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5.0 von 5 Sternen Farbenprächtig und bildgewaltig!
Candia, heutiges Kreta, 1645: Als Katharina die Nachricht erhält, dass ihr Ehemann im fernen Arabien verstorben sei und ihr ein beträchtliches Vermögen hinterlassen habe, traut sie ihren Ohren kaum. Der Taugenichts, der das Erbe ihres Vaters verprasst hat, scheint doch noch zu Geld gekommen zu sein. Sie beschließt, mit ihrer Haushälterin Jokasta...
Vor 2 Monaten von Tere Layee - SchreibLust Leselust veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen Frauenroman durch und durch
Beim Durchblättern hatte mich das Buch angesprochen und dann die ganzen positiven Rezensionen: Also gekauft und voller Erwartung ans Lesen gemacht! Die Ernüchterung kam schnell. Schon nach wenigen in Ruhe gelesenen Seiten war klar, hier handelt es sich um einen handwerklich perfekt gemachten Frauenroman mit allen literarischen Utensilien aus der...
Vor 1 Tag von BigVat veröffentlicht


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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Farbenprächtig und bildgewaltig!, 25. April 2014
Candia, heutiges Kreta, 1645: Als Katharina die Nachricht erhält, dass ihr Ehemann im fernen Arabien verstorben sei und ihr ein beträchtliches Vermögen hinterlassen habe, traut sie ihren Ohren kaum. Der Taugenichts, der das Erbe ihres Vaters verprasst hat, scheint doch noch zu Geld gekommen zu sein. Sie beschließt, mit ihrer Haushälterin Jokasta und dem Russen Pjotr nach Arabien zu reisen. Als Faliero, ein angesehener Mann der Stadt, davon Wind bekommt, setzt er sie auf den Verräter Massimo an, den Katharina für ihre Reise als Dragoman, als Fremdenführer, engagieren soll. Die ungleiche Weggemeinschaft beginnt ihre Reise in den Orient, auf ihrem Weg zahlreiche Abenteuer, karge Wüsten und gefährliche Liebschaften.

Katharina wird gleich zu Beginn des Romans, der mit der turbulenten Belagerung Candias startet, als starke, überaus hochgewachsene Frau charakterisiert, die ihren eigenen Weg geht. Seit dem Tod ihres Vaters lebte erst in Venedig, dann in Candia, alles auf Geheiß ihres ständig abwesenden Ehemanns. Seit zwei Jahren hat sie nichts mehr von ihm gehört, dann kommt die Nachricht seines Todes. Eine typische Frauengestalt des historischen Romans? Mitnichten. Charlotte Thomas gelingt mit „Das ferne Land“ ein erfrischender Roman, der nichts von Klischees wissen will. Katharina mag stark sein, hat aber noch zahlreiche andere Facetten. So zeichnet sie beispielweise gerne, was in der abendländischen Kultur Frauen nicht erlaubt ist, gleichzeitig aber dazu führt, dass die Kapitel von tollen Umgebungsbeschreibungen angefüllt sind.

Dieser historische Roman hat alles, was man sich wünschen kann. Neben den Landschaftsbeschreibungen finden sich viele spannende Szenen, etwa als die Reisegemeinschaft durch die Wüste reist und überfallen wird oder Schiffsbruch erleidet. Auch die Liebe bleibt nicht auf der Strecke, findet aber ganz ungezwungen und authentisch ihren Eingang in den Roman. Es gibt viel über Land und Leute zu lernen, ein angeschlossenes Glossar erklärt fremdländisch klingende Begriffe und Wissen wird ganz automatisch transportiert. Ein rundum gelungener Roman also!

Was auch zu seinem Gelingen beiträgt, ist die tolle Figurenkonstellation. Im Hintergrund zieht Faliero, ohne dass er selbst groß auftritt, wie ein Puppenspieler seine Strippen. Gegenspieler ist Massimo, der facettenreicher kaum sein könnte. Man kann den zwielichtigen Mann niemals komplett einschätzen. Ist er nun Böse oder Gut? Verräter oder Wohltäter? Katharina steht zwischen den beiden Männern. Faliero bezahlt ihre Reisekosten, wenn sie ihm stets Bericht erstattet über Massimos Machenschaften und Kontakte. Zu dem fühlt sie sich aber zusehends hingezogen und möchte ihm nur allzu gerne glauben, dass Faliero ihn in einem falschen Licht sieht.

Ein farbenprächtiger Roman mit so vielen tollen Elementen – da kann man nur begeistert sein!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt ... ", 25. Mai 2014
Von 
Jürgen Zeller (Kanton Bern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe sie alle, die Bücher von Charlotte Thomas. Vollzählig zieren ihre Historischen Romane in der schmucken Hardcover Ausgabe mein Bücherregal. Natürlich musste ich auch das in diesem Frühling erschienene Werk umgehend erwerben, obwohl ich als männlicher Leser diesmal etwas skeptisch wahr. Der Klappentext geht sehr in die Richtung "Frau in Hosen erlebt Abenteuer" Roman. Die ersten Seiten konnten mein leichtes Misstrauen nicht zur Gänze ausräumen aber sie zogen mich in die Geschichte hinein. Rasant geht es los mit einem Seeangriff im Jahre 1645 der Türken auf Kreta, das seinerseits seit mehreren Jahrhunderten von den Venezianern besetzt ist. Die deutschstämmige Katharina, verheiratet mit einem Venezianer, flüchtet mit ihrem Gesinde Jokasta und Pjotr in die nahgelegene Festung. Auf Umwegen trifft sie dort auf den reichen Faliero der ihr in einer Waffenstillstandsphase mit den Türken den Abzug aus der belagerten Stadt ermöglicht. Natürlich nicht einfach so, Katharina hat sich dazu verpflichtet, mit dem venezianischen Händler Massimo gen Arabien in den Orient zu reisen, diesen zu beobachten und Faliero regelmässig Bericht über ihn und sein Tun zu erstatten. Das Massimo und Faliero in einer alten Fehde stehen kann Katharina erahnen und sie versucht zwischen Halbwahrheiten und Lügen die richtigen Entscheidungen zu treffen und gerät prompt, auch gefühlsmässig, zwischen die verhärteten Fronten.

Eine ganz und gar wunderbare Geschichte die uns da die Schriftstellerin Charlotte Thomas erzählt. Mich erfreut es, dass hier keine Autorin am Werk ist die mit ihrer über Jahre erworbenen Routine einen x-beliebigen Roman veröffentlicht sondern das auf jeder Seite die Freude am Erzählen und Lust an Historischen Details für mich als Leser zu spüren ist. Diesmal steht der Roman unter dem Motto "Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt ... " Die Protagonisten verharren nicht fix in einer Stadt sondern reisen aus unterschiedlichen Beweggründen als schicksalshafte "Wandergruppe" verzurrt mit Schiff und Beduinen-Karawanen von Alexandria, der Passage am Suez Kanal, dem roten Meer entlang bis an den Golf von Aden in die Wüste und dem Ursprung der legendären "Weihrauchstrasse" Hadramaut, dem heutigen Jemen, entgegen.

In diesem Roman stecken bestimmt unzählige Tage und Wochen intensive Recherche und das kommt uns Leser/-innen zu gute. Mir haben es die Passagen voller Lokal- und Zeitkolorit mit den Beschreibungen der Städte und Märkten und dem kunterbunten Leben samt Sitten und Gebräuchen besonders angetan. Man sieht und riecht das exotische Flair durch die Augen und Nase von Katharina und ihren Begleitern. Ein farbiger historischer Bilderbogen voller Abenteuer, Intrigen und Leidenschaft. Ich freu mich jetzt schon auf den nächsten Historischen Roman von Charlotte Thomas und den Platz im Bücherregal für zwei oder drei Bücher der Autorin werd ich offen halten ...
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen gelungenes Orientabenteuer, 21. April 2014
Von 
Bücherhimmel (Belm) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Mit ihrem neuen Buch " Das ferne Land" , entführt Charlotte Thomas ihre Leser in den Orient. Vom heutigen Kreta, durch die heutige Türkei und dann entlang der alten Karawanenstraßen, den Nil entlang bis weit nach Arabien hinein, erlebt der Leser eine interessante und spannende Reise , die eine kleine Gruppe Reisender auf Kreta startet, nachdem die Türken die Insel eroberten. Spannend und mehr als unterhaltsam vermittelt die Autorin dem Leser sowohl viele Eindrücke der verschiedenen Länder und Kulturen , als auch eine spannende und abenteuerliche Geschichte einer kleinen Reisegruppe , die den Weg nach Arabien wagt .Die Liebe spielt auch eine nicht unerhebliche Rolle, wird aber kitschfrei und wunderschön erzählt.

1645 bricht die junge Katharina, die Tochter eines venezianischen Kaufmanns, nach Arabien auf, nachdem sie vom Tod ihres Ehemannes erfährt, der ihre Mitgift, einen Beutel voller Gold ,in Arabien gegen eine große Ladung Weihrauch tauschte und diese nach Europa verschiffen wollte. Durch den Tod ihres Gatten ist sie nun selbst gezwungen ,den wertvollen Weihrauch aus Arabien zu holen , da ihr ein Kundschafter berichtet, dass sie um ihren Besitz betrogen werden soll. Dass sie mit dieser Reise ein großes Abenteuer wagt, wird Katharina erst auf der Reise nach und nach klar. Trotz ihrer Begleitung, die aus ihrer Dienerin Jokasta und Pjotr, einem russischen Söldner besteht, ist sie auf einen Führer angewiesen, der in Gestalt von Massimo und seines Begleiters zu ihnen stößt. Die Reise birgt für alle große Gefahren, wird aber auch zu einem großartigen Abenteuer, dem sich auch Katharina nicht entziehen kann.

Charlotte Thomas hat uns ja schon mit ihren großartigen Venedig-Romanen gezeigt, dass sie in der Lage ist, die Atmosphäre der Serenissima vor den Augen des Leser erstehen zu lassen. In diesem Roman lässt sie das alte Arabien der Sultane und Händler wieder auferstehen. Die Reise entlang des Nils, oder auch später durch die Wüsten oder durchs Gebirge konnte ich als Leser sehr gut nachvollziehen, da die Autorin eine sehr bildhafte Art und Weise hat, dies zu schildern. Die Karawanen ,die sich mühsam durch Hitze und Sand quälten ,standen mir vor Augen . Die Figuren sind so lebhaft und authentisch geschildert, dass ich häufig dachte, da würdest du, trotz aller Strapazen, auch gerne dabei sein und dieses Abenteuer miterleben. Auch die Liebesgeschichte , die Charlotte Thomas in ihre Geschichte einbaut , ist nachvollziehbar und sehr gelungen und an keiner Stelle kitschig. Ich fand`s sehr schade, als dieses Abenteuer endete und ich hoffe bald wieder etwas vom Erzähltalent Charlotte Thomas lesen zu können, aber Gott sei Dank gibt es noch einige Bücher von ihr, die ich noch nicht kenne.

Volle Punktzahl und wenn ich könnte sogar noch mehr, für einen wirklich gelungenen Abenteuerroman.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine sinnliche Reise in ein faszinierendes Land, 28. Mai 2014
Von 
Yukon1998 "yukon1998" (NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Candia, 1645: Die junge Katharina muss ihre Interimsheimat Candia (Kreta) verlassen, als die Insel von den Türken erobert wird. Als sie erfährt, dass ihr Ehemann, ein Kaufmann, im heutigen Jemen verstorben sein und ihr reiche Weihrauchvorräte hinterlassen haben soll, macht Katharina sich gemeinsam mit ihrer Haushälterin Jokasta und ihrem kampferprobten Diener Pjotr auf die Reise. Und weil die eigene Reisekasse schmal bestückt ist, übernimmt sie den Auftrag den ebenso so charmanten wie zwielichtigen Massino Bagliani zu beschatten, der verdächtigt wird ein als Spion für die Türken gegen die Venezianer zu arbeiten. Doch um ihre Reise antreten zu können, muss sie Bagliani zunächst einmal davon überzeugen als ihr Reiseführer zu wirken – und Massimo ist alles andere als willig…

In gewohnt gekonnter Manier setzt Charlotte Thomas auch in diesem Roman ihre vielschichtigen Charaktere in Szene und schickt Katharina & Co auf eine abenteuerliche Reise. Erfreulicherweise wird der Leser nicht zu Beginn des Romans von einer Vielzahl von Figuren erschlagen, stattdessen werden diese nacheinander und in überschaubarer Reihenfolge eingeführt. Und so hat der Leser Katharina, Jokasta, Pjotr und alle anderen schon bald liebgewonnen und kann sich über deren Schrullen und Schwächen ebenso wundern wie auch den Kopf schütteln. Gemischt mit einem tollen Cocktail aus Spionageabenteuer, Liebesgeschichte und Reiseerzählung begleitet der Leser Katharina von Kreta nach Ägypten und auf die arabische Halbinsel und es ist den faszinierenden Beschreibungen der Autorin zu verdanken, dass man als Leser auf jeder Seite das Gefühl hat, mit allen Sinnen auf dieser Reise dabei zu sein.

Eine besondere Freude ist zudem das liebevoll gestaltete Buch mit seinen hübschen Illustrationen und seinem stimmungsvollen Cover – hier auch ein dickes Lob an den Verlag und die verantwortlichen Illustratoren.

FAZIT: Ein ebenso spannender wie in jeder Hinsicht unterhaltsamer Reiseroman, in dem der Leser die Figuren mit allen Sinnen durch einen äußerst faszinierenden Landstrich begleiten darf. Definitiv ein Buchtipp!
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3.0 von 5 Sternen Frauenroman durch und durch, 21. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Beim Durchblättern hatte mich das Buch angesprochen und dann die ganzen positiven Rezensionen: Also gekauft und voller Erwartung ans Lesen gemacht! Die Ernüchterung kam schnell. Schon nach wenigen in Ruhe gelesenen Seiten war klar, hier handelt es sich um einen handwerklich perfekt gemachten Frauenroman mit allen literarischen Utensilien aus der Schreiberwerkstatt die genau dieses Genre kennzeichnen. Was die Recherche betrifft: Sicherlich schafft es die Autorin, ihre Personen historisch korrekt zu kleiden usw., aber das Weiblein-Männlein-Geplänkel hat mich an Hollywood-Schinken der 60er Jahre erinnert. Ich hatte nie das Gefühl, Eindrücke aus einer anderen Zeit vermittelt zu bekommen, aus einer Zeit, in der das Denken von deutlich anderen Voraussetzungen, Annahmen und Regeln geprägt war als heute. Gelesen habe ich bis Seite 115 - dass das Buch seinem Stil und seiner Machart mit Nibelungentreue bis zum Ende verhaftet bleibt, war sonnenklar, ich habe mir nichts mehr davon erwartet.
Mittlerweile habe ich es meiner Mutter geschenkt. Sie liebt historische Frauenromane und ich bin sicher, sie wird viel Freude damit haben!
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5.0 von 5 Sternen Stimmungsintensves Historienepos, 9. Juli 2014
Von 
HEIDIZ "Bücherfreak" (Heyerode) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Das ferne Land – eine ferne Zeit – 1645 – Katharina ist unsere Hauptakteurin, die die Nachricht erhält, dass ihr Ehemann, der schon Jahre verschwunden ist – in Arabien gestorben sei. Er hatte alles – auch Katharinas Geld – in den Handel mit Weihrauch gesteckt – und somit ein riesiges Vermögen hinterlassen – ein wertvolles Erbe sozusagen. Krieg kommt auf im Land und Katharina setzt einen Kundschafter auf das Erbe an, der herausbekommt, dass sie wohl um das Vermögen betrogen werden soll. Sie reist daraufhin selbst nach Arabien, um herauszufinden, was es mit der Nachricht des Kundschafters auf sich hat.

Massimo – ein Handlungsreisender nimmt sie in ihre Obhut, da sie als junge Frau in diesen Zeiten kaum allein reisen kann. Aber Massimo spielt nicht mit offenen Karten … Vertrtauen kann Katharina ihm nicht – ihr bleibt aber nichts anderes übrig, als mit ihm zu reisen …

Der Orient und eine ferne Zeit erstehen vor dem geistigen Auge des Lesers, so erging es mir und ich bin noch immer gefangen in den Szenen, die mehr als bildhaft authentisch vor dem Leser ausgebreitet werden. Es ist die Art und Weise, in der Charlotte Thomas ihre Idee präsentiert, die mich wieder einmal für ihren Roman gefangen genommen hat, wie dies auch schon bei allen ihrer Vorgängerromane der Fall war. Dieser Roman ist losgelöst von einer Serien und kann separat gelesen werden.

Ein farbenprächtiges Spektakel ist es, welches gewaltig und episch geschrieben ist, so dass ich sagen kann, dass man es hier nicht nur mit einer spannenden historischen Unterhaltung zu tun hat, sondern auch mit anspruchsvoller Literatur, die leicht und locker flüssig zu lesen ist – ein perfekter Spagat, der Lust macht auf mehr – falls man die Autorin nicht kennt. Wenn man Fan von Charlotte Thomas ist, ist es eh klar, dass man das Buch liest, weil ihre Art zu schreiben süchtig macht.

Historische Romane liegen mir, weil sie unterhaltsam sind und rund um eine fiktive Geschichte Historie dargelegt wird, wie dies auch hier der Fall ist.

Die fiktive Geschichte entführt den Leser authentisch in den Orient – in eine ferne Zeit in einem fernen Land und lässt dies lebendig werden, lässt den Leser eintauchen und davontreiben. Die Geschichte ist neben aller Spannung – die die risikoreiche Handlung mit sich bringt – außerdem auch sehr lehrreich und informativ in Bezug auf die sachlichen Inhalte.

Charlotte Thomas bietet einfach immer wieder großartige Historienunterhaltung mit Hintergrund, die überhaupt nicht klischeebehaftet ist, sondern im Gegenteil glaubwürdig, sogar sinnlich und nicht kitschig und auf jeden Fall real. Das Ende ist dann natürlich wieder fulminant und grandios, wie nicht anders zu erwarten. Ich könnte mir gut vorstellen, das Buch als Verfilmung zu sehen.

Gerade das Abwechslungsreiche ist es, was für mich das Buch ausmacht, es ist eine Art Thriller mit Spionageelementen, es ist aber auch Liebesgeschichte und es ist natürlich Geschichtsepos und auch eine Art Beschreibung der Reise.

Absolut genial – LESEEMPFEHLUNG !!!
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5.0 von 5 Sternen Wunder-wunderschön!, 29. Juni 2014
Klappentext:
Anno Domini 1645. Die junge Katharina erhält eine folgenschwere Nachricht: Ihr seit Jahren verschollener Ehemann ist in Arabien gestorben. Dort hatte er Katharinas gesamtes Vermögen in den Weihrauchhandel gesteckt und wertvolle Vorräte hinterlassen. Als Katharina wegen aufflammender kriegerischer Konflikte das Land verlassen muss, beschließt sie kurzerhand, nach den Weihrauchvorräten zu suchen. In Begleitung des undurchsichtigen Händlers Massimo reist sie nach Arabien - und gerät in einen Sog verhängnisvoller Gefühle und Gefahren ... Sinnlich, exotisch und fesselnd - ein Historischer Roman über eine Reise in das alte Arabien

"Das ferne Land" war das allererste Buch überhaupt, das ich gelesene habe, mit Haupthandlungsort Arabien. Das hat mir wirklich super gefallen, denn ich liebe Arabien, Arabisch und alles was dazu gehört. Die Idee zur Geschichte fand ich wirklich super und die Umsetzung war perfekt, wie ich finde. Ich hatte so richtig viel Spaß beim Lesen, konnte in die arabische Welt eintauchen und habe Charaktere kennen und lieben gelernt, die ich wohl so schnell nicht wieder vergessen werde. Vor allem Katharina habe ich in mein Herz geschlossen und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, sie auf ihrer Reise zu begleiten und mit anzusehen, wie sie sich entwickelt, wie sie "erwachsener" wird und zum Schluss eine ganz wichtige Lektion lernt.
Auch die anderen Protagonisten fand ich sympathisch (zumindest die meisten) und gut gezeichnet. Ich konnte sie mir alle vorstellen, genauso wie die ganzen Umgebungen, in denen das Buch spielt. Für mich war es so, als würde ich zwar lesen, würde aber alles wie einen Film vor mir sehen. Sowas passiert mir nicht sehr oft, denn dafür muss sowohl der Schreibstil als auch die Geschichte perfekt sein, was hier der Fall ist. Ich kann von diesem Buch nur schwärmen!

Wer gerne historische Romane liest, die viel Liebe und Spannung beinhalten, sollte hier auf jeden Fall zuschlagen. "Das ferne Land" ist eines meiner Lieblings-Histo-Bücher geworden. Deshalb erhält es von mir auch 5 von 5 möglichen Sternen.
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5.0 von 5 Sternen Eine Reise nach Arabien, 20. Mai 2014
Anno Domini, 1645. Katharina lebt auf Candia (dem heutigen Kreta), als sie die Nachricht erhält, dass ihr Ehemann in Arabien verstorben sein soll. In seinem letzten Brief an sie berichtete er allerdings noch von einem gigantischen Weihrauchvorrat, den er erstehen konnte und mit dem er das große Geld machen wollte. Da er dieses Geschäft nur mithilfe von Katharinas Mitgift durchführen konnte, ist sie fest entschlossen, sich das Geld wiederzuholen. Ihre Trauer über den Verlust ihres Ehemannes hält sich in Grenzen, hat er sie doch schon vor Jahren allein zurückgelassen, erst in Venedig und später auf Candia, und sie nur aufgrund ihrer wohlhabenden Herkunft als einziger Tochter eines Kölner Kaufmannes geheiratet.

Candia wird von den Osmanen überfallen und Katharina sieht sich vorerst völlig mittellos. Durch Zufall gerät sie in Kontakt mit dem Schwager des Statthalters, der ihr das notwendige Reisegeld vorstreckt. Dafür soll sie sich in Arabien einen ganz bestimmten Führer nehmen, den Venezianer Massimo Bagliero. Mit diesem hat Faliero noch eine Rechnung offen und hofft, ihn durch Katharinas Beobachtungen vor Ort als Spion entlarven zu können.

Gemeinsam mit ihrer treuen Haushälterin Jokasta und ihrem Diener Pjotr macht sich Katharina also auf die Reise in das ihr völlig unbekannte Land und es gelingt ihr tatsächlich, mit Massimo gemeinsam auf die Suche nach ihrem Weihrauch zu gehen.
Doch ihr geheimer Auftrag bleibt nicht lange verborgen und zwischen Katharina und Massimo baut sich bald eine gewisse Anziehung auf, die jedoch immer wieder durch Intrigen, Geheimnisse und Missverständnisse durchkreuzt wird.

Neben den äußerst lebendig gezeichneten Figuren – egal ob nun die schwatzhafte Jokasta, der schweigsame, aber immer aufmerksame Pjotr, die große, sich ihrer Schönheit gar nicht bewusste Katharina, oder anderen – wird dieses Buch vor allem durch die wunderbaren Beschreibungen von Land und Leuten ein echtes Leseerlebnis. Egal ob Protagonisten gerade mit einer Karawane durch die Wüste reiten oder auf einem Schiff auf dem Nil unterwegs sind, man ist als Leser geradezu mit dabei. Auch Gebräuche und Sitten der unterschiedlichen Völker zur damaligen Zeit werden gut dargestellt.

Die Liebesgeschichte zwischen Massimo und Katharina passt sich gut und unterhaltsam in diesen aufregenden Reisebericht ein und so hat mir die Lektüre uneingeschränkt großen Spaß gemacht!
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5.0 von 5 Sternen Eine Reise durch den Orient des 17. Jahrhunderts, 18. Mai 2014
Von 
Ich habe bisher noch keinen historischen Roman der Autorin gelesen, was ich nach der Lektüre von "Das ferne Land" bitter bereue, denn dieser Roman, der den Leser ins ferne Arabien des 17. Jahrhunderts führt, weiß auf ganz besondere Weise zu verzaubern.

Die jugendliche Katherina erhält eine tragische Nachricht, denn ihr Ehemann Giacomo ist im fernen Arabien gestorben, hat zuvor jedoch ihr gesamtes Erbe in Weihrauch investiert. Völlig mittellos hadert die junge Frau mit ihrem Schicksal, nur um sich dann gemeinsam mit ihrem russischen Diener Pjotr und ihrer Haushälterin Jokasta auf das Abenteuer Orient einzulassen, denn sie will ihr Erbe zurückholen und sich den Weihrauch aneignen. Doch so eine Reise ist bereits für einen Handelsreisenden sehr gefährlich, wie sieht es da erst bei einer blutjungen Witwe aus?

Charlotte Thomas gelingt es vor allem die damalige Zeit und die Sitten und Gebräuche des fernen Landes aufleben zu lassen. Als Leser riecht man förmlich den Duft der Gewürze und spürt die Sonnenhitze auf seiner Haut.

Zudem besticht der Roman durch gut gezeichnete Charaktere, selbst die Nebenrollen sind Personen, deren Schicksal man gern verfolgt und in die man sich gut hineinversetzen kann.

Vor allem als Leserin bekommt man mit diesem Buch alles was man von einem historischen Roman erwartet: gut recherchiertes, geschichtliches Hintergrundwissen, Intrigen, Liebe, Freundschaft und tolle Landschaftsbeschreibungen, die einem das Träumen an ferne Orte leicht machen.

Mit Elan habe ich dieses tolle Buch gelesen und freue mich schon auf weitere historische Romane der Autorin.

Fazit: Fesselnde Lektüre, die aus dem Genre "historische Romane" mehr als nur hervorsticht. Lesenswert, ich empfehle das Buch sehr gern weiter!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine wunderbare Zeitreise in das alte Arabien des 17. Jahrhunderts., 15. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Das ferne Land: Historischer Roman (Kindle Edition)
Inhalt:
Die deutsche Kaufmannstochter Katharina hatte es nie leicht.
Im Vergleich zu anderen Frauen ihrer Zeit war sie sehr groß, an ihr war nichts Zierliches.
In den väterlichen Augen war sie sogar grobschlächtig und ungelenk.

Die Vernunftehe, die Katharinas Vater arrangierte, kam ohne die Zustimmung der jungen Frau zustande.
Diese Vorgehensweise war im 17. Jahrhundert leider üblich.

Als ihr Vater starb, musste sie ihrem Mann Giacomo Orsini folgen, wo auch immer er hin wollte.
Gut, dass sie treue Diener wie die wunderschöne Jocasta und den umsichtigen Pjotr hatte.
Die beiden folgten Katharina zuerst nach Venedig und später nach Candia, dem heutigen Kreta.
Der junge Ehemann ist meistens nicht da, doch das stört niemanden im Haushalt der Orsinis.

Als Candia im Jahre 1645 von den Osmanen überfallen wurde, verloren Katharina und ihre treuen Freunde erneut Heimat und Besitz.
Die junge Frau erfuhr, dass ihr Gatte in Arabien gestorben war.
Völlig mittellos musste sie einen Weg finden, um an ihr Erbe zu kommen.
Die junge Witwe entschloss sich, selbst nach Arabien zu reisen.

Ein von Hass zerfressener Mann, Domenico Faliero, bot der hilfebedürftigen Frau Geld für die Ausführung eines heiklen Auftrags an.
Sie sollte zunächst Massimo Bagliani, einen Kaufmann, der ebenfalls nach Arabien wollte, als ihren Reiseführer verpflichten.
Die blonde Katharina musste ihren ganzen Einfallsreichtum aufwenden, um den attraktiven jungen Mann zu überzeugen, in ihre Dienste zu treten.
Massimo, der längst dem Charme der energischen, knabenhaft schlanken Frau verfallen war, ließ sich jedoch lange bitten…

Kritik:
Dieser Roman ist eine Zeitreise in das alte Arabien des 17. Jahrhunderts.
Die Autorin hat die Historie in jeder von Katharinas Stationen sehr genau recherchiert und detailgetreu nachempfunden.
Es handelt sich hier nicht um eine oberflächliche Liebesgeschichte mit historischer Kulisse, sondern um einen Reisebericht mit romantischem Inhalt.
Charlotte Thomas beschreibt und erklärt wunderbar die Architektur, Landschaften, Tiere der Region sowie Sitten und Gebräuche der Menschen im alten Arabien.
Dabei erzählt sie so plastisch, dass man meint, dabei zu sein.
Fast konnte ich die mannigfaltigen Gerüche und Geräusche beim Lesen wahrnehmen, empfing die Musik in meinem Kopf, spürte das Klima und konnte mir die wunderschönen Farben vorstellen, die vor meinem geistigen Auge leuchteten.

Dieses Buch bietet keine überzogenen Actionszenen, die einen nicht zu Atem kommen lassen, sondern es ist lehrreich und entspannend.
Ich möchte es fast als Geschichtsbuch bezeichnen, denn hier werden unterhaltsam fremde Begriffe gebraucht und erklärt.
Die Autorin spricht jedoch auch die Seele des Lesers an, indem Themen wie die wahre Liebe und echte Freundschaft im Mittelpunkt der Handlung stehen.
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