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Rokoko: Hasse Opera Arias
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Februar 2014
Endlich scheint die Zeit reif für eine wirkliche diskographische Wiederauferstehung Hasses, den die meisten Plattenfirmen bisher hartnäckig ignoriert haben. Decca hat es nun als erstes "Major Label" gewagt, sich dieses Großmeisters der Barock-, pardon: Rokoko-Oper anzunehmen, der heute außerhalb der Musiklexika ebenso vergessen ist wie er zu Lebzeiten berühmt war - und damit einen veritablen Coup gelandet, um den die verschlafene Konkurrenz das Londoner Traditionshaus hoffentlich beneiden wird.

Dass sich Max E. Cencic auf dem Cover als bunter Paradiesvogel zeigt, mag zunächst einige Zweifel an der Seriosität der Unternehmung wecken, die sich jedoch beim Anhören schnell zerstreuen. Was hier erklingt, darf als der engagierteste und zugleich gelungenste Versuch einer Ehrenrettung Hasses seit William Christies 1986 erschienener "Cleofide"-Gesamtaufnahme bezeichnet werden. Die elf ausgewählten Arien (sieben davon Weltpremieren auf Tonträger, plus ein gelegentlich auch Pergolesi zugeschriebenes Mandolinenkonzert) beleuchten streiflichtartig fast die gesamte, ein halbes Jahrhundert umfassende Opernlaufbahn dieses Komponisten. Jede einzelne Nummer wirft dabei erneut die Frage auf, ob sich nicht auch eine Gesamtaufnahme der jeweiligen Oper lohnen würde, was in den meisten Fällen wohl eindeutig mit Ja zu beantworten wäre. Die Auswahl ist bei aller zwangsweisen Beschränkung doch repräsentativ genug, Hasses einstigen Ruhm begreiflich zu machen und ihn in die vorderste Reihe der Opernschöpfer des 18. Jahrhunderts zu stellen.

Cencic zieht alle Register, um diese Musik - und natürlich auch sich selbst - ins rechte Licht zu setzen. Der charakteristische bronzene Klang seiner Stimme entfaltet sich am Schönsten in langsamen, lyrisch-pathetischen Arien, in denen er die exquisiten melodischen Linien Hasses mit ebenso pastosem wie geschmeidigem Pinselstrich nachzeichnet. Leider bereiten die schnellen, virtuosen Bravourarien nicht denselben hohen Genuss. Cencic meistert zwar die Koloraturen im geforderten Tempo, wenn er auch gelegentlich zu etwas seltsam anmutenden Vokalwechseln Zuflucht nimmt. In den zahlreichen forte oder gar fortissimo attackierten Spitzentönen sind aber doch deutliche Einbußen an Klangschönheit hinzunehmen, die gelegentlich die Schmerzgrenze streifen (dafür der Sternabzug). Dafür gibt es aber zur Zeit auch kaum einen Fachkollegen, der sich mit soviel Verve und geradezu stimm-exhibitionistischer Leidenschaft in die Musik stürzt.

Abgerundet wird das positive Gesamtbild durch das hin- und mitreißende Spiel des Orchesters Armonia Atenea. Die griechischen Barockmusiker überzeugen unter der Leitung ihres Landsmannes George Petrou ebenso durch lyrischen Schmelz wie feuriges Temperament - und vor allem durch eine Musikalität, die einige konkurrierende Ensembles gelegentlich schmerzlich vermissen lassen. Mir scheint jedenfalls, dass Petrou zu den ganz wenigen modernen Dirigenten barocker Vokalmusik gehört, die zum Beispiel den Unterschied zwischen langen und kurzen Vorschlägen kennen und solche Feinheiten auch herauszumodellieren wissen. Bleibt unterm Strich nur ein Wunsch: Dass diesem Arien-Buffet bald die eine oder andere Gesamteinspielung einer Hasse-Oper folgen wird. Heißer Tipp an die Trüffelschweine der Plattenfirmen: In der Sächsischen Landesbibliothek Dresden warten reihenweise mittlerweile auch online zugängliche Manuskripte darauf, endlich wiederentdeckt zu werden. Wie lange wird man uns Opernfreunden noch den Genuss verweigern wollen, diese Schätze endlich auch hören zu dürfen?
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Mich als Cencic-Fan überrascht bei dieser Aufnahme die ungewohnt dunkle Färbung des Mezzosoprans im Vergleich zu vorangegangenen Aufnahmen: Liegt es an der Entwicklung der Stimme? Hasse Opera Arias sind bei Decca erschienen; ich habe zum Vergleich Einspielungen von Barock- und Rokoko-Musik im Ohr, etwa bei Virgin oder Capriccio, da klingt Cencics Zauberorgan einen Deut heller als in seinem Debüt bei dem traditionsreichen Label. Das tut dem Genuss dieser Hasse-Titel jedoch keinesfalls Abbruch. Die langsamen Tempi des Sängers sind zum Dahinschmelzen in ihren Facetten wie von weich poliertem Messing. Etwa im ersten Titel mit der starken Bläser-Besetzung der rund und voll intonierenden Armonia Atenea unter George Petrou, der seinem Ensemble neben lyrischen Farben durchaus dramatischen Schmiss gibt, so etwa in "Siam' navi" aus "L'Olimpiade". Farinelli-Konkurrenz bietet die Ersteinspielung (davon gibt es zahlreiche auf der CD) einer Schmetterarie aus Hasses "Arminio": Dort blitzt und glänzt es metallisch in den Spitzentönen. Die Perlenkette der Gesangsnummern lockert Hasses dreisätziges Mandolinenkonzert auf als willkommene Unterbrechung des Gesangsfestes. Dieses fordert vom Zuhörer hohe Aufmerksamkeit. Es eignet sich nicht als Tafelmusik zur Entspannung. In den Koloraturen herrscht Feuerwerk, und die lyrischen Nummern haben therapeutische Qualität. Freunde des Countertenors und der Musik des deutsch-italienischen Meisters werden Freude mit "Rokoko" haben. OLD
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Die Stärken (Volumen, Dramatik, Emotion) und Schwächen (grelle Höhe, hastige Koloraturen, Neigung zu dynamischer Einförmigkeit) von M.E. Cencic sind auf seiner neuen CD genauso präsent wie bei seinem letzten Solorecital „Venezia“. Dass die Einspielung aber insgesamt einen wesentlich günstigeren Eindruck macht, liegt daran, dass der Sänger diesmal Stücke ausgesucht hat, die sein Timbre besser zur Geltung bringen. Nicht die koloraturgespickten Sopranarien sind es, sondern Stücke eher mittlerer und tieferer Lage in gemessener rhythmischer Gangart, was von großem Vorteil ist.
Dazu kommt die durchweg erstklassige Qualität aller aufgenommenen Arien (darunter 7 Weltpremieren), die dem heutigen Hörer wieder einmal klarmacht, warum Hasse als Grenzgänger zwischen Spätbarock und Frühklassik seinerzeit so berühmt war. Ebenfalls sehr überzeugend ist die teils zart-einfühlsame, teils prachtvoll-extrovertierte Begleitung (ausgezeichnet die schmetternden Naturhörner) des Athener Barockorchesters. Obwohl ich immer noch kein direkter Fan von Cencic's Stimme bin, verdient „Rokoko“ wegen des klug durchdachten Konzepts, der dramatisch überzeugenden Darstellung und dem glänzenden Orchesterklang m.E. durchaus 4 Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Mai 2014
Es ist ein Vergnügen, der außergewöhnlichen Stimme von Max Emanuel Cencic zu lauschen. Der Komponist Johann Adolf Hasse ist eine tolle Wiederentdeckung.
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Phänomenal - kaufen - hören - schwelgen!

Nicht abschrecken lassen vom scheußlichen Rex Gildo Verschnitt Cover, das ist gruselig.Schlechter Marketing-Gag!
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