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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Mörder im Penthouse..., 2. August 2014
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
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Rezension bezieht sich auf: Mörderspiel (Pidax Film-Klassiker) (DVD)
Der 1961 entstandene Kriminalfilm "Mörderspiel" wurde seinerzeit von der Kritik als "Hitchcocknah" gelobt, was aus heutiger Sicht dann doch ein etwas zu hoher Vergleich ist. Der kammerspielartige Streifen von Helmut Ashley hat aber auch ohne dieses Suspence-Flair viel interessantes zu bieten und er wirkt durch die vielen egozentrischen Selbstdarsteller, die dort im Penthouse, wo der Mord geschah, eine eher langweilige Party feiern, fast schon wie eine gallige Abrechnung mit dem Wirtschaftswunder und deren zuversichtliche Stimmung. Diese ist nämlich im "Mörderspiel" dann doch nahe am Abgrund angesiedelt und kann fast schon ein bisschen als Gegenentwurf für die auch im deutschen Nachkriegskino Einzug gehaltene Sehnsucht nach Harmonie und Optimismus durch diverse Heimatfilme angesehen werden. Der von dem späteren Oscargewinner Sven Nykvist bebilderte Film ist damit ein spannender Krimi, bei dem die in belangloser Langeweile erstarrte Partygesellschaft aus halbwegs gehobenen Mitgliedern der deutschen Nachkriegsgesellschaft aus ihrer Verdrängungslethargie herausgerissen wird. Diese hintergründige Gesellschaftsbetrachtung steht damit noch vor dem Suspencegehalt und beides zusammen hat Ashley (Das schwarze Schaf, Das Rätsel der roten Orchidee) zu einem sehenswerten Film verbunden.
Der Anfang zeigt einen Mörder beim Aufräumen des Tatorts, bevor er diesen verlässt. Peinlich genau säubert er die fremde Wohnung, in der er soeben eine Frau der High-Society getötet hat. Der Mann spricht mit sich selbst. Es ist der angesehene Modeschöpfer Klaus Troger (Harry Meyen), der schon mehrmals zugeschlagen hat. Sein Motiv ist ein tief sitzender Hass auf Frauen. Beim Verlassen des Hauses passiert aber für den Täter dieser sogenannte Worst Case, denn gleich vor dem Haus der Leiche trifft er auf den Jungarchitekten Hein Kersten (Götz George), der mit einem Sportwagen unterwegs ist. Beide Männer verbindet eine lose Bekanntschaft und daher fährt Kersten nichtsahnend den Serienkiller in die Stadt. Die Gedanken des Mörders sind damit beschäftigt, diesen unvorhergesehenen Zeugen um die Ecke zu bringen, dieser denkt aber nur an die tolle Party, die bei Geschäftsmann Hauser (Heinz Kievenow) in dessen luxuriösem Penthouse steigt. Bei diesen Partys ist auch Trogers frustierte Ehefrau Eva (Magali Noel) beliebter Dauergast. Kein Wunder, denn ihr Geliebter Dahlberg (Georges Riviere) verkehrt dort auch. Kersten überredet Troger auf die Party mitzugehen, was dieser dann auch tut, denn vielleicht ergibt sich so noch einmal die Gelegenheit den Zeugen zum Schweigen zu bringen. Und die Zeichen stehen bald sehr günstig, denn die gelangweilte Gesellschaft entschliesst sich mal wieder das beliebte "Mörderspiel" zu spielen. Jeder der 12 Partygäste muss eine Karte ziehen, wobei einer der Anwesenden den Detektiv spielen muss, ein anderer das Opfer und einer ist der Täter. Der Detektiv muss dann durch seine Verhöre herausbekommen, wer der Mörder ist. Und nur dieser darf lügen, die anderen müssen die Wahrheit sagen. Natürlich wird aus dem Spiel fieser Ernst und die Gesellschaft (u.a. Hanne Wieder, Margot Hielscher, Robert Graf, Wolfgang Reichmann, Anita Höfer, Uschi Siebert) werden bald wegen einem Mordfall vom Kriminalinspektor (Wolfgang Kieling) verhört...
Der Film hat in seiner Anfangssequenz ein bisschen was von diesem Giallo Feeling und man hört die Offstimme, die dem Täter gehört und der hier seine Gedanken äussert. Hier lässt sich schon das Können des späteren Lieblingskameramann von Ingmar Bergman erkennen, der noch weitere sehr schöne Einstellungen in dem Szenario der Schönen und Reichen einbringt. Geschickt bietet der Film dem Zuschauer auch einige interessante Wendungen und auch wenn der Schlußplot nur durch eine gewisse Unlogik möglich ist (Täter sind normalerweise nicht so unvorsichtig im Umgang mit Beweismitteln) darf man sich hier auf einen gut gemachten 60er Jahre Krimi aus der BRD freuen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein interressantes Spiel & vor allem ein unterhaltsames Kammerspiel ... (3,5*), 4. August 2014
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Rezension bezieht sich auf: Mörderspiel (Pidax Film-Klassiker) (DVD)
... , denn außer 2 Außenaufnahmen spielt sich fast alles in der Wohnstube des vermögenden Unternehmers Hauser ab & zudem wird dem Betrachter dieses Filmwerks schon von vornherein während des Vorspanns der Täter präsentiert, welcher in seinem Un­ter­be­wusst­sein ( via Off­stim­me ) jeden weiteren Schritt seines Tun & Handelns dem Zuschauer offenbart.
Diesbzgl. ist die eigentliche Handlung bzgl. Spannung, insb. für die Ratefüchse unter den Krimi-Fans, wohl eher nur noch eine banale Nebensache ?! Nicht unbedingt, wenn man sich dennoch drauf einläßt.
Ich persönlich fand ihn, auch nicht zuletzt wegen der guten Besetzung, sehr unterhaltsam.

Nachfolgend gebe ich Euch mal einen kurze Info bzgl. Ausstaffierung dieses Produkts & ich beurteile meine erworbenen Media-Artikel immer als Ganzes, nicht nur den enthaltenen Film an sich.
Letzteres bewerte ich stets gesondert !

► ZUM KRIMI : Mörderspiel ( D/F 1961 )
==========
Beim Verlassen eines Tatorts trifft der Serienkiller Klaus Troger unverhofft auf einen alten Bekannten. Dieser lädt Troger auf die Party des betuchten Industriellen Hauser ( Heinz Klevenow ) sowie dessen Tochter Margit ( Uschi Siebert ) ein & noch während der Fahrt dorthin schmiedet der Killer an einem Plan, den unliebsamen Zeugen loszuwerden.
Da kommt ihm das Mörderspiel gerade recht.

Weitere mitwirkende Akteure waren u.a. Hans Paetsch, Robert Graf, Margot Hielscher, Wolfgang Kieling, Harry Meyen, Hanne Wieder & Götz George sowie Balduin Baas.
STAB ≫ Regie: Helmut Ashley (auch Buch) / Drehbuch: Thomas Keck

Ein interessantes Kriminalstück nach einer Vorlage von Max Pierre Schaeffer. Kein Film zum Miträtseln wer der Mörder ist & dennoch eine sehenswerte sowie packend erzählte Geschichte aus der Sicht des kriminellen Individuums.
Neben dem wunderbar anmutenden s/w-Flair & der prominenten Starbesetzung ist auch die Musik vom dt. Filmkomponisten Martin Böttcher, u.a. auch Karl May- & Edgar Wallace- Verfilmungen, noch erwähnenswert.
Laufzeit lt. Cover: ca. 84 Min.
Die exakte Spielfilmlänge beträgt hingegen 75:41 Spielminuten mit abgehacktem Ende & ohne Abspann.
Somit fehlen zur Laufzeitangabe auf der Boxrückseite mehr als 8 Min. !!! Sehr eigenartig.

Meine Filmwertung ⋙ 7,5 von 10 Punkte

► ZUR AUSSTATTUNG : Die DVD mit FSK ab 16 J.
=================
Stabiles Amaray Keep-Case mit optisch ansprechend gestaltetem Cover.
Rückseitig mit Filmausschnittmotiven sowie Inhaltsangabe zur Handlung & Infos zum Streifen sowie DVD.
GUT ≫ Ein Wendecover ohne FSK-Logo ist vorhanden

FORMAT : Das s/w-Bild erscheint im Format 1.66:1 anamorph
Das Bild ist allgemein etwas unscharf & dies wirkt geradezu matschig. Auch das gefürchtete Filmkorn ist leicht vorhanden.
Das Kontrastverhältnis im Zusammenspiel von Hell- & Dunkeltönen wiederum ist recht gut.

TONSPUR : Es liegt ledgl. eine vor in deutsch ( Dolby 2.0 Mono) vor. Der Ton ist klar & sauber.
SCHLECHT ≫ Ohne optional zuschaltbaren Untertitel für Hörbeeinträchtigte
● PUNKTABZUG ( halber Stern )
Denn dieser sollte bei solch klassischen Streifen sowohl insb. für unsere hörbeeinträchtigten Filmfreunde als auch für den betagteren Filmfreund ganz allgemein dann doch schon mit auf Disc vorhanden sein.

LABEL : Kinowelt - Pidax Film (AL!VE)
PRODUKTION : Utz Utermann & Claus Hardt
PRODUKTIONSJAHR : 1961
GENRE : Krimi / Drama

#############
SPECIAL FEATURES
#############

+ Wendecover
+ Mit Kapitelmenü von 1 bis 6 ( animiert mit Sound )
+ Ein ansprechender, 4-seitiger Info-Einleger der Illustrierte 'Film-Bühne' mit schönem s/w-Motiven
+ Eine Trailershow zu zwei weiteren Highlights dieses Labels
sowie mit einem animiert interaktiven Hauptmenü mit Soundtrack ( Foto № 4 )

► FAZIT
=======
3 bis 4 *

Alles in Allem noch ein annehmbar gutes Produkt, welches einerseits mit einem sehr guten Spielfilm bestückt ist, andererseits jedoch mit kleinen Mankos bzgl. Bildqualität sowie des fehlenden UTs für Hörbeeinträchtige behaftet ist. Zudem noch läßt auch das unschön abgehackte Filmende zu wünschen übig.
Nichtsdestotrotz sehenswert, insb. sowohl für den Nostalgiker als auch für den Ge­treuen des Schwarz-Weiß-Film sowie für Krimi-Fans ganz allgemein.

Mit nostalgischem Gruß,
Der Dirk

6,5 von 10 Punkte für das Gesamtpaket
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krimikost der Extraklasse, 16. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mörderspiel (Pidax Film-Klassiker) (DVD)
Das „Mörderspiel“ in der Inszenierung von Helmuth Ashley ist in jeder Hinsicht feinste Krimikost: Die beinahe in Echtzeit ablaufende Handlung spielt fast nur in einer einzigen Wohnung – ein Kammerspiel, das von der ersten bis zur letzten Minute fesselt. Vor der Kamera tolle Schauspieler wie Harry Meyen, Götz George, Magali Noël, Hanne Wieder, Margot Hielscher, Wolfgang Kieling und Hans Paetsch (der Erzähler zahlreicher „Europa-Hörspiele“ hier in der Rolle von Kriminalkommissar Lohmann), hinter der Kamera Oscar-Preisträger Sven Nykvist, der den Zuschauer abwechselnd die Rolle des unbeteiligten Betrachters und die Perspektive des Mörders einnehmen läßt und einen auf diese Weise gedanklich und emotional zum Komplizen des Täters macht.
Dazu liefert der Film mit seiner Optik ein faszinierendes Stimmungsbild der „Sexy Sixties“: von der Wohnungseinrichtung über die Anzüge der Herren bis zu den Frisuren und Kleidern der Damen. Wie in der Erfolgsserie „Mad Men“ wird getrunken und geraucht, was das Zeug hält – hier allerdings nicht im künstlichen Retro-Look, sondern im originalen Stil der frühen sechziger Jahre. Das Ganze ist eingebettet in eine cool-elegante Musik von Erfolgskomponist Martin Böttcher, der in den darauf folgenden Jahren noch so manche Edgar-Wallace-Streifen und die meisten Karl-May-Filme vertonen sollte.

Mit einem nostalgisch aufgemachten dünnen Booklet und zwei Trailern (aber kein Trailer des Hauptfilms) fallen die Extras reichlich mager aus, immerhin gibt es ein Wendecover. Alles in allem kann es jedoch angesichts der filmischen Qualität dieser Krimiperle nur die Bestwertung geben – so schlicht, so stilvoll und so spannend können (zumindest konnten) Film und Fernsehen in Deutschland sein!
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5.0 von 5 Sternen Mörderspiel (DVD), 14. Juni 2014
Von 
Poldis Hörspielseite - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Mörderspiel (Pidax Film-Klassiker) (DVD)
Auf einer Party der High Society soll ein Mörderspiel für Schwung sorgen. Kommissar und Mörder werden ausgelöst, der Täter soll durch Befragungen herausgefunden werden. Doch das Spiel wird zum bitteren Ernst, als plötzlich tatsächlich ein Mord geschieht. Verantwortlich hierfür ist Andreas Troger, der aus Hass auf seine treulose Frau Eva vermeintlich deren Geliebten umbringt. Schon bald ist ein echter Kommissar im Haus und befragt die Partygäste...

„Mörderspiel“ ist ein Kriminalfilm aus dem Jahr 1961 und fand damals große Beachtung, hat er doch einige Konventionen der damaligen Krimiunterhaltung durchbrochen und zahlreiche eigenständige Elemente eingebracht. Pidax Film hat sich dieser Produktion angenommen und in der Reihe seiner Filmklassiker aufgenommen und auf DVD veröffentlicht. Dem Zuschauer wird schon gleich zu Beginn der Mörder präsentiert, was durchaus ungewöhnlich ist. Man kann ihn beim Morden beobachten, seinen gesteigerten Hass auf Frauen erleben, sein Doppelleben als erfolgreicher Modeschöpfer und Mörder durchschauen – und wird dadurch eng mit in die Handlung eingebunden. Man fiebert auf die kommenden Ereignisse, zweifelt, ob er enttarnt werden kann, und gerade dadurch wird hier die Spannung erzeugt. Der Großteil spielt dabei in der Wohnung statt, in der die Party gefeiert wird, Szenenwechsel gibt es kaum, auch Zeitsprünge werden hier nicht groß eingebaut. Sehr gelungen, zumal mit dem Wechsel der Perspektiven dennoch eine sehr dynamische und unterhaltsame Stimmung erzeugt wurde. Wendungsreiche Überraschungen und interessante Einblicke in verschiedene Charaktere halten die Spannung dabei aufrecht. Ergänzt wird dies durch hervorragende Schauspieler wie Götz George und Hans Paetsch sowie die interessante Beleuchtungs- und Filmtechnik, sodass ein auch heute niich sehr unterhaltsamer und ungewöhnlicher Krimi entstanden ist, der von der ersten Minute an fesseln kann und einen über 80 Minuten nicht mehr loslässt.

Die technischen Details sind ebenso gelungen. Die Produktion wurde in Schwarz-Weiß gedreht, woran sich heutige Sehgewohnheiten erst einmal gewöhnen müssen. Die Schärfe des Bildes ist überraschend gut wenn man bedenkt, dass der Film über 50 Jahre alt ist, als Format wurde das moderne 16:9 gewählt. Auch der Kontrast wurde gut eingestellt. Die Tonspur ist in Dolby Digital 2.0 gut verständlich gehalten, sodass auch die ausdrucksstarke Musik sehr gut zur Geltung kommt. Filmische Extras sind nicht zu verzeichnen, dafür liegt ein kleines, gut aufbereitetes Booklet bei.

Ein spannender Film, der sich nicht mit der Frage beschäftigt, wer der Mörder ist, sondern ob er der Justiz entkommt. Zudem ist die Betrachtung sehr unterhaltsam, wie er zu dem Frauenhasser geworden ist. Durch den gelungenen Einsatz verschiedener Perspektiven wird ein dynamischer Ausdruck erzeugt, die Beschränkung auf einen Schauplatz ist ebenso gelungen.
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4.0 von 5 Sternen Mörderspiel, 23. April 2014
Von 
Asmodiena (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Mörderspiel (Pidax Film-Klassiker) (DVD)
Schwarzweißfilme haben in meinen Augen einen besonderen Charme. So habe ich mich auch gefreut, als Pidax Fim in der Reihe Film-Klassiker den Streifen Mörderspiel auf DVD herausgebracht hat. Hierbei handelt es sich um einen deutsch-französischen Spielfilm, bei dem Helmuth Ashley Regie führte. Die Aufnahmen entstanden im Jahre 1961, in den Rollen sind unter anderen Magali Noel, Harry Meyen, Götz George, Robert Graf und Georges Riviere zu sehen.

Die Geschichte im Film dreht sich um Klaus Troger, der ein geheimes Doppelleben führt. Auf der einen Seite ist er ein erfolgreicher Modeschöpfer, der die Damen der besten Gesellschaft neu einkleidet. Auf der anderen Seite ist er ein Frauenhasser, der die Frauen der gehobenen Gesellschaft unter die Erde bringt. Seine Ehe besteht nur noch auf dem Papier, seine Frau betrügt ihn mit dem Geschäftsmann Dahlmann. Lange Zeit funktioniert sein Doppelleben einwandfrei. Doch dann wird er von seinen Bekannten Kersten am letzten Tatort gesehen.

Dieser überredet ihn dazu mit auf eine Party zu kommen. Dort befinden sich auch Trogers Frau und ihr Liebhaber, den Troger endlich loswerden will. Da kommt ihn das „Mörderspiel“ auf der Party gerade recht…

Der Filme entstand in gerade einmal zwei Monaten im Bavaria-Atelier in München. Dennoch ist hier nichts von Hektik oder schlechter Arbeit zu sehen – im Gegenteil. Der Zuschauer bekommt mit Mörderspiel einen unterhaltsamen Film geboten, der nicht nur Genrefans gut unterhalten kann.
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5.0 von 5 Sternen MÖRDERSPIEL - ENDLICH VERÖFFENTLICHT!, 20. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Mörderspiel (Pidax Film-Klassiker) (DVD)
Auch endlich dieser spannende Krimi von Helmuth Ashley (früher übrigens Kameramann) auf DVD. Der Film lief über 20
Jahre nicht mehr im Fernsehen. Absolut hörenswert wieder die Filmmusik von MARTIN BÖTTCHER, der sich damals auf seinem
künstlerischen Höhepunkt befand. Eindrucksvoll auch die Riege der Stars die da auflaufen: Harry Meyen, Wolfgang Kieling, Götz
George, Hanne Wieder, Margot Trooger, Wolfgang Reichmann, Margot Hielscher, Hans Paetsch und Robert Graf.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein feiner, kleiner Krimi mit grandiosen Darstellern, wie Harry Meyen, Götz George vom tollen Pidax-Filmklassiker-Label, 29. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Mörderspiel (Pidax Film-Klassiker) (DVD)
Die Einleitung:

Habe diese kleine, grandiose Filmperle auch erst jetzt, als junger Mann, kennen- und schätzengelernt.

Sowas läuft ja heute leider nicht mehr im TV, nur 08/15 Filme, der neueren Art, die mit künstlichen Effekten für Spannung sorgen sollen, was diese aber nicht schaffen und für sowas zahlt man Fernsehgebühren.

Bin sehr überrascht, mit welcher Qualität ( Regie, Darstellerriege, Filmmusik vom großen Martin Böttcher ) hier zu Werke gegegangen worden ist.

Besonders Harry Meyen glänzt hier als eiskalter Verbrecher - ein toller Schauspieler, der seinem Leben leider selbst ein Ende, 1979 gemacht hatte.

Der Inhalt:

Klaus Troger führt ein Doppelleben: Aus Frauenhass begeht der erfolgreiche Modeschöpfer Morde an Damen der besten Gesellschaft. Seine Ehe mit Eva besteht nur noch auf dem Papier. Sie betrügt ihn seit längerem mit dem gut aussehenden Geschäftsmann Dahlberg.

Unweit des Ortes seiner letzten Tat wird Troger von Kersten, einem alten Bekannten, gesehen. Dieser überredet ihn, mit auf eine Party zu kommen, die von dem reichen Industriellen Hauser gegeben wird.

Auf der Party, an der auch seine Frau und ihr Liebhaber Dahlberg teilnehmen, versucht Troger, Kersten als lästigen Zeugen loszuwerden. Dazu soll ihm das „Mörderspiel“, das auf der Feier gespielt wird, die Gelegenheit bieten. Das Licht wir gelöscht und ein Gast, der zuvor durch ein Los als „Mörder“ bestimmt wurde, muss einen der Anwesenden „umbringen“. Von einem ebenfalls ausgelosten „Kommissar“ muss der „Mörder“ nun durch gezielte Fragen ermittelt werden. Zunächst nimmt alles seinen gewohnten Gang, bis einer der Spieler tatsächlich tot am Boden liegt. Doch es handelt sich nicht um Kersten, sondern um Dahlberg, den Troger im Dunkeln verwechselte: Wie Kersten trägt er eine Nelke im Knopfloch, die ihm ausgerechnet Trogers Ehefrau kurz zuvor ans Revers geheftet hatte.

Nach dem Mord trifft die Polizei ein und befragt nacheinander die Partygäste. Kersten wird sehr unruhig, da er sich das Auto seines Chefs ohne dessen Erlaubnis ausgeborgt hatte. Er will fliehen. Troger bietet ihm seine Hilfe an und sorgt dafür, dass Kersten bei seinem Fluchtversuch vom Hochhaus stürzt. Der Fall scheint nun geklärt: Die Polizei hält Kersten für Dahlbergs Mörder. Troger wähnt sich in trügerischer Sicherheit. Doch durch einen dummen Zufall wird er am Ende doch noch als Frauenmörder entlarvt.

Der Hintergrund:

Die Dreharbeiten wurden in den Monaten Juli und August des Jahres 1961 im Bavaria-Atelier in München-Geiselgasteig durchgeführt. Am 19. Oktober 1961 fand die Uraufführung im Düsseldorfer Filmtheater Savoy statt.

Die französischen Darsteller mussten nachträglich synchronisiert werden. Magali Noël wurde von Rosemarie Fendel gesprochen, Georges Rivière von Jan Hendriks.

Die Darsteller:

Harry Meyen ( * 31. August 1924 in Hamburg; † 14. April 1979 ebenda; eigentlich Harald Haubenstock ) , als Klaus Troger

Götz George ( * 23. Juli 1938 in Berlin als Götz Schulz ) als Kersten

Robert Graf ( * 18. November 1923 in Witten; † 4. Februar 1966 in München ) , als Dr. Horn

Wolfgang Reichmann ( * 7. Januar 1932 in Beuthen, Oberschlesien; † 7. Mai 1991 in Waltalingen bei Zürich ) , als Dr. Rosen

Georges Rivière ( * 1. Juli 1924 (nach anderen Quellen am 1. Juli 1920 in Tahiti ) in Neuilly-sur-Seine; auch George Riviere) , als Dahlberg

Wolfgang Kieling ( * 16. März 1924 in Berlin-Neukölln; † 7. Oktober 1985 in Hamburg ) , als Kriminalkommissar

Balduin Baas ( eigentlich Balduin Baaske, * 9. Juni 1922 in Danzig; † 22. Mai 2006 in Hamburg ) , als Diener Arthur

Hans Paetsch ( * 7. Dezember 1909 in Altmünsterol im Elsass ( heute Montreux-Vieux, Frankreich ); † 3. Februar 2002 in Hamburg ) , als Kriminalkommissar Lohmann

und, und, und, ........

Der Regisseur:

Helmuth Ashley, auch Helmut Ashley oder Helmuth Fischer-Ashley ( * 17. September 1919 in Wien ) .

Er schuf auch den Edgar Wallace Krimi "Der Rätsel der roten Orchidee" von 1962.

Der Komponist:

Martin Hermann Böttcher ( * 17. Juni 1927 in Berlin, Pseudonyme Michael Thomas, Renardo ).

Er schuf die tollen Edgar Wallace Musiken, z.B. zum "Mönch mit der Peitsche" ( mein Lieblings-Wallace;-) und der "blauen Hand" ( find ich auch toll;-) und zahlreichen anderen Wallace Filmen sowie den Karl May "Winnetou" Filmen ( mag ich nicht ganz so gerne, weil "Western" nicht so mein Fall sind;-).

Fazit: Eine weitere, spannungsgeladene Krimiperle, die dass tolle "Pidax-Filmkassiker-Label" ausgegraben hat um einen weiteren tollen alten Krimi, für die Nachwelt ( also den jüngeren, wie mich;-) zugänglich macht und diese Filme in sehr guter Qualität und liebevoller Aufmachung in den Handel bringt.

Bin schon gespannt, welche Film-Perlen dieses Label noch herausbringt;-).
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wahres Schmankerl deutscher Krimikunst, 18. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Mörderspiel (Pidax Film-Klassiker) (DVD)
Die Handlung des Films beginnt damit, dass Troger (Harry Mayen) minutiös die Spuren eines von ihm begangenen Frauenmordes verwischt. Dabei hört man aus dem Off seine Stimme mit den Gedanken. Als er aus dem Haus tritt wird er von einem Bekannten aufgegabelt. Kersten (Götz George) ist nun ein unangenehmer Mitwisser. Er sah ihn aus dem Hause des Opfers treten. Die Gedanken Trogers beschäftigen sich nun fortwährend damit wie er Kersten beseitigen kann. Der nimmt Troger zunächst zu einer Party mit, auf der auch seine Frau weilt. Gastgeber ist ein reicher Industrieller, der mit Trogers Frau ein Verhältnis hat. Die Party ist langweilig und Kersten schlägt das Mörderspiel vor. Per Karten wird ausgelost wer Mörder und Detektiv ist. Das Opfer ist zufällig. Der Detektiv befragt nach dem Mord alle Gäste. Alle müssen die Wahrheit sagen, außer dem Mörder. Troger will die Gunst der Stunde nutzen und in der Dunkelheit Kersten töten. Doch er er verwechselt ihn mit Dahlberg, dem Industriellen. Unter allen Partygästen hat nur Troger ein Motiv, Dahlberg umzubringen...

Der alte Krimi ist ungeheuer spannend. Man darf Trogers Gedanken verfolgen, wie er verzweifelt versucht einen Mord zu vertuschen und dafür weitere begehen muss. Am Ende sieht es tatsächlich so als könne Troger entkommen - doch im letzten Moment passiert etwas womit er nicht mehr gerechnet hatte - und der Zuschauer auch nicht.
Während des gesamten Films ist die Spannung zum Zerreißen gespannt. Zwischendurch ein Bier holen ist nicht. Der Zuschauer ist gebannt und folgt der eigentlich sehr kammerspielartigen Handlung bis zum Schluss.

Man nehme: eine raffinierte Krimigeschichte, einen Schauplatz der einige Menschen an einen Ort fesselt und eine Schar von bekannten Darstellern. Harry Mayen mimt den kalten Mörder Troger grandios. Er scheint zu keiner Gefühlsregung fähig. Seine Frau hat ihn jahrelang betrogen. Nur im Gespräch mit ihr scheint er Gefühle zu zeigen, denn er leibt sie dennoch.
Götz George spielt 20 Jahre vor seinem Schimanski-Einstand einen Jüngling mit Partylaunen, der nicht ahnt in welcher Gefahr er ständig schwebt. Er ist als Kersten so ahnungslos, dass er dem Mörder schließlich sein Leben anvertraut.
Wolfgang Kieling (1986 übrigens ebenfalls mit Götz George in dem Thriller „Abwärts“ zu sehen) mimt den harten Kommissar und ihm zur Seite steht bei den Ermittlungen der grandiose Hans Paetsch.

Fazit: Ein wahres Schmankerl deutscher Krimikunst vom Krimiregisseur Ashely (Derrick, Der Alte, Jerry Cotton).
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Mörderspiel (Pidax Film-Klassiker) von Helmuth Ashley (DVD - 2014)
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