zu lassen, warum also diesen nicht einfach in die Themse werfen??? Wieso gehört für Leute, die mehrere Menschen ermordet haben, dazu Mut?

Was mir auch nicht gefiel, war, dass jeder, der mit seinem Wissen zur Aufklärung eines Mordes hätte beitragen können, dies aus mehr oder weniger fadenscheinigen Gründen nicht getan hat. Auch da hätte ich mir eine kraftvollere und zwingendere Erklärung/Auflösung gewünscht.

Auch die Motive für den ersten Mord sind, ja, doch sehr abgegriffen und banal. Und die Ausführung, mit all dem Wenn und Aber und den Zufällen, dürfte im wirklichen Leben so wohl nicht gelingen (im Buch geschieht im richtigen Augenblick immer das, was den Mördern weiterhilft.)

Was mich noch etwas gestört hat, war, dass viele der Figuren doch ziemlich klischeebefrachtet sind: Lula, jung, sexy, reich, schön, abhängig vom Rauschgift und psychisch instabil; Evan, eine Borderline-Persönlichkeit, umringt von einem sabbernden Gefolge; zwei reiche, spindeldürre Zicken, die sich reiche Männer geangelt haben; ein alter, hässlicher, arroganter Filmmogul; Lady Bristow, ein kindlich-unselbstständiges Anhängsel und ohne ihren verstorbenen Mann hilflos; Alison, die hässliche Freundin; Rochelle, die missgünstige Obdachlose; Guy Somé, der schwule, exzentrische Modedesigner, der aber ein loyaler Freund ist, usw...

Okay, das ist eine bunte, schrille Riege von Personen, und innerhalb ihres Klischees werden sie eindrucksvoll beschrieben. Interessant wäre aber gewesen, wenn man das Klischee auch einmal durchbrochen hätte - etwa dadurch, dass man einigen dieser Personen Merkmale zuordnet, die nichts ins Klischee gehören.

Die Spannung: es gibt keine Cliffhanger, die Geschichte wird kontinuierlich durcherzählt. Für mich war das okay. Allerdings dauert es etwas, bis die Spannung anzieht, am Anfang werden viele nebensächliche Dinge breit erzählt, die die Geschichte nicht eben vorantreiben. Allerdings, je weiter man kommt, desto dichter und spannender wird die Geschichte.

Kommen wir zu dem Positiven:
Das ist in erster Linie die Hauptfigur, Cormoran Strike, die den gesamten Roman beherrscht. Seinetwegen habe ich das Buch gelesen, er ist originell und liebenswert gestaltet, zu ihm hat man Vertrauen. Zu Strike gehört auch seine sympathische, taktvolle und clevere Sekretärin Robin, beide zusammen ein unschlagbares Paar.

Abgesehen davon, dass manche Figuren eher Abziehbilder sind, werden sie sehr eingehend und psychologisch stimmig beschrieben (für mich kein Widerspruch.) Gut finde ich auch, dass die Autorin ihnen eine eigene Sprache gibt; die Obdachlose, die heruntergekommene Mutter von Lula, die zickige Tansy, der Portier, der Fahrer, sie alle haben eine individuelle Sprechweise, die sich von der der Upper Class" unterscheidet.

Mein Fazit:
Als Roman würde ich dem Buch 4 Sterne geben, weil es Spaß gemacht hat zu lesen, weil Strike eine faszinierende Persönlichkeit ist, weil ich den Krimiteil auch ausblenden konnte und mich trotzdem gut unterhalten gefühlt habe.
Als Krimi würde ich nur gut drei Sterne geben, Erklärung siehe oben. Und da das Buch als Krimi gehandelt wird, ist die Krimibewertung für mich die wichtigere.

Dennoch bin ich sehr gespannt, ob J.K. Rowling die Geschichte um Cormoran Strike weiterführt und würde das nächste Buch auf jeden Fall lesen!
Achtung: In den Kommentaren sind SPOILER enthalten!!
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3.0 von 5 Sternen Hat leider die Erwartungen nicht erfüllen können, 14. April 2014
Ähnlich wie viele andere Leser, die ebenso wie ich die Harry Potter Bücher mit Genuss verschlungen haben, war ich von großer Neugierde und Vorfreude erfüllt: Ein klassischer, englischer Krimi, gewoben von Frau Rowling.... das sollte ein Genuß werden!

Tatsächlich blitzt dieses ungewöhnliche Erzähltalent, das sie in den Potter Büchern bewiesen hat durchgehend immer wieder auf, konnte mich aber bei weitem nicht so fesseln, wie ich es während der Schuljahre in Hogwards gewohnt war.
Die Zutaten der Story sind dabei nicht schlecht und auch Mr. Strike und seine Robin werden zu ein Duo, von dem ich grundsätzlich gerne wieder lesen würde, sind Ihre Figuren doch interessant, symphatisch und noch sehr ausbaufähig. Es macht den Eindruck, dass das von J.K. Rowling so auch angelegt ist.

Leider löst sich der Erzählstrang immer wieder in zu langen Fäden und Fasern auf, die das Lesen in solchen Momenten zur Geduldsprobe machen. Man wartet auf den Augenblick, wo der Clou kommt, der Aha-Effekt für den Leser, beim dem einem zwischendurch einmal eine brennende Frage durch den Kopf schießt oder sich ein kleines Puzzle-Teil richtig einfügt. Der Moment, in dem ich auf eine falsche Spur gelockt werde und der Erzählung weiter gespannt folgen möchte.
Anstelle dessen ist eine leichte Langeweile nicht zu leugnen.

Fazit:
Mrs Rowling und ihr Buch bleiben hinter ihren Möglichkeiten zurück. Weniger wäre mehr gewesen und hätte dem Tempo und der Falldichte gutgetan. Trotzdessen würde ich einen weiteren Krimi mit dieser Besetzung gerne lesen wollen, denn es steckt Potential in diesem Gespann !
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3.0 von 5 Sternen Habe mehr erwartet, 6. März 2014
Zum Inhalt:
Als das berühmte Model Lula Landry von ihrem schneebedeckten Balkon im Londoner Stadtteil Mayfair in den Tod stürzt, steht für die ermittelnden Beamten schnell fest, dass es Selbstmord war. Der Fall scheint abgeschlossen. Doch Lulas Bruder hat Zweifel – ein Privatdetektiv soll für ihn die Wahrheit ans Licht bringen.

Cormoran Strike hat in Afghanistan körperliche und seelische Wunden davongetragen, mangels Aufträgen ist er außerdem finanziell am Ende. Der spektakuläre neue Fall ist seine Rettung, doch der Privatdetektiv ahnt nicht, was die Ermittlungen ihm abverlangen werden. Während Strike immer weiter eindringt in die Welt der Reichen und Schönen, fördert er Erschreckendes zutage und gerät selbst in große Gefahr …

Meine Meinung:
Das Cover: Von dem Cover bin ich wirklich angetan, die Farben sind klasse und dieser düstere Ausschnitt der Stadt macht sofort neugierig auf die Geschichte.
Inhalt: Meiner Meinung nach ist das Buch wirklich ein sehr "seichter" Krimi. Es geht wirklich nur um die Ermittlungen, es gibt keine Blutigen Szenen. Das tolle an solchen Krimis ist natürlich das man die ganze Zeit mitfiebert und miträtzeln will. Was ich ebenfalls super fand, ab der ersten Seite geht es gleich los, wir sind Mitten im geschehen.
Das Buch ist in 6 Teile angeteilt, welchen Sinn ich leider nicht so wirklich verstanden habe.
Leider finde ich auch das die Geschichte sich an manchen Stellen wirklich gezogen hat, trotzdem wollte man natürlich wissen wie es weiter geht, sodass man sich doch nochmal ermutigt weiter zu lesen.
Ich denke das wir auch alle etwas von J.K. Rowlings Harry Potter Reihe verwöhnt sind, irgendwo hat man ja doch hohe Erwartungen wenn die Autorin voher sooo super Bücher geschrieben hat.
Was ich jedoch wieder erkannt habe ist der lockere sachliche Schreibstil der Autorin, das Buch ließ sich so sehr gut lesen.
Die Charaktere haben mir gut gefallen, ich empfehle jedoch sich beim Lesen Stichpunkte zu machen, da es wirklich sehr sehr viele Charaktere gibt so kommt man dann nicht so schnell durcheinander.

Fazit: Ich empfehle einfach mit nicht alzu großen Erwartungen an das Buch heran zu gehen. Das Steckenpferd der Autorin ist und bleibt Harry Potter. Wer jedoch gerne dicke Schmöker ließt mit interessanter Kriminalhandlung ist hier genau richtig.
Ich persönlich war auch total Neugierig was die Autorin noch so aus ihrer Schreibfeder zaubern kann, gerade wenn es um ein anderes Genre geht. Warscheinlich geht das vielen so.
Ich kann auf Grund der lang gezogenen Story leider nur 3 von 5 Sternen vergeben.

Das Buch ist im blanvalet Verlag erschienen, hat 640 Seiten und kostet in der Hardcover Version 22,99€. [...]
Viel Spaß beim lesen :)
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3.0 von 5 Sternen Mittelmäßig spannender Krimi mit eher klischeehaften Recherchen über die Modell-Szene, 1. März 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Hi,

natürlich habe ich den aktuellen Roman von J. K. mit höchster Spannung erwartet. Ich will auch nicht sagen, dass ich enttäuscht bin. Allerdings muss ich zur Kenntnis nehmen, dass ich den Krimi wenig überzeugend finde. Mir ist vollkommen unklar, wozu die Versehrten-Story des Detektivs Cormoran gut ist. Sie fließt in keinster Weise in den Plott ein. Auch die Beziehungsproblematik seiner Sekretärin Robin trägt wenig dazu bei, die Story spannend zu machen.

Die Beschreibung der Modell-Szene ist äußerst klischeehaft und nichtssagend. Das Ende der Geschichte irgendwann vorhersehbar. Ich habe das Buch trotzdem zu Ende gelesen.

Meiner Meinung nach kein Vergleich mit anderen berühmt berüchtigten Detektiv-Figuren (z. B. Poirot, Marple, Marlow, Wallander, Sherlock).

Dennoch ist und bleibt J. K. für mich die beste Autorin aller Zeiten!
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4.0 von 5 Sternen Gelungener Krimi mit authentischen Charakteren, cleverem Plot und überraschenden Twists, 27. Februar 2014
INHALT

Der erfolglose Detektiv und Kriegsversehrte Cormoran Strike staunt nicht schlecht, als eines Tages John Bristow vor seiner Tür steht und seine Dienste einfordert. Bristow bittet Strike, den Tod seiner Adoptivschwester Lula Landry zu untersuchen, die ein berühmtes Topmodel war und vor drei Monaten vom Balkon ihrer Wohnung gestürzt war. Während die Polizei und die Medien aufgrund von Lulas psychischer Labilität schnell auf Selbstmord schlossen, glaubt ihr Bruder ganz und gar nicht daran und berichtet von einer Zeugin, die gehört haben will, wie sich das Model mit einem Mann stritt, Sekunden, bevor es stürzte. Strike, der den Todesfall damals in den Klatschblättern mitverfolgte, nimmt nur widerstrebend an, mehr, um sein Schulden und seine neue Assistentin Robin zu bezahlen, die ihm von einer Zeitarbeitsfirma zugestellt wurde. Bei seinen Ermittlungen gerät Strike in die Welt des Glitzers und des Glamours und muss feststellen, dass nicht alles Gold ist, was glänzt...

MEINE MEINUNG

Ich war wirklich sehr gespannt, was der Krimi für mich bereithalten würde. Tatsächlich bin ich ein großer Krimi- und Thrillerfan und habe eine Zeit lang nichts anderes gelesen. Besonders aufgeregt war ich, wie Joanne K. Rowling, die mit Harry Potter einen wunderbaren Schreibstil an den Tag gelegt hat, dies auf einen Krimi umsetzen würde. So muss ich schon direkt zu Beginn sagen, dass man an keiner Einzigen Stelle merkt, dass es sich hierbei um einen Roman von Joanne K. Rowling handelt. Natürlich muss man auch bedenken, dass Der Ruf des Kuckucks nicht vom gleichen Übersetzer ins Deutsche übertragen wurde wie Harry Potter, aber auch abgesehen davon erkennt man keinerlei Ähnlichkeiten - und das ist gut so. Der Schreibstil passt einfach perfekt zu einem Krimi, und wenn man schon viele Krimis gelesen hat, weiß man auch, dass dieses Genre eine eigene Sprache besitzt. Alles ist eher nüchtern geschrieben, nichts wird beschönigt oder umschrieben. Besonders gelungen ist, dass "Robert Galbraith" es schafft, jeder Figur seine eigene Stimme zu geben. Alle weisen charakteristische Merkmale beim Sprechen auf, sodass jeder individuell wirkt. Sei es, dass ein Zeuge immer "yeah" sagt und der andere jeden zweiten Satz mit "okay?" beendet. Die unterschiedlichen Sprachfärbungen wurden meiner Meinung nach auch sehr gut ins Deutsche übertragen. Insgesamt muss man auch erwähnen, dass es sich hierbei nicht um einen actiongeladenen Thriller handelt, wie man ihn aus der USA kennt. Die Handlung fließt ruhig vor sich hin, es gibt keine blutigen Details und Cormorans Ermittlungsarbeit besticht hauptsächlich aus Fragen und Antworten, dementsprechend gibt es viele Dialoge. Dennoch muss man sagen, dass das Buch an keiner Stelle langweilig wurde.

Doch nicht nur der Schreibstil ist gut, sondern auch die Charaktere und deren Eigenheiten. Cormoran Strike ist ein äußerst ungewöhnlicher Protagonist. Es kommt zwar oft vor, dass die Protagonisten in Krimis und Thrillern eher eigenwillig und sonderbar sind, aber Cormoran Strike ist noch mal eine Nummer für sich, was nicht nur an seinem Namen liegt. Allein schon durch die Tatsache, dass er ein Kriegsversehrter ist und in Afghanistan war, ist sehr ungewöhnlich und sorgt dafür, dass man ihn immer mit einer Spur aus Mitleid und Faszination bei seinen Ermittlungen begleitet. Zudem ist er seit seiner Verwundung etwas aus dem Leim gegangen, wird als überaus haarig beschrieben und seine Frisur brachte ihm in der Schule den Spitznamen "M*schikopf" ein. Auch seine Vergangenheit und der familiäre Hintergrund sind äußerst interessant und auch wenn nicht alle Fragen und Geheimnisse geklärt wurden, die Cormoran Strike betreffen, so bin ich doch sehr gespannt, was man noch alles über ihn erfahren wird.

Neben dem Detektiv, welcher der ungehobelte, einschüchternde Protagonist ist, gibt es auch noch eine Protagonistin, die das genaue Gegenteil zu Strike darstellt. Robin Ellacott ist jung, hübsch, frisch verlobt und wird von einer Zeitarbeitsfirma von einem Kurzzeitjob zum nächsten geschickt, während sie nebenher noch viele Vorstellungsgespräche bei großen und wichtigen Firmen hat. Als sie den Job als Strikes Assistentin und Sekretärin antritt, sorgt die erste Begegnung zwischen ihr und ihrem "Boss" für eine etwas surreale Situation, doch beide können sich nicht lange ihrer gegenseitigen Sympathie entschließen. Robin war wirklich eine sympathische und liebenswürdige Protagonistin, die diskret, effizient und diszipliniert arbeitet. Ohne, dass sie es ahnt, stellt sie für Strike den rettenden Anker dar und zieht ihn aus einem Sumpf aus Selbsthass, Lethargie und Unzufriedenheit. Ihr kindliches Vergnügen, Strike bei seinen Ermittlungen zu helfen, fand ich wirklich niedlich und hat sie sehr menschlich und zugänglich gemacht.

Der Fall, der in diesem Buch behandelt wird, war wirklich interessant. Man tritt ein in der Welt der Reichen und Schönen und erfährt von Intrigen, Neid, Missgunst und Hass auf allen Seiten. Überall herrscht Konkurrenzkampf und keiner gönnt dem anderen etwas. Jeder wird als Sch****e, A****loch oder dergleichen betitelt, selbst unter "Freunden" hält man sich nicht zurück. Jeder ist viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt und schätzt sich höher ein, als seinen Gegenüber. Dadurch ist potentiell fast jeder verdächtig, der etwas mit Lula Landry zu tun hatte und die meiste Zeit weiß man nicht, wer sie mochte und wen sie mochte, da jeder Zeuge etwas anderes erzählt. Nicht nur Lulas Beziehungen im Modelbusiness sind von Bedeutung, sondern auch ihr familiärer Hintergrund, der ebenfalls nicht ganz koscher ist. Ich muss auch gestehen, dass ich beim Lesen jede Figur mindestens einmal unter Verdacht hatte, Lulas Mörder zu sein und immer wieder überlegte ich hin und her, wer was wie getan haben könnte. Doch nicht nur der Mord an Lula Landry ist Thema des Buches, sondern auch das Leben von Cormoran Strike, der sich am Rande des sozialen Abgrunds befindet und viele Probleme hat, die ebenfalls gelöst werden wollen; sei es das Finanzielle oder sein Privatleben, das praktisch nicht existiert.

Während seiner Ermittlungen stößt Strike auf viele Hinweise, denen die Polizei nicht richtig nachgegangen ist und die nach und nach ein großes Ganzes ergeben. Auf den letzten sechzig Seiten wird klar, dass Cormoran den Täter nun zwar kennt, aber noch den letzten, alles entscheidenden Beweis braucht. Der Leser tappt weiterhin im Dunkeln und wird auf eine falsche Fährte gelockt. Zwar ahnte ich da schon, dass diese/r Verdächtige nicht der wahre Mörder/die wahre Mörderin sein konnte, dennoch war ich mehr als überrascht, als dann der echte Mörder/die echte Mörderin ans Tageslicht kam, auch wenn ich ihn/sie ein oder zwei Mal kurz unter Verdacht hatte, diesen jedoch recht schnell wieder beiseite legte. Tatsächlich wird es dann, ganz wie in typischer Krimi-Manier, am Ende einmal echt eng für Cormoran, als er den Mörder/die Mörderin mit seinen Ergebnissen und Beweisen konfrontiert.

FAZIT

Mit Der Ruf des Kuckucks ist Joanne K. Rowling unter dem Pseudonym Robert Galbraith ein gut durchdachter, interessanter Krimi gelungen, der insbesondere durch seine authentischen Charaktere und des faszinierenden Fall besticht. Ich habe mich richtig animiert gefühlt, beim Auflösen des Falls mitzuraten und habe mir mehrere verschiedene Theorien überlegt, die zwar alle nicht wirklich stimmten, weswegen die tatsächliche Auflösung aber nicht unlogisch oder an den Haaren herbeigezogen gewesen wäre. Zwar war das Buch insgesamt recht lang, doch die ruhige Atmosphäre war passend und nicht langweilig oder langatmig. Wenn es einen weiteren Band geben wird, so werde ich ihn sicherlich gerne lesen. Ich vergebe abschließend, mit starker Tendenz nach oben, vier Sterne!
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3.0 von 5 Sternen Ein viel zu langer Roman, aber auch mit Stärken ..., 25. Februar 2014
Dass sich hinter dem Namen Robert Galbraith eigentlich die britische Autorin Joanne K. Rowling verbirgt, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben. Nun bin ich zwar kein großer Harry-Potter-Fan, aber meiner Meinung nach kann Rowling richtig gut schreiben. Und so war ich, auch wegen der eigentlich durchweg positiven Kritiken durchaus auf den ersten Krimi der Autorin gespannt.

Zur Story. Der Privatdetektiv Cormoran Strike wird beauftragt, den Tod des berühmten Models Lula Landry zu untersuchen. Angeblich hat sie Selbstmord begangen, indem sie sich von ihrem schneebedeckten Balkon im Londoner Stadtteil Mayfair in den Tod stürzte. Jedenfalls ist die Polizei dieser Meinung.
Cormoran Strike hat Zweifel an seinem Auftrag, aber finanzielle Nöte und ein desolates Privatleben, lassen ihn den Auftrag annehmen. Seine Ermittlungen führen ihn in die Kreise der Reichen und Schönen Londons. Ob Stardesigner, Rechtsanwälte oder Popstars. Jeder von ihnen hat eine eigene Version der Geschichte.

Cormoran Strike ist in meinen Augen ein gelungener Ermittler. Körperlich gehandicapt, hat er als Ermittler doch in Afghanistan ein Bein verloren. Auch seine eigene Familiengeschichte ist spannend, denn seine Mutter war ein bekanntes Groupie und sein Vater somit ein bekannter Sänger. Sein Privatleben ist die reine Katastrophe, hat er sich doch gerade mal wieder von seiner Verlobten getrennt.

Überhaupt die Charaktere: allesamt gut getroffen, fein herausgearbeitet und wundervoll beschrieben. Hier liegt die große Stärke des Buches. Strikes Sekretärin zum Besipiel ist wunderbar beschrieben. Allerdings gibt es auch eine ganze Menge Charaktere und ab und an muss man sich schon noch mal in Erinnerung rufen, wer denn nun wer ist. Weniger wäre hier mehr gewesen.
Eine weitere Stärke sind die Handlungsorte. Wie London beschrieben wird, liest sich schon toll. Einzelne Straßenzüge und Häuser entstehen direkt vor den Augen.

Die Handlung allerdings gerät zu ausufernd. Sind die Spuren anfangs allesamt noch interessant (auch wenn es etwas dauert, bis das Ganze Fahrt aufnimmt), verschwimmen sie im Laufe des Buches. Es ist mit 640 Seiten schlicht zu lang. Zu viele Spuren, zu viele Verdächtige. Und das Ende hat mich (auch wegen der 640 Seiten Vorbereitung) etwas enttäuscht. Sicher, es ist ein eher ruhiger Krimi und kein Thriller, aber die Spannung hält nicht über die Dauer des Romans.

Fazit: ein zu langes Buch voller Widersprüche, mit tollen Figuren, wunderbaren Orten und einer Handlung, die sich diesmal nicht ausbauen lässt, sondern vielmehr Straffung hätte vertragen können.
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