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"Morgenstern" ist ein Privatdetektiv, wie er den meisten nicht unbekannt sein dürfte. Früher mal Polizist, dann kam der Dienstunfall und nun die neue Existenz fernab der "Regeln", die normale Menschen befolgen müssen. Geldnot, ein charmantes Lächeln und natürlich die passenden Kontakte in der Hinterhand, wenn er denn Hilfe braucht. So präsentiert sich der Protagonist in "Leben und Sterben", dem Auftakt der Serie, die zugleich als E-Book und Hörbuch vertrieben wird. Die Grundlagen für einen umfangreichen Plot werden hier gelegt und direkt die ersten Meilensteine gesetzt. Raimon Webers Geschichte hat Potenzial, einen Unterhaltungswert, aber auch seine Macken. Der kalte Sprung in die Hörspielhandlung gelingt noch souverän. Kurz wird Morgenstern vorgestellt und sein Schicksal angerissen. Wer neugierig ist und Interesse an der detaillierten Erzählung der entscheidenden Schießerei hat, kann diese Geschichte im E-Book "Ich war tot", dem Prequel der Serie lesen. Ebenso werden die weiteren Folgen weiterhin zugleich als E-Book und Lesung erscheinen.

Doch dann setzen zwei Effekte ein. Zum einen fordert das Format seinen Tribut: Siebzig Minuten inszenierte Lesung sind einfach trocken. Olaf Reitz gibt sich zwar ordentlich Mühe mit seiner an sich gelungenen Präsentation, aber Morgensterns Monolog wirkt auf Dauer unattraktiv. Die wenigen Geräusche und Soundkulissen reißen den Hörer nicht mit, der Funke springt größtenteils nicht über. Actionszenen verlieren an Tempo, jedwede Aktion endet in deskriptiver Trance. Der verarbeitete Ansatz ist so nicht neu, jedoch auch nicht besonders gut umgesetzt worden. Verstärkt wird dieser Umstand durch eine weitläufige Handlung. Beginnend mit einem "abgehalfterten" Privatdetektiv geht es über die Drogen und geheimnisvollen Auftraggeber bis hin zur exklusiven Party mit verschleppten Kindern. Viel wird angeschnitten, wenig vertieft.

Kurzum: "Leben und Sterben" ist weder richtig gut noch richtig schlecht. Die inszenierte Lesung plätschert vor sich hin, ohne besonderen Tiefgang oder wirklich fesselnde Momente zu entwickeln. Morgenstern lässt bisher das Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Ex-Polizisten/Detektiven vermissen und auch die Handlung braucht noch einen vernünftigen roten Faden.
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Erster Eindruck: Ein Privatdetektiv im Kampf gegen die Drogen

Es ist der Morgen nach einem ziemlich langwierigen Auftrag für Privatdetektiv Christoph Morgenstern, als ein verwirrter Mann auf offener Straße eine junge Frau eingreift. Zwar kann Morgenstern ihn überwältigen, doch der von der Droge Crystal Meth gezeichnete Abhängige geht ihm nicht aus dem Kopf. Als er während der Überwachung eines leerstehenden Hauses ebenfalls auf die Modedroge stößt, ist sein Interesse vollends geweckt…

Mit „Morgenstern“ geht eine neue Serie beim renommierten Hörspiellabel Folgenreich an den Start, und auch der Autor ist kein unbekannter: Raimon Weber, der schon bei verschiedenen Produktionen das Drehbuch abgeliefert hat. Entstanden ist dabei aber etwas Außergewöhnliches, denn inszenierte Lesungen gibt es an sich schon mal eher wenig, als Serie ist der Anteil aber nun wirklich sehr gering. Daumen hoch schon einmal für den Mut, dieses kleine Experiment zu wagen, und auch die Umsetzung kann durchaus punkten. Am Anfang gibt es einen kleinen Text, der die Szenerie umreißt und den Privatdetektiv kurz vorstellt, der Rest ist chronologisch angeordnet und wird aus der Sicht von Morgenstern erzählt. Dabei werden seine Lebensumstände gut geschildert und sein Charakter nach außen gekehrt, sodass man sich schnell mit dem coolen Mann verbunden fühlt und mit ihm mitfiebert. Die Geschichte bekommt mit der oben beschriebenen Szene einen schnellen und recht heftigen Höhepunkt, der Einstieg ist somit gut gelungen. Der nachfolgende Aufbau wirkt manchmal etwas behäbig und versucht, recht viele Themen zusammenzufassen. Neben der Haupthandlung mit dem Crystal Meth wird beispielsweise eine recht dekadente Party, eine gewalttätige Szenerie in einer Kneipe oder eine gefühllose Anwaltskanzlei thematisiert. Alle Teile für sich genommen sind sehr stark, doch das Zusammenspiel wirkt zu lose zusammengeführt, da auch noch alles mit der Modedroge verknüpft ist. Gegen Ende nimmt dann die Handlung ordentlich Fahrt auf, zwar ist ein sinnvoller Abschluss gefunden worden, dennoch werden hier die ersten Fäden für den weiteren Fortlauf gelegt und das Ende ist im Prinzip eher offen. „Morgenstern“ kann mit seinem guten Thema, der starken Hauptfigur und der interessanten Handlung trotz einiger Schwächen überzeugen.

Als Sprecher wurde Olaf Reiz ausgewählt, der gerade wegen seiner unverbrauchten Stimme eine gute Wahl ist. Er verleiht seiner Stimme einen rauen, harten Klang und spricht auch die einzelnen Silben etwas abgehackt, was sehr gut zu der Atmosphäre der Lesung passt. Dabei kann er besonders die Hauptfigur gekonnt in Szene setzt, während er in der wörtlichen Rede der weiblichen Personen etwas schwächelt. Die Dramaturgie der Geschichte kann er gut umsetzen und die sich steigernde Handlung und einige besonders eindringliche Szenen mit viel Energie ausstatten.

Besonders interessant ist der Aspekt der akustischen Umsetzung, die sich hier nicht an bekannte Konventionen aus Hörspielen halten muss und eigene Lösungsansätze entwickelt. So wird zum Beispiel auch mal eine röchelnde Stimme im Hintergrund eingesetzt. Dominiert wird die Umsetzung aber vor allem von harter und temporeicher Musik, die öfter für die passende Atmosphäre sorgen kann, doch auch passende und teilweise recht laute Geräusche sind eingebaut.

Eine triste Industriekulisse ist das Motiv des Covers, ein verwahrloster Gang, der durch zerbrochene Fensterscheiben beleuchtet wird, Schmutz und Unrat auf dem Boden, Graffitis an den Wänden. Durch die gedeckten Farben hält sich das Titelbild zurück und lenkt die Aufmerksamkeit auf den markanten Schriftzug, der den Folgentitel in großen Lettern inklusive Einschusslöchern umfasst.

Fazit: Eine interessante Produktion, die durchaus vielversprechende Ansätze für eine neue Serie bietet. Die starke Darstellung des Titelhelden, einige andere markante Figuren und eine düstere Kulisse sorgen für einen abwechslungsreichen und eingängigen Verlauf, obwohl die Geschichte an einigen Stellen zu viel erzählen will und einige Elemente hätten gespart werden können. Macht neugierig auf den weiteren Verlauf der Serie.
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am 22. November 2013
Hab es heute schon gehört. Konnte nicht abwarten, da mir schon das Ebook zur Vorgeschichte sehr gefiel.

Also als erste Folge finde ich es sehr gelungen.
Natürlich kann man sich noch steigern, denn ich finde dass die Effekten für eine inszenierte Lesung eher wenig waren.
Was auch natürlich die Atmos und die Musik angeht.
Etwas mehr wäre für mein Geschmack genau richtig. Olaf Reitz Stimme gefällt mir gut, aber er könnte an den anderen Charakteren mehr Bild geben.
Etwas mehr spielen vllt noch dazu. Ich finde, je nach Situation sollte er sich bei der Erzählweise variieren, an manchen Stellen ist das sogar sehr gut gelungen.
Aber manchmal bekam ich das Gefühl, dass er meistens im gleichen Tempo vorlas.

Das wären meine Kritikpunkte, ansonsten hat mir die Folge auf jeden Fall Spaß gemacht.
Bin gespannt wie es weitergehen wird und erwarte soundtechnisch von den Jungs von ear2brain productions mehr Inszenierung. ;)
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Inszenierte Lesungen sind nach wie vor eine Seltenheit auf dem Hörbuchmarkt. Schon allein das macht die Serie rund um den Potsdamer Privatdetektiv Chris Morgenstern hörenswert. Man könnte zwar einwenden, dass man dann auch gleich ein vollwertiges Hörspiel hätte produzieren können. Sicher richtig. Allerdings hätte das nicht unerhebliche Produktionskosten bedeutet und sich aller Wahrscheinlichkeit nach entsprechend auf den Verkaufspreis ausgewirkt. Und dieser Hybrid aus Lesung und Hörspiel macht auch so Spaß: Zu der markanten, rauen Stimme von Olaf Reitz, der als Chris Morgenstern glaubhaft in die Handlung zieht, kommen ab und an passende Geräusch und dazu eine treibende, dramatische Musik.

Der Sprache ist direkt, umgangssprachlich und auch mit einer Prise Humor und Selbstironie wird nicht gespart.

Wie es dazu kam, dass Morgenstern aus dem Polizeidienst ausstieg, verrät die Vorgeschichte „Ich war tot“, die es als separates e-Book hier kostenlos und DRM-frei zum Download gibt. Als Serien-Einstieg ist sie unbedingt empfehlenswert. Die weiteren Abenteuer erscheinen parallel als e-Book und Hörbuch, und es zeichnet sich ab, dass manche Handlungsfäden sich über mehrere Episoden erstrecken werden. Gute Voraussetzungen für eine Serie mit Kult- und Suchtfaktor!

Olaf Reitz ist im Hörbuchbereich für mich eine stimmliche Neuheit. Seine Lesung zeichnet sich analog zur Wortwahl durch eine realistische, direkte Sprechweise aus. Das passt perfekt zu Morgenstern, zumal dieser aus der Ich-Perspektive berichtet. Das Rad wurde bei der Gestaltung des Hauptcharakters vielleicht insgesamt nicht neu erfunden, aber Morgenstern, der über ein starkes Gerechtigkeitsempfinden verfügt, wirkt sympathisch und glaubwürdig. Braucht jemand Hilfe, greift er ein, auch wenn er inzwischen kein Polizist mehr ist, sondern den sicheren Job zugunsten der unsicheren und nicht unbedingt immer angesehenen Tätigkeit eines Privatermittlers aufgegeben hat.

Sein derzeitiger Auftrag besteht darin, das Gelände einer Baufirma im Ortsteil Drewitz zu überwachen, wo immer wieder Metall entwendet wird. Seit er dort im Einsatz ist, tut sich allerdings nichts mehr. Alles scheint ruhig. So langsam zehrt die Nachtarbeit an Morgensterns Kräften. Thematisch allerdings wird es dieser bodenständigen Ausgangssituation zum Trotz von Anfang an brisant: Die Droge Crystal Meth hat Potsdam erreicht…

Alles in allem ein viel versprechender Einstieg in eine solide produzierte Serie mit einer sympathischen Hauptfigur im Zentrum und reichlich Lokalkolorit. Auf langen Autofahrten bedeutet das rund 70 Minuten Hörvergnügen. Die Unterstützung durch eine passende Klangkulisse – Musik, eine röchelnde Stimme, Hintergrundgeräusche – trägt dazu bei, direkt in die Szenerie hineinzuversetzen.

Autor Raimon Weber, Jahrgang 1961, veröffentlicht seit 1998 erfolgreich Krimis und Thriller. Unter anderem schrieb er für „Darkside Park“ und „Porterville“.
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am 29. Mai 2014
Bevor ich "Morgenstern 1: Leben und Sterben" überhaupt in den Händen hielt, bin ich davon ausgegangen, dass es sich bei allen Werken aus dem Hause Folgenreich um Hörspiele handelt. Umso überraschter war ich dann, als ich auf der Rückseite der CD gelesen habe, dass es sich dabei um eine inszenierte Lesung handelt. Zudem soll parallel zu jeder Folge ein E-Book erscheinen, bei dem der Fan die Ereignisse (mit-)lesen kann. Eine Kostprobe dazu bietet die Folge 0 von Morgenstern, die die Ereignisse vor seinem Wunschberuf Privatdetektiv beleuchtet. Die Handlung von "Morgenstern 1: Leben und Sterben" ist sehr klischeebehaftet, denn schon nach wenigen Minuten wurde mir klar, dass Chris Morgenstern ein Kinder liebender, gut aussehender Ein-Meter-Neunzig-Mann mit tiefer Stimme ist. Sein Freund Knut ist dagegen ein etwas bekloppter, exzentrischer, kleinwüchsiger Rotzlöffel, dessen Hände so groß wie die Schaufeln eines Baggers sind. Nun liegt der Gedanke nahe, dass sich damit bereits ausreichend vom Topf der Stereotype bedient wurde, doch weit gefehlt. Denn in Potsdam wird Crystal Meth hergestellt und Zwangsprostitution mit Minderjährigen Rumäninnen betrieben. Und auch hier schrecken die Macher nicht zurück, den Hörer davor eingängig zu warnen, dass Drogen und Prostitution ganz dolle böse sind (Auweia.). Mal abgesehen davon konnte ich der groschenromanartigen Handlung recht gut folgen, da es ja nur einen Sprecher bzw. Erzähler gibt, der sich schlecht selbst unterbrechen kann und bei klarem Verstand auch keine Handlungssprünge geschehen lässt. Der Höhepunkt von Morgensterns Erzählungen bilden die einzelnen Charakterbeschreibungen, die durchaus explizit sind und die Figuren sehr charmant wirken lassen.

Was mich jedoch in dem ganzen Tohuwabohu von Sodom und Gomorra nicht gefallen hat, ist die doch recht gewöhnungsbedürftige Stimme von Olaf Reitz, weshalb ich das erste Hören von "Morgenstern 1: Leben und Sterben" abgebrochen habe. Da Reitz mir als Synchronsprecher unbekannt ist, wollte ich ihm und der inszenierten Lesung einige Tage später eine weitere Chance geben. Seine Stimme ist zwar immer noch nicht wirklich mein Fall, aber der Hörer kann sich an seine nicht gerade abwechslungsreiche Intonation gewöhnen. Ich empfinde es eben als langweilig, wenn viele männliche Figuren gleich klingen und die weiblichen nach Olivia Jones. Hier und da täte der Lesung eine andere Betonung gut. Auch die inszenierte Lesung war für mich neu. Ich habe bereits davon gehört und auch darüber gelesen, aber selbst mich nie aktiv damit beschäftigt. Zwar sind die realistisch klingenden Geräusche und die Stimmung unterstützende Begleitmusik in "Morgenstern 1: Leben und Sterben" nett mit anzuhören, retten aber die Lesung nicht aus dem tiefen Loch der Unmut. Denn dafür klingt manches für Folgenreich-Standards doch zu sehr nach Schulprojekt bzw. nach einer Art Point-and-Click-Adventure, in welchem der Erzähler den Helden in seinen Taten unterstützt, aber dieser nie selber zu Wort kommt, wie z.B. in "Castle of Illusion: Remake" oder "Leisure Suite Larry: Reloaded". Zudem hat sich die Wahl eines zweitens Sprechers, der Grunz-, Japs- und Knurrgeräusche von sich gibt, eher als irritierend herausgestellt als unterstützend. Werswine is in the House.

Fazit:
"Morgenstern 1: Leben und Sterben" konnte mich nicht überzeugen. Zum Einen liegt es wohl daran, dass ich im Vorfeld mit einem Hörspiel statt einer inszenierten Lesung gerechnet habe, aber zum Anderen liegt mein Missfallen auch darin begründet, dass Olaf Reitz als Sprecher bzw. Erzähler der Folge eine eher schwache Leistung abliefert, die der sehr klischeebehafteten Geschichte noch den letzten Schmiss Langeweile verpasst. Die ansprechende Soundkulisse kann da auch nicht mehr helfen.
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Nachdem bei Ullstein sein Roman „Eis bricht“ erschienen ist, geht Raimon Weber mit MORGENSTERN in Serie, und das gleich doppelt. Zum einen wird die Serie im Ebook veröffentlicht und zeitgleich auch als Hörbuch inszeniert. Für letzteres zeichnet sich ear2brain productions verantwortlich, die sich in der Branche bereits einen guten Ruf erarbeitet haben, unter anderem mit Serie wie JOHN SINCLAIR, DIE ELFEN, DON HARRIS oder auch STAR WARS: THE CLONE WARS. Doch was hat MORGENSTERN den Lesern, respektive den Hörern zu bieten? Nicht viel Neues zumindest, denn abgesehen davon, dass die Serie in Deutschland spielt, ist alles schon mal dagewesen. Ehemaliger Polizist schlägt sich nach traumatischem Erlebnis als Privatdetektiv durch. Dank seines alten Partners hat er gute Verbindungen zur Polizei. Das lose Ende eines roten Fadens scheint sich in Form der verschwundenen Tochter seines Ex-Kollegen und -Partners Max abzuzeichnen, aber auch in dem Hinweis auf irgendsoeine mystische Grals-Loge. Klingt an dieser Stelle ein bißchen nach LEON KRAMER. Webers Schreibstil ist minimalistisch, flott und handlungsorientiert, seine Protagonisten sympathisch und authentisch. Die Handlung spult sich jedoch zu konstruiert ab, die Fälle scheinen einem Drehbuch zu folgen. Obwohl „Leben und sterben“ die erste Folge der Serie ist, gibt es ein Prequel in Form eines gratis Ebooks, in dem erzählt wird, wie Christian Morgenstern angeschossen wurde und seinen Dienst bei der Polizei quittiert. Bereits diese wirklich kurz geratene Nullnummer ist ziemlich uninspiriert und erklärt weder die Motivation Morgensterns die Polizei zu verlassen, noch wann und wie die Tochter von Max verschwunden ist. Dies muss also zwischen der besagten Nullnummer „Ich war tot“ und dem vorliegenden Hörbuch geschehen sein. Obwohl das Umfeld von Morgenstern sehr sorgfältig und liebevoll beschrieben wird, bin ich mit der Figur nicht richtig warm geworden. Das mag aber auch an der unmotivierten Hörbuch-Umsetzung liegen, denn eigentlich schreit dieser Stoff geradezu nach einer inszenierten Hörspielfassung und sowohl Folgenreich, als auch ear2brain haben dafür auch die besten Voraussetzungen. Stattdessen beschränkt man sich auf eine reine Lesung, in die ab und zu ein paar Geräusche und Laute eingespielt wurden. Für kurzweilige Unterhaltung reicht es dank der ordentlichen Sprecherleistung von Olaf Reitz allemal. Bleibt die Hoffnung, dass die kommenden Episoden ein wenig innovativer und spannender verlaufen.
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Mit Morgenstern beginnt bei Folgenreich eine neue Hörspiel-Reihe. Diese dreht sich um den Privatdetektiv Christian Morgensterne, der früher einmal Polizist war. Als eine Kugel seine linke Schulter durchschlug und eine zweite in seinem Schädel landete, gab er seinen Job auf. Er lag drei Wochen im Koma und hatte eine sogenannte Nahtoderfahrung. Nun verdient er sein Geld als Privatdetektiv in Potsdam. Was als lockerer Job begann, wird mit jedem Tag härter...

Ich freue mich immer über neue Hörspiele. Und Morgenstern aus dem Hause Folgenreich ist wieder eine Serie, die ich mir gerne anhören werde. Die erste CD erzählt die Geschichte, wie Christian mitansehen muss, wie Potsdam von Chystal Meth überschwemmt wird. Er trifft auf eine Frau die seine Hilfe sucht – im Gegenzug bietet sie ihn Informationen aus der Szene an. Allerdings gibt es einen Unbekannten, der Christian immer einen Schritt voraus ist...

Die mir vorliegende CD hat eine Laufzeit von 70 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben. Der Zuhörer bekommt hier eine spannende und unterhaltsame Geschichte geboten, die keinerlei Längen aufweist. Als Sprecher ist Olaf Reiz am Start, der seine Sache wirklich klasse macht. Reinhören!
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am 30. November 2013
Meinung
Titelheld des Krimis MORGENSTERN ist Ex-Polizist Chris Morgenstern, scharfer Beobachter mit einem untrüglichen Gespür für „Gefahr in Verzug“, Schauplatz der ersten Folge ist nicht etwa Miami, L.A., New York oder Las Vegas, sondern die gar nicht so beschauliche Hauptstadt Brandenburgs, Potsdam…
Privatdetektiv und Ex-Polizist Chris Morgenstern muss miterleben, wie seine Stadt immer weiter in den Drogensumpf gezogen wird, Menschenhändler skrupellos ihrem Geschäft nachgehen und ein Unbekannter ihm immer einen Schritt voraus ist, während er sich auf die Spurensuche begibt. Eines Tages muss er miterleben, wie ein offensichtlich stark verwirrter Drogensüchtiger, der Kindern Drogen verkaufen will, sich selbst verstümmelt. Chris wird aktiv, denn bei Kindern, die in Gefahr schweben, versteht er keinen Spaß.
Das ist der Plot des ersten Teils der neuen Reihe Morgenstern von Raimon Weber, der sich schon als Autor anderer Hörspielserien wie u.a. Gabriel Burns, Point Whitmark oder auch der Darkside Park-Serie einen wohlklingenden Namen geschaffen hat.
Mit Chris Morgenstern hat er einen sympathischen Helden geschaffen, netter Typ mit Stammkneipe, geschieden und nicht in der Lage, selbst zu kochen, Jaguarfahrer und Frauentyp, dem es aber trotzdem nicht leicht fällt, seine Angebetete, die hübsche Bäckereiverkäuferin Tori, um eine Verabredung zu bitten.
Auch die Nebencharaktere wie Chris ehemaliger Kollege Max, dessen Tochter vor einiger Zeit spurlos verschwand und der dadurch psychisch stark gestresst und möglicherweise dem Alkohol verfallen ist und sein kauziger Kumpel „Bagger“ Knut sind Figuren, die noch viel Potenzial für weitere Folgen bieten und sicherlich Kultcharakter haben.
Alles in allem ein gelungener Einstieg in eine neue Serie, die Lust auf mehr macht.

Gesprochen werden die MORGENSTERN-Hörbücher als ungekürzte, inszenierte Lesungen von Schauspieler, Sprecher und Regisseur Olaf Reitz ([...] produziert von den Machern bei ear2brain productions ([...]www.ear2brain.com), die schon John Sinclair und natürlich auch den Folgenreich-Hörspielserien Die Elfen, Don Harris, Star Wars – The Clone Wars ihr markantes Sounddesign verleihen.
Olaf Reitz als Sprecher kannte ich bisher noch nicht, aber er macht einen durchweg guten Job und spricht die Geschichte überzeugend und abwechslungsreich. Es gibt keine unnötigen Längen und ich würde mir wünschen, dass Olaf Reitz auch im nächsten Teil wieder als Stammsprecher dabei ist.

Ansprechend und zum Krimi passend, kommt das Cover daher. Neben dem Morgenstern-Logo ist eine Fensterscheibe mit Einschussloch zur sehen, durch die der Betrachter in einen schemenhaften Flur blickt.

Fazit
Gelungener Auftakt zur neuen Serie von Autor Raimon Weber.
Gute Sprecher, gute Story, ein Komplettpaket, das überzeugt und uns gespannt auf die nächste Folge zurück lässt.
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Der Name Morgenstern war mir bisher nur als Waffe, Mittelalterband und TV Moderator bekannt. Jetzt gibt es auch eine Hörspielreihe!
Titelheld und Namensgeber der Reihe ist der Ex-Cop und Privatdetektiv Chris Morgenstern der in Potsdam lebt und bei seinen kleinen Aufträgen immer wieder mit durch geknallten, optisch sehr desolaten (Zombie-artigen) Junkies zu tun hat die wohl sehr derbes Crystal Meth konsumieren. Irgendwann ist er mitten drin in einem Fall und es scheint als ob er von einem Unbekannten manipuliert und auf gewisse Fährten gesetzt wird. Mord, Prostitution und eine Drogenküche später muss er sich bei seinen Ex-Kollegen rechtfertigen und hat auch noch Geldsorgen.
Die typischen Sorgen eine Privatdetektives erzählt aus der Ich-Perspektive in einer inszenierten Lesung (d.h. ohne andere Sprecher aber mit Soundeffekten und Musik) von Sprecher Olaf Reitz ziehen mich als Hörer direkt in den Bann, er wirkt authentisch, unverbraucht und sympathisch. Es ist mal erfrischend, dass die Handlung nicht in England oder den USA spielt und auch die Bedrohung ist nicht übernatürlich (so scheint es jedenfalls) aber geheimnisvoll.

Die Laufzeit vergeht wie im Flug und am Ende gibt es einen spannenden Cliffhanger. Das einzig negative ist für mich, dass man quasi eine Art Hörbuch in Häppchen serviert bekommt und nicht auf z.B. sechs CDs. Trotzdem ist Morgenstern ein guter Versuch die etwas ausgelutschten Hörspielpfade zu verlassen und man wird sehr gut unterhalten!
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am 22. Dezember 2013
Chris Mor­gen­stern ist Pri­vat­de­tek­tiv in Pots­dam. Was nach Tätig­kei­ten rund um Ehe­bruch und Betriebs­spio­nage klingt, ent­puppt sich als eine Kri­mi­nal­ge­schichte rund um Crys­tal Meth, Zwangs­pro­sti­tu­tion und Geheim­bünde. Die erste Folge „Leben und Ster­ben“ wurde zeit­gleich als E‐​Book und sze­ni­sche Lesung ver­öf­fent­licht. Das Hör­buch ist beim Label „Fol­gen­reich“ erschienen.

Inhalt

Mein Name ist Chris­tian Mor­gen­stern. Kurz Chris.
Ich habe abso­lut nichts mit dem gleich­na­mi­gen Lyri­ker und Schöpfer der Gal­gen­lie­der zu tun. Der starb schon mit Anfang vier­zig. Bis dahin feh­len mir noch ein paar Jahre. Vor zwei Jah­ren durch­schlug eine Kugel meine linke Schul­ter, eine zweite hol­ten sie aus mei­nem Schädel. Ich lag drei Wochen im Koma. Was ich da erlebt habe, bezeich­nen einige als Nahtod­er­fah­rung. Danach war mir klar, dass ich nicht länger Poli­zist sein wollte. Schluss mit Dienstplänen und Vor­ge­setz­ten. Ich wurde Pri­vat­de­tek­tiv in mei­ner Stadt. In Pots­dam. Zuerst war das ein rela­tiv ange­neh­mer Job.
Doch es wird härter. Von Tag zu Tag.

Der Wahn­sinn erreicht Pots­dam. Pri­vat­de­tek­tiv Chris Mor­gen­stern erlebt, wie seine Stadt von der Droge Crys­tal Meth überschwemmt wird. Ein in die Enge gedrängter Dro­gen­dea­ler verstümmelt sich vor sei­nen Augen. Eine Frau sucht Mor­gen­sterns Schutz und bie­tet dafür Infor­ma­tio­nen über die Hintermänner. Aber ein Unbe­kann­ter ist dem Detek­tiv immer einen Schritt vor­aus und tötet ohne Skrupel.

Kri­tik

Gibt es eigent­lich Pri­vat­de­tek­tive, die nicht vor­her bei der Poli­zei oder beim Mili­tär waren? Und nach einem trau­ma­ti­schen Erleb­nis in der Schnüf­fe­lei abseits der stren­gen Regeln einer Behörde ihr Glück fin­den? Bis hier­hin ist „Mor­gen­stern“ also keine wirk­li­che Novi­tät in der Reihe der zahl­rei­chen Pri­vat­de­tek­tive, die zwi­schen Buch­de­ckeln, auf dem TV‐​Schirm und auch im CD‐​Player ihren Fäl­len nachgehen.

Beson­ders wird der Pots­da­mer Ermitt­ler in sei­nen The­men. Man könnte mei­nen, dass in einem Ort wie Pots­dam nicht gerade die gro­ßen Ver­bre­chen gesche­hen. Ein wenig Betriebs­spio­nage viel­leicht, Ehe­bre­cher oder eine ent­lau­fene Katze. Doch Autor Rai­mon Weber (bekannt von Point With­mark oder Gabriel Burns) gibt sei­nem Schnüff­ler nicht nur einen Fall mit Dro­gen­la­bo­ren, Mäd­chen­schie­bern und Geheim­lo­gen an die Hand, son­dern kon­stru­iert zugleich einen wohl­mei­nen­den Schat­ten­mann im Hin­ter­grund, der den nach­fol­gen­den Epi­so­den wohl einen über­span­nen­den Hand­lungs­bo­gen geben soll.

„Mor­gen­stern“ wird in zwei Fas­sun­gen ver­trie­ben: Als E‐​Book und als Hör­buch. Die E‐​Book‐​Leser bekom­men zur ers­ten Folge auch gleich noch eine „Nuller“-Geschichte gelie­fert. Wie kam Mor­gen­stern dazu, den siche­ren Job bei der Poli­zei auf­zu­ge­ben, um ein pri­va­ter Ermitt­ler zu wer­den? Die Hörer der sze­ni­schen Lesung müs­sen da wohl noch auf eine Auf­lö­sung war­ten. Bespro­chen wird die CD von Spre­cher und Regis­seur Olaf Reitz, der es gut schafft, den ein­zel­nen Per­so­nen Leben ein­zu­hau­chen. Ein Geräu­sche­ma­cher unter­stützt ihn dabei. Trotz­dem wirkt die Geschichte etwas blut­leer und es fällt schwer, eine Bezie­hung zur Haupt­fi­gur auf­zu­bauen. Zu viele Ste­reo­ty­pen wer­den erfüllt, zu viele Motive kom­men dem inter­es­sier­ten Seri­en­fan aus ande­ren Pro­duk­tio­nen bekannt vor. Dazu kommt die Lesung: Wer die Pro­duk­tio­nen des Labels „Fol­gen­reich“ kennt, wird sich wun­dern, warum diese Geschichte nicht als Hör­spiel auf­ge­nom­men wurde, sie hätte alle Vor­aus­set­zun­gen dafür erfüllt. Pots­dam­ken­ner wer­den sich dar­über freuen, wie detail­liert ein­zelne Stra­ßen, Plätze und Knei­pen beschrie­ben wer­den (so es sie denn tat­säch­lich gibt). Wer sich dort nicht aus­kennt, dem wer­den keine Bil­der im Kopf gezeichnet.

Mit der ers­ten Folge von „Mor­gen­stern“ ist dem Team um Rai­mon Weber und ear2brain pro­duc­tions noch nicht der ganz große Wurf gelun­gen. Auch wenn die Idee, E‐​Book und Hör­spiel gemein­sam zu ver­öf­fent­li­chen, den Wunsch nach Inno­va­tio­nen erah­nen läßt (der CD‐​Käufer hat bei Ama­zon die Mög­lich­keit, das Hör­buch gra­tis im mp3‐​Format dazu zu bekom­men), so bleibt dies bei der Hand­lung und der Umset­zung ein wenig auf der Stre­cke. Eine wei­tere Folge wird im Januar ver­öf­fent­licht. Es bleibt zu hof­fen, dass einige „Kin­der­krank­hei­ten“ des Erst­lings dort aus­ge­merzt werden.
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