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am 18. März 2014
Have seen many versions of Dellamorte Dellamore (known as Cemetary Man in US) on home video. I have spent a few years and a few hard earned dollars on a decent blu ray version of this classic. I have found it!! This import is awesome to look at compared to the other cruddy looking versions out there. Glad to have a blu ray player that can play this disc (region B). Will cherish this version for years until a better one comes along.
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Je nach DVD-Ausgabe bekommt man ein Coverbild mit heißem Friedhofsex – eine Trashgurke aus der Italo-Horror-Fabrik für die üblichen Gorehounds? Regisseur Michele Soavi hat immerhin mit so unterschiedlichen „Größen“ wie Dario Argento (hui), Terry Gilliam (hui) und Joe d’Amato (pfui) zusammengearbeitet. Und ein bisschen Lucio Fulci schimmert auch noch durch, wenn Zombies reihenweise der Kopf zerschossen oder anderweitig gespalten wird und im vor-CGI-Zeitalter die Maske zeigt, was sie kann. Dabei ist dieser Film so viel mehr: Eine surreale, trotz eines gewissen Sarkasmus tieftraurige schauerromantische Reflexion über den Tod und/über Einbildung und Wirklichkeit, wie man’s nimmt. Das zeigt schon: Eine eindeutige Interpretation ist unmöglich, und das macht gerade den Reiz dieses Werkes aus.

Wir befinden uns an einem kleinen italienischen Ort namens Buffalora, und irgendwie erscheinen er und seine Bewohner nicht so ganz real. Vor allem der Totengräber mit dem seltsam sprechenden Namen „Franziskus des Todes“, Francesco Dellamorte (Rupert Everett!). Er lebt auch auf dem Gottesacker in einer schäbigen Behausung und verrichtet seine Arbeit zusammen mit dem geistig zurückgebliebenen Gnaghi, der gleich ins Untergeschoss eingezogen ist, den Toten noch näher. Scheinbar eine pure Kunstfigur, vielleicht Reverenz an Gothic-Horror-Gestalten wie Frankensteins Diener Igor? Wie dem auch sei, zu tun gibt es genug, denn manche der Toten steigen nach einer Woche aus den Gräbern und können nur mit den oben erwähnten Methoden endgültig zur Strecke gebracht werden (vielleicht eine Reverenz an die Zombie-Filme George A. Romeros). Dabei hat sich eine gewisse Routine breitgemacht. Francesco telefoniert grad mit Verwaltungsmitarbeiter Franco, ein Untoter klopft an die Tür, Francesco öffnet, verpasst ihm einen Kopfschuss und redet weiter. „Und wie geht’s Dir so?“ „Well, life goes on“, lautet Francescos doppeldeutige Antwort. „Wie beknackt ist das denn?“ könnte man jetzt meinen. Franco muss den Schuss doch gehört haben. Und wir erfahren: Er WEISS um Francescos Bericht von der Zombie-Plage, Francesco hatte diese gemeldet und möge ein bestimmtes Formular deswegen ausfüllen. Herrliches Bild, in dem sich die Akten unordentlich in der Amtsstube türmen und sich eher notdürftig ein Computer dazwischenquetscht, der natürlich nicht in Betrieb ist. „It’s easier to shoot ‘em“, meint Francesco.

Sehr unrealistisch, aber auf faszinierende Weise archetypisch geht es weiter, konkret im Sinne der Romantik, die ja im klassischen Sinne immer eng mit dem Tod verbunden ist: Francesco verliebt sich auf der Stelle unsterblich (pardon the pun) in eine schöne junge Witwe, die ebenfalls vom Tod angezogen scheint. Aus „soll ich Dir mal meine Briefmarkensammlung zeigen?“ wird „Soll ich Dir mal die Gruft zeigen?“. Liebe, Sex und Tod sind unentrinnbar miteinander verknüpft. Dabei ahnen wir recht früh, dass Francesco eine tragische Figur ist, die vielleicht gar nicht lebt, auf jeden Fall aber nicht weiß, was Leben ist bzw. keine Verbindung zur realen Welt hat. Immer wieder weisen Ereignisse und Dialoge darauf in. Francesco ist oft unter einer schäbigen Dusche zu sehen, aber seine Bürde abwaschen kann er offenbar nicht. Er liest keine Bücher, nur ein altes Telefonbuch, aus dem er die Namen der Bestatteten bzw. endgültig nicht mehr Untoten streicht. Er ist damit beschäftigt, einen Totenschädel wie ein Puzzle zusammenzusetzen – es scheint sein Lebenswerk und seine Lebensaufgabe zu sein. Er und Gnaghi beschäftigen sich mehr mit Toten als mit Lebenden. Letzterer wird als eine Art „Dorftrottel“ von der Gesellschaft sowieso geschnitten und Ersterer ebenfalls als unter den Toten lebender Eigenbrötler verspottet. Zudem wisse Francesco vom Leben nichts, da er es nicht weitergeben und keine Lust empfinden könne: Er sei impotent, so hält sich hartnäckig das Gerücht. Auch dass er permanent falsch als „Ingenieur“ bezeichnet wird, zeigt, dass die Welt und er irgendwie nicht zusammengehören.

Aber ist die Welt nicht nur eine Illusion? Darauf deutet einiges hin, sowie darauf, dass Francesco vielleicht jemand ist, der gerade stirbt und in einer Phase des Übergangs eine Phantasie ohne Erlösung durchlebt. So liebt er die Witwe nicht wirklich, auch wenn das "even death won't part us" eine schöne klassische schauerromantische Überhöhung ist. So war und ist das eben im Melodram: archetypisch statt realistisch. Diese schöne Frauenfigur ist vielleicht nur ein Chiffre für die Erlösung durch Liebe. Dieselbe Schauspielerin spielt nämlich noch zwei weitere Frauen, und in allen drei Fällen wird sich die Begegnung von Francesco mit der Frau als unheilvoll und/oder desillusionierend herausstellen. Erlösung nirgends! Grad auch am Ende nicht, als Francesco und Gnaghi erstmals Buffalora verlassen wollen. Freunde des Horrorfilms (bspw. von John Carpenters „Die Mächte des Wahnsinns“) können Zweifel haben, ob dies jemals möglich sein wird. Die oberflächlich betrachtet komplett durchgeknallte und nur noch als surreales Kunstwerk zu begreifende Schlussphase hat mich sehr an Terry Gilliam erinnert: der Wechsel von Nacht und Tag bei einer Fahrt („Tideland“), das Licht am Ende des Tunnels („Der Sinn des Lebens“), der Abgrund (Gilliams Vorfilm zum „Sinn des Lebens“). Und es scheint mir sehr viel dahinterzustecken, wie auch bei Gilliam (pardon, beim ähnlich surrealen David Lynch kenne ich mich nicht so aus): Leben und Tod und der Übergang, Versuch einer Erlösung, zwischendrin die aberwitzige Bürokratiesatire mit jeder Menge sich stapelnder Formulare und einem karrierefixierten und dafür über Leichen gehenden (!) Bürgermeister. Der plötzliche Einbruch der Gewalt (z.B. in Gilliams „Brazil“). Die fast schon Kant’sche Frage, ob die Wirklichkeit nicht nur eine Illusion ist, die wir uns einbilden. Und zwar sowohl außerhalb als auch in Buffalora. Nicht nur, weil es Zombies natürlich nicht gibt. Sondern auch wegen der Dinge, die wir sonst sehen, z.B.: eine Krankenhausszene mit Beinahe-Penisamputation (Symbolik! Kastration als Verlust der Stellung in der Lebenskette, also eigentlich im Leben selbst!!). Und auch noch mittels Instrumenten, die wie Foltergeräte aussehen; Francesco will nicht mal eine Betäubung! Er will sich seinem Untotsein ganz offenbar stellen, um es zu überwinden. Irreal schmuddelige lange Flure im Krankenhaus, wie man sie (inklusive des Instrumentenwägelchens, das mit quietschenden Reifen nicht rollt, sondern geradewegs in die Hölle zu schlittern scheint) z.B. aus dem Übergang-ins-Jenseits-Film „Jacob’s Ladder“ kennt. Und vieles mehr.

Francesco möchte aus dieser Un-Welt offensichtlich heraus, mit jedem Mittel. Mit der Liebe und mit der erbetenen und dann doch verweigerten Selbstverstümmelung klappt es genauso wenig wie mit der routinemäßigen Verwaltung der Zombieplage (= das Sich-Arrangieren mit dem Schwebezustand zwischen Leben und Tod). Da versucht er es mit Gewalt gegen andere. Ihm begegnet der Tod persönlich und bestärkt ihn darin, die Toten in Ruhe zu lassen – und lieber mal Lebende zu killen. Das tut er dann auch. Neben der Pistole kommt einmal auch Feuer als Gegenstück zu dem anfangs erwähnten symbolischen (Dusch-)Wasser zum Einsatz. Aber auch diese Gewalt ist eine gegen sich selbst. Das Töten fällt Francesco nicht schwer, eher das Sterben. Oder zumindest die schmerzhafte Durchdringung dieser seltsamen Welt, in der es ihn am meisten frustriert, dass er für seine Verbrechen nie belangt werden wird. Er wird nicht als Mensch wahrgenommen, nicht mal als Schurke. Er kann nicht Teil dieser Welt sein noch kann er sie verstehen, weder wenn er sich noch wenn er sie zerstört noch wenn er sich mit ihr arrangiert noch wenn er in ihr liebt noch wenn er sie zu verlassen gedenkt. Schrecklich. Der wahre Horror sind nicht die Zombie-Effekte.

Über Gnaghi wäre übrigens auch noch das eine oder andere zu sagen; auch er jemand, der sich Illusionen hingibt, bei denen in mannigfaltigen Bildern sein kleines Fernsehgerät als Ersatz für die wirkliche Welt fungiert. Auch er übrigens jemand, der sich verlieben wird, aus dem die Gefühle auf einmal „herausbrechen“ (er, der nicht sprechen kann, kotzt ein Mädchen voll, fast noch ein Kind, wie er eines geblieben ist – und im Folgenden wird sich zeigen, dass das Verhalten der „normalen“ Leute wesentlich schlimmer für das Mädchen ist als das Erbrochene). Am Ende zeichnet sich ab, dass die beiden Männer einander nicht nur die einzigen Freunde, sondern ähnlich, vielleicht gar identisch sind (achten Sie insoweit auf den Schlussdialog). Zwei Verlorene, die aus dem Fegefeuer weder in den Himmel noch in die Hölle treten können. Vielleicht zwei, die mit der erschreckenden Erkenntnis konfrontiert werden, dass die Wirklichkeit nur eine Illusion ist. Und die Liebe auch. Diese steckt übrigens ebenfalls im Namen des Protagonisten, denn der Mädchenname seiner Mutter ist – man glaubt es kaum – Dellamore.

Fazit: Ein Witz? Eher ein Aberwitz, bei dem das Lachen im Hals stecken bleibt, bei dem sich Bilder von surrealer, poetischer Schönheit mit Horror-Effekten mischen, aber der Film vor allem in der zweiten Hälfte so viele Facetten zeigt, dass er Kopf und Herz gleichermaßen anspricht und sich als komplexe und letztlich tod(!)traurige Reflexion über Leben, Liebe und Tod bzw. dem vergeblichen Streben nach alldem sowie nach Erkenntnis offenbart. Aber wer erkennt, leidet am meisten, gibt es doch darob auch keine bessere Aussicht auf Entrinnen. Die BluRay zeigt die ungeschnittene Version in guter Qualität.
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Ein greller und abseitiger Zombiefilm (Regisseur: Argento-Schüler Michele Soavi), der sich in drei Dingen von den alten Italo-Zombiefilmen (Fulci, Lenzi) etabliert: Skurrile Protagonisten stehen im Mittelpunkt, eine Liebesgeschichte wird erzählt und (schwarzer) Humor ist allgegenwärtig.
Betrachtet man die vielen kleinen visuellen Höhepunkte und die nicht selten stilvolle (und recht bizarre) Ästhetik von "Dellamorte Dellamore", ist der Film mitnichten als Trash abzutun. Melancholische Momente und sogar eine gewisse Poesie ist erkennbar, aber einiges ist auch ziemlich platt, vorhersehbar und die Handlung vollzieht ab einem gewissen Punkt chaotische Sprünge.
Auf jeden Fall aber ein Gewinn für jede "Zombiethek". Ich gebe dem Film "nur" vier Sterne, denn er hat sich für mich etwas abgenutzt, nachdem ich ihn nun etwa viermal gesehen habe. Zudem ist das chaotische Drehbuch für die zweite Hälfte des Filmes ein echtes Manko.
Blu-ray: Uncut (der Film ist ohnehin nicht überhart). Die vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung. Extras in HD.
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