Kundenrezensionen


44 Rezensionen
5 Sterne:
 (29)
4 Sterne:
 (5)
3 Sterne:
 (5)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:
 (5)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochspannung pur
Ich bin ein wahrer Elizabeth George-Fan und dieses war das achte Buch, welches ich von ihr "verschlungen" habe - noch nie war ich so gefesselt, so begeistert!!! Die Szene-Wechsel zwischen den Ängsten der kleinen Charlotte Bowen, die als Tochter der bekannten Politikerin die Symptome einer emotional vernachlässigten Kinds-Natur zeigt und den...
Am 31. August 1999 veröffentlicht

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen An den Haaren herbeigezogen
Ich habe schon etliche Krimis von George gelesen - dieser hat mich sehr enttäuscht. In den ersten 300 Seiten geht es hauptsächlich darum, mit viel Geschwafel das vollkommen unlogische Verhalten diverser Personen zu begründen - was nicht gelingt.

Beispiel: ein Kind wird entführt. Mutter und Stiefvater sind der Meinung, der Entführer kann...
Veröffentlicht am 16. Januar 2011 von Anne Damm


‹ Zurück | 1 25 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochspannung pur, 31. August 1999
Von Ein Kunde
Ich bin ein wahrer Elizabeth George-Fan und dieses war das achte Buch, welches ich von ihr "verschlungen" habe - noch nie war ich so gefesselt, so begeistert!!! Die Szene-Wechsel zwischen den Ängsten der kleinen Charlotte Bowen, die als Tochter der bekannten Politikerin die Symptome einer emotional vernachlässigten Kinds-Natur zeigt und den aberwitzigen Verhältnissen im Hause der Mutter, die zunächst nicht an eine richtige Entführung glaubt. Weiterhin Inspector Lynley und Barbara Havers, zwei Kriminalbeamte, die für einen George-Fan längst zu vertrauten Charaktern geworden sind und privat, wie beruflich mit aktuellen Problemen zu kämpfen haben und so enorm zu der Vielschichtigkeit beitragen. Hochspannung wird in diesem Buch aber nicht nur durch den eigentlichen Kriminalfall, die Kindesentführung, die Erpressung der Mutter und später des Journalisten Dennis Luxford erzeugt, sondern durch die intriganten Welten, in denen sich beide bewegen. Die Mutter ist Politikerin und wittert so ständig Stürzungversuche, politische Gegner und hetzerischen Journalismus, der leibliche Vater - ein Chefredakteur - wittert Kollegen, die seinen Job wollen und die gegnerische Presse, die mit der Geschichte über ihn einen Auflagenhit landen könnte. Als Leser geht man vor Fassunglosigkeit fast zugrunde über Eltern, die von Ehrgeiz besessen und von Mißtrauen zerfurcht, den Tod der eigenen Tochter verursachen und man verrennt sich ständig auf der Suche nach dem Mörder, da der Fall z.B. mit der Entführung des Sohnes von Luxford eine völlig neue Wendung einnimmt! Mich hat dieser Roman viel Nerven gekostet und ich muß zugeben, daß ich dem wahren Mörder völlig fassungslos gegenüberstand! Bis zum Schluß spannend, sicherlich auch für "geübte Kriminologen", für George-Fans ein Höhepunkt und für Einsteiger ebenfalls zu empfehlen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Duell der Eltern, 26. Oktober 2002
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Ein zehnjähriges Mädchen wird entführt.
Ein Verbrechen involviert bei der Autorin Elizabeth George regelmäßig über zwanzig mitspielende Personen. Kein leichtes Unterfangen für den Leser alle Personen, die mal beim Vor-, Nachnamen, Titel oder Spitznamen erwähnt werden, richtig zuzuordnen. Aber die Geschichte wird es lohnen, das sich der Leser Mühe macht und alle Teilnehmenden im Auge zu behält. Ein kleiner Zettel reicht aber hier nicht, man sollte schon ein größeres Blatt für Lesenotizen bereithalten.
Abgeschreckt? Hoffentlich nicht, der Leser erhält für seine Aufmerksamkeit und Mühe die volle Gegenleistung in Form eines spannenden Kriminalromans mit interessanten Persönlichkeiten und deren mäanderähnlichen Verflechtungen.
Die alleinerziehende Mutter mit Lebensabschnittsgefährten verdächtigt den Vater des Kindes der Entführung. Brisant wird das Geschehen durch die Stellung der beiden Elternteile im öffentlichen Leben. Sie eine erfolgreiche konservative Politikerin mit weiteren Zielen und er ein ebenso erfolgreicher Chef einer Regenbogenzeitung. Die Autorin lässt sich viel Zeit, die Charakteren beider Hauptdarsteller, ihrer Gegenspieler im beruflichen Existenzkampf, sowie das soziale Umfeld -privat und beruflich- darzustellen.
Das Verbrechen als Lupe oder Mikroskop zum Betrachten einiger Einzelschicksale und wie deren Zusammenwirken bzw. -treffen ein Gemeinschaftsschicksal für die Zeit der Ermittlung wird.
Neben der eigentlichen Geschichte geht die Geschichte mit Inspector Lynley, Barbara Havers und weiteren bekannten Gestalten aus der vorangegangenen Buchreihe weiter. Dabei finde ich die Geschichte um Havers, deren kranken Mutter und den damit bebundenen zu lösenden Problemen nicht nur soziologisch deutlich spannender als das Liebesleben von Lynley. Die Präzision, mit der die Autorin Krankheiten nachzeichnet, ist an Spannung der Hauptgeschichte ebenbürtig.
Die Autorin hat in ihrem achten Kriminalroman nichts von ihrer ursprünglichen Erzählkraft eingebüßt. Im Gegenteil, der Leser hat den Eindruck einer Steigerung von Buch zu Buch festzustellen. Und auch nach dem Lesen dieses Werkes ist man zunächst geneigt zu sagen: Ihre beste Geschichte, so was kann sie nicht mehr toppen. Aber warten wir mal das nächste Werk ab.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


31 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein brillianter, spannender Krimi der "Queen of Mystery", 21. Juni 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Im Angesicht des Feindes (Gebundene Ausgabe)
In dem Roman "Im Angesicht des Feindes" versuchen Simon St.James, seine Frau Deborah und Lady Helen Clyde die entführte Charlotte Bowen zu finden. Simon wird von Cahrlottes Vater, einem alten Schulfreund seines Bruder gebeten, das zehnjährige Mädchen zu suchen, ohne aber die Polizei einzuschalten. Da die Amateurdetektive bei ihrer Suche wenig erfolgreich sind, wenden sie sich an ihren Freund Scotland Yard Inspector Thomas Lynley und bitten ihn um Hilfe. Inzwischen ist aber bereits das erste Opfer zu beklagen. Während Lynley in London recherchiert, bekommt seine Assistentin Sergeant Barbara Havers die Chance, nicht nur eigenständig auf dem Land zu arbeiten, sondern auch zu zeigen, welche Führungsqualitäten in ihr stecken. Bei Barbaras Suche nach dem Mörder steht ihr der gutaussehende Robin Payne zur Seite, der sich nicht nur beruflich für Barbara zu interessieren scheint. Elizabeth George zeigt mit ihrem achten Roman erneut,daß sie es brilliant versteht, einen spannenden Krimi zu verfassen, der trotz seiner Länge von über 700 Seiten den Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. "Im Angesicht des Feindes" ist ein Muß für alle Fans des Krimi-Genres! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Psychologisch perfekt, 15. September 1999
Von Ein Kunde
Ein paar meiner Freunde haben mir dieses Buch nicht empfohlen: sie seinen schlichtweg auf den ersten hundert Seiten darüber verreckt. Ich habe mich von ihnen nicht irre machen lassen und hatte zweieinhalb spannungsgeladene Tage und Nächte (zugegeben n a c h Seite 70). Hier zeigt Elizabeth George wirklich, was sie kann! Dieser Krimi aus dem Politiker- und Zeitungsmilieu führt dem Leser vor Augen, welche (abstoßenden) Fähigkeiten man entwickeln muß, um im Geschäft um Macht und Auflagenzahlen ganz oben mitzuspielen. Der Sieg des einen bedeutet zwangsläufig die Niederlage aller anderen und so wird mit harten Bandagen gekämpft und so lange geblufft wie nur möglich. Wer jemals länger in England war und das Gehacke der Printmedien um den saftigsten Privatskandal eines Politikers miterlebt hat, weiß, George hier den Nagel auf den Kopf getroffen hat. "Jemand, der ein ganzes Leben kämpfte, um an die Spitze zu kommen, gibt nicht alles auf, nur weil die vage Aussicht auf ein Verbrechen besteht," sagt sich die coole Karrierepolitikerin, deren Tochter verschwunden ist. Besonders raffiniert spielt die Autorin hier mit Charaktereigenschaften, die geschlechtsspezifisch besetzt sind: wie mütterlich sollte eine Karrierefrau sein? Könnte man dieses Verhalten bei einem Mann nicht eher tolerieren? Auch der erfolgreiche Chefredakteur ist bereit andere Menschen zu opfern: lieber ein Sohn, der auf einer Privatschule "gebrochen" und "hingebogen" wird, als später ein schwules Weichei vorzeigen zu müssen. Psychologisch ist dieser Krimi um die Entführung zweier Kindern perfekt bis ins Detail. Besonders gefallen hat mir, daß Sergeant Havers in diesem Buch endlich ihren großen Auftritt hat und es sogar so aussieht, als sei auch ihr das Glück mal hold. Ganz ehrlich, hundert Seiten vor Schluß wußte ich, wer der Mörder ist. Ein lange vorher geäußerter Halbsatz hat es mir verraten, aber obwohl es da schon halb zwei in der Nacht war, mußte ich das Buch unbedingt noch zu Ende bringen, um meine Theorie zu bestätigen. Auch war ich hinterher über das Ende keinesfalls enttäuscht. Im Ernst, kann man von einem Unterhaltungsroman mehr verlangen????? (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannung pur, 12. Juli 1999
Von Ein Kunde
"Charlotte Bowen dachte, sie sei tot. Sie öffnete die Augen, in Kälte und Dunkelheit.[...]Die Dunkelheit war überall. Drückend wie eine schwere Decke lag die Schwärze auf ihr, und sie kämpfte mit den Augen gegen sie an..." So beginnt die Geschichte, die den Leser voller Spannung fesselt und ihn dazu bringt das Buch nicht aus der Hand zu legen. Wie auch in ihren anderen Kriminalromanen versteht Elisabeth Georg es auf das Beste psychologische Raffinesse mit einem unfehlbaren Sinn für Dramatik und Spannung zu kombinieren. Und wie immer sind die Fälle Lynleys und Havers detailgetreue Portraits unserer Zeit und unserer Gesellschaft. Und mehr als einmal stellt sich dem Leser die Frage, wie ein Mensch nur in dieser Art und Weise handeln kann. Besonders reizvoll werden die Kriminalfälle von Lynley und Havers allerdings durch den hohen Anteil an persönlichen Ereignissen der beiden Ermittler. Auch die befreundete Lady Helen sowie St. James mit seiner frau tauchen immer wieder auf. In diesem Krimi bleiben die Ermittler nicht brave Polizeibeamten sondern sind lebendige Menschen, deren Schwächen sie so sympathisch machen. Wenn man dieses Buch gelesen hat wird man nachdenklich und hält inne, voller Schrecken, was Menschen mit dem was sie erzählen oder verschweigen anrichten können. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen An den Haaren herbeigezogen, 16. Januar 2011
Von 
Ich habe schon etliche Krimis von George gelesen - dieser hat mich sehr enttäuscht. In den ersten 300 Seiten geht es hauptsächlich darum, mit viel Geschwafel das vollkommen unlogische Verhalten diverser Personen zu begründen - was nicht gelingt.

Beispiel: ein Kind wird entführt. Mutter und Stiefvater sind der Meinung, der Entführer kann nur der bis dahin nicht in Erscheinung getretene leibliche Vater des Kindes sein und allamieren basierend auf dieser Annahme nicht die Polizei - obwohl die Mutter im Inneministerium an hoher Stelle sitzt und die besten Möglichkeiten einer vertraulichen Behandlung hätte.
Andere Personen werden hinzugezogen, auch der leibliche Vater erfährt es, alle außer Mutter und Stiefvater wollen eine polizeiliche Ermittlung, warten aber auf das O.K. der Mutter (der Stiefvater macht eh, was die Mutter will).
Welche Eltern würden nicht zumindest die Möglichkeit einer anderweitigen Entführung in Betracht ziehen? Dieser Punkt ist absolut nicht nachvollziehbar.

Meines Wissen ist jederman hierzulande in einem solchen Fall sogar gesetzlich verpflichtet, eine Straftat von der er Kenntnis hat, anzuzeigen. Wie das in England gehandhabt wird weiß ich nicht, aber es würde mich sehr wundern, wenn man dort von einer Straftat wissen und sie den Behörden verheimlichen dürfte.
Dass keiner der Eingeweihten darüber die Polizei informiert, ist vor allem angesichts der persönlichen Beziehungen zu Scottlandyard, noch unglaubwürdiger.
Zeitweise hatte ich den Eindruck, George konstruiert das alles nur deshalb so schrecklich, um einen neuen Grund zur Vermeidung der Ehe des Inspectors zu haben.

Am Ende des Intros macht der Inspektor seine überempfindlichen Freunde (die von der Entführung wußten) moralisch dermaßen runter, dass er und damit die rechtliche Seite als unfair dastehen - womit das Verhalten der Eingeweihten wohl irgendwie gerechtfertigt werden soll. Rechtliche Konsequenzen der Verheimlichung sind garnicht erwogen. Für einen ernst zu nehmenden Krimi ist das mehr als schwach und das ganze emozional überzogene Geschwafel darum herum ist nur quer gelesen zu ertragen. Man gewinnt den Eindruck, Menschen in England wären allesamt im 19ten, bestenfalls frühen 20ten Jahrhundert verhaftet - dem dürfte wohl nicht so sein.

Aber auch der Rest des Bandes ist nicht frei von ins Auge springenden Holprigkeiten.
Das einzig Gute ist Havers - sie kommt halbwegs natürlich und echt rüber und der polizeiliche Ermittlungsteil gibt ein wenig her.

Ich habe den Band noch nicht zu Ende gelesen, aber schon bei der ersten Erwähnung, ca. erster drittel des Intros, ist mir klar geworden, dass eine Tonfigur eine entscheidende Rolle spielen wird - langweilig, wenn man schon bei Erwähnung eines Details weiß, wozu es dienen soll - O.K., ich weiß es noch nicht wirklich - würde aber einiges drauf wetten, dass anhand dieser Figur der tatsächliche Aufenthaltsort des Kindes während der Entführung und darüber der Täter ermittelt werden. Kann garnicht anders.

Fazit: etwas für absolute George-Fans zum Entwöhnen.
Alle anderen finden leicht bessere Krimis.

3 Sterne nur, weil es mehr als 2/5 noch Schlechteres gibt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie immer gut, 21. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Bücher von Elizabeth George kann man ja immer lesen. Vorausgesetzt man ist England-Fan. Sie sind spannend und man kann sich richtig darin verlieren. Habe zwar schon bessere Bücher gelesen, aber nicht bereut, auch dieses Buch gekauft zu haben. Somit habe ich jetzt alle von ihr erschienen Bücher. Es lohnt sich.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zäher Einstieg, tolles Ende, 2. Dezember 2011
Dieser 8. Band der Lynley-Reihe beginnt sehr ungewöhnlich. Gerade Lynley wird vorerst kaum eine Rolle spielen, ermitteln werden die bereits aus früheren Bänden bekannten Personen St. James, Deborah und allen voran Helen. Irgendwie hatte ich den Eindruck, etwas verpasst zu haben. Helen arbeitet plötzlich bei St. James und wirkt als treibende Kraft bei den Ermittlungen, hierbei wirkt sie äußerst kompetent und entschlossen. Sie scheint einen Wandel um 180 Grad vollzogen zu haben, denn sie hat plötzlich nur noch wenig Ähnlichkeit mit der etwas zickigen und äußerst unentschlossenen Helen aus Band 7.
Trotz des gewohnt flüssigen und sich leicht lesenden Stils von Elizabeth George gestaltet sich der Einstieg etwas zähflüssig und zieht sich doch sehr stark dahin. Das Buch kommt erst ganz allmählich in die Gänge. Wie gewohnt bei E. George findet der Leser auch hier ausführliche und sehr lebendige Beschreibungen der handelnden Personen, der Umwelt, des Wetters usw., dies zeigt sich insbesondere in der Beschreibung des verlassenen Hauses, das Helen und St. James untersuchen. Man hat buchstäblich das Gefühl, dabei zu sein. Auch die Zeichnung von Lynley und Barbara ist wie immer ganz hervorragend, gerade Barbie ist wieder ganz die alte und Lynley hat Probleme mit der neuen Helen. Auch Lynleys Vorgesetzter Hillier ist eher Politiker als Polizist, er erinnert sehr stark an Vizequestore Patta aus den Brunetti-Romanen.
Ebenfalls wie gewohnt übt die Autorin starke Kritik an der Gesellschaft, hier insbesondere am Verhalten von Politikern wie Eve und am Verhalten von Journalisten wie Luxford. Besonders deutlich wird dies bei der Beschwerde an Eve Bowen, viele schöne Sprüche werden hier geschwungen, aber wirklich getan wird gar nichts. Selbst bei der Entführung ihrer Tochter kann Eve ihre Egozentrik nicht überwinden und verschuldet durch ihre ausschließlich aus politischen Gründen motivierte Unnachgiebigkeit schlimme Geschehnisse. Vom Beginn ihrer Schwangerschaft an wird das Kind von Eve Bowen als Imagefaktor benutzt, wie alles andere in ihrem Leben. Auch wird am Beispiel der Familie Luxford harsche Kritik am Bildungssystem der westlichen Staaten geübt. Auch die antifeministische Haltung bestimmter Männer im ländlichen Bereich wird in Person von Sergeant Stanley angesprochen, Barbie sorgt hier durch ihre unorthodoxe Art und so manchen interessanten Einfall für einige Schmunzler. Sie hat in Wiltshire zum ersten Mal die Einsatzleitung und zeigt hier, was sie kann. Nebenbei löst Lynley seine privaten Probleme (endlich!) und die spröde Barbara entdeckt ihre Anziehungskraft aufs andere Geschlecht, wenn auch so manches anders läuft, als sie es gern hätte und der Leser so einige Verwicklungen vorausahnt.
So manches ist vom Leser vorauszusehen, ohne dass es dem Unterhaltungswert des Buches Abbruch tut. So errät der Leser im Gegensatz zu Eve schnell, was es mit Charlies Freundin Breta auf sich hat. Aber wie bereits erwähnt, schleppt sich der Roman bis etwa S. 250 etwas behäbig dahin, hier beginnt die Handlung eigentlich erst so richtig. Genau hier ist dann eine Karte platziert, stimmungsvoll gestaltet, aber mit der Seite 252 doch auf einer recht seltsamen Stelle platziert. Eine solche Karte erwartet der Leser wohl doch eher vorn oder hinten im Buch und nicht in der Mitte.
Zum Ende hin gibt die Autorin noch einmal richtig Gas, der Mörder ist eine echte Überraschung und aufgrund des etwas skurrilen Mordmotivs kaum zu erraten.
Trotz des anfänglich etwas zähen Handlungsfadens eines der guten Bücher von E. George und nicht nur für George-Fans uneingeschränkt empfehlenswert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannender Urlaub, 17. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Im Angesicht des Feindes: Roman (Taschenbuch)
Vor meinem Urlaub habe ich mich mit verschiedenen Büchern eingedeckt ;-)

Dabei war auch die George.

Gleich vorweg: man sollte das Buch in Ruhe lesen. Zu viel Ablenkung ist nicht hilfreich. Die vielen Charaktere muss man erst einmal auseinander halten. Und dabei ist ungestörtes Lesen von Vorteil.

Die genauen Schilderungen der Lebensumstände der Hauptcharaktere vermitteln ein plastisches Bild des geschehen. Als Leser kann man sich so besser in die Geschichte hineindenken. Nebenhandlungen (welche ebenfalls sehr detailliert beschrieben werden) erhöhen den Reiz der Haupthandlung und lassen etwas mehr Komplexität aufkommen.

Das Buch ist spannend bis zum Schluss!

Fazit: sehr empfehlenswert, reiht sich in die guten Bücher der George nahtlos ein
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk der Gefühle, 13. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Im Angesicht des Feindes: Roman (Taschenbuch)
Ich bin ein absoluter fan von Elizabeth George und habe alle Bücher der Reihe nach gelesen.
Dadurch hatte ich im Laufe der Zeit Sympathien für Sergeant Barbara Havers, eine der Hauptcharakteren in allen Büchern, entwickelt.
Dadurch wurde dieser Roman zu einem besonderen Erlebnis.
Elizabeth George schafft es hier, Gefühle so lebhaft darzustellen, dass man sie beim Lesen selbst empfindet.
Und wenn sich auf den letzten Seiten des Buches der Titel erklärt,und die Geschichte einen überraschenden Ausgang nimmt, ist das Meisterwerk perfekt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 25 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen