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33 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unaufgeregte, kluge Analyse der historischen Wurzeln der Eurokrise
Im Gegensatz zur reißerischen Empörungsliteratur, die momentan Hochkonjunktur hat, ist dieses Buch wohltuend besonnen und ein leserisches Vergnügen.
Zunächst etwas skeptisch aufgrund der Covergestaltung, entschied ich mich dann doch vor allem des Vorwortes von Udo Di Fabio wegen für einen Kauf. Ich habe es nicht bereut:

Der Autor...
Vor 6 Monaten von R. Ritter veröffentlicht

versus
3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Richtige Kernthese, aber fragliche geschichtliche Nebenaussagen.
Einige geschichtliche Aussagen zum dritten Reich und zur deutschen Kriegsschuld entsprechen der allgemeinen Meinungsmache, wie sie die ehemaligen Alliierten seit Kriegsende betreiben und lenken; das hätte ich von einem Geschichtsprofessor so nicht erwartet. Die allgemeine Aussage zu Europa und zum Euro mit seiner Sprengkraft trifft aber zu.
Vor 4 Monaten von Walter Köhler veröffentlicht


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33 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unaufgeregte, kluge Analyse der historischen Wurzeln der Eurokrise, 3. Oktober 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Im Gegensatz zur reißerischen Empörungsliteratur, die momentan Hochkonjunktur hat, ist dieses Buch wohltuend besonnen und ein leserisches Vergnügen.
Zunächst etwas skeptisch aufgrund der Covergestaltung, entschied ich mich dann doch vor allem des Vorwortes von Udo Di Fabio wegen für einen Kauf. Ich habe es nicht bereut:

Der Autor ist Historiker und legt den Schwerpunkt des Buches nicht wie die sonstige "Krisenliteratur" auf die ökonomischen Konstruktionsfehler des Euro, sondern auf die historischen Wurzeln, die zur Währungsunion führten. Dadurch gelingt es ihm, das ganze Schlamassel der Euro-Krise und der bisherigen Rettungsversuche aus einer anderen, aufschlussreicheren Perspektive zu erklären.
Wer versteht, wie unterschiedlich die Absichten der beteiligten europäischen Länder bezüglich der Schaffung einer Währungsunion waren, der versteht auch den verhängnisvollen Zielkonflikt, der uns heute in der Krise zu schaffen macht. Jedes Land benutzt die gemeinsame Währung als Mittel zur Durchsetzung der jeweils eigenen Ziele. Das war damals schon so, als der Euro nur eine Idee war, die sich vielleicht irgendwann einmal realisiert, und das ist heute noch so, in einer Zeit der Rettungsschirme und der Schuldenschieberei.
Die Völker Europas haben alle ihre eigene Mentalität und deshalb höchst unterschiedliche Perspektiven auf die Welt und deren Probleme. In Italien bevorzugt man andere Lösungswege als in Finnland. Solange jeder für sich wirtschaftet, ist das kein Problem, doch durch den Euro sind nun alle gezwungen, den selben Weg zu gehen. Als Folge dessen hat jeder das Gefühl, in eine falsche Richtung gedrängt zu werden.
Statt als Motor eines schnelleren Zusammenwachsens zu wirken, entpuppt sich der Euro als Spalter und Keimzelle für innereuropäischen Streit. Die Lösung sieht der Autor nicht in einem reflexartigen "mehr Europa", sondern in einer stärkeren Berücksichtigung dessen, was unseren Kontinent eigentlich ausmacht: Vielfalt und Demokratie!

Gerade als Historiker kann er die Lehren aus der Geschichte in die Analyse miteinbeziehen. Durch sein Buch erfuhr ich von einigen hochinteressanten geschichtlichen Parallelen zur heutigen Zeit, aber auch von den verschiedenartigen Gründen, aus denen die einzelnen Nationen das Wagnis der europäischen Integration eingingen.

Fazit: Ein sehr empfehlenswertes Buch für jeden, dem Europa nicht egal ist!
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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Politische Visionen und ihre Folgen, 3. Oktober 2013
Von 
Rhyskant (Bochum) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Udo Di Fabio, von 1999 bis Dezember 2011 Richter des Bundesverfassungsgerichts, bereitet den Leser in seinem gelungenen Vorwort auf eine nüchterne Betrachtung der anzusprechenden Themen vor. Prof. Dr. Geppert ist Historiker und lehrt an der Universität Bonn. Die beiden Vorgenannten stehen wohl eher für Sachlichkeit und den Versuch objektiver Betrachtung denn für unfundierte Polemik; beide erfüllen die an sie gestellten Erwartungen.

Provokant ist alleine der Titel, der Untertitel ist, was niemand, der insbesondere die letzten drei Jahre um das Thema Gemeinschaftswährung aufmerksam verfolgte, als Faktum ernsthaft in Abrede stellen kann.

Der Autor liefert historische Abrisse zu Europa und zerfallenen Währungsverbünden, betrachtet hier insbesondere auch die gescheiterte Lateinische Münzunion, in der sich auch ein heutiger Krisenprotagonist durch doch eher nicht währungskonformes Verhalten auszeichnete; Griechenland.

Er moniert zu Recht, dass die Träume so mancher Europapolitiker, insbesondere anzusprechen ist hier Helmut Kohl, weil historische Realitäten und wahrscheinliche zukünftige Entwicklungen ausblendend, in ihrer Umsetzung fatale Wirkungen entfalteten. Dazu zählt nach Ansicht des Autors auch die mit der Aufgabe der damaligen deutschen Währung einhergehende Abkehr von der Krönungstheorie zur Grundsteintheorie (oder Motortheorie). Dass die Franzosen nie ernsthaft vor hatten, Maastricht auch leben zu wollen, mag dem Kapitel 8. Frankreichs vergeblicher Führungsanspruch entnommen werden, insbesondere einem von John Major bereits 1991 bemühten Eisenhower-Zitat, nach dem es französische Unterhändler vorzögen, erst zu unterschreiben und dann zu diskutieren (siehe Seite 148/149). Als Beleg für den Mangel der Ernsthaftigkeit der französischen Absichten mag auch der am 18.09.1992 im Figaro erschienene Artikel, Maastricht sei Versailles ohne Krieg, dienen.

Maastricht, so mag man den Autor verstehen, litt mindestens unter vier Fehlannahmen:

1.) Die Verträge würden eingehalten.
2.) Die nach dem Vorbild der Bundesbank aufzubauende EZB bleibe unpolitisch.
3.) Die gemeinsame Währung werde nationalistische Tendenzen in den Mitgliedstaaten beseitigen bzw. überwinden und den Euroraum insgesamt zu einer starken Wirtschaftszone wachsen lassen.
4.) Die Übertragung nationaler Souveränitäten auf die EU trüge zur Harmonisierung und zur Schaffung der Vereinigten Staaten von Europa bei.

Die von zahlreichen, vom Autor auch dargelegten und belegten Rechtsbrüchen geschaffene Realität ist eine Andere; die Verträge werden nicht eingehalten, die mittlerweile mediterran gewordene EZB betreibt monetäre Staatsfinanzierung, die EU ist - gewollt gespalten - in Währungsmitgliedern und Nichtmitgliedern, innerhalb der Eurozone ungewollt zwischen starken Nord - und fallierenden Südstaaten. Gerade in der Eurozone sei nach Ansicht des Autors die Wiederkehr nationalistischer Egoismen zu erkennen, ein imperialer Machtanspruch Europäischer Institutionen – außer von bundesdeutschen Euromantikern- eigentlich nicht gewollt, wofür der Autor exemplarisch England und Frankreich anführt.

Das Europa, was in den Köpfen mancher Politiker als Ideal geistert, gibt es nicht und wird es auch nicht geben, weil gerade die Nationalstaaten gar nicht überwunden werden wollen.Der Euro als Spaltpilz, der die hässliche Fratze Deutscher Vormachtstellung wieder hat aufkommen lassen, trug seinen Teil auch dazu bei.

Das Buch ist jedem zur Lektüre anzuempfehlen, der sich mit der Geschichte der Währungsunion und ihren Folgen mittels einer unaufgeregten und sachlichen Darstellung ernsthaft beschäftigen will.
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31 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stehen wir vor einem neuen 1914 ?, 29. September 2013
Von 
Falk Müller - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Der Autor betrachtet die derzeitige Krise Europa vor allem aus dem historischen Blickwinkel und zeigt z.B., dass die derzeitige Situation fatale Ähnlichkeiten mit der des Jahres 1914 hat, als Europa am Beginn eines Weltkrieges stand. Damals wie heute gewinnt der Nationalismus an Einfluß, wächst das Misstrauen zwischen den europäischen Völker, wird Deutschland immer mehr als Bedrohung empfunden - ehemals wegen seiner militärischen, heute wegen seiner wirtschaftlichen Macht.

Geppert zeigt aber noch weitere Parallelen auf: Wie damals ist auch die aktuelle Krise an der südöstlichen Peripherie Europas ausgebrochen und droht von dort den ganzen Kontinent zu erfassen. Heute wie damals spielen die Entscheidungsträger mit hohem Risiko. Vor 1914 gelang es mehrfach, europäische Krisen zu entschärfen und den großen Krieg zu vermeiden. Genauso, wie es derzeit die europäischen Regierungen bislang stets gerade noch geschafft haben, mit immer neuen, teureren Rettungspaketen die steigende Zahl der Krisenstaaten vor der Insolvenz und den Euro vor dem Zusammenbruch zu bewahren.

Doch was ist der Preis, der dafür gezahlt werden muss? Zunächst mal ein vages Gefühl, dass es wie bisher nicht mehr lange weitergehen kann, weil die Krisensymptome immer heftiger und in immer kürzeren Abständen ausbrechen. Die politische Elite fühlt sich in ihren Entscheidungen zunehmend gehetzt, Verträge werden bedenkenlos gebrochen, es regiert die machtpolitische Logik des Ausnahmezustandes. Hierzu aus dem Buch ein vielsagendes Zitat der IWF-Chefin Lagard vom 18.12.2010: "Wir verletzten alle Rechtsvorschriften, weil wir einig auftreten und wirklich den Euro retten wollten" Das Zitat muss nicht mehr kommentiert werden...

Wird diese Maxime "Not kennt kein Gebot" ähnlich fatale Folgen haben wie damals 1914? Es ist noch nicht zu spät, meint der Autor, die Eskalation der Krise kann noch abgewendet werden. Aber dazu muss sich Europa schnellstens in einen Kontinent wandeln, in dem nationale Besonderheiten beachtet und nicht eingeebnet werden, Verträge eingehalten werden und somit das Vertrauen der Bürger in politische Institutionen zurückgewonnen wird.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Scharfsinnige historische Analyse in brillianter Darstellung, 9. Dezember 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Im angenehmen Kontrast zu den zahllosen Alarmismus-Veröffentlichungen zur Euro-Krise analysiert Geppert sachlich und kompetent die Lage in Euroland. Während viele Bücher zur Eurokrise schon im Titel ihr Empörungspotential erkennen lassen (wahlweise: Wie wir unsere Zukunft verspielen und uns selbst abschaffen ... Wie Deutschland mit dem Euro vor die Hunde geht ... oder zahllose ähnlich aufgeregte Untergangsszenarien), beschreibt der Historiker Geppert wohltuend nüchtern und fundiert die augenblickliche Lage und ordnet sie in geschichtliche Zusammenhänge ein. Dabei ist besonders erhellend, wie die Interessen der beteiligten Länder von Anfang an bei den Vereinigungsbestrebungen nach 1945 weit auseinander lagen, was sich bis heute fortsetzt und zu den bekannten Problemen geführt hat.
Geppert weist auf eine Reihe von Parallelen und vergleichbaren Vorgängen in der europäischen und deutschen Geschichte hin, die einem angesichts der augenblicklichen Situation schon fast gespenstisch bekannt vorkommen und die nicht viel Gutes für die Lösung der aktuellen Krise erwarten lassen.
Gepperts These: Europa ist ein Kontinent der Vielfalt mit den unterschiedlichsten Traditionen, Mentalitäten, Konventionen, Kulturen, Lebensweisen und Lebensanschauungen - und das ist gut so, solange es demokratisch und rechtstaatlich geprägt ist. Der Versuch, es über gemeinsame Wirtschafts-und Währungspolitik zu vereinheitlichen, wird nicht gelingen ohne heftige Verwerfungen und Konflikte, deren Anfänge wir gerade erleben.
Geppert hat ein sehr aufschlussreiches Buch geschrieben, welches ein wenig Ordnung in die augenblicklich recht aufgeregte Debatte bringt. Dass es dazuhin auch noch flüssig und verständlich verfasst ist ohne dabei den Anspruch der Wissenschaftlichkeit aufzugeben, verleiht ihm zusätzliche Qualitäten.
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23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die EU und der Euroi - ein unverzeihlicher Fehler, auch aus Sicht der Historiker, 26. September 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Nicht nur die Ökonomen, auch Historiker warnten und warnen vor dieser Haftungs-EU, die nicht nur die Völker entzweit wie seit dem Krieg nicht mehr, sondern Deutschland auch in den wirtschafltichen Abgrund führen wird und die Deutschen neuer Generationen wieder mit Nazi-Parolen und -Vorwürfen konfrontiert, auch wenn die Politiker das dümmlich, verbohrt, überheblich und verlogen ignorieren und abstreiten. Die Wahrheit wird bald ans Licht kommen, denn die Schonzeit vor der Wahl ist vorbei, und nun werden alle Illusionen bald zerstört werden. Dieses Buch informiert sehr überzeugend über weitere Hintegründe, Argumente und Fakten, die - auch aus historischer Sicht - alle dagegen sprechen, daß die EU und der Euro irgendetwas Positives bewirkt hätten oder noch bewirken werden. Die Deutschen solten endlich aufwachen und sich wehren!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen U.Geppert liebt das existierende Europa mehr als viele, die sich ein anderes Europa stricken wollen., 26. November 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Geppert weist als Historiker nach, dass alle Versuche in der Vergangenheit gescheitert sind, bei denen versucht wurde Völker mit unterschiedlichen Traditionen durch eine gemeinsame Währung zu einen.
Der Euro ist für die mediterranen Völker eine Zwangsjacke.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gutes Buch von Dominik Geppert, 26. Januar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ein Europa, das es nicht gibt: Die fatale Sprengkraft des Euro Mit einem Vorwort von Udo Di Fabio (Kindle Edition)
Ein unglaublich gutes Buch, das ich in einem Zug ausgelesen habe. Sehr gute Darstellung der Fakten, sehr gut die politischen Überlegungen, die von den ökonomischen Darstellungen begleitet und unterstrichen, aber nie dominiert werden.
Gleichzeitig ist die Sprache sehr prägnant, also treffend formuliert, anschaulich, ohne je ins Schwafeln abzugleiten.

Sehr empfehlenswert!!!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfektes Buch, 3. Januar 2014
Fundiertes Wissen, Historiker und perfekte Zusammenhänge in einem Buch!
Das Buch ist sehr interessant und es werden gute Zusammenhänge von früher zu heute verdeutlicht!
Das Buch ist richtig gut zu lesen!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Angenehm nüchtern...., 7. Dezember 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
... ist diese Eurokritik. Hier werden insbesondere die historischen Zusammenhänge dargelegt. Wer sich jenseits der "alternativlosen" Darstellung in den Medien ein Bild über dieses für alle Europäer schicksalhafte Projekt machen möchte, sei dieses Buch nur wärmstens empfohlen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klar und deutlich, 26. November 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Wer wissen will, um was es eigentlich in dieser Europa-Diskussion geht, der muß dieses Buch lesen! Der Verfasser macht klar, was Europa sein kann und soll, aber auch was es weder sein kann noch soll.
Rainer Thesen
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