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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen32
3,8 von 5 Sternen
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am 10. November 2009
Alles, was hier geschrieben wurde, stimmt natürlich - es ist nicht befriedigend, drei Staffeln lang diesen selten nur vorhersehbaren Gewaltmarsch durch alles, was man bislang an Westernklischees kannte, mitgemacht zu haben, und dann am Ende mit leeren Händen dazustehen. Aber habe ich Deadwood deshalb auch nur ein Bisschen weniger genossen? Nein. Gegen Ende bin ich sogar mit Bullock (den ich bis dahin als einzigen der tragenden Charaktere blass fand, da er für meinen Geschmack zu glatt war) warm geworden.

Der Plot wirkt etwas fahriger als in den ersten beiden Staffeln - mehr Charaktere tauchen neu auf, ebenso verschwinden auch viele. Auch der ständige Wechsel zwischen persönlicher, städtisch-intriganter und territorial-politischer Handlung kommt bisweilen recht abrupt. Macht aber alles nichts - Deadwood ist immernoch der spannendste, unberechenbarste und humorig-dreckigste Ort im ganzen Westen und macht jede Minute Freude, Angst oder beides.
Kalt lässt es einen aber nie.

Insofern: Ja, das verfrühte Ende stößt übel auf (wie bei vielen anderen Serien auch - Firefly, Daybreak, Rome, Traveller, um nur einige zu nennen). Aber durch Strafbewertungen hier wird nur im Nachhinein der Eindruck erzeugt, die Serie sei es wirklich nicht wert gewesen, fortgesetzt zu werden. Bitte bewertet hier nur die Serie, so wie sie auf den DVDs vorhanden ist - und die Beschwerden schickt einfach an HBO (die legen es ja auch wirklich drauf an).
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am 16. Dezember 2007
...welche mittendrin abgewürgt wurde. Langsam hat man es satt, daß immer mehr amerikanische Serien nach ein paar Staffeln ohne konkretes Ende eingestellt oder abgesetzt werden. So auch bei Deadwood. Nach 12 Folgen wird man auch hier ratlos zurückgelassen. Die dritte Staffel endet ohne eine "Auflösung" wie die ersten beiden Staffeln, nur daß man bei denen wußte das es weitergeht. Man erfährt überhaupt nicht, wie es mit der Stadt und den einzelnen Figuren weitergeht. Die Krankheit des DocŽs wird gar nicht mehr thematisiert, Ihn sieht man am Ende nicht einmal mehr.
Trotzdem sollte man der Serie eine Chance geben, wo man doch jetzt die Möglichkeit hat, alle 3 Staffeln "in einem Stück" zu sehen. Gerade durch die Vielzahl der Charaktere und die komplexe Handlung ist dies von Vorteil.
Ich hoffe immer noch auf einen Spielfilm, welcher die Handlung zu Ende bringt. Glauben daran tue ich allerdings nicht mehr. Schade eigentlich.
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am 22. Januar 2009
Deadwood hat mich restlos begeistert - an die Fäkaliensprache gewöhnt man sich ziemlich schnell - okay, ist nicht die beste Sprache der Welt, aber es ist doch fast lehrreich wie häufig man f*cking in einen Satz geflochten bekommt, wenn man es drauf anlegt...

davon ab - ich habe die Serie erst auf DVD gesehen und alle drei Staffeln hintereinander "abgearbeitet" und das ziemlich schnell. Die meisten der Hauptcharaktere gefallen mir gut und sind mir ans Herz gewachsen, mit all ihren Schrullen, ihrer Gewalt und / oder ihre eigenwilligen Moralvorstellungen - besonders der bärbeißige Al Swearengen.

Timothy Olypant hat mir als Seth Bullock gut gefallen - und auch nicht steifer, als man es von der Rolle erwarten sollte, und der bereits erwähnte Ian McShane (Swearengen) ist gnadenlos gut, wie auch Brad Dourif (Doc) - gleich viel sympathischer als als Grima Wormtongue in LOTR.

Schade ist wirklich, dass keine vierte Staffel gedreht wurde / wird - da das Ende der dritten tatsächlich weniger ein Ende ist, als bei den ersten beiden Staffeln.

Es ist sicherlich wahr, dass die Charaktere sich in der letzten Staffel nicht mehr wirklich weiterentwickeln - die Parameter sind gesetzt und innerhalb dieser bewegen sie sich - es gibt keine große Überraschungen mehr, aber ich kann mich auch nicht daran erinnern, bei einer anderen Serie noch größere Überraschungen bei gesetzten Personen erlebt zu haben.

Unbedingt ansehen - möglichst in Englisch.
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TOP 500 REZENSENTam 23. Januar 2014
Mit der dritten Staffel nimmt die Kult Serie von HBO leider ein sehr unrühmliches Ende. Traurigerweise wurde das Format bereits nach der dritten Staffel eingestellt, da demShowrunner David Milch der Auftrag ereilt wurde sich der neuen Serie „John from Cincinnati“ anzunehmen. Aus diesem Grund musste Deadwood leider abrupt ohne abschließendes Ende eingestellt werden. Immerhin gibt es für die Fans mittlerweile die Möglichkeit sich sämtliche Staffeln auf Blu-ray zuzulegen, was aber nur einen schwachen Trost darstellt. Als Tipp: Wen es in den Wahnsinn treibt, eine Serie ohne schlüssiges Ende anzuschauen, sollte sich die letzte Folge in diesem Fall sparen, denn die bietet einen Cliffhanger die danach schreit, dass die Serie fortgesetzt wird.
Das Ende von Deadwood ist obendrein doppelt traurig, denn abgesehen davon dass kein schlüssiges Ende vorliegt, hat man nicht nur die Charaktere liebgewonnen. Nein, die schauspielerische Leistung ist nach wie vor hervorragend. An den Darbietungen von Hauptdarsteller Timothy Olyphant (als Sheriff Seth Bullock), Ian McShane (als Barbesitzer Al Swearengen), Molly Parker (als Alma Garret), Powers Boothe (als Saloon Inhaber Tom Miller), John Hawkes (als Bullock Partner Sol Star) Robin Weigert (als Calamity Jane), Robin Weigert („The Sessions“), Paula Malcomson („Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele“), Jim Beaver („Supernatural“), W. Earl Brown („The Master“) oder Brad Dourif (als Doc Cochran)gibt es nach wie vor nichts auszusetzen. Ihre schauspielerische Leistung ist wie aus den beiden ersten Staffeln gewohnt hervorragend sowie außerordentlich autheintisch und glaubwürdig.
Somit bietet die dritte Staffel von Deadwood wie bereits zuvor hervorragende Unterhaltung, aber es ist bitter sich die letzte Folge anzuschauen mit dem Wissen, dass es niemals eine Fortsetzung geben wird. Da bleibt nur noch der Blick in die Geschichtsbücher übrig.

Das Bild liegt im 16:9 Vollbild Ansichtsverhältnis 1,78:1 vor. Wie bereits bei den vorigen Staffeln gibt es am Blu-ray Transfer so gut wie nichts auszusetzen. Die Bildschärfe ist signifikant besser als bei der bereits bekannten DVD-Veröffentlichung, was nicht nur an der verbesserten Kompression liegt. Die Farben sind stets natürlich bei ausgewogenem Kontrast sowie hervorragendem Schwarzwert. Zwar hapert es vereinzelt etwas bei der Durchzeichnung, das fällt aber nicht sonderlich negativ ins Gewicht. Auffallend ist dieses Manko besonders bei Innenaufnahmen, da die Shots in diesen Szenen etwas dunkel ausgefallen sind. Abgesehen davon ist die Darstellung wirklich sehr gut ausgefallen und jederzeit HD würdig.

Weswegen die letzte Staffel nun nur noch in DTD HD Master Audio 2.0 vorliegt wissen wohl nur die Götter. Dabei sind die Angaben im Einstellungen Menü wie auch auf dem Backcover falsch und somit irreführend. Ggf. handelt es sich um einen Produktionsfehler. Somit mangelt es leider stark an Räumlichkeit. Zugegeben: Deadwood hat sich nie durch Surround Effekt Feuerwerke ausgezeichnet, sondern zumeist nur diffuse Hintergrundgeräusche auf den hinteren Kanälen wiedergegeben, aber dennoch fehlt irgendwie etwas. Immerhin ist die Stereoseparation einwandfrei und auch die Abmischung bietet eine ausgewogene Balance wie auch einen natürlichen Klang.

Extras gibt es keine. Selbst ein Wendecover fehlt leider.

Mit der dritten Staffel endet die Top HBO Serie Deadwood leider abrupt. Schade, denn das Format hatte gewaltiges Potential. Zumindest liegen nun alle 3 Staffeln auf Blu-ray vor. Die Qualität ist deutlich besser als auf DVD, dafür fehlen aber leider die Extras.
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am 10. Oktober 2007
Season 1 war/ist grandios, Season 2 in meinen Augen eine herbe Enttäuschung. Mit Season 3 besinnen sich die Macher auf viele alte Stärken zurück, die Deadwood zu einer Ausnahmeserie gemacht haben (und die in Season 2 sträflich vergessen wurden):
* Die Haupthandlung findet wieder in Deadwood statt, vorbei die Zeiten der lästigen Botenberichte
* Seth Bullock wurde wieder stärker in die Handlung integriert
* durchgehend spannend
* endlich wieder einen starken Antagonisten: George Hearst
Leider verzichtet die dritte Staffel auf die vielen parallel laufenden Handlungsstränge, die Season 1 ausgezeichnet haben. Diesmal dreht sich fast alles um eine Figur: George Hearst.
Noch ein Patzer: Wieso wird der Doc so stiefmütterlich behandelt?
Trotz der Kritikpunkte: Deadwood 3 ist wieder sehenswert.
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am 28. August 2007
Die dritte Staffel kommt gewohnt dreckig und finster daher. Wer die ersten beiden Staffeln verschlungen hat, wird auch die dritte lieben! Produzent und Schreiber Milch und seine Autoren bieten auch in der (leider!) letzten Staffel eine Komplexität und Tiefe, wie es sie so gut wie alle anderen TV-Serien vermissen lassen. Deadwood besticht durch außergewöhnliche Drehbücher und geniale Dialoge. Insbesondere Plot-Lines wie die Beziehung zwischen Joanie und Jane zeigen eine Charaktertiefe, wie man sie selten sieht. Erwähnenswert auch der Gastauftritt von Starmime Brian Cox als exzentrischer Theaterdirektor Jack Langrish! Wer die ersten beiden Staffeln gesehen hat, wird sich diese sowieso kaufen... also los und die ersten beiden Staffeln geschaut!!
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am 24. August 2007
Hier ist nun endlich die dritte Staffel, von einer der momentan wohl großartigsten Serien überhaupt.
Die zeit der Gesetzlosigkeit in Deadwood nähert sich dem Ende. Bleibt nur noch zu entscheiden "wer" in Zukunft das Gesetz sein wird. Dass Deadwood nun offiziel Dakota-Territorium ist, scheint nur eine Formalität zu sein. Der mächtige sowie bösartige George Hearst ist angekommen, dessen Ankunft über die fast gesammte zweite Staffel durch den psychopatischen Francis Wolcott eingeleitet wurde. Wenn man grade glaubte zu wissen, wer in Deadwood die "Guten" oder die "Bösen" sind, wird von nun an alles wieder über den Haufen geworfen. Hearst ist gefährlicher und skrupelloser als alle Charaktere die man bisher in Deadwood zu sehen bekam. Deadwood verbündet sich, alte Feinde kämpfen Seite an Seite und es bleiben nur wenige in denen nicht der Wunsch brennt den Tyrannen tot zu sehen. Doch die Zeit in der ein Schnitt durch die Kehle noch alle Probleme gelöst hat ist vorbei und Deadwood steht vor der alles entscheidenden Prüfung.

Staffel 3 ist absolut Spitze, und ein würdiger Höhepunkt der Serie. Meiner Meinung nach die beste Staffel, auch wenn man sich den Ausgang am Ende wirklich etwas anders, oder wenigstens ausführlicher gewünscht hätte.
Deadwood ist gnadenloser als in Vergangenheit. Einige Stellen sind wirklich heftig Brutal, andere ziemlich traurig. Aber es gibt auch viele Momente in denen man sich richtig über das Verhalten und Handeln der Figuren freut, und ab und an bekommt man sogar richtig was zu lachen.
Ich kann nur raten die erste DVD schon am frühen Abend einzulegen, denn vermutlich werden sie erst nachdem die vierte vorbei ist ins Bett kommen.

Würde gerne mehr als 5 Sterne geben...
11 Kommentar|18 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Die Wahlen stehen an und Mr.Hurst greift mächtig in die (fiese) Trickkiste um diese für sich zu beeinflussen. Bei den Bullocks zeichnet sich langsam ein "Familienleben" ab (man ist schon beim vertrauten Du). Der erste Tong-Krieg bricht aus...
Und nebenher viele interessante Geschichten und weiterlaufende "Rote Fäden".
Zu Viel will ich gar nicht schreiben, denn das nimmt dem interessierten "Leser" hier den Spaß!
Man merkt das mit Staffel 3 eigentlich keine "abschließende" Staffel geplant war und nur die (anscheinend zu geringen) Zuschauerzahlen HBO da zu veranlasst haben die Serie ein zu stampfen - sehr schade!
Zwar kommt Staffel 3 nicht an die Erste her ran, aber besser als Staffel 2 ist Sie auf jeden Fall!
Die enorme Entwicklung der Hure Trixi geht weiter und alle (selbst die Randfiguren) bekommen ein gehöriges Maß an "Charaktertiefe" Und genau das ist es, was mich an dieser Serie so begeistert hat: Keine =8/15 Figuren, die man mühelos austauschen kann! Ich habe immer wieder die Vergleich zu "Hell on Weels" lesen müssen! Leute hier vergleicht Ihr Äpfel mit Birnen! HoW ist eher "Actionlastig" mit beweglichen Hintergründen (nicht auf eine Stadt fixiert und somit mehr Möglichkeiten neuer Geschichten). Die Charactere haben zwar eine gewisse Tiefe, kommen aber nicht an Die in DW her ran! Während die Geschichte in DW komplett über alle 3 Seasons geht, verbleibt die "Hauptstory" bei HoW auf jeweils 1 Season beschränkt!
Bei Deadwood geht es nicht nur um die Figuren, sondern um das Wachsen der Stadt (das geht bei HoW manchmal sehr unter = Eisenbahnbau). Klar ist dadurch natürlich auch, das es vornehmlich um Saloons (und deren Nutzer) geht.
Ich mag beide Serie sehr, wobei der historische Hintergrund bei Deadwood (fast Alles ist real passiert) gefällt und bei Hell on Weels die immer neuen Storylines.
Fazit: Für Interessenten am "echten Westen" mit sehr stark ausgeprägten Figuren und manchmal etwas dialoglastigem Geschehen - eine echte Kaufempfehlung
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Nachdem die zweite Staffel durch Al's Krankheit sehr stark anfing und einen klaren Fokus hatte, geht diese Staffel (wie die erste) wieder eher etwas 'lahm' los. Der Fokus entwickelt sich erst langsam: Es ist die Ausneinandersetzung zwischen dem 'Gold-Mogul' George Hearst, der die Mine der Ms. Ellsworth kaufen und irgendwie auch die Kontrolle über die Stadt übernehmen will, auf der einen Seite und Al Swearangen bzw. mit der Zeit zunehmend dem ganzen Camp auf der anderen Seite. Daneben und hineingewebt sind kleine weitere Episoden, Skizzen, Themen eines Goldgräbercamps in dieser Zeit: Drogensüchtige, Theaterleute, homosexuelle Neigungen, Aufbau eines Schulunterrichts, Wahlen.

Man braucht ein bisschen um reinzukommen, aber mit der Zeit erkennt man, was es ist und dann ist es absolut grandios: Es ist großes, elegisches Theater. Rein szenisch war es ja schon immer ein Markenzeichen von Deadwood, dass sich alles auf kleinem Raum abspielt. Wie auf einer Drehbühne mit vielen kleinen Spielorten. Auch die Sprache erinnert sehr an Theater. Huldigte bisher aber noch - v.a. in der ersten Staffel - die Dramaturgie etwas mehr der '1 Episode - 1 Plot'-Philosphie des Fernsehens, so wird das hier völlig aufgegeben, zugunsten einer literarischen, langgestrickten, elegischen Erzählweise. Das Ineinander von Personen und Geschichten, das Sprunghafte, das Vielfältige erinnert an eine Mischung aus Shakespeare, Opernlibrettos des 19.Jahrhunderts und Tolkien's "Herr der Ringe". Zugegeben: Man fragt sich oft, wie jetzt alles zusammen passt und was einzelne Elemente wie z.B. die Theaterleute jetzt eigentlich sollen. Das Tolle ist aber, dass man es sich fragt (und nicht immer beantworten kann), aber trotzdem nie das Gefühl hat, dass es nicht passen würde und oft kommt man mit der Zeit auf die erzählerische Idee. So ist der viel kritisierte Einbau der Theatergruppe für mich die Verdeutlichung des bühnenhaften und dramatischen, was sich im Verhalten der anderen Hauptfiguren abspielt. Der Theaterdirektor interpretiert Swearengens Verhalten als das eines antiken Heldens, die 'Amatuer Night' zeigt die Poesie, die hinter den einzelnen Figuren steckt. Ganz, ganz groß.

Diese Staffel ist Weltliteratur! Man muss sie allerdings auch so sehen, d.h. man muss vor allem länger dran bleiben. Eine Episode bleibt in der Luft hängen und man kommt nicht hinein in die langgewobenen Erzählstränge. Gönnt Euch mindestens drei am Stück und Ihr werdet belohnt.

Noch zwei Einzelaspekte:
- Ich sage das ungern über Filme/TV-Shows, aber die muss man echt auf Englisch hören mit deutschen Untertiteln. Nur der Slang, die Sprachmelodie, das Timbre passt zu den Figuren, zur Atmosphäre und in die Landschaft. Man bekommt sonst keinen emotionalen Zugang.
- Die hier verschiedentlich kritisierte Gewalt sehe ich nicht so ausgeprägt, v.a. ist sie nicht schlimmer als in den ersten beiden Staffeln, ich finde fast weniger. Sicherlich ist einiges an Gewalt am Spiel und vielleicht auch mehr als im echten 'Wilden Westen'. Aber wie gesagt, es ist ein großes Drama und es ist weit weniger blutig als Richard III, Hamlet oder die Schlachten im Herrn der Ringe.
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am 22. Mai 2009
Die dritte und letzte Staffel der exzellenten Serie Deadwood. Die Härte der Ausdrucksweisen und der Darstellungen machen aus dieser Serie nicht unbedingt ein familientaugliches Fernseherlebnis, jedoch ist besonders der reale historische Hintergrund bemerkenswert gut in die Handlung eingebunden.

Bekannte Menschen der Wild-West-Ära wie Martha Jane Cannary Burke alias Calamity Jane, Wild Bill Hickock, Doc Holliday und viele andere trafen tatsächlich in dieser Zeit in Deadwood zusammen.

Nahezu alle Hauptfiguren sind an ein reales Vorbild angelehnt. Selbst skurrile Charaktere wie den ruppigen Bordellbesitzer Al Swearengen gab es tatsächlich. Er lebte ab 1876 in Deadwood. Sein Saloon "Gem Variety Theater" (kurz "Gem") war äußerst lukrativ und brachte am Abend durchschnittlich 5.000 bis 10.000 US-Dollar, was nach der Berücksichtigung der Inflation und den heutigen Maßstäben etwa 85.000 bis 170.000 US-Dollar entspricht.

Alles in allem eine unfassbar gute Serie mit Charakteren, wie sie nur das Leben schreiben kann sowie einer guten, kurzweiligen und ausgefeilten Handlung, die den realen Gegebenheiten jener Zeit Rechnung trägt.

Leider war die dritte Staffel auch die Letzte.

Unbedingt sehenswert!
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