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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Entdeckungsreise mit wundersamer Route und unklarem Ziel, 14. Oktober 2013
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Entdeckungsreise mit wundersamer Route und unklarem Ziel

Titel, Untertitel und Klappentext geben das Konzept des Autos nur sehr ungenau wieder. Denn obwohl Michael Maar in der Tat über große Tagebücher verschiedener Autoren spricht, dienen diese eher dazu, auf die vielen Aspekte dieser literarischen Form einzugehen und mit Beispielen zu veranschaulichen. Selbst das Personenregister und Quellenangaben sind nicht so gestaltet, dass neugierige Leser gleich erfahren, auf welche Tagebücher der Autor eingeht und wie stark er diese gewichtet.

Wer sich auf diese Entdeckungsreise einlässt, wird also an Stationen vorbeigeführt, zu denen er vielleicht gar nicht gelangen wollte. Auch wenn dies die Absicht von Michael Maar war, hätte ich gerne schon vor dem Aufbruch davon erfahren. Bei mir dauerte es jedenfalls etliche Seiten, bis ich mich damit abgefunden hatte, einen Mix zwischen Betrachtungen einer Literaturgattung und Lebensgeschichten vieler Autoren in den Händen zu halten.

Michael Moor ist freier Autor und ohne Zweifel äußerst belesen. Und dass seine literarischen Interessen breit gefächert sind, belegen seine Bücher über Thomas Mann, Vladimir Nabakov, Harry Potter und Marcel Proust. Zudem reihte er sich mit „Die Betrogenen“ selber unter die Romanciers ein.

Das Inhaltsverzeichnis führt über vierzig Kapitel auf, deren Formulierungen auf eine spannende Lektüre hindeuten, aber dem Leser ebenfalls keine Orientierung geben. Teils tauchen Autorennamen auf, teil sind es nur einzelne Stichworte oder kurze Sätze. Wer zum Beispiel glaubt, im Kapitel „Die Monroe, splitternackt“, sieht sich schnell getäuscht. Denn auf den zwei Seiten geht es um Klatsch, Andy Warhols Geiz, dessen Sekretärin Pat Hackett und um einen telefonischen Beichtstuhl. Oder in „Tolle Sauerei, der Frühling“ werden wir mit Rainald Goetz bekannt gemacht, der laut Michael Maar der erste deutsche Autor mit einem erfolgreichen Blog-Tagebuch ist.

Mein Fazit: Ich finde das Konzept ziemlich gewöhnungsbedürftig, da es dem Untertitel nicht gerecht wird. Wenn ich „Große Tagebücher von Samuel Pepys bis Virginia Woolf“ lese, erwarte ich jedenfalls etwas anderes, als ich auf den 230 Seiten schließlich las. Für vier Bewertungssterne habe ich mich entschieden, weil die Lektüre unterhaltsam ist und den Leser mit der ganzen Palette von Tagebuchformen vertraut macht. Ich habe allerdings auch für Leser Verständnis, die viele Stellen überlesen und nur herauspicken, was sie persönlich interessiert.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tagebucheintrag: Heute bedeckt und kühl, 7. Dezember 2013
Heute, 7.12.2013 2200, "Bedeckt und kühl" atemlos zuende gelesen - ein ganz wunderbar geistreiches, bezauberndes, anregendes Buch - eine Parforce-Reise durch die Jahrhunderte des Tagebuchschreibens, dieses Bedürfnisses des Mitteilens gewöhnlicher Vorkommnisse, großer historischer Ereignisse, fieser Häme, tiefen Leidens und grandioser Irrtümer. Viele Notizen gemacht und in Bibliotheken gestöbert, eine neue Leidenschaft entdeckt: Tagebücher. Wenn nicht schreiben, so doch lesen. Danke, danke, danke Michael Maar.
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