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am 7. Februar 2014
Eigentlich kann man die Vorzüge dieser Kamera in einem Satz zusammenfassen: Die Stylus 1 bietet in ihrer Klasse definitiv das beste Gesamtpaket, hat für eine 1/1,7ner Kompaktkamera bis ISO 1600 eine hervorragende Bildqualität, AUCH bei schlechten Lichtverhältnissen, bietet einen wunderbar schnellen Autofokus (auch bei geringer Helligkeit), einen sehr guten Bildstabilisator, den definitiv besten EVF aller Kompakten oder sogar DSLM <1000,- EUR, einen sehr gut abgestimmten und großen Zoombereich und ist zudem angenehm leicht und schmal - also perfekt für Fototouren ohne voluminöses Gepäck - genau das, was ich zur Ergänzung noch dringend suchte.

Eigentlich könnte man es damit auf sich beruhen lassen, aber da leider gewisse "Profis" sowohl hier als auch an anderer Stelle einige Punkte an der Stylus 1 kritisieren, möchte ich kurz auch mal meinen Senf dazu geben...

Wenn da gewisse "Fachleute" z.B. in Foren schreiben, dass sie solch eine Kamera nicht empfehlen würden, sondern nur eine Version, "die einzig die Funktionen RAW, Blitzsteuerung, Blenden- und Zeitvorwahl und Manuellen Modus" haben, muss ich ehrlich gesagt manchmal etwas schmunzeln. Ein Großteil dieser "Experten" sitzt wahrscheinlich 8 Stunden täglich im Büro, so dass sie dann Abends noch dringend ihre Ur-Instinkte von Freiheit und Abenteuer ausleben wollen... Nach früheren langjährigen Tätigkeiten als Fernsehtechniker und in der Bildbearbeitung (DTP) bin ich hingegen schon immer sehr dankbar für gute intelligente Automatik-Programme und überlasse die mühsam handgedrechselten Aufnahmen gerne denen, die sich in zig Foren am Liebsten über die Größe Ihres Sensors oder die Länge Ihres Teles definieren...
Zumal die Stylus 1 wirklich für beide Bereiche (Programmautomatik und manuell) mehr als genug Möglichkeiten zum Austoben bietet.

Da Herr Ludwig unten schon auf quasi alle sonstigen Vorzüge der Kamera eingegangen ist - die ich in vollem Umfang bestätigen kann - möchte ich abschließend nur noch kurz auf die durch zwei Magazine (Digitalkamera.de und CHIP) bemängelte Bildqualität oberhalb von ISO 1600 und den angeblich recht "kleinen" 1/1,7 Sensor eingehen:
Anscheinend wird "kritischer Journalismus" teils mit einem sauertöpfisch-nörgelndem Grundtenor verwechselt. Zumindest ein wenig mehr Begeisterung für's Thema und vor allem einen Bezug zur Klasse in der die Kamera eigentlich anzusiedeln ist - der KOMPAKTKLASSE - wäre da oft durchaus angebracht. Faktisch gibt es in dieser Größenklasse nämlich KEINE vergleichbare Kamera mit einem derart durchgängig lichtstarkem u. großem Zoombereich sowie gleichzeitig hervorragendem EVF. Der einzige annähernd vergleichbare Wettbewerber P7800 schwächelt genau in diesen beiden Kriterien, zudem fehlt der P7800 ein Touchscreen, den ich ebenfalls nicht mehr missen möchte - und sei es nur zur Nutzung des sehr brauchbaren Touch-Autofokus.
So verliert man auch bei der Kritik des vermeintlich "kleinen" Sensors völlig die Klasse der Kamera aus dem Auge: würde man einmal die direkten Mitbewerber (innerhalb der Bridge-Kompaktklasse mit großem Zoombereich) zum Vergleich heranziehen, müsste man feststellen, dass die sonstigen Superzoomkameras (mit Ausnahme der fast doppelt so teuren und schweren RX10) mit ihren deutlich kleineren und vor allem viel zu hoch aufgelösten 1/2,3'' Sensoren eine spürbar schlechtere Bildqualität bieten. Ein echter Vergleich innerhalb obiger Klasse hätte die Bildqualität der Stylus mehr als positiv hervorgehoben, denn der Unterschied zwischen einem üblichem 16 MP 1/2,3'' Sensor und dem 12 MP 1/1,7'' Sensor der Stylus 1 ist im praktischen Alltag signifikant und macht für mich den Unterschied zwischen "Hobby-Knipse" und einem Kompakt-Fotoapparat für anspruchsvolle bis (semi-)professionelle Aufnahmen aus.

Teils wird noch die Gehäusequalität bemängelt - keine Ahnung warum. Natürlich fällt die gefühlte Wertigkeit des Gehäuses z.B. gegen die (ursprünglich doppelt so teure) OM-D EM5 ab - wer hätte das gedacht...? Auch hier werden mal wieder Äpfel mit Birnen verglichen, denn für eine Bridge-Kompaktkamera ist die Verarbeitung wirklich gut (und ich habe in letzter Zeit einige vergleichbare Modelle getestet, z.B. Nikon P7800, P520, Lumix DMC-FZ200); so finde ich es geradezu grotesk, sich über angeblich "zu große Spaltmaße" zu ereifern, als hätte man eine zehnfach so teure EOS 1D X vor der Nase. Da professionelle Kameratechnik nun mal zu meinem Beruf gehörte, bin ich in diesen Dingen sicher nicht oberflächlich, aber an meiner Stylus 1 klemmt NICHTS, beim Ausfahren des Objektivs knackt nichts "beunruhigend", alle Spalte sind so, wie sie sein sollten...

Manchmal werden noch die Videofähigkeiten kritisiert, die hier nicht individualisierbar sind, sowie das leichte Zoomgeräusch bei der Videoaufnahme. Aus meinem Hintergrund heraus würde ich aber sowieso niemals eine längere Filmdokumentation mit einer Fotokamera drehen (allein schon wegen der fürs Filmen eigentlich grundsätzlich ungeeigneten Ergonomie und Speicherbeschränkung aller Kompakten), da bin ich schlicht der Meinung, eine Kamera sollte eine Sache wirklich gut können: entweder Fotoapparat oder Videokamera. Und für ein paar kurze Filmclips im Urlaub oder sonst wo klappt's auch mit der Stylus 1.

Leistung, Funktionsumfang und Qualität machen die Stylus 1 für mich zur ersten wirklich handgepäcktauglichen Kompaktkamera, die sowohl für Amateure als auch für Profis geeignet ist. Nach drei Wochen intensiven Tests bin ich dermaßen überzeugt von dieser Kamera, dass ich sie Anfang März anstelle meiner EOS 70D auf eine Auslandsreise mitnehmen werde.
Wer mit dieser Kamera nicht in der Lage ist hervorragende Fotos für Abzüge bis ca. DIN A2 zu machen, wird aus meiner Sicht wohl auch mit Kameras zum 2-5fachen Preis keine viel besseren Ergebnisse erzielen.

Update vom 15.09.2014:
Nach über einem halben Jahr im Dauereinsatz mit der Stylus 1 möchte ich einmal eine kurze Rückmeldung geben: Nach meiner ersten Auslandsreise im März, unter teils extremen Bedingungen (Hitze, viel Staub bis hin zu einem Sandsturm), welche die Kamera nicht nur ohne Störungen, sondern auch mit hervorragender Bildqualität absolvierte, ist die Stylus 1 mittlerweile zum ständigen Begleiter in meinem Hand-Reisegepäck geworden. Ich bin mehr als dankbar, endlich eine rundherum zufriedenstellende Kompaktkamera gefunden zu haben, die mir bei kurzen Touren - als auch bei umfangreicheren Aufgaben - beste Dienste leistet. Allein der Vorteil, ohne viel Equipment und Objektivwechsel (und der ständigen Angst im rauen Alltag Staub auf den Sensor oder in die SLR-Mechanik zu bekommen) arbeiten zu können, wird mir von Woche zu Woche mehr zum Segen und führt dazu, dass mein SLR-Set immer häufiger im Schrank bleibt. Auch der - für eine Kompaktkamera - wirklich hervorragende Sucher ist dabei eine enorme Hilfe, gerade auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen.
Je länger man mit dieser Kamera arbeitet, desto mehr entdeckt man ihre erstaunlichen kreativen Möglichkeiten, die ich von einer Kompaktkamera so absolut nicht erwartet hätte und bis jetzt in diesem Umfang auch bei anderen Mitbewerben nicht finden oder nutzen konnte, da die Features sich später eher als Gimmicks entpuppten. Die Stylus 1 hingegen ist nicht nur leicht und robust, sondern auch enorm vielseitig - ohne dass beim Fotografieren die Bedienung der Kamera im Vordergrund steht, sondern man sich quasi allein auf Motiv und die Atmosphäre konzentrieren kann.
Alles in allem möchte ich meine erste Bewertung hiermit nochmals voll unterstreichen.
Auf einer meiner letzten Auslandsreisen hatte ich die Kamera dummerweise in einem Mietwagen vergessen; mein erster Gedanke war: "Wo bekomme ich jetzt so schnell eine neue Stylus 1 her...?" (Die Frage erübrigte sich aber, da der nette Mietwagenvertrieb meine Kamera einen Tag später wieder fand! :-)
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am 16. Juli 2014
Seit Jahrzehnten wissen Fotografen, dass eine Bildgestaltung nur mit Hilfe eines guten Suchers möglich ist. Dieser Umstand führte bei bisherigen Kompaktkameras dazu, dass diese nur zum Knipsen, nicht aber zum Fotografieren taugten. Damit ist jetzt dank der Stylus 1 Schluss.

Testberichte in den Fachmagazinen können die tatsächlichen Möglichkeiten und Eigenschaften nur bedingt darstellen. Das tatsächliche Potential muss man selbst erfahren. Liest man in den Foren mit, so wird versucht einem deutlich zu machen, dass ein gutes Foto nur mit einem möglichst großen Sensor entstehen kann. Dass für die Qualität des Bildes in erster Linie der Fotograf selbst verantwortlich ist, wird gerne verschwiegen. Wie ist es denn nun wirklich? Alle wollen mit einer SLR-Ausrüstung möglichst wie ein Profi arbeiten, doch in Wirklichkeit nimmt man dann doch lieber die kleine Kompakte mit auf den Weg, damit man nicht so viel schleppen muss. Wie gut, dass es nun die Stylus 1 gibt. Sensorgröße hin, Pixelanzahl her, entscheidend ist doch, wie ich mich als Fotograf mit der Kamera fühle. Die allermeisten Menschen wollen mit ihren Bildern doch gar nicht ihre Wände tapezieren. Dennoch scheint es so sein zu müssen, dass es gut ist, wenn man genau das könnte. Und so greift eine Mehrzahl der Hobbyfotografen lieber zu einer SLR oder Systemkamera, obwohl man lieber eine Kompakte benutzen würde.

Also was spricht dann gegen die Stylus 1? Ich weiß es nicht, habe ich doch seit jeher mit SLRs fotografiert und immer eine Kompakte gesucht, welche die meisten Eigenschaften einer SLR mitbringt. Im Moment fällt mir nichts ein, was eine SLR wesentlich besser könnte. Man muss sich davon frei machen, auch für 5 % Spezialsituationen gewappnet zu sein, in denen man mit einer Kamera wie der Stylus 1 nicht mehr auskommt. Wann trifft das zu? Eben, höchst selten. Und dennoch nehmen wir genau diese 5 % besonders ernst. Viel zu ernst.

Mein Fazit: die Stylus 1 ist ein wunderbares Werkzeug, was man nur mit intensiver Beschäftigung ausreizen kann. Dann aber wird man feststellen, dass der fotografische Alltag um so leichter wird.
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am 16. Januar 2014
Ich habe die Kamera aufgrund der guten Erfahrungen mit meiner XZ2 gekauft.

Die Stylus 1 hat alle Qualitäten die ich an dieser schätzte, dazu noch den Sucher und die Bedienung, die ich von meiner "grossen" Olympus OMD EM5 kenne.
Der eingebaute Stabilisator ist besser als bei der XZ2, eine 1/30 aus der Hand bei 300mm ist ziemlich beeindruckend, ebenso wie 1/5s im Weitwinkelbereich.

Die vollkommen erschütterungsfreie Auslösung, die man sogar direkt neben der Kamera nicht hört, ist da sicher nicht unbeteiligt.

Genial ist der manuelle Fokus über den umschaltbaren Objektivring, das war an der XZ2 schon Klasse, aber ruckelte manchmal ein wenig, wenn man langsam und genau einstellen wollte, dies ist bei der Stylus 1 nicht mehr der Fall.
Der Sucher ist so gut, dass er sogar in der Nacht noch problemlos eine Einstellung zulässt, wo zB eine NEX 7 schon im Sucher rauscht ... wie Olympus das mit dem Minisensor so hinbekommen hat, ist mir wirklich ein Rätsel (das Livebild kommt ja vom Sensor, wo der rauscht muss eigentlich auch das Sucherbild schlechter werden)

Der AF ist der schnellste, den ich bislang in einer Kompakten gesehen habe ... er kommt nahe an die Olympus Systemkameras heran und ist schneller als der der NEX 7.
Er ist auch deutlich schneller als der AF der XZ2, sogar nachdem dieser durch das letzte Firmwareupdate ziemlich zugelegt hat.
Mit Touchauslösung fühlt sich das genauso instant an, wie bei der EM5.
Nettes Detail: wenn man das Display auf 90° klappt, ist der Augensensor ausser Funktion ... das hat mich an der EM5 oft generft, dass beim Touchen auf dem geklappten Display mittendrin auf den Sucher umgeschalten wurde, nur weil der Finger zu nah an den Sensor kam.

Die Verarbeitung ist auf hohem Niveau, Kunststoff ... ja, aber nichts wackelt oder knarzt, die Knöpfe und Räder sind satt zu bedienen und haben klare Druckpunkte. Der Okulargummi ist härter als bei der EM5 und scheint auch nicht so leicht abzugehen ... und das Ding passt auch auf die EM5. Ich habe mir eine als Ersatz für die abgerissene der EM5 bestellt (gibts hier bei Amazon ... sie trägt die 31 im Namen)

Dass der automatisch öffnende Deckel diesmal ab Werk dabei ist, ist ein netter Zug von Olympus ... bei der XZ Serie musste man ihn noch dazukaufen.

Der vordere Griff ist ein wenig schmal und flach geraten, dank der Leichtheit der Kamera ist sie aber trotzdem gut zu halten ... ein bisschen mehr wäre aber nett.
Ich denke ich werde mir noch das Ledercase dazu besorgen .. bei den PEN Kameras fand ich das hilfreich sie sicher und angenehm zu halten.

Die Bildqualität der Stylus 1 ist sehr beeindruckend, das Superzoom fordert aber einen (geringen) Preis ... es ist minimal weniger scharf als das Objektiv der XZ2 ... aber immer noch sehr scharf (ein Kitzoom an einer mFT Kamera kommt ziemlich ins Schwitzen, wenn es dagegen antreten soll)

Was mich begeistert ist die Selbstverständlichkeit, mit der man mit der Kamera Ergebnisse in hoher Qualität bekommen kann ... sie ist auch hier der EM5 sehr ähnlich, auch bei dieser hatte ich immer das Gefühl zu "cheaten" wenn ich daran dachte, wie viel konzentrierter ich arbeiten musste, wenn ich mit einer meiner früheren Kameras ein schwieriges Bild machen wollte.

Die Kamera ist im JPG genauso gut abgestimmt wie die PEN Serie, die RAWs werden ab Lightroom 5.3 erkannt, mit früheren Versionen muss man über den DNG Konverter gehen .... was aber kein Problem ist, da dieser auch als Importierprogramm funktionieren kann.

Der Tonwertumfang der Dateien ist beeindruckend, man muss sich vor Augen führen, dass das ein kleiner 1:1,7 Sensor ist, der locker mit eine mFT mithält, die aus der Generation vor der EM5 stammt. Auch bei ISO 800 sind noch alle Details da ... (in JPG empfehle ich allerdings die Rauschunterdrückung auf "niedrig" oder sogar auf "aus" zu stellen) es rauscht zwar ein wenig, aber kein Farbrauschen, sondern mur Helligkeitsrauschen. ISO 1600 hat noch gute Farben, rauscht aber schon sichtbar ... aber hat noch jede Menge Deteils. ISO 3200 würde ich nicht mehr nutzen, obwohl es für normale Erinnerungsbilder noch gut genug ist.
Die Art des rauschens ist recht angenehm, schöner als bei den älteren PENs und praktisch nur Helligkeitsrauschen, auch bei dieser hohen Empfindlichkeit.

Ärgerlich ist, dass der Zubehörschuh nicht mehr mit dem Port für die Stromversorgung des LED Makrolichts aufwarten kann ... das fand ich sehr praktisch und würde es auch gerne an der Stylus 1 weiterverwenden.

Für mich als altem PEN User ist sehr praktisch, dass ich die Akkus der PEN Serie weiterverwenden kann. Die praktische Eigenschaft, dass man den Akku am USB Port des Notebooks aufladen konnte (XZ Serie) ist leider nicht mehr vorhanden. Schade!
Also doch wieder ein Extraladegerät mitschleppen.

Die Konfigurierbarkeit der Einstellungen und Knöpfe/Räder, ist durchaus auf dem Niveau der EM5 ... nicht nur dass man zwei FN Tasten hat (mit dem Videoknopf sogar drei) man kann auch die Richtung der Räder und ihre Belegung verändern.
Ich habe zB die Einstellung im Menue auf das Daumenrad gelegt, links tippe ich auf die Funktion im SCP Menue und mit dem rechten Daumen drehe ich um sie zu verändern.

Wie man sieht bin ich rundum zufrieden ... bei dieser Kamera stört auch nicht, dass sie kein Auto ISO in M hat ... ich will eh nicht weiter abblenden als 2,8 ;) deshalb kann ich auch S benutzen.

Toll auch, dass sie Remote TTL beherrscht und das im Gegensatz zu allen Systemkameras und DSLRs auch bei jeder Zeit, ohne einen leistungszehrenden HiSpeed Modus verwenden zu müssen.

Wem kann ich die Stylus 1 empfehlen?

Jedem Urlauber, Einsteiger mit Anspruch, Zweitkamerasuchenden und Leuten, die keine Lust auf eine volle Fototasche haben.... zusätzlich allen, die gerne bei knallender Sonne mit Blitz aufhellen wollen. Der kleine Einbaublitz leistet bei 1/1000 mindestens soviel wie die üblichen dicken Aufsteckblitze im Highspeedmodus.
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am 28. Juli 2015
Für mich ist sie es! Lange habe ich mit mir gerungen welche Kamera ich mir kaufen soll. In Frage kamen die Sony RX100 I-III, die Canon PowerShot G1X Mark II, Sony alpha 5000/6000 und ein oder zwei Modelle von Fuji. In der Summe aller Eigenschaften gewann die Stylus1,
Für mich war der Zoombereich, der elektr. Sucher, der Touchmonitor (klappbar) , und die Kompaktheit am wichtigsten. Gute Fotos sollte sie auch machen. Seit April mache ich nun Fotos mit der Olympus Stylus 1. Und was soll ich sagen - TOP. Alle meine Wünsche sind voll befriedigt worden hinsichtlich meiner Anforderungen an eine Kamera. Sicherlich sind die Fotos von den anderen Modellen mit größerem Sensor besser oder schärfer. Aber ich empfinde die Qualität der Bilder von der Stylus1 als sehr gut. Nun sitze ich auch nicht vorm Monitor und vergrößere jedes Foto, nur um festzustellen das es etwas besser hätte sein können. Aber jeder hat einen anderen Anspruch. Von mir eine klare Kaufempfehlung.
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am 7. Januar 2014
Die Stylus 1 vereint die Eigenschaften mehrerer Kameratypen: sie hat den Sensor und die Größe einer Kompaktkamera, den Zoombereich einer Bridgekamera sowie einen guten elektronischen Sucher und ein lichtstarkes Objektiv, wie man es bei Systemkameras findet. In meinen Augen stellt sie damit ein sehr gelungenes und momentan einzigartiges Gesamtpaket dar. DSLR- und Systemkamera-Verwöhnte sollten jedoch nicht zuviel erwarten - sie bleibt eine Kompromisslösung, die mit dem außergewöhnlichen Objektiv punktet und in der Kombination ihrer Eigenschaften glänzt, nicht in den Einzeldisziplinen. Aber der Reihe nach:

Gehäuse / Verarbeitung
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* Die Größe der Kamera ist super. So klein, dass sie in eine Jackentasche passt, aber groß genug, dass auch Männerhände sie nicht nur mit den Fingerspitzen balancieren müssen. Durch die Griffmulde kann man sie bequem in einer Hand halten.
* Der elektronische Sucher ist für eine Kompaktkamera endlich mal brauchbar. Groß genug und mit guter Auflösung, dass man ihn auch wirklich nutzt. Bei wenig Licht und schnellen Schwenks ruckelt er, was aber verschmerzbar ist.
* Die Kamera hat einen eingebauten Blitz, den ich bei einer OM-D schmerzlich vermisst habe. Er kann bei Bedarf manuell (nicht automatisch!) ausgefahren werden.
* Das Gehäuse wirkt auf mich gut verarbeitet, aber nicht sonderlich robust. Könnte mir vorstellen, dass da schnell mal ein Kratzer drin ist.
* Das umständliche Handling mit Objektivdeckeln verhindert ein pfiffiger automatischer Objektivschutz. Bei mir läuft dieser sauber und ohne Geknarze rein und raus. Wie lange diese Konstruktion haltbar ist, ist jedoch schwer zu sagen.
* Am Objektiv gibt es ein zweites Drehrad, mit dem man wahlweise z.B. die Blende einstellen kann. Das ist sehr praktisch.
* Im eingeschalteten Zustand rauscht meine Kamera leise aber hörbar, als ob im Inneren ein Lüfter läuft. Das ist bei Videoaufnahmen in leisen Umgebungen hörbar. Viel schlimmer ist jedoch, dass der Motorzoom des Objektivs deutlich hörbar ist. Das empfinde ich in Videos störend. Schade, denn es gibt einen Hebel am Objektiv, mit dem man gerade für Videos das Objektiv sanft zoomen kann - das werde ich dann jedoch nur bei entsprechendem Lautstärkepegel nutzen.

Bildqualität / optische Eigenschaften
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* Der kleine Kompaktkamera-Sensor liefert meines Erachtens eine beachtliche Bildqualität - zumindest besser als die Canon G12, die ich seither hatte. Bisher hat die Kamera stets sauber belichtet, auch bei Einsatz des Blitzes - da war ich bei meiner G12 deutlich schlechteres gewohnt. Der automatische Weißabgleich funktioniert gut und ich bin immer wieder begeistert, wie gut Olympus die Farben hinbekommt. RAW-Entwicklung und Nachbearbeitung der Bilder kann man sich also meist sparen.
* Das Objektiv ist natürlich der Hammer: 28-300mm (mehr macht ohne Stativ sowieso keinen Sinn) und durchgehende Lichtstärke 2.8. Der Bildstabilisator ist wirksam, so dass man auch bei 300mm noch scharfe Bilder aus der Hand fotografiert hinbekommt. Bei 28mm hat man eine leicht tonnenförmige Verzeichnung, was aber nicht sonderlich auffällig ist.
* Das Rauschverhalten der Kamera hat mich trotz lichtstarkem Objektiv nicht ganz überzeugt. Bei wenig Licht bzw. ISO > 1000 ist das Rauschen schon deutlich sichtbar. Von einem Kompaktkamera-Sensor ist das im Prinzip nicht anders zu erwarten aber ich hatte mir hier schon etwas mehr erhofft.
* Der Autofokus ist schnell und meist zuverlässig. Obacht, wer hauptsächlich im Automatik-Modus fotografiert: Die Automatik nutzt oft die 2.8-Blende und man muss daher manchmal mit der Tiefenschärfe etwas aufpassen. Für Portraits ist das super, weil der Hintergrund unscharf ist (das kriegt man mit den meisten Kompaktkameras kaum hin) aber oft möchte man eben doch das Bild durchgängig scharf haben und muss die Blende manuell hochregeln. Etwas fotografisches Know-how sollte man also schon mitbringen, um mit dieser Kamera optimale Ergebnisse zu erzielen.

Sonstiges
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* Da ich mit dieser Kamera hauptsächlich durch den Sucher fotografiere, nutze ich den Touch-AF kaum. Kann mit aber vorstellen, dass manche das praktisch finden: nur an der gewünschten Stelle des Bildschirms antippen und die Kamera stellt automatisch scharf und löst aus.
* Die Videos in FullHD/30p sind brauchbar jedoch m.E. kein Kaufargument. Gut finde ich, dass die Schärfe automatisch nachgeregelt wird. Andere Hersteller bieten hier aber deutlich mehr. Störend ist wie gesagt der hörbare Motorzoom des Objektivs.
* WLAN und Smartphone-Fernbedienung habe ich noch nicht benutzt, ist aber bezeichnend für die Kamera, dass so etwas hier einfach dabei ist.

Nach ein paar Tagen Test der Kamera bin ich insgesamt zufrieden. Klar, es gibt im Einzelnen schon ein paar Schwächen und ein Stern Abzug wäre schon gerechtfertigt. Zumal man beim derzeitigen Preis von 600 EUR auch schon fast eine gute DSLR/Systemkamera bekommt, die in den optischen Eigenschaften und der Bildqualität die Stylus 1 schlägt. Dennoch zählt für mich die Kompaktheit und ich denke, dass Olympus bei der Stylus 1 hier einen guten Kompromiss gefunden hat.

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Ergänzung nach drei Monaten Gebrauch: es gab nun schon mehrere Foto-Anlässe, wo die Stylus-Bilder die Spiegelreflex-Konkurrenz zum Teil übertroffen haben. Mittlerweile würde ich sagen: eine super Kamera - auch bei der Bildqualität! Der Preis ist gerechtfertigt. Auch als Immer-dabei-Familienknipse hat sie sich inzwischen bewährt.
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Die Stylus 1 ist das Flaggship unter den Kompakten die Olympus anbietet. Alleinstellungsmerkmal ist die hohe Lichtstärke von f2.8 über den gesamten Brennweiten-Bereich von 300mm die es ermöglicht, bis ISO 1.500 ordentliches Bildmaterial zu erhalten, wobei kritische Fotografen versuchen sollten, nicht über 800 ISO zu gehen. Mit ihrem nicht ganz so kleinen 1/1.7" Sensor liefert die Oly eindeutig bessere Qualität als viele vergleichbare Kameras ihrer Klasse.

Olympus-Kameras zeichnen sich allgemein dadurch aus, schon OOC (direkt aus der Kamera, ohne Nachbearbeitung) ausgezeichnete JPG Bilddateien zu liefern und das ist auch hier so. Wer die Über- und Unterbelichtungs-Warnung aktiviert und ggf. beachtet wird selten missratene Fotos sehen. Freunde digitaler Bildbearbeitungsprogramme kommen aber auch nicht zu kurz und können natürlich auch in RAW fotografieren und die Rohdaten dann entweder mit handelsüblichen Konvertern oder dem beigelegten Oly-Viewer weiter entwickeln.

Sehr gut für eine Bridgekamera ist der super schnelle und treffsichere Autofokus in Verbindung mit dem Serienbildmodus von 7 Bildern pro Sekunde. Die Stylus 1 schafft es problemlos, rennende Hunde im Autofokus zu behalten. Sehr hilfreich dafür ist der ausgezeichnete, große elektronische Sucher. Aber auch das Kameradisplay ist hoch aufgelöst, scharf und klappbar, so dass eine Fokussierung auch darüber möglich ist. Mit der kürzest möglichen Verschlusszeit von 1/2000stel können selbst fliegende Vögel aufgenommen werden. Der klappbare Monitor ermöglicht spannende Fotos aus Bodennähe ohne dass der Fotograf sich dazu hinlegen muss. Als Beispiel habe ich einmal ein Foto aus einer Serie von scharfen Fotos eines auf mich zu laufenden Hundes angehängt, das unbearbeitet, nur zugeschnitten ist.

Das Retro-Gehäuse der Stylus 1 ist den DSLM-Kameras von Olympus nachempfunden. Auf den ersten Blick wirkt die Bridge wie eine ausgewachsene DSLM und ist auch nicht besonders klein - Jackentaschen-tauglich ist diese Bridgekamera nicht mehr. Jedoch fährt das Objektiv nahezu vollständig ein wenn die Kamera ausgeschaltet wird. Dabei schließen sich Lamellen über dem Objektiv - eine geschickte Lösung und viel besser als der sonst übliche Kameradeckel. Ein Vorteil der nicht zu zierlichen Bauweise ist, dass die Kamera auch mit größeren Händen fest zu greifen ist.

Die Olympus Stylus 1 bietet Anfängern und fortgeschrittenen Fotografen jede Menge Möglichkeiten. 12 verschiedene Aufnahmeprogramme geben Einsteigern die Möglichkeit, die Kamera auch ohne technische Kenntnisse an jede erdenkliche Situation anzupassen. Den Spieltrieb austoben lässt sich wunderbar mit den Art-Filtern, die den Fotos verschiedene Looks schon gleich in der Kamera verpassen. Features wie Foto-Story sind eine richtig nettes Gimmick für Soziale Medien.

Routinierte Fotografen werden den manuellen Modus "M" vorziehen. Wer allerdings auch Auto-ISO im Modus M benötigt, sollte auf "S" ausweichen. Ein BULB Modus sowie die Möglichkeit verschiedener HDR Modi stehen zur Verfügung. Das Kameramenü ist - wie bei Olympus üblich - sehr umfangreich konfigirierbar. Erfreulich ist, dass Olympus der Stylus 1 im letzten Softwareupdate u.a. ein kleines Fokusfeld aufgespielt hat, so dass jetzt noch präziseres scharf stellen möglich ist.

Die Stylus hat einen eingebauten Blitz, kann aber auch externe Blitze automatisch oder manuell ansteuern.

Erfreulich lange hält der Akku jedoch macht es Sinn z.B. auf langen Wanderungen Ersatzakkus mitzunehmen. Bei mir haben sich Patona-Akkus bewährt - sie kosten nur ein Drittel des Original-Akkus bei gleicher Leistung. Olympus empfiehlt als Speicherkarte eine Toshiba SDHC UHS-I Card R95 W80 Modell Premiugate Series "Class 10" einzusetzen, damit die Kamera ihre mögliche Leistung auch zeigen kann.

Wer gerne einen Weitwinkel-Vorsatz oder Vorsatzlinsen nutzen möchte dem empfehle ich die Original-Adapter von Olympus, zwei verschieden lange Konverter-Adapter stehen dort zur Verfügung und werden benötigt je nachdem ob man im Weitwinkel oder Telebereich adaptieren möchte.

Wie hier auch schon beschrieben halte auch ich die Olympus Stylus 1 für das beste Gesamtpaket unter den Bridge-Kameras und möchte eine klare Kaufempfehlung aussprechen..
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am 27. Juni 2015
Erst einmal vorweg: Die negativen Rezensionen über diese Kamera kann ich nicht nachvollziehen. Die Bildqualität ist super. Die Möglichkeiten die man mit dieser Kamera hat sind unerschöpflich. Es gibt aber immer Leute die etwas zu meckern finden.
Ich habe schon so viele Fotos gemacht mit unterschiedlichsten Einstellungen und alle sind einwandfrei gelungen. Die Kamera ist außerdem schön kompakt, sodass man sie auch gerne mitnimmt ohne das man einen Koffer voll Zubehör mitschleppen muss. Fazit: Ich würde mir die Kamera auf jeden Fall wieder kaufen.
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am 1. April 2016
Ich hab Sie auch und würde Sie mir auch noch einmal kaufen. Sie ist so handlich, dass man sie immer dabei haben kann. Ich werde oft belächelt, das ich so wenig mit umher schleppe, weil man diesem kleinen Teil, die schon erwähnten Qualitäten, einfach nicht ansieht. Ich muss nicht mehr überlegen ob ich die Ausrüstung einstecke und ob ich alles dabei habe um gute Fotos zu machen oder Motive zu finden. Ich finds gut die Stylus hat in meiner Handtasche einen festen Platz und so sind spontane Sache immer möglich. Wenn man sich nicht über die göße der Objektive definiert ist der Kauf echt eine Überlegung wert.
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am 28. Mai 2016
Es stimmt, diese Kamera passt in keine Kategorie. Wer aber eine kompakte Kamera mit den Einstellmöglichkeiten einer hochwertigen Spiegelreflex sucht, ist hier richtig. Und welche Kamera hat schon 28-300 mm KB bei durchgängiger Blende 2,8? Die Bildqualität ist durchweg überzeugend. Wer Spaß an der Bildbearbeitung hat, sollte mal den RAW-Modus ausprobieren. Die mitgelieferte Software bietet hier schon sehr viele Möglichkeiten. Es stimmt natürlich auch, dass der relativ kleine Sensor bei hohen Empfindlichkeiten Grenzen hat, aber da muss man sich eben fragen, was wirklich wichtig ist. Ich habe die Kamera jetzt über ein Jahr und viele tolle Fotos in unterschiedlichsten Aufnahmesituationen (Urlaub und kreativ) gemacht - die Ergebnisse müssen sich in mindestens 90% der Fälle nicht vor denen viel größerer und schwererer SLRs verstecken. Wer natürlich aus einem Dämmerungsfoto bei ISO 1600 herausvergrößern möchte, muss eben Einschränkungen hinnehmen. Aber wie gesagt, man kann nicht alles haben. Für mich aber eine absolute Kaufempfehlung!
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am 3. Januar 2014
Kurz zur Vorgeschichte meiner Stylus 1: Vor über zwei Jahren kam Olympus mit seiner ersten lichtstarken "Edelkompakten" XZ-1, die neben brillanten technischen Daten (1.8-2.5/28-112mm, "großer" Sensor 1/1,7 Zoll, vielfältige manuelle Einstellmöglichkeiten) den besonderen Vorzug eines adaptierbaren EVFs, dem VF-2 der PEN Serie mit sich brachte. Für mich war das damals mit kaufentscheidend, da ich den Blick durch den Sucher bevorzuge und einen VF-2 eh schon Zuhause hatte. Und was soll ich sagen, die XZ-1 hat mich bis heute treu begleitet, bürgt immer noch für hohe Bildqualität (allerdings nur bei Basis-ISO) und konnte beim Erscheinen der in der Papierform eindeutig überlegenen XZ-2 diese doch noch vorübergehend auf Distanz halten. Grund war damals der relativ hohe Preis der XZ-2 (über 500€), die bis auf den von mir nicht benötigten Touch- und Klapp-LCD und eine unstrittig bessere ISO-Leistung aber keine wesentlich besseren Ergebnisse abliefern konnte. Also hieß es damals, XZ-1 behalten, XZ-2 wieder verkauft.

Nun, mit der Stylus 1 erschien mir endlich der würdige Nachfolger meiner alten XZ-1 gefunden: OM-D-Sucher(die ist meine Zweitkamera ;-)), lichtstarkes 10-fach-Zoom, Bildqualität sollte wohl mindestens XZ-2 Niveau entsprechen. Nach anfänglicher Begeisterung und Freude über die mir in Fleisch und Blut übergegangene Olympus-Bedienung kamen die ersten Zweifel... Irgendwie war die Wirkung der Bilder nicht ähnlich beeindruckend wie bei XZ-1 und damals bei XZ-2. Also habe ich mir im Bekanntenkreis eine XZ-2 besorgt und dann mit den 3 "Geschwistern" reihenweise Vergleichsaufnahmen mit identischer Einstellung und gleicher Brennweite angefertigt. D.h. maximal 112mm am langen Ende. Dass XZ-2 und Stylus 1 dabei im Rauschverhalten nahezu gleichauf sind, war eigentlich zu Erwarten, ebenso der Abfall der XZ-1, spätestens ab ISO 400. ABER dass BEIDE XZs die Stylus 1 im Punkt Abbildungsleistung der Stlus 1 in 100% Ansicht so deutlich überlegen sein würden hatte ich so nicht erwartet! Irgendwie hatte ich bei dieser Kamera auf das Wunder gehofft, das im Segment Systemkameras und DSLRs schon lange nicht mehr erwartet wird. Nun, die Stylus 1 besitzt sicher eine tolle Linse, im Bereich der meist noch weiter reichenden Super-Zoom-Bridgekameras (RX10 mal ausgenommen) stellt sie sicher den besten Kompromiss aus Bildqualität, Zoombereich, Abmessungen, Lichtstärke und Ausstattung dar. Ich würde sie als überaus geglückte Fusion aus Fujis übergroßer X-S1 (Sucher, vergleichbare Sensorqualität, Bildentwicklung) und Panasonics FZ200 (Lichtstärke, Qualität der Optik) bei Abmessungen einer "Edelkompakten" einstufen.

Nur eins ist sie leider (für mich) nicht: Eine "Edelkompakte" vom Schlag einer XZ-2, LX-7, die beide mit EVF nachgerüstet werden können. Das Zoom-Objektiv fordert eben doch seinen Tribut in etwas geringerer Detailauflösung, die "Tiefe" oder Plastizität der Bilder reicht nicht ganz an die vorgenannten Kompakten heran und eine Fuji X20 spielt nochmals für sich in einer höheren Liga.

Meine Konsequenz, nach reichlicher Überlegung, was ich wirklich will oder brauche (mehr Details und Schärfe, Super-Tele wäre zwar nett, im Zweifelsfall aber verzichtbar) und auch weil ich den VF-2 für die XZ-Serie schon hatte, die Anschaffung einer gebrauchten XZ-2 (230€) und Rücksendung der Stylus 1 zum Händler.

Zusammengefasst lässt sich aus meiner Sicht folgendes feststellen: Wer den ausgedehnten Zoombereich nutzen möchte, eine noch wirklich kompakte Kamera sucht (die SONY RX10 spielt größen- und gewichts- und preismäßig schon in der Systemkamera- und DSLR-Liga) und dazu noch einen ausgezeichneten EVF zu schätzen weiß, erhält mit der Stylus 1 sicher das beste erhältliche Gesamtpaket. Im besten Sinne ist sie preis-wert, wem dies immer noch zu teuer ist, der sollte sich die Panasonic FZ200 ansehehen, die eine Preisklasse tiefer immer noch einen recht guten EVF und sogar noch weiteren Zoombereich mit durchgehender Lichtstärke 2.8 bietet. Nur, so richtig kompakt sie dann auch nicht mehr.

Wer sich aber einen Ersatz oder gar eine Steigerung einer aktuellen Kompakten vom Schlag X20, XZ-2 oder LX-7 erhofft, muss wissen, dass sie das aufgrund ihres weniger detailliert abbildenden Objektivs NICHT leisten kann. Meine Entscheidung wäre allerdings ohne den schon im Besitz befindlichen VF-2 wahrscheinlich anders ausgefallen, da der Sucher der Stylus 1 den schon recht alten VF-2 in allen Belangen toppt und die zusätzliche Anschaffung eines VF-2 das ausgezeichnete Preis-Leistungs-Verhältnis der XZ-2 zu Gunsten der Stylus 1 gekippt hätte.

Lange Rezension, kurzes Fazit: An der Stylus 1 werde ich mittelfristig wohl kaum vorbei kommen, aber nicht jetzt, zu diesem Preis und schon gar nicht als Ersatz meiner lichtstärkeren und schärferen XZ-2.
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