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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen55
4,7 von 5 Sternen
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am 16. Februar 2014
Ich habe hier nur kurz reingeschaut, um an mehreren Stellen die Qualität zu vergleichen. Abgesehen von geringem Flimmern auf Kleidung (wohl ein Filtereffekt?) ist die Qualität bezüglich des Bildes in Anbetracht des Alters dieses hervorragenden Filmes genauso wie ich es von Arthaus erwartet hatte: sensationell!! Jetzt sieht man soviele Details, da man gar nicht hinterher kommt. Das man mich nicht falsch versteht. Mit Referenz BRays wie Avatar darf man das nicht unbedingt vergleichen, aber die Bildqualität ist wirklich herausragend. Der Ton bleibt so wie er ist und war. Die Gänsehauteffekte im Film sind jetzt noch brutaler. Ein Film der jetzt in der Gegenwart so gut vom Bild darsteht wie noch nie!!!! Diesen Film hatte ich als Schüler Anfang der siebziger Jahre in der Schule gesehen. Pflichtkauf für alle BluRay-Filmfreunde.
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am 13. Februar 2014
Aus einem banalen Auftrag wird für einige Jugendliche tödlicher Ernst. Bernhard Wickis berühmter Kriegsfilm auf einer sehr guten Blu ray!

Zum Film: April 1945: Sechs minderjährige Jugendliche (u.a. Fritz Wepper, Volker Lechtenbrink) erhalten ihre Einberufung zum Militärdienst und folgen dieser voller Enthusiasmus. Statt jedoch mit der gesamten Kaserne auf eine gefährliche Mission zu gehen, werden sie beauftragt, eine strategisch völlig unbedeutende Brücke zu bewachen. Die Jungen nehmen ihren Auftrag ernst, sehr ernst sogar. Als es nach einiger Zeit die Kampfhandlungen und auch Tote gibt, wird die Sinnlosigkeit ihrer Mission erst richtig deutlich.

"Die Brücke" entstand unter der Regie von Bernhard Wicki und vereinigte einige Darsteller, die später vereinzelt zu anerkannten Schauspielern wurden. Fritz Wepper, der spätere "Harry Klein" aus den Serien "Der Kommissar" und "Derrick", Volker Lechtenbrink, später Musiker und Schauspieler und Frank Glaubrecht, die spätere deutsche Stimme von Stars wie Kevin Costner und Pierce Brosnan, Michael Hinz u.a.. Sie alle machen ihre Sache sehr gut. Auch die restliche Schauspieleriege wie Günther Pfitzmann oder Siegfried Schürenberg kann sich sehen lassen.

Der Film wurde mit dem 2K-System remastered und die Restaurierung ist sehr gut gelungen. Die Blu Ray präsentiert den Schwarz-Weiss-Film im korrekten 4:3 Format und von Anfang an wird ein sehr schönes und klars HD-Bild geboten, das frei von Dropouts und Verschmutzungen ist. Panorama-Aufnahmen von Gebäude- und Straßen weisen eine sehr scharfe und klare Detailzeichnung auf. Filmkorn ist sporadisch präsent - manchmal etwas mehr, manchmal weniger - wird aber sehr gut wiedergegeben. Die Kostüme sind immer wieder - auch in dunklen Szenen - in einer sehr Schärfe zu sehen, die einfach grandios ist. Schwarzwert und Kontrast geben zu keiner Zeit Anlass zur Kritik. So gut wie auf Blu Ray war der Film sicher noch nie zu sehen.

Das Tonformat ist Deutsch

Zum Bonusmaterial: Verstörung und eine Art Poesie, Die Filmlegende Bernhard Wicki, Sanftmut und Gewalt, Bernhard Wicki im Gespräch mit Robert Fischer, Kinotrailer

Zum FSK-Flatschen: Es gibt ein Wendecover!

Von mir eine klare Kaufempfehlung!
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am 30. Oktober 2003
Kaum ein anderer Anti-Kriegsfilm schafft es wie "Die Brücke", die Sinnlosigkeit des Krieges so schonungslos zu zeigen.
Zum Inhalt:
Kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges werden Frauen und Kinder zur Wehrmacht "als eiserne Reserve" einberufen. Kaum ausgebildet kommen so auch 8 Schüler zu ihrem Kommando. Sie sollen eine kleine unwichtige Brücke in einem bayerischen Dorf verteidigen. Völlig geblendet von Hitler's Parolen und im Glauben an den Endsieg nehmen die Kinder ihre Aufgabe mehr als ernst. Während nach und nach sich schon die ersten Offiziere von der Front zurückziehen und mit den Soldaten und Verwundeten vor den Allierten fliehen, wächst der Eifer der Jugendlichen immer mehr. Sie verachten die Offiziere (eigentlich ihre Vorgesetzten), welche ihnen sogar noch raten, nach Hause zu gehen.
Als dann die Allierten kurz vorm Dorf stehen, sind die Jungen zu allem entschlossen. So kommt es zu einem furchtbaren Showdown zwischen den Kindern und den einrückenden Truppen der Allierten.
Jetzt erst erfahren die Jugendlichen die volle Härte und Grausamkeit des Krieges: Scharfschützen, Bauchschüsse mit endlosen Qualen, Verstümmelungen durch Granaten, Panzerangriffe usw. Am Ende überlebt nur einer von den Kindern, verstört und sich fragend, wofür alle gestorben sind.
Die strategisch völlig unwichtige Brücke, das absehbare und unabwendbare Ende des Krieges, die Blendung durch die Nazis - all das haben die Jugendlichen zu spät erkannt.
Meiner Meinung nach ist der Film megahart, man kann ihn nicht mit aktuellen Hollywood-Produktionen (z.B. Soldat James Ryan) vergleichen. Am ehesten fällt mir noch der Film "Im Westen nichts Neues" (u.a. die Szene, als die jungen Soldaten miterleben mussten, wie die Pferde von den Bomben zerfetzt wurden) dazu ein.
Zur DVD (von Arthaus) ist noch zu sagen, dass der Film in einer für das Alter (1959) des Filmes fantastischen Qualität daherkommt. Lediglich der Layerwechsel wurde ungünstig gewählt (mitten in einem Gefecht). Bei neueren DVD-Playern ist der Layerwechsel aber nicht mehr sichtbar.
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"Dies geschah am 27. April 1945. Es war so unbedeutend, dass es in keinem Heeresbericht erwähnt wurde." (Insert am Ende des Films)
April 1945 in einer bayerischen Kleinstadt. Sieben 16-jährige Jungen mit unterschiedlichen sozialen Hintergründen sind noch einmal in der Schule, doch ihr Alltag ist schon von der Endzeitstimmung der letzten Kriegstage gezeichnet. Nun werden auch sie als "letzte Reserve" noch zur Wehrmacht einberufen. Und sie sind motiviert, alles für das Vaterland zu geben. Die meisten Erwachsenen sind über die Einberufung der Schuljungs fassungslos, wagen aber keinen Widerspruch. Nach nur einem Tag Kurzausbildung sollen die jungen Rekruten schon an die nahe Front, werden aber zur Schonung nur für die unwichtige Verteidigung einer Brücke in ihrem Heimatstädtchen abgestellt. Nachdem der zugeordnete Unteroffizier Heilmann (Günter Pfitzmann) als vermeintlicher Deserteur vom Volkssturm erschossen wurde, sind die Jungen auf sich allein gestellt. Und sie werden alles für die Verteidigung der BRÜCKE, ihrem Spielort aus Kindertagen, geben ...

Bernhard Wicki (1919-2000) inszenierte sein Regiedebüt nach der autobiographischen Vorlage von Manfred Gregor, der darin seine Erlebnisse aus den letzten Kriegstagen im Gedenken an seine Kameraden verarbeitete. DIE BRÜCKE ist noch heute einer der eindrucksvollsten deutschen Filme über den Zweiten Weltkrieg und durch das natürliche Spiel seiner jungen Hauptdarsteller ein Aufschrei gegen Fanatismus und blinden Gehorsam. Die Jugendlichen setzen bei ihrem Kampf um die Brücke schließlich genau das um, was ihnen über Jahre gelehrt wurde. Wickis Film war 1959 auch eine Zäsur für die filmische Aufarbeitung des Krieges in Deutschland, die bis dahin von merkwürdiger Lanzer-Romantik um tragisch irrgeleitete gute Soldaten dominiert wurde. Eine vergleichbare Thematik griff der DDR-Regisseur Heiner Carow 1968 mit seinem erst 1987 freigegebenen Film DIE RUSSEN KOMMEN auf, der auf Grund seines schlechten technischen Zustandes wohl leider nicht auf DVD erscheinen wird.

Die Blu-ray von STUDIOCANAL bietet den in 2K neu abgetasteten und digital restaurierten Film in hervorragender Bild- und Tonqualität. Das schwarz-weiß-Bild im Original-Bildformat 4:3 ist wirklich brillant und deutlich besser als die seit 1999 erhältliche DVD. Die Extras sind sehr umfangreich: In VERSTÖRUNG UND EINE ART VON POESIE (2007, 120 min) erzählt Maximilian Schell sehr einfühlsam das Leben seines Freundes Bernhard Wicki, wobei zahlreiche Filmausschnitte, Dokumentaraufnahmen und Wicki-Interviews zu sehen sind. SANFTMUT UND GEWALT reflektiert die Filme Bernhard Wickis - unterlegt mit einem Tonbandinterview Robert Fischers mit dem Regisseur von 1991. Auch der Trailer ist enthalten. Die Blu-ray verfügt über ein Wendecover ohne FSK-Logo.

Sehr empfehlenswert für jede filmhistorisch akzentuierte Sammlung!
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am 11. August 2007
Was für Ansprüche stellt der Zuschauer von heute an einen Kriegsfilm? Die Fetzen fliegen, Leute sterben und irgendjemand, der 'Held', überlebt den Irrsinn und zieht seine Lehre aus dem Erlebten. Und an einen Antikriegsfilm? Es wird nicht an Drama gespart, weinende, verängstigte Frauen und Kinder fliehen aus ihren zerbombten Baracken. So weit die Klischees. 'Die Brücke' ist weder wirklich das eine, noch das andere - was dazu führt, dass der Eindruck, den dieses Werk hinterlässt, umso tiefer ist.

Die Brücke erzählt die Geschichte von sieben Jugendlichen im Alter von 16 Jahren, die im Frühjahr 1945, als die Alliierten die Deutschen bereits hinter ihre eigenen Landesgrenzen zurückgedrängt haben, zur Wehrmacht einberufen und nach nur einem Tag Ausbildung an die Front geschickt werden sollen. Ihr Lehrer setzt sich bei dem zuständigen Offizier dafür ein, die durch Propaganda völlig verblendeten Jungen möglichst vom Kampfgeschehen fern zu halten, woraufhin dieser durchsetzt, dass sie an einer kleinen Brücke nahe ihrem Heimatort eingesetzt werden. Da die Amerikaner bereits einen Brückenkopf weiter nördlich erobert haben scheint es unwahrscheinlich, dass die Brücke angegriffen wird. Als der kommandierende Unteroffizier ohne sein Gewehr in das Hauptquartier zurückkehrt, um Kaffee für sich und die Jungen zu holen, wird er für einen Deserteur gehalten und erschossen. Die unerfahrenen Jungsoldaten sind nun auf sich gestellt, ohne es zu wissen. Als die Amerikaner dann wider erwarten mit Panzern die Brücke überqueren wollen, stellen sich die fanatischen Jugendlichen ihnen entgegen....

Der Film zeigt eindrucksvoll und realitätsnah das Schicksal tausender Hitlerjungen, die, ahnungslos und unerfahren, verblendet durch NS-Propaganda und Patriotismus, gegen Kriegsende wie Lemminge in ihr Verderben rannten. Regisseur Bernhard Wicki schaffte es, die Schrecken des Krieges klar und glaubwürdig zu vermitteln, ohne jedoch, wie viele andere Gerne-Kollegen, gen Drama-Kitsch abzudriften. Dass der Film schwarz-weiss ist, kommt der Wirkung dabei noch zu Gute. Die erbrachte dramaturgische Leistung rundet das Gesamtbild ab.

Die Brücke ist das, was Filme wie 'Napola' sein wollen, deren Intensität und Nachhaltigkeit sie allerdings nicht erreichen. Wenn man sein Alter bedenkt erstaunt, dass inmitten einer Zeit von 'Nachkriegspseudoidylle' ein solch hartes Werk überhaupt möglich war. Die Brücke ist ein absoluter Pflichtkauf für alle, die sich mit der Ära des Zweiten Weltkriegs auseinander setzen wollen, doch vor allem für unsere Jugend empfinde ich ihn als pädagogisch wertvoll, da er ziemlich effektiv aufzeigt, wohin der Verzicht auf eigenständiges Denken führen kann. Fünf Sterne.
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TOP 500 REZENSENTam 14. September 2011
Zunächst die Handlung der rund 100 Minuten von Bernhard Wickis Film (1959) in Kürze. Eine bayrische Kleinstadt (gedreht wurde im oberpfälzischen Cham) in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs: Tragisch und mehrfach sinnlos sterben Wehrmachts-Kindersoldaten im Kampf gegen US-Truppen, obwohl viele versuchen, die Kleinen herauszuhalten oder zum Aufgeben zu bewegen. Hart sind die Kriegs- und Fanatismusszenen, jedoch haben beide (!) Seiten dabei immerhin stets auch Menschengesichter in der Uniform, ein Pluspunkt.
Nebenbei: Bei Minute 50:27 gibt es einen Gastauftritt. Jemand wollte nämlich damals bei Wicki hospitieren und wurde gleich als Schauspieler kurz eingesetzt: "Bienenkorb!"

Einige wurden laut ihren Rezensionen anscheinend durch diesen Film in ihrer Jugendzeit stark emotional bewegt und/oder setzen ihn wohl bereits mit Kenntnis über die NS-Zeit gleich. Das sei jedem ja auch ausdrücklich gegönnt!
Heißt das aber auch, dass auch wir, Sie und ich, diesen Film deshalb ebenso unkritisch betrachten _müssen wie jene? Natürlich nicht. Ich möchte hier also mit Ihnen teilen, was ich bei der "Brücke" als mehr und was als weniger Gelungenes sehe. Ausdrücklich hilfreich als jemand, der es jetzt und heute anguckt (und übrigens keine Lehrkraft ist).

"Die Brücke" von Wicki schaute ich wegen seiner extremen Vorschusslorbeeren nun endlich einmal und auf der DVD. Ein deutscher Film mit internationaler Gloire, hieß es ja. Eine mutige Beschäftigung mit der Vergangenheit wäre er. Die mir bekannten US-Kriegsfilme als Vergleich waren ja auch für mich in der Tat eher bizarr bis 'Ratatata' - "Flags of our Fathers/ Letters from Iwo Jima" und evtl. noch die "Brücke von Arnheim" einmal ausgenommen.
Was ich aber jetzt bei der "Brücke" sah, empfand ich allenfalls als ein gutes Bemühen. Ich versuchte mir noch zu sagen: Vielleicht war 1959 nur ein solcher Film akzeptabel in den Kinosälen? Diese Ummantelung mit (Junge-)Deutsche-waren-Oooopfer: vielleicht war sie nötig als pädagogische Unschärfe auf dem langen Weg in eine Art Demokratie?

Einfach harte Szenen zu zeigen ist aber - für heutige Sehgewohnheiten ganz sicher - unzureichend. Die mir viel zu lange Anlaufphase beinhaltet diverse Pubertätsproblemchen und schablonige Nebengeschichtchen und, dass doch die verlogenen Erwachsenen schuld, die Knaben hingegen eigentlich noch unreife, verblendete Lämmer gewesen wären. Sprich: es waren ja nuuur die paar Parteibonzen, kein Grund für die Zuschauenden 1959 und danach, sich etwa selbst kritisch zu beleuchten.
So ist es gut erklärlich, dass dieser Film als gnädig 'Sinn' stiftender, schonender Mythos gut ankam, bei (West-)Deutschen. Und, sei angefügt, womöglich auch bei denjenigen Lehrkräften, die Unterricht und Einfach-Film-Gucken-Lassen schon einmal gleichsetzten?
In der Zeit ließen sich wohl aber bessere Aufsätze o.ä. zum Thema lesen. In der Schule könnte auch wirklich interaktiver, vorbereiteter, lebendiger Unterricht zu diesem sehr, sehr wichtigen Thema laufen. Fazit: nicht so bemäntelnd wie Landser-Heftchen, doch immer noch viel zu gnädig zu seinem Publikum.

Die Figuren sind schlicht aufgestellt. Die Jung-Schauspieler wurden teils später durchaus prominent wie Fritz Wepper und Lechtenbrink; damals waren sie gleichwohl leider noch gar nicht auf ihrer Höhe. Die merkwürdigen Sprachfärbungen irritieren durchgehend: weder Hochdeutsch noch wirklich passender oder einheitlicher Dialekt. Wicki rief ja damals in die Aufnahmen hinein, es wurde also sogar nachsynchronisiert. Da hätte man das angehen können. Mit uncoloriertem Schwarzweiß soll schließlich, so mein Eindruck, 'Authentizität' hinzusuggeriert werden. Der Filmtonmeister hat schlichte Schritte auf Asphalt nicht präzise hinbekommen!

Fazit: Ich kann "Die Brücke" heute, knapp 50 Jahre nach dem Dreh, aus zeithistorischem Interesse durchaus empfehlen, sonst leider weniger - Drei bis dreieinhalb Sterne also.
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am 9. Januar 2005
Der Film ist für mich einer der besten Antikriegsfilme, die ich gesehen habe.
Die Handlung des Filmes hat in Wirklichkeit stattgefunden. Und zwar in meiner Heimatregion, in der Kreisstadt Cham in der Oberpfalz auf einer Brücke, die heute leider so wie sie im Film zu sehen ist nicht mehr existiert. Das Erschreckende daran ist, dass dieses Gemetzel wie im Abspann des Filmes geschrieben wurde, nie in einem Wehrmachtsbericht erschienen ist und auch im Stadtarchiv kaum Informationen dazu enthalten sind.
Wahrlich ein Film den man gesehen haben muss!!!
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am 29. Dezember 2006
Absolut authentisch und schonungslos, nichts wird beschönigt oder verfälscht.

Ohne jegliches Heldentum oder Pathos, dieser Film bleibt stets realistisch

und zeigt eindrucksvoll die Sinnlosigkeit des Krieges.

Dagegen werden andere sogenannte "Antikriegsfilme" wie "Der Soldat James

Ryan" geradezu degradiert, und als typische Hollywoodware entlarvt.

Den Film habe ich damals im Geschichtsunterricht gesehen, und habe ihn auch

seitdem nie mehr vergessen. Jedenfalls hat er bei mir seine Wirkung nicht

verfehlt, und steht nach wie vor als Paradebeispiel für einen wirklichen

"Antikriegsfilm". Die Bildqualität bietet insgesamt einen guten Transfer,

und geht so in Ordnung. Leider kommt der Mono-Ton nur aus der Centerbox,

bietet jedoch eine gute Sprachverständlichkeit.

Die 5 Sterne sind bei diesem Filmjuwel eine Selbstverständlichkeit.
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TOP 500 REZENSENTam 21. Februar 2013
Für mich zählt diese Version von "Die Brücke" zu den besten Anti-Kriegsfilmen, die vor allem die ansprechen, die in solchen Systemen am besten "geformt" werden konnten: Die Jugendlichen. Als ich den das erste Mal sah war ich grad so in dem Alter der Jungs.
Vielleicht können sich einige noch erinnern wie es mit 14 bis 18 war...man hielt sich für ziemlich toll und an Tod und Teufel hat doch wirklich keiner gedacht oder gar an Konsequenzen, sondern an tolle Taten, die die Mädchen beeindrucken sollten und man wollte auschecken was man so drauf hat. Genau dieser, zugegeben recht singulär genutzter, aber kritische Aspekt der "Jugendzeit" wird von vielen Systemen ausgenutzt. Hier war es der Wille ggf. zu kämpfen wie die erwachsenen und sogar noch besser; denn was kann uns schon aufhalten?!
Die Protagonisten werden überzeugend im Privatumfeld skizziert und ebenso später ihre teils noch sehr unreifen und kindischen Ansichten (aber woher soll die Reife in dem Alter auch kommen) zum Krieg und zum Militär, die augenscheinlich von der vormilitärischen Ausbildung in Jungvolk und HJ geprägt wurde, wo alles zum "Indianerspiel" verharmlost wurde. Es gibt den Draufgänger, den Ängstlichen, den Besonnenen, den Mitläufer, den der alles für ein sportliches Spiel hält...etc. pp.,
Was auch immer hier "besser" gemacht werden hätte können, wie mancher hier meint: Am Ende hat nur einer überlebt und musste auch noch auf eigene Leute Schießen, um dem Endzeit-Fanatismus zu entkommen, weil er nun endlich GENUG hatte, weil er dem Krieg in die Fratze schauen musste und alle seine Freunde verloren hat, wie es oft im ersten Weltkrieg der Fall war, als man die Männer ganzer Dörfer in ein Regiment steckte und wenn das dann an einer üblen Ecke kämpfte....tja..!! Wie knallhart soll denn eine Aussage noch sein? Klar fliegen hier (fast) keine Därme ala James Ryan - obwohl der getroffene Amerikaner auch nicht gerade undramatisch krepieren muss, aber es kommt doch auf die Botschaft an, und die sitzt. Aber mancher scheint wohl schon zu abgestumpft zu sein.
Auf diesem kleinen Schauplatz, rund um eine dreckige kleine Brücke, in irgendeinem Kaff spielt sich der ganze blöde Wahnsinn ab, den ein Krieg mit sich bringt. Das Abschlachten für nix: Die Jungs ändern nichts mehr und auch die Amis hätten das Kaff links liegen lassen können. Aber nein, es sterben Zivilisten, es werden Häuser zerstört und Soldaten töten sich gegenseitig, obwohl es nichts mehr am Kriegsausgang ändert, außer die Opferliste zu verlängern. Speziell dieses Vorgehen der Befreier dokumentiert die Spiegel Edition "Welche Farbe hat der Krieg" unbeabsichtigt gut. Es wird gezeigt wie deutsche Einsatztruppen auf eigene Leute nur auf Verdacht schießen und für weitere Opfer sorgen. Chaos und Endzeit pur, fokussiert auf einen kleinen Ort. Trotzdem hat der Film verglichen mit moderneren Epen nichts an Aussagekraft verloren und zeigt was Sache ist: Egal für wen oder was Du Dich hältst: Peng und aus! ohne Wiederkehr. Du bist ein Witz, wenn die Politik die Kriegskassen öffnet, da ändern auch die Leistungen und Taten mancher gut ausstaffierter Ordensträger nichts dran. Die hatten nur Glück oder waren phantasielose unsensible Haudraufs, denn hier kann man nichts planen und berechnen. Wer sich das klar macht, dessen Entscheidung für Pro oder Contra Krieg dürfte fest stehen.
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TOP 1000 REZENSENTam 21. August 2012
Produkt: DVD (1 Stück). Herausgeber: Studiocanal. ASIN: B00004RYRQ
Filmtitel: Die Brücke. Produktionsland: BRD. Premiere: 1959
Mit: Die sieben Wehrmacht-Jugendlichen: Folker Bohnet, Fritz Wepper, Volker Lechtenbrink, Günther Hoffman, Frank Glaubrecht, Michael Hinz (+ 2008) und Karl Michael Balzer
Sonstige: Cordula Trantow u. A. Regie: Bernhard Wicki
Literarische Vorlage: nach dem gleichnamigen, autobiographischen Roman von Gregor Dorfmeister (Pseudonym: Manfred Gregor) aus dem Jahre 1958
Bild: gut / SW / 4:3. Sprache: deutsch. Synchronisation: keine. Untertitel: keine
Filmlänge: 98 Minuten und 19 Sekunden (Originallänge)
Genre: Kriegsfilm > Antikriegsfilm > Literaturverfilmung > Autobiographie
Specials: 27 Minuten Interview mit Bernhard Wicki aus dem Jahre 1989 + Trailer

Erschütterndes Dokument über den Mißbrauch von Kindern zu kriegerischen Zwecken.
Der Wehrmachtbefehl kommt brieflich und die Jugendlichen lassen sich bereitwillig herausreissen aus den Gefielden kultureller Entwicklung, um eine von vorneherein aussichtslose Stellung um des fanatischen Prinzipes Willen zu halten. Bernhard Wicki vollbrachte mit diesem Drama eine herausragende Leistung voller Feingefühl und Verständnis. Sehr zart zeigt er anfangs die unschuldigen Regungen der Jünglinge während des Schulunterrichtes, wo ihnen der Lehrer versucht die Schönheit der Poesie nahezubringen. All das wird zunichtegemacht und zertreten durch die rücksichtslose Maschinerie des Fanatismus. Als die erwachsenen Soldaten dezimiert sind, vergreift sich Hitler und seine Schergen an den Kindern, um sie als lebende Schutzschilder zwischen sich und den heranrückenden Armeen zu mißbrauchen und auszulöschen. Unmittelbar vor dem Ende des Krieges müssen junge Herzen sinnloser Weise krepieren und eigenes (Über)leben verleugnen, nur, weil sich ehemalige Schreier und Hetzer als Feiglinge hinter sie verstecken. Sie waren schon längst alle erledigt und Schatten ihres nichtigen Selbst, doch ihre verlogenen Befehle besaßen imaginäre Kraft, an welche die Jugendlichen glaubten und dementsprechend handelten.
Mladen Kosar
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