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SPIEGEL GESCHICHTE 6/2013: Die Renaissance
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Die Renaissance, die "Wiedergeburt der Antike" ist ein farbenprächtiges und äußerst interessantes Zeitalter, das den Aufbruch in die Moderne darstellt. In dieser aktuellen Spiegel-Geschichte-Ausgabe erhält der Leser einen höchst informativen und vielseitigen Einblick in das Leben, Kultur, Architektur, Herrschaftssystem ... des Zeitalters. Prall gefüllt und reich bebildert, taucht der Leser in zahlreichen prägnanten du höchst informativen Artikeln in eine der faszinierendsten Epochen ab: die Medici, die Borgia, Michelangelo, Petrarca, Boccaccio, Savonarola, Dürer und vielen mehr begegnen wir in dieser Ausgabe.

Die verschiedensten Entwicklungslinien einer Epoche, die zur Zeitenwende wurde, werden beleuchtet. Ausgangspunkt bzw. die Wiege der Renaissance bildet Florenz, das mit seiner urbanen Lebensweise (während z.B. der deutsche Adel noch in seine Burgen lebte, hatten die Florentiner bereits in die Stadt gefunden), seinem blühenden Fernhandel und seinem Bankwesen die besten Voraussetzungen hatte. Denn es wäre zu kurz gegriffen die Renaissance lediglich als Wiederentdeckung der Antike zu fassen (dann hätte man auch die Zeit Karls des Großen als Renaissance betiteln mögen). Nein, es bedarf eines umfassenden sozioökonomischen und sozialen Wandels, als auch einer sich ausbreitenden Gelehrsamkeit bezugnehmend auf den Humanismus.
Highlight des Heftes ist m.E. das Interview mit Volker Reinhardt in dem Artikel "Vorreiter einer helleren Kultur". Hier lernt man u.a. warum Reinhardt die Eckdaten der Renaissance von 1430-1560 setzt, im Gegensatz zum Üblichen: 1300-1650. Im Gegensatz zur Zeit Karls des Großen, die sich auch mit den Philosophen der Antike befasste, wird die Antike nun in ihrer Ganzheit wiederentdeckt, für verschiedenste Bereiche verbindlicher Maßstab.

Es folgen verschiedenste Artikel über das Alltagsleben anno 1500 aus der Sicht des Tagebuches von Machiavelli Senior, aber auch Junior Niccolo darf nicht fehlen, genau wie Universalgenie Michelangelo; desweiteren Boccaccios Decamerone und Mores "Utopia"...
Höchst interessant ist das Leben am Hof, die Architektur der Renaissance, die weg von der Komplexität der Gotik und dem darauffolgenden Überbordenden Pracht und Üppigkeit des Barocks, hin zu Geometrie und Symmetrie in all ihrer Erhabenheit strebt. Beispiele: der Dom von Florenz, als auch die prächtigen Villen der Kaufleute.

Selbstverständlich ist einer der Stars der Renaissance der geschätzte Albrecht Dürer, ein Franke, dessen Werke gerade genial inszeniert im Frankfurter Städel gezeigt wird (ich hatte vor drei Wochen das Vergnügen die Ausstellung zu besuchen und kann nur eine unbedingte Empfehlung aussprechen). Die Renaissance war auch das Zeitalter der Entdecker und des Wissens, womit der Nachricht, kurz dem Aktuellen eine besondere Bedeutung zukam. Hier sind die Flugblätter und die geniale Selbstinszenierung Dürers ein Zeichen seines Erfolges (z.B. das Rhinozerus, seine Münzen, die Arbeit für Kaiser Max ...). Er erhob die Radierung und den Stich zu einer grandiosen Erfolgsgeschichte. Neben dem Buchdruck und dem Fernweh kommt aber z.B. auch der Anatomie eine besondere Bedeutung zu. Neben da Vinci ist hier Vesalius zu nennen, der Leichensucher. Auch Mercator, der mit seinen Globen und Karten in die Geschichte einging darf hier nicht vergessen werden.

Wenn's am schönsten wird, soll man bekanntlich aufhören. Deswegen: jeder, der sich für die Renaissance, ihre Entstehung, Hintergründen, Entwicklungslinien interessiert, kommt an diesem Helft sicherlich nicht vorbei. Prall und voll mit sehr interessantem und umfangreichen Detailwissen. Schwerpunkt bildet Italien. Mein kleiner Kritikpunkt zündet sich an der Tatsache, dass man auch Nachbarländer wie Deutschland, Frankreich und England zur Zeiten der Renaissance etwas genauer hätte betrachten können, es wird ein kurzer Blick auf More geworfen, als auch auf die holländische Kunst. Warum nicht auf die französische und die englische? Warum findet sich kein Artikel über da Vinci?
Deswegen vier Sterne, mit dem Tipp die Geo Epoche Edition Renaissance als Ergänzung hinzuziehen, wenn nicht bereits vorhanden!

Auf jeden Fall empfehlenswert, mit starker Tendenz zu 4,5*!
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am 23. Januar 2014
Gut recherchierte Beiträge über die Entwicklung der Renaissance, ihre vielfältige Wirkung in Kunst, Musik, Architektur und Wissenschaft und die Hinterlassenschaft bis zur Gegenwart.
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am 17. Februar 2014
Ein hervorragend gemachtes Heft, sehr informativ, sauber gegliedert und wie beim SPIEGEL üblich exakt recherchiert!Kann das Heft allen Geschichts-Interessierten weiter empfehlen.
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0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Januar 2014
Empfehlenswert...

Als historischer Hintergrund ... in Verbindung mit den beiden Büchern:

Die Wende / Wie die Renaissance begann (Stephen Greenblatt)

Über die Natur der Dinge (Großdruck - Taschenbuch - Amazon) Lukrez.

Plietsch
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