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51 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Virtuoses Geigenspiel
Die DVD ist noch nicht erschienen, und so kann sich meine Meinung nur auf den im Kino laufenden Film beziehen, nicht jedoch auf die Qualität der disc.

Zugegeben, ich mag David Garretts Geigenspiel sehr, und seine Interpretationen von modernen Stücken in klassischem Geigenmantel finde ich sehr ansprechend. Er hat hier eine Nische für sich...
Vor 9 Monaten von ArrowPen veröffentlicht

versus
29 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Besser als erwartet
19.11.2013: Habe den Film erst gestern angeschaut, (Start 31.10.13). Der erste Hype ist wohl verflogen. Das Kino war praktisch leer,- 20 Leute vielleicht.

Zunächst einmal war ich erstaunt, dass der Film doch besser war als erwartet. Die von Universal herausgesuchten Filmfetzen zwecks Werbezwecken hätte man besser überdenken sollen: Sie zeigen...
Vor 10 Monaten von CoolCat veröffentlicht


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51 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Virtuoses Geigenspiel, 15. Dezember 2013
Von 
ArrowPen - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Teufelsgeiger (DVD)
Die DVD ist noch nicht erschienen, und so kann sich meine Meinung nur auf den im Kino laufenden Film beziehen, nicht jedoch auf die Qualität der disc.

Zugegeben, ich mag David Garretts Geigenspiel sehr, und seine Interpretationen von modernen Stücken in klassischem Geigenmantel finde ich sehr ansprechend. Er hat hier eine Nische für sich geschaffen, die ihm jede Menge (überwiegend weiblicher) Fans und gute Verkaufszahlen garantiert. Warum auch nicht? Der Mann ist gepflegt und attraktiv, und er spielt vollendet. Im Konzert habe ich ihn bisher nie erlebt, aber mir fällt z.B. bei TV-Auftritten auf, daß er beim Spielen vollkommen verändert wirkt, als sei er in einer anderen Welt, was ich bezaubernd finde.

Und dies habe ich auch im Film "Der Teufelsgeiger" wahrgenommen. Garrett hatte den Traum, das Leben Paganinis auf die Leinwand zu bringen, wohl, um dessen Genie Tribut zu zollen. Nun ist David Garrett nicht der größte Schauspieler vor dem Herrn, aber er gibt sich große Mühe und ist in manchen Szenen sehr überzeugend, in anderen weniger. Mit einem besseren Drehbuch und besserer Führung durch den Regisseur (was ich nur vermuten kann), wäre es ihm womöglich gelungen, ein besserer Schauspieler zu sein. Tatsächlich ist er besser, als ich erwartet habe.

Was ihm aber gelingt - und das durfte man erwarten - ist die Virtuosität des legendären Paganini (wie auch die widersprüchlichen Reaktionen darauf) spürbar zu machen. Der historische Paganini (soweit bekannt ist) galt durchaus als arrogant, narzißtisch und als von Erstaunen erweckendem Lebenswandel. Sein Stil, sich auf der Bühne stets schwarz zu kleiden, ließ ihm schnell das Prädikat des Dämonischen anhaften. Ich vermute hinter all dem das fragile Selbstwertgefühl eines vom Vater zum Geigenspiel gezwungenen Jungen (übte Paganini nicht ausreichend, konnte es sein, daß er kein Essen bekam), das irgendwie stabilisiert werden mußte. Daß er Zeit seines Lebens auch eher kränklich war (und auch so aussah), war hier sicher wenig hilfreich.

Nun kann man David Garrett nicht unterstellen, kränklich auszusehen, aber ich glaube, daß er das Wesen des italienischen Virtuosen durchaus verstanden hat und davon berührt wurde. Auch wenn es in seinen Dialogszenen nicht wirklich sichtbar wird, so zeigt es sich in jeder Szene, in welcher er Paganinis Werke spielt. Abgesehen davon hat Garrett, so weit mir bekannt ist, nie den Anspruch erhoben, ein ausgezeichneter Schauspieler zu sein. Er hat sich wohl mit diesem Film einen Traum erfüllt.

Mir hat es große Freude gemacht, ihn dabei zu beobachten, in der wunderbaren Ausstattung des Films zu schwelgen und - nicht zuletzt - in der großartigen Musik. Ich bedauere etwas, daß z.B. Joely Richardson als Londoner Journalistin und Jared Harris als Urbani, beide auszgezeichnete Darsteller, etwas farblos bleiben, zumal das Drehbuch ihnen wenig Spielraum gewährt.

Wer oscarreife Leistungen oder ein historisch genaues Portrait Niccolò Paganinis erwartet, sollte dem Film lieber fern bleiben. Wer aber das Genre des Kostümfilms schätzt und David Garretts Geigenspiel liebt, wird bei diesem Film gewiß auf seine Kosten kommen. Ich hatte große Freude dabei, auch wenn ich kein ausgesprochener Fan von Garrett bin.
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29 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spezieller und informativer Film mit schönen und schwachen Momenten, 3. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Teufelsgeiger (DVD)
Star - Violinist spielt Violin - Legende Niccoló Paganini. Der Film lebt natürlich von David Garrett als Paganini!!!

Schauspielerische Darbietung könnte tiefgründiger sein. David Garrett ist aber nun einmal ein Geigenvirtuose und möchte auch als solcher verstanden werden. Dies sagte er in seinem Interview, dass ihn zwar die Verkörperung Paganinis begeistert hätte, aber keine weiteren Filme in Aussicht seien. Denn gestern leitete er den Film im Mannheimer Cinemaxx ein mit seinem Charme und seiner sympathischen, natürlichen Art, welche im Film leider nicht zur Geltung kommt. Und nach einer langen Autogrammstunde gab David Garrett auch noch ein Ständchen ( denn seine Konzerte sind ja leider alle ausverkauft ). PERFEKT !!

Die anderen Darsteller sind meiner Meinung nach gut besetzt. Besonders Urbani ( Jared Harris ) spielt seine Rolle diabolisch gut. Die Idee der Biopic stammt von Garrett selbst, der auch die MUSIK für den Film selbst geschrieben hat. Mit produziert hat auch u.a. Garrett und Veronica Ferres.

Der Film " Der Teufelsgeiger " will unterhalten und das mit einem sehr speziellen Thema... Fazit: Es ist gelungen !!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Warum 4 Sterne..., 19. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Teufelsgeiger [Blu-ray] (Blu-ray)
...für einen Film mit einer mittelmäßigen Handlung:

David Garett ist sicher kein Schauspieler. Aber muß er das?? Die Frage ist doch diese: Gibt es einen Weltklasseschauspieler mit soundsovielen Auszeichnungen der so Geige spielen kann wie David Garett?? Nun wenn es einen gäbe wäre dieser Film wohl besser geworden. Es gibt ihn aber nicht daher konnte dieser Streifen mit niemand anderem besetzt werden als David Garett. Insofern ist es ihm nachzusehen das er kein eigentlicher Schauspieler ist. Seine schauspielerischen Defizite macht er durch sein virtuoses Spiel wieder wett. Aber was diesem Film überhaupt nicht gutgetan hat ist die Leistung von Veronica Ferres. Ihr Auftreten wirkt uninspiriert, maskenhaft und hölzern. Da wirken selbst die kurzen Auftritte von Altstar Helmut Berger besser. Die vier Sterne hat dieser Film allemal wegen des einmaligen Geigenspiels Garetts verdient.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wunderbar 5*, 16. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Teufelsgeiger (DVD)
Ich habe es leider nicht geschafft den Film im Kino anzuschauen, umso aufgeregter war ich als ich endlich die DVD in den Händen hielt.

Ich war mir im klaren das das schauspielerische Talent nicht mit anderen Schauspielern zu vergleichen ist.
Jedoch muss ich sagen das er es geschafft hat mich zu überzeugen. Er hat seine Rolle glaubwürdig gespielt und es ein Film den man sich öfter anschauen kann.

Auch die Zusammenstellung der Schauspieler war für den Film mehr als passend, außer Veronica Ferres. Aber das liegt wohl daran das ich Sie als Schauspielerin einfach nicht mag. ;-)

Dieser Film ist rundum gelungen und auf jedenfall sehenswert, deshalb 5 Sterne.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehenswert, 16. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Teufelsgeiger (DVD)
Das oft bemängele schauspielerische Talent David Garrets kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe schon viele schlechtere Schauspieler gesehen, die es angeblich gelernt haben. Pagganinis Musik, gespielt und arrangiert von David Garret, macht diesen Film zu einem Erlebnis. Wer hier eine komplette Biografie erwartet wird sicherlich entäuscht, da der Film nur in kurzen Szenen das Leben Pagganinis beleuchtet und seine Zeit in London in den Mittelpunkt stellt. Aber um einen Eindruck vom Charakter, seiner Musik und seinem Schaffen zu erlangen, ist dies mehr als ausreichend.
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29 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Besser als erwartet, 19. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Teufelsgeiger (DVD)
19.11.2013: Habe den Film erst gestern angeschaut, (Start 31.10.13). Der erste Hype ist wohl verflogen. Das Kino war praktisch leer,- 20 Leute vielleicht.

Zunächst einmal war ich erstaunt, dass der Film doch besser war als erwartet. Die von Universal herausgesuchten Filmfetzen zwecks Werbezwecken hätte man besser überdenken sollen: Sie zeigen einen David Garrett in den schlechtesten Szenen. Da merkt man den Ungelernten. Damit schließe ich mich komplett meinen Vorrednern an. Allerdings muss man ihm zugute halten, dass er sein Schauspieltalent selbst als eher bescheiden einschätzt, weitere Filme für ihn nicht infrage kommen. Immerhin,- er kennt seine Stärken und offenbar war die Schauspielerei für diesen Film Mittel zum Zweck seinen großen Traum, einmal im Leben sein großes Idol Nicolo Paganini darstellen zu können, in die Realität umzusetzen. Fair enough.

Ich habe im Vorfeld zum Film Literatur-Recherche angestellt und ja, im Großen und Ganzen stimmen die Vorkommnisse im Film mit den Quellen überein, wenngleich auch auf engstem zeitlichen Rahmen zusammengestaucht und anekdotisch aufgemöbelt. Inhaltlich wird der Teil im Leben Paganinis, in dem er “die Insel“ erobert,- nämlich England, behandelt. Ein schwieriges Unterfangen, gelten die Engländer (nicht nur damals) als eher kühl und verhalten und schwerlich begeisterungsfähig. Es gelingt Paganini aber auch dort, die Masse aufzumischen, wenngleich auch unter widrigen Umständen.
David Garrett verkörpert während des Geigespielens Paganini optimal und geigt...... wie der Teufel???

David Garrett ist ein famoser Weltklassegeiger. Darüber muss man sich nicht streiten (Auch wenn die (puristischen) Klassiker ihn mittlerweile abgeschrieben haben ins Lager eines ehemaligen Wundergeigers). Die Szenen, in denen er den Exzentriker, den opiumabhängigen und sexbesessenen Paganini miemt, hat er auch gar nicht so schlecht hinbekommen als Ungelernter. Das war durchaus passabel. Aber wo sich die Geister schieden war hinsichtlich der Tatsache, dass Paganini als fast schon dämonisch, vom Teufel besessen geschildert wird.
In der Literatur über Paganini liest man, dass dieser (vor allem in seinen letzten Lebensjahren) alles andere als attraktiv oder gutaussehend war. Er wird als eher unattraktiv beschreibt, große Adlernase, ein kleiner (er maß nur 1,68m ) rappeldünner Mann mit pechschwarzen Locken und stechendem Blick. Ein dämonischer Charakter mit einem Charisma, das Frauen in Ohnmacht fallen ließ und Männer zum Weinen brachte. Gelesen in den Aufzeichnungen seiner Zeitgenossen. Aber David Garrett ist, mal rein objektive betrachtet, ein durchweg attraktiver und nett anzusehender junger Mann. Die dunklen Locken schmeicheln seinen weichen Zügen sogar noch mehr als sein blond gefärbtes Haar und auch mit John-Lennon-Brille sah er eher besser als schlechter aus.

Und noch dieses: Paganini litt die meiste Zeit seines Lebens unter Syphillis, einer Geschlechtskrankheit. Das wurde im Film aber nur unterschwellig formuliert. Die Menschen in den letzten Jahrhunderten starben größtenteils an TBC ( Tuberkulose) oder Syphillis. Krankheiten, die sich heute mit Antibiotikum behandeln lassen. Ein Endstadium von TBS oder Syphillis gibt es heute in unseren Breiten nicht mehr. Auch mit allem Geld der Welt, das Nicolo Paganini im LAufe seines Lebens anhäufte, konnte er sich keine (erfolgreiche) Behandlung kaufen,- denn die gab es im 19.-ten Jahrhundert praktisch noch nicht. Im Gegenteil: Sie war eher kontraproduktiv. Ein Mittel, um Syphillis zu behandeln, war u.a. Quecksilber in Opium zu sich zu nehmen. Das war wohl die Pfeife, aus der er immer sog. Das Leiden hat es, nach heutigem Standpunkt, eher verschlimmert als verbessert. Darüber hinaus hat es seinem schmächtigen Körper extrem zugesetzt, sein von Krankheiten gezeichnetes Leben hat sich im Gesicht und Aussehen niedergeschlagen. U.a. musste er sich einer Behandlung seines Unterkiefers unterziehen, bei dem ihm alle Zähne gezogen wurden.
Wie dem auch sei: Das schreckliche Aussehen eines Menschen, der im Endstadium Syphillis hat, und die damit verbunden Qualen und Leiden und das anschließende langwierige Sterben eines Menschens können wir uns heute nicht mehr vorstellen. Im Film wurde dies versucht. Leider nicht überzeugend. Die Umsetzung hätte zumindet von der Maske besser durchgeführt werden können. Paganini, alias David Garrett sieht selbst in den Szenen, in denen es ihm dreckig gehen soll, wie das blühende Leben aus, so dass man ihm die Qualen nur schwerlich abkauft. Man kann ihn irgendwie nicht verhässlichen,- oder man hat sich nicht getraut...da hilft auch kein leidender Hundeblick.
Ebenso mutet die letzte Szene im Film nahezu grotesk an, als “Paganini“ im Rollstuhl sitzt, die Maske hat ihm ein paar dunkle Flecken ins Gesicht gemalt, aber er ist halt immer noch viel zu hübsch anzusehen. Sorry, aber das kauft man ihm nicht ab. Und außerdem haben die Filmemacher wohl gepennt, denn, schaut man mal genau hin, hält Herr Garrett plötzlich eine Geige mit Kinnhalter in der Hand. Die gab es damals aber noch gar nicht und David Garrett hat in einem Interview auch gesagt, es sei ihm sehr wichtig gewesen, die Geige ohne Kinnhalter, Schulterstütze und mit Darmsaiten zu spielen. Tja, da haben dann wohl alle gepennt.

Insgesamt gesehen, selbst wenn er sich noch so abmühte, das “dämonische“ kam nicht wirklich rüber, das außerordentliche Charisma, das einem Nicolo Paganini zugeschrieben wird, sucht man durch den gesamten Film hindurch vergeblich. Man muss leider schon sagen glücklicherweise hielt die Kamera nicht zu lange auf David Garretts Gesicht,- es kam leider nur eine Mimik rüber: Schmachtender Heartbreaker-Schlafzimmerblick, das volle Programm für junge und auch alte Mädchen, die ihre Memopause für David Garrett sofort aufgeben würden. Schade, schade, schade, hätte ein toller 5-Punkte-Film werden können, denn sein Geigenspiel ist wirklich der Wahnsinn, die sonstige Atmosphäre des Films hinsichtlich der Darstellung des 19.-ten Jahrhundert stimmte auch soweit. Manche Charaktere waren etwas lästig, wie der der Sunday Times Tante (warum bringt man so einen Charakter in den Film). Veronica Ferres schwächelte auch ein wenig, verglichen mit ihren bisherigen Filmen. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, die Schauspieler verhielten sich David Garrett gegenüber solidarisch, versuchten nicht, ihn an die Wand zu spielen. Ein netter Zug, hinsichtlich des Verlauf des Films wirkte es eher komisch. Aufgemacht wie ein USA Reißer, muten die einzelen Szenen oftmals gekünstelt und wild zusamengeschnitten an. Ein Highlight allerdings Paganinis Manager Urbani (gespielt von Jared Harris), welcher weitaus dämonischer als Paganini selbst rüberkamt. Ja, man fragte sich wahrhaftig nicht nur am Endes des Films, wer hier der Teufel sei!

Alles in allem ein wenig dünn, trotzdem nicht allzu schlecht und damit besser als erwartet. David Garretts Schauspieltalent begrenzt, aber ok in den meisten Szenen. Wäre ja auch beängstigend gewesen, wenn er das genauso gut hinbekommen hätte, wie das Geigen! Der Tag hat schließlich nur 24 Stunden, dann hätte er auch noch für Filme touren und marketingen müssen.

Mein 7-jähriger Sohn war jedenfalls begeistert, wollte sofort daheim hochmotiviert Geige üben, und die zwei Sexszenchen hat er bisher auch ohne Folgetherapie überstanden. Da können Kinder im Vorabendprogramm unseres Fernsehens oft Schlimmeres zu sehen bekommen.....
.....daher trotz vieler Kritikpunkte noch drei gute Punkte für einen doch sehenswerten Film. Allemale besser als Knalle-und Töterei!

Hier noch ein kleiner Nachtrag vom 27.4.2014: Jetzt habe ich mir doch noch die DVD gekauft (für 9,99 € , Amazon hat es jetzt wieder teurer gemacht). Hintergrund war der, dass der Film ursprünglich in englischer Sprache abgedreht wurde. Schon häufig ist es mir passiert, dass ein vermeintlich schlechter Film in Originalsprache angeschaut plötzlich völlig anders anmutete. Die Sprache macht oftmals einen entscheidenden Unterschied. Diesmal leider nicht. Im Gegenteil: Alle Schauspieler, bis auf Veronika Ferres, haben eine englischen Akzent. David Garrett hat einen amerikanischen, Veronika Ferres besticht durch einen heftigen deutschen Akzent. Ooops, das geht auf den Keks! Mit Sicherheit wäre es schön gewesen, wenn Paganini und sein Manager einen italienisch-französischen Akzent gehabt hätten, der Rest kann beim englischen bleiben. Das wäre dann originalgetreu gewesen, aber vielleicht ein bisschen zu viel verlangt. Ich empfehle daher bei dem Sammelsurium an eigenartigen Akzenten doch besser bei Deutsch zu bleiben. Insgesamt verändert die DVD wenig an meiner Ursprungsbewertung: Besser als erwartet, aber nicht “der Burner“. Es sind noch ein paar “Busenkrabsch-Szenen“ dazugekommen, die sie meinetwegen hätten weggelassen können- ansonsten kommt er rüber, wie der Kinofilm. Es gibt aber reichlich Bonus-Zugaben. Schauspieler und David Garrett sprechen u.a. über die Beweggründe des Filmes. Hier erzählt Jared Harris, was wir alle hinlänglich bemerkten: Dass man einen Laienschauspieler nicht an die Wand spielen wird. Aha,-also richtig getippt. David Garrett kommt selbstverständlich auch zu Wort und sagt nochmal, was ich bereits umrissen habe: Story stimmt im Großen und Ganzen mit den über Paganini überlieferten Geschichte überein, aber manches, wie z.Bsp. die Liebesgeschichte wurde (amerikanisch?) ausgeschmückt oder die Reporterrolle wurde erfunden. Auch klar. Den Kinnhalter hat er übrigens den ganzen Film durch, obwohl er betonte, er wolle so originalgetreu wie möglich spielen. Schade, aber vielleicht kann er es auch schlicht und ergreifend nicht. (Falls jemand einen Kommentar von David Garrett hierzu findet, soll er es mich bitte wissen lassen!) Fest steht, Paganinis Lieblingsgeige, die “Il Cannone“, wie er sie nannte, hatte keinen Kinnhalter und Paganini hat definitiv ohne einen solchen gespielt. Schaut man sich die Aufnahme der Il Cannone genauer an, sieht man genau, wo Paganini seinen Schweiß auf der Geige hinterlassen hat: Dort, wo das Kinn ruht. Alles in allem wird die Bewertung nicht besser: Ein netter Kostümfilm, ein Herzenswunsch David Garretts, der sich bestimmt auch seinen Kram über seine kastrierte Kindheit von der Seele spielte, seiner Aussage nach aber mehr am Schreiben der Filmmusik interessiert war. Es sei ihm gegönnt! Und schön anzusehen ist das wilde Gegeige für den Zuschauer auf alle Fälle und den Produzenten hats garantiert eine Menge Kohle in die Kassen geschwemmt. Suum cuique.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Muss fuer alle Fans der klassischen Musik und von historik Filmen, 11. März 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Teufelsgeiger (DVD)
Bei diesem Film ging es David Garret laut Interviews in erster Linie ums Arrangieren der Filmmusik, ein langgehegter Traum von ihm. Dieser Part ist ihm zu 100% gelungen; einfuehlsame, doch kraftvolle und auf einem sehr hohen Niveau gespielte Filmmusik begleitet durch die durchaus sehr schoen gestalteten Kulissen des fruehen 18ten Jahrhunderts.
Der Cast der Schauspieler ist ebenfalls geglueckt, besonders hervorgehoben seien die Rollen von Andrea Deck, einer auesserst begabten amerikanischen Jungschauspielerin und Saengerin in der Rolle der Charlotte, sowie Jared Harris, der in seiner Rolle als Paganini's Manager dem Film eine teuflisch gute Note verleiht. Da dieser Film in erster Linie den Anspruch eines Musikfilms erfuellen sollte und nicht einer moeglichst authentischen Biographie, finde ich auch die Entscheidung, die Rolle des Paganini mit einem aussergewoehlichen Geiger wie David Garrett, anstelle eines erprobten Schauspielers zu besetzen wohlueberlegt; worauf schlussendlich Garrett in seiner ersten Filmrolle sogar sehr positiv ueberrascht!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Teufelsgeiger, 19. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Teufelsgeiger [Blu-ray] (Blu-ray)
Niccolo Paganini war ein italienischer Geiger, Gitarrist und Komponist. Er lebte von 1782 bis 1840 in Genua und Nizza und war der führende und berühmteste Geigenvirtuose seiner Zeit. Schon zu Lebzeiten war er eine Legende, was nicht nur auf seine brillante Spieltechnik, sondern auch auf sein äußeres Erscheinungsbild zurückzuführen ist.

Die Geschichte von Niccolo Paganini wurde von Regisseur Bernard Rose verfilmt und nun von Universum Film auf DVD und Blu-ray herausgebracht. Die Hauptrolle im Literaturfilm wurde mit David Garrett besetzt, einen bekannten, deutschen Violinisten.

Der Film spielt im Jahre 1830 Niccolo Paganini ist auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Sein Manager Urbani setzt alles daran, dass sich Skandale und Geheimnisse um seinen Schützling ranken, denn schließlich verdient er mit Paganini sein Geld. Aber nicht alle Menschen lieben den Geiger. So muss das Londoner Publikum noch von Paganinis Künsten überzeugt werden. Doch Paganini will nicht nach England reisen. Mit einer List und gegen den Willen seines Schützlings schafft es Urbani, dass der Geiger in London auftreten muss. Als sie im Hotel ankommen, findet dort eine Demonstration gegen Paganini statt. Dieser flüchtet ins Haus des Impresario – und verliebt sich in dessen Tochter. Urbani, der fürchtet, dass er Paganini an die Liebe verlieren könnte, schmiedet eiskalt eine Intrige…

David Garrett passt hervorragend in die Rolle des Niccolo Paganini. Er schafft es die nazistische und die arrogante Art von Paganini den Zuschauer näher zu bringen. Die Musikstücke im Film werden wunderbar über die Boxen wiedergegeben – auch wer keine klassische Musik mag, wird hier sicherlich Gefallen finden. Das Leben von Niccolo Paganini wurde meinem Erachten nach gut umgesetzt, auch die weiteren Darsteller passend ausgesucht. Wer mal wieder einen guten Film sehen möchte der etwas abseits vom Mainstream ist, ist mit Der Teufelsgeiger bestens bedient.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht überwältigend aber durchaus sehenswert, 26. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Teufelsgeiger (DVD)
Wer über das Leben des Nicolo Paganini schonmal was gelesen hat, erwartet natürlich eine entsprechend hochkarätige Verfilmung. Der Film blieb unter meinen Erwartungen, aber dennoch habe ich mich beim Ansehen keine Minute gelangweilt. Zugegeben, die Story ist etwas dünn, aber es war natürlich einfach ein Genuss David Garrett großformatig auf der Kinoleinwand zu sehen und zu hören. Naja, und von seinem guten Aussehen und seinem furiosen Spiel auf der Geige "lebt" der gesamte Film. Ich glaube allerdings, dass David Garrett schauspielerisch zu weit mehr fähig gewesen wäre. Schade, dass der Regisseur diesbezüglich nicht mehr aus ihm herausgeholt hat.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen besser als gedacht, 13. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Teufelsgeiger (DVD)
Wer eine Biografie von Paganini erwartet, wird leider enttäuscht werden. Wer sich mit dem Leben des Geigers nicht auskennt, kriegt meiner Meinung nach gar nicht wirklich mit, dass er Syphilis hat und deshalb ständig auf Morphium ist. Dass Paganini ein extrem erfolgreicher und abartig reicher Künstler war, kommt auch so gar nicht rüber. Er wird eher als ewig pleite dargestellt. Klar hatte er ein Spielproblem, aber pleite war er nie wirklich und seine Geige hat er meines Wissens nach auch nie versetzen müssen. Dennoch mach sich David Garrett wirklich gut und an seinem Geigenspiel ist natürlich nicht das Geringste auszusetzen. Negativ möchte ich noch anmerken, dass man im englichen Original die Untertitel für Hörgeschädigte aufgezwungen bekommt, die man nicht abschalten kann. Das geht meiner Meinung nach gar nicht, deshalb ein Punkt Abzug!
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Der Teufelsgeiger
Der Teufelsgeiger von Jared Harris (DVD - 2014)
EUR 12,49
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