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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. November 2013
Das neue Album „Concertos“ vereint alle Orgelkonzerte von Händel auf drei verschiedenen Tasteninstrumenten, begleitet von drei Ensembles.

Natürlich lieben alle,die hier musizieren, ihren Händel. Es wird mit soviel Elan musiziert. Das springt über. Aber Orgelkonzerte auf dem Klavier?

"Wer die CD-Aufnahme der Händelschen Suiten von Ragna Schirmer für modernen Konzertflügel kennt, weiß, dass sich hier eine spannende Klangwelt eröffnen wird." hiess es für Cembalo-Stücke. Dazu meinte Frau Schirmer im Interview:

"Weil es so schwer ist, die musikalischen Besonderheiten der barocken Musizierweise auf ein modernes Instrument zu übertragen. Ich kann nicht versuchen, das Cembalo zu kopieren, dann werde ich dem heutigen Flügel nicht gerecht. Ich kann aber auch nicht den Händel der Barockzeit komplett in unsere heutige Zeit übertragen und eine hochromantische Fassung spielen, dann werde ich der Musik nicht gerecht. Es ist also eine Gratwanderung zwischen den Stilen, an der ich gerade intensiv arbeite. Vielleicht auch in Fortsetzung meiner Beschäftigung mit der Musik Haydns, für die ich mich ja auch auf die Suche begeben habe, um eine für mich persönlich stimmige stilistische Mischung zwischen alt und neu zu finden."
Für Cembalo-Stücke meinte sie dann:". Als Interpretin ist es meine Aufgabe, diese Musik in die heutige Zeit zu transportieren. Daher muss für mich die primäre Frage sein: Was hätten Händel und Bach gemacht, wenn sie unsere modernen Flügel zur Verfügung hätten. "
Diese Meinung kann ich uneingeschränkt teilen, aber Orgel auf Klavier transkribiert? Säße ich auf dem hohen Roß einer Karl-Richter-Orgel und seiner Wiedergaben der Händel'schen Konzerte, würde ich die Frage stellen: Klavier, was ist denn das?
Nun finde ich die Interpretation von Karl Richter ( die erste, die kennenlernte)gar nicht so überzeugend.Klang-Gigantismus, muss nicht sein,aber die herrlichen Interpretationen eines Daniel Chorzempa oder eines George Malcom oder eines Dantone. Da sind Orgelklangfarben, die durch nichts ersetzbar sind.
Gerade die langsamen Stücke machen diesen Verlust deutlich. Das spricht Frau Schirmer auch im Werbe-Video zu dieser Aufnahme an.
"So macht der Hörer eine faszinierende Reise vom Barock bis in unsere heutige Zeit und staunt über die Schönheit, Vielfalt und Zeitlosigkeit der Händelschen Musik. " heißt es in der Werbung für diese Versionen, im Vorfeld eines Konzertes in Halle.
Die Zeitlosigkeit dieser Musik,unbestreitbar,aber braucht es diese Veränderung, um diese Musik an den Hörer zu bringen?
Ich nehme die Frage von Frau Schirmer nochmals auf, was hätten Händel und Bach getan, wenn sie einen Flügel gehabt hätten.Statt der Orgel diesen gewählt? Beide waren Organisten höchsten Grades ( Bach eigentlich am Ende seines Leben eigentlich nur als Organist bekannt). Wären sie auf einen Flügel umgestiegen?

Diese Rezension wird aus einem einzigen Grund so lang: einerseits schätze ich die Pianistin außerordentlich und genieße sehr die Vitalität aller Musizierenden, andererseits fehlt etwas: die Orgel. Wenn ich die Klavierversion op. 7 Nr. 1 höre und dann die Orgelversion, ist für mich klar, wo mein Herz schlägt. Wie würdige ich diese Neuerscheinung?

Also: eine sehr bemerkenswerte Ergänzung, aber niemals ein Ersatz für die Orgel.
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