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am 11. März 2013
Liest man die Kritiken zu John Grants Debut QUEEN OF DENMARK kann einem vom Lobgesang und all der ausschweifenden Komplimente fast schwindlig werden: WORD, UNCUT, Q, THE GUARDIAN, THE OBSERVER, SUNDAY TELEGRAPH, THE INDEPENDENT ON SUNDAY waren sich einig – ein Album von betörender Schönheit, starkem Gefühl, herzzerreißender Zeilen brutaler Offenheit und ironischer Absurditäten, die zum Weinen und Schmunzeln gleichzeitig einladen. So durfte QUEEN OF DENMARK dann auch als Album of the month im Musikmagazin MOJO (Mai 2010, Nr. 198) einen großen Erfolg feiern.

Nun folgt also das zweite Album mit sicherlich nicht geringer Last großer Erwartungen auf den Schultern, ob der großen Ehren des Vorgängers. John Grant setzt diesmal nicht wieder auf die Mitwirkung von MIDLAKE, einer Kollaboration die hervorragend funktionierte, sondern steuert mit GUS GUS Mitglied Biggi Veira (Co-Produzent) und Altmeisterin Sinéad O‘Connor (Backing Vocals) in eine musikalisch teilweise neue Richtung.

“Moving to Reykjavik, at the age of 43, was incredibly risky and scary. I didn’t know anyone here, but I’ve built up a life here and recorded an album I’m really proud of, that distils what I’m about down to its most essential components, better than ever before. And this was during the middle of health issues. It means I’m trying to take the bull by the horns, and to live.” (John Grant)

Demgemäß startet die erste Single und gleichsam titelgebende Nummer PALE GREEN GHOSTS düster und einnehmend das Album, in dessen Video John sein eigenes Grab in der Einöde zu schaufeln scheint. Die monoton elektronische Vertonung skizziert auf wundervolle Weise die vorgetragene Verlorenheit auf einsamen Wegen und wird später mit langgezogenen Streicher- und Blechbläser-Einlagen angereichert, welche für eine gewisse orchestrale Opulenz sorgen und dem textlichen Inhalt noch einmal Nachdruck verleihen. Die Verbindung von klassischen Elementen des hier neu interpretierten Arrangements von Sergej Rachmaninow (im Original 'Prélude in C-Moll') mit dem konsequent durchgezogenen GUS GUS typischen Deep-House Stil gelingt hier mit außergewöhnlicher Leichtig- und intensiver Eindringlichkeit.

Das Album PALE GREEN GHOSTS ist aber keineswegs eine rein elektronische Produktion geworden. Vorab wurde auf der Homepage des Labels BELLA UNION (die früheren Werke vergleichend) verkündet:

“It’s […] been a journey from THE CZARS’ folk/country noir to the lush ‘70s FM alchemy of QUEEN OF DENMARK to the astonishing fusion of sounds that lifts PALE GREEN GHOSTS to even giddier heights. […] If QUEEN OF DENMARK is Grant’s ‘70s album, channeling the spirits of KAREN CARPENTER and BREAD, then PALE GREEN GHOSTS is his ’80s album. Of the electronic tracks, the title track is a panoramic, brooding classic, while ‘SENSITIVE NEW AGE GUY’ and ‘BLACK BELT’ are the tracks that you might dance to in new wave clubs.”

PALE GREEN GHOSTS hat grundsätzlich zwei Seiten zu bieten: Das ganz große, in Melancholie gehüllte Gefühl einerseits und den in spitzen Versen vorgetragenen pointierten Witz andererseits - eine Mischung die alles andere als homogen daherkommt. Titel wie GMF, IT DOESN’T MATTER TO HIM und I HATE THIS TOWN und dem kompositorisch grandiosen Finale GLACIER bedienen sich zum einen teilweise aus dem Portfolio der Band THE CZARS, in der Grant bereits als Lead-Sänger mitwirkte und erinnern zum anderen großteils an die für das vorangegangene Solo-Album QUEEN OF DENMARK typischen Instrumentierungen, haben aber in jedem Fall den gewohnten Habitus der paradoxen Ironie und könnten direkt als Klassiker im John Grantschen Universum durchgehen. VIETNAM und YOU DON’T HAVE TO schlagen wiederum elegant die Brücke zu den selbsternannten New-Wave Stücken wie BLACK BELT und SENSITIVE NEW AGE GUY, welche deutlich elektronisch dominiert und einfach mal erfrischend anders, vielleicht aber etwas zu gewagt und eben deshalb auch nicht die eigentlichen Highlights der Platte sind. Auch Sinéad O’Connors bemerkenswert randständige Beteiligung bei WHY DON’T YOU LOVE ME ANYMORE verhilft dem musikalischen Experimentalcharakter dabei nicht unbedingt zu weiterer oder gar herausragender Größe. Man verzeiht dies aber gern, denn so herrlich persönlich wie sein Vorgänger ist auch PALE GREEN GHOSTS ausgefallen – bewegend und ergreifend in der Summe.

“What would Ernest Borgnine do?“ fragt sich John dann gegen Ende des Albums vor schwebenden Synthie-Pop Wolken und jazzigen Nuancen mit Vocoder-verzehrter Stimme, die großen Lebenskrisen adressierend. – Der 2012 verstorbene Schauspieler mit einer schier unglaublichen Anzahl an Film- und Fernsehrollen hat bis zu seinem Ableben für seine Profession gelebt und so fiele wahrscheinlich auch seine Antwort aus: Bleibe kreativ schaffend, trotz jeglicher Widrigkeiten. John Grant selbst ist mit dem Auseinandergehen der THE CZARS als Solo-Artist stets rastlos und wie mit PALE GREEN GHOSTS erneut unter Beweis stellend, vor allem mutig geblieben. Hoffen wir also, dass er auch in Zukunft noch häufig und mehr der „lovely songs for lovely people all over this lovely world“ singen wird und uns weiterhin mit seinem herausragenden Talent als „GMF that you're ever gonna meet“ auf einmalig explizit-subtile Weise die Augen und Herzen öffnet.
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am 30. April 2013
Anfang März veröffentlichte John Grant, der mittlerweile in Island lebt, sein zweites Solo Album "Pale Green Ghosts". Vormals sang John Grant bei der Band The Czars, die einige interessante und schöne Alben veröffentlichten (Tipp: Das Coveralbum "Sorry I made you cry").
Nach zahlreichen persönlich-privaten Irrungen und Downs, legte er mit "Queen of Denmark" eine viel gelobte und von Kritikern und Fans geliebte Solo Song Sammlung vor. Den Titelsong coverte auch Sínead O'Connor, die nun auf dem neuen Album großartige Backgroundvocals beisteuert und inzwischen zu einer Freundin von John geworden ist. Besonders beeindruckend auf "Why dont you love me anymore" in einer Art Echo-Stil zu hören.
Im Gegensatz zum Erstlingswerk bringt das zweite Album auch elektronische und Synthiziser Klänge, die genial von Biggi Veria (GusGus) co-produziert wurden.
Mit ironischem Wortwitz geht der Sänger, der über eine wunderschöne, teilweise sehr soulige Bariton-Stimme verfügt (kommt live noch viel besser rüber, wie ich im ausverkauften Berliner Konzert erleben durfte) in seinen Songs vor.
Los geht das Album mit dem Titelsong, der tanzbare elektronische Klänge bringt und den grünen Olivenbäumen, die auf den Fahrten des Sängers blühten, gewidmet ist.
Viel Autobiographisches um Verzweiflung und Verlust klingt in den wunderschönen Folkballaden "Vietnam" (Kriegsbilder werden als Vergleiche für ein Beziehungsscheitern als Metaphern benutzt), dem zarten "It doesnt Matter to him" (das die Sprachlosigkeit am Ende einer Beziehung beschreibt) und der elegischen Ballade "Glacier" (ein Schmerz, der an den Titanic-Clash mit dem Eisberg erinnert) am Ende des Albums. Selbstironisch und selbstkritisch beschreibt sich John in "GMF", garantiert aber zeitgleich ein "Mehr an Lachen" durch seine menschlichen "Unzulänglichkeiten".

Sehr offen und mit viel schwarzem Humor ("I hate this Town") geht John Grant mit seiner Homoxexualität und den Lebenserfahrungen um.
Ein wunderbares Album und für mich mit dem völlig anderen Album des österreichischen Duos "HVOB" (Electronic, Deep House) mein Album des Jahres.

Anspieltipps: "Pale Green Ghosts", "It doesnt matter to him", "Why dont you love me anymore", "Glacier".

Das Album erscheint in einer Deluxe Edition, auf der gelunge Remixe einer Songs zu finden sind.
Unbedingte Kaufempfehlung.
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am 16. Mai 2013
Als ich Blackbelt auf dem Sampler einer Musikzeitschrift hörte, war ich wie geflasht. Welch cooler Sound. Ich konnte nicht anders und hab mir sofort das Album ungehört bestellt, weil ich großes vermutete. Ich bin nicht enttäuscht worden. Die Stimme von John Grant ist der Wahnsinn. Sie geht unter die Haut. Selbst die langsamen Stücke werden nie langweilig, weil Sie Tiefe haben. Der Sound ist schön elektronisch, was mir als Depeche Mode Fan sehr entgegen kommt. Ein ganz tolle Produktion. Für Alle, die die ganze langweilige Chartssch..sse einfach nicht hören können: Kaufen !!!
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am 23. Februar 2014
Eher zufällig stieß ich im Sommer letzten Jahres auf das Video zum Titeltrack "Pale Green Ghosts" vom aktuellen Album des mir unbekannten John Grant. Die Atmosphäre aus kühlen Synthies, gepaart mit Streichern und der faszinierenden Stimme Grants - und letztlich die guten Kritiken - bewogen mich zum Kauf des Albums. Es war eine gute Entscheidung. Denn John Grant dürfte einer der interessantesten Künstler sein, die in den letzten Jahren neu in mein Blickfeld gerieten.

In seinen Songtexten offenbart Grant mitunter erschreckend ehrlich sein Seelenleben, so singt er in "Ernest Borgnine" über seine HIV-Erkrankung, während "It doesn't matter to him" die schmerzliche Ablehung durch eine geliebte Person thematisiert und "Glacier" von seinen Erfahrungen als homosexueller Jugendlicher in einem konservativen Elternhaus inspiriert ist. Auch "böse Wörter" werden dabei nicht ausgespart. Allerdings versinkt Grant keineswegs in Selbstmitleid, sondern beobachtet sich selbstironisch ("I am usually only waiting for you to stop talking, so that I can", aus "GMF"). Die Emotionalität des Albums verdichtet sich zum Ende in einer positiven Botschaft: "This pain, it is a glacier moving through you. It's carving out deep valleys, and creating spectacular landscapes", aus dem wunderschönen "Glacier".

Musikalisch ist die CD sehr abwechslungsreich. Neben einer ganzen Palette elektronischer Effekte sind hier auch einige wunderschöne Gitarren - und Pianoarrangements zu hören. "Pale Green Ghosts" ist insofern ein ungewöhnlicher Hybrid aus Electro/Dance Music und Singer-Songwriter-Perlen; ein Album, dass man sich ebenso gut in Clubs vorstellen kann wie nachts am Lagerfeuer. Highlights sind neben dem grandiosen, bereits angesprochenen Titeltrack das hypnotische "Vietnam", das tieftraurige "Why don't you love me anymore?" (ein Duett mit Sinead O'Connor) und das abschließende "Glacier", in dem Grant seine Qualitäten als Sänger und Lyriker einmal mehr eindrucksvoll präsentiert. Die Refrains des Albums setzen sich nach mehreren Hördurchgängen fest und man ertappt sich dabei, wie man immer mal wieder leise den Chorus der Single "GMF" (hierzu gibt es auch ein fantastisches Musikvideo) oder den Gassenhauer "I hate this town" pfeift oder singt.

Für mich ist John Grant die Entdeckung des vergangenen Jahres, und ich freue mich bereits darauf, ihn im März live in Berlin zu erleben. Wer glaubt, dass Synth-Pop-Musik anno 2014 oberflächlich und langweilig sein muss, der wird sich vielleicht von dieser Platte eines besseren belehren lassen :)
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am 19. Januar 2016
Also das da uauf dem Cover dieser CD könnte auch Edgar Allan Poe sein, den man gerade bei seinem nachmittäglichen Kaffee stört... das war mein erster Gedanke, als ich diesem Ausnahme-Künstler begegnet bin. Eine Freundin hat ihn mir empfohlen, weil sie der Meinung war, ich stünde auf schräge Charaktere bzgl. Musik. Und Recht hat sie: das tue ich. Und John Grant ist so ein schräger Charakter - zumindest, was seine Musik angeht. Nicht nur auf dem vorliegenden Werk, sondern auch auf dem Vorgänger und dem Nachfolger zu "Pale Green Ghosts" findet sich ein Abwechslungsreichtum, was die musikalischen Stile angeht, den sich heute kaum noch ein Musiker zu veröffentlichen traut. Allein dafür hat sich John Grant schon Respekt verdient.

Man findet bei ihm eine Mischung aus Singer / Songwriter - Musik und elektronischer Musik. Könnte es gegensätzlicher sein? Wohl kaum. Aber beschäftigt man sich etwas mit seinem privaten Hintergrund - so weit möglich - dann wird schnell klar, wie es zu diesen Gegensätzen kommen kann.

Wenn ich Mr. Grant in eine Schublade stecken müßte, bzw. mich jemand fragen würde, mit wem man ihn vergleichen kann, dann würde ich sagen "eine Mischung aus David Bowie, Talking Heads und Marilyn Manson" :-) Aber selbst dieser bizarre Vergleich würde der Person Grant nicht gerecht werden. Verdeutlicht aber, wie interessant der Mann ist.

Ich empfehle jedem, mit ernsthaftem Interesse an Neuem und Schrägem, sich ohn Grant einmal zu Gemüte zu führen. Es lohnt sich. Vor allem lohnt es sich, ihm zuzuhören, sprich: auf die Texte zu achten.
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am 14. Juli 2013
Tolles Album. Klasse Stimme, die unterschiedlichen Musikstile innerhalb dieses Albums sind überraschend, aber in sich geschlossen. Ist vielleicht nicht Musik für jeden, aber mir gefällt es!
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am 20. August 2014
Wenn man dachte, "Queen of Denmark" könne nicht übertroffen werden, dann sah man sich angenehm getäuscht: Melodische Songs mit überraschenden Harmoniewechseln, dann wieder electronic beats, die manchmal sogar an Björk erinnern - einfach klasse! John Grant wird immer besser - nur schade, dass er derzeit nicht in Deutschland tourt. Elektronic-Fans sollten unbedingt die Deluxe-Edition wählen - auf der Bonus-CD befinden sich insgesamt 6 sehr abwechslungsreiche Remix-Versions, mit sehr coolen Beats und Effekten.
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am 4. Juli 2014
Synthie Pop und Klassik, Singer-Songwriter und Folk. John Grants CD hat mich sehr beeindruckt. Die Ehrlichkeit und Härte seiner Texte bewegen. Ein richtiges Wow-Erlebnis, welches sich vielleicht nicht beim ersten Reinhören erschließt. Ich bin jedenfalls ein neuer Fan von ihm.
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am 8. April 2013
bin eigentlich klassik-hörer, aber dieses album hat mich überzeugt! einfach klasse musik mit überraschenden akustischen effekten, eiskalten verfremdungen, einschmeichelnden melodien und einer stimmer, die unter die haut geht.
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am 7. Mai 2013
Hab mir die CD direkt nach einem Fernsehbeitrag bestellt. Es ist Musik, die nicht täglich im Radio rauf und runter gespielt wird. Toller Sänger, coole Stimme, Lieder geschmacksache
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