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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend!
Ich glaube ich fang am besten mit den Dingen an, die mir nicht sooo gut gefallen haben, dann hab ich es direkt hinter mir und es sind ohnehin nur 2 Sachen. Ich hätte es beinahe schöner gefunden, wenn man die fremde Welt des britischen Empires ganz alleine entdeckt, daher hätte für mich das Vorwort des Autors nicht zwingend sein müssen.
Und...
Vor 14 Monaten von Dalarna veröffentlicht

versus
1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen spezieller Schreibstil...
Der Schreibstil mindert das Lesevergnügen nachhaltig.
Ich habe nach 8% der Kindleausgabe das Buch abgebrochen, weil es in meinen Augen mehr Qual als Freude brachte.

Die Sätze sind viel zu lang und mit uninteressanten Infos gefüllt. Eine Bindung zu den Charakteren trat bei mir nicht ein.
Es wurde spannend als der Plot zum Museum...
Vor 9 Monaten von Federdrache81 veröffentlicht


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend!, 8. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich glaube ich fang am besten mit den Dingen an, die mir nicht sooo gut gefallen haben, dann hab ich es direkt hinter mir und es sind ohnehin nur 2 Sachen. Ich hätte es beinahe schöner gefunden, wenn man die fremde Welt des britischen Empires ganz alleine entdeckt, daher hätte für mich das Vorwort des Autors nicht zwingend sein müssen.
Und hin und wieder waren mir doch ein paar viele Steampunkklischees drin.

Für beides möchte ich aber keinen Stern abziehen, denn das ist Geschmackssache schmälert nicht den sehr guten Gesamteindruck des Buches.

Herrlich fand ich die Idee, das ganze Setting, trotz Steampunk in die heutige Zeit zu verlegen und das Millenium einzuläuten!

Unnatural History ist wie eine bunte Tüte, was Genres angeht, es finden sich einige Horrorelemente, die einem die Haare zu Berge stehen lassen, aber auch den klassischen Abenteuerroman, mit einem Augenzwinkern zu genießen. Außerdem sind die Anspielungen herrlich :) Ulyssey und Nimrod haben mir als Charaktere auch sehr gefallen.

Ich bin sehr gespannt, was es wohl mit Teil 2 geben wird, ich hoffe doch, dass der künftig auch auf Deutsch erscheinen wird
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vampire, Dinosaurier, Auferstehung vom Tod., 4. März 2014
Vampire, Dinosaurier, Auferstehung vom Tod. Wenn euch all diese Punkte zusagen, dann seid ihr bei „Unnatural History“ genau richtig!

Was auf den ersten Blick konfus und verwirrend erscheinen mag, stellt sich schnell als hervorragend durchdachte Steampunk-Welt heraus, in die man sich beim Lesen perfekt flüchten kann. Man ist nahezu gebannt, während man von Seite zu Seite fliegt und wird immer tiefer in dieses so andere Universum gezogen.

Für Steampunk-Fans kann es kaum einen besseren Roman geben, hier ist von Spannung bis Humor alles vorhanden, so dass man sich hervorragend in der Welt von "Unnatural History" verlieren kann!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungener Steampunk-Serienauftakt, 12. Februar 2014
Inhalt:
Der 160. Geburtstag Queen Victorias steht bevor, das Empire ist zum Magna Britannia angewachsen und hat sich auf andere Planeten des Sonnensystems ausgedehnt. Der London Zoo beherbergt inzwischen auch eine stattliche Anzahl nachgezüchteter Dinosaurier und im Zeichen ihrer Majestät darf Abenteurer, Detektiv und Lebemann Ulysses Lucian Quicksilver ermitteln.
Er taucht für tot erklärt gerade noch rechtzeitig wieder auf, um zusammen mit seinem stoischen Hausdiener Nimrod den Tod eines Wissenschaftlers, der sich mit Evolutionsforschung beschäftigt, zu untersuchen, da die überaus unfähige Polizei in Form von Inspector Allardyce keine wirkliche Hilfe ist. Der Anfang eines riesigen Umsturzplans wartet auf sie und ihre Auftraggeberin, Lady Amelia Quicksilver, die Tochter des Wissenschaftlers.

Setting und Stil:
Der Roman spielt kurz vor dem Jahrtausendwechsel in einer Steampunk-Welt, die Jonathan Green mit vielen schönen Details angereichert hat. Hinzu kommt noch der Dinosaurieranteil, der sich spannend in die Handlung einfügt. Die technischen Errungenschaften sind ziemlich weit fortgeschritten und während der Regentschaft Queen Victorias hat sich ihr Reich gut nachvollziehbar auf den heutigen Stand weiterentwickelt.
Das Buch liest sich sehr gut, die Steampunk-Elemente fügen sich gut in die Handlung ein und es geht nicht zu theoretisch zu.

Charaktere:
Ulysses Lucian Quicksilver ist eine sehr gelungene Mischung aus allen möglichen Heldencharakteren, man kann sich einfach nicht seinem Charme und Können entziehen. Natürlich muss der Held auch gehörig einstecken und ohne seinen Diener Nimrod wäre er ziemlich aufgeschmissen. Ein Paar, dem man gerne beim Ermitteln zusieht.
Die Seite der Bösewichte ist diesmal durch so viele Personen vertreten, dass es schon fast unfair ist, Ulysses gegen sie antreten zu lassen. Sie sind eine wirkliche Herausforderung und stellen dies nicht nur einmal unter Beweis.
Die Charaktere leben, sind vielschichtig und ich konnte mich gut mit ihnen identifizieren. Überraschungen gab es reichlich und werden so schnell in Pax Britannica nicht ausgehen.

Geschichte:
Es geht um nichts Geringeres als Königin und Vaterland. Die Zukunft Magna Britannias steht auf den Spiel und nur ein Mann steht gegen das Böse. Ein besseres Setup kann es kaum geben. Geschickt spielt Jonathan Green mit unseren Erwartungen, führt uns in die Irre und setzt die Höhepunkte genau richtig. Eine sehr schöne Geschichte, die man auch gerne mehrmals lesen kann.

Fazit:
Jonathan Green ist mit Unnatural History der Steampunk-Sprung ans Ende des 20. Jahrhunderts perfekt gelungen. Er schafft es Neues und Altes unter einen Buchdeckel zu stecken und daraus einen spannenden, fesselnden und überraschenden Fantasy-Roman zu formen. Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen und hoffe, dass die weiteren Teile ebenfalls auf Deutsch veröffentlicht werden. Ulysses Lucian Quicksilber ist ein heldenhafter Romanheld, der sich ohne Probleme in die Phalanx seiner Vorbilder einreiht. Ein Buch für Steampunk- und Fantasyfans, die es lieben, sich überraschen zu lassen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wilde Abenteuer in London, 15. Oktober 2013
Unnatural History spielt in einer Steampunk Welt voller Teakholz, Messing und Kathodenstrahlröhren. Schauplatz ist London, die Hauptstadt des britischen Empires, das unter der Herrschaft, der sich mittlerweile dem 160. Thronjubiläum nähernden Königin Victoria, zwei Drittel der Erde, den Mond und die angrenzenden Planeten beherrscht.
Dort lebt zusammen mit seinem mit allen Wassern gewaschenen und unerschütterlichen Butler- Faktotum Nimrod, Ulysses Lucian Quicksilver, Lebemann und Abenteurer. Quicksilver soll im Auftrag der Regierung herausfinden warum ins Natural History Museum eingebrochen wurde und wohin der dort arbeitende Professor Galapagos verschwunden ist.
Quicksilver, der eine Mischung von Sherlock Holmes, Indiana Jones und Allan Quatermain ist, gerät umgehend in die haarsträubendsten Abenteuer als da z. B. wären: Verfolgungsjagden mit ausgebrochenen Dinosauriern oder ein Kampf am Abgrund mit dem oben erwähnten Professor.
Moment, Kampf am Abgrund mit einem Professor? Da war doch was? Richtig.
Eine der Stärken des Buches, neben seinem Reichtum an Action und Abenteuer, sind die allenthalben zu findende witzigen Anspielungen. Weshalb ein Professor der Evolutionsbiologie eben Galapagos heißt und der Leibarzt der Königin Dr. Moreau.
Zum Stil ist zu sagen, der Autor liebt seine Adjektive und Nebensätze. Das passt zum auch prima zum setting, nur verlaufen sich die Sätze manchmal ein wenig. Oder was will uns dieser Satz sagen: „In seinem Tweed Jackett, der senffarbenen Weste und den Jagdhosen sah er exakt wie ein englischer Landadeliger aus, der gerade eine nachmittägliche Quengelei genoss“. Quengelei?
Aufgrund der Leseprobe der Originalversion vermute ich, dass solche Holperstellen eher der Übersetzung, als dem Autor anzukreiden sind (die Quengelei könnte übrigens eine Moorhuhnjagd sein, was deutlich sinnvoller klingt), aber sie haben das Lesevergnügen doch etwas beeinträchtigt.
Was mir auch ein bisschen fehlte: es wird eins ums andere Mal auf das Elend der Unterschicht und der verarmten Massen Bezug genommen, aber das London in dem Quicksilver sich bewegt, ist ein ausschließlich Großbürgerliches. Man hört von dem Elend, sieht es aber nicht. Aber vielleicht kommt das ja noch in den angekündigten Folgebänden
Wenn man von diesen stilistischen Feinheiten absieht, bietet das Buch eine farbige actionreiche Geschichte mit witzigen und abgedrehten Einfällen. Ich habe es gerne gelesen und freue mich auf die Fortsetzung
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schräge Genremischung und tolle Ideen, 14. Oktober 2013
Der als vermisst - vermutlich tot - geltende Abenteurer-Dandy und Agent der Krone, Ulysses Lucian Quicksilver, taucht plötzlich wieder auf. Zum Leidwesen seines jüngeren Bruders, zur Freude seines Butlers Nimrod und quasi gerade rechtzeitig, um am nächsten Tag im Auftrag der Krone einen Fall zu übernehmen.
Im Natural History Museum wurde in das Büro eines Evolutionsbiologen eingebrochen, etwas gestohlen, ein Nachtwächter getötet und der Professor verschwand. Im Laufe der Ermittlungen muss Ulysses sich mit Dinosauriern rumärgern, sein totgeglaubter Nemesis taucht wieder auf, sein 'Vorgesetzter' zieht ihn eigentlich von dem Fall ab und es werden Mordanschläge auf ihn verübt.

Dieses Buch lässt sich nicht so einfach einem Genre zuordnen. Hier trifft Steampunk auf Abenteuer, Horror, Krimi und Humor. Das war für mich der Grund, warum ich es unbedingt lesen wollte.

Jedoch, ich weiß auch nicht so recht. Vermutlich war es einfach der falsche Zeitpunkt für mich. Es konnte mich nicht zu 100 % fesseln.
Von Ulysses war ich schnell genervt. Sein ewig alarmierender sechster Sinn, sein mitunter sehr überzogenes Gehabe. Und trotz aller Beschreibungen blieb Ulysses für mich blass und nicht wirklich greifbar. Nimrod erschien mir am deutlichsten, wenn er hinter dem Steuer saß. Und Simeon war mir einfach am symphatischsten. Auch die anderen Charaktere erschienen mir deutlicher als die eigentliche Hauptfigur.

Die Story an sich gefiel mir allerdings. Und so bekommt "Unnatural History - Pax Britannia 1" trotz meiner Kritik und einigen kleinen Fehlern von mir 4 von 5 Sternen. Die schräge Genremischung und die Ideen des Autors sind auf jeden Fall 'einen Blick' wert. Und ich werde trotz allem sicher auch den zweiten Band lesen. Allein schon wegen des Cliffhangers am Ende des ersten Bands.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Herrlich schräg mit leichten Abstrichen, 8. Oktober 2013
Ulysses Quicksilver taucht, nach dem er lange verschollen war, wieder in London auf. Als Agent der Krone hat er kaum Zeit sich wieder einzuleben, da ereilt ihn schon ein Auftrag. Er soll den Einbruch im Natural History Museum untersuchen. Im Laufe der Ermittlungen trifft er auf schöne Frauen, alte Feinde, ziemlich lebendige Dinosaurier und andere Figuren/Kreaturen. Bis letztlich alle Handlungsfäden in einem bombastischen Finale zusammengeführt werden, erlebt Quicksilver einige, teils lebensgefährliche Situationen. Treu zur Seite steht ihm dabei sein Hausdiener Nimrod.

Unnatural History lässt sich nicht einfach in eine Schublade stecken. Es ist eine Mischung aus Steampunk, Krimi, Abenteuer und Horror, gekrönt mit einer guten Prise Humor.
Im Großen und Ganzen hat mich das Buch gut unterhalten. Mal spannend, mal witzig und insgesamt recht schräg.
Mein Punktabzug begründet sich zum Einen in der Charakterzeichnung der Hauptfigur. Quicksilver ging mir irgendwann auf die Nerven. Ständig von seinem sechsten Sinn gewarnt reagiert er in Sekundenschnelle und kommt damit aus jeder Situation raus. Während ich zum Beispiel von Nimrod und Simeon ein ganz gutes Bild hatte, blieb Quicksilver relativ blass.
Zum Anderen hatte ich gelegentlich den Eindruck der Autor wälzt genüsslich eine Szene aus, bis ihm aufgeht, dass er ja noch dies und das unterbringen will, worauf hin er die aktuelle Szene abrupt beendet um weiter zu kommen.
Letztlich sind es die wirklich abgedrehten Ideen des Autors, die mich auf den zweiten Teil warten lassen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine interessante Mischung, 3. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Bevor ich versuche meine Eindrücke in Worte zu fassen, das Buch ist wirklich gut. Mal spannend, mal witzig, mal völlig abgedreht.

Tatsächlich ist es mir noch nie so schwer gefallen ein Buch zu beschreiben.

Das einfachste vorweg, die Handlung ist schnell und hat viel Action.

Jetzt kommen wir zum schwierigen.
Die Figuren erinnern an einen Mix aus "James Bond"-Filmen, Indiana Jones und vielleicht "Batman".

Die Hauptfigur hat von allen dreien etwas und irgendwie noch den britischen Charme von Sherlock Holmes.
Es erscheint die Frau, die mit der Hauptfigur anbandelt, nett wirkt und trotzdem für die Bösen arbeitet (James Bond) und dann gibt es natürlich noch den Superschurken und den treuen Buttler (Batman).

Genauso schwierig ist es das Setting zu beschreiben. Da wird kurzerhand das viktorianische England ist 20. Jahrhundert befördert, es gibt Kolonien auf dem Mars und in Zoo's leben Dinos.
Ja, es völlig abgedreht, es ist witzig und es ist sehr kreativ.

Also irgendwie ein Steampunk, Sciencefiction, Action, Superhelden, und-und-und-Mix.

Wer die oben genannten Filme und Stilorichtungen mag, bekommt von mir eine klare Kaufempfehlung.
Das Buch macht spaß.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen gelungener Auftakt, 8. Januar 2014
Von 
J. Seibold "hysterika" (Neufahrn) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Unnatural History: Steampunk, Thriller (Pax Britannia 1) (Kindle Edition)
Sobald man Jonathan Greens ersten Pax Britannia-Roman öffnet, befindet man sich im in einem teilweise stehen gebliebenen London - wir schreiben aber das Jahr 1997. Nichts desto trotz treffen wir auf Queen Victoria, die bereits 160 Jahre lang regiert und durch dampfbetriebene Maschinen noch weitere Jahre regieren wird. Darüber hinaus kann man im Londoner Zoo problemlos lebende Dinosaurier betrachten und man weiß, dass sich auch in der freien Wildbahn noch genügend davon herumtreiben. Beinahe unerwähnenswert lebt auch die Kolonialisierung Englands fort - jedoch nicht nur innerhalb großer Teile unserer Welt, sondern auch Mars und Venus sind britische Kolonien.
Man riecht förmlich das Teakholz und die Oberschicht Englands scheint modetechnisch schlicht stehen geblieben zu sein.
Dieser Transfer des viktorianischen Londons in unsere heutige Zeit ist sehr interessant und beinahe als selbstverständlich dargelegt.
Nun nehmen wir noch einen Oscar Wilde-ähnlichen Lebemann und lassen ihn als Abenteurer und Agent der englischen Regierung seinen Fall lösen.
Dessen Vorgehensweise in seinem Auftrag ist eine Mischung aus Sherlock Holmes und James Bond. Sein Butler besitzt sehr viele Anleihen aus der Comic-Welt, wirkt er doch stark wie Batmans eingeweihter und hilfreicher Diener Alfred.
Darüber hinaus strotzt der Autor nicht nur vor lauter Ideenreichtum - er schafft es auch virtuos, sehr viele Anspielungen auf weitere literarische Begebenheiten vor des Lesers Augen aus zu breiten.
Interessanterweise hatte ich in dieser Geschichte durchweg kein Problem, den Transfer vergangener Zeiten in die heutige Welt zu akzeptieren - im Gegenteil, dies machte mir beim Lesen absolut viel Spaß und schreit förmlich nach weiteren Geschichten dieser Art.
Die Figurenzeichnung ist sehr durchwachsen dargestellt - Nimrod, der Butler und Simeon, der dazu stoßende Neandertaler sind detaillierter gezeichnet als der Hauptprotagonist selbst. Gleichzeitig war man leider ein wenig zu oft mit dem sechsten Sinn" Ulysses konfrontiert - da hat es sich der Autor schon ein klein wenig zu leicht gemacht.
Gleichzeitig handelt es sich natürlich in erster Linie um eine Kriminal- bzw. Agentengeschichte und diese beiden Genre sind nicht gerade meine Lieblinge - in diesem Fall wurde das durch die dargestellte Welt aufgelockert und ich konnte darüber hinwegsehen. Nichts desto trotz wäre das Drehen an der Spannungsschraube sicherlich nicht schadhaft und würde dem Inhalt in keinster Weise schaden. Im Gegenzug könnte man als Alternative auch etwas mehr den Leser bei der Hand nehmen und ihn die Begebenheiten und Umstände stärker selbst entdecken lassen. Das Potenzial der Differenzen zwischen heute und der viktorianischen Zeit wäre ja vorhanden.
Schlussendlich handelt es sich aber trotzdem um einen sehr interessanten Roman eines Genres, welches mir leider bis zu diesem Buch noch nie untergekommen ist. Die Geschichte ist auch interessant genug, um auf weitere Folgen mit Vorfreude entgegen zu sehen.
Jürgen Seibold/08.01.2014
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Steampunk mal anders, 6. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Jonathan Green erzählt in seiner Serie Pax Britannia die Abenteuer von Ulysses Quicksilver und dessen Butler Nimrod. Die Serie läuft unter dem Fähnchen Steampunk, ist jedoch m. E. gar nicht so genau darin einzuordnen. (Wenn man mal von dem Zeppelin absieht, auf welchem... keine Spoiler;-)) Pax Britannia ist vielmehr eine geniale Verbeugung vor Pulps. Es ist eine wahre Freude, die vielen Anspielungen zu finden und zuzuordnen. Ob da Dinosaurier von der Lost World in den Londoner Zoo verfrachtet werden, der Leibarzt von Queen Victoria ein gewisser Doctor Moreau ist, es ist einfach nur witzig.

Angesiedelt ist die Serie im Jahr 1997. Queen Victoria regiert bereits 160 Jahre und lebt dank diverser Maschinen noch. Mehr oder weniger. Das britische Empire nimmt einen großen Teil der Welt ein. Außer Russland. Denn dort herschen diverse Vampirclans. Dafür hat England die Venus und den Mars kollonialisiert. Ulysses Quicksilver ist ein Agent der Krone, der mit mehr oder weniger ungewöhnlichen Fällen betraut wird. Dies in der Regel durch einen Minister und nicht durch die Monarchin selber.

Klar, Steampunk + Agent + London scheint quasi ein Standard für das Genre zu sein. Doch der große Unterschied zu anderen Romanen ist das Jahr, in welchem die Handlung spielt. Nicht Ende des 19. Jahrhunderts, sondern 1997. Das ist eine gänzlich andere Herangehensweise.

Was Green in seinem 1. Band Unnatural History abzieht, ist der wahre Hammer. Viele Horrorelemente kommen zum Zuge: Genexperimente am Menschen, entfleuchte Saurier, Jagden im Underground etc. Quicksilver wirkt wie eine Mischung aus James Bond und Indiana Jones und hetzt von einer Aktionszene zur nächsten, ohne dass die Story darunter leidet. Das Buch ist ein Sommerblockbuster im Buchformat. Ich freue mich jetzt schon auf die weiteren Bände. 9 sind bereits erschienen. Weitere in Arbeit.

Freunde des Steampunk sollten hier getrost zugreifen und ihren Spaß haben.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein rasantes Lesevergnügen, 9. November 2013
Ich habe bisher noch nicht all zu viel aus dem Genre Steam Punk gelesen und vor allem noch nie einen Roman und war daher sehr gespannt.
Und ich wurde nicht enttäuscht.
Zum Inhalt im Einzelnen schreibe ich hier nichts, das haben die Vor-Rezensenten bereits getan und man sieht ja auch viel aus dem Klappentext.
Nur so viel: es fehlt nichts. Der weltgewandte Gentleman-Held, der knorrige Butler mit den überraschenden Talenten, die scheue Schöne, das hübsche arrogante Luder, der zwielichtige Politiker, der für seine Forschung auch über Leichen gehende Wissenschaftler – sie alle sind vertreten. Und auch wenn das Klischee bei den Figuren häufig das hält, was man erwartet, bieten sich immer wieder Überraschungen. Sogar einen Erzfeind, so wie Sherlock Holmes seinen Moriarty, hat der Autor seinem Helden verpasst, wenn dieser auch in diesem Band nicht so recht zum Zuge kommt.
Erstaunlich fand ich die Menge an Action, die in dem Buch steckt. Manchmal ging es mir schon fast zu schnell. Kaum war ein Showdown überstanden und man fragte sich, wie die Geschichte nun die Spannung halten wollte, kündigte sich bereits der nächste Höhepunkt an. Was immer man also über die Geschichte sagen will, langweilig wird es einem dabei auch jeden Fall nicht.

Dass ich nur vier statt fünf Punkten vergeben habe, liegt an Kleinigkeiten. Mitten in einer Verfolgungsjagd lustig sein zu wollen, indem man beschreibt, wie die korpulente Dame sich mit ihren Einkaufstüten auf den Hintern setzt, reißt mich aus dem Lesefluss heraus und ist unnötig.
Eine Entwicklung fand ich ein wenig unlogisch (ich sage jetzt nicht, welche, weil ich nicht spoilern will – ehrlich, Leute, lest es selbst!).
Und wie lapidar geradezu über den Tod einer der Personen hinweg gegangen wurde – ausgerechnet bei jemandem, der mir ans Herz gewachsen war – hat mir auch nicht wirklich gefallen.

Das sind aber nur Kleinigkeiten, die den Lesespaß nicht wirklich trüben. Ich werde das Buch bestimmt mal wieder in die Hand nehmen, um es erneut zu lesen, und ich hoffe sehr auf die Veröffentlichung der nächsten Bände. Auch eine Verfilmung könnte ich mir gut vorstellen …

Fazit: Unbedingt empfehlenswert als unterhaltsame Popcorn-Literatur.
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