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am 20. Februar 2014
Der Autor führt uns auf einer langen Fußreise quer durch die Anden auf dem alten Königsweg der Inkas. Dabei schaut er intensiv links und rechts und lässt uns an den verschiedensten Eindrücken dank einer unglaublich farbenfrohen und beschreibenden Sprache teilhaben. Wir erfahren viel über Land und Leute, über Besonderheiten, Gefahren und Ticks. Dabei läuft er nicht mit erhobenem Zeigefinger durch die Straßen - sondern äußert sich eher als beobachtender Reisender, der sich mitten drin befindet. Ein Beispiel ist die Situation mit der Straßendirne, die sich ungeniert neben dem Autor zum Urinieren an den Straßenrand hockt: Er erklärt, dass das Schamgefühl (und die intellektuelle Entwicklung) bei diesen Menschen nicht so wie "unseres" ist und kommt zu dieser These immer wieder in anderen Situationen zurück (bspw. später, wenn er erläutert, wie sich der Eiweißmangel in der Ernährung der Menschen auf deren geistige Entwicklung auswirkt).

Ganz besonders hervorheben möchte ich noch einmal seine Sprache. Seine Erzählung sprüht vor Metaphern, er holt in seinem Wortschatz weit aus, um passende Begrifflichkeiten zu verwenden und benutzt Sätze mit mehr als 5 Wörtern und sogar Adjektive. Das gilt heute offensichtlich in weiten Kreisen der (Möchtegern-)Intellektuellen als altmodisch und nicht angemessen - ich sage, dass es der Erzählung die notwendige Spannung verleiht.

Alles in allem natürlich vor allem für Leser interessant, die fremden Kulturen gegenüber neugierig sind und vom Mainstream abweichende Lebensmodelle spannend finden.
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am 13. Juli 2014
John Harrison hat sich ein persönliches Ziel gesetzt: Er will in den Fußstapfen der Inka in den Anden wandern. Trotz der Schwindel erregenden Höhe seiner Route in 3.000 Metern über dem Meeresspiegel und panischer Alpträume, wagt es Harrison sich allein ins Abenteuer zu stürzen. Nur mit Rucksack, gutem Schuhwerk, dem Wälzer “Don Quijote” und der Landessprache mächtig, beginnt für ihn die Reise in Quito, der Hauptstadt Equador’s.

Der Fußmarsch entlang des Wolkenpfads verlangt sowohl körperlich als auch mental alles von ihm ab und es werden mehrere Monate vergehen, bis er vom Äquator zur Inka-Stadt Machu Picchu gelangt.

Mein Fazit
John Harrison ist der geborene Reise-Abenteurer. Er ist neugierig genug, in die entlegensten Ecken der Erde zu reisen und hat ein großes Talent, faszinierende Augenblicke auf dem Papier festzuhalten.
Machu Picchu, die Inka und die Anden sind für mich wie eine fremde Welt, die der Autor mit seinen Worten erschlossen hat. Man spürt die Gefahr, erlebt die Einsamkeit, sieht die unglaubliche Natur vor dem inneren Auge und begegnet der fremden Kultur – und all das nur durch einen Reisebericht.

Neben den persönlichen Reiseeindrücken verflechtet der Autor geschickt historische Fakten – die das Buch inhaltlich abrunden.

John Harrison ist kein Geheimtipp, sondern eine durchaus sehr bekannter Reiseberichterstatter. Durch Wolkenpfad wurde mir bewusst, dass ich unbedingt mehr von seinen Abenteuern lesen möchte.
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am 22. Dezember 2013
nie zuvor habe ich eine packendere, lebendigere, hautnahere und unmittelbarere reise im wahrsten sinn des wortes sozusagen selbst erlebt. denn genauso ergeht es einem bei der Lektüre dieses einzigartigen reiseberichts. eines der besten bücher seit langem. meine zweihundertprozentige Empfehlung!!!!!!!!!!
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am 3. Dezember 2014
Ein sprachlich und inhaltlich sehr gelungenes Buch, das den Leser mit auf die eindrucksvolle Reise nimmt. Absolut empfehlenswert. Eines der besten Bücher aus der DuMont-Reihe.
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am 14. März 2015
Nach dem genialen Buch der DuMont Reiseabenteuer Serie "Mein russisches Abenteuer: Auf der Suche nach der wahren russischen Seele" von Jens Mühling, erwartete ich eine ähnliche Offenbahrung beim Wolkenpfad. Ich habe Familie in Ecuador und kenne die Gegend durch fast jährliche Reisen dahin entsprechend gut. Das Buch von John Harisson widerspiegelt aber Quito und den Rest Ecuadors in keiner Art und Weise und ich habe mich mehrmals gefragt, ob er tatsächlich in der selben Stadt wohnte. Die beschriebenen Szenarien sind überhaupt nicht authentisch und man fühlt sich seiner Beschreibung nach eher an eine primitive, mittelalterliche Stadt erinnert.

Seine Begegnungen und Dialoge mit der lokalen Bevölkerung sind meist unbedeutend und mehrheitlich langweilig und keiner würde merken, wenn er die Hälfte davon weg gelassen hätte.

Der Schreibstil hat einen philosophischen Touch und jedes noch so lapidare Nomen wird mit zwei, drei krampfhaft gesuchten Adjektiven verziert, sodass das Lesen unnötig langwierig wird. Vielleicht ist das auf den Selbstfindungstripp des Autors zurückzuführen. Ich hoffe, dass ich beim nächsten Abenteuer aus dieser Serie wieder mehr Glück habe.
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