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4.0 von 5 Sternen The Jezabels go Mainstream
Leider ist diese australische Band, abgesehen von ein paar Songschnippseln in diversen Werbespots und als Unterlegmusik in irgendwelchen Doku-Soaps, in Deutschland völlig unbekannt geblieben; wahrscheinlich, weil sich Qualität und Individualität in der Musikbranche einfach nicht durchsetzt. Vor 2 Jahren bin ich durch Zufall auf das Album "Prisoner"...
Vor 2 Monaten von Michael Pitschula veröffentlicht

versus
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen das ewige Problem mit dem 2. oder Geld verdienen
Ich habe lange darauf gewartet , denn "Prisoner" fand ich SUPER. Leider ist bei diesem alles im Mittelfeld - keine Höhen und Tiefen, alles zwischen Pop, Independent/Alternative und Rock auf ziemlich ausgelutschten Bahnen, damit jeder etwas damit anfangen kann. Weiß nicht, ob man damit neue Leute heran holen kann. Ich finde, obwohl sogenannte Fans jetzt...
Vor 2 Monaten von Inschallah veröffentlicht


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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen The Jezabels go Mainstream, 17. Februar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Brink (Audio CD)
Leider ist diese australische Band, abgesehen von ein paar Songschnippseln in diversen Werbespots und als Unterlegmusik in irgendwelchen Doku-Soaps, in Deutschland völlig unbekannt geblieben; wahrscheinlich, weil sich Qualität und Individualität in der Musikbranche einfach nicht durchsetzt. Vor 2 Jahren bin ich durch Zufall auf das Album "Prisoner" von The Jezabels gestossen und war so begeistert, dass ich mir die 3 vorangegangenen EPs auch noch besorgt habe. Um so gespannter war ich natürlich auf das neue Album, das ich mir, ohne überhaupt reingehört zu haben, sofort nach Erscheinung heruntergeladen habe.

Das Album besteht aus 10 Songs, die alles in allem mit den typischen Jezabels-Gitarrenriffs und Hayleys Gesang daherkommen, aber sehr viel eingängiger und kommerzieller klingen als die Vorgänger. Hat man bei "Prisoner" sich noch jedes Stück 5mal anhören müssen, damit sich die Ohrwurmqualitäten erst herauskristallisieren, ist es jetzt schon mit 1-2 mal getan. Sofort ins Ohr gehen z.B. "Time to Dance" und "Look of Love" und "The End" die durchaus Chart-Potenzial mitbringen, aber auch die anderen Titel, insbesondere "Angel of Fire", "Beat to Beat" und "All You Need" sind sehr eingängig.

Abgesehen davon ist die Musik der Jezabels insgesamt auch eher fröhlicher, von der melancholisch-düsteren Stimmung vieler früherer Songs ist fast nichts mehr zu spüren.

Das vorangesagte ist aber nicht negativ gemeint. Das Album für sich genommen bietet 10 tolle rockig-poppige Songs, die sehr schnell in die Gehörgänge gehen und eine Feel-Good-Stimmung verbreiten, die noch eine Weile nachhält. Es ist kein einziges Lied dabei, dass ich als Lückenfüller oder Durchhänger abstempeln würde. Man sollte sich nur von der Vorstellung lösen, dass es sich bei den Jezabels immer noch um eine Indie-Alternativ-Band handelt. Die Jezabels sind auf dem Weg, sich als Mainstream-Band zu etablieren. Das ist o.k., eine Band muss sich ja auch irgendwie weiterentwickeln und Geld verdienen will man ja schliesslich auch damit. Ich hoffe aber, dass dieser Weg nicht bedeutet, dass die Band irgendwann ihre Einzigartigkeit verliert und sich beliebig mit anderen Pop-Künstlern verwechseln lässt, wie es bei vielen anderen Acts schon der Fall war.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen das ewige Problem mit dem 2. oder Geld verdienen, 21. Februar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Brink (Audio CD)
Ich habe lange darauf gewartet , denn "Prisoner" fand ich SUPER. Leider ist bei diesem alles im Mittelfeld - keine Höhen und Tiefen, alles zwischen Pop, Independent/Alternative und Rock auf ziemlich ausgelutschten Bahnen, damit jeder etwas damit anfangen kann. Weiß nicht, ob man damit neue Leute heran holen kann. Ich finde, obwohl sogenannte Fans jetzt aufschreien - im Gegensatz zu "Prisoner" langweilig bis max. befriedigend!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Stille nach dem Song, 28. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: The Brink (Audio CD)
Dieser Zustand, wenn man einen richtig guten Song hört: Etwas ist durchgedrungen und hat das Innere in Schwingungen versetzt, man schließt die Augen oder blinzelt in die Sonne, eine spontane, unerklärliche Zufriedenheit erfasst einen, man summt und murmelt verloren vor sich hin. Dann, zu schnell, ist das Stück vorbei, bricht abrupt ab oder klingt langsam aus, und es ist still. Zurück bleibt ein fast schmerzliches Gefühl des Vermissens, während Melodie und Rhythmus in irgendeinem inneren Resonanzkörper noch nachhallen. Man hätte sich gewünscht, dass der Song einfach noch weitergeht, möglichst lange, aber da ist sie wieder, die Rausch- und Musiklosigkeit des Alltags. Und schon sieht man wieder, dass die Frau mit der Kaffeetasse, die man eben noch in allumfassender Daseinsliebe hätte umarmen können, doch ziemlich dröge aus der Wäsche schaut.

Wer "The Brink" von Jezabels hört, kann viele solcher Momente eines inneren "Interruptus", einer kleinen Traurigkeit nach dem Song erleben. Die gute Nachricht: die drei, vier Minuten vor diesen Momenten sind die pure Freude. Jeder Song hat nach wenigen Takten etwas Elektrisierendes, Aufregendes: da ist die üppige Instrumentalisierung mit dem mächtigen, aber auch raffinierten Schlagzeug, kräftigen Piano-Akzenten, fetten Keyboard-Klangteppichen und den Drauflos-Schrammelgitarren, da sind die cleveren Arrangements und natürlich ist da die alles andere als gefällige Superstimme von Hayley Mary. Diese Stimme - sie kann auch anstrengend werden, wenn sie sich leicht hysterisch in die obersten Etagen windet, aber sie ist so vielfältig und lebendig. Immer etwas spröde und in keiner Sekunde süßlich, hält sie die Spannung auch dort, wo die Songs mit ihren gnadenlos schönen, dramatischen Melodien ins Tortenhafte zu gleiten drohen.

Mit "The Brink" geht es noch recht verhalten los: hallende E-Gitarre, stark synkopiertes Schlagzeug, eine ruhige, vermollte Strophe, aber rechtzeitig auf "dance" in der Zeile "don't you wanna dance" geht es in einen ausgreifenden Refrain, und im Hintergrund liefert die Band schon ordentliche Breitband-Instrumentalisierung. Kein schlechter Auftakt, aber von da an wird's nur noch besser: "Time to Dance" packt von der ersten Sekunde an sanft, aber bestimmt zu: unschuldiges Gitarrengezupfe, E-Piano, gelassene Basslinie und satte Bassdrum-Schläge schieben unwiderstehlich los, Hayley Mary setzt ein, und nach der ersten Strophe kommt schon dieses Gitarrenriff, dass man nie, nie mehr vergessen wird, wenn man es dreimal gehört hat (das ist eine Warnung!). Aber wenn schon einen Ohrwurm, dann doch bitte diesen. Dieses Riff taucht nun immer wieder auf, moduliert und leicht variiert, nach der zweiten Strophe, nach dem Refrain und in der grandiosen Schlusssequenz, wo es von den Schrammelgitarren zerhäckselt wird, während Mary unberirrt deklamiert: "and the beat goes on the beat goes on...". Und weiter geht's, entzückend: "Look of love" beginnt mit einem Auftakt von Keyboard-Salven, die sofort irgendein Hormon freisetzen, dann schon wieder so eine Gitarrenfigur mitten ins Herz, und dann die Strophe, wunderschön gesungen. Das ganze Lied über bleibt Mary's Stimme in luftigen Höhen, aber sie singt das ganz zart, und wenn dann noch von oben diese akzentuierten Keyboard-Streicher reintropfen und das Schlagzeug von unten dagegenwirbelt, geht's doch eigentlich nicht besser - bis der Refrain kommt ("weeee'll get spinning again" - kann man jemals aufhören, da mit zu singen?). Weiter: acht dunkle Schläge eröffnen "Beat to Beat", und man glaubt kaum, dass die Frau, die nun singt, eben noch so bezaubernd in "Look of love" gesäuselt hat - kehliger, tiefer, kerniger hört sich das plötzlich an, getragen von einem sehr poplastigen Arrangement. Der Refrain zieht einem dann einfach die Schuhe aus. Der Schluss kommt abrupt, stimmig und tut weh (siehe oben). Und während der Schmerz langsam nachlässt, setzt schon dieses Geplucker ein wie aus dem Gehäuse eines Atari-PC aus den 80ern, dazu massive Handclaps direkt aus der Großraumdisko - das ist die Signatur von "Angel of Fire". Dann legen die Vier einen fetten Synthie-Violinteppich darunter, und man ist schon wieder verliebt! Der Song ist ein friedlicher Traum, ein bisschen melancholisch, etwas verhaltener, und allein schon wie im Refrain der Bass ganz gelassen dreimal das gleiche Intervall spielt, bis sich die Melodie endlich auflösen darf, dafür könnte man vor Dankbarkeit schon eine richtige gute Flasche aufmachen. Und es hört nicht auf: Absolut kompromisslose Sonnenuntergangs-Keyboard-Streicher nehmen uns mit in "No Country", Hayley Mary's Stimme hört sich an, als würde sie vom Abendwind über die Prärie herangetragen, und alles stimmt, alles ist schön.

Usw. Vier Songs kommen noch, und die sind allesamt genauso verzückend.

Sorry für den langen Text. Kann auch nichts dafür, dass die Platte so geil ist.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schweren Herzens, 22. Februar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Brink (MP3-Download)
Wir beurteilt man eine solche Platte noch dem grandiosen Debut "Prisoner"? Diese war und ist für mich immer noch eine der besten Platten der letzten 3 Jahre, die ich ungebrochen gerne höre. Ein seltenes Exemplar, welches mich nie zum Überspringen auch nur eines Titels verleitet hat - einfach weil die Platte so abwechslungsreich ist. Klar muss man bei "The Jezabels" auf etwas fettere Produktionen und Arrangements stehen - Fans minimalistischen Sounds sind hier vollkommen falsch. Aber Prisoner hatte diese abwechselnden dramatischen und ruhigen Stücke und dazwischen einfach Power. Hayleys Gesang finde ich gerade dann am besten, wenn die gesamte Breite des Oktavenspektrums gefordert wird. Sie ist nicht wirklich schön aber sehr mitreisend. Und gerade das fehlt mir etwas bei "The Brink". Hier nehmen The Jezabels eindeutig den Fuß vom Gas und haben die dramatischen Stücke im Sinne eines "Prisoner" oder auch des sehr guten "Nobody Nowhere" weg gelassen. Wem vom Erstling mehr auf die ruhigen "Piece of Miend" und "Rosebud" mochte liegt hier richtig. Versteht mich nicht falsch, immer noch eine verdammt gute Platte und auch 5 Sterne wert - gäbe es nicht "Prisoner" als unerreichten Vergleich. Beim nächsten Mal hätte ich persönlich gerne wieder "mehr Drama, Baby."
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen deep in love., 16. Februar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Brink (MP3-Download)
The Jezabels schaffen mit The Brink ein Longplayer den man komplett am Stück hören kann. Songs wie No Country, Angels of Fire aber auch Beat to Beat berühren und lassen den Alltag mal ganz schnell vergessen. Allerdings über drei, vier Songs mehr hätte ich mich nicht beschwert. Übrigens, live ist diese Band wärmsten zu empfehlen!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solides Album das mit jedem Hören wächst, 15. Februar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Brink (Audio CD)
Gleich zum Erscheinungstermin bekommen. Bisher 3x angehört. "The End" war bereits seit Ende letzten Jahres bekannt und ist neben "Beat To Beat", "All You Need" und "No Country" mein Favorit. Nur 4 Sterne, weil mir der ein oder andere etwas rockigere Track fehlt. Wie mein Vor-Rezensent schon bemerkte, handelt es sich hier um eine etwas ruhigere Jezabels-Scheibe, was dem unverkennbaren Sound aber keinen Abbruch tut. Ich freue mich auf das Konzert in München.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jezabels - The Brink - Wird dem gewohnten Jezabels Fan auf voller Länge gerecht., 14. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: The Brink (Audio CD)
Sofort bei Release gekauft, da mich das Debutalbum in EU auf ganzer Linie überzeugt hat.

Auch diese Album geht sofort ins Ohr und setzt dem Vorgänger zwar nicht wirklich was drauf, jedoch ist
diese Album auch nicht eine feine Nuance schwächer als der Vorgänger. Es macht vom ersten bis zum
letzten Track Spaß, dem Album zum folgen. Es sind dieses Mal für meinen Geschmack mehr ruhigere Stücke,
die aber genau mit diesen ruhigen Passagen überzeugen und zum Träumen anregen. Auf die einzelnen Tracks
gehe ich hier bewusst nicht ein, da man das ganze als Gesamtwerk betrachten sollte und jeder unterschiedliche
Präferenzen hat.

Müsste ich das Album Genre bezogen beschreiben, so würde sicherlich die Kreation " Indi Chillout Pop " sehr
gut passen.

Ich kann allen Jezabelsfans diese Album wärmstens empfehlen. Hört es euch mehrfach an, bevor ihr ein
finales Urteil bildet. Für mich die erste Hörperle 2014.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Am Rande, 16. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: The Brink (Audio CD)
Um einen Einstieg in die Rezension zu finden, hat der Rezensent einfach einmal „brink“ in google eingegeben, wurde auf der ersten Seite gleich einmal mit dem Schlagersänger Bernhard Brink konfrontiert und ist dann schnell zu leo.org geflüchtet. Dort fand sich unter „on the brink“ die Übersetzung „am Rande“ oder auch „am Rande des Abgrunds“.

Damit ist man sehr schnell bei der Musik des Zweitalbums „The Brink“ der australischen Gruppe „The Jezabels“. Beim Vorboten "Beat to beat" hatte man die böse Vorahnung, die Band könnte eine ähnliche Entwicklung wie Tegan&Sara nehmen, die ihre immer noch starken Songs auf dem letzten Album totproduzieren ließen.
Doch die Befürchtung löst sich schon beim ersten kompletten Durchgang in Luft auf. Die Platte ist zwar stärker dem Pop zugewandt als das hervorragende Debüt „Prisoner“, im Gesamtbild stört das aber wenig. Sowohl Freunde der Popmusik als auch der alternativeren Schiene dürften ihre Freude haben. Die Songs auf „The Brink“ sind durchgehend gut geschrieben, stark instrumentiert und arrangiert und die Stimme der Sängerin kommt hervorragend zur Geltung. Somit bleibt die Diskographie der „Jezabels“ makellos, zum Vorgänger und der mindestens genauso starken EP „Dark Storm“ fallen auch die ersten beiden EPs kaum ab.

Man sollte allerdings darauf achten, sich weiterhin nur am Rande des Mainstreams zu bewegen. Nicht, dass man beim Eingeben von „The Jezabels“ irgendwann einmal auf Begriffe wie „Schlager“ trifft.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen .. und wieder einmal: eine Klasse für sich!, 16. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: The Brink (Audio CD)
Man kann ja - wie an solchen Stellen unschwer nachprüfbar - bei allem in epischer Breite herumeiern, der "Waschzettel- Manie der Plattenfirmen folgend. Aber man kann ja auch Stachekbeeren rasieren und als Weintrauben verkaufen. Für mich ist "The Brink" einfach nur eine geniale CD, wieder mal. Keine Ahnung, warum den Jezabels vorgehalten wird, das wäre zu "poplastig"! Ich halte auch gute Popmusik als durchaus nicht verwerflich. Aber ich wollte das Ganze ja knapp halten, deshalb: ein klasse Ablbum, tolle Musik, sensationelle Interpretation. Genauso super wie die neue von den "Augustines", nur anders!
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen definitiv keine enttäuschung, aber..., 15. Februar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Brink (Audio CD)
umgehauen hat mich das zweitwerk der jezabels nicht. natürlich ist es gemein, den zweiten longplayer einer band automatisch mit dem ersten zu vergleichen, für den der band viel mehr zeit zur verfügung stand und für den gleichzeitig die erwartungen, wenn überhaupt existent, deutlich niedriger waren. und dann sahnt man für dieses debüt kritikerlob und preise zuhauf ein, und alles, was die fanmeute hernach interessiert, ist, ob die unter zeitdruck entstandene neue platte die herausragende qualität der ersten erreicht. im grunde möchte der fan, für den 'prisoner' das beste album des jahres 2012 war, ja nichts anderes zu hören bekommen als ein neues musikalisches epos der marke 'long highway' oder 'catch me', nichts anderes als einen indie-schmachtfetzen vom schlage des übersongs 'deep wide ocean' oder einen radiotauglichen rocksong wie 'endless summer'. ach ja, und natürlich hat sich der fan beim debütalbum SOFORT in all diese songs verliebt, die songs hatten allesamt soviel qualität, dass es vollkommen unnötig war, in der rezension darauf hinzuweisen, dass die lieder ihre einzigartigkeit erst beim vierten oder fünften hördurchgang entfalteten.
so, und dann erscheint also endlich das lange vorbestellte neue album der jezabels, und man stellt folgendes fest: ein musikalisches epos ist nicht dabei, die songs sind alle um die 4 minuten lang und zu kurz (die vokabel 'austauschbar' möchte ich hier absichtlich nicht verwenden, das würde em album sicher nicht gerecht werden), um den hörer so richtig auf eine musikalische reise mitzunehmen. ein alternative-schmachtfetzen ist nicht wirklich vorhanden, am ehesten noch 'psychotherapy', aber auch der song vermag es nicht ganz, einem die tränen der rührung in die augen zu treiben. 'the end', die erste single, kennt man bereits, man findet sie auch gut, aber halt nicht so überzeugend wie 'endless summer'. und jawohl, die songs sind allesamt 'growers', keiner sticht so heraus, dass man sich schon auf anhieb in ihn verlieben könnte. zu nicht so guter letzt beschleicht den geneigten hörer noch das gefühl, dass die jezabels das, was ihnen beim debüt spielend gelang, nämlich den spagat zwischen mainstream und indie hinzubekommen, bei diesem album das eine oder andere mal verkacken: 'beat to beat' kling nach us-rock, 'got velvet' ist, ich trau's mich kaum zu sagen, ein recht öder lückenfüller.
warum dann vier sterne für 'the brink'? weil das album auch spannende und energiegeladene songs zu bieten hat. namentlich sei hier der titeltrack genannt, der einen großartigen opener für die anstehende tour abgeben könnte. das melodiöse 'look of love' weiß ebenfalls zu überzeugen, 'no country' ist mein derzeitiger favourite. 'all you need' bietet mit seiner melancholischen gitarre einen schönen abschluss des albums.
dieses album wird NICHT mein album des jahres 2014, aber es ist ein solides, in manchen passagen auch mitreißendes zweitwerk geworden, auf dessen live-umsetzung man schon sehr gespannt sein kann. vier ehrliche, nicht geheuchelte sterne. gut gemacht, setzen.
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The Brink
The Brink von The Jezabels (Audio CD - 2014)
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