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113 von 146 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man muss es auch verstehen wollen
Wer bei Ender's Game auf effektlastige Baller-Action hofft, der kommt nur phasenweise auf seine Kosten.
Dieser Film transportiert eine Botschaft und die steht stark im Vordergrund.
Man kann durchaus eine Analogie zur Unterhaltungselektronik und insbesondere zur geistigen Verrohung durch Videospiele erkennen, aber da ich selber gerne mal zocke will ich soweit gar...
Vor 8 Monaten von coffey72 veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen Nicht schlecht, aber einige Teile langweilig
Der Film macht im ersten Moment einen guten Eindruck, super Besetzung mit Harrison Ford oder Ben Kingsley, aber nach einem interessanten Beginn verblasst der mittlere Teil und erst das Ende bringt den dramatischen Kick.
Vor 2 Monaten von Karlchen veröffentlicht


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113 von 146 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man muss es auch verstehen wollen, 14. November 2013
Von 
Wer bei Ender's Game auf effektlastige Baller-Action hofft, der kommt nur phasenweise auf seine Kosten.
Dieser Film transportiert eine Botschaft und die steht stark im Vordergrund.
Man kann durchaus eine Analogie zur Unterhaltungselektronik und insbesondere zur geistigen Verrohung durch Videospiele erkennen, aber da ich selber gerne mal zocke will ich soweit gar nicht gehen.
Es geht um die Entscheidung, sich seine Moral zu bewahren, auch wenn das Leben es einem schwer macht und darum, ein soziales Wesen zu bleiben, egal wie sehr man damit aneckt.

Ender's Game wartet mit einer nicht sehr komplizierten, aber auch nicht allzu herkömmlichen Story auf.
Da der Hauptcharakter neben seiner militarisierten Ausbildung auch einen menschlichen Prozess durchläuft gibt es nicht nur Action, es werden auch Gespräche geführt und ruhige Momente durchlebt.
Der Zuschauer sollte sich also auch auf die Story einlassen wollen.
Wer hinterher meckert, dass er nicht genug UFOs gesehen hat, der hat den Film nicht verstanden.

Das was an Special Effekts gezeigt wird steigert sich im Laufe der Handlung bis hin zu einer bombastischen Raumschlacht incl. plantarem Overkill. Ich war zumindest im Kino ehrlich beeindruckt, auf dem Heim-TV ist das ja wieder was anderes.

Unterm Strich ein Film der sich inhaltlich mehr an Jugendliche richtet. Mir hats trotzdem gefallen und mein Sohn war ebenso begeistert wie nachdenklich nach dem Kinobesuch.
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21 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ender's Game - die Verfilmung eines Sci-Fi Klassikers, 9. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe dieses Buch vor Urzeiten verschlungen und nie geglaubt, daß es tatsächlich irgendwann einmal verfilmt werden könnte.

Ich war neugierig, ob der Film die Emotionen und den Zwiespalt von Ender vermitteln kann.

Und ja, der Film schafft das Unmögliche, das Unmenschliche des Krieges mit der Menschlickeit zu verbinden.

Orson Scott Card hat seinerzeit ein Meisterwerk voller Tiefgang geschaffen und dieser Film vermittelt exakt dieses Gefühl.
Selbstverständlich kann kein Film den Tiefgang des Buches vermitteln, dazu müsste der Film mehrere Stunden dauern.
Aber meine Erwartungen in den Film und dem eigentlichen Sinn des Buches wurde voll und ganz erfüllt.

Und zuletzt wurde die Brücke zum Buch Xenozid gebaut und ich hoffe, daß auch dieses Buch verfilmt wird.
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26 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Guter Film! Sehr nah an der Buchvorlage!, 22. März 2014
Als ich den ersten Trailer von Ender's Game gesehen habe, wurde mein Interesse sofort geweckt. Ich kaufte mir das Buch und habe es auch durchgelesen bevor ich den Film angeguckt habe.

Die schlechten Kritiken hier zu lesen macht mich ein wenig traurig. Vorallem diejenigen, die das Buch gelesen haben sollten vor Freude aufschreien, dass die Verfilmung so nah am Buch liegt! Dass nicht jeder Aspekt des Buches in einen Film passt, sollte mittlerweile jedem klar sein. Darüber zu meckern, dass die ganze Handlung mit Valentine und Peter auf der Erde rausgelassen wurde halte ich für kindisch. Für die Haupthandlung ist dieser Teil auch alles andere als Notwendig!

Diejenigen, denen die ganze Action zu wenig war wurden leider mal wieder durch die Trailer auf eine falsche Fährte gelockt. Trailer heutzutage machen die Filme eigentlich nur kaputt, da sie entweder zu viel verraten oder nur Szenen verwenden, die den Film in ein ganz anderes Licht stellen.
Nur einen Stern zu vergeben, weil man sich von den Trailern aufs Glatteis führen lassen hat, zeugt doch mehr von mangelndem Grips als von der Qualität des Films!

FAZIT: Eine sehr gute Umsetzung vom Buch mit einer packenden Schlacht am Ende und einer Nachricht zum Nachdenken.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter Film mit einer Botschaft, 30. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Außerhalb der gut gewählten Schauspieler und der sehr guten Effekte, zeigt Ender's Game die gefährlichen Gedanken und Folgen eines "Präventivkrieges" auf. Ein weiterer Aspekt der Geschichte ist die Ausübung von Macht und dessen Missbrauch gegenüber Kindern. Eine verdrehte Macht der Ideale, welche sich häufig Eltern zu eigen machen.
Viele Kritiker meinen, dass Enders Game eher ein Kinder- oder Teenager Film ist. Das sehe ich absolut anders. Sicherlich sind die Kinder die Hauptdarsteller und auch der anfängliche Aufbau von Freundschaft und Erfolg erinnert ein wenig an Harry Potter. Trotzdem ist der Hintergrund der Geschichte eine andere und schlussendlich verändert sich die Story auch in einen sehr ernsten Film. Ich hoffe, es gibt eine Fortsetzung!
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5.0 von 5 Sternen Perfekt mit Botschaft, 25. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
cooler Film, tolle Effekte, prima Umsetzung der Romanvorlage und der Enthaltenen Botschaft.

Interessant auch zu sehen, wie die Verteilung der Rezensionen bis heute ist.
Viele erwarten reine Action, und bewerten schlecht, weil es diesen Anspruch nicht erfüllt.
Schaut man sich dann andere Bewertungen dieser Rezensenten an, erkennt man warum.

Dieser Film transportiert in der Tat eine Botschaft und erfordert in der Tat Mitdenken, was aber sehr häufig nicht den Ansprüchen vieler gerecht wird, die bei Science Fiction nur Star Wars oder Star Trek erwarten.

Bei Gravity ist ähnliches passiert, Oblivion ist knapp an einem Verriß vorbei gekommen, und beide Filme transportieren ebenfalls eine Botschaft, die viele nicht sehen oder sehen wollen und einen anderen Film erwarten.

Warum gehen die Leute dann heute in solche Filme und sehen Sie sich an? Es gibt ja sogar mittlerweile Gestalten bei Amazon, die bewerten einen Film danach, wie die Rezensionen sind, ohne aber je den Film gesehen zu haben.....das sagt alles. Schade.
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3.0 von 5 Sternen Der Film als solches ist nicht schlecht gemacht... ABER..., 28. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Film als solches wartet mit starken Effekten und gut gemachten Weltraum-Szenen auf und hat daher eigentlich schon mehr Sterne verdient als ich gegeben habe. Kennt man aber das Buch (gleich oder als dicken Schinken in der Hand, elektronische Variante oder einfach nur als Hörspiel zum zuhören, fällt einem doch auf, dass viele Details und Feinheiten in dem Film - die ihm so manche Ecke die er hat runder machen würde - einfach weggelassen wurden.

Es wird weder richtig erklärt, warum Ender als "drittes Kind" eigentlich eine Ausnahme darstellt, noch warum es so manche Rivalitäten gibt. Ganz zu schweigen, dass viele Szenen einfach fehlen.

Wer also rein auf gute Weltraum-Ballerei-Simulationen aus ist und sie sich gerne anschaut, der sollte sich den Film reinziehen. Wer eine in sich schlüssige Story mit allem drum und dran bevorzugt, der sollte eher das Hörbuch oder die eBook/ Buch-Variante wählen und hat wesentlich mehr davon.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erwartungen fast erfüllt, 2. April 2014
Von 
Xenobiologe (London, Großbritannien) - Alle meine Rezensionen ansehen
Ich bin mit sehr hohen Erwartungen ins Kino gegangen und ich wurde nicht enttäuscht. Der Regisseur hat das Buch, wie ich finde, sehr gut umgesetzt. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass leider der Handlungsstrang um Valentine und Peter fast vollständig ausgelassen wurde. Ich denke er hätte den Film ein wenig aufgelockert und ihn interessanter gemacht, da die Trainingsszenen für gewisse Personen doch ein gewisses "Langeweilerisiko" darstellen. Trotzdem ist "Ender's Game" ein sehr guter Film mit Top-Schauspielern, grandioser Filmtechnik und einer fabelhaften Geschichte. Einen Stern Abzug gibt es aber, wegen des ausgelassenen Handlungsstrangs.
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18 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verdammt nah an der Buchvorlage., 9. März 2014
Natürlich ist es nicht ganz gelungen einen Roman der über 400 Seiten stark ist in einen Film von 114 min.zu packen..Aber alles wesentliche ist vorhanden.
Wer SF-Filme mag sollte allen Unkenrufen zum trotz ruhig diesem Film eine Chance geben.
Es stimmt der Massengeschmack,der Mainstream haben Enders Game mit Verachtung gestraft.Kriegsverherlichend ?Da müsste das ganze "Action-Genre" verboten werden.Wenn ich da z.b. an die ganzen "Weises Haus" Streifen der letzten Zeit denke voll von Propaganda und triefend von fahnenhörigen Patriotismus.
Aber dafür gibt es wohl auch ein Publikum.Für mich ist E-G einer der besten SF-Roman Verfilmungen der letzten Jahre.
Sehr gut auch die Umsetzung auf BD Bild und Tonqualität haben die vollen fünf Sterne verdient.
Übliche Extras nichts besonderes.
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20 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Besser als die Kritiken hier., 7. März 2014
Mir hat der Film gefallen.

Ich kenne weder die Buchvorlage noch den Grund, wieso der Film hier so schlecht geredet wird.
Science Fiction ist ein Genre, das ich seit meiner Kindheit liebe und schaue.
Dieser Film bringt ein bisschen frischen Wind hinein in der mal nicht der stahlende Superheld mit 6Pack im Mittelpunkt steht, auch wenn es sich trotzdem um eine klassische Underdog-Story handelt.

Die Schauspieler leisten allesamt eine gute Leistung und die Effekte sind gelungen!
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nobel gestylter Grundkurs in Militärpsychologie, 21. April 2014
Seit die Erde von außerirdischen Formics angegriffen wurde, bildet das Militär Kinder zu Elitesoldaten aus. An Computerspielen werden die Jungen in strategischer Kriegführung trainiert. Andrew Wiggin, genannt Ender, fällt den Ausbildern als besonders talentiert auf. Seine letzte Prüfung ist gemein, doch er besteht sie. Ender kommt in die Kadettenschule der internationalen Weltraumflotte. Damit hat er es weiter geschafft als seine zwei älteren Geschwister, die aus unterschiedlichen Gründen schon früh aus dem Programm ausgeschieden waren.
In der Kampfschule wird Ender von allen Seiten schikaniert. Genau das gehört zur psychologischen Ausbildung. Er soll lernen, sich mit kreativen Lösungen gegen Widrigkeiten durchzusetzen und persönlichen Frust seinem Kampfziel unterzuordnen. Wichtigste Lektion ist für Ender die Erkenntnis: "Follow the rules, you lose, choose violence, you win.”
Colonel Hyrum Graff ist sich sicher, in dem hochintelligenten, eigensinnigen Jungen den Auserwählten gefunden zu haben, der als Nachfolger des legendären Volkshelden Commander Mazer Rackham die entscheidende Schlacht im Krieg gegen die Außerirdischen leiten wird. Enders Aufstieg ist unaufhaltsam. Sie wollen einen Anführer aus ihm machen. In der Tat erweist er sich bei den Kampfspielen in der Trainingsarena als cleverer Militärstratege. Ender bekommt das Kommando über eine eigene Kampftruppe. Auf einem Stützpunkt nahe des Heimatplaneten der Formics soll er in Übungssimulationen seine Fähigkeiten unter Beweis stellen, bevor er im echten Krieg zum Einsatz kommt. "Was passiert, wenn es kein Spiel mehr ist?" fragt sich der Junge...

Eher als er denkt, bekommt Ender die Antwort. In der ferngesteuerten High Tech Kriegsführung verschwindet die Grenze zwischen Simulation und Realität. Der Offizier kann in seinem virtuellen Gefechtsstand nicht mehr erkennen, ob er sich in einem Trainingsprogramm befindet oder schon in der echten Schlacht gegen den Feind. Ender ist erschüttert, als er die Wahrheit erfährt. Nicht sein tödlicher Kampfauftrag belastet seine Seele, sondern das, was danach in seinem menschlichen Gewissen vorgeht. Ender verliert nicht sein Leben, sondern seine Unschuld.
Die Formics sind eine empathische Spezies, die in riesigen Schwärmen arbeitsteilig um zentrale Leiteinheiten organisiert sind, ähnlich wie Insektenstaaten. Ender ist in der Lage, sich in die Denkweise der Formics hineinzuversetzen. Er erkennt, analysiert und versteht die Gedankengänge des Feindes und kann ihm auf diese Weise einen entscheidenden Schritt voraus sein. Ender sucht die Begegnung mit der fremden Lebensform. Er glaubt an die Möglichkeit, mit ihnen kommunizieren zu können. Doch die Katastrophe geschieht bevor er den Kontakt herstellen kann. Die Ereignisse überholen ihn dramatisch, und für den Jungen ändert sich alles, nachdem er seine Mission erfüllt hat.

Vorlage für einen der gehaltvollsten Science Fiction Filme der letzten Jahre ist ein 1985 erschienener Roman. Einige der Technologien, die sich der Autor damals ausdachte, sind heute schon Wirklichkeit geworden. Die technische Seite ist allerdings nicht der Hauptgegenstand. In "Ender's Game" werden die Grundlagen der Militärpsychologie veranschaulicht. Schon vor der breiten Verwendung von Computern hatte der Buchautor die Auswirkungen von Videospielen auf die Entwicklung sensorischer und kognitiver Fähigkeiten bei Kindern vorweg genommen. Der intensive Konsum von Kriegsspielen am Monitor prädestiniert die Kinder für eine militärische Laufbahn. Man setzt Kindersoldaten als Gefechtskommandeure ein, weil deren junge Gehirne schneller und flexibler arbeiten. Das ist ein gutes Argument. "Wenn der Krieg vorbei ist, können wir uns den Luxus leisten, über Fragen der Moral zu diskutieren", setzt Colonel Graff den Einwänden der das Trainingsprogramm begleitenden Psychologin Major Anderson entgegen.
Zur Ausbildung von Führungskräften gehört überdies eine besondere Konditionierung auf die vielschichtige Verarbeitung und Umsetzung multipler Aufgabenstellungen. Schüler Ender muß unwissentlich verschiedene, von Colonel Graff exakt arrangierte Schwierigkeiten im Umgang mit seinen Kameraden lösen, bis er sich eine Position erarbeitet hat, in der ihm von der Truppe Respekt entgegengebracht wird. Die Schwerelosigkeit in der Kampfarena öffnet eine neue Wahrnehmung der räumlichen Dimension. Es gibt kein Oben und Unten. Die Herausforderung durch eine veränderte Perspektive formt schnell Enders erweitertes strategisches Denken. Aufwendig produzierte Szenen wie die Kampfaktionen im schwerelosen Raum stehen wie vieles in dem Film metaphorisch für die Ausprägung komplexer Strukturen im Gehirn.
Ender muß sich mit drastischen Mitteln der Gewalt gegen tätliche Übergriffe ranghöherer Soldaten zur Wehr setzen. Es ist unausweichlich, einen Gegner nachhaltig auszuschalten. Das fordert manchmal Opfer. Zugleich zeigt Ender als angehender Commander ein sicheres Gespür dafür, wie er unterschiedliche Charaktere innerhalb des Teams zu einer kooperierenden Einheit verbinden kann. Er weiß, daß er für erfolgreiche militärische Operationen absolutes Vertrauen unter seinen Offizieren benötigt. Das sind elementare Prinzipien für qualifizierte Führungskräfte, nicht nur beim Militär.
Enders Persönlichkeit bringt drei genetische Eigenschaften mit. In seinem tiefen Inneren ist er ein stiller, zurückhaltender Junge. Von seiner Schwester Valentine hat er die emotionale Seite des Mitgefühls, von seinem Bruder Peter hat er die affektierte Aggression. Nun muß er aus sich herauskommen und die beiden gegensätzlichen geschwisterlichen Charakterzüge in sich zu einer Balance bringen. Schließlich braucht er alles, was in ihm steckt, und gerade weil er diese Ressourcen besitzt, ist Ender der perfekte Kandidat für einen neuen Mazer Rackham, welcher der Menschheit zum Sieg über die Formics verhelfen soll.

Zunächst zog man die Handlung abweichend vom Buch auf einen relativ kurzen Zeitabschnitt aus dem finalen Teil der Geschichte zusammen und verzichtete damit darauf, mit mehreren Jungdarstellern Enders ganzen Werdegang vom Kind zum Teenager zu zeigen. Überragende geistige und körperliche Fähigkeiten in einem äußerst sensiblen und zerbrechlichen Jungen zu finden, das stellte den Regisseur bei der Besetzung der Rolle vor eine schwierige Aufgabe, die nur eine Wahl zuließ:
Asa Butterfield am Zenit seiner Jugend geht kongenial in der Figur Ender Wiggin auf. Asa stand während der Dreharbeiten im Alter von 15 Jahren selbst am Übergang zum Erwachsenwerden, konnte somit Enders schnelle und auch von vielen Zweifeln begleitete Verwandlung authentisch darstellen. Der begnadete Brite zählt dieser Tage zu den brillantesten Jungschauspielern weltweit. An der Seite der hochdekorierten Meister Harrison Ford und Ben Kingsley eilt Asa Butterfield seinem Auftrag spektakulär davon. Der Junge durchbricht die Stereotype von der Bipolarität aus Gut und Böse. "Ender's Game" führt seinen Protagonisten in eine Gedankenwelt von tieferem Verständnis für den vermeintlichen Feind.
Es gibt eine Menge Details in der aufwendig gestalteten Produktion zu entdecken. Als Beispiel sei erwähnt, wie sich die Architektur von Enders verschiedenen Quartieren verändert, je höher er in der militärischen Kommandostruktur aufsteigt und je näher er seinem Einsatzziel kommt. Die beeindruckende Optik erstreckt sich über die furiose Raumstation, die infernalische Weltraumschlacht, die Kreation der außerirdischen Formics und das Interieur der Kampfschule. Für Science Fiction Fans ist der sorgsam ausgestattete Film mit konstruktiv eingesetzten Effekten, magischem Hauptdarsteller und intelligenter Handlung ein echter Leckerbissen.

Blu-ray mit Wendecover
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Ender's Game  - Das große Spiel
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