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Kundenrezensionen

3,7 von 5 Sternen244
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am 3. Januar 2016
„an den Haaren herbeigezogen“ (S.248)

Wie meine Überschrift, so ist auch meine Einschätzung des Romans, dessen Story ich keineswegs für besonders originell halte. Allerdings hat mich anderes viel mehr geärgert, und ich habe nur weiter gelesen, da das sehr schnell ging und um mit einem möglichen Verriss dem Autor nicht unrecht zu tun.
Hauptärgernis ist, dass einiges an Kritik sich leicht zurückweisen ließe mit dem Hinweis, es folgten ja noch zwei Teile. Die werde ich allerdings bestimmt nicht lesen. Auch entschuldigt das nicht die offene Rechtfertigung von Selbstjustiz, die den Roman durchzieht. Schon der in dieser Form völlig überflüssige Beginn mit der Ermordung der Adoptiveltern durch die Protagonistin wird entsprechend unterfüttert, da sie ja von diesen Eltern so furchtbar gequält worden sei. Das wird übrigens detailreich mit Lust (?) am Abartigen und Perversen geschildert, wie übrigens noch einiges mehr in diesem Buch. Warum dann eine 24jährige, so alt ist die Hauptfigur Blum zu Beginn der Handlung, nicht das Weite sucht, bleibt insbesondere deshalb unglaubwürdig, da sie dem Leser im weiteren Verlauf als sehr selbstbewusste, gezielt handelnde und geradezu eiskalte Frau vorgestellt wird.
Damit komme ich zu einem der Hauptmängel des Romans, nämlich einer ganz unglaubwürdigen, klischeehaften Figurenzeichnung mit Hang zum Kitsch, z. B. bei der Beschreibung der so heilen Familienwelt mit zwei reizenden Kindern kurz nach Beginn der Handlung. Außer Blum ist auch deren Mann Mark, ein aufrichtiger Polizist, dem nichts über Gerechtigkeit geht, eine wenig überzeugende Figur, da er, wie der Leser zum Schluss erfährt, von Anfang an um die Morde an den Eltern weiß, aber dennoch Blum liebt und heiratet, da die Getöteten "es verdient haben" (!, S. 443). Da fügt sich bestens ein, dass auch etliche Nebenfiguren kaum realitätsnah sind, entweder geld- oder sensationsgeil, wie ein Polizist, der bei einer Verkehrskontrolle seine Pflichten sofort über den Haufen wirft, weil ihm von Blum spektakuläre Fotos von Leichen zugesagt werden, oder ein Detektiv, der sie zu erpressen versucht und sich durch die bloße Drohung, es gehe ihm an den Kragen, wenn er nicht verschwinde, das Weite sucht. Die Beispiele ließen sich näher ausführen und fortsetzen, was aber den Umfang dieser Kritik sprengen würde.
Ich möchte statt dessen noch auf einige andere Schwächen hinweisen. So strotzt der Roman v. a. in der ersten Hälfte vor Redundanz. Vieles wird dem Leser nicht nur zweimal, sondern sogar dreimal erzählt (s. z. B. S. 119), damit es auch der Dümmste mitbekommt. Die Metaphorik ist ebenfalls nicht Aichners Stärke, wenn z. B. ein "Brustkorb geöffnet (wird) wie eine Einkaufstüte" (S. 59) oder an die Ermordung Marks durch die trauernde Witwe mit den Worten erinnert wird; "Sie (die Täter, d.V.) haben die Kerze (Mark ist gemeint, d.V.) auf der Torte einfach ausgeblasen." (S. 228). Auch ansonsten nimmt der Autor es nicht so genau, präsentiert die Tochter Uma als dreijäriges Kindergartenkind (S.21), das aber noch immer im Kinderwagen schläft (S. 335). Last but not least ist der Roman ganz auf Verfilmung hin geschrieben. Ob das clever ist oder pekunäres Kalkül, mag dahingestellt bleiben, auch, dass die zahlreichen Danksagungen am Ende des Romans an Menschen gehen, denen all die Ungereimtheiten entgangen sind. Warum jedoch das Lektorat des btb-Verlags derart geschlafen hat, ist mir ein Rätsel oder nur dadurch erklärbar, dass an Kriminalliteratur als Massenkonsumware geringere Ansprüche gestellt werden.
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am 14. Juni 2015
Ein Buch was den Leser etwas zwiegespalten zurücklässt.
Aichners Minimal-Stil ist wirklich ausserordentlich und ich kann mich an nichts vergleichbares erinnern. Durch diesen Minimalismus wird wirklich jeder Ballast und jede Ausschmückung weggelassen und überflüssig - so bleiben kaum 200 Seiten reiner Text.
Wenn man sich an den Stil gewöhnt hat - so 20, 30 Seiten dauert es schon - merkt man welche Intensität er erzeugt. Besonders die Trauer Blums und ihre Zerissenheit nach Marks Tod ist phänomenal eindringlich.
Der Faszination über diese Eindringlichkeit steht für mich der doch insgesamt sehr einfache und auch sehr vorhersehbare Plot gegenüber. Von der Unwahrscheinlichkeit der Blumschen Zufallsergebnisse beim "Ermitteln" mal ganz abgesehen, steuert alles doch sehr linear auf ein vorhersehbares Ende zu.
Auch hat mich die Einflechtung einer Art Traumsequenz gestört - derartige Kniffe finde ich generell unfair in einem Krimi.
Übrigens fand ich das Buch weder besonders brutal, noch waren die Szenen die die Besattungsarbeit betrafen so übermässig detailliert dass sie störten (oder wiederum ein halbjähriges Berufspraktikum rechtfertigten oder erklärten), noch kann ich nachvollziehen was da speziell für Tiroler besonders (nicht) nachvollziehbar sein soll - die Handlung könnte eigentlich nahezu überall spielen.
So bleibt eine gute, aber eben nicht sehr gute Wertung unter dem Strich über.
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am 24. August 2015
Dicht an der Ekelgrenze für mich an einigen Stellen, aber nicht schlecht gemacht: Man wird in den Sog der "Totenfrau" hineingezogen, der es vor gar nichts graust ... anfangs ... dann aber ging mir alles viel zu glatt. Die bösen Typen, die sie alle auf Anhieb blindlings findet, werden dahingemäht, nur ein schleimiger Beobachter droht ihr das Leben schwer zu machen ...
da nützt nicht eiunmal die Schlusswendung (die ich übrigens wegen überreicher Hinweise bereits seit ab S. 150 geahnt hatte) ....
Leider doch kein ganz groißes Kino, sondern nur Provinzvorstellung
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am 9. Juni 2015
Zum Stil wurde in den 1 Stern Bewertungen bereits treffend Position bezogen, hier schließe ich mich uneingeschränkt an. Der Inhalt harmoniert in fast schon grotesk köstlicher Ironie mit diesem Twitterstil: Dünne, unerträglich vorhersehbare Story bei dem panischen Versuch, sich wahlweise hinter nicht vorhandener Charakertzeichnung oder gewollt und nicht gekonntem "interessanten" Schreibstil zu verstecken. Versuch misslungen.

Mag der Inhalt auch noch so schlecht sein, meine Kritik bezieht sich vor allem auf den Satz des Buches.Der Autor dankt seiner Frau am Ende folgendermaßen:

"[...] Ohne dich wären sehr viele Seiten in meinem Leben leer.".

Dieser Satz wurde ganz offensichtlich von den Setzern in umgedrehten Sinn zum Leitspruch erhoben. In der Buchbranche ist die Unkultur, immer weniger Inhalt in möglichst immer mehr Medium zu "verpacken", in den letzten Jahren immer mehr erblüht, doch dieses Taschenbuch treibt es dreist auf die Spitze.

Die Zahlen:
464 Gesamtseitenanzahl
-28 (Vorsatz, Danksagung, Werbung, Foto, Leseprobe, Internationale Verkäufe, Fragen an den Autor)
-125 (in Worten: einhundertfünfundzwanzig!) leere Seiten zwischen den Kapiteln (bis zu drei pro Kapitel)
_____
311 Seiten Text. Das entspricht ~ 67% der Gesamtseitenanzahl. Bei netter Rechnung (Seite 9-444) etwa 71%.

Doch dabei bleibt es nicht! Denn die letzte Seite der 49 Kapitel ist natürlich nicht bis zum Ende genutzt, bei ganzen 42 Kapiteln ist die letzte Seite, teilweise sehr, sehr deutlich weit unter 50% genutzt. Was zu einem weiteren Abzug von, nett überschlagen, 20 Seiten führt.
-20
_____
291

Aber! Da war ja noch etwas...Die wörtliche Rede besteht zu etwa 50% aus Ein- bzw. Zweiwort"sätzen", und ist, mit Aufzählunsstrichen zur Kenntlichmachung einer neuen Person, direkt untereinandergesetzt. Warum und ob das nun besser ist als Anführungszeichen entzieht sich mir, wichtig daran ist, dass sich auf 92 Seiten jeweils zwei Personen in "Sätzen" unterhalten, welche nur in extremen Ausnahmefällen länger als eine halbe Zeile sind. Schrumpfen wir diese 92 Seiten mal auf Normaltext zusammen, so sind das, freundlich reduziert, 30 Seiten. Also knackige 60 Seiten Luft.
-60
_____
231

Damit sind wir bei bei 50% Text und Inhalt von 464 Seiten angekommen. Mir ist bewusst, dass diese Rechnung kleinlich erscheint, aber mir geht es dabei um ein wesentliches Prinzip: Preis/Leistung. Bücher sind Unterhaltung, und als Konsument möchte ich zumindest vorher realistisch einschätzen können, wie viel Unterhaltungszeit ich etwa erwerbe. Der UNTERHALTUNGSWERT ist eine andere Geschicht, es liegt nun mal in der Natur eines Buches, dass ich erst weiß, ob es mir persönlich gefällt, wenn ich es gelesen, dass heißt komplett konsumiert habe. Auch das Lesen noch so viele Bewertungen oder Kritiken kann nicht schlussendlich beantworten, ob mir ein Buch gefallen wird oder nicht, und gerade die individuelle Rezeption ist für viele Leser, auch für mich, etwas, was das Lesen so spannend macht.

Aber! Wenigstens den Zeitwert sollte man am Volumen des Buches erkennen können. Im Fall von "Totenfrau" als Taschenbuch möchte ich fast schon von Kundenbetrug sprechen. 50% Inhalt sind eine Frechheit. Aber nach dünnem Stil, magerer Geschichte, eindimensionalen Charakteren, flachem Spannungsbogen und kargem Wortschatz sollte bei diesem Buch wohl zumindest IRGENDETWAS groß, üppig und einfach nur das Gegenteil von dünn, mager, eindimensional, flach und karg sein, und wenn es nur das Volumen des Buches ist.

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Warum ich mich so aufrege? Ganz einfach:
Ich fahre sehr regelmäßig mit der Bahn eine Strecke von exakt 4,5 Stunden. Bei meiner Lesegeschwindigkeit von etwa 100 Seiten pro Stunde (normale Unterhaltungsliteratur, Krimis, Historische Romane, Biographien) greife ich besonders gerne zu Krimis und Belletristik, welche die beliebte Seitenzahl von 400+ haben. Ich kaufe Bücher also tatsächlich nach Dicke bzw. Seitenzahl. Mit diesem Buch saß ich mit ziemlich dummen Gesicht da, als ich nach nur 2 Stunden die letzte Seite aufschlug. Somit blieben mir 2,5 Stunden gähnende Langeweile, in denen ich nichts, aber auch nichts besseres zu tun hatte, als die Leerstellen dieser Mogelpackung von Buck akribisch besessen nachzuzählen.
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am 16. November 2014
Die ersten 30 Seiten findet man den Stakkato-Schreibstil ja noch kreativ und interessant. Doch spätestens ab Seite 100 beginnt er echt zu nerven. Der Plot selbst ist hanebüchen, an den Haaren herbeigezogen und von ärgerlicher Plattheit. Ich kann den Hype um diesen offensichtlich spekulativ für den Buchmarkt konstruierten "Krimi" überhaupt nicht nachvollziehen. Keine Empfehlung!
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am 3. September 2015
Ein Krimi. Ein Prolog. Wie der Autor den Leser bestraft. Wie im Prolog. Wie das Ertrinken. Wie wenn wer dabei zusieht. Und sich sonnt. Zeit. Verschwendete Zeit. Tote Zeit. Totenfrau. Blum.
Dann wieder schwülstig. Schwülstig und zu bemüht. Ein Beispiel. "Der Versuch das sinkende Schiff wieder auf Kurs zu bringen" (?). Und immer wieder Wiederholungen. Blum. Mark. Blum und Mark. Keine Spannung. Keine Charakterzeichnung. Kein Sprachwitz. Keine Eleganz. Nur Blum. Nur Stehsätze. Nur Klischees.
Die Zielgruppe? Menschen mit kurzer Aufmerksamkeitsspanne. Was ist das? Ein Roman? Ein Chatprotokoll eines Dreizehnjährigen?

Das Hörbuch trieb mich in den Wahnsinn.

Nicht lesen. Schade um Zeit. Schade um Geld. Man sagt Lesen ist Denken mit fremdem Gehirn. Bei diesem Gedanken Gänsehaut.
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am 25. September 2014
Dieses Buch ist auf seine ganz eigene Weise grandios, denn es bedient einen gänzlich neuen Massenmarkt: Nämlich jenen der Boulevard-Fans mit Leseschwäche. Das Buch besteht zu 70 % aus Wortwiederholungen und zu 30 % aus einer dünnen Story, die so unglaubwürdig ist wie die Headlines der Bild-Zeitung. Ich bin selbst schuld, hatte ich doch die Gelegenheit gehabt, eine Leseprobe vor dem Kauf zu erstehen ... sie hätte mir einiges an Groll erspart. Der Telegramm-Stil verhindert jegliches Aufkommen von so etwas wie Atmosphäre - für mich waren die ganzen 436 Seiten ein einziges Ärgernis.
22 Kommentare41 von 48 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. Mai 2015
Spannungslos, keine Empathie für seine Akteure, für seine Story keine Fantasie und keine Twists. Einfallslos und grottenschlecht geschrieben.
Das ist kein minimalistischer Schreibstil. Das ist der verzweifelte Versuch, zu kaschieren, dass man keinen Stil hat.
Ein Buch so spannend und so verfasst wie eine Schnitzeljagd auf einem Kindergeburtstag für Siebenjährige.
Aichner kann es nicht. Aber solange es ihm Geld bringt, wird er es nicht lassen.
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am 1. September 2014
die ich je gelesen habe.

Ganz schlechter Schreibstil mit vielen, vielen, wirklich sehr vielen Wiederholungen von telegrammartig geformten Halbsätzen bzw. Wortaneinanderreihungen. Was das mit sprachlicher Rasanz zu tun haben soll, verschleiert sich mir vollends.

Inhaltlich bietet das Buch kaum mehr als eine vorhersehbare, ganz und gar nicht glaubwürdige Story mit oberflächlichen Erklärungen für die Motive des Mörders und seichter Beschreibung der Hauptprotagonistin, die einfach so von der zärtlichen und liebenden Mutter zum serienmordenden Täter wird, ohne dass dabei psychologisch in die Tiefe gegangen wird. Da bietet Enid Blyton in ihren 5-Freunde-Geschichten mehr Erklärungsmuster und Tiefe, als Aichner.

Ein ganz und gar schlecht geschriebenes und schlechtes Buch, das ich niemandem empfehlen möchte! Werde von Bernhard Aichner auch sicher kein Buch mehr lesen!

Ich frage mich, woher die 5-Sterne-Rezensionen kommen! Die können doch nicht ernst gemeint sein!
11 Kommentar17 von 20 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. April 2014
entweder man liebt es oder man hasst es......Zwischentöne scheint es keine bzw. nur wenige zu geben.

Mir fällt die Rezension schwer. Ich habe angefangen, war vom Beginn hellauf begeistert und habe
sozusagen mit “angehaltenem Atem” weitergelesen. Die kurzen Kapitel, die Art des Schreibstils, die sehr knappen Dialoge...
und dazu die Spannung – das “treibt” einen richtig vorwärts. Also imgrunde alles da, was ein guter Thriller so braucht.
verstehe.....

Dieser Schreibstil..........also oft würde ich das wohl nicht lesen wollen oder können, dann wäre ich der Sache überdrüssig. So aber – ganz neu für mich – fand ich es bis weit über die Mitte des Buches hinaus – genial. Es “passte” auch zu Blum. Kurze prägnante Sätze. Nur das Wichtigste.

Eine großartige Inhaltsangabe erspare ich mir – das wird in all den Rezensionen schon mehr als deutlich, um was es geht.

Blum die Bestatterin, spielt die Hauptrolle. Man merkt, dass der Autor – extra für diesen Thriller – ein halbes Jahr als Aushilfe in einem Bestattungsunternehmen gearbeitet hat...seine Schilderungen des Raums – und wie die toten Menschen “vorbereitet” werden - sind sehrdetailgetreu - manches hätte ich lieber gar nicht soooooooo genau wissen wollen.....und wenn ich mir dann vorstelle, dass Blum als Kind von ihrem Vater dazu gezwungen wurde, dabei zu zu schauen bzw. sogar mitzuhelfen – dann überrieselt es mich eiskalt.

Und trotzdem bin ich zwiegespalten. Nach dem ersten Enthusiasmus merkte ich: ausser Blum “sehe” ich keine der Figuren vor mir. Opfer Dunja? Na ja, sie erzählt halt was – das lese ich, aber es lässt mich kalt. Die zwei anderen, die mit ihr das ertragen mussten? Sind für mich nicht präsent. Die fünf Männer? Ihre Gräueltaten stehen da schwarz auf weiss – berühren mich aber nicht sonderlich.

Der Thriller lebt in meinen Augen schlicht und einfach nur von Blum – was war, was sie nun macht und wie sie mit all dem umgeht. Eiskalt plant sie nicht nur ihre Rache, sondern zieht sie genauso brutal und kalt auch durch. Wobei man sich natürlich nicht fragen darf, wie realitäts genau das wohl ist....sonst wären einem die vielen Zufälle doch arg suspekt.

“Leben für Leben, Auge für Auge, Zahn für Zahn”....Gleiches nicht nur mit Gleichem vergelten, sondern noch mehr...das ist Blums Art. Sie ist von Kind an so geprägt und unwillkürlich stellte sich mir die Frage: hätte sie – sonst, ohne diese Ereignisse - ihre Dämonen den Rest ihres Lebens unter Kontrolle behalten können?
Denn letztendlich war ja der Tod von ihrem Mann der Auslöser für all das Morden....

Zwischendurch quält Blum sich mit den Gedanken – aufgeben oder den Weg weiterbeschreiten? Sie KANN ganz einfach nicht anders. Wobei sie allerdings auch keinen Gedanken daran verschwendet, was wiederum SIE jetzt für Leid über andere Menschen (diese Männer hatten ja auch Kinder, Familie, Freunde...) bringt. Darf Rache so weit gehen? Über all diese Fragen könnte man nun stundenlang diskutieren....

Ich vergebe also gute vier Sterne, weil mich Blum von Anfang an mitgerissen hat - und weil ich über diverse Fragen jetzt immer noch nachdenke........
0Kommentar35 von 42 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden