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am 29. November 2013
"Die geheime Braut" von Brigitte Riebe ist ein historischer Kriminalroman, der den Leser in das Wittenberg des Jahres 1528 entführt.

Er erzählt die Geschichte des Bildes der "Drei Grazien" von Lucas Cranach, eine Geschichte die einem sofort gefangen nimmt und fesselt.
Bettelarm verschlägt es zwei ehemalige Nonnen in die Lutherstadt, dort finden sie ein Einkommen im Schwarzen Kloster zu Wittenberg, indem Luther mittlerweile lebt. Als der Maler Lucas Cranach der Ältere von einem geheimnisvollen Kunstsammler den Auftrag für das bis heute berühmte Bildnis der drei Grazien erhält. Zwei der ausgewählten Frauen stehen nackt Modell - und werden kurz darauf grausam getötet...

Eine Geschichte also , in der es von historischen Persönlichkeiten nur so wimmelt, neben dem Maler Cranach sind es natürlich der Reformator Luther und seine Ehefrau Katharina sowie ebenso Melanchthon, die von der Autorin anschaulich porträtiert werden.
Insbesondere diese Figurenzeichnungen sind es, die überzeugen, denn neben den "Hauptprotagonisten", bevölkern zahlreiche Nebendarsteller das Werk. Die zum einen einen hervorragenden Querschnitt der damaligen Gesellschaft darstellen, die stellvertretend für die Folgen der Reformation stehen und zum anderen sich durch individuelle Charaktere auszeichnen.

Durch häufige Szenen- bzw. Perspektivenwechsel gelingt es der Autorin, die Spannung immer weiter voranzutreiben, die Auflösung des Falles sinnig und nachvollziehbar.
Hervorzuheben sind das sehr ausführliche Nachwort und der Literaturnachweis, sowie die Tatsache, dass das Bild Cranachs abgedruckt wurde, der Leser stets darauf zurückgreifen kann.

Rundum ein überzeugender historischer Roman!
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am 25. November 2013
Schönes Buch! Eine geheimnisvolle Geschichte mit Stil und Witz erzählt und zugleich ein faszinierendes Panorama jener Zeitepoche mit all ihren hellen und dunklen Seiten. Es ist kein Buch in dem man schnell ein paar Seiten verschlingt, sondern ein Genuss, der häppchenweise gelesen werden sollte. Rätselhaft und sinnlich wie ein Cranach-Gemälde. Sehr zu empfehlen.
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Susanna und Binea, zwei ehemalige Nonnen, verschlägt es nach Wittenberg. Nachdem ihr Kloster geschlossen wurde, versuchen die beiden ihren Lebensunterhalt so zu verdienen. Das geht eine Weile auch gut, da Susanna eine schöne Singstimme hat und die Laute schlagen kann. Doch dann kam es zu einem Unglück und Susannas Stimme bricht. Durch diesen Schicksalsschlag müssen die beiden Frauen sich aufs Stehlen verlegen. Ungeübt wie sie nun mal sind, werden sie ausgerechnet in Wittenberg erwischt. Der junge Maler Jan Seman überführt die beiden, als sie ihn erleichtern wollen. Doch statt sie an den Pranger zu bringen, bringt er die sie ins schwarze Kloster – zu Katharina von Bora, der Frau von Martin Luther.

Selbst eine ehemalige Nonne, kann Katharina den beiden ihr Leid gut nachempfinden und nimmt sie zunächst auf Probe als Mägde auf. Susanna und Binea können ihr Glück kaum fassen. Doch Susanna lässt die Vergangenheit nicht los, die zum Brechen ihrer schönen Singstimme geführt hat und auch Binea hat neuerdings ein dunkles Geheimnis. Ob die beiden bei der Lutherin bleiben dürfen?

Jan Seman hingegen plagen ganz andere Sorgen. In der Werkstatt von Lucas Cranach dem Älteren tätig, soll er den Meister aufs Schloss begleiten. Dort wird Lucas Cranach der Auftrag erteilt, ein Bild von drei Grazien zu malen. Nackt. Und der Auftraggeber gibt vor, welche Frauen dafür Modell stehen sollen. Dabei handelt es sich um Frauen der gehobenen Gesellschaft. Lucas Cranach reicht den Auftrag an seinen Gesellen Jan weiter. Als Frauenheld verschrien, soll er die Frauen davon überzeugen, sich von ihm nackt malen zu lassen. Jan gelingt es tatsächlich, die erste Frau zu überzeugen. Wenig später jedoch, ist diese Frau tot. Ein Zufall? Doch auch das zweite Modell wird, kurz nachdem es für Jan Modell stand, tot aufgefunden. Jan gerät in den Kreis der Verdächtigen und vor allem der Verlobte der zweiten Toten hält ihn für den Täter.

Susanna spürt, dass Jan unschuldig ist, denn längst hat sie ihre Vergangenheit eingeholt und treibt nun in Wittenberg ihr Unwesen. Sie muss sich beeilen, wenn sie Jan retten und den wahren Täter überführen will…

Brigitte Riebe entführt den Leser in diesem Buch nach Wittenberg und gleich dazu in den Haushalt von Martin Luther. Der bekannte Reformator lebt bereits seit einiger Zeit in Wittenberg und wirkt dort an der Leucorea. Seine Frau Katharina von Bora kümmert sich um den Haushalt, die gemeinsamen Kinder und die Studenten, die bei ihnen Unterschlupf finden.

Susanna und Binea stoßen auf einen Haushalt, der ihre Hilfe dringend nötig hat. Neben Luther und Katharina trifft der Leser aber noch weitere bekannte Persönlichkeiten aus jener Zeit. So ist der Maler Lucas Cranach der Ältere ein guter Freund von Martin Luther und auch Philipp Melanchthon tritt immer wieder, mit einigen anderen Professoren der Leucorea, auf.

Jedoch bleiben Martin Luther und die Professoren eher im Hintergrund. Vordergründig geht es vor allem um Jan Seman, Susanna und Binea. Auch der Haushalt der Lutherin wird durch Susanna und Binea immer wieder erwähnt und man erhält als Leser einen ganz anderen Einblick in das Leben der Luther Familie wie bisher.

Die Geschichte ist dreigeteilt. Zum einen begleitet der Leser Susanna, die sich mit den Dämonen ihrer Vergangenheit herum plagt und später mutig nach ihrem Peiniger sucht. Zum anderen lernt man Binea, eine an sich ruhige Person, die sich hinter die Mauern eines Klosters zurücksehnt, aber dann eine interessante Bekanntschaft macht. Und natürlich Jan, der den Auftrag von seinem Meister weitergereicht bekommt, die drei Grazien zu malen.

Als die Morde geschehen, rücken auch Lucas Cranach und Martin Luther etwas mehr in den Vordergrund. Lucas Cranach erhält den Auftrag, den Täter zu finden und zu überführen. Martin Luther unterstützt ihn dabei, bleibt bei den eigentlichen Ermittlungen eher im Hintergrund, da er an der Leucorea zu sehr gefordert wird.

Aus einem historischen Roman wird nach dem ersten Mord ein historischer Krimi. Die Spannung steigt spürbar an und erreicht ihren Höhepunkt, als Jan Seman wegen Mordverdacht verhaftet wird. Ab hier läuft die Zeit gegen Susanna, denn für den Verlobten der zweiten Toten ist Jan der Mörder und ihn möchte er tot sehen.

Die Gefühle der einzelnen Protagonisten lassen sich gut nachvollziehen. Gerade Susannas Angst und Unsicherheit sind für den Leser spürbar. Aber auch die kecke Malein, die im Freudenhaus arbeitet und irgendwann um ihr Leben fürchten muss, ist für den Leser greifbar.
Der Leser wird durch den Schreibstil zum Nachdenken angeregt und selbst zum Ermittler. Man sammelt eine ganze Menge Verdächtiger an, bildet Verknüpfungen zu den einzelnen Personen und bemerkt so kaum, wie schnell doch die Zeit verfliegt. Schnell hat man sich fest gelesen und möchte einfach nur doch das Knäuel, das sich gebildet hat, entwirren.

Neben den Morden, den Ermittlungen und der Angst wachsen in dem Buch noch zwei zarte Liebesgeschichten heraus. Sie bilden einen willkommenen Gegensatz zu den Schrecken, die der Mörder verbreitet. Die Geschichte hat 15 Kapitel und ist in drei Abschnitte unterteilt:

1. Buch – Aglaia
2. Buch – Thalia
3. Buch – Euphrosyne

Die Abschnitte stehen für die Grazien, die Jan malen soll und in den Abschnitten geht es auch um die jeweilige Grazie. Das Deckblatt eines jeden Abschnittes wird mit der für Lucas Cranach typischen gefiederten Schlange unterzeichnet.

Der Epilog lässt die Geschichte langsam ausklingen und im Leser noch etwas nachhallen. Die Autorin hat sich intensiv mit den Recherchen zu dem Bild von Lucas Cranach beschäftigt, was man beim Lesen deutlich merkt. Auch die Vorgehensweise, wie ein solches Bild entstehen kann, wird näher beleuchtet, verständlich und nachvollziehbar vermittelt.
Das Bild, um das sich die Geschichte dreht, wurde sowohl vorne wie hinten als Vor- bzw. Nachsatzblatt abgedruckt. Dadurch kann sich der Leser das Bild genau ansehen und hat es während des Lesens immer vor Augen. Der Druck ist übrigens sehr gut gelungen, die Farben kommen gut zur Geltung und ich habe mich sehr über diesen Abdruck gefreut. Das Original kann man zur Zeit im Louvre/Paris bewundern.

Das Buch endet mit einem ausführlichen Nachwort der Autorin. In diesem Nachwort geht Brigitte Riebe kurz und prägnant auf folgende Themen im Zusammenhang mit dem Buch ein:

Zeichen und Wunder
Luther und die Wahrheit
Wittenberg als Schauplatz
Lucas Cranach der Ältere
Nackte Bilder
Die drei Grazien
Dichtung und Wahrheit

Natürlich darf eine Liste ausgewählter Literatur sowie die Danksagung nicht fehlen.

Fazit:
Spannend geschrieben, entführt Brigitte Riebe den Leser in das Haus von Martin Luther nach Wittenberg und bietet dem Leser einen ganz besonderen Blick auf dessen Leben und Wirken. Neben zarten Liebesgeschichten wird der Leser als Ermittler gefragt und so in die Geschichte regelrecht reingezogen. Meine Empfehlung für die langen dunklen Wintertage.
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TOP 1000 REZENSENTam 25. November 2013
Allgemeines
Erscheinungstermin: 28.10.2013 im Diana Verlag
Hardcover mit 448 Seiten
Drei Bücher, nach den "drei Grazien" des gleichnamigen Gemäldes "Aglaia", "Thalia" und "Euphrosyne" betitelt, insgesamt 15 Kapitel, die jeweils in mehrere Abschnitte untergliedert sind
Epilog , Nachwort der Autorin, Bibliographie
Erzählung in der dritten Person aus verschiedenen Perspektiven

Zum Inhalt
Die Romanhandlung spielt in den Jahren 1527/1528 in Wittenberg. Durch im Zuge der Reformation erfolgten Klosterschließungen sind viele Mönche und Nonnen heimatlos geworden. Auch die beiden ehemaligen Nonnen Susanna und Binea müssen sich mehr schlecht als recht durchschlagen und gelangen von Leipzig, wo Susanna ein traumatisches Erlebnis hatte, nach Wittenberg. Durch einen glücklichen Zufall finden die beiden Frauen Aufnahme im Schwarzen Kloster, das von Martin Luther und seiner Familie bewohnt wird. Susanna und Binea arbeiten als Mägde für Luthers Frau Katharina von Bora, auf deren Schultern eine Unmenge an Arbeit lastet, während ihr Mann sich im Kreise seiner Kollegen von der Leucorea (Wittenberger Universität) ganz seinen Studien und Schriften widmet. Katharina hat nicht nur ihren Mann, ihre beiden Kinder Hansi und Elisabeth und ihre alte Tante Lene zu versorgen, sie unterhält auch eine Pension für Studenten, die als zahlende Kostgänger die ehemaligen Mönchszellen des Schwarzen Klosters bewohnen. Um so viele Personen verköstigen zu können, betreibt sie einen Gemüsegarten und hält auch Nutztiere.
Susanna verliebt sich in den Schürzenjäger Jan Seman, der als Malergeselle für den berühmten Lucas Cranach arbeitet. Eines Tages erhalten Cranach und sein Geselle einen mysteriösen Auftrag von einem maskierten Mann, der den Maler im Wittenberger Kurfürstenschloss empfängt und ein Gemälde mit dem antiken Thema "Die drei Grazien" in Auftrag gibt. Cranach soll die drei Figuren nackt darstellen und als Modelle dafür Margaretha Relin, die Frau des Apothekers, Dilgin von Thann, die Lieblingshofdame der jungen Kurprinzessin Sibylle von Sachsen, und Katharina von Bora nehmen.
Dass die ehrbare Gattin des Reformators einem solchen Ansinnen niemals zustimmen wird, ist Cranach gleich klar. Die anderen beiden jungen Frauen, ebenfalls "anständige" Frauen, soll der charmante Jan dazu überreden, Modell zu stehen. Es gelingt Jan, die Frauen (nicht nur) zum Modellstehen zu verführen, doch nachdem er sie gemalt hat, werden sie vermisst und dann ermordet aufgefunden. Jan gerät unter Mordverdacht. Susanna will sich dem inzwischen eingekerkerten Jan zuliebe als Lockvogel für die Vervollständigung des Gemäldes zur Verfügung stellen, denn Cranach und sie gehen davon aus, den wahren Mörder bei der Übergabe des Gemäldes stellen zu können. Unterdessen hat Susannas Freundin Binea die Bekanntschaft eines maskierten Mannes gemacht, den sie gelegentlich heimlich am Elbufer trifft. Auch im städtischen Frauenhaus, das die Hurenwirtin Griet betreibt, geht nachts ein maskierter Mann ein und aus: ihm gehört das Etablissement und er ist nicht zimperlich, wenn es darum geht, die Einnahmen zu prüfen...

Beurteilung
"Die geheime Braut" ist ein historischer Krimi. Obwohl es immer wieder durchaus spannende Szenen gibt und der Leser um Leib und Leben verschiedener Bürgerinnen Wittenbergs bangt, liegt doch das Hauptaugenmerk auf der historischen Komponente, die - wie auch in den anderen Romanen der Autorin - sehr gründlich recherchiert ist und eine profunde Kenntnis der Reformationszeit deutlich werden lässt. Sehr gut wird das Familienleben im Lutherhaus beschrieben, das durch den christlichen Glauben, harte Arbeit und aufrichtige Zuneigung der Familienmitglieder untereinander geprägt ist.
Ebenso interessant sind die Einblicke, die der Leser in das Schaffen einer großen Malerwerkstatt des 16. Jahrhunderts erhält. Der berühmte Lucas Cranach der Ältere (ca.1472 - 1553) beschäftigt viele Gesellen und bildet auch seine beiden Söhne Hans und Lucas aus. Die Werkstatt erhält unzählige Aufträge, die meistens von den Gesellen erfüllt werden, der Meister selbst gibt ihnen dann den letzten Schliff und signiert sie mit seinem Zeichen, einer geflügelten Schlange. Ähnlich wie Katharina von Bora ist auch Cranachs Frau Barbara eine selbstbewusste Frau, die ihrem Mann in partnerschaftlicher Liebe zugetan ist und in Wittenberg als "Heilerin" mit ihren Kräutern gute Arbeit leistet. Die Charakterisierung der historischen Figuren ist sehr realitätsnah, die fiktiven Figuren (Susanna, Binea, Jan, Griet und der geheimnisvolle Maskierte) sind glaubwürdig ausgearbeitet.
Der anschauliche und für die geschilderte Zeit authentische Sprachstil macht die Lektüre zu einem höchst unterhaltsamen Vergnügen, die 448 Seiten sind schnell ausgelesen.
Wie immer darf ein informatives Nachwort der Autorin zu Fakten und Fiktion im Roman nicht fehlen, das noch durch eine Bibliographie interessanter Werke zu den Themen "Luther", "Reformation" und "Lucas Cranach" ergänzt wird. Besonders bereichernd ist der Abdruck des Gemäldes "Die drei Grazien" im vorderen und hinteren Einband, das den Leser immer wieder zum vergleichenden Betrachten einlädt, je weiter die Fertigstellung des Gemäldes unter den Händen von Cranach und Jan voranschreitet.

Fazit
Ein gut recherchierter und informativer historischer Kriminalroman, der Lesern mit Interesse an den Themenbereichen "Luther und die Reformation" und "Malerei der Reformationszeit" fesselnde Unterhaltung bietet!
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am 26. November 2013
"Die geheime Braut" ist ein historischer Roman, der im 16. Jh. in Wittenberg spielt und in dem neben erfundenen Charakteren auch historische Gestalten wie Martin Luther und seine Frau Katharina und der Maler Lucas Cranach und sein Umfeld vorkommen.
Ausgangspunkt der Geschichte sind Susanna und Bini, zwei junge Frauen, die, nachdem ihr Kloster geschlossen wurde, sich nun alleine durchschlagen müssen. Sie kommen nach Wittenberg und finden vermittelt durch den Maler Jan Semann Aufnahme im Haushalt Martin Luthers. Jan Seman ist der begabteste Geselle in der Werkstatt von Lucas Cranach. Dieser erhält von einem geheimnisvollen Maskenmann den Auftrag, ein Gemälde anzufertigen, das drei nackte Grazien zeigt. Neben einer sehr hohen Anzahlung gibt der Auftraggeber aber nach und nach vor, wer für die Grazien Modell stehen soll. Als das erste Modell nach dem Malen tot aufgefunden wird, beginnt eine Jagd nach dem Täter…
Es gelingt Brigitte Riebe sehr gut, ein lebendiges Bild vom Leben der damaligen Zeit zu entwerfen, der Situation ehemaliger Nonnen, im Hurenhaus, an der Universität usw. Die Charaktere sind erfreulich vielseitig und ohne Schwarzweißmalerei, dadurch wird die Handlung auch spannend und nicht vorhersehbar. Brigitte Riebe schreibt wie gewohnt gut lesbar, flüssig und fesselnd.
Die tolle Aufmachung des Buches mit dem ansprechenden Cover, dem Grazienbild im Innern, Infos zur Geschichte und Literaturhinweisen vervollkommnen den positiven Gesamteindruck noch.
Mein Fazit: volle Punktzahl für die klasse Geschichte!
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am 25. November 2013
Die geheime Braut - Brigitte Riebe

Kurzbeschreibung Amazon:

Die dunkle Geschichte eines Meisterwerks

Wittenberg 1528: Bettelarm verschlägt es die ehemalige Nonne Susanna in die Lutherstadt. Dort trifft sie den Maler Jan aus der Werkstatt von Lucas Cranach, der drei junge Frauen nackt porträtieren soll. Mit verhängnisvollen Folgen: Kaum ist die erste der Grazien gemalt, wird sie tot aufgefunden. Eine zweite Frau steht Modell und wird lebendig begraben. Susanna, längst in Jan verliebt, bietet sich als Lockvogel an ...

Mehr als zehn Jahre sind vergangen, seit Martin Luther mit dem Anschlag der 95 Thesen dem Papst und der römischen Kirche den Kampf ansagte. Inzwischen lebt er zurückgezogen im Schwarzen Kloster zu Wittenberg, als Malerfürst Lucas Cranach der Ältere von einem geheimnisvollen Kunstsammler den Auftrag für das bis heute berühmte Bildnis der drei Grazien erhält. Zwei der ausgewählten Frauen stehen nackt Modell - und werden kurz darauf grausam getötet. Als der Auftraggeber Luthers Frau Katharina als Dritte im Bunde fordert, befürchtet der Reformator einen Racheakt für seine weltverändernde Kritik. Muss seine Frau dafür mit ihrem Leben bezahlen? Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt ...

Mein Leseeindruck:

Wieder ein absolut fesselndes und spannend-historisches Buch von Brigitte Riebe!

Ich habe schon mehrere Bücher von ihr gelesen und mit "Die geheime Braut" hat mich Frau Riebe wieder einmal voll in den Bann gezogen und von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt.

Die Story enthält zu dem historischen Anteil einen großen Teil von kriminalistischer Handlung und hält daher den Leser in atemloser Spannung.

Die Hauptprotagonisten sind zum großen Teil sehr symaptisch und natürlich muß wie in jeder guten Geschichte auch ein Bösewicht und eine Anti-Person mit vertreten sein. Luther und seine Frau Katharina gehören ebenfalls wie die ehemalige Nonne Susanna und ihre Mitschwester Binea zu dem sympatischen Teil. Dem Unheimlichen mit der Maske bringt der Leser wohl erst mal eine große Portion Antipathie entgegen.

Fazit:

Ein super spannendes Buch aus der Lutherzeit, welches ich wieder mit großem Vergnügen gelesen habe und das mich absolut überzeugen konnte.

5 wohlverdiente Sterne für Frau Riebe, die mit diesem Buch wieder mal dem Leser einen großen Lesegenuss bereitet hat. Kann es nur uneingeschränkt weiter empfehlen!
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am 25. November 2013
In dem neuen Roman von Brigitte Riebe geht es um ein Meisterwerk der deutschen Renaissance, das Bild "Die Drei Grazien" von Lucas Cranach (1472- 1553), das in 1531 entstanden ist. Das Bild zeigt eine Aktdarstellung von drei jungen anmutigen Frauen. Der Motiv des Bildes war an sich nicht neu, denn es wurden schon Helden der Mythologie in ihrer Nacktheit dargestellt. Doch es wurde zu dieser Zeit noch nicht mit lebenden Modellen gearbeitet.

Geschickt vermischt die Autorin die historische Fakten und Fiktion rund um die Entstehung des berühmten Bildes.
Lucas Cranach bekommt einen Auftrag von einem unbekannten man, drei Grazien: Aglai, was Glanz bedeutet, Euphrosyne (Frohsinn) und Thalia (Blüte) zu malen. Das Besondere an diesem Auftrag ist, dass der mysteriöser Auftraggeber verlangt, dass das Bild von lebenden Modellen gezeichnet werden soll und die sollen dem Meister nackt posieren. Für diese Zeiten ist der Auftrag beinahe unmöglich zu erfüllen. Doch auch das ist noch nicht alles. Der Auftraggeber, der reichlich den Künstler bezahlt, hat auch noch eine bestimmte Vorstellung davon, wer diese Damen sein sollten. Es ist spannend im Laufe der Geschichte zu erfahren, wer zu dieser besonderen Rolle auserkoren worden ist.

Die Gesamtgeschichte ist rund um das Bild aufgebaut, doch es kommen viel mehr Protagonisten ins Spiel, die wichtig für die Handlung sind. Nicht nur ein hervorragendes Ratespiel bietet die Autorin um das Thema: wer war der Auftraggeber?, sondern es wird auch vieles anderes im Laufe des Romans geklärt, was den Leser in spannender Erwartung hält. Zum Beispiel Morde an den jungen Frauen...

Lebhaft, abwechslungsreich und schnell entwickelt sich die Handlung. In einer bildhaften, lebendigen Sprache mit Liebe zum Detail erzählt die Autorin diese interessante Geschichte. Mir hat der Roman großes Lesevergnügen bereitet. Die Vielfalt der Charaktere, die sehr gelungen dargestellt worden sind, die zeitspezifische Themen, spannende Entwicklung der Story und natürlich die Geschichte um die Entstehung "Der Drei Grazien". Ein gelungener Roman, den ich gerne weiter empfehlen würde.
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TOP 500 REZENSENTam 24. November 2013
Wer erfahren will, wie es in Wittenberg zu Luthers Zeiten zugegangen sein könnte und sich dabei noch bestens unterhalten lassen will - der kommt an der neuesten Schöpfung der Historikerin Brigitte Riebe nicht vorbei: "Die geheime Braut" ist ein anspruchsvoller, amüsanter und überaus spannender Roman, der zudem bestens recherchierte Hintergrundinformationen liefert.

Worum geht es: die ehemalige Braut Christi Susanna ist obdachlos - das Kloster, in dem sie und ihre Freundin Binea lebten, wurde aufgelöst - seitdem pilgern sie quasi heimatlos, am Rande einer gesellschaftlichen Existenz, durch die Lande. In Wittenberg kommt es zu einer überaus abenteuerlichen Begegnung mit Jan Faber, seines Zeichens Geselle bei Lucas Cranach, die die beiden Mädchen komplett ins Unglück stürzen könnte - statt dessen bietet Jan ihnen den rettenden Anker, indem er ihnen eine Stellung als Mägde beschafft - ausgerechnet beim großen, gestrengen Martin Luther und seiner Frau Katharina von Bora. In diesem überaus geschichtsträchtigen Umfeld nun kommt es zu mehreren Morden an jungen Frauen - und der cranachsche sowie der luthersche Haushalt mitsamt Mägden stecken bald mittendrin.

Gefährlich geht es zu, aber auch lehrreich. Schauplätze sind nicht nur die Häuser Cranachs und Luthers, nein, die Autorin versteht es geschickt, auch die Universität, die fürstliche Residenz mitsamt ihren Herrschern , aber auch eher am Rande der sozialen Existenz stehende Orte wie das örtliche Freudenhaus einzubinden.

Ein bunter Reigen also - vielleicht gar zu bunt? Mitnichten, denn Brigitte Riebe kann schreiben und ist eine erfahrene Historikerin. Der Leser begegnet vielen Charakteren, doch sind diese so plastisch beschrieben, dass man sie unschwer auseinanderhalten kann. Auch Längen kommen in diesem Roman nicht vor, im Gegenteil - es ist fast unmöglich, ihn aus der Hand zu legen. Mich persönlich haben einzig die zahlreichen Sexszenen, die oft stark im Vordergrund standen, gestört. Doch das ist meine persönliche Meinung - ich mag es eben gern etwas subtiler.

Ansonsten empfehle ich es jedem, der sich entführen lassen will in Luthers Zeit und dabei wirklich gut und mit hohem Anspruch unterhalten werden will. Ein Roman, in dem man so richtig schwelgen kann - etwas für lange Wochenenden, an denen man (fast) unbegrenzt Zeit hat!
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am 9. Juni 2015
Im 16. Jahrhundert strandet eine ehemalige Nonne in Wittenberg. Susanna findet im Haus von Martin Luther Zuflucht und arbeitet dort als Magd.

Luther hatte vor einigen Jahren seine 95 Thesen angeschlagen und betreibt weiter intensiv seine Studien. Seine Frau Bene ist damit beschäftigt, alles am Laufen zu halten und ihre Kinder gesund durchzubringen.

Just zu dieser Zeit bekommt der bekannte Maler Cranach einen Auftrag der es in sich hat. Von einem Unbekannten werden „die drei Grazien” beauftragt. Ein heute noch sehr bekanntes Werk.

Die Crux an der Sache ist, dass der Unbekannte die drei Frauen nackt abgebildet haben möchte und er macht klare Anweisungen darüber, wer die erste der Grazien zu sein hat. Es geht dabei um eine äußerst heikle Angelegenheit, den es handelt sich um eine Adlige, die Jan, der Gehilfe von Meister Cranach, malen soll.

Das ganze ist ihm nicht ganz geheuer und seine Ahnungen sollen sich auf grausamste bewahrheiten, denn kurz nachdem das Bild fertig ist, wird die erste Grazie tot aufgefunden.

Gleiches Schicksal ereilt auch die zweite Grazie und die ganze Stadt ist in Aufruhr.

Der unbekannte Auftraggeber fordert die Frau Luthers als dritte Grazie. Jetzt ist guter Rat teuer und Luther glaubt an ein Komplott gegen ihn und seine Ideen.

Susanna, die Magd, erklärt sich bereit den Lockvogel zu spielen und als dritte Grazie anstatt Luthers Frau Modell zu stehen. Ein äußerst gefährliches Spiel, doch ihr Herz gehört inzwischen Jan, dem Malergehilfen und so nimmt das Schicksal seinen Lauf.

Historische Romane gibt es nun wahrlich wie Sand am Meer. Doch Brigitte Riebe, die Autorin dieses Buches, versteht es etwas Besonderes daraus zu machen. Nicht umsonst ist sie Historikerin.

Der geschichtliche Hintergrund ist akribisch recherchiert und das erzählte Alltagsleben nimmt einen mit ins 16. Jahrhundert.

Wie der Mensch Luther gelebt haben könnte und in welchem Umfeld seine 95 Thesen entstanden, gibt dem Roman eine weitere, hochinteressante Ebene.

Wer sich für Historie und spannende Erzählungen gleichermaßen begeistern kann, wird mit diesem Werk seine Freude haben.
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am 26. Juli 2014
Ich möchte Euch heute gerne das Buch "Die geheime Braut" von Brigitte Riebe, erschienen im Diana Verlag, vorstellen.

Ich habe von Brigitte Riebe bereits das ein oder andere Buch gelesen und war jedes Mal wieder von Neuem wie gefesselt von ihrer Schreibweise, die einem mitten in das Geschehen hineinkatapultiert.

Dies ist auch bei diesem außergewöhnlich gut geschriebenen historischen Kriminalroman der Fall. Zu Anfang würde man dies nicht vermuten, denn die Geschichte beginnt relativ harmlos und man verfolgt wie die beiden ehemaligen Nonnen Susanna und Bini aus der Gosse und ohne einen Heller in der Tasche im Haushalt der Familie Luther als Mägde landen.

Die Geschichte nimmt ordentlich an Fahrt auf, als die erste der drei Grazien ermordet wird. Mit ihrem flüssigen und lebendigen Schreibstil vermag es die Autorin einem in ihren Bann zu ziehen. Besonders toll gefällt mir, dass die Geschichte unglaublich spannend ist und sich in einem historischen Gefüge bewegt das zeigt, dass sich Brigitte Riebe hiermit wirklich beschäftigt und auseinandergesetzt hat. Sie verfügt über ein ausgeprägtes historisches Wissen, was man beim Lesen deutlich merkt, denn alles wirkt realistisch und nicht an den Haaren herbei gezogen.

Die Hauptprotagonisten sind vielschichtig und lebendig gezeichnet. Man kann sie sich anhand der Beschreibungen sehr gut vorstellen, entwickelt Sympathien und Abneigungen.

Nach dem zweiten Mord fühlte ich mich teilweise wirklich, als würde ich einen Film schauen, so fesselnd war die Erzählung.

Und auch die letztendliche Auflösung hat mir ausgesprochen gut gefallen, weshalb dieses unglaublich spannende Buch, in welchem die Gefühle auch nicht zu kurz kommen, 5 Sterne von mir bekommt!
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