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28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stephen Kings Debüt als König des Horrors
Geboren als Kind fanatisch religiöser Christen wächst Carrie zu der geborenen Außenseiterin heran. Als Dreijährige ließ sie einst einen Steinregen auf ihr Elternhaus niederprasseln, weil ihre eigene Mutter sie in ihrem religiösen Wahn ermorden wollte. Als Sechzehnjährige wird sie von ihren Mitschülern wegen ihrer scheuen,...
Veröffentlicht am 7. Juli 2005 von Mario Pf.

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine Außenseiterin schlägt zurück
Carrie ist schüchtern, nicht besonders attraktiv und enorm unbeliebt. Ihre Mutter ist fanatisch religiös und hält sie von allem fern, was in ihren Augen „böse" ist. Ihre Mitschüler hänseln sie unentwegt und spielen ihr furchtbare streiche. Kurz gesagt: Carries leben ist die Hölle. Aber Carrie hat eine Gabe: sie kann Dinge durch...
Am 14. Januar 2000 veröffentlicht


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28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stephen Kings Debüt als König des Horrors, 7. Juli 2005
Von 
Mario Pf. (Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Carrie: Roman (Taschenbuch)
Geboren als Kind fanatisch religiöser Christen wächst Carrie zu der geborenen Außenseiterin heran. Als Dreijährige ließ sie einst einen Steinregen auf ihr Elternhaus niederprasseln, weil ihre eigene Mutter sie in ihrem religiösen Wahn ermorden wollte. Als Sechzehnjährige wird sie von ihren Mitschülern wegen ihrer scheuen, zurückhaltenden Art, ihrem tiefgehenden Glauben, der daraus resultierenden Unwissenheit und ihrem Aussehen gehänselt. Eines Tages setzt das Eintreten ihrer ersten Menstruation jedoch ein Ereignis in Gang, in dessen Verlauf sie einen Augenblick schlimmster Demütigung erleben muss und Kraft ihrer Gedanken eine Glühbirne zur Explosion bringt. Der nahende Abschlussball lässt ihre Mitschülerin Christine Hargensen einen Plan schmieden, wie sie Carrie einen wahrhaft bösen Streich spielen kann. Susan Snell jedoch bittet ihren Freund Tommy Ross Carrie zum Abschlussball einzuladen, um ihr wenigstens eine kleine Freude zu machen. Doch was keiner ahnt, Carrie verfügt über eine unheimliche Gabe, die sich langsam zu entwickeln beginnt. Als Chris Streich gelingt, können sie weder Susan, noch die zarten Bande zu Tommy daran hindern sich von Schmerz, Enttäuschung und Wut zum Äußersten treiben zu lassen. Carrie rächt sich und entfesselt Kraft ihres Willens ein Inferno, das die Stadt beinahe in Schutt und Asche zu legen droht.
Mit Carrie hat Stephen King ein faszinierendes Werk über eine Außenseiterin geschaffen, die sich in die Lage versetzt sieht, sich an Allem und Jeden zu rächen. Schon sein erstes Werk zeugt von einem spannenden Handlungsaufbau, einer furchterregenden Macht und einem dramatischen Finale.
Die Situation von Außenseitern ist in diesem Buch sehr schön dargestellt und dürfte wohl einigermaßen den gegebenen Situationen entsprechen. Carries Rache stellt auch die Wut der meisten Außenseiter auf die Gesellschaft, die sie so verachtet, sehr gut dar und erzeugt dadurch eine sehr geladene Atmosphäre in der man die Gefühle der Protagonistin sehr gut nachvollziehen kann. Es bringt einen auch zum Nachdenken darüber, weshalb auch in neuerer Zeit derart viele Gewalttaten an Schulen geschehen.
Ein überzeugend spannendes Buch eines der größten Unterhaltungsautors unserer Zeit, mit einer Spur Sozialkritik, ausgewogenen Charakteren und einer tiefgehenden emotionalen Handlung.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Rache heißt Carrie, 5. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Carrie, English edition (Taschenbuch)
Die Rache heißt Carrie
Carrie hat wahrlich kein leichtes Leben. Aufgewachsen bei einer Mutter, die sich ihrem religiösen Wahn hingebt und versucht ihre Tochter zur Unschuld der Welt zu erziehen, geradezu fanatisch und gespenstisch alles als Sünde abstraft, fällt sie bei ihren Mitschülern schnell auf. Sie wird Opfer von verschiedenen Hänseleien, die immer grausamer werden, die ihr Leben zur Hölle machen. Vor allem, als sie beim Duschen nach dem Sportunterricht aufgrund ihrer ersten Periode in Panik ausbricht, versucht ihr keiner klar zu machen, was das Blut zwischen ihren Beinen bedeutet, dass sie zur Verzweiflung treibt. Im Glauben, sie verblutet, bewerfen sie ihre Mitschüler mit Tampons und anderen Dingen, ziehen sie auf und lassen sie mit ihrer Todesangst kämpfen. Schließlich greift die Sportlehrerin ein und beendet die grausame Szene, bei der auch eine Lampe plötzlich zu Bruch ging.
Es war nicht der erste ungewöhnliche Fall dieser Art, der die telekinetische Kräfte in Carrie weckt. Sie lernt mit dieser schlummernden Kraft umzugehen, sie zu kontrollieren und beginnt damit Gegenstände schweben zu lassen. Ein kleines bisschen Trost in ihrem sonst bescheidenen Leben, dass sie schon lange abgeschrieben hat.
Doch Tommy, einer beliebtesten Jungen der High School, fragt sie, ob sie mit ihm auf den Abschlussball gehen soll. Anfangs ist Carrie misstrauisch und sieht dahinter nur eine grausame Episode der Demütigung, lässt sich aber von ihm überreden. Alles scheint gut zu werden, für sie könnte endlich ein neues Leben beginnen, sie könnte aus dieser Welt ausbrechen, einfach nur normal leben. Zumindest glaubte sie das...

Mit "Carrie" legte Stephen King seinen ersten publizierten Roman hervor und damit den Meilenstein für seine Weltkarriere. Was King uns in seinem Roman erzählt, ist eine kleinstädtische Geschichte, über eine religionsfanatische Mutter, die mehr als nur eine Störung zu haben scheint, und das tragische Schicksal eines Mädchen, dass sich nur wünscht wie die anderen zu sein, von ihren Mitschülern gemocht zu werden und nicht nur das Opfer ihrer Umstände zu sein. Bis dahin könnte man meinen, man hat einen klassische Geschichte vor sich, über ein Mädchen, dass es schafft akzeptiert zu werden, endlich aus ihrer Misere ausbrechen kann und doch schlussendlich noch tiefer fällt. Doch nichts dergleichen bietet Stephen King und erzählt stattdessen die Geschichte eines Mädchen mit einer Gabe. Ihre telekinetischen Kräfte sind für sie ein Segen, in ihrer sonst so abscheulichen Welt und verleihen ihr Kraft und Mut und schlussendlich auch die Kraft, sich an denen zu rächen, die ihr so lange Leid zugefügt.
Das Faszinierde ist dabei, dass man als Leser nicht ein einziges Mal den Gedanken verspürt, dass es ungerecht ist. Insgeheim liest man über die Worte und denkt sich, sie haben es verdient, sie haben es alle verdient und ist schier entsetzt über seine eigene Brutalität. Denn das, was Carrie White erleben musste, wünscht sich niemand. Man durchleidet ihr Leben, möchte sie in den Arm nehmen und trösten, ihr sagen, dass alles gut wird, sie von ihrer kranken Mutter wegnehmen, die sie einsperrt und für ihre angeblichen Sünden bestraft, die keine Sünden sein können, weil sie natürlich sind. Eine Mutter, die sich selbst hasst für ihr sündiges Leben und ihrer Tochter zur absoluten Reinheit erziehen will, egal wie viel Kummer Carrie dabei ertragen muss. Egal, was sie ihrer Tochter dabei antut und sie sehr sie Carrie dadurch von der Gesellschaf isoliert.
Mit spielerischer Hand bringt uns Stephen King zu diesen Mitgefühl für Carrie. Er erzählt aus verschidenen Perspektiven ihr Leben, aus ihrer Eigenen, teilweise aus Leuten, die sie kannten, die manche Dinge miterlebt hatten oder auch die Sicht ihrer Peiniger, die man aufhalten möchte und doch nur zusehen kann. Dabei greift King zu ungewöhnlich Mitteln. Er benutzt Zeitungsausschnitte, Berichte aus fiktiven Büchern oder teilweise wissenschaftliche Abhandlungen um das Phänomen Carrie aufzuschlüsseln und schafft dadurch die nötige Distanz zum Leser, dass er sich ein gesamtes Bild der Lage machen kann. Immer mit einem angepassten Schreibstil, der nicht nur die Gedanken seiner Perspektivträger realistisch wiedergibt, sondern temporeich die Geschichte vorantreibt. Dieser Reichtum aus Ansichten, vermengt sich zu einer Person, einer runden Persönlichkeit, die eine tragische Figur ist und deren Beweggründe man nur zu gut verstehen kann. Man verspürt Hilflosigkeit, weil man das Unausweichliche kommen sieht, weil es so kommen muss und sieht die Katastrophe, ihre Anfänge, ihre Gründe und ihre Auswirkungen. Und nicht immer geht King dabei in chronologischer Reihenfolge vor, nimmt Teile vorwegt, fügt andere hinzu, so dass der Leser das Ende vorzeitig weiß und es trotz allem der Spannung nicht schadet. Vielmehr ist das Vorwegnehmen, der Schlüssel dem Leser das Herz zu brechen, denn er möchte es aufhalten und kann es doch nicht tun. Das komplette Spektrum wie ein braves Mädchen zu einem Monstrum wird, dass es gar nicht sein wollte und nie werden wollte, ist dargestellt. Und genau dort zerspringt der Horror in Stephen Kings Roman und wird zu einen tiefsinnigen Roman, der nicht nur ein Höllenszenario beschwört, sondern vor allem ein Psychogram eines Unschuldigen bietet, der durch seine Ohnmacht keinen anderen Ausweg mehr sieht. Carrie ist wie ein Tier, in die Ecke gedrängt und keinen anderen Ausweg mehr sieht. Das übernatürliche Element ist da nur noch ein Extra um dem Ganzen einen bildreichen Rahmen zu bieten und die Handlung mit einem Knall enden lässt, und einen Leser zurücklässt, der nicht weiß, der die Katastrophe bedauern oder das tragische Schicksal von Carrie beweinen soll.

Fazit
"Carrie" ist Stephen King's Debüt, welches nicht ohne Grund den Meilenstein für eine Karriere legte. Hier zeigt der Meister des Horrors seine Vielfältigkeit, sein Gespür für Charaktere und das Talent für bitterböse und große Szenarien. Für Fans von King Pflicht, für alle anderen eine großartige Erfahrung für tiefsinnige Horrorliteratur, die weit über den bloßen Horror hinausgeht. Wenn es nicht sogar in seinem Inneren den wahren Horror des Lebens zeigt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk!, 20. Februar 2010
Von 
N. Knickmeier "Nadine" (Simbach am Inn) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Carrie: Roman (Taschenbuch)
Ohne Zweifel ist dieses Werk, eines der besten Romane, die ich je gelesen habe. Es war mein zweites Buch, von Stephen King, das ich in vier Tagen verschlungen hatte. Die Geschichte einen jungen, eingeschüchterten Mädchens, das ihre Wut durch Telekinese entfesselt, fesselte mich, von Anfang an. Man leidet, freut und fühlt mit Carrie bis zum Ende mit. Vor allem der Schreibstil, der von allen Schriftstellern, deren Werke ich bereits lesen durfte der realistischte ist. Man kann sich alle genau vorstellen, die Personen, die Schauplätze ebenso die Taten und Emotionen.

Kann diese Buch, wirklich mehr als nur empfehlen, wahrlich ein Meisterwerk, für jeden King-Fan ein absolutes muss!

Möchte noch gerne einen Tipp geben, falls man vorhat sich den Film anzusehen, kann ich nur raten dies zuerst zu tun, da die Enttäuschung zu groß ist. Jedenfalls meiner Meinung nach. :)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Debüt von Stephen King, 26. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Carrie: Roman (Taschenbuch)
Wohl kaum einer kennt die Geschichte von Carrie White und ihrer Ballnacht nicht. Carrie, die von einer fanatisch religiösen Mutter streng erzogen wurde und schon immer das Gespött der Schule war. Carrie, die telekinetische Fähigkeiten besitzt. Carrie, die auf ihrer Ballnacht gedemütigt wird. Carrie, die sich rächt. Ob nun als Romandebüt von Stephen King oder als einer der vielen Verfilmungen, die Geschichte kennt man. Wahrscheinlich hat mich genau dies so lange davon abgehalten auch endlich mal dieses Buch meines Lieblingsautors zu lesen.

“Carrie” ist bekanntlich Stephen Kings Romandebüt und sein Durchbruch. Früher von ihm verfasste Werke sind erst später unter seinem Pseudonym Richard Bachman veröffentlicht worden. Für mich als Stammleser, die bereits Dutzende von seinen Büchern verschlungen hat, stellt dieses Werk ein Bindeglied zwischen diesen beiden Autoren dar. Stephen King nimmt seinen Leser an die Hand und führt ihn fast freundschaftlich in die tiefsten Abgründe des Vorstellbaren hinab. Bachman hingegen ist direkter, härter und auch weniger fantastisch. Carrie hat etwas von beiden.

Die Geschichte beginnt, als Carrie in der Mädchenumkleide unter der Dusche ihre Periode bekommt. Durch ihre fanatistische Erziehung hat sie bisher keine Ahnung von diesen Dingen und bricht in Panik aus, während all die umherstehenden Mädchen sie beschimpfen und sie mit Tampons und Binden bewerfen. Während sich die Geschichte entwickelt, werden immer wieder Zeitungsartikel, Auszüge aus fiktiven Publikationen zum Vorfall und Polizeimeldungen, Zeugenaussagen und Verhöre zwischengeschoben. So erschreckend die Geschichte an sich und vor allem Carries Mutter ist, so sehr hat King für mich durch diese Einschübe die Spannung herausgenommen. Bereits auf den ersten Seiten weiß selbst sehr unbedarfteste Leser, dass etwas Schreckliches passieren wird, dass daran Carrie Schuld sein wird und dass dies während der Ballnacht und durch ihre Fähigkeiten passieren wird. Zwar Beleuchten diese Zusatzinformationen die Geschehnisse von zusätzlichen Seiten und geben den fast durchweg unsympathischen Charakteren menschlichere Seiten, dennoch störten sie mich, vor allem in dem Umfang, in welchem sie dargeboten wurden.

Einen wirklichen Protagonisten kann man in dieser Geschichte meiner Meinung nach nicht nennen. Natürlich dreht sich alles um Carrie, trotzdem werden auch andere Charaktere immer wieder beleuchtet und keinen kann man wirklich sympathisch finden. Selbst Carrie, die durch ihre schreckliche Mutter so viel Leid erdulden muss und überall aneckt, ist mehr mit einem mitleidigen Gefühl denn mit Sympathie bedacht.

“Carrie” stellt für mich keinen typischen King-Roman dar. Lässt man die Einschübe außer acht, so ist die Geschichte um den Leidensweg der Carrie White und ihrer Explosion erschreckend realistisch, heftig und unbarmherzig. Kings Schreibstil ist noch nicht gefestigt, trotzdem einnehmend und flüssig zu lesen. “Carrie” wird nicht zu meinen Lieblingsroman von King zählen, das Buch hat mir dennoch gut gefallen. Zu Empfehlen für jeden Leser, der neben einer fantastischen Geschichte über ein Mädchen mit telekinetischen Kräften auch in die Abgründe einer religiös-fanatischen Familie schauen möchte und sich zudem mit dem Horrorort Schule beschäftigt, der für so viele Außenseiter einen täglichen Albtraum darstellt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Carrie (Hörbuch), 22. Juni 2012
Von 
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(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Carrie (MP3 CD)
Erster Eindruck: Einer von Kings bekannteste Romanen

Die 3-jährige Carrie lebt seit dem Tod ihres Vaters allein bei ihrer religiös-fanatischen Mutter. Als diese in einem Wahnanfall ihre Tochter umbringen will, löst Carrie einen Steinhagel aus. Und auch als Teenager kommen ihre übersinnlichen Fähigkeiten nicht zum Erliegen, und auch hier wird sie von Mitschülern immer wieder gedemütigt...

Oftmals als Großmeister des Horrors betitelt hat Stephen King eben dieses Genre immer wieder geprägt und weiterentwickelt. So auch mit 'Carrie', einem seiner ersten Romane, der nun erstmals als ungekürzte Lesung erschienen ist. Der Anfang ist dabei noch recht beschaulich und in der später typischen Kleinstadtkulisse gehalten, doch konsequent entwickelt sich das Szenario weiter und steigert sich hin zu einem packenden Finale, einem regelrechten Gewaltexzess. Dabei wird Carries Leben als Außenseiterin, weder von der Mutter noch von den Mitschülern akzeptiert und immer wieder gedemütigt, genau beleuchtet, was ihre Entwicklung nachvollziehbar machen lässt. Ihre übersinnlichen Kräfte steigern sich dabei in eben diesem Maße weiter, in dem sich auch ihre problematische Auseinandersetzung mit ihrem eigenen Erwachsenwerden und der aufkeimenden Sexualität wächst. Beklemmend und bedrückend ist die Stimmung, die besonders in den letzten Szenen eine wahrhaftige Explosion nach sich zieht. Interessant, wie sich ein erwachsener Mann in die Ängste und Nöte eines jungen Mädchen hineinversetzt und diese ebenso glaubwürdig wie eindringlich porträtiert. Carrie gehört mittlerweile zu Recht zu den Klassikern des Horror-Genres und kann auch in dieser Umsetzung vollkommen überzeugen.

Als Sprecherin des Hörbuchs konnte die großartige Franziska Pigulla gewonnen werden, die mit ihrer variablen Stimme jede Situation genau ausleuchten kann. Auch die Steigerung des Romans kann von ihr genau aufgegriffen werden, die anfängliche, fast beschauliche Stille und die spätere Gewaltorgie, die Carrie veranlasst, wird von ihr ebenso gut umgesetzt. Eine sehr gute Leistung, die durch den dunklen und teilweise bedrohlichen Klang ihrer Stimme noch unterstützt wird.

Auf gerade einmal zwei CDs passen die über 9 Stunden der Lesung im MP3-Format. Diese sind in einer einfachen Papphülle untergebracht, die kleine Infos zu Sprecherin und Autor bereit hält, ansonsten aber recht simpel gestaltet wurde. Das Titelbild zeigt ein Stück von Carries rotem Kleid und einen einfachen Schriftzug, die Hülle ist aber ein wenig zu hoch um bequem in jedes CD-Regals zu passen.

Fazit: Ein bedrückender Roman mit einer konsequente Steigerung und gelungenen fantastischen Elementen, sehr gut vorgetragen von Franziska Pigulla.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Stephen Kings Debut - ein Horroklassiker, 14. Oktober 2006
Von 
Mario Pf. (Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Carrie (Taschenbuch)
Geboren als Kind fanatisch religiöser Christen wächst Carrie zu der geborenen Außenseiterin heran. Als Dreijährige ließ sie einst einen Steinregen auf ihr Elternhaus niederprasseln, weil ihre eigene Mutter sie in ihrem religiösen Wahn ermorden wollte. Als Sechzehnjährige wird sie von ihren Mitschülern wegen ihrer scheuen, zurückhaltenden Art, ihrem tiefgehenden Glauben, der daraus resultierenden Unwissenheit und ihrem Aussehen gehänselt. Eines Tages setzt das Eintreten ihrer ersten Menstruation jedoch ein Ereignis in Gang, in dessen Verlauf sie einen Augenblick schlimmster Demütigung erleben muss und Kraft ihrer Gedanken eine Glühbirne zur Explosion bringt. Der nahende Abschlussball lässt ihre Mitschülerin Christine Hargensen einen Plan schmieden, wie sie Carrie einen wahrhaft bösen Streich spielen kann. Susan Snell jedoch bittet ihren Freund Tommy Ross Carrie zum Abschlussball einzuladen, um ihr wenigstens eine kleine Freude zu machen. Doch was keiner ahnt, Carrie verfügt über eine unheimliche Gabe, die sich langsam zu entwickeln beginnt. Als Chris Streich gelingt, können sie weder Susan, noch die zarten Bande zu Tommy daran hindern sich von Schmerz, Enttäuschung und Wut zum Äußersten treiben zu lassen. Carrie rächt sich und entfesselt Kraft ihres Willens ein Inferno, das die Stadt beinahe in Schutt und Asche zu legen droht.

Mit Carrie hat Stephen King ein faszinierendes Werk über eine Außenseiterin geschaffen, die sich in die Lage versetzt sieht, sich an Allem und Jeden zu rächen. Schon sein erstes Werk zeugt von einem spannenden Handlungsaufbau, einer furchterregenden Macht und einem dramatischen Finale.

Die Situation von Außenseitern ist in diesem Buch sehr schön dargestellt und dürfte wohl einigermaßen den gegebenen Situationen entsprechen. Carries Rache stellt auch die Wut der meisten Außenseiter auf die Gesellschaft, die sie so verachtet, sehr gut dar und erzeugt dadurch eine sehr geladene Atmosphäre in der man die Gefühle der Protagonistin sehr gut nachvollziehen kann. Es bringt einen auch zum Nachdenken darüber, weshalb auch in neuerer Zeit derart viele Gewalttaten an Schulen geschehen.

Ein überzeugend spannendes Buch eines der größten Unterhaltungsautors unserer Zeit, mit einer Spur Sozialkritik, ausgewogenen Charakteren und einer tiefgehenden emotionalen Handlung.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine Außenseiterin schlägt zurück, 14. Januar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Carrie (Broschiert)
Carrie ist schüchtern, nicht besonders attraktiv und enorm unbeliebt. Ihre Mutter ist fanatisch religiös und hält sie von allem fern, was in ihren Augen „böse" ist. Ihre Mitschüler hänseln sie unentwegt und spielen ihr furchtbare streiche. Kurz gesagt: Carries leben ist die Hölle. Aber Carrie hat eine Gabe: sie kann Dinge durch die Kraft ihrer Gedanken bewegen. Und als ihr ihre Mitschüler beim Abschlußball den schlimmsten aller Streiche spielen, setzt sie diese Gabe ein. Nun wird das Leben, oder eher gesagt der Tod, für die anderen zur Hölle...
Stephen Kings Erstlingswerk wäre fast in der Mülltonne gelandet. Aber dort gehört es sicher nicht hin: die Geschichte von der Außenseiterin Carrie, die grausame Rache an ihren Peinigern nimmt, ist spannend zu lesen. Der ungewöhnliche Stil (Tagebucheinträge, Zeitungsausschnitte oder Zeugenaussagen) sorgt dafür, das die sonst bei King üblichen Längen hier fast völlig ausbleiben. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kings Klassiker, 15. Juli 2014
Von 
Lese-Monster "ASK" (Die Stadt der Seen und Wälder) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Carrie: Roman (Kindle Edition)
Zu schade für den Papierkorb - fand auch Kings Frau - und drängte den Altmeister, seinen Roman zu veröffentlichen. Zum Glück für uns, denn dieser Roman ist einer der besten aus Stephen Kings Schaffen!

Auch als Ebook absolut lesenswert und mit einem Nachwort zur Entstehung des Romans versehen, werden "Carrie" oder auch "Carrietta White" und ihre Mutter Margaret zu einem Synonym für religiösen Wahn und Außenseitertum, die sich in Verbindung mit außersinnlichen Fähigkeiten in einem Fiasko epischen Ausmaßes entladen.

Wer den Film von Brian de Palma kennt, wird den Roman zu schätzen wissen - auch wenn der Altmeister Stephen King an einigen Stellen mächtig übertreibt und ein Katastrophen-Szenario entwirft, das seinesgleichen sucht. Ein Schmanker'l für jeden, der gepflegten Horror à la Stephen King mag.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Erstlingswerk vom Meister des übernatürlichen Horrors!, 11. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Carrie: Roman (Taschenbuch)
Das Erstlingswerk von Stephen King über ein Mädchen mit besonderen Kräften, welches zur Außenseiterin und letztendlich zum Mobbingopfer der ganzen Schule wird.

Die 16-jährige Carietta White, genannt Carrie, wächst ohne ihren Vater und mit einer fanatischen religiösen Mutter auf. Bereits mit drei Jahren offenbart sie zum ersten Mal ihre telekinetischen Kräfte, indem sie einen Steinregen über das Haus ihrer Mutter niedergehen lässt.

Der Wendepunkt in ihrem Leben ist die Periode, die sie im Alter von 16 Jahren unter der Dusche im Sportunterricht bekommt. Seitdem ist sie Beleidigungen und Demütigungen ihrer Mitschüler und Mitschülerinnen ausgesetzt. Auch ihre fanatische Mutter macht ihr das Leben zur Hölle.

Der Höhepunkt der Geschichte ist dann der Abschlussball, zu dem sie trotz großem Widerstand ihrer Mutter in einem hübschen Kleid mit einen Jungen namens Tommy geht. Als sie letztendlich zur Königin und zum König des Abends gewählt werden, passiert das Unfassbare. Einige ihrer Mitschüler haben sich einen furchtbaren Streich ausgedacht und setzen ihn nun in die Tat um.

Der Horror beginnt…

Dieses Buch ist eher einfach geschrieben und lässt sich gut lesen. Im Großen und Ganzen kommt keine Langeweile auf. Man hat Mitleid mit Carrie und hoffte dass sie gut durch die Geschichte kommt. Wut und Abneigung empfindet man für die meisten anderen Protagonisten in dieser kleinen Geschichte.

Insgesamt hat King mit seinem ersten Werk eine ordentliche Leistung abgeliefert, wobei die meisten späteren Romane deutlich stärker werden. Jeder King-Fan sollte dieses Buch gelesen haben, alleine schon aus dem Grund, da es sein Erstlingswerk ist. Allen die noch keinen Kontakt zu Stephen King hatten, empfehle ich zum Einstieg eher eines seiner besseren Bücher wie "Shining" oder "Brennen muss Salem".

58/100
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierend wahnsinnig, 22. September 2014
Von 
HEIDIZ "Bücherfreak" (Heyerode) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Carrie: Roman (Taschenbuch)
Carrie White ist eine Außenseiterin. Sie hat es nicht leicht mit ihrer Mutter, die an religiösen Wahnvorstellungen leidet. Carries telekinetische Begabungen sind nicht nur unheimlich, sondern machen die gesamte Handlung spannend. Ihre erste Regel bekommt sie nach dem Sportunterricht. Dieses Erlebnis wird ihr zum Trauma.
Carrie, die immer das hässliche unverkannte Entlein war, wird sich beim Abschlussball der Schule komplett zum Positiven verändert haben. Ihre Mitschülerinnen übergießen sie mit Schweineblut – es kommt zum Exzess !!! Carrie flippt total aus und ihre telekinetischen Fähigkeiten wandeln sich um in grenzenlose Gewalt. Schule und Schüler sowie sie selbst sterben ….

Es geht erst einmal relativ normal los mit dem Leben von Carrie in Elternhaus und Schule – so wie King seine kommenden Romane auch aufbaut, und dann geht er über, dramatisch zu werden und Zerstörung einfließen zu lassen. Sehr authentisch schreibt King und glaubhaft und untermalt seine Idee mit zahlreichen dokumentarischen Belangen.

Carrie wird sehr detailliert dargestellt, man schafft es, sich in sie hineinzuversetzen und sie als tragische Heldin zu mögen – mit ihr zu sympatisieren. Was sie am Schluss tut, das kann man ihr nachsehen – irgendwie – man kann sie mit anderen Aussenseitern der Literatur und Realität gleichsetzen und vergleichen. Sie steht praktisch für diese …

Gesellschaftskritisch auch – möchte ich fast sagen - mutet dieser Inhalt an und man wird nachdenklich zurück gelassen.

Ich fand das Lesen anregend spannend – von Beginn an wird absolute Spannung aufgebaut, es geht dennoch erst einmal relativ „normal“ los und im Lauf der Handlung baut King den Horror bis zum Extremen auf und man bekommt Gänsehaut. Wenn man sich komplett auf die Handlung einlässt, was nicht schwer fällt bei der Bildhaftigkeit des Geschriebenen, dann geht man im Dunkeln nicht mehr raus, wenn man das Buch gelesen hat.

Die Charaktere werden sehr glaubhaft authentisch dargestellt, man kann sich sehr gut in diese hinein versetzen, auch kann man Gut und Böse sehr einfach auseinander halten. Den gesellschaftskritischen Bezug habe ich verstanden und für mich aufgenommen.

Wenn man bedenkt, dass das Buch schon 1974 erschienen ist, dann ist es inhaltlich noch immer nicht überholt – im Gegenteil …

Ob Buch oder Film besser sind – ich kann es nicht sagen, ich habe den Film gesehen und das Buch danach gelesen. Ich muss sagen, dass ich mir beim Lesen auf Grund der Bildhaftigkeit des Erzählten meine eigenen Bilder im Kopf geschaffen habe, ganz unabhängig vom Gesehenen im Film.

Wer das Genre mag und das Buch noch nicht gelesen hat, dem lege ich es ans Herz.

Das Buch ist gegliedert in drei Teile

- Blutsport
- Ballnacht
- Trümmer

Nachwort:

Stephen Kings Roman und Brian de Palmas Verfilmung. Das Buch wurde zweimal verfilmt, im letzten Jahr nochmals …
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Carrie: Roman
Carrie: Roman von Stephen King
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