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Kundenrezensionen

147
2,7 von 5 Sternen
The Counselor [Blu-ray]
Format: Blu-rayÄndern
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29 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Mai 2014
Achtung Spoilergefahr:

tja, was soll man sagen. Ich halte die überwiegend schlechten Rezensionen für etwas zu hart oder kategorisch. Allerdings muß ich mich denen Stimmen anschließen, die meinen, der Film habe Potential verschenkt. Wenn ich ihn mit einem Film vergleichen sollte, würde mir "Casino" vom Martin Scorsese einfallen- allerdings schafft er einen besseren und runderen Spannungsbogen und Ende. Bei Counselor wird man am Ende irgendwie als Zuschauer mit einigen Fragen stehen gelassen- das hinterläßt irgendwie kein zufriedenstellendes Filmgefühl.
Viel Diskussionsstoff bietet wohl auch die teils überdeutliche Einbeziehung von Sexualpraktiken in die Handlung/Dialoge/Szenen. Finde ich jetzt nicht so problematisch. Der Film würde aber auch mit weniger sexueller Deutlichkeit auskommen- retten tut es den Filmverlauf aber auch nicht.

The Counselor versucht wohl ein relativ authentischen Blick auf das Drogenverschiebe-Milieu zu geben, bedient sich dabei aber einiger ziemlich klischeehafter Charaktere: Der Drogenboss mit exotischen Haustieren (Geparden), einer ebenso exotischen Gangster-Geliebten (Cameron Diaz); der makellose Anwalt und auch der schmuddelige Rest an Mexikanern und Latinos, die die dreckige Arbeit erledigen etc. Ob das der Wirklichkeit entspricht, kann ich schlecht beurteilen, zumindest ist es gut gemacht und interessant anzusehen. Ansonsten kontrastieren sich schöne Bilder, makellose Sets und Designer-Einrichtung mit schmuddeligen Drogenschieberambiente, Schrottplätzen und abgerissenen Industriegeländen. Am authentischsten ist wohl aber, was der Figur "Counselor" dann tatsächlich passiert. Nämlich, dass ein ansonsten bislang wohl nicht krimineller Anwalt sich verlocken läßt, in einen großen Drogendeal einzusteigen und ihm die Sache ziemlich schnell über den Kopf wächst.
So, jetzt kommt die Stelle, an der der Film eine etwas unpopuläre Wende einschlägt- was ihm wohl die vielen negativen Bewertungen einbringt. Erwartungsgemäß würde der Hauptdarsteller zwar in Schwierigkeiten geraten - aber bei jedem Hollywoodblockbuster würde er sich da auch irgendwie wieder rausmanövrieren.
Die Möglichkeit, daß sich am Ende ein "Laie" gegen Berufskriminelle oder gar ein Drogenkartell erfolgreich durchsetzt ist zwar im richtigem Leben unrealistisch - der Zuschauer erwartet das aber im Film. Und ehrlich gesagt, ich hätte das auch lieber gesehen.
Was macht aber Ridley Scott ? Dem Counselor gelingt es zwar unterzutauchen. Aber anstatt den Kampf aufzunehmen, versinkt er in irgendeinem mexikanischem Loch in Depressionen- auf nähere Details wird nicht eingegangen und das Ende offen gelassen.

Das alleine ist aber nicht das Problem. Es fehlt die typische Beziehung zwischen Täter und Opfer. Normalerweise hat ein Protagonist einen Gegenspieler. Im Film wird dem Counselor angekündigt, er habe nach dem Verschwinden der Drogenladung ein "gewaltiges Problem". Aber mit wem eigentlich? Er wird eigentlich nie direkt bedroht oder (was zu erwarten wäre) gar Forderungen (Rückzahlung oder Wiederbeschaffung des Verlustes oder ähnliches)gestellt. Wäre es nicht zu erwarten, daß dieser anonyme, andere Drogenboss (der nur einmal am Telefon auftaucht) seine Ware oder den Wert von 20 Millionen zurück will? Er fragt den Counselor noch nicht mal nach den Drogen und umgekehrt versucht dieser ihn auch nicht von seiner Unschuld zu überzeugen.

Malika, ist die lachende Dritte, die letztendlich wohl die Fäden in der Hand hatte. Ihr Charakter wird aber schlecht, beziehungsweise nicht als explizite Sympathieträgerin eingeführt. Daher hinterläßt es auch kein befriedigendes Filmabschlußgefühl, daß sie als einzige quasi "gewinnt". Dazu hätte der Film die Zuschauer vielleicht auch über mehr Details des Drogendeals einweihen sollen. Denn es bleibt rätselhaft, wie Malika es geschafft hat den ganzen Deal zu manipulieren. Der Zuschauer muß diese Information also einfach so schlucken. "Der Deal" als auch weitere Hintergründe bleiben also ziemlich anonym und auch die Szene mit Natalie Dormer mit der Passwortübergabe am Ende des Films ist irgendwie auch überflüssig. Ich finde es eher verwirrend für den Zuschauer in den letzten 10% des Films einen neuen Charakter einzuführen (und mit einer bekannten Schauspielerin zu besetzen), der eigentlich keine Funktion hat.
Also alles in allem ein Film, der zwar in edler und hochwertiger Aufmachung daherkommt, eine Handvoll bekannter und talentierter Schauspieler aufweist und dennoch irgendwie nicht die Kurve kriegt. Am ehesten, weil er den Zuschauer um ein befriedigendes Ende betrügt. Richtig schlecht, finde ich ihn zwar nicht. Gut ist aber anders und auch wenn er mit ein paar pseudophilosophischen Phrasen etwas Anspruch heuchelt, hätte lieber etwas mehr Aufwand und Scharfsinn in das Dreghbuch und dessen Umsetzung investiert werden sollen. Einmal gucken reicht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Der namenslose Counselor (Michael Fassbender) hat eine attraktive Verlobte (Penélope Cruz) und ist auch sonst mit seinem Leben zufrieden. Auf einer Party seiner Freundin Malkina (Cameron Diaz) führt der zwielichtig-schräge Reiner (Javier Bardem) dem Anwalt vor Augen, dass er mit einer einmaligen Beteiligung an einem großen Drogendeal rund 20 Millionen Dollar verdienen könnte. Gier frisst Hirn - und der Counselor steigt trotz der Warnungen von Reiners Handlanger Westray (Brad Pitt) in das Geschäft ein. Eine tödliche Abwärtsspirale setzt sich in Gang ...

Regie-Legende Ridley Scott (*1937) drehte den Drogenthriller nach dem ersten Drehbuch von Pulitzer-Preisträger Cormac McCarthy (*1933), der auch die Vorlage für NO COUNTRY FOR OLD MAN (2007) lieferte. Es entstand ein düster-fatalistischer, am Ende durchaus moralischer Film über die Gier als Triebfeder menschlicher Entscheidungen. Die Handlung wird mit viel Ruhe entwickelt, dafür schockieren die unerwarteten und intensiven Gewaltszenen um so mehr. Und selten waren Dialoge in einem Kriminalfilm so tiefgründig. Das erfordert seitens des Zuschauers allerdings, sich auf den Film einzulassen und der Handlung wirklich aufmerksam zu folgen. Die zahlreich vorhandenen Negativ-Kritiken sind wohl vor allem auf eine völlig falsche Erwartungshaltung über den Film als Action-Plot zurückzuführen. Ähnliches war vor kurzem bei PAIN AND GAIN zu beobachten.

Die Blu-ray von FOX bietet die Kinofassung in hervorragender Bild- und Tonqualität (Deutsch 5.1 DTS, Englisch 5.1 DTS-HD MA, weitere Tonspuren: Französisch, Türkisch, Polnisch (voice over), Tschechisch, Ungarisch, Thailändisch). Als Extra sind drei zusätzliche Szenen und Trailer enthalten. Die zweite Blu-ray präsentiert den Director's Cut, der mit 138 min genau 21 min länger als die Kinofassung ist und nur in englischer Originalfassung mit optionalen deutschen Untertiteln vorliegt. Der Director's Cut verfügt außerdem über einen ebenfalls deutsch untertitelbaren Audiokommentar von Ridley Scott über die gesamte Länge, wobei zusätzliche Videodokumentationen während der Wiedergabe eingeblendet werden oder separat wiedergegeben werden können. Eine erfreulich innovative neue Art der Präsentation von Bonusmaterial! Die Kritik an der Nicht-Synchronisation der Langfassung ist so nicht gerechtfertigt, da diese von FOX nicht offensiv beworben wird und auch hinsichtlich der Preisgestaltung quasi eine Gratis-Beigabe ist. In der Startauflage wird die Blu-ray mit beiliegender Ultraviolet-Copy-Lizenz (gültig in Deutschland und Österreich) ausgeliefert.

Eine Empfehlung für Sammler anspruchsvollerer Filme! Wer 2 Stunden Action erwartet sollte diesen Film besser meiden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Juni 2015
mußte noch 5 Sterne vergeben - nach diesem Rezensionendesaster....leider habe ich das Gefühl, daß auf Grund so vieler 1 Sterne-Beurteilungen wohl einige diesen Film - wie sie ja auch schon selber schrieben - nicht geschnallt haben. Meine Frage: wozu dann die Rezensionen? Die Schauspieler waren in meinen Augen alle gut (wußte bis dahin gar nicht, dass Cameron Diaz so eiskalt sein kann). Die Story fand ich auch nicht banal - es wurde mal gezeigt was auch hinter den Kulissen solcher Organisationen ab- und schieflaufen kann. Es mag zuweilen Brutal sein, daß Unbeteiligte die Dummen sein können und geopfert werden. Nur frage ich mich, was schlimmer ist: die direkte Brutalität solcher Organisationen oder die Geheimniskrämerei von Regierungen, deren (zivilen) Opfer als Collateralschaden abgetan werden.
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21 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Schade, dass für den "Counselor" die Kritiken so mau ausfallen, denn der Film ist ausgefeiltes Meisterwerk und komplettiert für mich nach den unübertroffenen "Alien" und "Blade Runner" mit den inzwischen zu Klassikern avancierten Filmen wie "Die Duellisten"oder "Black Hawk Down" die fünf größten Meisterwerke des britischen Regisseurs, auch wenn der Film eine starke künstliche Note und eine gewissen Dialoglastigkeit aufweist. "Der Counselor" entstand nach dem Roman des Schriftstellers Cormack McCarthy, dessen Werk schon einige Mal verfilmt wurde. Vor allem der amerikanische Alptraum in "No Country for old men" oder "The Road" blieben im Gedächnis, die Geschichte hier ist ebenso ein grausamer Abgesang seines Helden, der langsam immer mehr zu einer gejagten Antilope wird, verfolgt von hungrigen und gierigen Geparden und diese putzigen Raubkatzen spielen auch eine Schlüsselrolle in der Geschichte. Sie handelt von den schicksalhaften Verstrickungen eines Anwalts (Michael Fassbender) , der im Grunde alles hat was der Mensch von heute sich wünscht: Ein gewisses Vermögen, einen gut bezahlten Job und eine gutaussehende Freundin (Penelope Cruz). Doch er will noch mehr vom großen Kuchen abhaben. Deshalb lässt er sich auf ein groß angelegtes Drogengeschäft gemeinsam mit dem durchgeknallten Drogenboss Reiner (Javier Bardem) ein, der mit Malinka (Cameron Diaz) eine kostspielige, wie geheimnisvolle Freundin (Cameron Diaz) besitzt, die sowohl pathologische Lügnerin als auch Soziopathin ist. Diese kluge und berechnende Frau ist ausserdem die Besitzerin zweier Geparden. Reiner rät dem Rechtsbeistand, dass er - falls nur halbherzig bei der Sache oder unsicher - lieber nicht in dieses Geschäft, dass im Juarez-Grenzgebiet abgewickelt wird, einsteigen soll. Denn es bedeutet - falls etwas schief läuft - dass die Drogenmafia die unbarmherzige Jagd eröffnet. Auch vom Geschäftsmann Westray (Brad Pitt), der ebenfalls bei diesem riesigen Deal mitmischt, bekommt er die gleiche Empfehlung. Trotzdem steigt der Anwalt ein, doch der Sohn von Gefängnisinsassin Ruth (Rosi Perez), den er angeheuert hat die Drogen zu transportieren wird niemals am Bestimmungsort ankommen...
Mit dieser Ausgangslage ist das Grundgerüst des Films erzählt, ebenso eröffnet er die Doppelbödigkeit der Geschichte. Zwei sehr heftige, explizite Gewalt Szenen werden nachhaltig ins Gedächtnis eingebrannt - einmal durch den Drogenkurier und einmal am Ende des Films mitten auf der belebten Straße in London am hellichten Tag. Ausserdem sorgt ein nicht gezeigtes Videoband für größtes Grauen. Dies alles rundet sich am Ende wie das Bild der Jagd des Gepards ab und offenbart ein zynisches Labyrinth über Opfer und Täter, über größere Fische, die kleine Fische einfach auffressen. Ein cooler und stylisher Blick von Hier und Heute zu den Urinstinkten des Jägers.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. Juni 2015
... sehr sehr schade... Tolle Besetzung, einer meiner Lieblings-Regisseure - eigentlich alles was man braucht, sollte man meinen. Doch leider einer der langweiligsten Filme, die ich seit Langem gesehen habe...
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37 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. April 2014
Die diversen schlechten Kritiken konnten mich nicht abschrecken und das war auch gut so. Ridley Scott liefert mit der Counselor ein nachhaltig verstörendes Meisterwerk ab, das mit kaum einem anderen Film vergleichbar ist. Der Film bewegt sich dabei weit weg von Mainstream-Thriller und enttäuscht dementsprechend alle, die mit falschen Erwartungen an diesen Film gehen. Das in meinen Augen exzellente Drehbuch führt auch keine sinnlosen Dialoge auf, sondern arbeitet systemathisch auf den menschlichen Abgrund hin, der ab der zweiten Häfte des Films zum eigentlichen Thema wird. Die psychologische Härte des Films wird dabei durch nichts abgemildert oder aufgefangen. Die Botschaft ist hart und abstoßend. Sie sitzt aber treffsicher, wenn man sich auf den Film einlässt. Aus meiner Sicht für Cineasten ein Muss, für alle anderen: Keine Gewähr!!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Februar 2015
Ich tue mich wirklich schwer mit Bewertungen unter drei Sternen, wobei für mich drei Sterne auch tatsächlich das „OK“ bedeuten, für das sie mal gedacht waren. Drei Sterne, heißt in den meisten Fällen eben Durchschnittsware. Hier war mir das trotz technisch guter Blu-ray ein wenig zu viel, weil der Film, gerade für Ridley Scott, einfach viel zu wenig ist. Jede Figur braucht eine Motivation, etwas wo sie herkommt, bevor sie auf eine Reise geht, damit der Zuschauer die Figur emotional begleiten kann. Das klingt jetzt etwas hochtrabend aber ist letztlich so, denn selbst Tarantino, der Meister der verworrenen Verbrechergeschichten, gibt uns immer ein paar Bröckchen mit damit wir uns mit der Figur „anfreunden“ können. „The Counslor“ schafft das irgendwie nicht. Dabei wird eigentlich alles was Filme sehenswert machen hier gut angewendet. So wird Scotts Bildsprache mit einem hervorragenden Score gepaart und auch der Cast lässt einfach keine Wünsche offen. Und doch schafft es Autor Cormac McCarthy nicht seinen Figuren mehr als komische Allüren und hochstilisierte und teilweise über-coole Dialoge auf den Weg zu geben. Immer wieder wirken Szenen wie aus dem Zusammenhang gerissen. Einige erinnern andere Rezensenten hier z.B. an Pulp Fiction – Vielleicht hat man sich diesen Film zu sehr orientieren wollen, wollte zu cool sein und hat dann ein paar Kleinigkeiten unterwegs vergessen. Letztlich hätte der Film die Grätsche zwischen unglaublich Schräg und unglaublich Cool schaffen können, wenn die Figuren vielleicht etwas mehr Tiefe bekommen hätten. Sie wirken nicht wie echte Menschen, sondern so überzeichnet und künstlich, das es dem Zuschauer egal ist was mit ihnen passiert.

Ähnlich ist es mit der Blu-ray. Der Hauptfilm ist technisch gut umgesetzt. Das Bild brilliert mit scharfen Einstellungen und gibt die harten Kontraste sauber wieder. Auch der Soundtrack wacht an den richtigen Stellen auf. Was aber Fox geritten hat den Directors Cut auf eine separate Blu-ray und dann auch noch auf Englisch mit deutschen Untertiteln lieblos beizuklatschen, wir werden es nie Erfahren. Warum hat man nicht das bewährte Seamless-Branch genutzt, der Zuschauer wählt die Fassung, die quasi per Playlist live ohne Aussetzer korrekt zusammengepuzzelt wird und alles ist gut, man braucht nicht einmal viel mehr synchronisieren. Man muss so ja fast davon ausgehen, dass nicht mal mehr Fox genug Verkaufshoffnung auf diesen Film gelegt hat, nach dem er seine Kosten im Kino gerade mal so eben wieder reingespielt hat ($25 Mio Budget + Werbung/Vertrieb vs. rund $36 Mio Einnahmen). Bleibt also nur zu sagen: Kann man gesehen haben, tut aber auch nicht weh wenn nicht.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. April 2014
Töten ohne Sinn. Unschlüssige Story. Fehlende Pointe. Ich habe selten so einen schlechten Film gesehen. Ich rate jeden davon ab diesen Film zu schauen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. März 2015
Der Counselor (Michael Fassbender) arbeitet als Rechtsbeistand für Gangster Reiner (Javier Bardem),
hat eine schöne Geliebte (Penélope Cruz) und könnte mit dem Leben zufrieden sein.
Dann lässt er sich auf ein illegales Geschäft mit den falschen Leuten ein …

Aufgrund der überwiegend schlechten Kritiken habe ich mich lange davor gesträubt,
mir diesen Film anzusehen. In Erwartung eines totalen Langweilers erfreute mich
Ridley Scotts Inszenierung dann immerhin mit der von ihm gewohnten, guten
Bildersprache und einer bombigen Besetzung.

Fazit
Durch Story und Setting an 'Breaking Bad' erinnernder Crime-Thriller mit
zum Finale genretypisch steigendem Body Count. Schade nur, dass dieser Film
trotz aller Voraussetzungen leider ziemlich zäh geriet.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Dezember 2014
Es liegt in der Natur ungewöhnlicher Filme, dass sie ein klar geteiltes Meinungsbild erzeugen. Hier ist das besonders krass der Fall, wenn man die Rezensionen und auch die Kritiken in den Filmportalen verfolgt.

The Counselor ist ein Film über die Drogenmafia in Mexiko und die beteiligten Superkriminellen auf amerikanischer Seite. Er handelt von grenzenloser Gier und vom gnadenlosen Abstieg der Protagonisten. Der Counselor berät die amerikanischen Superkriminellen, will im großen Stil mitmischen und begibt sich in eine größtmögliche Abstiegsspirale nachdem ein Mega-Deal schief gegangen ist.
Die Darstellerliste liest sich wie das who is who? des Hollywood-Blockbuster Kinos: Michael Fassbender als zögerlicher Counselor, Penelope Cruz als seine Verlobte, Javier Bardem (durchgeknallt wie immer) als Chef auf der amerikanischen Seite, Cameron Diaz als seine nicht minder durchgeknallte kostspieligste Gefährtin und Brad Pitt, der vermeintlich den Deal einfädelt.

Vergleichbare Filme sind für mich Traffic, das Oscar-gekrönte Drogendrama von Steven Soderbergh und No country for old men (ebenfalls mit diversen Oscars ausgezeichnet), der Geniestreich der Coen-Brüder. Doch es gibt auch große Unterschiede: Traffic beleuchtet gekonnt in Form verwobener Episoden das Drogenthema von allen Seiten. No country for old men hingegen spart die Konsumentenseite aus und ist eine klassiche und ultraharte Loserstory.
The Counselor befasst sich ausschließlich mit der Motivation der amerikanischen Superkriminellen-Szene (das mexikanische Drogenkartell kommt nur am Rand vor; man erfährt nicht viel über die eigentlichen Drahtzieher), und hier gibt es für viele die größten Kritikpunkte: Nicht alles ist klar und chronolgisch dargestellt. Charaktere werden nicht ausufernd eingeführt sondern betreten an en entscheidenden Stellen einfach die Szenerie. In den Dialogen werden dem Zuschauer nicht noch die allerkleinsten Zusammenhänge erklärt.

An dieser Stelle scheiden sich damit naturgemäß die Geister. The Counselor ist alles andere als herkömmliches Hollywood-Kino nach dem Motto: der Hauptprotagonist wird es schon richten, und am Ende wird alles gut. Das Gegenteil ist der Fall.
Für mich ist das allerdings auch die große Stärke des Films; ich mag so etwas! Und speziell bei diesem Thema wird halt am Ende nur selten etwas gut.
Es gibt einige Details, die ich auch mit größerem Abstand sehr bemerkenswert finde.
1. Aus meiner Sicht ist die schauspielerische Leistung durchweg als hervorragend zu bezeichnen. Für mich liefert speziell Cameron Diaz eine Glanzleistung ab (sie hatte ich zuvor noch nie auf meiner Rechnung).
2. Die Ausbrüche der Gewalt scheinen zunächst schon fast grotesk zu sein (zwei der Tötungsszenen werden wohl in die Kinogeschichte eingehen; so etwas habe ich noch nicht gesehen). Ich finde jedoch, dass sie kein Selbstzweck sind. Verfolgt man nur einen Bericht über die Drogenkriege in Mexiko, dann weiss man, dass die Realität der Gewalt mehr als grotesk ist; Menschenleben haben in diesem Geschäft keinen Wert - so brutal einfach ist das!
3. Das nicht vorhandene Happy-End macht den Film bei aller Fiktion glaubhaft.
4. Eine ganze Menge Details bleiben im Verborgenen. In No country for old men haben die beiden Sheriffs die Funktion erfüllt, dem Publikum Details des Handlungsablaufs näher zu bringen. In The Counselor gibt es so etwas nicht. Hier muss man das Kopfkino betätigen. So auch am denkwürdigen Ende des Films.

Also, The Counselor ist bestimmt kein Mainstream-Film. Ich glaube auch nicht, dass er etwas für Fans von Blockbuster-Kino ist. Für mich hat er sich auf jeden gelohnt; man mache sich ein eigenes Bild.

Prädikat: unbedingt sehenswert!
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