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VINE-PRODUKTTESTERam 29. November 2013
Alle die, die SIDO seit mehr als einem Jahrzehnt verfolgen hofften auf ein neues, rotzfreches Straßenalbum. Pech gehabt, SIDO ist erwachsen geworden! Das werden jetzt viele nicht verstehen „wollen“, aber letztendlich hat er für sich selbst entschieden sich weiterzuentwickeln. Irgendwann muss man, auch wenn man älter wird, aufhören über diesen Kram aus dem Hinterhof zu quatschen. Moses Pelham hat das letztes Jahr schon vorgemacht, und auch SIDO zähle ich zu genau den Rappern in Deutschland, die wirklich was in der Birne haben. Wer dieses Album hört wird nicht glauben können, dass der jetzt 33jährige Berliner Songs wie „Mein Block“ und „A*****Song“ aufgenommen hat. Heute erzählt SIDO Geschichten, die sich nicht mehr mit der rauen Nachbarschaft, sondern mit dem Alltag mit all seinen Facetten befassen. Dazu gleich mehr, nur so viel: Schon als er mit Maske auf dem Kopf vor vielen Jahren bei Stefan Raab auf der Couch saß gefiel mir seine spontane und humorvolle Art. Solche Menschen, insofern sie ein ordentliches Management haben, schaffen es meist in „Deutschland“, einem Land der „steifen“ Menschen!

Zu Beginn des Albums stellt SIDO mit „Hier bin ich wieder“ und „Es war einmal“ klar, dass das Spiel ohne ihn langweilig ist/war und nicht funktionieren kann, er gleichzeitig aber keine Lust mehr hat die zu bedienen, die ihn in eine Ecke gestellt haben und ihn für immer so haben wollen, wie er sich seit Beginn des neuen Jahrtausends präsentiert hat. Die Art und Weise wie er das alles umschreibt lässt eigentlich keine Fragen offen ( Arrogant provokant bis auf's Blut, voller Hass voller Wut ja das war ich mal ) Er ist jetzt nun mal Anfang 30 und geht andere Wege. Nach diesen beiden Songs kann man die CD ausmachen, oder sich auf etwas neues einlassen – ich mach das!

Das Schöne an diesem Album ist die Tatsache, dass man wirklich aus vielen, wenn nicht sogar allen Songs etwas positives ziehen kann, auch wenn es manchmal in einer traurigen Art und Weise rübergebracht wird. „So wie Du“ zeigt deutlich auf, dass man sich immer irgendwo Leitbilder und Vorbilder sucht, denen man es gleichtuen will. Dazu gehören Brüder, Schwestern und Eltern. Die Älteren sollten als gutes Beispiel vorangehen und sich ihrer Verantwortung bewusst sein, anstatt den jüngeren ( manchmal Familie, manchmal Freunde ) den falschen Weg zu predigen. Ein guter, ruhiger Song mit viel Dynamik in sich ( Steigerung, Dramatik )! SIDO macht im Song deutlich, dass er seinem Sohn ein guter Vater sein will. „Papa was machst du da“ schlägt im Anschluss daran in eine ähnliche Kerbe, SIDO erwischt sich jedes Mal wenn er Mist baut selbst und hört die ungläubige und fragende Stimme seines Sohnes im Hintergrund. Oft genug hat er über die Stränge geschlagen und es vielleicht danach bereut, jetzt will er damit abschließen und ein Vorbild sein. Auch hier wieder ein ruhiger Sound der zum Nachdenken anregt.

„Irgendwo wartet jemand“ geht nicht wirklich an mich, aber Mark Forster überzeugt mich hier zum ersten Mal als Sänger. Die Nummer hätte man besser umsetzen können glaube ich. Ebenso durchschnittlich bewerte ich den Song „Einer muss es machen“, der für mich vom Inhalt her, aber am Ende nicht auf dieses Album passt. Ich weiß nicht, was SIDO uns damit wirklich sagen will, neu ist das Thema nicht und ob es eine „softe“ Fortsetzung von „Mein Block“ sein soll kann ich nicht glauben. „Enrico“ ist die Geschichte eines Sintis aus Marzahn. Enrico ist ein Überlebenskünstler der einen großen Traum hat und Leute mit seiner Musik glücklich machen will. Der Song beleuchtet unsere Probleme in der Gesellschaft ein bisschen, denn anstatt Menschen denen es nicht so gut geht unter die Arme zu greifen und sie für das belohnen, was sie am besten können, werten wir sie noch ab und lachen sie aus. Da hat SIDO wieder einmal bewiesen, dass er wohl sehr nah am Puls der Zeit ist und natürlich auch seine eigene Vergangenheit mit einbauen kann.

„Arbeit“ ist vermutlich dann für viele der totale Bulls***, wie kann SIDO blos' den alten Mann Helge Schneider auf sein Album packen? Ein Vintage Beat und eine „Hammer, Fett, Bombe, Krass“ Hook vom Altmeister der deutschen Comedy – sensationell! Ja, es war sein großer Wunsch, und Respekt an Helge, dass er sich mit seinem „rosa“ Elefant auf den Song geswingt hat. Beide haben den selben Humor, für mich die logische Konsequenz, dass sie ein Lied zusammen trällern ( übrigens im Fanta4 Stil ! ) – DANKE! Für mich einer der größten Songs des Albums ist „Einer dieser Steine“ mit Mark Forster, den viele vermutlich auch als Schmalz abwerten und sich fragen, was das eigentlich soll. Ja, man sollte den Song mehrmals hören und den Text verstehen. Ein Stein der wie tausend andere in der Ecke liegt und nicht beachtet wird bekommt plötzlich ein neues Leben geschenkt und wird endlich beachtet. Für mich ein „Danke“ von SIDO an wen auch immer, er hat eine Chance bekommen und sie genutzt. Und ich bin da ehrlich, ich habe bei diesem Song dunkle Bilder vor mir und versuche mich ( bin ich verrückt? ) in den Stein zu versetzen. Hier hat man sich wirklich Gedanken gemacht, das Video ist für mich der Hammer!

„Liebe“ feier ich jetzt nicht so, aber auch hier sollte man wieder genau hinhören, denn ohne eben dieses Element des Lebens ist grundsätzlich nicht viel zu erreichen!. Beim hören von „Maskerade“ denke ich an „Blutsbrüdaz“ und seine anderen Alben. Man werden viele jetzt denken, warum nicht mehr von diesen Beats? Ja, für einen kurzen Augenblick lässt er zu einem dicken Bass eine Sportzigarette mit Genetikk und Marsimoto kreisen, die Straße kommt noch mal so richtig durch. Er macht sich gerade und zeigt dem Rest da draußen noch mal was eigentlich los sein kann, wenn er richtig Bock auf diese Assi-Schiene hat, Ruhe jetzt – Schelle auf die Nackenhaare eben! „Grenzenlos“ feat. Marius Müller-Westernhagen und „Fühl dich frei“ lassen sich gut zusammenfassen. Der erstgenannte Song ist wieder sehr ruhig, und beim letzteren „singt“ SIDO tatsächlich. Beide Songs sehr tief, viel Ausdruck und Inhalt. Er strotzt vor Selbstbewusstsein und gibt uns erneut Ratschläge mit auf den Weg. Blockaden lockern, Hass zur Seite, Mauern einrennen und Grenzen überwinden – anders geht es nicht wenn man etwas bewegen will. In jedem von uns schlummern Talente, einzig Mut und Glaube müssen wir selbst aufbauen und entwickeln. Wir sind nur einen Steinwurf vom Glück entfernt, müssen die Gelegenheiten nur beim Schopf packen. Sich zu verbiegen für andere bringt genauso wenig wie sie zu haten! Ich finde beide Songs Klasse! Zum Abschluss dann das Geburtstagsständchen? Nicht ganz, aber auf 30-11-80 ( Geburtsdatum ) hat er seine Lieblings MC's um sich versammelt, insgesamt 18 Stück, so viele wie noch nie zuvor auf einem Deutsch-Rap Song. Einige dürften überrascht sein, wen SIDO persönlich feiert, dazu zählen u.a. Moses Pelham, Eko Fresh, Smudo ( Fanta4 ) Und Doktor Renz ( Fettes Brott ). Mit diesem Song zollt er irgendwo auch Respekt an seine „Vorgänger“, wenn man das so sagen kann.

Für mich ist dieses Album auf keinen Fall eein Klassiker und auch kein reines Rap-Album. Vielmehr ist es für mich aber trotzdem wahrscheinlich sein bisher bestes vom musikalischen Standpunkt her betrachtet, denn es klingt verdammt reif und ist dazu sehr vielfältig und abwechslungsreich. Ich hätte jetzt eigentlich nichts gegen einen neuen Film mit dem jungen Mann und am besten noch eine Talkshow hintendran. Hut ab und ja, im Vergleich zu seinen oftmals kindischen Zeitgenossen hat er einiges voraus! Ihr müsst diese Sicht nicht teilen und könnt jetzt drücken was ihr wollt, ich bin aber nun mal sogar noch ein Stück älter als SIDO und finde diese ganzen Rezensionen, die max. 2 Sätze lang sind und darin 8 Rechtschreibfehler beinhalten ebenso peinlich wie die Rapper, die auf jedem Album dasselbe erzählen und im Grunde für N I C H T S stehen!
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am 5. Dezember 2013
Das Album ist Qualitativ hochwertig und Sido hat sich viel Mühe gegeben. Allerdings ist es für mich schon nach einmal hören recht langweilig geworden. Es hat den Charme seiner alten Alben verloren. Der Track mit Helge Schneider ist lustig, aber auch der ist nach 1-2 mal hören zu langweilig. Es ist ein typisches Radio-Album; man hört ein lied im Radio, findet es gut, kauft sich das Album und schon nach dem auspacken hat man es oft genug gehört. Für mich wirkt es deshalb insgesamt eher wie ein Mainstream Pop-Album das nicht mehr viel mit Rap/Hip Hop zu tun hat. Ich freue mich das Sido sich weiterentwickelt hat. Die Texte sind in Ordnung, aber einfach zu monoton, zu oft die Refrains. Die Beats sind nicht schlecht aber auch hier zu monoton.
alles in allem 3 sterne
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am 6. Dezember 2013
Es haben ja mittlerweile alle bemerkt: der Rude-Boy ist nun reifer geworden, Vater und Anfang-Dreißiger. Zeit sich zu besinnen und am Riemen zu reißen, so die Message, die einem in mehreren der 14 Tracks begegnet.

Mir gefällt das gut, weil man Sido die Entwicklung abnimmt und es nicht nach Promomäßigem Image-Wechsel stinkt wie bei anderen. Die Stücke auf 30-11-80 sind alle unverkennbar Sido und das passt einfach. Flow, Beats und Texte passen wie Ar*** auf Eimer und gehen gut ins Ohr. Mit Helge-Schneider und Westernhagen, gibt es zwei recht ungewöhnliche Features. Der Track mit Helge ist meiner Meinung nach Klasse. Da kommt wahres Komödien-Talent durch, macht Spass. Westernhagen beschränkt sich zum Glück auf die Hook ;-) Die Kollabo mit Genetikk und Marsimoto ist genial.
Mit dem Track 30-11-80 spielt das Album am Ende noch mal zur Hochform auf! Da wird selbst einem alten Hasen wie mir warm ums Herz, denn hier geben sich über 10 Minuten lang alte und neue Schule des deutschen HipHop die Klinke in die Hand. Sogar der gute alte Erik Sermon bekommt einen Part, danke dafür! Ein Bomben-Track, für den ich schon allein das Geld ausgegeben hätte. Aber was zum Geier macht der Renz auf dem Track...der hat meiner Meinung nach auf keinem Release was zu suchen, was in der Szene ernstgenommen werden will...das ist mein einziger Kritikpunkt.
Der Rest passt und macht Spass. Kaufen!
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am 30. November 2013
Da ich das Album dank Amazon zum ersten mal nicht pünktlich zu Release in den Händen durfte, konnte ich es mir dank der Autorip Funktion trotzdem schon anhören. Einige Tracks durfte man ja vorher schon hören (Hier bin ich wieder, Einer dieser Steine und Maskerade) da diese mir sehr gut gefallen haben, bestellte ich mir das Album vor.

Was einem direkt auffallen dürfte ist, dass das Album nur (?) 14 Lieder beinhaltet. Da es keine Premiumedition mit Bonustiteln gab, entschied ich mich für die Standart Version. Und das gefällt mir schon wesentlich besser als das letze Soloalbum "Aggro Berlin". Dennoch ist das Album nicht perfekt, obwohl mir klar war, dass hier nicht der alte Sido zuhören ist.

Der Großteil der Titel gefällt mir ziemlich gut, jedoch frag ich mich was Sido sich bei den Features gedacht hat. Das Lied mit Helge Schneider geht überhaupt nicht und ist einfach nur nervtötend! Ähnlich geht es mir mit Marius Müller Westernhagen, ich meine klar kennt man ihn, aber er passt einfach nicht aufs Album drauf. Es gefällt mir aber schon wesentlich besser als das Lied mit Helge Schneider.

Mark Forster ist eine Klasse für sich, entweder gefällt es einem oder es gefällt einem nicht. Mir persönlich gefällt es. Das Lied "301180" hingegen ist wirklich perfekt!

Ich hoffe dennoch, dass das nächste Album mehr Lieder beinhaltet, ansonsten ganz gutes Album!
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am 1. Dezember 2013
Ich persönlich finde 30-11-80 genial gelungen! Bevor das Album rauskam dacht ich mir was Sido mit Features wie Helge Schneider oder Westernhagen will, aber ich finde sie passen perfekt zu den jeweiligen Songs, vor allem Arbeit mit Helge "Schnizzle" ist genial gelungen und behandelt ironisch ein ernstes gesellschaftliches Thema. Das ist es auch was Sido zu mit einem der besten deutschen Rappen macht: er kann verschieden Themen verschieden Emotionen und Geschichten perfekt rüberbringen und interpretieren, hat hier und da aber trotzdem viel Ironie drinnen. Viel mehr muss man eig. nicht mehr dazu schreiben, haben meine Vorschreiberlinge ja schon größtenteils erledigt!
Deshalb von mir 5 Sterne und eine klare Kaufempfehlung!

Anspieltipps:

Arbeit
Papa, was machst du da
Es war Einmal
30-11-80
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am 17. Dezember 2014
Gewohnt gut, aber mir zu Kommerziell mit "Einer dieser Steine!" oder "Liebe".
Helge Schneider Feature sehr unterhaltsam! Gute Kombi!
Westernhagen und Sido das passt!
30-11-80 mit den Features sehr gut!
Insgesamt nicht mein Geschmack, Sido soll mal nicht auf Geld achten sondern zurück zum Gangsterrap kommen!
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am 21. Februar 2016
Ich hatte von vielen Jahren zuletzt Sido gehört und nach seinen letzten Hits, dachte ich mir, dass ich mir das Album von ihm kaufe.

Positiv:
+ teilweise "Back to the roots"
+ sehr variable
+ nicht eintönig

Negativ:
- schnulzige Songs sind auch mit dabei (Geschmacksache!)
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am 23. Mai 2014
Hätte nicht gedacht, dass ich mit fast 57 Jahren auf Sido " stehe!!! Geniale und intelligente Texte und gute Musik mit einem packenden Rhythmus haben mich dazu verleitet, die gestern angekommene CD heute dreimal anzuhören, die "Ehre" bekommt von mir nicht jeder Künstler. Auf Sido neugierig geworden bin ich durch den Titel "Aschenflug" von Adel Tawil, der ihn mit Sido zusammen singt.
Freue mich schon sehr auf weitere CDs.
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am 22. April 2016
Sido ist natürlich Kult, ich sehe das auch unfachmännisch so das an sich ist in Album kaufenmsollte und nicht illegal Downloaden, dennmimmerhin wollen wir doch unsere Künstler unterstützen und mehr von Ihnen hören.
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am 5. Dezember 2013
Das neue album von Sido ist wirklich super geworden. Es bietet viel abwechslung und tolle feature Gäste. Besonders gut gefallen haben mir die Songs Fühl dich frei, Grenzenlos und Irgendwo wartet jemand. Das Album ist wirklich lohnenswert und nur zu empfehlen. Super tolles Album.
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