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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Pop-Porn auf solider Vinylausgabe
--- Inhalt ---

Lady Gagas drittes volles Studioalbum (die EP THE FAME MONSTER einmal ausgeklammert) mit dem Titel ARTPOP ist das wahrscheinlich interessante der exzentrischen Künstlerin. Es klingt nämlich nach etwas Eigenständigem und nicht nach etwas, das sie aus der Plattensammlung ihrer Eltern zweckentfremdet hat. Dass sie sich in der...
Vor 4 Monaten von D. Model veröffentlicht

versus
24 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Das ist alles sehr, sehr unsexy und albern.
Ich habe mich sehr über dieses Album gefreut, und meine Erwartungen wurden in jeder Hinsicht zerstört.
Der Name "Artpop" hatte so vieles versprochen, aber hey, es ist nur eine B-Seiten Ansammlung, die "Born this Way“ gut zu Gesicht gestanden hätte. Als eigenständiges Album funktioniert es nicht.
Das Cover ist ekelhaft, und soll wohl...
Vor 6 Monaten von SvenFun veröffentlicht


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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Pop-Porn auf solider Vinylausgabe, 22. Februar 2014
Von 
D. Model "ILuvNY05" (Berlin, Berlin Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Artpop [Vinyl LP] (Vinyl)
--- Inhalt ---

Lady Gagas drittes volles Studioalbum (die EP THE FAME MONSTER einmal ausgeklammert) mit dem Titel ARTPOP ist das wahrscheinlich interessante der exzentrischen Künstlerin. Es klingt nämlich nach etwas Eigenständigem und nicht nach etwas, das sie aus der Plattensammlung ihrer Eltern zweckentfremdet hat. Dass sie sich in der Vergangenheit von Madonna und anderen Popikonen inspirieren ließ, möchte ich ihr gar nicht ankreiden. Meiner Meinung nach ist die frühere Gaga die Verkörperung der guten alten Zeit, als alles irgendwie frisch und besser war.

Mittlerweile ist sie wohl an einem Punkt angekommen, an dem sie zu sich selbst gefunden hat und sich von dem inspirieren lässt, das sie geschaffen hat. In dieser Selbstfindungsphase hat sie allerdings das Rad nicht neu erfunden. Vom Genre her liegt zugegebenermaßen abwechslungsreicher Pop vor, der mehr oder minder das Beste aus den heutigen Charts wiedergibt. Lady Gagas Kunstpop liegt irgendwo zwischen Neunziger-Eurodance und Dubstep (SWINE, DONATELLA), R'n'B (DO WHAT U WANT), Siebziger-Discovibes (ARTPOP) und dröhnendem Gangster-Rap (JEWELS N’ DRUGS mit T.I., Too $hort und Twista). Nur kennt man diese klanglichen Gewänder, die sich Lady Gaga überstreift, einfach zu gut.

Inhaltlich präsentiert sie sich als toughe Powerfrau. Viele ihrer neuen Stücke haben Sex und die darin gespielten Machtverhältnisse zum Grundthema, zum Beispiel G.U.Y., DO WHAT U WANT im Duett mit R. Kelly und natürlich SEXXX DREAMS, mein persönlicher Anspieltipp. Er enthält einen hypnotisierenden Mitwippbeat, den man gut und gerne als Sex für das Ohr bezeichnen kann. Der Sound des Tracks ist schlichtweg so kaputt und die Synthies extrem zerschmettert wie in GOVERNMENT HOOKER der BORN THIS WAY-Platte. Dieser Mut zur paradoxen eingängigen Hässlichkeit steht total für Lady Gaga, genauso wie ihr Hang zur bewussten Provokation. In MARY JANE HOLLAND singt sie in wohlbekannten Metaphern über Haschischkonsum; Geräusche vom Anzünden eines Joints kann man außerdem am Anfang und Ende vernehmen.

Daran schließt sich DOPE an, das sich, dem Titel nach zu urteilen, anscheinend genauso mit dieser Thematik beschäftigt. Aber weit gefehlt: Auf jedem Album befinden sich schließlich eine oder zwei Balladen, die ihre gesanglichen Qualitäten in den Vordergrund stellen. ARTPOP weist in diesem Sinne eben DOPE und GYPSY als solche vor. DOPE ist die wahrscheinlich schönste, die sie je gemacht hat. Lady Gaga sitzt zuerst nur am Piano und trägt den Songtext von bedingungsloser Liebe gefühlvoll vor. Die Höhepunkte auf ihren Konzerten bilden genau diese Nummern, die sie ohne viel Trara am Klavier vorträgt. Die eingeschobenen Synthies wirken in der Ballade etwas deplatziert, aber trotzdem verfehlt DOPE ihre Wirkung nicht.
Bei GYPSY wurde noch mehr Tempo hinzugefügt. Die sprachlichen Spielereien zum Schluss ('Cause I'm, I'm, I'm, I'm, I'm, I'm a gypsy, gypsy, gypsy, gypsy, I'm...) ähneln nicht nur stark jenen aus MARRY THE NIGHT, sondern das Lied lehnt sich auch thematisch an die frühere Singleauskopplung aus BORN THIS WAY an. Lady Gaga mimt hier den "Lonely Hunter", eine rastlose Frau, die ungern allein einschläft, aber trotzdem die Aufregung neuer Eroberungen liebt.

--- Die Doppel-Vinyl ---

Etliche Male wurde die analoge Ausgabe von Lady Gagas ARTPOP verschoben. Man musste sich zwangsläufig fragen, ob sie aufgrund des schwachen CD-Absatzes vielleicht noch gestrichen wird. Doch jetzt, dreieinhalb Monate später, kann man die Vinyl endlich in Händen halten.
Nach der ganzen Vorfreude stellt sich aber schnell Ernüchterung ein. Die Fertigung der beiden Platten ist mehr als dürftig. Die Pressung ist optisch nicht ganz sauber, das heißt, dass mitunter kleine Kratzer auf der Oberfläche des Vinyls auszumachen sind. Wenn man eine fabrikneue Schallplatte kauft, erwartet man eigentlich eine makellose Oberfläche. Zum Glück führen diese Kratzer zu keinerlei Verfälschungen des Klangbildes.
Lady Gagas Musik ist bekanntlich immer laut, auch wenn sie leise gespielt wird. Dies verweist auf den Trend der Popindustrie, die Aufnahmen für die Masse so laut wie möglich abzumischen, damit sie unterwegs oder im Auto Nebengeräusche besser ausblenden können. Das geht jedoch auch mit einer dürftigen Dynamik, welche Musik eigentlich lebhaft macht, und zahlreichen Übersteuerungen einher. Die Vinylausgabe kann solche Verzerrungen oftmals "glätten", wenngleich nicht immer perfekt. Falls man die CD von ARTPOP oder deren MP3-Dreigabe, die Amazon mit Erwerb dieses Albums kostenlos zur Verfügung stellt, kennt, wird man kaum überrascht sein, dass auch die beiden ARTPOP-LPs stellenweise matschen.
Im Direktvergleich schneiden sie aber immer noch besser ab als die CD, denn die große Stärke der Vinyl ist die Darstellung ihrer Tiefen. Diese kommen doch viel eindrucksvoller auf dem analogen als auf dem digitalen Medium zum Tragen (Anspieltipps hierfür: JEWELS N' DRUGS und DONATELLA).
Wie ist das Set eigentlich verpackt? Auf dem Klappcover befinden sich einige leuchtende Applikationen, wie zum Beispiel die rosafarbenen Buchstaben von Lady Gagas Namen. Die Hülle wurde zudem in Hochglanzpappe veredelt. Im Inneren der Hülle findet man eine zweiseitige Aufnahme von Lady Gaga, die in diesem Moment vermutlich von Jeff Koons vor einer weißen Wand fotografiert wird, vor.
Etwas unglücklich wurden die Labels der Schallplatten gestaltet. Es befinden sich nämlich keine Seite-A bzw. Seite-B-Bezeichnungen darauf. Bei der zweiten Vinyl kann man aufgrund der Songanzahl sehen, welche die richtige Seite ist. Beim Auflegen der ersten mit jeweils vier Titeln muss man im Gegensatz dazu Rätselraten.
Zuerst total übersehen, aber vorhanden: Die Songtexte wurden auf einem Lyricsheet im Kartonärmel der ersten LP beigegeben.

--- Fazit ---

ARTPOP ist mitnichten eine klangliche Innovation für die Popwelt, aber inhaltlich das Beste, das Lady Gaga bisher geschaffen hat. Hätte man vielleicht eine andere Leadsingle als APPLAUSE gewählt, würde es mehr Zuhörern und nicht nur ihren treuergebenen Fans scheren, über was sie auf ARTPOP zu berichten hat. Lady Gaga bleibt nämlich trotz alledem eine Marke, deren Stempel sie in jedem der fünfzehn neuen Titel heraufdrückt. Solch dubiose Texte über sexuelle Befreiung kann nur sie so überzeugend an die Hörerschaft bringen.
Für die Ausgabe auf Vinyl hat man sich so lange Zeit gelassen und man hätte wirklich noch mehr herausholen können: optisch zwar ein echter Eyecatcher mit den vielen Applikationen, aber dafür klanglich nur bedingt besser als die CD (Vielleicht wäre 180-Gramm-Vinyl angebracht gewesen?) - insgesamt trotzdem eine gute Wertung von vier Sternen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Starkes Album, tolle Künstlerin, 24. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Artpop (Limited Deluxe Edition) (Audio CD)
Ich habe mir dieses Album blind gekauft, da ich auch schon die Vorgängeralben "Born This Way" und "The Fame Monster" mein Eigen nennen darf.
Auch bei diesem Album trifft eine Eigenschaft zu, die ich auch bei anderen Alben (unabhängig vom Künstler) feststellen konnte: Ein Album ist dann super, wenn es beim immer wieder Anhören noch besser wird. Und das trifft hier 100%ig zu!
Als ich mir das Album zum ersten Mal angehört habe, war meine erste Reaktion, das klingt aber gewöhnungsbedürftig. Mein Dad, der früher selbst Musik gemacht hat, gab mir als kleines Kind diesen Rat dass ich mir ein Album mehrfach anhören müsse, um wirklich beurteilen zu können, ob es sich um ein starkes Album handelt oder nicht. Diesen Rat befolge ich bis heute und liege damit in den meisten Fällen richtig.
Der ganze Einheitsbrei, der oft und überall zu hören ist kann ich mir nicht immer und immer wieder anhören. Bei Artpop ist das anders. Das beginnt schon mit Aura und endet mit Applause. Wie eine einzigartige Geschichte ist dieses Album aufgebaut und jeder der für Lady Gaga's Musik etwas übrig hat, sollte sich dieses Album zulegen, zumindest mal reinhören. Ihr werdet es sicher nicht bereuen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Album davor (Born this way) fand ich besser..., 23. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Artpop (Audio CD)
...weil es abwechslungsreicher war. Dieses hier klingt ein wenig nach Einheitsbrei, aber es sind definitiv gute Lieder dabei. Die meisten Lieder sind sehr clubbig und elektronisch, wodurch man sie bei den ersten Malen Hören kaum auseinanderhalten kann.
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95 von 126 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ARTPOP: Intensiv, extravagant und theatralisch, 8. November 2013
Von 
A. Doms (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Artpop (Audio CD)
ARTPOP strotzt vor Intensität, Extravaganz und Theatralik. Es ist laut und pulsierend wie eine exzessive, durchtanzte Nacht in einem dröhnenden Underground-Club. Das Fazit folgt am Ende.

#1 Aura:
Lady Gaga hat ihr früheres Selbst getötet und in einem Kofferraum am Highway 10 zurückgelassen. Auf sehr bizarre und sperrige Weise startet ARTPOP mit "Aura" - und erinnert dabei an die blutrünstigen Szenen des "Telephone"-Videos, Quentin Tarantino oder Robert Rodriguez' Film "Machete", bei dem Gaga ihr schauspielerisches Debüt gibt. Der fulminante Song eröffnet mit einer arabisch anmutenden Gitarrenmelodie, die von Electro-Beats abgelöst wird, deren Härte man so von Lady Gaga noch nicht kannte.
Die Anspielungen auf das Arabische ziehen sich durch den ganzen Song, so fragt Gaga: "Do you wanna see the girl who lives behind the aura?" und könnte damit die Persönlichkeit hinter all den Outfits, ihrem Äußeren und dem Körper(lichen) meinen. "Aura"/"awrah" bezeichnet im Arabischen Blöße bzw. nackte Haut, die es zu verhüllen gilt. Ursprünglich sollte der Song "Burqa" heißen - der Raum für Interpretation ist also groß.

#2 Venus:
"Venus" zelebriert die weibliche Sexualität und nicht umsonst schickte Gaga alle (Männer) aus dem Studio, um den Song im Alleingang zu produzieren. Das Stück sampelt Zombie Zombie's "Rocket Number 9", zitiert griechische und römische Mythologie und auch auf dem Album-Cover findet sich ein Hinweis auf den Song durch Sandro Botticelli's berühmtes Gemälde "Die Geburt des Venus".
Das Ergebnis von Gaga's erster Eigenproduktion polarisiert und erinnert mit seinem industriellen, rauen Sound an "Bad Romance". Der Song ist äußerst wulstig und komplex, so reihen sich zunächst unterschiedlichste Strophen-Teile aneinander, bis der Song im Refrain mit "When you touch me I die just a little inside" (vgl. "la petite mort" als französische Bezeichnung für den Orgasmus) in einem überschwänglich feiernden Ausbruch seinen wortwörtlichen Höhepunkt erreicht. Für mich ein Meisterwerk in sich.

#3 G.U.Y.:
Liebe Grüße von Himeros, Gott des sexuellen Verlangens und Sohn der in "Venus" besungenen Aphrodite. "G.U.Y." ist ein solider, 80er-Jahre-Computerspielmusik-unterlegter Pop-Song über Geschlechterrollen, Emanzipierung und Dominanz. Ich interpretiere ihn so, dass Gaga nicht ständig ihre Dominanz (auch in sexueller Hinsicht) beweisen will, um sich als ebenbürtiger Teil der Partnerschaft zu fühlen und von ihrem Partner auch als solcher wahrgenommen zu werden. "I don't need to be on top to know I'm wanted, 'cause I'm strong enough to know the truth."

#4 Sexxx Dreams:
Der Besuch auf der Venus hat gefruchtet, denn lasziver und sinnlicher als in "Sexxx Dreams" hat man Gaga wohl noch nie gehört. Übereinander gelegte Stimmen, verführerischer Sprechgesang, 80s-Sound und ja, irgendwo ist da auch Madonna. Ein verruchter Song über ebenso verruchte Träume, der sofort ins Ohr geht, großes Single-Potential hat und eigentlich gar keiner weiteren Beschreibung bedarf.

#5 Jewels N' Drugs:
Mit diesem Song wollte Gaga aus der (Pop-)Box ausbrechen und ihrer Liebe für andere Genres Ausdruck verleihen. Mit Unterstützung der Rapper T.I., Too $hort und Twista gelingt Gaga ein Ausflug in den Hip Hop, der durch DJ White Shadow's wobbelnder Dubstep-Untermalung so weit vom ARTPOP gar nicht entfernt ist. Ein außergewöhnlicher, frecher und für viele zunächst bestimmt schwer zugänglicher Song.

#6 MANiCURE:
Eine Maniküre als "man cure"? Ja, wenn das denn so einfach wäre. Gaga ist süchtig nach Liebe und schreit nach Heilung. Noch nie war ihre Stimme kratziger und noch nie hat rasanter Electro-Pop so sehr nach dreckigem Rock'n'Roll geklungen. Ein kokettes Album-Highlight, das gut und gerne noch 1-2 Minuten länger hätte sein können.

#7 Do What U Want:
Für einen Ausflug in die Welt des R&B hat sich Gaga Urgestein R. Kelly ins Boot geholt, der in der Vergangenheit ebenfalls mit der ein oder anderen Negativ-Schlagzeile zu kämpfen hatte. "Do what you want with my body" - aber ihren Geist und ihr Herz bekommt ihr nicht. Noch treffender kann man Kritikern nicht entgegentreten. So simpel das musikalische Arrangement des Midtempo-Songs, so herausragend die stimmliche Leistung der beiden. Kritiker scheuten sich nicht vor einem Vergleich mit Christina Aguilera und auch das Publikum scheint begeistert, so wurde der Song nach einem ersten Verkaufserfolg kurzerhand zur zweiten (statt "Venus") auserkoren.

#8 ARTPOP:
Eine Interpretation von ARTPOP bietet der gleichnamige Song mit der Botschaft: "Sei wie du bist - samt all deinem Glanz und deiner Grausamkeit - und ich werde dich lieben. Wir können zusammengehören." Und so wie in Gaga's Schaffen Kunst und Popkultur, verschmelzen im Titelsong ein hypnotisierender 80s-Beat und magische Stimm-Arrangements zu einem ganz besonderen Electro-Pop-Moment, der einen in Trance versetzt.
Gaga gehe es mit ihrem ARTPOP nicht um kommerziellen Erfolg, sondern darum, ihren Fans eine Freiheit und ein Selbstbewusstsein zu vermitteln, welche allem standhalten können. "Akzeptiere deine Einzigartigkeit - denn durch sie wirst du zu etwas Besonderem."

#9 Swine:
"Swine" ist ein Song, der, so Gaga, von der düstersten Zeit ihres Lebens handelt. Zur näheren Geschichte hält sie sich ungewohnt bedeckt und lässt die Musik für sich sprechen. Laut und klagend singt sie "You're just a pig inside a human body" und auf quiekende "SWINE!"-Kreische folgen immer intensiver werdende, elektronisch hämmernde Instrumental-Teile. Sicherlich für manche gewöhnungsbedürftig und sperrig, aber definitiv ein außergewöhnlich aggressiver und emotionaler Höhepunkt des Albums.

#10 Donatella:
Mit Zeilen wie "Walk down the runway, but don't puke" ist "Donatella" eine Hommage an Mode, Geld und Luxus, die sich selbst nicht allzu ernst nimmt. Pulsierende, harte Electro-Beats (die mich an die französische Band Yelle erinnern) untermalen den lauten Refrain, bei dem unweigerlich dürre Supermodels mit Champagner-Flaschen vor dem geistigen Auge erscheinen und neckisch "I'm a rich bitch, I'm the upper class" rufen. Ein fabelhafter, energischer Soundtrack für die (über-)selbstbewussten Stunden des Lebens.

#11 Fashion!:
Wie sehr ich vor dem ersten Hören Angst vor diesem Song hatte. "Produziert von will.i.am und David Guetta" gilt für mich nicht unbedingt als Qualitätssiegel. Umso beruhigter war ich, als ich ihn schlussendlich für "gut" befinden konnte. Thematisch in einer Reihe mit "Donatella", ist "Fashion!" entschleunigter, urbaner Pop mit deutlichen 80er-Einflüssen. Und natürlich mit dabei: das obligatorische Gemurmel von will.i.am, diesmal sogar in (fragwürdigem) Französisch.
Wäre Gaga absurderweise nicht bereits mit einem anderen Song namens "Fashion" (ohne Rufzeichen) auf dem Soundtrack zum Film "Confessions Of A Shopaholic" zu hören, wäre "Fashion!" (mit Rufzeichen!) ein würdiger Ersatz.

#12 Mary Jane Holland:
Die "Lady of the 'Dam" (eine Anspielung auf "damned" und "Amsterdam") streift durch das Rotlichtviertel Amsterdams, vorbei an russischen Prostituierten und billigem Gin, die dort mindestens genauso leicht zu haben sind, wie Marihuana ("Mary Jane"). Gaga schlüpft in die Rolle der "Mary Jane", durch die sie sich besser zu fühlen scheint. Aus ihrer Vorliebe zu Marihuana während des Songschreibens machte die Sängerin bereits in einem CBS News-Interview 2011 keinen Hehl. Politisch inkorrekt (aber ehrlich), inhaltlich mysteriös und typisch Gaga, erinnern Titel und Feeling des Songs außerdem an ihren früheren Song "Bloody Mary" - ein Zufall?

#13 Dope:
Anfang September 2013 beim iTunes Festival als Erstversion und Fan-Song "I Wanna Be With You" vorgestellt, kommt in "Dope" wieder jene Gaga zum Vorschein, die wir schon von "Yoü And I" kennen: Klavier, tiefer Bass und die erdig-rauchige Stimme einer gequälten Seele. Als emotionalster Song und gleichzeitig einzige Ballade des Albums sticht "Dope" deutlich heraus und ist laut Gaga eine intime, tiefgründige Offenbarung. Im Studio soll es gar zu einem Ausbruch der Gefühle gekommen sein - das spürt man. Eine herausragende Leistung, die Gaga's Können als talentierte Singer-Songwriterin unterstreicht.

#14 Gypsy:
Inhaltlich schließt "Gypsy" am Vorgänger an. Gaga ist ständig auf Reisen, um bei ihren geliebten Fans zu sein - und muss gleichzeitig die Lieben daheim zurücklassen. Nach einem kurzen, ruhigen Piano-Intro verwandelt sich der Sound aber in eine mitreißende Pop-Hymne mit temporeichem Schlagerbeat, die sich vielleicht am besten als "The Edge Of Glory" auf Speed beschreiben lässt. Wahnsinnig eingängig und als vorletzter Track des Albums wie ein Aufbruch der sonst eher strengen, harten Electro-Beats.

#15 Applause:
Gaga lebt für den Moment, an dem das Publikum glücklich ist. Und das ist genau dann, wenn auch der Applaus passiert. Der Song, der als erste Single-Auskopplung den meisten bekannt sein dürfte, dient musikalisch und inhaltlich als perfekter Abschluss des Album und ist eine metaphorische Verbeugung vor dem Publikum. Umso glücklicher bin ich, dass dieser runde Abschluss nicht, wie oft üblich, noch mit etwaigen Bonus-Tracks oder Remixes zerstört wird.

Fazit:
ARTPOP strotzt vor Intensität, Extravaganz und Theatralik. Es ist laut und pulsierend wie eine exzessive, durchtanzte Nacht in einem dröhnenden Underground-Club.
Gaga nimmt das Publikum mit auf eine Reise zwischen inhaltlichen Extremen, singt in unverblümter Ehrlichkeit über Sex und Drogen, seelische Abgründe, Ruhm und schwankendes Selbstbewusstsein - und kleidet dabei ihren wahren Rock'n'Roll-Charakter in hämmernde Electro-Beats und die für sie so typischen, süchtig machenden Melodien.

Alle 15 Songs wurden von ihr in enger Zusammenarbeit mit DJs/Songwriter/Produzenten wie Paul "DJ White Shadow" Blair und Anton "Zedd" Zaslavski geschrieben und (mit)produziert. Gaga's persönliche Note, aber auch der kreative, frische Elan ihrer bisher eher unbekannten Partner aus der elektronischen Musik ist unverkennbar.

Und obwohl Gaga in jedem Song ihrer Persönlichkeit einen neuen Anstrich verleiht, gewährt das rundum stimmige Album allen, die sich darauf einlassen, einen spannenden und berührenden Blick auf die Künstlerin hinter der "Aura".
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich liebe es!!, 28. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Artpop (Audio CD)
Erstmal fande ich super das man das Album vorbestellen konnte & am Tag geliefert bekommen hat als es Veröffentlicht wurde.
Ich habe mich riesig gefreut als es dann endlich pünktlich da war. Gaga hat mit diesem Album einfach alles getoppt. Außerdem ist für jeden Musikgeschmack etwas dabei da nicht nur Pop songs auf dem Album sind. Ich liebe es!! <3
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4.0 von 5 Sternen Was soll man sagen..., 9. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Artpop (Audio CD)
Ich kann die harte Kritik vieler "Fans" und die der Medien nicht verstehen. Natürlich kann man dieses album nicht mit seinen Vorgängern vergleichen. Aber ist das nicht bei vielen Künstlern so?? Ich persönlich finde das Album klasse. Natürlich besonders Applause und do what you want, die trotz der Kritik sehr hoch in den Charts waren. Es ist einfach wieder neu und anders wie die Songs davor. Und dafür ist Lady gaga ja nun schließlich bekannt. Immer wieder was neues!
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4.0 von 5 Sternen Eine bunte Mischung...., 31. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: ARTPOP [Explicit] (MP3-Download)
ARTPOP ist meiner Meingung nach ein gelungenes Werk.
Auch wenn es kein Album ist, dass EINEN Stil verfolgt, wie the Fame / - Monster, ist es wenigstens bunt gemischt.

Man muss es einfach mal durchhören, denn die Songs sind so unterschiedlich, dass für jeden was dabei sein sollte.

# AURA (8/10) Gewöhnungsbedürftiges Intro; Aber ein wunderschöner, sanfter, heller Refrain umgeben von starken, elektronischen Strophen. Ein hoher Kontrast, aber deshalb hört man gerne hin. Außerdem eine interessante Lyrics.
#VENUS (7/10) Gaga's erster, selbst produzierter Song. Verschiedene Elemente des Tracks passen vom Klang her nicht so gut zusammen; Es wirkt recht zusammengewürfelt.
#G.U.Y (7/10) nicht die beste Single-Auswahl. Eingängiger Rhytmus, schnell ein Ohrwurm, aber SEHR plumpe Lyrics.
#SEXXXDREAMS (9/10) Der geheime Hingucker! Mystische Klänge, und Gaga's "intimste" Vokalpraktische Zugabe ;) Der Song spiegelt allein durch seinen Klang den Inhalt wieder. Ein Toller Song, sofort einprägend, und eine entspannende Abwechslung.
#JEWELS N DRUGS (3/10) Puuh. Naja, sie bietet halt von allen Genres etwas an. Dies ist absolut nicht meine Baustelle. Der Track überzeugt allein durch den Refrain, der Rest ist..... ihr wisst schon :)
#MANiCURE (5/10) Verdammt nochmal! Die Erstveröffentlichung war so schön, warum ist die Studioversion so verwurstet?! :( Wer die aller erste Live Version kennt, wird meine Meinung teilen.
#DOWHATUWANT (9/10) Ein echter Überflieger in seinem Genre! Power und Ruhe wurden in Einklang gebracht, besonders die Bridge ist fesselnd!
#ARTPOP (10/10) Hier ist der Meilenstein! Man muss es einfach gehört haben. Es ist so einzigartig und grenzt sich strikt ab vom üblichem Mainstreampop! Großartig. (Mehr dazu in meiner Rezension zu ARTPOP (Song) )
#SWINE (10/10) Ja, ich weiß, ein umstrittener Song. Nicht nur elektronisch, sondern tendierend Techno. Beschwert euch nicht, ARTPOP act II soll laut Gaga diese Richtung alleinig verfolgen ;) Ich finde SWINE sensationell, außerdem ein toller Club-Song. Herzschmerz in Trauermelodie ertrinken ist out, heute feiert man es mit aggressiven Beats! :)
#DONATELLA (10/10) Man hasst es oder liebt es. Viele graut es vor der Lyrics. Doch sollte man bedenken, dass Gaga als Freundin von Donatella Versace, alles nur sarkastisch macht und die Vorurteile über Donatella durch den Dreck zieht. Tolles Statement, sensationell einprägende Beats!
#FASHION! (7/10) Leider, Leider ein Ohrwurm, obwohl ich den Song echt öde finde. Naja, er hat wohl was :)
#MARYJANEHOLLAND (6/10) Nette Lyrics, Tolle Soundeffekte wie der Joint oder die Menschenmasse, aber ein eher üblicher Klang im großen und ganzen: nichts neues.
#DOPE (...) im Genre definitiv (10/10), vergleichend zum Rest des Albums nicht zu bewerten. Schönes Lied, herrlich traurige Lyrics, und ein absolut passender Bass!
#GYPSY (7/10) Leider überzeugt der Track nur teilweise, manchmal wirkt er mir zu einfallslos.
#APPLAUSE (10/10) Das geht nicht aus dem Kopf! Power pur, spannende Bridge und ein explosiver Refrain. Guter Stoff!

Durchschnittlich (ausgenommen dem schwer bewertbarem Dope) 7,1 / 10 Punkte...
Auch wenn es im Durchschnitt nicht das berauschendste Ergebnis ist, so bietet das Album echte Meilensteine!

Reinhören, Lieblingstracks suchen und kaufen.
PS: ARTPOP wurde für Kopfhörer / In-Ears konzipiert. Einfach reinhören, es wird euch gefallen! :)
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mal wieder sehr GaGa :), 9. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Artpop (Limited Deluxe Edition) (Audio CD)
Die Liebe hat sich mal wieder selbst übertroffen. Das Album ist sehr empfehlenswert und der Song 'Swine' ist mein persönlicher Geheimtipp. KAUFT ES EUCH!!! ;)
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24 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Das ist alles sehr, sehr unsexy und albern., 31. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Artpop (Audio CD)
Ich habe mich sehr über dieses Album gefreut, und meine Erwartungen wurden in jeder Hinsicht zerstört.
Der Name "Artpop" hatte so vieles versprochen, aber hey, es ist nur eine B-Seiten Ansammlung, die "Born this Way“ gut zu Gesicht gestanden hätte. Als eigenständiges Album funktioniert es nicht.
Das Cover ist ekelhaft, und soll wohl aufzeigen was das alles hier für eine schwere Geburt gewesen sein muss. Ich weiß, ich weiß, es ist Kunst, aber der ekligen Sorte ;).
Gaga hatte zuvor vollmundig verlauten lassen, dass Universal absolut begeistert von „Artpop“ sei, was aber später in der Presse dementiert wurde. 3 X musste Gaga die Scheibe neu aufnehmen, bis Universal das OK gegeben hat…Was auch die lange Wartezeit auf „Artpop“ erklärt.
Jetzt kann ich natürlich nicht sagen, ob das Endprodukt besser als die ursprüngliche Fassung ist. Ich weiß aber bestimmt, dass „Artpop“ keine große Kunst ist.

„Artpop“ hat kleine Pop-Perlchen: Gypsy, Dope, Artpop, Aura und Swine.
Nette kleine Liedchen, die eben wegen ihrer einfachen Struktur funktionieren.
Lieder wie z.B. das unsägliche „Sexxx Dreams“ klingen in etwas so, als hätte sich Alice im Wunderland im Wald der Penisse verlaufen, und die ganze Zeit über mit etwas in ihren Händen gespielt hat, wovon sie (angeblich) nicht wusste was es gewesen ist, und dann wieder doch….Sie entschuldigt sich auch irgendwie dafür. Ich zitiere: „I can't believe I'm telling you this but I've had a couple of drinks and oh my god” (Kicher, kicher) Ja... sollte wohl sowas wie "Justify my Love" oder "Erotica" werden. Wurde es aber nicht.

Das Stück “Juwels N’ Drugs” möchte ich erst gaaarnicht kommentieren.

Sonnst alles viel gehabt (Nur leider schlechter): Eine überladene Produktion, mit viel Krach, und eine Gaga, die hier (zu laut) um Aufmerksamkeit schreit.

Das ist alles sehr, sehr unsexy und albern.
Die Autoscootermucke läuft weiter...Und irgendwie mag man nicht mehr mitfahren.

Schade.
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17 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Was hat sie sich dabei nur gedacht ?!?!, 26. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Artpop (Audio CD)
Also Lady Gaga war mit Songs wie Just Dance, Bad Romance oder Alejandro wirklich fantastisch und auch eine ganz große Ausnahmekünstlerin, die mit Kunst und schrägem Geschmack den Pop bereichert hatte. Als ich mir Artpop allerdings angehört habe konnte ich kaum fassen was da aus den Boxen schepperte. Das ist wohl das grausigste was ich in langer Zeit gehört habe! Bereits bei Applause wurde ich skeptisch, und leider hat sich das Drama bestätigt: Das ganze Album ist einfach nur Krach! Lady Gaga, die eigentlich eine fantastische Sängerin sein kann, schreit und quäkt und die Musik klingt als würde man 1000 metallene Gegenstände in einen vollgestellten Geräteschuppen schmeißen. Mit ART hat das nichts mehr zu tun. Vielmehr gibt das Album einem das Gefühl, dass Lady Gaga verzweifelt versucht ihren Ruf als kreativer Sonderling und Stil-Ikone aufrecht zu erhalten in dem sie nur noch lautere und schrägere Bässe und Baustellen-Geräusche einbaut, mehr schreit als singt und das alles ohne Rücksicht auf Sinn und Unsinn und Geschmack. Lediglich die kleinen Monster werden wohl nach wie vor auf diesen entgleisenden Zug aufspringen, aber die "Revolution der Popmusik", wie sie ihr vorschwebt, weil "Madonna die letzte Revolution vor 25 Jahren beendet hat" (Zitat Lady Gaga, Quelle: wikipedia) wird ihr damit wohl nicht gelingen, zumindest nicht solange Madonna und Co. selbst noch an den Reglern sitzen. Sogar der Dinosaurier der Popmusik, Cher, brachte nach ihrer Pause frischeren Wind in die Musikregale zurück.
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ARTPOP [Explicit]
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