holidaypacklist Hier klicken Fußball Fan-Artikel BildBestseller Cloud Drive Photos TomTom-Flyout Learn More madamet HI_KAERCHER_COOP Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic NYNY

Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen44
4,6 von 5 Sternen
Format: Audio CD|Ändern
Preis:30,98 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 22. März 2014
Ich gebe ehrlich zu, dass ich von den letzten Scheiben seit Brand New Morning nicht immer bis zum letzten Song begeistert war. Trotzdem hatten alle Aufnahmen eine hervorragende Qualität, einmal im Songwriting und in der Produktion. Und ich bin auch der Meinung, dass man Steigerungen von Album zu Album sehr deutlich wahrnehmen konnte. Nur der eine oder andere Song gefielen mir nunmal nicht aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache.

Dieses neue Album bringt natürlich keine bahnbrechenden Neuheiten oder Stilwechsel, einige bezeichnen das hier (durchaus verständlicherweise) als langweilig. Ich persönlich habe das aber auch nicht erwartet. Ich finde es sogar außerordentlich angenehm, dass zB Tony Clarkin sich die solide Grundhärte, die er seit Brand New Morning konsequent an den Tag gelegt hat und den Stil seines Gitarrenspiels und Songwritings bewahrt hat. Klar, der große Solist ist er nicht. Wenn man aber seine harten Riffs gern mag, so wie ich, wird auch an diesem Album seine wahre Freude haben, denn die sind reichhaltig vorhanden. Auffällig ist, dass es nun auch mal in recht zügigem Tempo zu Werke geht und auch Tempi-/Riffwechsel innerhalb der Songs vorhanden sind.

Bob Catley ist und bleibt ein Ausnahmesänger der Rockszene, auch mit fast 67 Lenzen. Klar, seine Stimme ist gealtert, sie ist rauer geworden und die absoluten Höhen erreicht er auch nicht mehr ganz. Aber sie ist es in der Art, dass er sich in dieser eine Frische erhalten hat, von der andere Sänger in seinem Alter nur träumen können. Wenn man mal heute einen Ian Anderson oder Ian Gillan (bitte nicht missverstehen - beide sind für mich immer noch große musikalische Idole) live hört, versteht, was ich meine. Seine Gesangslinien auf den Songs sind aus meiner Sicht klangvoll und angenehm stimmig. Ich liebe seinen Gesang und das wird so bleiben.

Die anderen drei musikalischen Mitstreiter runden das absolut positive Bild dieses aktuellen Werkes ab. Sie bilden die perfekte Untermalung, bzw. druck- und kraftvolle rhytmische Unterstützung.

Bei den Songs ist alles dabei, was das Herz eines Magnum-Fans erfreuen lässt: Harte Rocker, poetische, bombastische und epische Nuancen und natürlich auch die leisen und balladesken Töne. Und wer Magnum gern mag oder im Laufe der Jahrzehnte lieben gelernt hat, wird auch dieses neue Album lieben. Es ist für mich persönlich genau nach meinem Geschmack. Ich kann verstehen, dass nicht alle Hörer das gut finden. Und wer jetzt nach den letzten Alben große Veränderungen im musikalischen Schaffen der in Ehren gealterten Musiker erwartet, sollte definitiv die Finger davon lassen. Ich denke auch nicht, dass sich das in diesem Endstadium (seufz!) ihrer Karriere nochmal ändern wird. Magnum bleibt Magnum und das ist gut so.

Nachtrag:
Noch etwas zur Aufmachung dieser Limited Edition. Die DVD beinhaltet einige Live-Songs, bei denen man deutlich erkennen kann welch eine Livequalität diese Band auch heute noch hat und dass insbesondere Bob Catleys Stimme keinerlei Nachbearbeitung auf dem Computer bedarf. Das Cover ist aus meiner Sicht recht geschmackvoll gestaltet und mit einem informativen Booklet ausgestattet. Aus meiner Sicht stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis.
0Kommentar|21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Mai 2014
Es ist schon interessant, wie unterschiedlich die Geschmäcker sind; und wie sich die Geister gerade bei MAGNUM scheiden.
Ich habe mir das Album gekauft, weil mir die Musik von MAGNUM sehr gut gefällt. Ich bin kein Fan, der alles über diese Band sammelt oder weiß, nein, ich mag nur ihre Musik.
Und beim Shadow Garden ist es, wie bei fast allen MAGNUM-Alben: je öfter ich es höre, desto besser gefällt es mir.
Wie auf fast jedem Album gibt es auch hier einzelne Songs, die nicht so richtig zünden, andere wiederum "hauen voll rein". Welche das im einzelnen sind, sollte jeder für sich entscheiden.
Ich habe das Album ohne Hörprobe vorbestellt und gehofft, dass es mir gefällt; hat funktioniert ;o)
Anfangs (die ersten 2 Durchläufe) war das Album "nur" gut, mittlerweile läuft es im Auto in Dauerschleife.
Vier Sterne gibts nur deshalb, weil mir andere MAGNUM-Alben besser gefallen.
Das ist aber nicht abwertend gemeint.
Und jetzt: Viel Spaß beim Hören ;o)
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. März 2014
Die Lobeshymnen auf Magnum-Songwriter Tony Clarkin wollten in den letzten Jahren gar nicht mehr verstummen. Seit dem Comeback seiner Band im Jahre 2002 hat der gewichtige Gitarrist fast ausnahmslos herausragende Kompositionen abgeliefert. Nur "Into the Valley of the Moonking" (2009) lässt die ganz großen Momente hier und da etwas vermissen. Besonders das letzte Album "On the 13th Day" (2012) aber stellt einen Höhepunkt in der Geschichte der Melodic Rocker dar. Sensationell einprägsame Refrains und knochentrockene Hard-Rock-Riffs ergeben die beste Platte der Bandgeschichte. Schwer, das zu toppen.

Logisch, dass es der Nachfolger "Escape from the Shadow Garden" (2014) nicht leicht haben wird. Und wie erwartet reicht die Qualität der 11 neuen Songs nicht ganz heran an das Überniveau des Vorgängers. In gewisser Weise stagnieren Magnum, liefern dabei aber immer noch gute Arbeit ab.

Die Gitarren sind wie gewohnt angenehm wuchtig, die Snare von Harry James nicht mehr so hölzern und steif wie zuletzt, sondern etwas raumfüllender, doch insgesamt wird diesmal mehr Wert auf große Hymnen denn auf harte Kopfnicker gelegt. Alles klingt eine Spur weicher und verträumter, leider aber an manchen Stellen auch wie bereits zigmal (besser) gehört. Zudem ist Al Barrow's Bass vormals grummelnder Bass kaum auszumachen, was den Songs viel Kernigkeit entreißt.

Nur der dramatische Opener "Live 'til you die" verweist noch auf die dezente Metal-Attitüde von "On the 13th Day". Edle Keyboardparts, energische Streicher, Stakkato-Schlagzeug, ein sattes Riff und Sänger Bob Catley mit dem nötigen Punch - klasse Einstieg mit ordentlich Power und fesselndem Arrangement. Magnum wie man sie kennt in den letzten Jahren.

Selbiges lässt sich auch bei "Unwritten Sacrifice" beobachten. Generell fällt auf, dass dieses Mal das Keyboard von Mark Stanway deutlicher im Mittelpunkt steht als auf den vergangenen Veröffentlichungen. Erneut einer dieser unwiderstehlichen Refrains, die man schon nach dem ersten Hören nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Immer noch unfassbar, dass ein derart begnadeter Songschreiber wie Tony Clarkin nie die ihm zustehende Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit erlangt hat. Meines Erachtens befindet er sich in einer Reihe mit den ganz großen Rock-Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts. Und das auch noch mit Mitte 60.

Mit "Falling for the big Plan" stellt er das abermals unter Beweis. Sicher, der Chorus ist fast die Eins-zu-Eins Kopie des Songs "On the 13th Day", trotzdem begeistert die Nummer von Anfang an. Dynamischer Melodic Rock wie man ihn sonst nirgends derart leidenschaftlich zu hören bekommt.

Bis hierhin geht alles in Ordnung. Das Niveau des Vorgängers wird weitgehend gehalten, doch dann der erste Durchhänger. "Crying in the Rain" ist in den Strofen hübsch aufgemacht, die Hook hätte jedoch gerne etwas einfallsreicher gestaltet werden dürfen. Der Aha-Affekt will sich nicht einstellen. Nettes Liedchen, mehr nicht.

Das straighte "Too many Clowns" bietet da schon mehr. Kerniges AC/DC-Riff und ein räudiger Bob Catley - kennt man so von Magnum eigentlich nicht. Findet sich als Musikvideo auch auf der beiliegenden DVD der Limited Edition wieder. Sicher das härteste Stück der LP, als Referenzsong jedoch nicht direkt geeignet.

Konsequenterweise folgt anschließend die erste Ballade. "Midnight Angel" präsentiert einmal mehr die einzigartigen Storyteller-Qualitäten von Catley. 80er Flair durch und durch, auch wenn der Mittsechziger mittlerweile nicht mehr ganz so voluminös klingt wie einst, sondern eher kratzig und heiser. Dass er nach wie vor einen gigantischen Wiedererkennungswert besitzt, versteht sich dennoch von selbst. Anschmiegsamer Melodiereigen, allerdings fehlt mir auch hier die wirklich überragende Hook. Alles in allem etwas zu solide.

Auch "The Art of Compromise" kann dem Vergleich mit den zeitlosen Bandklassikern nicht standhalten, besitzt aber nichts desto trotz gewaltigen Charme. Satter Gefühlsrock, in dem man sich regelrecht verlieren kann.

"Don't fall asleep" entführt dann erneut in die 80er. Erstaunlicherweise wirkt das Material auf "Escape from the Shadow Garden" oftmals in den Strophen am Intensivsten. In diesem Fall geht allerdings auch der Chorus in Ordnung. Sehr altmodisch aufgemacht und deswegen perfekt, um in Erinnerungen zu schwelgen. Gerne auch vorm lodernden Kaminfeuer in einer kalten, einsamen Nacht. Genau das wünscht man sich ja von dieser Band, insofern alles richtig gemacht.

"Wisdom's had its day" will eine wuchtige Hymne sein, packt mich aber nicht so recht. Zu bieder und vorhersehbar. Ein Ausfall ist sicher was anderes. Zum fortdauernden Drücken der Repeat-Taste verleitet das Stück trotzdem nicht.

Dafür das straighte "Burning River" umso mehr. Der dritte echte Hard Rock Song der LP und insgesamt ihr überzeugendster. Treibend, energetisch und mit enthusiastischem Solo (leider eines der wenigen wirklich hervorstechenden, eigentlich eine Spezialität von Clarkin). Ein Überbleibsel der härteren Tage. Jetzt schon einer meiner Magnum-Lieblingssongs überhaupt. Müsste ich einen Titel dieses Albums auswählen, der für mich besonders herausragt, es wäre dieser. Ich hätte mir mehr davon gewünscht. Das restliche Material ist nicht wirklich schlecht, so richtig mitreissen will es aber an vielen Stellen nicht. Echt schade.

Immerhin ist "Valley of Tears" ein würdiger Abschluss. Auch hier sind es vor allem die Strophen, die begeistern. Je öfter man die Nummer hört, desto mehr gewinnt aber auch der Refrain. Ein weiteres Beispiel für die perfekte Mélange aus Melancholie und überbordender Lebensfreude, die diese Band seit jeher auszeichnet. Beides intensive Gefühle, die oftmals gar nicht so weit auseinander liegen.

Die Limited Edition beinhaltet eine Bonus-DVD mit vier Live-Songs von der letzten Tour. Schnitt- und Bildtechnisch kaum zu ertragen, es wechseln sich schwarz-weiß und Farbaufnahmen, sowie die verschiedensten Bildformate ab. Kann man mögen, muss man aber nicht. Die Performance ist jedoch wie immer großartig. Die Jungs sind jedes Mal aufs Neue ihr Geld Wert.

"Escape from the Shadow Garden" hat, wenn man sich die Rezensionen so durchliest, nicht nur mich beim ersten Hören etwas enttäuscht. Das liegt wohl vor allem daran, dass die Ohren zuletzt übermäßig verwöhnt wurden. Jetzt hat die Truppe eben "nur" ein gutes, aber kein brillantes Album vorgelegt. Komisches Gefühl, an das man sich erst noch gewöhnen muss. Das Cover von Rodney Matthews ist erwartungsgemäß über jeden Zweifel erhaben und Magnum sind nach wie vor eine Institution des Melodic Rock, die sich erwachsen und stilvoll durch das Genre bewegt. Da kann man ihnen einen kleinen Anfall fehlender Unberechenbarkeit locker verzeihen. Es wäre nicht verwunderlich, wenn das nächste Album wieder total umhaut. Clarkin und Catley gehen auf die 70 zu, doch sie haben musikalisch noch nicht alles gesagt. Mindestens eine Platte möchte ich von diesem Duo und seinen erstklassigen Mitstreitern noch hören. Es lohnt sich garantiert.
44 Kommentare|14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 21. Februar 2016
In ihrer über 40-jährigen Bandgeschichte haben MAGNUM alle Höhen und Tiefen durchlebt die so ein Musikerleben zu bieten hat. Von den goldenen Jahren Mitte der 80, über die mauen Jahre in den 90ern bis hin zu ihrem zweiten Frühling in den 2000ern. Seit "Princess Alice ..." haben die fünf Briten wieder einen Lauf und haben vier Hochkaräter in Folge rausgehauen - ich kann euch versichern das mich das unendlich glücklich gemacht hat. Seitdem fiebere ich jedem jeder neuen Veröffentlichungen meiner 80er-Jahre-Heroen entgegen.
So erging es mir auch als 2014 das 17. Studioalbum "Escape From the Shadow Garden" heraus kam. Rein vom Cover betrachtet erinnert es an die Alben vor "The Visistation" und "The 13th Day", musikalisch würde ich es als einen Mischmasch der letzten vier Alben bezeichnen.
Thematisch hat man sich wieder der mystischen Fabel- und Fantasiewelt angenommen die vor allem bei meiner Generation Erinnerungen an die 80er wach werden lassen. Die Musik ist eher hart und rockig, nicht ganz so verspielt und episch - eben eine Mischung aus den letzten vier Alben.

Auf "Escape From the Shadow Garden" ist wieder alles drauf was man von einem MAGNUM-Album erwartet, kraftvolle Rockhymnen, einfühlsame Melodien und ganz fiese Ohrwurm-Refrains. MAGNUM erfinden das Rad nicht neu, geschweige denn sich selbst, die fünf Briten zelebrieren das was sie seit 40 Jahren machen und können - und das ist auch gut so!

Schon der Opener "Live 'Til You Die" ist eine dieser sehr rockigen Nummern, harte Gitarrenriffs und ein etwas aggressiver BOB CATLEY in den Strophen - ein ganz starker Anfang.
Von diesen rockigen Songs gibt es noch jede Menge zu hören, "Falling For the Big Plan", "Crying in the Rain" und "Burning River" währen hier auch noch zu nennen.
"Unwritten Sacrifice" ist mit einem sehr schweren und schleppenden Rhythmus ausgestattet und wirkt auf mich sehr düster und geheimnisvoll. Auch "Midnight Angel" gehört für mich in diese Schublade, eine sehr abwechslungsreiche Nummer, schwer zugänglich aber nach mehrmaligem Hören fängt dieser Song an sehr nachhaltig zu wirken. Hier würde ich auch das sehr epische "Wisdom Had It's Day" einordnen, vielleicht sind es eher diese schwer zugänglichen Nummern die bei manchen Hörern auf Kritik gestoßen sind. Fakt ist das "Escape From the Shadow Garden" in weiten Teilen die Leichtigkeit vermissen lässt und viele der Songs unbedingt mehrere Durchläufe benötigen um zu wirken.
Eine schöne "Oldstyle-Rock-Nummer" ist mit "Too Many Clowns" auch mit an Bord, das ist aller feinster "80er-Jahre-Hardrock" mir ganz starken Blues-Einflüssen. Wegen dieser musikalischen Vielfalt mag ich MAGNUM so gerne, die haben einfach die gesamte Bandbreite drauf die eine anständige Rockband auch drauf haben sollte.
MAGNUM wären nicht MAGNUM wenn nicht mindestens ein Song dabei wäre der mir die Lichter ausbläst, in den meisten Fällen ist es eine Ballade, auf "Escape From the Shadow Garden" ist es mit "The Art Of Compromise" eine dieser berühmt berüchtigten Rockhymnen. Eine sehr sanfte und eingängige Melodie die richtig viel Fahrt aufnimmt und in fulminanten Refrain gipfelt - sensationelle Nummer! Die dezenten Pianoklänge verleihen dieser Nummer das gewisse Etwas, das macht wirklich Spaß!
Auch das eher ruhige "Don't Fall Asleep" wird von Pianoklängen getragen bevor die kraftvollen Gitarren einsetzen und aus der eher sanften Nummer eine sehr mitreißende Powerballade machen.
Abschließend gibt es dann aber doch noch eine "reinrassige" Ballade, wie sie nur MAGNUM zu Stande bringen, zu hören. "The Valley of Tears" ist wirklich sehr ergreifend und wunderschön, BOB CATLEY schafft es das mir dieser Song durch Mark und Bein geht - grausam schön!

Mein Fazit: Bei MAGNUM kann man auch nach über 40 Jahren keine Spur von Altersmüdigkeit entdecken, CLARKIN, CATLEY und Co. machen einfach das was sie am besten können. Hier gibt es keine Experimente mehr, hier bekommt der Hörer gewohnt hochklassiges Ohrenfutter serviert für das die Briten schon seit Jahrzehnten stehen.
Für Fans und Freunde von hochklassigem Hard/Melodic Rock eigentlich ein Muss, das kann man zwar alles anders machen, abe rnicht viel besser!

Meine Bewertung: 8,5 von 10 Punkten.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
"Escape from the Shadow Garden ..." ist das 18. Studioalbum von Magnum aus England und erschien im März 2014. Eingespielt haben es Tony Clarkin (Lead Guitar), Bob Catley (Lead Vocals), Al Barrow (Bass Guitar), Mark Stanway (Keyboards) und Harry James (Drums). Wieder stammen alle Titel aus der Feder von Tony Clarkin, welcher "Escape from the Shadow Garden ..." auch produziert hat.

Los geht es mit `Live `til you die`, ein richtig klasse Opener, besonders die Keyboardmelodie ist stark. `Unwritten sacrifice` ist wieder sowas von typisch Magnum. Toller Gesang von Bob Catley und starker Refrain! `Falling for the big plan` fängt ruhig an, steigert sich dann gewaltig, um anschließend wieder ruhig zu werden. `Crying in the rain` ist eher mittelprächtig ausgefallen. `Too many clowns` hat ein knackiges Gitarrenriff, dafür sind die Keys eher im Hintergrund. Nicht nur hier fällt auf, dass die Stimme von Bob Catley doch etwas gelitten hat. Nun denn, der Mann geht stramm auf die 70 Lenze zu. Mit einer Laufzeit von über 7 Minuten ist `Midnight angel` der längste Track des Albums. Bei diesem eher getragenen Song gefällt mir das Drumming gut. `The art of compromise` fängt als Ballade an, um dann aber doch noch recht flott zu werden. Eine bandtypische Ballade ist `Don't fall asleep`. Der Rausschmeisser ist das längere `The valley of tears`. Dieser Titel ist eine schöne, getragene Hymne.

"Escape from the Shadow Garden ..." ist natürlich wieder ein gutes Album von Magnum. Aber das gleichförmige Songwriting, welches mir besonders seit "The Invitation" auffällt, verhindert eine höhere Benotung. Tony Clarkin wäre gut beraten, mal einen 2. Songwriter hinzuzuziehen. Auch die Stimme von Bob Catley hat im Laufe der Jahre etwas gelitten. Genug gemotzt, 4 Sterne und eine Kaufempfehlung sind hier natürlich Ehrensache.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
...was ja prinzipiell was Gutes ist. Tony Clarkin ist ein begnadeter Songwriter, Bob Catley hat eine unglaubliche Stimme, und mit einer druckvoll- bombastischen Produktion kann eigentlich nichts schief gehen. Wer nichts anderes erwartet als elf gewohnt starke Songs mit den typischen Spannungsbögen, Melodien, Riffs und Fanfaren, wird hier uneingeschränkt glücklich.

Ich ganz persönlich muss jedoch zugeben, dass mich "Escape from the Shadow Garden" diesmal nicht so packt. Über die Gesamtlaufzeit fehlt mir diesmal die rockig- inspirierte Frische, zu sehr bewegen sich die Nummern in ausgetretenen Pfaden, zu sehr ähneln die Arrangements einander: Eine Powerballade folgt auf die nächste, und irgendwann wird selbst für mich der Pathosfaktor zu hoch.

Als Anspieltipps nenne ich die Opener "Live 'til you die" und "Unwritten Sacrifice", in denen ich durchaus Klassikerpotenzial erkennen kann. Ansonsten wird in "Midnight Angel" eine gute Geschichte über eine starke Figur erzählt, und "Too many Clowns" beginnt mit einem überraschend harten Riff. Der Rest verschwimmt im Nachgang zu Mittelmaß - "too much of the same". Tut mir Leid, aber bei aller Liebe ist diesmal die Höchstnote nicht drin, auch wenn ich mir damit Kritik von den eisenharten Fans einhandle.

Drehen wir meine Rezi mal ins Positive um: Wer auf Powerballaden mit gebremsten Strophen und großen Refrains steht, wird hier uneingeschränkt glücklich. So gesehen vergebe ich vier Sterne. Als persönliche Kauftipps nenne ich jedoch eher die Vorgängeralben "13th Day" und "Visitation".
33 Kommentare|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. März 2014
Ich schliesse mich den positiven Rezensionen uneingeschränkt an. Das Album habe ich gekauft, weil ich den Magnum-Stil hören wollte, den ich kenne und liebe. Diese Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt wenn nicht sogar übertroffen. Für mich sind in diesem Album nur Highlights enthalten. Mit Experimenten, Neuerungen oder einem neuen oder härteren Stil, wie teilweise angemerkt, habe ich weder gerechnet noch darauf gehofft. Ich kann dieses Album jedem Magnum-Fan empfehlen (die kaufen es aber sowieso in jedem Fall) aber auch jedem, der tollen Melodic Hard Rock hören und dabei die Welt um sich herum vergessen möchte. Tony Clarkin, auf dessen Konto ja praktisch alle Magnum-Songs gehen, ist in meinen Augen ein Genie und die unvergleichliche Stimme von Bob Catley rundet den Musikgenuss perfekt ab und geht unter die Haut. Besonders liebe ich die Songs Wisdom's Had Its Day, Unwritten Sacrifice, Burning River, Too Many Clowns. Ich hoffe, die Herren bleiben uns sowohl live als auch mit einem Nachfolgealbum weiterhin erhalten. Magnum Forever!
0Kommentar|6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Mai 2014
Es gibt hier so viele Rezensionen, denen ich mich uneingeschränkt anschließen mag, aber insgesamt kann ich die oft erwähnte Skepsis nicht teilen. Das Album mag an so viele Magnum Alben nicht heran reichen, auch war "On the 13th Day" sicher nach all den Jahren eine kaum zu toppende Vorlage, aber dennoch ist "Escape from the Shadow Garden" ein phantastisches Album. So ganz für sich allein. "Too Many Clowns" alleine ist ein Song, vor dem ich nieder knien mag. Viele Bands produzieren im "hohen" Alter Platten, die absolut auf Nummer Sicher gehen, langweilig und kaum kaufenswert. Aber das ist mal wieder ein Beweis für Lebensfreude und Kreativität. Als Magnum-Fan ist das Album ein absolutes Muss, als Hard-Rock-Neuling eine echte Empfehlung. Wie im Titel erwähnt, ist es kaum zu glauben, dass eine Band immer und immer wieder solch unglaubliche Arbeit abliefert. Das letzte Konzert in der Köln-Kantine war ein echtes Highlight, auf das E-Werk mit Saga in 2014 freue ich mich wie blöd... Hoffentlich können die Jungs noch eine Weile!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Oktober 2014
Ich habe einige alte Magnum Scheiben im Regal. Auch das eine oder andere Soloprojekt von Mr. Catley ist mir geläufig. Mit der neuen Scheibe knüpft Magnum wieder an ihren alten Stil an und das hört sich richtig gut an.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Juni 2014
Beim ersten Anhören war ich erst mal verdutzt... Diese Klänge entsprachen so gar nicht meinen Erwartungen, nachdem der Vorgänger "On The Thirteenth Day" ein astreiner Melodic-Rocker höchster Qualität war, der mich als alten Magnum-Freak von den Socken haute. Nun, was ist das denn?? Kehren Clarkin & Co musikalisch und stilistisch doch glatt zurück zu den frühesten Zeiten in den 70ern und zu "Chase The Dragon" von 1982! Was für ein kühner Schachzug der alten Haudegen!!!

Nach intensiven Hör-Sessions, mal leise mal laut, mal nüchtern mal Whisky im Blut habend, begann sich mir "Escape From The Shadow Garden" in seiner musikalischen Diversität langsam zu öffnen. Dieses Album ist beileibe zu mannigfaltig, um es einem konkreten Stil zuzuordnen. Der bekannt melodiöse Rock, der immer seine märchenhaften Geschichten erzählt ist Grundstruktur auch dieses Albums. Aber sehr viele unterschiedliche Stilelemente, die aus allen Dekaden der Rockmusik stammen, kommen hier ansatzweise oder tiefer ausgeführt zum Einsatz. Unglaublich gut integriert in den Gesamtfluss der Musik. Aber durch seine immense Komplexität wirkt dieses Werk fast schon überladen. Mastermind Tony Clarkin muss es im Rausch geschrieben haben!! Hier brennt sich eine Wahnsinns-Scheibe nach der anderen in Herz und Hirn, in Komplexität und Power als nichts anderes als purer Prog-Rock zu bezeichnen!

Nicht gerade einfache Kost also. Gut, die lieferte MAGNUM nie (mit Ausnahme einiger Alben der späten 80er und frühen 90er Jahre), aber dieses Album erfordert echte Hingabe und kann Kopfschmerzen verursachen. In seiner ultimativen Sound-Fülle und komplexen Struktur ist es einfach schwer fassbar. Ein fettes Machwerk, dem auch die unerreicht phänomenale Stimme Bob Catleys keinen Funken Leichtigkeit verleihen kann, auch in den ruhigeren Songs nicht, die Magnum typisch einer gewissen Dramatik nicht entbehren. Nicht extra zu erwähnen, dass die CD perfekt gemastert ist und super klingt...

Hier sind MAGNUM auf einem ultimativen Prog-Rock Trip! Eine Platte für Wild Boys & Girls mit Zuhör-Talent, ab Titel 6 (von 11) aber durchaus auch für Rock Romantiker/innen, die knorrige Melancholie in Rock schätzen. Dieses Album wirkt wie ein Vulkanausbruch mit anschließendem pyroplastischen Strom und Asche-Regen!!! Seine ersten fünf Songs kann man gar nicht laut genug spielen!

Und hat sich schon mal jemand das Cover dieser CD genauer angesehen?? Ein Meisterwerk des Künstlers Rodney Matthews, der schon den frühesten Werken MAGNUMs die einzigartigen Covers verpasste und für deren unvergleichlichen Auftritt im Plattenregal sorgte. Zu "Escape" hat er wieder mal grandios gezeichnet! Schade nur, dass sein Meisterwerk den meisten Rock-Liebhabern nur auf CD-Größe zuteil wird. Dieses Cover sollte man im Großformat, zumindest auf LP Größe haben! Eindrucksvoller kann ein Plattencover nicht sein!

Mein End-Resumé: ALLES WAHNSINN!!!
44 Kommentare|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden