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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr spezielles Objektiv - stolzer Preis, 26. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Nikon AF-S Nikkor 58mm 1:1,4G (Elektronik)
Letztlich habe ich mich doch entschlossen, Erspartes in dieses neue, vielgepriesene Objektiv zu investieren.

Lieferumfang:
"Nikon-gewöhnlich" - Gegenlichtblende, Schutzbeutel, vorderer und hinterer Objektivdeckel, Gebrauchsanleitung und Garantiekarte

Bauweise:
Das Objektiv ist in Relation zu seiner Brennweite sehr "bauchig" und groß, wenngleich das Gewicht mit 385 Gramm gering ausfällt, für meinen persönlichen Geschmack sogar etwas zu gering. Ich persönlich hätte es begrüßt, wenn anstelle von Kunststoff etwas mehr Metall verbaut worden wäre.
Wenn man die Frontlinse beim Fokusieren betrachtet, so fällt auf, dass das Objektiv wesentlich niedriger gebaut hätte werden können. Ich tippe darauf, dass die Konstruktion so ausgefallen ist, um Streulicht noch besser zu eleminieren. Addiert man die Länge der Gegenlichblende zum vorderen Rand des Tubus bis zur Frontlinse, so müssten die Aufnahmen durchwegs starke Vignettierungen aufweisen. Dem ist aber keinesfalls so, was auf die spezielle Konstruktionsweise/Bauart dieses Objektivs zurückzuführen ist.

Abbildungsleistung:
Das 58/1,4 soll eine Hommage an das seinerzeit legendäre Noct 58/1,2 sein. Letzteres hatte 7 Linsen, das 58/1,4 hat 9 Linsen verbaut, davon 2 Asphärische. Die Abbildungsleistung ist überragend - mit wichtigen Einschränkungen.
Dieses Objektiv hat eine ganz spezielle Charakteristik und ist mitunter speziell für den Low-Available-Light-Bereich optimiert, was sich in einer ausgezeichneten Korrektur des Koma-Fehlers widerspiegelt (Lichtquellen, Lichtpunkte im Randbereich werden tatsächlich punktförmig wiedergegeben und nicht "kometenschweifartig" verzerrt).
Wer sich bei Offenblende exzellente Schärfe bis an den Bildrand erwartet, wird von diesem Objektiv schwerst enttäuscht sein. Zumal sphärische Abberation deutlich in Erscheinung tritt.

Kontrast und Schärfe in der Bildmitte sind gut, doch keinesfalls überragend, der Schärfeabfall zu den Bildrändern ist gewaltig. Hier liefert sogar mein AF-S 50/1,4 geringfügig bessere Ergebnisse.
Warum also soviel Geld für so ein Objektiv zahlen? Ich denke entweder man erliegt dem Charme dieser Optik oder nicht. Für ein "Dazwischen" bleibt meiner Meinung nach zu wenig Platz, weil der Anschaffungspreis für ein Objektiv dieser Brennweite der Masse einfach zu hoch ist.
Für mich faszinierend ist die einerseits gute Abbildungsleistung in der Bildmitte bei Offenblende und ein bis dato einzigartikes Bokeh, ein wunderschöner Schärfen/Unschärfen-Verlauf, den ich mit keinem meiner übrigen Nikkore erreichen kann.

Ich mag die Brennweite um 60 mm (daher entstanden bis dato auch sehr viele meiner Aufnahmen mit dem 60er-Micro), weil der Abbildungsmaßstab (nicht der Bildwinkel!) meinem Empfinden nach der Wahrnehmung des menschlilchen Auges am ehesten entspricht.

Abgeblendet steigt das Auflösungsvermögen deutlich an. Bereits ab Blende 2,8 fällt die Schärfe auch im Randbereich gut aus, wobei die gesamte Abbildungsleistung bis Blende 8,0 deutlich ansteigt und hier eine brachiale Schärfe bis an die Bildränder liefert. Ab Blende 11 setzt die Beugung ein und die Abbildungsleistung nimmt wieder ab.

Die Vignettierung ist bei Offenblende gering und verschwindet durch Abblenden nahezu gänzlich.

Autofokus:
Der Autofokus ist schnell und leise und entspricht dem "Nikon-Durchschnitt".

Mankos aus meiner Sicht:
Gut ... der Preis ist stolz. Viel Geld für viel Plastik. Andererseits ist dieses zweischneidige Thema differenziert zu betrachten. In meiner vollgepackten Fototasche sind neben 2 Gehäusen, 2 Blitzen Minimum 4 Objektive, nebst Akkus für Kameras, Blitze und Filter, Kabel, Speicherkarten, Belichtungsmesser, Colorchecker ...
Hätte jedes Objektiv anstelle von Kunststoff ausschließlich Metall verbaut, wäre das Gesamtgewicht meiner Ausrüstung gleich nochmal um 1,5 bis 2 Kilo schwerer. Von daher bleibt einfach der Wunsch, man müsste für diese Linse etwas weniger bezahlen.

Naheinstellgrenze:
Eine Naheinstellgrenze von 0,58 m finde ich etwas enttäuschen, etwas wenig. Ein paar Zentimeter weniger hätten's schon sein dürfen, zumal dieses Objektiv gerade im Nahbereich zum Spiel mit Schärfe/Unschärfe einlädt.

Resümee:
Das 58er ist rasch zu einer meiner absoluten Lieblingslinsen avanciert. Zugleich fällt der hohe Preis negativ auf, doch letztendlich bin ich mit dem Objektiv so zufrieden, empfinde die Abbildungsleistung und -charakteristik also so gut bzw. schön, dass es von mir dennoch die vollen 5 Sterne gibt.
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26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Leider nicht ganz so gut wie erhofft, 29. März 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Nikon AF-S Nikkor 58mm 1:1,4G (Elektronik)
Ich habe mir dieses Objektiv gekauft, weil ich schon lange eine Normalbrennweite mit möglichst schönem Bokeh (ästhetisch unscharfer Hintergrundverlauft) und Autofokus für meine Nikon D800 haben wollte. In dieser Hinsicht hatte mich das Nikon 50mm 1,4 AF-S G enttäuscht. Schön wäre natürlich auch eine gegenüber dem 50mm 1,4 AF-S verbesserte Schärfeleistung besonders in den Bildecken und bei offener Blende gewesen. Haben sich meine Erwartungen erfüllt?

Zunächst fällt auf, wie groß dieses Objektiv ist. Schaut man von vorne darauf, dann sieht man, dass die eigentlichen Linsen vom Durchmesser doch recht klein und tief im Objektiv versenkt sind. Die gute Nachricht ist also, dass man die Gegenlichtblende getrost zu Hause lassen kann, weil das Objektivgehäuse sozusagen schon seine eigene Gegenlichtblende ist.

Die Geschwindigkeit des Autofokus geht durchaus in Ordnung. Leider nur waren meine ersten Bilder bei offener Blende fast durchgehend unscharf. Tests mit einem Spyder Lenscal haben mich hier auf die richtige Spur gebracht: "Focus Shift" - sprich der Fokuspunkt des Objektivs verschiebt sich beim Abblenden nach hinten. Der Effekt macht bei mir auf 2m Distanz zwischen Blende 1,4 und Blende 2,8 durchaus um die 10cm aus. Das reicht in diesem Blendenbereich völlig aus, um leicht unscharfe Bilder zu bekommen. Was tun? Leider gibt es momentan keine echte Lösung für dieses Problem, denn die Kamera fokussiert bei offener Blende und blendet zur Belichtung ab - nur ist der Fokuspunkt abgeblendet nicht mehr an der gleichen Stelle. Das bedeutet, dass man auch mit genauer Einstellung der Fokusabweichung an der Kamera nicht wirklich weiter kommt, denn die Fokusdifferenz hängt sowohl von der Blende als auch der Motivdistanz ab. Ich habe meine Kamera auf +15 Belichtungsabweichung gestellt und erhalte damit ansprechend scharfe Bilder bei Blende 2-2,8. Unterhalb von Blende 2 sind die Bilder des Nikon 58mm 1,4 AF-S leider ohnehin niemals knackig scharf, aber ausreichend für mittlere Vergrößerungen. Die Bildecken sind leider zwischen Blende 1,4 und 2,8 ebenfalls niemals ganz scharf und bei der Nikon D800 werden sie es bei extrem kritischer Betrachtung in 100% Vergrößerung noch nicht einmal bei Blende 8, was an der merklichen Bildfeldwölbung dieser Optik liegen dürfte.

Wie sieht es nun mit dem Bokeh aus? Das Bokeh ist innerhalb eines Quadrates um den Bildmittelpunkt durchaus auf den ersten Blick sehr ansprechend und definitiv deutlich besser als das des Nikon 50mm 1,4 AF-S. Unscharfe Lichtflecken sind schön rund und gleichmäßig hell. Insgesamt liefert das 58mm 1,4 AF-S vielleicht zusammen mit dem Nikkor Noct das schönste Bokeh aller Nikon Normalbrennweiten.

Warum gilt das aber nur auf den ersten Blick? In den Bildecken wird das Bokeh leider zunehmend unruhig und die Unschärfekreise wandeln sich in "Katzenaugen". Ein weiteres Problem ist der ausgeprägte Farb-Längsfehler. Sprich vor dem Fokuspunkt verschieben sich die Farben in Richtung Magenta und im Hintergrund in Richtung Grün. Man kann diesen Fehler in der Nachbearbeitung (z.B. mit Capture NX2) reduzieren, aber er ist sehr schwer vollständig zu entfernen.

Unterm Strich bekommt man hier also hinsichtlich Bokeh Nikons definitiv beste Normalbrennweite mit Autofokus. Allerdings lässt auch das Bokeh in den Bildecken nach, der "Focus Shift" macht das Fokussieren ungenau und der Farb-Längsfehler schadet dem Bokeh. Trotzdem macht das Fotografieren mit diesem Objektiv viel Spaß. Besonders Personenaufnahmen aus ca. 2-4m im Blendenbereich zwischen 2 und 2,8 sehen mit dieser Optik und ihrem cremigen Bokeh sehr schön aus. Dennoch ist dieses Objektiv aus obigen Gründen meiner Meinung nach nicht der erwartete ganz große Wurf und für seine optische Leistung meiner Meinung nach deutlich zu teuer. Ein Preis um die 1000 Euro wäre meiner Meinung nach realistisch gewesen. Wer zurzeit bessere optische Leistung haben möchte, der muss noch tiefer in die Tasche und zum Zeiss Otus 58mm greifen sowie auf den Autofokus verzichten.
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Nikon AF-S Nikkor 58mm 1:1,4G
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