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Guy Cassiers Ring Inszenierung formiert sich nunmehr als gesamt konzeptionelle Bildprojektionsumsetzung auf der Bühne, die in ihrer Struktur nicht neu ist, die aber hinsichtlich des gedanklich assoziativen Überbaus schon der Reflektion würdig ist.
Offene und geschlossene Stahlgitter zentrieren die Schmiedeszene, Werkstatt, zerborstene Schwerter als Bildassoziation.
Mime ist der Versagende, während Siegfried, ummantelt mit einem Bärenfell die Szene betritt.
In Bildschirmen werden zerstörte Landschaften eingeblendet, Assoziation für Destruktion, Gewalt durch das Schwert. Siegfrieds Optik mit einer Art "Teenager" Reflex, naiv in der Erlebenswelt ohne übergeordneten, geistigen Horizont.
Rückblick auf seine unglückliche Kindheit mit Mime als Ziehvater.
Fafners Höhle als das schwarze Loch des Unbewußten, die Bedrohung aus dem Nichts. Siegfried tötet zweimal banal ohne jeglichen Reflex, die Vernetzung mit Gefühl.
Zentral inszeniert die Waldvogel-Szene, steht für die Brücke zur Welt der Menschen in tagtäglicher Interaktion, von Sprache, Kommunikation, Eros. Siegfried erfährt so von Brünnhilde. Dargestellt durch die optisch erotisierende Ebene des Waldvogels.
Wotan-Erda Kontakt als die Angst vor dem Kommenden, Erda denkt in Prinzipien, Wotan hat Angst um die Zukunft.
Siegfried übernimmt in der Erweckensszene Brünnhildes fixe Idee, übernimmt sie rollenhaft.

Optisch mit Höhepunkten und schwächeren Szenen, gelungen die Erweckensszene, problematisch die kurze Einsetzung einer Ballettszene, als visuelle Unterstützung. Durchmischt die gesamte Optik von plus und minus, aber der Regelfall beim Ring und letztlich Geschmacksache.

Sängerisch begrenztes Licht, aber auch Schatten.

Brünnhilde, Nina Stemme, insgesamt zufriedenstellend, in der Erwecksensszene allerding mit reichlich flackerndem Vibrato. Eine problematische Entwicklung vieler dramatischer Stimmen.
Lance Ryan als Siegfried. Der Sänger wird weltweit als Siegfried über die Rampe gejagt. Er stemmt mehr als er gestaltet. Aber er hält die Partie durch und das ist heute vorderstes Kriterium. Ein Sänger, der diese Rolle sängerisch gestalten könnte, fraglos sehr schwierig, höchstens Kaufmann zur Zeit. Ob der sich die Rolle noch antut, wird sich zeigen.
Ryan singt solide, aber stimmliche Gestaltung ist etwas anderes.
Exzellent Peter Bonder als Mime.
Terje Stensvold als Wanderer souverän, allerdings ist sein Timbre auf Dauer reichlich monochrom.
Glänzend Johannes Martin Kränzle als Alberich.
Anna Larsson als Erda, klasse dieser Mezzo.

Stimmliche Gewichtungen sind immer subjektiv, insofern auch meine Einlassung nur als Geschmack zu verstehen, obwohl das Fehlen von Wagner-Tenören, die sängerisch gestalten können, erkennbar ist, mit Ausnahme von Kaufmann und teils Botha. Aus meiner Perspektive kommt Kaufmann der wagnerianischen Vorstellung eines deutschen Belcanto sehr nahe. Die berüchtigte "Bayreuth Bark" Technik, von Cosima forciert, tut der Interpretation nicht gut, aber natürlich sind die Anforderungen an die Tenöre extrem. Fast nur Brecher-Stimmen halten das durch, dafür oft unorganisch bellend, stemmend.

Daniel Barenboim dirigiert überzeugend in seiner auch emotional fundierten Umsetzung.

Insgesamt ist diese Aufführung schwer zu bewerten, eigentlich 3,5 . Ist aber nicht existent. Deshalb - 3 - Sterne.
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am 18. Februar 2015
Mir gefällt die Inszenierung besonders gut, klar und deutlich aufgebaut. Die sängerischen Leistungen sind durch die Bank aus meiner Sicht bemerkenswert. Alles in allem eine stimmige Sache!
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