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5.0 von 5 Sternen Das Buch der ersten Chance, 22. November 2013
Von 
HEIDIZ "Bücherfreak" (Heyerode) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Das Land der zweiten Chance (Broschiert)
Eine Biografie der besonderen Art, ein Lebensabschnittsbericht einer Menschengruppe sozusagen ist es, den ich euch heute vorstellen möchte. Es geht um den Radsport und speziell um ein Radsportteam – und zwar das aus Ruanda …

Das Buch beginnt mit einem Prolog und zieht sich dann über 13 Kapitel hinweg bis zum Epilog und der Danksagung.

Hinter diesem Buch stehen die Sportler, steht beispielsweise Adrien Niyonshuti, stehen aber auch Jock Boyer und tom Ritchey. Selbst Paul Kagame, als Präsident von Ruanda, kann man kennen lernen.

Dieses Land hatte und hat es nicht leicht, und so ergeht es auch den Sportlern des Radsportteams, die um Anerkennung kämpfen, im wahrsten Sinne des Wortes …

Dieses Buch ist viel mehr als nur eine Biografie eine Erzählung aus dem Leben des Radsports einiger ruandischer Sportler, sie ist vielmehr ein Zeit- und Sportdokument und eine Erzählung um Mut und Hoffnung, aber auch um Existenzkampf und Verzweiflung.

4 Seiten farbiges Bildmaterial runden das für mich extrem positive Bild des Buches ab.

Leseprobe aus dem Prolog „Ein langer Weg“ …

Es hat eine Menge seltsamer Momente gegeben im Leben des Adrien Niyonshuti in jüngster Zeit. Die meisten von ihnen nahmen ihren Ausgang, als eine Gruppe von Amerikanern in Ruanda auftauchte und im September 2006 ein Radrennen organisierte. Adrien gewann, und als Preis durfte er das Mountainbike, das ihm die Besucher für die Veranstaltung geliehen hatten, behalten. Es war ein Rad der Marke Schwinn, nicht Besonderes nach westlichen Maßstäben, was bedeutete, es war Lichtjahre fortschrittlicher als alles, was das kleine Ruanda – ein Binnenland in etwa so groß wie Wales, aber mit vier Mal so vielen Einwohnern – je gesehen hatte. …

Mein zusammenfassende Meinung zu Inhalt und Umsetzung:
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Man lernt nicht nur den Sport in diesem Land kennen und die Charaktere, die ihn prägen, sondern vielmehr auch den Kontinent Afrika und das Land Ruanda. Vor der historisch politischen Kulisse kann man viel besser begreifen, wie alles zusammenhängt.

Ich habe es sehr genossen, dieses Buch zu lesen, weil es leidenschaftlich geschrieben ist, weil es authentisch die Verzweiflung wider gibt und auch die Hoffnung, die so nah beieinander sind. Nicht überall haben es die Sportler so leicht, wie hier bei uns im Westen, das wird nach den ersten Seiten schon klar und dann liest man weiter und weiter und weiter …
…. Und kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen, weil es fesselt und fasziniert.

Der Autor hat es perfekt gemeistert, den Leser einzubeziehen, ihn zu inspirieren, diese Geschichte zu einer eigenen werden zu lassen, sich fallen zu lassen in diese Biografie und ihn nachdenklich zurück zu lassen.

Der Autor schreibt in der Ich-Schreibweise und schildert sozusagen seine Recherchen und Interviews, das, was er erlebt hat und nimmt den Leser mit zu den Charakteren und ihrem Sport, zu ihrem Leben mit dem Sport und mit den vielen kleinen und großen Schwierigkeiten drumherum.

Es ist wirklich erstaunlich, was dieses kleine Team zustande gebracht hat und das muss man unbedingt lesen, wenn man zum einen an Radsport interessiert ist und zum anderen, wenn man einfach Interesse hat, über den eigenen Horizont zu blicken in eine gänzlich andere Welt.

Das Geschriebene ist detailliert und schildert bildhaft und unter Zuhilfenahme zahlreicher Adjektive das Geschehene und die Empfindungen, sodass es kein Problem ist für den Leser, sich in die Geschichte hineinzuversetzen.

Dieser Blick hinter die Kulissen dessen, was ich gerade erwähnte, lohnt sich, weil er faszinierend ehrlich ist und aus der Sicht des Journalisten sozusagen – und doch auch die Charaktere „zu Wort“ kommen lässt.

Absolute Empfehlung !!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesenswertes Buch, 2. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Land der zweiten Chance (Broschiert)
Hört man Ruanda denkt wohl kaum einer an »Land der tausend Hügel« oder »Gorillas im Nebel«. In unserer Erinnerung ist der Genozid von 1994, als radikale Hutus die Minderheit der Tutsi und gemässigte Mitglieder ihrer eigenen Volksgruppe regelrecht abgeschlachtet hatten. Die Welt war schockiert, innerhalb weniger Monate starben fast eine Million Menschen. Die UN stufte das Land als nicht überlebensfähig ein. Vor dem Hintergrund dieser Ereignisse ist dem Land dennoch ein Neubeginn gelungen. Trotz der noch schwierigen Situation blicken die Menschen nach Vorne und sind zuversichtlich. Einen nicht unerheblichen Anteil daran hat das Fahrrad, die Begeisterung für den Radsport und das neu aufgebaute Radrennteam Ruandas. Die Kolonialmacht Belgien hat den Radsport im Land bekannt gemacht, zudem ist das Fahrrad schon lange ein beliebtes, auch weil bezahlbares Transportmittel in Ruanda. Es wundert nicht, dass einige junge Talente sich aufmachen die Welt des Radsports zu erobern. Adrien Niyonshuti ist einer von ihnen. Er, der als Kind die düstere Zeit überlebte, verwirklichte seinen Traum und nahm am olympischen Moutainbikewettbewerb in London teil.

Trainiert wird das Team von Jock Boyer, dem ersten Amerikaner der an der Tour de France teilnahm. Nach einem gewaltigem Fehltritt ist sein Engagement für ihn ein Neubeginn im Leben. Ähnlich geht es Tom Ritchey, dem Bike-Guru, der in dem zentralafrikanischen Land eine Lebenkrise zu überwinden hofft.

Dass Afrika ein ungeheures Potential an sportlichen Talenten im Ausdauerbereich besitzt ist weithin bekannt. In der Leichathletik dominieren sie schon lange die Mittel- und Langstrecken. Kaum ein grosser Städtemarathon, der nicht von eimem Afrikaner gewonnen wird. Eine ähnliche Entwicklung scheint auch im Radsport stattzufinden, aber Tim Lewis exzellent recherchiertes Buch ist mehr als die ohnehin spannende Geschichte des ruandischen Radsportteams. Voller Menschlichkeit mit all ihren Facetten, zeigt sie auch einen Radsport in seiner ursprünglichen Form – Einfachheit, Hingabe, Begeisterung! Scheinbar weit weg von der hiesigen, skandalträchtigen Radsportwelt wächst eine Generation afrikanischer Fahrer heran, die schon einiges für sich, ihren Sport noch mehr für die Gemeinschaft erreicht haben.

Autor Tim Lewis, ist einer der gefragtesten britischen Zeitungs- und Magazinreporter. Er schreibt u. a. für den Observer und den Esquire. »Das Land der zweiten Chance« ist ein grossartiges und mitreissendes Buch. Lesen, denn nebenbei gibt es noch jede Menge interessanter Dinge zu erfahren.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniales Buch!, 19. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Land der zweiten Chance (Broschiert)
Dieses Buch ist einfach genial! Die fast unglaubliche Geschichte wie aus einem Land ohne Mittel und ohne Radsport Erfahrung ein Rennrad-Team aufgebaut wird, welches Leben verändert. Tim Lewis erzählt die Geschichte so lebendig und so nah als würde man selbst dabei gewesen sein.
Es wird sofort deutlich wie viel Arbeit in diesem Buch steckt wie unglaublich viel Interview- und Recherchearbeit das Schreiben dieses Buches erfordert haben muss.

Ich kann nur jedem nahe Legen, sich dieses Buch zu Kaufen. Absolute, dringende Kaufempfehlung!
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