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TOP 500 REZENSENTam 24. Januar 2014
Die Promotexte von Plattenlabels haben, das ist bekannt, sehr selten einen höheren Gebrauchswert – sieht man von einigen Eckdaten aus der Vita der Künstler ab, läßt sich den marktschreierischen Ergüssen kaum etwas Belastbares entnehmen. Das ist im Falle des vorliegenden, elften Studioalbums von Damien Jurado erfreulich anders, denn kein anderer als Freund und Tourbegleiter Josh Tillman, früher in Diensten der Fleet Foxes und nun unter dem Pseudonym Father John Misty unterwegs, hat den so konfusen wie amüsanten Waschzettel zu “Brothers And Sisters Of The Eternal Son” verfasst. Tillman dürfte als Kollege der kritiklosen Liebedienerei absolut unverdächtig sein, aus seiner Verehrung macht er dennoch keinerlei Hehl und so darf , wer möchte, die Begeisterung für die vorliegende Platte wohl für bare Münze nehmen – und sich vorbehaltlos anschließen.

Einen Folksänger mag man Damien Jurado schon seit längerer Zeit nicht mehr nennen, es sei denn, man fasst das Spektrum des Genres in sehr weiten Grenzen. Der Mann aus Seattle bringt auch auf dem aktuellen Werk eine Vielzahl von Stilen zusammen, zart gezupfte, akustische Saiten klingen hier ebenso an wie elektronisch verfeinerte Sounds, Jurados Stimme kommt sowohl in ihrer natürlichen Färbung als mit dem Vocoder verfremdet zu Gehör. Manches erinnert an die neueren Verästelungen und Ausflüge bei Bill Callahan, gleichwohl geht Jurado den Weg in Sachen Rock noch konsequenter. Das schwerblütige “Jericho Road” ist da neben “Silver Timothy” das beste Beispiel, die Backroundchöre klagen im Hintergrund wie zu den besten Zeiten von Deep Purple und vorn schleppt sich in aller Breite das geballte Instrumentarium durch’s Bild.

Wer das Spacefolk nennen möchte… Allen Stücken gemeinsam, und damit zurück zu Tillman, ist Jurados Vorliebe für die religiöse Verbrämung seiner Texte. Er schafft sich, so der Freund ganz verzückt, seine eigene Weltsicht – denn: “What if the only way to understand a religion is to create your own?” Bei Jurado gerät das alles ziemlich silbern, knapp die Hälfte der Stücke trägt dieses Attribut im Titel, Tillman vermutet die Widerauferstehung eines “freaky space Jesus” dahinter und ist hin und weg. “Damien is out of his goddamn mind”, resümiert er folglich und das klingt keineswegs wie ein Vorwurf. Der Gedanken- und der Klangkosmos des Damien Jurado ist also vielschichtiger denn je und die Möglichkeit, sich in all den verrückten Verschlaufungen zu verlieren erscheint hier durchaus verlockend. Wer den Weg schnell genug wieder herausfindet, kann sich den Mann dann hierzulande auch beizeiten live anschauen. mapambulo:blog
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Damien Jurado? Es gibt immer noch wieder neue Namen, neue Musik zu entdecken! Bis vor ein paar Tagen war mir dieser Sänger und Gitarrist vollkommen unbekannt, obwohl die Ende 1972 in Seattle geborene, irgendwie typisch amerikanische Couch Potao bereits seit seit rund zwanzig Jahren im Musikgeschäft aktiv ist und seither allein ein Dutzend Alben unter seinem eigenem Namen veröffentlicht hat.

Sein Stil wird als 'Singer-Songwriter', 'Indie Folk', 'Psychedelic Folk', 'Folk Rock', gelegentlich auch als 'Americana' bezeichnet, und das ist, bis auf Letzteres, für dieses Album auch alles irgendwie in Ordnung.

Diverse Songs beginnen mit akustischen Gitarren wie Simon and Garfunkel-Nummern, um dann zumeist doch in eine andere Richtung zu gehen. Besonders reizvoll sind neben Pianoklängen die immer wieder verwendeten, schwebenden Tasteninstrumente (Mellotron?), die an die Moody Blues zu Zeiten von TO OUR CHILDREN'S CHILDREN'S CHILDREN von 1969 erinnern. Das akustische "Silver Joy" klingt wie eine Mischung aus "Out and In" (The Moody Blues), den schon erwähnten Simon and Garfunkel bis hin zu aktuellen Bands wie den Fleet Foxes.

Doch da sind auch Namen wie die Beatles ("Suns in Our Minds"), Townes Van Zandt ("Silver Katherine") bis hin zu Deep Purple (!!) im Spiel, wenn Jurado in dem akustischen, vokal verfremdet klingenden "Jericho Road" auf einmal Ian Gillans legendäres 'Uuuh Uuuh Uuuh' aus "Child in Time" zitiert. Und mit dem wunderschönen "Metallic Cloud" erreicht Jurados große Songwriterkunst ihren Höhepunkt.

Die acht Bonustracks wirken wie Demos, man könnte aber auch sagen wie in jedem Sinne 'alternative' Versionen, die manchem Hörer vielleicht sogar lieber sein mögen, während ich eindeutig die liebevoll ausproduzierten Songs des Originalalbums bevorzuge.

Alles in allem: ganz wunderbar!
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am 2. Mai 2016
Sehr schöne Tracks, chillige Hippiemusik, klassisch Independent Singer Somgwriter, melancholisch kraftvoll... hört sich sehr schön beim Autofahren, nimmt einen mit auf die Reise durch weite Landschaften
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am 5. Februar 2016
Sehr schönes, stimmungsvolles Album. Metallic cloud ist mein Lieblingstrack. Warme, unaufdringliche und doch sehr besondere Indie-Musik. Schade nur, dass die CD-Hülle aus Karton ist.
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am 19. Februar 2014
Ein musikalisches Juwel; erinnert vage an Neil Young und James Taylor. Bleibt aber immer eigenständig und spannend. Berührend faszinerende Musik. Schon jetzt ein Anwerter auf die Singer/Song - Whriter - LP des Jahres!!!
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