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90 von 105 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Meisterwerk
Auch wenn es King nicht so sieht: Stanley Kubricks Shining ist trotz der Verfremdung seines Buchs die bessere Verfilmung dieses Werks und ein (das) Meisterwerk des postmodernen Thriller- und Horrorfilms schlechthin. Die in den neunziger Jahren gedrehte Miniserie "The Shining", bei der Stephen King das Drehbuch schrieb, hält sich sehr genau an das Buch. Wenn man...
Veröffentlicht am 17. März 2007 von Helga Kurz

versus
21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Britische Fassung (deutsche Szene fehlt!)
Meine Wertung (3 Sterne) bezieht sich nur auf die technische Qualität der DVD, nicht auf die künstlerische bzw. inhaltliche.

Fassung: Diese DVD zeigt die von Kubrick für den europäischen Markt autorisierte, 119 Minuten* lange Fassung (US-Fassung: 144 Minuten*). Die Texttafeln (Kapitelbezeichnungen, nicht Untertitel) sind allerdings die...
Veröffentlicht am 9. März 2007 von Robert Roßkopf


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90 von 105 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Meisterwerk, 17. März 2007
Von 
Helga Kurz "Helga Kurz" (Stuttgart) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Shining (DVD)
Auch wenn es King nicht so sieht: Stanley Kubricks Shining ist trotz der Verfremdung seines Buchs die bessere Verfilmung dieses Werks und ein (das) Meisterwerk des postmodernen Thriller- und Horrorfilms schlechthin. Die in den neunziger Jahren gedrehte Miniserie "The Shining", bei der Stephen King das Drehbuch schrieb, hält sich sehr genau an das Buch. Wenn man bedenkt, dass es sich dabei um eine TV-Produktion handelt und nicht um einen Kinofilm, ist der Horror-Dreiteiler nicht schlecht geraten. Kings geliebte "Heckentiere", die Kubrick als albern empfand, kommen dank moderner Computertechnik darin vor, und manche Szenen lassen durchaus die Haare zu Berge stehen. Allerdings ist er wegen der Detailtreue zu Kings Buch etwas zu lange geraten, hat einen ärgerlichen, hollywoodschmusigen Schluss und verblasst gegen Kubricks Shining, das seinen herausragenden Platz in der Filmgeschichte unantastbar eingenommen hat und das Fundament zu Jack Nicholsons herausragenden Ruf als Schauspieler bildet.

Nicht unerwähnt bleiben darf, dass der Erfolg dieses Films auch auf den Einsatz der von Garrett Brown entwickelten "erweiterten Steadycam" zurückzuführen ist. Das ist eine bewegliche Kamera, die sich der Kameramann in einer Art Rucksack vor die Brust schnallt, um möglichst wackelarme Aufnahmen zu erhalten, die den Zuschauer erlauben, sich visuell mit den Protagonisten zu bewegen. Der Betrachter gibt also seinen fixen (sicheren!) Beobachtungsposten auf und begibt sich mit dem Akteur in die Tiefe des Raums. Das hat zur Folge, dass nun auch der Rücken des Zuschauers freigelegt wird und das unangenehme Gefühl entsteht, es könnte etwas hinter einem sein oder an der nächsten Ecke lauern. Etwas, dass man lieber nicht hinter oder vor sich hätte. So sitzen wir mit Danny auf dem quietschenden Dreirad und radeln durch die endlos langen Gänge des Hotels oder hetzen mit ihm durch das Labyrinth. Adrenalin pur! 1978 hat Garrett Brown einen Oskar für diese Technik bekommen, die heute zur Standartausrüstung eines Kameramanns zählt.

Wie hat Stanley Kubrick diesen Film angelegt? Drei Elemente sind wesentlich: Die Natur, die Geschichte (der Gegend und des Hotels) und das Nebeneinander verschiedener Zeiten, Welten und Realitäten.

Zur Natur.

Grandios und bedrohlich. Die Großartigkeit, aber auch Überlegenheit und Gleichgültigkeit der Natur ist von Anfang an präsent. Später wird das Wetter, das wie ein Bann wirkt, als gefährliche Komponente ebenfalls allgegenwärtig sein. Zu Beginn sehen wir aus der Vogelperspektive, wie sich der gelbe Käfer weg vom Pazifik und Hwy 1 immer höher in die Bergwelt schraubt. Es ist ein schöner Herbsttag, Indiansummer, der an der Schneegrenze zurückbleibt. Hier schmiegt sich das Overlook Hotel an einem leicht von Schnee bestäubten, baumlosen Bergrücken. Der Winter ist noch weit entfernt und nur die Musik wirkt in dieser zauberhaften Bergwelt bedrohlich. Noch einmal findet das Auto den Weg zurück ins Tal, um die Familie des Schriftstellers Torrance abzuholen. Sie werden den langen, schneereichen Winter, abgeschnitten von der Zivilisation, im Hotel verbringen, um es zu hüten und vor Frostschäden zu schützen. (Das Overlook gibt es wirklich. Es ist ein 3-Sterne-Hotel in Oregon namens Timberline Lodge, ein architektonisches Meisterwerk aus Holz und nationales Wahrzeichen; aber auch eine Art XXL-Skihütte an der Südwand des ca. 3400 m hohen, weithin sichtbaren Mount Hood. Das Hotel liegt ziemlich entlegen, obwohl es nur ca. 150 km von der Pazifikküste entfernt ist und Portland in ca. 2 Fahrstunden erreicht werden kann - vorausgesetzt es liegt kein Schnee! Wenn man der sich in die Höhe windenden Straße eine kleine Ewigkeit folgt, hat man irgendwann in 1800 m Höhe ein Stück Filmgeschichte vor sich: Die Silhouette des Hotels aus Shining. Das Zimmer 237 gibt es allerdings nicht und auch der bis zur Bösartigkeit höfliche englische Service fehlt. Die Innenaufnahmen entstanden auch nicht hier, sondern in einem englischen Studio.)

Zur Geschichte.

Die Besiedelung des Westens der Vereinigten Staaten kennt viele grausame Stories. Eine davon ist die der historisch verbürgten 'Donner-Gruppe', die Jack Nicholson bei der Fahrt zum Overlook erwähnt. Beim Treck nach Westen warfen die Überlebenden der Siedlergruppe alle zivilisatorischen Werte über Bord und wurden zu Kannibalen. Das Hotel selbst steht auf einem heiligen Ort der Indianer und musste während des Baus mehrfach gegen Indianerangriffe verteidigt werden. Es steht für die gewaltsame Landnahme und die Ausrottung der Ureinwohner. Im Film sind etliche indianische Motive zu sehen: im Dekor, in den Teppichen, selbst im labyrinthischen Teppichboden mit seinen psychedelischen Knallfarben der 1970er Jahre. Das Labyrinth selbst ist in der indianischen Kultur ein Weltall- Schöpfungs- und Unendlichkeitssymbol. Auch die hippieartige Kleidung Wendy's hat indianische Anklänge. Es gibt in der Vorratskammer eine herabfallende Kiste mit der Aufschrift "Indian Head" und am Schluss rettet sich Danny durch einen Indianertrick: Er geht rückwärts in den eigenen Fußstapfen. Das Hotel selbst hat ebenfalls eine lange, gewalttätige Geschichte. Hier sind Morde und Selbstmorde begangen worden. Das Haus ist nach den Regeln des Horrorfilms böse und will den drei von der Außenwelt abgeschlossenen Menschen böses. Der kleine Danny mit seinem "Zweiten Gesicht" spürt das von Anfang an. Er hat dadurch immer einen Wissensvorsprung und weiß, dass sein Vater das schwächste Glied der Kette ist und so als Instrument des Hotels zur tödlichen Bedrohung wird.

Das Nebeneinander verschiedener Welten, Zeiten und Realitäten

Danny lebt in einer eigenen Welt, in der es "Tony" und Visionen gibt. Ist das Gegenwart, Vergangenheit oder gar die Zukunft, die er sieht? Wendy steht für Realität, Normalität und Gegenwart, die zu zerbrechen droht. Der labile Jack mutiert zum blutrünstigen Monster; das Hotel ergreift Besitz von ihm. Die Bilder an der Wand gaukeln vor, dass Jack schon immer und zu allen Zeiten hierher gehört hat. Die Normalität entgleitet ihm: "'All work and no play makes Jack a dull boy."' Die Außenwelt wird durch den Koch des Hotels verkörpert, der aus einem in diesem Film völlig surreal wirkenden Florida aufbricht, um Danny zu retten. Er nimmt eine beschwerliche Anreise auf sich, um sofort bei Ankunft - vernichtet zu werden. Da ist dann wieder das Grauen: In einem ordentlichen amerikanischen Film kommt die "Kavallerie" immer rechtzeitig und rettet die "Guten". Hier nicht. Immerhin aber liefert er das überlebensnotwendige Schneemobil.

Viele Szenen im Film sind gespiegelt und die rote Farbe zieht sich wie der berühmte Faden durch den Film. Der in rot/weiß gehaltene Waschraum, in dem das Hotel in der Gestalt des Mörders Grady' Jack ermuntert, seine Familie zu ermorden, erscheint unwirklich und ist in keiner Zeit verankert. Als Leit- und Schlüsselmotiv wird das Labyrinth(metapher) benutzt. Der Irrgarten steht zwar für Chaos, folgt jedoch logischen Gesetzen. Hier findet der Film sein (gutes?) Ende und lässt das Grauen zu Eis erstarren. Das Hotel bleibt zurück, erfüllt von einer unwirklichen Leere, festlicher Tanzmusik und der Schwarzweiß-Fotografie vom 4. Juli 1921. Sie zeigt einen jungen, strahlenden und hoffnungsfrohen Jack im Smoking, inmitten von illustren Ballgästen des Overlooks.

Shining will Angst erzeugen. Keine Frage. In dem Film werden jedoch viele andere interessante Themen aufgegriffen, allerdings ohne eine Vertiefung zu erfahren. Die handelnden Figuren sind treffend gezeichnet und agieren gut, wirken aber dennoch wie Schachfiguren, die von einem unsichtbaren Spieler bewegt werden. Der Horror findet fast immer in gut ausgeleuchteten Räumen statt. Bei den wenigen Nachtszenen kommt das Grauen nicht aus dem Dunkel, sondern stets aus der Situation, in der sich die Akteure befinden. Jack Nicholson spielt hier die Rolle seines Lebens. Seine Mimik, besonders sein Haifischgrinsen, das zu seinem Markenzeichen werden sollte, ist uneingeschränkt sehenswert. Das einzige Manko des Films ist vielleicht, dass er seiner Figur von Anfang an zu sehr einen Anstrich von Wahnsinn gibt. Eine zunächst liebevolle oder auch nur normale Beziehung zu seiner Frau und seinem Kind ist kaum erkennbar. Mit diesem Mann möchte man nicht monatelang in einem riesigen Hotel allein und auf sich gestellt sein. Das ist sofort klar. Eine Bedrohung von einem zunächst sehr vertrauten, liebevollen Menschen hätte den Horror noch vertieft. Ansonsten gilt: Chapeau Mr. Kubrick!

Helga Kurz
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Britische Fassung (deutsche Szene fehlt!), 9. März 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Shining (DVD)
Meine Wertung (3 Sterne) bezieht sich nur auf die technische Qualität der DVD, nicht auf die künstlerische bzw. inhaltliche.

Fassung: Diese DVD zeigt die von Kubrick für den europäischen Markt autorisierte, 119 Minuten* lange Fassung (US-Fassung: 144 Minuten*). Die Texttafeln (Kapitelbezeichnungen, nicht Untertitel) sind allerdings die englischen; auch die Szene in welcher Wendy Jacks Schreibarbeiten besieht, enthält seltsamerweise die englische Fassung, obgleich Kubrick eigens eine deutsche, eine spanische, eine italienische und eine französische Fassung gedreht hat.

* bei 24 fps.

Ton (Englisch): sauber, gute Höhen, kaum Rauschen oder Artefakte.

Ton (Deutsch): die Musik ist etwas dumpfer als auf der engl. Tonspur, sonst gut.

Untertitel (deutsch): dummer Fehler gleich zu Anfang: Aus dem gesprochenen (im Deutschen und Engleischen gleichen) Namen "Delbert Grady" wird im Untertiteltext "Charles Grady". Später im Film stimmts dann.

Bildqualität: recht gut, könnte wohl etwas schärfer sein, ist aber sehr stabil (kein Verrutschen) und klar.

Bildformat: 4:3. Kubrick verfügte dogmatisch, daß alle Ausgaben für den heimischen Bedarf dem Medium angepaßt sind. Zur Zeit dieses seines Entschlusses zeichnete sich der Wandel hin zu 16:9 zwar bereits ab, doch Kubrick hielt andere Formate offenbar für undenkbar. Ich konnte bis heute nicht herausbekommen, ob dieser Film in seiner 4:3-Fassung nun Open Matte ist oder nur einen 4:3-Ausschnitt zeigt. In "Stanley Kubrick" von Thomas Allen Nelson steht zu den techn. Angaben, daß der Film auf 35 mm (1:1,66) gedreht worden sei.

Extras: Das beste Backstage-material das ich je zu einem Film gesehen habe. Es zeigt Situationen am Set, die sonst üblicherweise zensiert werden: Kubrick schimpft mit Shelley Duvall, Nicholson tapst ungepflegt am Set umher... tolle, authentische Einblicke!
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59 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gekürzte Fassung, 18. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Shining (DVD)
Man muss immer wieder darauf hinweisen, dass es sich bei dieser DVD um die europäische Version handelt, die gegenüber der amerikanischen (146 min.) um eine halbe Stunde gekürzt ist. Zwar wird gesagt, dass diese Version ebenfalls von Kubrik autorisiert ist, jedoch ist die längere meines Erachtens wesentlich besser, da die Handlung in sich stimmiger ist.

Beispielsweise sagt Ullman am Anfang etwas über das Labyrinth, man sieht Danny beim Arzt, Ullman zeigt den Torrances den "Golden Saal" usw. Diese Sachen und einige mehr fehlen in dieser Fassung, weshalb ich sie nicht empfehlen kann.

"The Shining" selbst ist ein interessanter Film (kein Horrorfilm im eigentlichen Sinne), mit einer erinnerungswürdigen Vorstellung von Jack Nicholson.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Horrorfilm oder Psycho-Thriller?, 13. November 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Shining (DVD)
Was macht diesen Film so genial? Meiner Meinung nach sind es die beiden Sichtweisen, mit denen man an die Ereignisse im Overlook-Hotel herangehen kann. Schriftsteller Jack Torrance (Jack Nicholson) lebt als Hausmeister mit seiner Frau und seinem hochbegabten Sohn ueber Winter in einem verlassenen Hotel - eingeschneit und abgeschottet von der Aussenwelt. Doch die Einsamkeit und die grausame Vergangenheit des Hotels holen ihn schon bald ein, und er beginnt, wahnsinnig zu werden. Bald glaubt Jack, es sei seine Aufgabe, seine Familie zu toeten. Doch sind die Geschehnisse im Hotel nun Realitaet oder ist alles nur eine schizophrene Wahnvorstellung? Fast bis zum Ende des Films bleibt diese Frage unbeantwortet - im Gegensatz zum Originalroman von Stephen King, der eindeutig fiktional ist. Genau das jedoch macht Shining zu einem meiner Lieblingsfilme, auch wenn er in den letzten Minuten ein paar kleine Schwaechen hat. So genial (wie zum Beispiel in der Badezimmer-Szene mit Dalbert Grady) wurden Wahnvorstellungen selten in Szene gesetzt - natuerlich ein Verdienst des genialen Jack Nicholson. Wer verstoerende Horrorvisionen mag, sollte auf jeden Fall zugreifen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Horrorfilm mit Hirn !, 23. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Shining (DVD)
Obwohl der Film letzte Woche im Fernsehen auf Kabel 1 gezeigt wurde, jedoch so spät, dass ich dies mit der Schulpflicht nicht vereinbaren konnte, beschloss ich mir den Film zu kaufen, anstatt die aufgenommene Version am Wochenende nachzuschauen.

Und das mit recht ! Schon die ersten Minuten des Filmes beeindrucken den Zuschauer mit imposanten Luftaufnahmen der Rocky Mountains, die im Hintergrund mit unheilsvoller Musik untermalt werden.

Exzellenter Soundtrack, kann man da nur sagen !

Manche werden sagen , dass der Film langweilig ist, da außer der einen szene, bei der jack dem Koch die Axt in den Bauch schlägt, keine weiteren Gewaltszenen vorkommen.

Dies ist jedoch auf die immer brutaler werdenden Horrorfilme zurückzuführen, die neben den beschriebenen völlig übertriebenen Gewaltmomenten, bei denen Blut im Übermaß fließt, keine nennenswerte story besitzen.

Ganz anders bei diesem Film, die Story ist schlichtweg genial und der Schauspieler Jack Nicholson verkörpert den irren Jack Torrance, wie kein zweiter.

Sehr empfehlenswerter Film, für alle, die Horror vom Feinsten ( von Stanley Kubrick ) haben wollen.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen R E D R U M, 30. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Shining (DVD)
Mit drei Filmen in einem Zeitraum von über zwanzig Jahren war Stanley Kubrick nicht unbedingt das was man ein Arbeitstier nennt, aber dafür macht er auch keine Filme die man als gewöhnlich bezeichnen kann. Mit Shining" verfilmte er 1980 einen Roman von Kultautor Stephen King und erntete dafür vom diesem keine Lobeshymnen, da King mit Kubricks Verfilmung nie einverstanden war. Deshalb entstand auch in den Neunziger Jahren eine weitere Filmversion des Bestsellers nach einem Drehbuch von Stephen King selbst. Diese zweiteilige Verfilmung kann es in meinen Augen aber nicht annähernd mit der Version von Kubrick aufnehemen, da diese auch heute nach knapp 25 Jahren noch zu den besten Horrorfilmen aller Zeiten gehört. Sicher hält sich die Neuverfilmung mehr ans die literarische Vorlage aber leider ist sich auch langatmig und spannungsarm.

Kubricks Filme verstehen es wie kaum ein anderer Streifen in das Bewusstsein der Öffentlichkeit vorzudringen und mit Shining" von 1980 ist klar ersichtlich das dieser bildgewordene Alptraum mehr Resonanz hervorgerufen hat als die literarische Vorlage von Stephen King. Jack Nicholsons Auftritt als Jack Torrance als er sich den Weg durch die zerschlagene Tür bahnt und brüllt Hier ist Johnny" stellt einen der bemerkenswertesten Höhepunkte des Horrorkinos dar. Im Gegensatz dazu wirkt die Verfilmung von 1997 sehr blass und kann auch nicht ansatzweise mit dem Orginal Schritt halten.

Jack Torrance (Jack Nicholson) macht sich mit seiner Frau (Shelley Duvall) und seinem Sohn Danny (Danny Lloyd) auf den Weg ins abgelegene Overlook Hotel wo er zwischen den Saisonzeiten als Hausmeister arbeiten will. Jack erleidet einen psychologischen Niederschlag welcher aber nicht auf die Einsamkeit zurückzuführen ist sondern vielmehr mit der gewalterfüllten Vergangenheit des Hotels. Einzig allein der kleine Danny erkennt mit seiner hellseherischen Fähigkeit namens Shining" das sein Vater dem psychischen Verfall immer näher kommt.

Stanley Kubrick verzichtet bewusst auf billige Schockeffekte der 80-er-Jahre-Horrorfilme und entscheidet sich stattdessen für eine Psychostudie des geistigen Verfalls. Shining" ist einer der ersten Filme in dem eine Steadycam eingesetzt wurde welche uns die Fahrten von Danny auf dessen Roller umso faszinierender machen. Der Film nimmt den Zuschauer mit in die tiefsten Alpträume der menschlichen Seele und mit fortschreitender Dauer wird das flaue Gefühl in der Magengegend immer stärker.
Der Regisseur beweist hier wie schon John Carpenter mit seinem Klassiker Halloween" das man für den blanken Horror keine hirnlosen Splatterszenen braucht und schuf mit Shining" einen Klassiker des Horrorgenres der bis heute unerreicht bleibt. Mit seiner akribischen Arbeitsweise (manche Szenen mussten beim drehen bis zu 80 mal wiederholt werden) schuf Kubrick einen Film der das spannendste Bedrohungsszenario der Filmgeschichte von der ersten Minute an entfaltet. Jack Nicholsons Darstellung des Besessenen Jack Torrance ist genauso genial wie furchteinflössend und lehrt dem Zuschauer das Fürchten. Bei der erstklassigen Besetzung sollte man natürlich eine der Hauptpersonen, das Overlook Hotel selbst, nicht vergessen, den auch die erstklassig gewählten Kulissen tragen bei Shining" zum gelingen dieses Klassikers bei.

Nun gibt es nach der ersten Auflage in der Kubrick Collection und der Special Edition von 2007 eine weitere Auflage dieses Horrorklassikers.
Diese entspicht der ersten DVD aus der Special Edition und bietet somit nichts neues.

Wie hier schon zu lesen war ist das Bild leider wirklich beschnitten und aus dem urspüngliche 4:3 Vollbild wurde eine abgeschnittene 16:9 Fassung.

Das auf der DVD wie hier viele bemängeln nur die europäische Fassung enthalten ist, finde ich vollkommen o.k, den diese Version war von Kubrick so geplant und es war allein seine Entscheidung. Ich kenne die längere Fassung mit 144 min und muss sagen das diese zwar ein paar interessante Szenen enthält aber ingesamt die schwächere Version ist. So gibt es in der Langfassung eine Szene wo Wendy in einem Raum Skelette findet die dort sitzen. Genau diese Szene hat eigentlich nichts vom subtilen Horror den wir an Shining lieben.

Sicher wäre es ein schönes Bonbon gewesen die Langfassung draufzupacken, aber das ist nicht so tragisch.
Wer also kein großes Interesse an Bonusmaterial hat der kann bei seiner Erstauflage bleiben den diese Special Edition ist zwar ordentlich aber noch lange nicht perfekt.
Trotzdem hoffe ich nun bei einer weiteren Auflage auch einmal auf die US-Fassung den das wäre wie gesagt für viele mal recht interessant.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kubricks Version von Stephen Kings Shining! Ein Klassiker!, 7. Februar 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Shining (DVD)
Vorab:

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Auch wenn diese Filmadaption dem Autor des Originalbuches nicht zusagte, so ist es doch ein eindrucksvolles Filmdokument, das dem Zuschauer die handwerkliche Raffinesse von Kubrick und Nicholson vor Augen führt. Die Korrekturen zum Originalbuch von Stephen King bewegen sich meiner Meinung nach nur im kosmetischen Bereich. Alles in Allem ein gelungener Horrorfilm für die breiten Massen, auf einem homogenen Niveau was Drehbuch, Schauspieler und Regisseur anbelangt.

Zur Story:

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Das pittoreske Overlook-Hotel ist hoch in den Bergen von Colorado gelegen und wird wie jedes Jahr den Winter über geschlossen, da die klimatischen Bedingungen und die enormen Schneefälle einen Betrieb nahezu unmöglich machen. Nur der für die Betreuung des Gebäudes als Hausmeister engagierte, mäßig erfolgreiche Schriftsteller Jack Torrance (Jack Nicholson in seiner Paraderolle als neurotischer Bösewicht) und seine Familie bleiben (gespielt von Shelly Duvall und Danny Lloyd) in dem Hotel zurück, eingeschneit und abgeschlossen von der Außenwelt. Jack erhofft sich von der völligen Isolation eine Beflügelung seiner kreativen Kräfte und ahnt daher nicht, was es mit dem Hotel auf sich haben könnte. Auch die Warnungen des Direktors, schlägt er unüberlegt aus, da er sich von der Anstellung mehr zu erhoffen scheint, als diese letztendlich wirklich zu bieten scheint. Die nötige Ruhe jedenfalls, die für sein literarisches Schaffen nötig gewesen wäre, findet Jack nicht dort oben in den Bergen. Etwas anderes lauert dort schon seit Langem auf einsame, labile Charaktere.

Zu Beginn des Filmes legt ein Dialog zwischen Torrances Sohn und einem Hotelangestellten (Dick Halloran, gespielt von Scattman Crothers, bekannt aus Einer flog über das Kuckucksnest) nahe, dass Jack Torrances Sohn übersinnlich begabt ist. Der besagte Hotelangestellte hat nämlich dieselben mentalen Kräfte wie Danny. Bereits in dieser Passage wird in der deutschen Version vom Shining gesprochen. Das Shining ist eine Kraft, die es der jeweiligen Person erlaubt, Dinge vorherzusehen, die erst in der Zukunft passieren werden oder schon längst passiert sind. Außerdem ist es eine Art intuitive Gabe, die es einem erlaubt, mit gleichartigen Leuten über große Entfernungen hinweg zu kommunizieren. Dick deutet Danny an, dass das Hotel ein böser Ort sei und er bestimmte Bereiche des Hauses meiden solle. Tatsächlich befindet sich das Hotel in der Filmversion auf einem Indianerfriedhof und einige Jahre zuvor brachte der damalige Hausmeister des Hotels im Wahn seine beiden Töchter, seine Frau und sich selbst um. Sie waren damals in derselben Situation wie Jack und seine Familie.

Angetrieben von zunehmenden Halluzinationen und Angstträumen verfällt auch Jack Torrance dem Wahnsinn und attackiert schließlich seine Frau Wendy und seinen Sohn Danny.

Mehr sollte von der Story auf keinen Fall verraten werden, da ich dem Zuschauer weder zuviel vorweg nehmen, noch meine selektive Sicht der Dinge suggerieren möchte.

Die Story entspricht leider nicht zu 100% dem Buch von Stephen King. Kubricks Version ist vielmehr eine Adaption, als eine regelgerechte und schlichte Verfilmung. Künstlerische Stilelemente kommen daher mehr zum Ausdruck und gehen zulasten manch einer Begebenheit im Buch. Der kurzatmige episodenhafte Stil des Buches ist jedoch beibehalten, genauso die Konstellation aller Protagonisten zueinander. Das Buch 1 zu 1 zu verfilmen wäre bei einer Kinoversion ohnehin wegen der zeitlichen Dimensionen nicht möglich gewesen. Wem diese adaptierte Version nicht gefällt, der kann auf die von Stephen King eigens produzierte Fassung zurückgreifen, die auch sehr gelungen ist, wie ich finde.

Zur DVD:

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Neben dem Hauptfilm enthält die DVD ein originelles Making Of, das von Kubricks Frau gedreht wurde. Dort werden die Protagonisten und ihre realen Darsteller nochmals näher erklärt und man gewinnt einen bescheidenen Einblick in Kubricks schaffen. Auf jeden Fall nicht schlecht.

Fazit:

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Einer der ersten Horrorfilme, die sich wirklich auch bei Leuten etablieren konnten, die nicht so eng mit dem Genre vertraut waren. Eindrucksvolle Bilder, glaubhafte Charaktere und eine tolles Drehbuch geben dem Werk sicherlich den letzten Schliff. Außerdem erlebt man hier Jack Nicholson auf dem Zenit seiner schauspielerischen Kariere. Absolute Kaufempfehlung - definitiv eine der wenigen DVDs deren Besitz sich wirklich lohnt.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Geniestreich von Stanley Kubrick, 30. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Shining (DVD)
Shining ist wirklich einer der besten Filme im Horror-Genre. Jack Nicholson spielt den Jack Torrance einfach so wirklichkeitsnah wie es wohl kein anderer geschafft hätte.
Wenn man die DVD einlegt, dann kommt man sofort ins Hauptmenü, wo das Bild des durch die Tür brechenden Jack Torrance zu sehen ist. Der Film beginnt mit Aufnahmen der Landschaft, den Rocky Mountains, in denen das Overlook-Hotel liegt. Dazu die erstklassige Musik und man hat schon ein leicht mulmiges Gefühl in der Magengegend und kann erahnen, was für ein Meisterwerk sich in den folgenden knappen 2 Stunden auf dem Bildschirm abspielen wird.
Jack Torrance nimmt über den Winter die Stelle als Hausmeister in besagtem Hotel an. Er nimmt seine Frau (die etwas gewöhnungsbedürftig aussieht) und seinen Sohn mit. Sein Sohn hat das sogenannte „Shining". Das ist die Vorsehungsgabe, die sich bei ihm in einem imaginären Freund ausdrückt, der ihm die verschiedenen Visionen erleben lässt. Dies drückt sich mitunter auch in epilepsieartigen Anfällen aus. In den ersten paar Tagen scheint noch alles gut zu laufen und Jack widmet sich seiner Arbeit als Schriftsteller, doch die Einsamkeit und die schreckliche Vergangenheit des Hotels machen ihm nach und nach zu schaffen. Er wird apathisch und wenn seine Frau ihn bei seiner Arbeit stört hat er Wutausbrüche, die nicht nur die Frau verschrecken, sondern auch den Zuschauer. In der Zwischenzeit fährt der kleine Danny mit seinem Dreirad durch die Gänge des Hotels und hat des öfteren Visionen. Diese kündigen sich immer mit einen Schnitt auf das Gesicht des Jungen und nervenaufreibender Musik an. Man weiß also immer ganz genau, wann etwas passiert und ist dann schon aufs äußerste gespannt. Und wenn dann eine weitere Vision zu sehen ist, ist man außerordentlich schockiert und man wird vom Entsetzen gepackt. Jack wird immer teilnahmsloser und sitzt die meiste Zeit in seinem Zimmer. Wenn man ihn sieht, kann man sich richtig vorstellen, was in seinem mittlerweile kranken Gehirn vor sich geht und was er wohl vorhat. Als Jack dann völlig von der Macht des Hotels ergriffen wurde, nimmt er eine Axt und versucht, seine Familie umzubringen. Dies wiederum bemerkt der Sohn durch sein „Shining" und läuft wie in Trance im Schlafzimmer der Eltern umher und schreibt mit Lippenstift REDRUM an die Badezimmertür. Mutter und Sohn verstecken sich im Badezimmer und der Junge flüchtet durchs Fenster ins Freie. Der Vater kommt hinterher und es erfolgt ein nervenaufreibender Showdown im Irrgarten.
Dies ist wirklich ein Horrorfilm der Extraklasse und ob sich Kubrick nun exakt an Stephen King's Buch gehalten hat, ist wirklich nicht von Bedeutung. Er hat einen wirklich herausragenden Schocker geschaffen, der einem wirklich das Blut in den Adern gefrieren lässt. Die Ton und Bildqualität der DVD sind auch nicht zu bemängeln. Top-Qualität! Wer Horrorfilme mag und diesen noch nicht gesehen hat, der hat auf jeden Fall etwas verpasst.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial!!!, 22. Januar 2004
Von 
Michael Niehr (Krefeld, NRW Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Shining (DVD)
Einer der besten Horrorfilme überhaupt ist mit Sicherheit Stanley Kubricks Shining. Die spannungsgeladene Musik und die surrealen Erscheinungen erwecken ein Gefühl wie in einem bizarren Alptraum. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem auch die Frau und das Kind des amoklaufenden Jack Torrance die Geister des Overlooks sehen, weiß man nicht einmal, ob die Geister wirklich existieren oder nur Wahnvorstellungen sind. Gerade diese Komponente macht den Film um einiges realer - aufgrund von Einsamkeit und Isolation durchzudrehen, ist schließlich nicht fiktiv. Störend nur, dass sich nicht so genau an das Buch gehalten wurde - so bleibt die Hintergrundgeschichte des Overlooks und seiner geister unbeantwortet - was manche der seltsamen Ereignisse in diesem Film jedoch nur noch bizarrer und surrealer macht - vielleicht sogar absichtlich? An manchen Stellen stören die Abweichungen für echte King-Fans aber doch. Das beste Beispiel: Der Koch Dick Hallorann. Im Buch eine nicht unwichtige Rolle, erklärt er Danny hier nur kurz etwas über das Shining, fliegt nach Florida, nimmt allles auf sich um zum Hotel zurückzukehren und Danny zu retten, nur um nach zehn Metern getötet zu werden ohne die Story voranzubringen. Für alle, die genau diese Faktoren stören, gibt es eine Shining-Verfilmung von 1997 auch auf DVD zu kaufen. Stephen King hat hier selbst Drehbuch geschrieben, dem Buch viel genauer folgend. Dennoch lässt Kubricks Film mehr Spannung und Atmosphäre aufkommen. Echten Fans empfehle ich auf jeden Fall BEIDE VERSIONEN!!!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker als völlig neues Erlebnis, 26. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Shining [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich denke zum Film an sich muss man nicht mehr viel sagen. Jack Nicholson als durchgedrehter Autor und vor allem der damals 6 Jahre alte Danny Lloyd als sein Sohn ragen bei diesem Kubrick-Klassiker schauspielerisch heraus.

Das eigentlich interessante an diesem Produkt war für mich aber die bildtechnische Umsetzung der berühmten Fahrten durch die Hotelgänge und der Blutfontänen aus dem Fahrstuhl. Nach dem ich mir die Blu Ray angeschaut habe, bin ich von der Bildtechnik absolut begeistert. Die extrem scharfen Bilder entwickeln einen Sog, der die bekannten DVD-/ TV- Bilder noch deutlich übertrifft.

Als Extras liegen der US-Trailer, ein Making Of und drei sehr informative Dokumentationen zu dem Film bei.

Für Fans von Stanley Kubrick und von Shining kann ich bezüglich dieser Blu Ray eine ganz klare Kaufempfehlung ausstellen, da hier eine deutlich Steigerung im Vergleich zu der DVD vorliegt.
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Shining
Shining von Stanley Kubrick
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