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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reise zum Mittelpunkt der Welt
"Die Entdeckung des Higgs-Teilchens"

Als ich das Buch im Regal sah war ich begeistert. Da ich physikinteressiert bin, aber mehr aus Ambition heraus als aus Fähigkeit, freue ich mich immer wieder, wenn ein populärwissenschaftliches Buch erscheint, dass auch dem Laien einen gewissen Zugang zur spannenden Welt der Physik jenseits der Newtonschen...
Vor 4 Monaten von Thorsten Gonschior veröffentlicht

versus
32 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Das Buch ist nicht wert es zu kaufen!
Ich habe das Buch, nachdem ich 10% gelesen habe, geloescht.

Die Ausdrucksweise ist sehr unangenehm. Ich habe erwartet eine kurze Zusammenfassung von der Geschichte der Entdeckung zu lesen, die von Physikern geschrieben ist. Stattdessen ging es die ganze Zeit nur darum, wie Journalisten das Teilchen nennen und wie falsch das ist, was in den Zeitungen steht. Ich...
Vor 12 Monaten von Oleksandra Koval veröffentlicht


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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reise zum Mittelpunkt der Welt, 3. September 2014
"Die Entdeckung des Higgs-Teilchens"

Als ich das Buch im Regal sah war ich begeistert. Da ich physikinteressiert bin, aber mehr aus Ambition heraus als aus Fähigkeit, freue ich mich immer wieder, wenn ein populärwissenschaftliches Buch erscheint, dass auch dem Laien einen gewissen Zugang zur spannenden Welt der Physik jenseits der Newtonschen Gesetze ermöglicht.
Als ich das Buch in die Hand nahm, las ich dass der Herausgeber Herr Harald Lesch ist. Den Prof.Dr.rer.nat. hat er wohl aus Bescheidenheit, oder für die bessere Verkaufbarkeit des Buches weggelassen. Nun ich wollte unter dem Wissen dass Herr Lesch Herausgeber ist das Buch eigentlich zurückstellen, denn er hat mit seinem wissenschaftlichen Nachweis warum es auf dem Raumschiff Enterprise kein Beamen geben kann, mein Weltbild nachhaltig beschädigt, was ich ihm bis heute nur teilweise verziehen habe. Nun auch Herr Lesch kann nicht alles wissen und ich behelfe mich mit dem Glauben an die freie Zukunftsgestaltung einschließlich des Beamens.

Zeit und Raum für das Buch geschaffen, stürzte ich mich in die Tiefen der Teilchenphysik, dachte ich zumindest. Das Buch beginnt mit der Aufarbeitung des anscheinend tief vrewurzelten Frusts der Vertreter der Wissenschaft mit dem Umgang der Vertreter des publizierenden Gewerbes, namentlich Pressefritzen und anderen ahnungslosen Banausen die es nicht zu würdigen wissen, dass man die Teilchenphysik nicht in Zwei Halbsätzen erklären kann.

Ich arbeitete mich also durch den ersten Aufzug der Frustbewältigung von Herrn Lesch durch. Ok, Einleitung 14 Seiten, lasse ich durchgehen. Es folgt, ein weiteres Kapitel Frustbewältigung des selben Themas. Nachdem ich mich durch 46 Seiten Frustbewältigung durchgearbeitet hatte wollte ich das Buch weglegen. Meine Geduld war am Ende und die investierte Zeit wurde nicht mit den Erkenntnissen belohnt, die ich eben in genau den zwei Halbsätzen haben wollte, in denen es anscheinend nicht geht.

An die Autoren: Werte Herren, ich verstehe Ihren Frust, dass die öffentliche Meinung nach Schlagworten und Verkaufsmitteln sucht, um Ihre Arbeit vielleicht vereinfacht darzustellen, aber eines ist mir aufgefallen: Ich bin mit dem Wort "Gottesteilchen" auf dem Sie so entrüstet herumreiten, in den letzten 2 Jahren nicht halb so oft konfrontiert worden, wie auf den ersten 46 Seiten Ihres Buches.

Zur Umgebung des Buches:
Der Inhalt des Buches sollte bei einer Rezension eigentlich immer im vordergrund stehen. In diesem Fall möchte ich jedoch eine Besonderheit dieses Buches nach vorn stellen, die für mich im Nachhinein eine mindestens ebenso große Bedeutung gefunden hat wie der Inhalt des Buches selbst. Dies ist der Umstand dass es sich bei diesem Buch um ein moderiertes studentisches Autorenprojekt handelt. Hier hat Herr Lesch 7 Student/-en/in (Anm.: wie schreibt man das heutzutage eigentlich?) um sich versammelt und mit ihnen in bemerkenswertem persönlichen Engagement und Voraussicht ein Buchprojekt mit Rückschlägen und Erfolgen durchgeführt. Für diesen Denkansatz, vielen Dank.

Zum Inhalt:
Das Buch gliedert sich in 9 Kapitel, die den Leser auf 162 Seiten maßvoll bebildert durch eine gut arrangierte Galerie von Exponaten zur Anschauung für Austellungsbesucher der Teilchenphysik führen. In den Kapiteln ein bis drei entledigen sich die Autoren wie bereits gesagt, zugegebenermaßen teils auf amüsante Art, Ihres Unmutes zur öffentlichen Darstellung und Wahrnehmung ihrer Arbeit. Das Kapitel vier mit dem Titel "Rätsel und Kuriositäten in der Welt der allerkleinsten Dinge", geschrieben von Roman Zitlau begann mich dann auch technisch zu begeistern. Er schafft es auf unangestrengte Weise einen Mitnahme-Auffrischungskurs in Physik so interessant zu gestalten, dass das "Erinnern" wirklich Spaß gemacht hat. Er startet hierbei beim Periodensystem der Elemente, geht über Erläuterungen von Größenverhältnissen, zu ästetischen Beobachtungen der Ergebisse von Teichenversuchen bis zur Erläuterung der Hauptgruppen der Elementarteilchen und -Gruppen. Er schafft es dann hier doch dem Leser zumindest die Wahrnehmung zu vermitteln das zu verstehen was vermittelt werden soll, nämlich ein Einblick und ein Überblick über die interessante Welt des noch Kleineren. Es folgen Erläuterungen zu den Elementarkräften, deren bekannten Naturen und Eigenschaften. Daten und Formeln werden maßvoll bis sparsam eingesetzt, lassen den vorbelasteten Leser mitfiebern, aber denjenigen der nichts mit Zahlen und Formeln anfangen kann nicht im Dunkeln stehen. Gravitation, Magnetismus, Kernkräfte, Strahlung, Vakuum. Auch für den der sich nicht für Higgs interessiert, ist dieses knapp 50 seitige Kapitel das Buch schon wert.
So mit neuer Begeisterung aufgeladen waren die Folgekapitel für mich ein kontinuierliches Durchlesen auf dem Flug von Düsseldorf nach Berlin (Wartezeiten eingeschlossen).

"Treffen sich zwei Protonen"
5. Kapitel von Judith Selig. Vor 2 Monaten habe ich mit Freunden den Elektronenspeicherring BESSY II in Berlin besichtigen dürfen. Teilchenphysik zum Anfassen am Tag der offenen Tür für jedermann. Da kamen Familien und Schulklassen und der Fussballverein. Da war nichts zu spüren von der abgekapselten Welt der Wissenschaft. Hingehen muss man natürlich noch selbst.
Frau Selig bietet einen kurzen aber interessanten Einblick in das Kernforschungszentrum CERN die dort etablierten Experimente, gibt Einblick in Energien und Versuchsaufbauten.

Es folgt ein weiteres Kapitel zu Versuchaufbau und -Detail, die einen interessanten Einblick in die Messtechnik der Teilchenphysik geben. Die Fragen "wie zum Teufel schaut man eigentlich bei solchen Kollisionen zu?" und "was für Daten bekommt man da eigentlich?" sowie "wie liest man diese Daten denn?" werden hier gut verständlich beantwortet. Vielleicht mag die Tiefe der Antwort nicht jeden befriedigen, aber hier sollte man den Fokus eines Buches beachten und vor allem seine Zielgruppe.

Bis hier hin quälte mich die Frage was denn nun mit dem Higgs los sei, was es bedeutet und was man damit anfangen kann. Hier findet Martin P. Dittgen im Kapitel "Das Higgs-Teilchen aus dem Blickwinkel der Theoretischen Physik" eine verständlich klingende Antwort. Er beginnt mit allgemeinen Aspekten von Theorien und Symmetrien und macht diese an Alltagsdingen deutlich. Er gibt einen spannenden Einblick in Thesen warum Symmetrien nicht symmetrisch sein dürfen und welche Bedeutung dies für die Umwelt und die Natur der Dinge hat.

Herr Lesch gibt nachfolgend eine Zusammenfassung und einen Asublick wie es weitergehen kann, ein interessantes Kapitel über den Sinn und Nutzen von Beschleunigerprojekten.
Abschließend findet sich ein Kapitel zur Würdigung Der Ideengeber Higgs und Englert, deren Arbeit mit dem Nobelpreis für Physik ihren Höhepunkt fand.

Meine Meinung
Vom etwas anstrengenden ersten Teil abgesehen ist das Buch eines derer, die in den letzten Jahren zumindest meine größte Anteilnahme erzeugt haben. Nicht zuletzt die Nebenbedingungen der Erarbeitung des Buches und seine innovative und risikobereite Herangehensweise haben mich gefesselt, sondern auch die hervorragend verständlich gehaltenen Artikel der mitwirkenden Autoren.

Was mir gefehlt hat
Ein wissenschaftliches Buch für die interessierte Laienöffentlichkeit zu schreiben dürte ein Unterfangen sein welches zumindest bereits im Ansatz davon ausgehen muss zu polarisieren. Zielpuplikum, Eindringtiefe, Vereinfachungen vs Korrektheit, alles Aspekte die sich in einem solchen Buch nicht deterministisch zusammenfassen lassen. Für populärwissenschaftliche Bücher gibt es keine GUT (grand unified theory).
Ich hätte mir an einigen Stellen mehr Tiefe gewünscht, mehr "Formeln und Daten" die ja bekanntlich pro Stück die Auflage halbieren. Da ich als Ingenieur der Elektrotechnik und physikinteressierter Fachlaie vielleicht nicht im Zentrum des Fokus des Zielpuplikums stehe, lasse ich das also nicht als Makel am Buch stehen.

Unter dem Strich
Ich empfehle dieses Buch allen die sich für die Natur der Dinge interessieren. Hierzu ist nicht wichtig wie viel physikalisches Verständnis man in sich zu wissen glaubt, denn die Autoren schaffen es auf angenehme Weise uns an das Physikwissen der Schule zu erinnern und darauf aufbauend in eine spannende Welt mitzunehmen. Nicht jeder muss den Weg bis zum Schluss gehen. Durch die kapitelorientierte Strukturierung, darf jeder selbst entscheiden wie weit seine Reise gehen soll.
Der Umfang des Buches ist wohl gewählt, dass es in einem temporären Anflug von Interesse durchgelesen werden kann, aber trotzdem hinreichend Masse zu bilden um dem Higgs die Ehre zu geben.

Viel Spaß beim Lesen,
Thorsten Gonschior

PS:
Ich bitte um Verständnis, dass ich nicht allen Beteiligten die gleiche Aufmerksamkeit habe zukommen lassen und sollte ich etwas falsch dargestellt haben bitte ich um Beanchrichtigung, ich werde es korrigieren.
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32 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Das Buch ist nicht wert es zu kaufen!, 6. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Entdeckung des Higgs-Teilchens: Oder wie das Universum seine Masse bekam (Kindle Edition)
Ich habe das Buch, nachdem ich 10% gelesen habe, geloescht.

Die Ausdrucksweise ist sehr unangenehm. Ich habe erwartet eine kurze Zusammenfassung von der Geschichte der Entdeckung zu lesen, die von Physikern geschrieben ist. Stattdessen ging es die ganze Zeit nur darum, wie Journalisten das Teilchen nennen und wie falsch das ist, was in den Zeitungen steht. Ich hatte immer das Gefuehl, dass ich Vorwort lese bis ich mich vergewissern habe, dass es das eigentliche Buch ist.
Nach den unendlichen Geschichten ueber Journalisten kamen allgemeine Informationen zu Astrophysik, die nur entfernt was mit dem Higgs-Teilchen zu tun haben und wirklich jedem bekannt sind.
Vor allem mochte ich die Aussage: "Moderne Physik ist zu komplex um es mit einfachen Worten dem Publikum erklaeren zu koennen". Ich frage mich - wozu wurde dann das Buch geschrieben?
Kurz gesagt: viel Gequatsche und keine Physik drin fuer die, die sich fuer Physik interessieren.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Eine Zumutung, 4. März 2014
Bis zu diesem Buch war ich ein eindeutiger Lesch-Fan. Genaus deswegen habe ich dieses Werk auch gekuft. Ich habe zuvor leider nicht näher in das Buch gelesen, sondern dem Namen des Herausgebers vertraut. Umso enttäuschert war ich später: Statt fundierter Informationen erfahre ich Belanglosigkeiten, die nur am Rande mit dem Thema, nämlich dem Higgs-Teilchen, zu tun haben. Obwohl die Idee gut ist, Studenten in ein Buchprojekt integrieren zu wollen, ist die Umsetzung hier in keinster Weise gelungen. Schade.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr teuer für Inhalt und Autoren - Qualität mässig, 10. April 2014
Harald Lesch war mir aus TV und Presse gut bekannt, also dachte ich ein Buch von Hr. Prof Lesch wird sicher gut zu lesen sein. Enttäuscht war ich, als ich feststellte es handelt sich nicht um ein Buch von Lesch sondern eine Sammelausgabe aus verschiedenen Autoren. Richtig erschrocken war ich als ich merkte, dass die meisten Autoren Studenten sind. Wenn ich mir ein Buch von einem namhaften Autor kaufe, dann sicher nicht um festzustellen es handelt sich um Studenten die das Buch geschrieben haben (Lesch ca. 30 Seiten inkl. Vorwort/Einleitung).

Trotz meiner Enttäuschung ist das Buch gesamt nicht sooo schlecht geschrieben. Zwar gibt es langatmige Diskussionen warum so heißt wie es heißt und das gleich von drei Autoren aber zumindest wird das Thema wenn auch sehr seicht transportiert. Manche Kapitel scheinen sich zu wiederholen und die Beschreibung des Teilchenbeschleunigers verteilt sich auf zwei/drei Kapitel (obwohl ich diese sehr gut finde). Was mich stört sind die Vergleiche wie mit dem Energieverbrauch der Spulen kann man 18 Tonnen Gold schmelzen usw. Von Physikern kann man zumindest erwarten sie würden die Vergleiche korrekt angeben z.B. 3 Stunden Betrieb entsprechen … Auch Energieverbrauch eines Haushalts kann ausreichen 18 Tonnen Gold zu schmelzen ist einfach eine Frage der Zeit.

Um es auf den Punkt zu bringen: Das Buch gibt einen netten Überblick beschreibt einiges rundherum was wissenswert ist und richtet sich wohl eher an den nur Interessierten der schnell fertig sein möchte und nur einen Überblick möchte.

Ein Punkt Abzug weil für den Umfang (160 Seiten) und die Autoren es einfach zu teuer ist.
Zweiter Punkt weil ich es nicht in Ordnung finde mit einem bekannten Namen zu werben und dann sind es Studenten (also Doktoranten denke ich) und weil einiges nicht Reductant ist.

Also gesamt 3 Punkte von 5
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das Higgs wird entdeckt, 6. Dezember 2013
Neue Erkenntnisse und Entdeckung auf dem Gebiet der Grundlagen Wissenschaften erregen in der Regel keine besondere öffentliche Aufmerksamkeit oder Interesse – die Entdeckung des 'Higgs' am CERN ist dagegen eine Ausnahme; bereits die Bekanntgabe am 4. Juli 2012, dass die beide LHC Experimente ATLAS und CMS das lang gesuchte Teilchen mit großer Evidenz gefunden haben, schaffte es als Meldung bis in die Tagespresse; und anlässlich der Verleihung des Nobelpreise am 8. Oktober an Peter Higgs und François Englert für die Entwicklung dessen, was man heute 'Higgs Mechanismus' nennt, wiederholte sich dieses Medien Interesse erneut. Der Grund dafür mag einerseits an den enormen Aufwand liegen, der getrieben werden musste, um das theoretisch postulierte Teilchen tatsächlich dingfest machen zu können, zum anderen natürlich auch in der besonderen Rolle, die das Higgs unter allen Elementarteilchen spielt, da es manchen von ihnen erst ihre Rujemasses verleiht, es mag schließlich auch der PR Trick von Leon Ledermans Verleger dazu beitragen, der den Titel dessen populärwissenschaftlicher Schrift über die Suche nach dem Higgs 'the goddamn particle' kurzer Hand in 'the god particle' änderte, diese Etikett haftet dem Higgs seitdem fast in jeder Pressemeldung an.

Das vorliegende Buch „Die Entdeckung des Higgs Teilchens. Oder wie das Universum seine Masse bekam“, herausgegeben von Harald Lesch, Astrophysiker an der Universität München, ist eine Sammlung von Beiträgen seiner Studenten, und beginnt mit einer Ruflektion über diese merkwürdige Medien Resonanz der Entdeckung eines Elementartteilchens. In den folgenden Kapiteln wird ein kurzer Überblick über das Standardmodell der Elementarteichentheorie und den LHC und seinen Detektoren, die zur Entdeckung des Higgs notwendig waren, gegeben, schliesslich gefolgt von einem Beitrag zur Physik des Higgs Mechanismus; gerahmt werden diese Artikel von einer Einleitung und einem Ausblick von Harald Lesch.

Das Buch ist leicht verständlich und flüssig geschrieben und ist sicher eine gute erste populärwissenschaftliche Einführung in das Thema, leider bleibt die Darstellung etwas mager, man vermisst Leschs originellen Erklärungen, wie man sie etwa von seinen alpha centauri Beiträgen kennt. Hier ist Lisa Randalls schmales Bändchen „Higgs Discovery“ – erschienen 2012 in Englisch – eher zu empfehlen, auch Don Lincolns „Die Weltmaschine“, das den LHC und seine Experimente detailliert beschreibt.

Eine ausgezeichnete populär verständlichen Erklärungen des Higgs Mechanismus, die aber ohne metaphorische Umschreibung auszukommen sucht, ist auch die Higgs Vorlesung von Leonard Susskind (Stanford Universität), die online als Video- Stream verfügbar ist.
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16 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Geschichte einer Entdeckung, 16. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Unter der Ägide des bekannten Münchner theoretischen Astrophysikers Harald Lesch ist ein bemerkenswertes Buch entstanden: ein studentisches Buch. Es ist eine Projektarbeit von Studenten aus der Schar um Prof. Lesch.

Wer dieses Buch liest, sitzt in der ersten Reihe physikalischer Grundlagenforschung.

Drei Themenkreise umfasst dieses Buch. Zunächst wird abgerechnet mit der oft unqualifizierten Darstellung physikalischer Erkenntnisse in unseren Medien, die tiefere Recherche gelegentlich vermissen lässt und sich mehr am Zeitgeschmack der Spaß- und Unterhaltungsgesellschaft orientiert als dass es um die fundierte Darlegung wissenschaftlicher Erkenntnisse ginge. Danach geht es im größten Teil um die Beschreibung der apparativen Voraussetzungen und der Durchführung des CERN-Experimentes, welches zur Entdeckung des Higgs-Teilchens führte. Erst am Schluss des Buches geht es um die Theorie des Higgs-Teilchens.

Wer mehr am theoretischen Hintergrund der Higgs-Problematik interessiert ist, muss also gelegentlich eine lange Lektürestrecke zurück legen, bis er ein wenig auf seine Kosten kommt, wenngleich das sog. Standardmodell der Elementarteilchenphysik bereits im zweiten Drittel recht umfangreich abgehandelt wird.

Gelegentlich begegnet man Formulierungen, über die sich trefflich streiten ließe; z.B. heißt es auf S. 62:
"Als Fermionen bezeichnet man - vereinfacht gesagt - alle Teilchen, die Materie aufbauen...". Frage: Was sind dann eigentlich Bosonen (z.B. das Higgs-Boson) ? Bauen die etwa keine Materie auf ?! Es ist doch wohl so, dass der Spin das Unterscheidungsmerkmal zwischen Fermionen (halbzahlig) und Bosonen (ganzzahlig) darstellt.

Aber solche Stolpersteine mindern nicht die Lust am Lesen, weshalb das Buch jedem an fundamentaler Physik interessierten empfohlen werden kann.
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37 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Fern jeden kritischen Gedankens, 4. Dezember 2013
Zuerst die gute Nachricht: Wer noch nicht viel Ahnung hat vom Higgs-Teilchen, dem Higgs-Feld und dem gesamten sogenannten Higgs-Mechanismus, der der Materie, wenn freilich auch nur in der Größenordnung von einem Prozent, ihre Masse geben soll, der oder die ist mit diesem Büchlein, auf dessen in großen Lettern gesetzten Seiten sich nicht allzu viele Wörter finden, gut bedient. Abgesehen von den ersten beiden Kapiteln, die, geschrieben von Harald Lesch und dem Philosophen Matthias Helsen, völlig überflüssig sind, wird in den nachfolgenden Abschnitten der, ich sage mal: Stand der Wissenschaft in Sachen Higgs-Boson wohlinformiert, klar und verständlich und gelegentlich sogar richtig gut geschrieben dargestellt – und zwar, sehr erfreulich, von jungen Studenten Leschs, die sich so ihre ersten Meriten als Wissenschaftsautoren verdienen konnten.
Aber das war es dann leider auch schon. Der genannte offiziöse Stand der Wissenschaft in Sachen Higgs-Boson wird in keiner Weise infrage gestellt. Der Sammelband, eine einzige Hymne an den „großartigen Erfolg“ (S. 19), das „triumphale“ Ereignis (S. 21) der „Entdeckung des Higgs-Teilchens“ (Titel), ist frei von jedem kritischen Gedanken. Und kritische Fragen drängen sich jedem überzeugten Realisten und Physikalisten (so würde ich mich selbst einschätzen), der sich intensiver mit der Sache beschäftigt hat, en masse auf.
Zunächst jedoch ein paar Klarstellungen: Das Higgs-Boson wurde definitiv nicht „entdeckt“. Durch den hochenergetischen Zusammenprall von Protonen im LHC wurden Teilchentrümmer PRODUZIERT, die als Zerfallsprodukte des Higgs-Bosons (das aufgrund seiner absurd geringen, nahezu irreal kurzen Lebenszeit von nur 10^-22 Sekunden nicht direkt nachgewiesen werden konnte) INTERPRETIERT wurden – herausgefiltert aus einem schier unglaublich großen Informationssalat, einem gewaltigen Ozean an Daten, an dessen Oberfläche das Higgs-Boson wie eine kleine Welle, besser: wie eine winzige Kräuselung erscheint. Nur einer der Detektoren des LHC produziert pro Sekunde (!) 40 Terabyte Daten – was der Speicherkapazität von 40 derzeit üblichen PC-Festplatten entspricht! Pro Sekunde! Und der LHC läuft, mit Unterbrechungen, seit 2008! Man fand in der grafischen Darstellung der produzierten Ereignisse einen „kleinen Hügel“ (S. 130) bei ca. 126 GeV (der Masse-Einheit in der Teilchenphysik), der dann als Higgs-Boson interpretiert wurde – obwohl die Theorie, wie freimütig zugestanden wird, die Masse des Higgs-Bosons überhaupt nicht (wie übrigens auch sonst keine) voraussagen konnte! Und immer noch nicht kann!
Mir fehlt hier der Platz, noch viele, viele andere notwendige kritische Anmerkungen zu machen. Ich möchte deswegen nur noch kurz auf eine kritische Arbeit des Physikers Alexander Unzicker verweisen, die unter dem Titel „The Higgs Fake“ kürzlich erschienen ist. In ihr geht Unzicker mit dem Hype um das Higgs-Boson und mit der gesamten Teilchenphysik, deren krönender Abschluss das Higgs-Boson sein soll, hart ins Gericht. Hier zumindest eine kurze Zusammenfassung (meine Übersetzung folgt direkt hinter dem Zitat): „To summarize, the standard model of particle physics has nothing to say about the contradictions of electrodynamics, nothing about masses, nothing about ratios of masses, nothing about lifetimes, nothing about the fine structure constant, nothing of the relation to gravity, nothing about the deeper reason of spin, nothing about radioactivity, nothing on the nature of space, time and inertia. Whatever pseudo-problems particle physicists may tackle, a theory that says nothing about those fundamental issues is crap.“ (S. 29 f.) (Um es zusammenzufassen: Das Standardmodell der Teilchenphysik hat nichts zu sagen über die Widersprüche der Elektrodynamik, nichts zu Massen, nichts über Massenrelationen, nichts zu Halbwertzeiten, nichts über die Feinstrukturkonstante, nichts (zu ihrem Verhältnis) zur Gravitation, nichts über den tieferen Grund des Spins, nichts zur Radioaktivität, nichts zur Natur des Raumes, der Zeit und der Massenschwere bzw. -trägheit. Mit welchen Pseudoproblemen sich Teilchenphysiker auch immer beschäftigen, eine Theorie, die zu solch fundamentalen Fragen nichts zu sagen hat, ist Schrott.“
Das ist in der Tat ein vernichtendes Urteil! Umso mehr sollte man Unzickers detaillierte Begründungen dieses Urteils gelesen haben – als kleines Gegengift quasi zum hier rezensierten Sammelband von Lesch & Co.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut, aber ent-täuschend., 1. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Entdeckung des Higgs-Teilchens: Oder wie das Universum seine Masse bekam (Kindle Edition)
Das Thema ist spannend. Und hier ist es umfassend aufbereitet, auch für Laien wie mich verständlich. Das Buch ist also "nicht schlecht", drei Sterne nach Amazontaxonomie. Punktabzug aber, weil der prominente Name des Deckblattes, bekannt aus Funk und Fernsehen, einen anderen Zugang zur Materie verspricht. Aber den hält das Buch leider nicht. Erst wird die übermäßige Vereinfachung durch Medien und Presse bei komplexen Themen der Wissenschaften kritisiert (berechtigt, aber was hat das mit dem Buchtitel zu tun? - Erwartungsfehler), dann habe ich auch den berühmten Humor des Herausgebers nicht gefunden. Schade. Gerade bei diesem schwierigen, da grundsätzlich sehr abstraktem Thema, wäre dies eine echte Hilfe. Ja und auch richtig: Herausgeber - es gibt also noch andere Autoren (was wiederum mit obiger Medienkritik zu tun hat). Das ist dann ganz anderer Stil. Ich gebe zu, dass ich hier nicht drauf geachtet habe - eigentlich wollte ich einen Lesch haben. Selber schuld ....

Aber - wie gesagt - nicht schlecht das Buch. Ich empfehle es allen, die wissen, worauf man sich bei dem Thema einlässt und damit umgehen können (und wollen). Ich habe jedenfalls von dem Buch profitiert!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Werner, 6. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Entdeckung des Higgs-Teilchens: Oder wie das Universum seine Masse bekam (Kindle Edition)
Dieses Buch tastet sich langsam an das Thema ran. Man wünscht sich, das es bald auf den Punkt kommt. Dann geht es rasant und man muss Abschnitte mehrfach lesen, um alles zu verstehen. Wie immer, bei H. Lesch, sehr anschaulich und mit vielen Vergleichen.
Bei einigen Studentenbeiträgen ist die Handschrift von H. Lesch klar erkennbar. Man spürt das sie in seine Vorlesungen gehen.
Trotzdem sind diese einzelnen Beiträge sehr erfrischend und der Weg zu diesem Buch, wie in den Dankesworten erläutert wird, ein Beweis dafür, das zum Erfolg Ausdauer genauso gehört, wie Begeisterung.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zu wenig fachliche Information, 28. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Entdeckung des Higgs-Teilchens: Oder wie das Universum seine Masse bekam (Kindle Edition)
Das Buch ist eher eine Beschreibung der Suche nach dem Higgs-Teilchen. Die Physik der Higgs.Feldes und -Teilchens kommt zu kurz.
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