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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. September 2014
Der Titel des Buches und auch der Werdegang des Autors stimmen hoffnungsfroh, dass hier eine fundierte und mit viel "Insight" unterfütterte Darstellung zu erwarten ist. Insbesondere, da es ja bereits einige externe Sichtweisen von selbsternannten Elite-Experten zu dem Thema gibt und dies immer wieder gern für kollektive Aufreger in den Talkshows sorgt. Diese Erwartung wird das Buch in meinen Augen leider nicht gerecht, die Gründe sind vielfältig.

Zunächst ist das Buch leider relativ dünn, es ist problemlos in 2-3 h durchgelesen. Der auffallend distanzierte Schreibstil mit vielen eingeflochtenen Zitaten aus Presseartikeln verleitet auch nicht dazu, besonders lange an einzelnen Absätzen zu verweilen. Positiv sind die ersten und letzten Kapitel zu nenenn, in denen der Autor seine persönliche Bewertung und Visionen für besseres wirtschaftliches Handeln darlegt (diese sind lesenswert und sicher nicht verkehrt).

Zweitens erfährt der Leser kaum etwas neues, das nicht bereits in Zeitungen nachzulesen wäre. Ausgerechnet die Beschreibung der Akteure und der Arbeit als Berater bleibt vage, obwohl gerade dies einen Insider-Bericht so interessant zu lesen machen würde. Kein Vergleich zu Greg Smiths "Die Unersättlichen" über die Arbeitsweise und auch die Entwicklung der Investment Bank Goldman Sachs. Ob dies auch rechtliche Gründe hat, kann spekuliert werden. Fakt ist, dass eine Reduzierung der Studenten und Berater auf "materiell orientiert und technokratisch" sowie der Kundenseite (ohne Rückgrat, Berater als Rechtfertiger für bereits getroffene Entscheidungen) eben keinen entscheidenden Neuheitswert hat.

Gerade weil der Autor selber jahrelang in den Kreisen unterwegs war, wäre es doch spanennd, wenn einmal detaillierte Profile skizziert würden von den Menschen, die da gleichförmig in unsere Management-Etagen streben (so die These). "Insecure overachiever" seien sie, aber was heißt das konkret, wie erlebt er dies, was treibt diese Menschen wirklich an, sind alle so gleichförmig oder gibt es auch dort "Zweifler"? Stattdessen werden sozusagen wieder aus einer Fernperspektive einige Lebensläufe von Vorständen nach Studienhintergrund und Geradliniegkeit analysiert.

Spätestens aber beim Versuch, Beispiele prominenter Management-Entscheidungen in die Grundthese zu pressen, wird deutlich, dass hier für gut 140 Seiten zu viele Fässe aufgemacht werden. Auf der einen Seite Unternehmen wie Apple (kreativ, innovativ) und amazon, auf der anderen die konventionellen Konzerne Hewlett Packard und Pfizer, die in einer Spirale aus Rationalisierung abdriften. Grundsätzlich ist das sicher richtig, ohne Innovation kein Gewinn von Marktanteilen und ein technokratischer CEO, der lediglich Bestandssicherung durch betreibt, ist fehl am Platz.

Aber: Es fällt gerade an diesen Beispielen ins Auge, dass die Welt nicht derart schwarz-weiß ist. Apple und amazon sind nicht nur deshalb erfolgreich, weil sie innovative Unternehmen sind, sondern gleichzeitig auch ihr operatives Geschäft (Fertigung, Logistik) bis zum äußersten optimieren. Hier unterscheiden sie sich sicher nicht von anderen Unternehmen und bauen vermutlich genauso auf klassisches Beratungs-KnowHow auf.

Zusammenfassend: Herles beschreibt einen kleinen Teil der vermeintlichen "Wirtschafts-Elite" des 21. Jh. aus eigener Sichtweise und liefert mit seiner kritischen Bewertung sicher Stoff zum Nachdenken und Umdenken. Eine tiefgehende Betrachtung, wie etwa in Greg Smiths Pendant (der dabei auch Details verraten hat, die seinen ehemaligen Arbeitgeber und ihn selbst öffentlich in arges Bedrängnis brachten), findet sich jedoch weniger. Das kann auch positiv sein, da es den Anschein einer Abrechnung vermeidet, lässt das Buch jedoch auch an einer gewissen Oberflächlichkeit kranken.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Dezember 2013
Benedikt Herles gehört selbst zur „Elite“ moderner Prägung. Als promovierter Betriebswirtschaftler und durchaus erfolgreicher Unternehmensberater ist es sein tägliches Geschäft, in den „oberen Ebenen“ der Wirtschaft unterwegs zu sein. Und eben jene Berater-Branche ist es, die Herles offen und klar sehr kritisch in den Blick rückt

So kann man davon ausgehen, dass Herles hautnah miterlebt, wovon er berichtet und seine Einlassungen durch persönliche Erfahrungen gedeckt sind. Und es ist daher auch nicht „das eine“ Erlebnis, was ihn vielleicht persönlich schockiert hätte, jene „eine Ausnahme“ die vielleicht möglich und erklärbar wäre an „Kaputtheit“, sondern viele Erlebnisse, eher also eine Art „Grunderfahrung“ ist es, die jenes Bild der wirtschaftliche „Elite“ begründet, dass Herles im Buch nun zu Gehör bringt. Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen und dennoch überwiegend ohne Polemik.

Vom „Bulimie“ Lernen auf den „Elite Hochschulen“ (natürlich überwiegend privat getragen und durch Studiengebühren zu finanzieren) bis zum „großen Bluff“ in der späteren Berufspraxis (Hauptsache, Folien jonglieren und ein guter Zugang zu Google zur Hand), zeichnet Herles das Bild einer arroganten, menschlich nicht gereiften „Szene“ in der Wirtschaft, die deutlich mehr aus „Schein“ denn aus „Sein“ besteht und fast durchweg und generell nur darauf geeicht zu sein scheint, egozentrische Ziele zu verfolgen.

Schon die knapp geschilderten Erfahrungen der eigenen Bewerbungsphase mitsamt der Inhalte der Bewerbung und der dann erhaltenen „Standard Waffen der Profi Agenten“ zeigt auf, dass Herles hier nicht „Verwirrungen“ eines Systems beschreibt, sondern dass der „Bluff“ und das „Anschein von Kompetenz erwecken“ eher als Grundlagen des Systems (nicht nur des Beratersystems“ angenommen werden können.

„Einmal erfolgreich rekrutiert, ist Köpfchen nicht mehr gefragt. Junge Berater müssen Excel und Power Point beherrschen, sonst nichts“.

„Hübsch das noch mal auf“. „Gleich das mal optisch an“.

Das sind die Kernaufgaben, die Herles als ausgebildeter Akademiker (mit natürlich anderen Erwartungen versehen) zu „bewältigen“ hatte. Für teuer Geld natürlich, das den Auftraggebern in Rechung gestellt werden konnte.

„Machen, nicht denken“, das ist ein Teil seines Resümees der schicken Beraterwelt. Nicht nur fremdbestimmt, sondern zutiefst „entfremdend“ ist seine Zusammenfassung der eigenen Entwicklung in den ersten Wochen und Monaten seines Berufslebens als Unternehmensberater.

An vielen konkreten Beispielen, u.a. auch an „Märklin“, zeigt Herles die Einseitigkeit und Egozentrik des Geschäftes auf. Unter der Ägide ehemaliger Top Berater von McKinsey und Roland Berger wurde hier, aus einer Unfähigkeit zu Kommunikation, Einsicht und unternehmerischen statt rein pekuniärem Denken heraus Märklin konsequent vor die Wand zu fahren. Kein Einzelbeispiel im Übrigen, folgt man Herles im Buch.

Natürlich ist die umgehende Vision seines „naiven Traumes“ einer neuen Elite und einer „Marktwirtschaft reloaded“ wohl nicht zu erwarten Aber auch diese Gedanken im Buch überzeugen durch ihre Klarheit und Schlichtheit und treffen den Kern dessen, was viele mit Unbehagen an „Atmosphäre“ und Ausrichtung der „modernen Wirtschaftseliten“ schon länger verfolgen.

Ein wichtiges, gut lesbares und überzeugendes Buch eines „Insiders“, das wachrüttelt.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Oktober 2013
Der Aufsatz von Herles liest sich sehr flüssig. Er ist gut strukturiert und schildert den Alltag in großen internationalen Beratungsgesellschaften. Der Autor zeichnet den typischen Werdegang eines solchen Beraters nach und weist auf die zahlreichen Schwächen hin, die diese sowohl in Bezug auf die persönliche Entwicklung als auch für die Gesellschaft als Ganzes nach sich ziehen. Ich finde es gut und richtig, dass so etwas in dieser Form diskutiert wird - allein der Breitenwirksamkeit wegen. Es ist auch mutig von Herles, da eine solche Arbeit doch den Bruch mit seinem bisherigen Werdegang offen zur Schau stellt und nun eine aktive Weiterentwicklung auf Grundlage der gewonnenen Einsichten unabdingbar ist. Der Autor baut damit für sich selbst einen gewissen Druck auf und man kann nur hoffen, dass er sich dessen bewusst ist.

Denn auf den zweiten Blick lassen sich einige Dinge auch wieder relativieren. Wer kennt in seinem direkten Arbeitsumfeld - über alle Berufsgruppen hinweg - keine Dinge, die ähnlich stupide Züge tragen und er nicht gern mal lauthals anprangern möchte? Sind die Berater hier wirklich allein für die Missstände verantwortlich, denen wir uns heute ausgesetzt sehen? Sicher, ein solides Feindbild zu haben bzw. einen Verantwortlichen für die Misere benennen zu können, das zieht immer und man kann sich der Unterstützung der Massen gegen diese ungeliebte Minderheit sicher sein. Aber ist es auch gerecht und trifft es den Kern?

Die von Herles beschriebenen Probleme selbst wird jeder, der zumindest die Entwicklung der letzten Jahre aktiv mitverfolgt hat, sofort unterschreiben. Der Autor führt als Ursache vor allem die fehlenden sozialen Kompetenzen und die starren, eingeprügelten Managementmethoden und Denkmuster ins Feld. Ein Mehr an Flexibilität und Kreativität würde die Welt doch viel besser werden lassen. All das klingt irgendwie plausibel und hört sich intuitiv erst einmal gut an. Aber eben auch etwas romantisch. Die Wahrheit liegt wohl (wie so oft) irgendwo dazwischen und die Realität pendelt stetig zwischen den Extremen. Dieses Pendel ist derzeit stark in Bewegung, da eben auch von diesen Beratern und späteren Managern selbst doch mehr reflektiert wird, als es von außen erkennbar ist – Herles ist selbst ein Beispiel dafür.

Eine wirklich überzeugende Lösung der angeprangerten Probleme liefert er nicht - der letzte Abschnitt wirkt für mich eher zahnlos. Angesichts der Tatsache, dass sich mit diesen Fragen schon Generationen von (Wirtschafts-) Philosophen beschäftigt und daran teilweise auch die Zähne ausgebissen haben, ist das aber kein Beinbruch. Was bleibt ist die Erkenntnis, dass eine Gegenbewegung erforderlich scheint, um den eingeschlagenen Irrweg zu korrigieren. Wenn das neben vielen anderen Akteuren z.B. jene Kunden, die bei ihren Investitionen auch noch auf die zweite Nachkommastelle der Rendite achten, und die Konzernlenker, die sich Berater als mit Denkverboten belegte Erfüllungsgehilfen unliebsamer Rationalisierungsmaßnahmen ins Haus holen, gleichermaßen erkennen und ihr Handeln entsprechend ändern, dann stimmt zumindest die Richtung wieder.

Fazit: Aus meiner Sicht insgesamt lesenswert, weil anregend und diskussionsfördernd.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 50 REZENSENTam 10. Oktober 2013
Der Autor wendet sich im Buch gegen die These, dass Eigennutz und Förderung von Egoismus für eine Gesellschaft gut wären, weil sie der entscheidende Motor für gesellschaftlichen Fortschritt und Reichtum wären. Herled führt hier die berühmte Metapher von Adam Smith von der "unsichtbaren Hand" des Marktes an, die ohne staatliche Steuerung für Wachstum und Reichtum sorgt. "Nicht vom Wohlwollen des Fleischers, Brauers oder Bäckers erwarten wir unsere Mahlzeit, sondern von ihrer Bedachtnahme auf ihre eigenen Interessen" hatte Smith damals geschrieben. Der Markt richtet alles hatte man damals und bis vor kurzem auch in unserer Zeit gedacht.

Wie falsch diese lange gepflegte neoliberale These war und ist, schildert der Autor dann eindrucksvoll anhand der Banken- und Finanzkrise 2008, als die Selbstsicherheit der marktgläubigen Ökonomen erschüttert wurde. Blind vor Zuversicht glaubten sie zu lange an die Stabilität des Marktes. Und dann stand der Kapitalmarkt plötzlich am Rande des Abgrunds, Investmentbanken kollabierten und rissen die globale Wirtschaft in die Rezension. Nur Milliarden von Steuergeldern konnten das Kartenhaus der Hochfinanz vor dem Einsturz retten. Kaum ein Experte hatte das kommen gesehen- die mathematischen Prognosemodelle versagten völlig.

Hier sei nochmal auf die oben erwähnte Metapher von der "unsichtbaren Hand" zurückgekommen: Es gibt im Buch ein schönes Zitat des Nobelpreisträgers Stieglitz: "Vielleicht ist die unsichtbare Hand auf vielen Märkten deshalb unsichtbar, weil sie gar nicht da ist." Besser kann man wohl den derzeitigen Erklärungsnotstand der neoliberalen Wirtschaftsdenker nicht beschreiben.
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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. November 2013
Zuerst einmal Gratulation für den Mut, den der junge Autor mit diesem Buch bewiesen hat, die überhebliche Art und Arroganz der Aufstrebenden aufzuzeigen. Auf dem Weg nach oben ist ihnen jedes Mittel Recht, sie lernen über Leichen zu gehen und ihre Kunden über den Tisch zu ziehen. Bereits auf den Elite-Schulen lernen sie mit der copy and paste Technik Diagramme und Grafiken zu erstellen um irgendwelche fingierten Zahlen zu ihren Gunsten zu verdrehen und so die ganze Welt mit miesen Tricks zu bluffen. Sie verdienen sich ja immer eine goldene Nase, egal ob ein Unternehmen gerade einen kometenhaften Aufstieg feiert oder seinem Ende zusteuert. Dass sich einige von diesem Buch ans Bein gepisst fühlen zeigen die Rezensionen mit nur einem oder zwei Sterne.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Februar 2014
Klar ist das viele Manager ihre Unternehmen nicht so dogmatisch weiter führen können wie bisher.
Digitalisierung, Internationalisierung und Globalisierung führen dazu das die schablonhafte Geschäftsmodelle nicht mehr funktionieren. Innovationen, Mitarbeiter Empowerment und absolute Kundenfokus führen zu Erfolg.
Dieses Buch liefert ein wichtigen Beitrag auf diese spannende Reise!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. April 2014
Ich habe das Buch während eines Praktikums bei einer Beratung gelesen und bin noch immer begeistert davon, wie klar und sauber der Text geschrieben ist und wie realitätsnah einzelne Personen beschrieben werden - genau so findet man sie in jeder Beratung und an jeder Business School. Aus meiner Sicht eine definitive Pflichtlektüre für jeden Wirtschaftsstudenten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. April 2014
Das Buch basiert auf einer steilen These, welche die Elite auf den Kreis von Unternehmensberatern und Studenten privater Business Schools reduziert ohne dies zu fundieren. Daher ist auch der Blick auf die Chefetage auf eben diesen Blickwinkel beschränkt.

Geschickt werden Anekdoten aus dem aus dem Alltag der Business School und Unternehmensberatung verknüpft und um die Sinn- und Methodenkrise in der VWL angereichert. Dabei heraus kommt eine Mischung aus Weidens "Folienkrieg-Bulls***bingo: Handbuch für Unternehmensberater, Opfer und Angehörige", von Friedrichs "Gestatten: Elite" und Leifs "Beraten und Verkauft" mit einem Hauch Selten, Soros und Krugman. Auch wenn das Buch unterhaltsam zu lesen ist, neue Einsichten sucht der Leser vergeblich. Auch einen ernsthaften Versuch eines Lösungsansatzes wagt das Buch leider nicht. Daher ist für mich das Buch leider mehr "Versuch einer Bestandsaufnahme ohne Lösungsansatz" als echter "Schadensbericht aus unseren Chefetagen". Etwas schade, das Thema hat mehr verdient: Echte Analyse und Lösungsansätze.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
...für die Verantwortlichen in Politik & Wirtschaft. – Denn: Bildung ist Staatsaufgabe! Private Hochschulen tragen zur weiteren sozialen Spaltung der Gesellschaft und dem statuosoritentierten, NICHT-nachhaltigem allein an maximalen Gewinn und somit materiellem Wachstumsparadigma unserer Gesellschaft bei. --- Liebe Unternehmen, wenn Ihr soviel Gewinne habt, gebt diese doch (ggf.) an öffentliche Unis (oder falls Euch nix Besseres einfällt: KiTas, weniger Arbeitsstunden, eigene Solar-Anlagen-Investition uvm.). --- Da profitierten dann beide mehr von (--- und letztlich auch die mega-gestressten Profs. an den private business schools, die ja kaum publizieren). --- Also -> Abkehr & zurück zu wahren Werten und wahrer Verantwortung / Wissenschaft - prviate sponsored without elite.
Wer diese Ansichten – ggf. Ansicht teilt - freut sich beim Lesen und muss manchmal richtig laut lachen.
Wer nicht ( und ggf. eine Kreditaufnahme für MBA an private business school plant): LESEN!!!
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am 21. Dezember 2014
Herles Buch fand ich recht interessant und flüssig zu lesen. Herles schreibt meist kurze und knappe Sätze, einfache Aussagen. Immer wieder aneinandergereiht. Keine langen Sätze, eher Bildzeitungsstil. Wie mit der Uzi aus der Hüfte geschossen. Das ergibt ein schnelles Lesetempo. War für mich o.k.

Habe selber mit Unternehmensberatern zusammengearbeitet, zusammenarbeiten müssen. Hatte zwei Chefs, die ehedem Unternehmensberater waren, auch bei den "großen Namen". Ja, die sind so, die ticken so, Folien über alles. Für mich nichts Neues. Spannend und neu der große Bogen, den Herles zu schlagen versucht: Von der Ausbildung im Studium, über die mentale Uniformisierung in den Beratungen hin zur Systemkritik. Hatte ich so noch nicht gesehen.

Die von Herles beobachtete Mathematisierung der Wirtschaftswissenschaften würde ich persönlich auf andere Gründe zurückführen als er. Das kleinkarierte Erbsenzähler keine Innovatoren sind und für Visionen sind sehe ich täglich, ausgezeichnet beschrieben!

Herles führt viele Zitate, Literaturstellen und Quellen an um seinen Standpunkt rüberzubringen. Pluspunkt! Wirkt teilweise etwas bemüht zusammengesammelt und nur das wurde selektiv genommen, was ins Bild passt. Nicht alle "Heuschrecken" hinterlassen eine Spur der Verwüstung, siehe "Grohe".

Von Herles' Vision war ich enttäuscht. Gefällt noch der Vergleich mit erfolgreichen, innovativen Unternehmen, wird das Buch hinten raus sehr, sehr dünne: Ein wenig Pflichtethik- und Sozialgedönsvorlesungen und schon kommt die Marktwirtschaft wieder in Ordnung? Herles, das glaubste doch selber nicht!

Daher heute nur drei Sterne von mir!

Abschließende Anmerkungen:
Es gibt Rezensenten, die dem Autor vorwerfen, er habe das Buch geschrieben, damit er Geld verdient. Komische Argument. Bücher werden geschrieben, damit sie gelesen werden. Zumindest bei 95% der Bücher dürfte das der Fall sein. Um sie lesen zu können muss man sie kaufen. Irgendwer verdient damit Geld, verschenkt werden sie selten. Höchstens zu Weihnachten. Verstehe nicht, warum das gegen ein Buch oder gegen einen Autor sprechen soll.
Andere werfen ihm vor, er sei ja selber Berater gewesen und nun kritisiert er die Branche, das sein unmoralisch oder unglaubwürdig. Dem folge ich nicht. Mir ist lieber, einer schreibt ein Buch über ein Thema, wo er sich auskennt, wo er dabei war, Bundesligafußball, internationale Politik, religiöse Sekte, rechtsradikale Schlägertrupps - wie es wirklich ist oder war erfährt man am besten von einem Insider.
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