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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderschöner Film über eine Liebe, die durch den Magen geht
Zur Story: Saajan Fernandes (Irrfan Khan) ist Buchhalter und steht kurz vor seiner Pensionierung. Seine Frau starb vor Jahren und sein einziger Lebensinhalt ist seine Arbeit. Er ist verschlossen und sein Leben geht seinen routinierten Gang, bis er eines Tages statt seiner Lunchbox, die er bei einem indischen Restaurant üblicherweise bestellt, die falsche Box...
Vor 7 Monaten von Genie Louis veröffentlicht

versus
5 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Irgendwo zwischen 3 und 4 Sternen
Ganz so begeistert wie meine Vorrezensenten bin ich nicht.

Ein netter Film. Wie schon erwähnt, zum Glück, frei von irgendwelchem Bollywoodkitsch mit sehr echten und sympatischen Hauptdarstellern.

Auch die Story an sich, dass eine verirrte Lunchbox zwei völlig Fremde, noch dazu auf solch "altertümmliche" Weise zueinander führt...
Vor 6 Monaten von Trainer veröffentlicht


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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderschöner Film über eine Liebe, die durch den Magen geht, 21. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Lunchbox (DVD)
Zur Story: Saajan Fernandes (Irrfan Khan) ist Buchhalter und steht kurz vor seiner Pensionierung. Seine Frau starb vor Jahren und sein einziger Lebensinhalt ist seine Arbeit. Er ist verschlossen und sein Leben geht seinen routinierten Gang, bis er eines Tages statt seiner Lunchbox, die er bei einem indischen Restaurant üblicherweise bestellt, die falsche Box erhält. Diese stammt von der Hausfrau Ila (Nimrat Kaur), die eigentlich mit ihren selbstgekochten Köstlichkeiten ihren Ehemann verwöhnen möchte. Sie ist enttäuscht, dass ihr Mann keine erkennbare Reaktion zeigt trotz all ihrer Mühen und neben ihrer kleinen Tochter ist der scheinbar einzige Kontakt zur Welt ihre Nachbarin Ms. Deshpande, die sie immer nur "Auntie" nennt. Als sie die leer gegessene Box, die von Saajan gegessen wurde, zurückerhält und sie herausfindet, dass ihr Mann nicht die Box erhalten hat, beschließt sie, in der nächsten Box einen kleinen Brief mitzuschicken. Damit beginnt erst zögerlich ein Briefwechsel, durch den die beiden einsamen Herzen mehr und mehr über ihre Sorgen und Nöte sprechen. Es entwickelt sich eine Art Freundschaft und irgendwann erkennen die beiden, dass sie mehr verbindet, als nur gutes Essen....

Ich habe mir den Film im Kino angesehen und muss sagen, ich war mir durch den Trailer bereits sicher, dass mir der Film gefallen würde. "The Lunchbox" ist ein schöner, indischer Film fernab vom oft gehassten "Bollywood-Kitsch". Es geht um das alltägliche Indien, keine bombastischen Inszenierungen, sondern um das reale Mumbai. Der Aufbau der Geschichte um den Briefwechsel über die Lunchbox hat etwas sehr romantisches und man fiebert mit den beiden Hauptfiguren mit, ob sie sich nun finden oder nicht. Beide Hauptdarsteller, sowohl Irrfan Khan als auch Nimrat Kaur, spielen einfach klasse und passen gut in ihre Rollen. Zu erwähnen ist auch Nawazuddin Siddiqui als Saajan's Arbeitskollege Shaikh, der scheinbar das genaue Gegenteil von Saajan ist, doch auch bei ihm zeigt sich im Verlauf, dass er Sorgen hat und nicht so unbekümmert ist, wie er wirken mag. Genau das macht "The Lunchbox" zu einem solch starken Film: die langsame Entwicklung der Figuren ohne Klischeehaftigkeit, wie es bei Bollywoodfilmen so oft bemängelt wird und der ruhige Verlauf der Geschichte mit leichtem Humor und der richtigen Dosis Gefühl. Mir persönlich hat der Film so gut gefallen, dass ich ihn auf jeden Fall in meine DVD-Kollektion hinzufügen werde. :-)

Der Film ist für alle empfehlenswert, die einen Film inmitten der indischen Metropole Mumbai sehen wollen. Ein indischer Film, ganz ohne Tanz- und Gesangseinlagen, einzig mit einer für mich schönen Hommage an einen Klassiker der Bollywood Musikgeschichte, nämlich der Song "Saajan". Ich kann ihn uneingeschränkt empfehlen, um in die Welt indischen Soulfoods im Großstadtgetümmel einzutauchen. 5 Sterne!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Lunchbox" ist ein Film fernab von Bollywood und trotzdem beeindruckend und wunderschön, 7. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Lunchbox [Blu-ray] (Blu-ray)
"Lunchbox" ist das Filmdebüt von Ritesh Batra, einem indischen Regisseur. Wer dabei nun an Bollywood mit Shahrukh Khan, Rani Mukherjee oder Aamir Khan denkt, dem sei gesagt, dass ihn in diesem Film kein knallbuntes Spektakel aus Tanz- oder Gesangseinlagen erwarten wird. "Lunchbox" ist ein sehr ruhiger Film, der besonders optisch und kulinarisch, als auch durch die Entwicklung seiner Charaktere zu überzeugen weiß. Zu Beginn hat "Lunchbox" einen ansprechenden Dokucharme, der durch die mit Menschen überfluteten Straßen und Brücken, mit den Dabbawallas auf ihren Fahrrädern und Lastwagen und mit der Information, dass eine Harvardstudie bestätigte, dass die Armee aus mumbasischen Lieferanten mit wenig bis gar keinen Dokumenten das Essen an Tausende und Abertausende Büromitarbeiter nahezu ohne Fehler ausliefert, verstärkt wird. Umso mehr hat es mich dann gefreut, dass die Dabbawallas ausgerechnet bei Ila und Saajan einen Fehler gemacht haben. Denn nur dadurch ist es den beiden möglich, sich einander näher kennenzulernen und mit ihnen zusammen auf die Erkundung ihres inneren Selbst zu gehen.

"Lunchbox" behandelt unterhalb der fragilen Handlung auch einige unangenehme Themen, wie die Vereinsamung in einer Großstadt nach dem Tod des Partners, den Altersunterschied zwischen zwei Liebenden, oder eine bröckelnde Ehe in einer Gesellschaft, in der die Frau darauf angewiesen ist wohlhabend zu heiraten, und in der eine Scheidung sozialer Abstieg bedeutet. Das Ende des Films war für mich und wird es auch für einige andere sein, der Punkt, an dem der Film triumphieren oder scheitern wird. Denn der eine sieht in diesem Ende seine Vorstellungen bestätigt und der andere, mich eingeschlossen, wird sich fragen, warum Batra sich entschieden hat "Lunchbox" so enden zu lassen. Ich möchte nicht sagen, dass mich der Film deshalb komplett enttäuscht hat, denn dafür hat er mich nämlich die restlichen 100 Minuten hervorragend unterhalten. Allerdings habe ich den Blu-Ray-Player eher mit einem bitteren als süßem Nachgeschmack ausgemacht. Dafür kann Batra in seinem Film mit der fantastischen Entwicklung seiner Charaktere punkten. Dies wird besonders bestärkt durch die recht dünne Handlung, da außer dem Dialog in Briefform - in unserer Gesellschaft wohl kaum noch denkbar - und wenigen Szenen aus dem aktuellen Lebensabschnitt von Saajan und Ila nicht wirklich viel passiert. Der Zuschauer verfolgt diese beiden Protagonisten, wie sie versuchen, ihr Dasein umzukrempeln. So erlebt der Zuschauer einen sturen, mürrischen, alten Saajan, der in einem überfüllten Büro ohne Computer, aber dafür riesigen Stapeln von abgenutzten Finanzbüchern, seine letzten Arbeitstage vor dem Ruhestand absolviert. Verbittert von der Einsamkeit stößt er seine Mitmenschen von sich. Doch mit der Zeit merkt er, wie seine innerliche Kälte ihn in seinen Taten und Wünschen blockiert.

Irrfan Khan ist für die Rolle des Saajan die ideale Besetzung. Mit seiner Fähigkeit in seinem Hundeblick und weichen Zügen die Tiefe seiner Gefühle und Traurigkeit darzustellen, präsentiert Khan diesen zerknitterten und sehnsüchtigen Helden perfekt. Es ist einfach seine Persönlichkeit und Ausstrahlung, die mich, wie auch in "Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger", sofort mit ihm sympathisieren und mitfiebern lassen. Darüber hinaus hat sein Charakter einen recht trockenen Humor, was Saajan noch einige Ecken und Kanten verleiht. Ila hingegen ist eine sanftmütige, junge Frau, die bereits mit den ganz kleinen Dingen im Leben zufrieden ist. Daher ist sie auch mit ihrer Existenz in der kleinen Küche im Obergeschoss eines Wohnhauses vermeintlich zufrieden. Doch auch sie während des Schriftverkehrs mit Saajan erkennt, dass sie mehr im Leben erreichen kann als Kinder, Küche und Gebetshaus. Allerdings kann ihr da der fremdgehende Mann oder ihre vom Leben enttäuschte Mutter nicht helfen, allein Ila ist für ihr Schicksal verantwortlich.

Aus dieser Erkenntnis heraus wirkt Nimrat Kaur als Ila weniger umgänglich. Das liegt keinesfalls an ihrer schauspielerischen Leistung, sondern vielmehr daran, dass ihre Rolle von Mal zu Mal melancholischer wird und sie sogar davon träumt, den Freitod zu wählen. Diese Schwermut verblasst aber durch die innere Schönheit von Kaur, welche im weiteren Verlauf von "Lunchbox" die Hoffnung und Romantik aufrechterhält. Die optische Präsentation, vor allem auf kulinarischer Seite, und auch der Ton der Blu-Ray sind den Standards entsprechend. Es gibt keine Bild- und Tonaussetzer, nichts ist zu leise oder zu laut. Einzig der Dokucharme, den ich zu Beginn der Rezension erwähnt habe, will nicht mit dem Rest von "Lunchbox" verschmelzen. Es wirkt manchmal als habe man diese Sequenzen nachträglich reingeschnitten, als dass sie tatsächlich zum Film gehören würden. Grund hierfür dürfte das weniger verschleierte Bildmaterial sein. Nichtsdestotrotz hat Michael Simmons, der Kameramann, sein Bestes gegeben, um die unterschiedlichen Facetten des heutigen Mumbais einzufangen. Dabei entstanden faszinierende Bilder von einer lauten, einer überfüllten, einer schnelllebigem, aber auch schmutzigen Großstadt. Faszinierend ist auch die Ausstattung der Blu-Ray. Neben den obligatorischen Interviews mit Darstellern und Regisseur, dem Kinotrailer und Audiokommentaren, haben die Produzenten von "Lunchbox" der Blu-Ray ein wunderschönes und hochwertiges Booklet beigelegt. Hier kann der Interessierte Rezepte aus dem Film nachschlagen und nachkochen, Information zu den Dabbawallas, sowie die gesellschaftliche, politische und kulturelle Situation in Mumbai nachlesen. Sogar die Namensänderung von Bombay zu Mumbai wird erklärt. Solche kleinen großen Extras machen den Kauf einer Blu-Ray, in diesem Fall "Lunchbox", erst recht attraktiv. So etwas sollte es immer geben.

Fazit:
Ich hätte es nicht für wahr gehalten, aber "Lunchbox" hat mich enorm beeindruckt. Denn Ritesh Batra zeigt, dass es abseits von dem schillerenden und quietschbunten Bollywood auch etwas anderes in der indischen Filmlandschaft gibt, was großes Kino und große Gefühle verspricht. Der Film besitzt eine erstaunliche Tiefe, Wärme, aber auch Bitterkeit, die das alltägliche Leben, vor allem in einer Großstadt wie Mumbai, mit sich bringen kann. "Lunchbox" ist eine feine Geschichte zweier einsamer Seelen, die sich in den Wirren ihres Schicksals zu finden scheinen, einander helfen und den Versuch starten glücklich zu werden. Doch mit dem von Batra gewählten Finale ist "Lunchbox" zwar eine schöne, aber doch recht bittersüße Filmerfahrung, die es auf jeden Fall verdient hat, gesehen zu werden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schicksalhafte Verwechslung, 8. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Lunchbox (DVD)
Hört man die Worte "Indischer Film", denken die meisten sicherlich an grellbunte Bollywood-Streifen mit kitschiger Handlung und zahlreichen Musik- und Tanzeinlagen. Dass es auch ganz anders geht, zeigt Regisseur Ritesh Batra in seinem ersten Film. Er zeichnet ein realistisches Bild der Bewohner von Mumbai, gefangen zwischen Tradition und Moderne und portraitiert das weltweit einmalige Lunch-Liefersystem Mumbais, in dem durch über 5.000 Fahrradfahrer abertausende Angestellte tagtäglich ihr Mittagessen von ihren Ehefrauen oder Restaurants geliefert bekommen. "Lunchbox" ist weniger ein Liebesfilm denn ein leise und realistisch inszeniertes Drama, das sich in 104 Minuten langsam aber beharrlich seinen Weg ins Herz des Zuschauers bahnt.

Ila (Nimrat Kaur) will die erloschene Leidenschaft ihrer Ehe wieder etwas aufpeppen, indem sie ihren Mann mit ganz besonders leckeren Speisen verwöhnt, die ihm täglich durch einen Lieferservice zugestellt werden. Sehr viele Angestellte nehmen den Abhol- und Bringdienst der über 5.000 Fahrradkuriere in Anspruch, die die Mittagessen bei Ehefrauen oder Restaurants abholen und den Ehemännern und Angestellten zustellen. Ila ist eine sehr gute Köchin, wie auch der kurz vor der Pensionierung stehende Buchhalter Saajan (Irrfan Khan, "Life of Pi", "Slumdog Millionär") feststellen kann, bei dem die Lunchbox irrtümlich landet. Als Ila feststellt, dass ihr Mahl an den Falschen gegangen ist, kontaktiert sie Saajan über eine kurze Nachricht, die sie in die nächste Lunchbox steckt. Daraus entspinnt sich schon bald ein regelmäßiger Austausch der beiden einsamen Menschen, der nicht ohne Auswirkungen bleiben soll. Ila vermutet, dass ihr Mann eine Affäre hat und weiß nicht, wie ihr Leben weitergehen soll. Der verwitwete Saajan ist nach dem Tod seiner Frau zum Misanthropen geworden, dessen soziale Kontakte allesamt erloschen sind. Doch durch das gegenseitige Briefeschreiben entwickelt sich eine ungewöhnliche Seelenverwandtschaft zwischen Ila und Saajan, von der beide profitieren. Als Ila Saajan vorschlägt, sich zu treffen, hat das unabsehbare Folgen für das Leben der Beiden…

Die Ausstattung der DVD ist bedauerlicherweise recht dünn: Ton in deutsch und indisch, Untertitel in deutsch. Dazu gibt es einen interessanten Audiokommentar vom Regisseur und seinen beiden Hauptdarstellern (Original mit Untertiteln) und ein Interview mit dem Regisseur in Cannes. Darüber hinaus finden sich lediglich der Trailer des Films sowie eine 7teilige Trailershow auf der Scheibe.

"Lunchbox" ist ein Film, dem man Zeit geben muss. In langen, ruhigen Einstellungen stellt Regisseur Batra seine beiden Protagonisten vor und zeigt, wie sie leben. Ila fristet das typische Hausfrauendasein, sie kocht, wäscht, putzt und kümmert sich um die Erziehung von Tochter Yashvi. Fast täglich kommuniziert sie über das Küchenfenster mit der über ihr wohnenden "Auntie", die ihr in einem Körbchen oft leckere Zutaten von oben herablässt, damit Ila ihren Mann mit ausgefallenen Rezepten verwöhnen kann. Man sieht Ila in vielen alltäglichen Situationen, wodurch Batra es geschickt erreicht, nicht nur die gesellschaftlich vorgegebene, sondern auch die buchstäbliche Gefangenschaft indischer Frauen in Konventionen und lieblosen Ehen zu zeigen. Ila kann ihren Mann nicht verlassen, sie wäre gesellschaftlich erledigt und geächtet, darüber hinaus hat sie kein Einkommen. Visualisiert wird dies auch durch die Enge und Behelfsmäßigkeit der kleinen Wohnung, in der sich Ilas Leben fast ausschließlich abspielt.

Saajan hingegen ist im Laufe der Jahre zu einem wortkargen, verbitterten Misanthropen geworden, der seine Arbeit gewissenhaft verrichtet, darüber hinaus aber verlernt hat, Freude am Leben zu empfinden. Er verweigert den spielenden Nachbarskindern den auf seinem Balkon gelandeten Ball und weigert sich auf subtile Weise auch, seinen jungen Nachfolger Shaikh (Nawazuddin Siddiqui, "Gangs of Wasseypur") vernünftig einzuarbeiten. Abends steht er rauchend auf seinem Balkon und wirft sehnsüchtig-verbitterte Blicke zur Nachbarsfamilie, die allabendlich zum Essen zusammenkommt. Erst durch Ilas wunderbare Gerichte und die Kommunikation mit ihr beginnt Saajan, wieder aktiv an seinem eigenen Leben teilzunehmen und längst fällige Veränderungen vorzunehmen.

Hierfür findet Batra wunderbar aussagekräftige Bilder, die ein realistisches Bild vom Millionenmoloch Mumbai zeichnen. Da braucht es gar kein Übermaß an Dialogen, Batras Bilder sprechen für sich. Die überfüllten Pendlerzüge, die altmodisch anmutenden Büros ohne PCs, die kleinen, schlecht ausgestatteten Wohnungen. Und mittendrin die Dabbawallahs, die Essenskuriere, von denen es mehrere tausend in der Stadt gibt. Nur mit einem Zahlen- und Buchstabencode versehen, transportierten sie tägliche unzählige Lunchboxen zu ihren Empfängern, ohne, dass ihnen dabei jemals ein Fehler unterläuft, und das, obwohl die Boxen mit Fahrrad und Zug transportiert werden und durch verschiedene Hände gehen, bis sie beim Empfänger ankommen. So ist denn der Fehler, den Batra hier als Ausgangsposition für seine Geschichte voraussetzt, das einzig Unrealistische am Film, da den Dabbawallahs nachgewiesenermaßen noch nie ein einziger Fehler beim Ausliefern passiert ist. Batra zeigt Mumbai als laute, überfüllte, moderne, aber auch als traditionsreiche und rückständige Stadt, die zwischen Vergangenheit und Zukunft schwankt und der Masse an Menschen, die zu ihr drängt, kaum noch Herr werden kann. Das geht so weit, dass Saajan nach seinem Tod vermutlich mit einem "Steh"-Grab vorlieb nehmen muss, da kein Platz mehr vorhanden ist, die Toten alle liegend zu begraben. Eine Schmach für ihn, der "schon sein ganzes Leben in Bussen und Zügen" gestanden hat.

"Lunchbox" bewegt sich erfreulicherweise meilenweit entfernt vom gängigen Bollywood-Kitsch. Die ruhig erzählte, oft nur mit knappen Worten und Dialogen ausgestattete Geschichte entfaltet ihren Zauber langsam, aber nachhaltig. Mehr und mehr dringt die Hoffnung auf Veränderung in das Leben von Ila und Saajan ein, die Kommunikation miteinander gibt Beiden Kraft, sich und ihr Leben zu verändern. Wenn man ein bisschen Geduld hat und bereit ist, sich auf diese ungewöhnliche Geschichte einzulassen, wird man mit einem warmherzigen und sehr besonderen Film belohnt, für den Batra ein wunderbares, weil realistisches Ende gefunden hat, das sich erfreulicherweise ebenso wenig an gängige Bolly- oder Hollywood-Happy-End-Konventionen hält. Genauso muss das sein, denn genauso ist das nun mal im "richtigen" Leben.

Somit ist "Lunchbox" ein außergewöhnlicher, erst verschlossener, dann aber emotional immer weiter prosperierender Film über das Leben im heutigen Indien, seinen mühsamen Weg in die Moderne, der immer noch von vielen moralischen und gesellschaftlichen Rückschlägen begleitet wird. Liebe, Selbstverwirklichung, Kommunikation, Vertrauen und Freundschaft sind zentrale Themen des Films, die von den hervorragenden Darstellern überzeugend transportiert werden und dem Regisseur so zu einem oscarnominierten Erstlingswerk verholfen haben, das lange und gerne im Gedächtnis bleibt. Somit gerne fünf von fünf Lunchboxen, deren Irrwege ein wahrer Segen sein können.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lunchbox, 1. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Lunchbox (DVD)
Eigentlich lädt das wunderschöne Wetter heute nicht gerade dazu ein, sich einen Film auf DVD anzusehen. Aber als Lunch Box auf meinem Schreibtisch landete, wurde ich neugierig. Eine indische Tragik-Komödie, die auch noch romantisch sein soll? Nun gut. Ich mag indisches Essen – warum nicht einmal einen Film aus Indien ansehen.

Die Geschichte im Film dreht sich um Ila, deren Ehe gerade ein wenig flau verläuft. Der erste Reiz ist weg, der Alltag hat das Ehepaar eingeholt. Ila versucht nun ihren Mann mit ihren Kochkünsten zu überzeugen. Sie bereitet ihn eine besondere Lunchbox zu, die sie – wie viele andere Frauen auch – per Dabbawallas an ihrem Mann schickt. Allerdings ist der Lieferdienst scheinbar nicht ganz zuverlässig, denn das liebevoll zu bereitete Essen landet nicht bei Ilas Mann, sondern bei den älteren Büroangestellten Saajan. Er ist einsam und reagiert auf die Mitteilungen in der Lunchbox auf nette Art, so dass sich zwischen Ila und Saajan eine tiefe Freundschaft entwickelt. Sie geben sich in der großen, anonymen Stadt den Halt, den sie bisher vermisst haben…

Der Zuschauer bekommt mit Lunchbox einen außergewöhnlichen Film geboten, der den Zuschauer zum Nachdenken anregt. Hier bekommt man keinen Bolllywood-Film geboten, wo die Menschen in bunten Kleidern singend und tanzend über den Bildschirm gleiten. Nein, dieser Film zeigt ein Indien hinter den Kulissen. Die Darsteller machen ihre Sache in meinen Augen sehr gut, alles wirkt authentisch. Wer einen Streifen abseits des Mainstream sehen möchte, sollte hier einmal einen Blick riskieren.
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5.0 von 5 Sternen Wenn das Mittagessen plötzlich zum wichtigsten Ereignis des Tages wird, 7. Juli 2014
Von 
StefanB - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lunchbox [Blu-ray] (Blu-ray)
Kantinen sind in indischen Unternehmen eher unbekannt. Stattdessen wird das Mittagessen den Büroangestellten an den Arbeitsplatz gebracht. Hergestellt werden die Essen in Dabbaküchen oder von der Ehefrau. Dort werden die zumeist mehrteiligen Behälter (Dabbas), in denen sich das Essen befindet, von Dabbawalas abgeholt. Die Dabbas sind mit Nummern, Farben und Buchstaben versehen. Daran ist erkennbar, woher sie stammen und was der Zielort ist. Rund 200.000 Essen werden so täglich in Indien transportiert. Berühmt hierfür ist die Metropole Mumbai (ehemals Bombay), weil dort dieses Transportsystem nahezu fehlerfrei funktioniert. In Mumbai spielt auch der in 2013 produzierte indische Film LUNCHBOX. Zwar spielen die Dabbawalas keine Hauptrolle, doch ist ihre Arbeit ein wichtiger Bestandteil des Films.

Ila ist in ihrer Ehe nicht mehr glücklich, da sie von ihrem Mann vernachlässigt wird. Daher möchte sie ihn mit einem köstlich zubereiteten Mittagessen verwöhnen, um dem tristen Alltag wieder mehr Leben zu geben. Dazu erhält sie auch ein paar Tipps von Auntie, ihrer Nachbarin. Fertig gekocht, verteilt sie das Essen auf mehrere Dabbas. Kurz darauf wird die Box von einem Dabbawala abgeholt.

Saajan ist Witwer. Noch arbeitet er für eine Versicherung, denn in einem Monat wird er in Rente gehen. Er bekommt wie üblich seine Dabbas an seinen Arbeitsplatz gebracht und begibt sich kurze Zeit später in einen Aufenthaltsraum, um das Essen zu sich zu nehmen. Er wundert sich über den angenehmen Geruch. Noch mehr darüber, dass das Essen hervorragend gut schmeckt, denn das ist er von seiner Dabbaküche nicht gewohnt. So isst er alles auf und wird sich später bei den Mitarbeitern der Küche dafür bedanken. Ein ungewohntes Handeln von ihm, denn man kennt ihn nur als mürrischen alten Kauz.

Ila freut sich darüber, dass ihrem Mann das Essen so gut geschmeckt hat, nachdem die Dabbas wieder zu ihr zurückgebracht wurden. Doch kaum ist ihr Mann zu Hause, stellt sich schnell heraus, dass er nicht der Empfänger des Essens war. Dennoch kocht Ila auch man nächsten Tag wieder das Mittagessen für den unbekannten Empfänger und legt einen Brief dazu. Nun erfährt auch Saajan, dass er das sehr gute Essen nicht der Dabbaküche zu verdanken hat. Er antwortet auf den Brief, doch alles andere als höflich. „Das Essen war versalzen.“, ist seine knorrige Antwort auf das zweite Essen von Ila. Und Ila wird sich dafür rächen und gleichzeitig beginnt ein täglicher Briefverkehr zwischen den beiden Protagonisten, in dem sie sich viel aus ihrem Leben erzählen werden und Ratschläge geben. Doch vor allem wird Saajan kulinarisch verwöhnt und kann die Mittagspause kaum noch abwarten...

Die Geschichte wird mit sehr viel Gefühl erzählt, ohne jemals ins Kitschige abzurutschen. In der ersten Hälfte gibt es immer mal wieder etwas zu lachen, doch in der zweiten Hälfte wird man oft nachdenklich, weil einem manches sehr bekannt vorkommt, denn LUNCHBOX ist eine Geschichte, die das Leben schreibt. Nichts ist übertrieben, alles ist nachvollziehbar. Auch die Träume, die Ila und Saajan haben werden. Gerade diese Realität macht die Geschichte aus, die überall auf der Welt spielen kann.

All das gelingt, weil sehr viel Wert auf Details gelegt worden ist. Jede Szene wird perfekt wiedergegeben. Genauso ist alles sehr gut ausgedacht. Dass sich Ila und Saajan mittels Briefe unterhalten, ist in einer Zeit, in der man fast ausschließlich über E-Mails oder Chats kommuniziert, ungewöhnlich, wie auch im Film in einer Szene festgestellt wird. Doch ein Brief ist etwas persönliches und heutzutage etwas Besonderes, auch wenn es immer nur ein paar Zeilen sind.

Die schauspielerische Leistungen von Nimrat Kaur als Ila und Irrfan Khan als Saajan sind mehr als hervorragend. Beide leben ihre Rollen, als würden sie ihr eigenes Leben erzählen. Doch auch die Nebenrollen sind allerbestens besetzt. Hinzu kommt eine ebenso gute Kameraarbeit, die jede Szene perfekt wiedergibt. All das macht LUNCHBOX für den Zuschauer zu einem sehr kurzweiliegen Erlebnis, was selbstverständlich auch dem Drehbuchautor und Regisseur Ritesh Batra zu verdanken ist, der mit LUCHBOX sein Debut feiert.

Abgerundet wird dieses Filmvergnügen durch eine sehr gute Bild- und Tonqualität der Blu-ray. Zumindest der Blu-ray ist ein 22-seitiges Booklet beigefügt, in dem man manches über die Dabbawalas und Mumbai erfährt und das auch drei Rezepte beinhaltet.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Poesie Pur!, 6. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Lunchbox (DVD)
Mochten Sie Daniel Glattauers -Gut gegen Nordwind-? Ich habe dieses Buch geliebt. Sollten sie das ähnlich sehen, dann lege ich ihnen -Lunchbox- ans Herz. Ganz genau dort hin; nirgendwo anders! Nicht, dass Ritesh Batra eine Idee geklaut hätte, die war bei Daniel Glattauer schon nicht mehr neu. Aber wie Batra seine Geschichte in ein poetisch wunderschönes Großstadtmärchen gepackt hat, dass hat mich angerührt und tief bewegt. Mit einem Humor, der wunderbar still und fein ist, einer Melancholie, die aus jeder Szene des Films dringt und einer Besetzung, die den Punkt auf das i setzt. Ganz großes Kino! Ganz viel Gefühl! Traumhaft schön!

Ila(Nimrat Kaur) sucht die Liebe ihres Mannes Rajeev(Nakul Vaid). Doch der Büroangestellte nimmt seine Frau kaum wahr. Ila versucht Rajeev über das Essen, dass jeden Tag von ihrer Wohnung in Rajeevs Büro geliefert wird, mit ihrer Liebe zu erreichen. Sie legt der Lunchbox Zettel bei, in der sie ihrem Mann Nachrichten zukommen lässt. Doch die Lunchbox landet in einem ganz anderen Büro. Dort sitzt der Witwer Saajan(Irrfan Khan). Saajan ist vom Leben enttäuscht, einsam, verbittert und geht jedem Kontakt aus dem Weg. Doch die Zettel in seinem Essen, die beantwortet er. So entspinnt sich ein Briefwechsel zwischen einem älteren, weisen Mann und einer jungen, vom Leben und der Liebe enttäuschten Frau. Wie das zu Ende geht? Glauben sie mir: Das wollen sie gar nicht wissen. Ich würde die Magie aus der Show des Zauberers stehlen, wenn ich darüber ein Wort verlöre. Schauen sie sich das an. Unbedingt!

Das war genau meine Kragenweite. Poetisch, melancholisch, clever getrickt, gut umgesetzt, ohne Fehler. -Lunchbox- vereint die literarischen Fähigkeiten eines Shakespeare und die filmische Umsetzung eines Lasse Hallström. Irrfan Khan und Nimrat Kaur nehmen einen mit; zurück zur ersten Liebe, zu Schmetterlingnen im Bauch und einer Vorfreude auf alles, was noch kommt. Ritesh Batra hat all diese wunderbaren Gefühle in Bilder und Dialoge gepackt. Die sorgen dafür, dass man lacht, weint, mitfühlt, sich sorgt und hofft. Wenn Kino das schafft, dann hat es die höchsten Ansprüche erfüllt. Aus diesem Grund mein ultimativer Rat: Auf jeden Fall anschauen, und: Bitte mehr davon!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lunchbox: Wenn die Liebe durch den Magen geht …, 25. Juni 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Lunchbox (DVD)
Eine 5.000 Mann starke Armee weiß gekleideter Arbeitsbienen, die Dabbawallas, liefern tagaus tagein mit Zügen, Lastwagen und Fahrrädern Henkelmänner aus, die von den zu Hause gebliebenen Frauen für ihre Ehemänner oder von kleinen Garküchen mit Essen gefüllt werden. Rund 200.000 dieser »Dabbas« genannten mehrstöckigen Blechdosen werden täglich gefüllt, geliefert, abgeholt und gereinigt. Obwohl die Auslieferung der Thermosgeräte ohne Computer oder schriftliche Unterlagen erfolgt, gilt es als extrem ausgeschlossen, dass eine der Sendungen versehentlich den falschen Empfänger erreicht.

Dieser Film spielt jedoch genau diese Ausnahmesituation durch: Ila (Nimrat Kaur) möchte ihren Gatten, der sie ignoriert, zurückgewinnen und bereitet ihm verführerische Speisen zu. Doch ausgerechnet ihre Lunchbox wird an Saajan (Irrfan Khan), einen mürrischen Witwer in einem Versicherungsbüro geliefert, der bald in Ruhestand gehen wird. Da die gewünschte Wirkung der Köstlichkeiten ausbleibt, legt Ila dem Henkelmann einen Zettel bei und fragt, ob das Essen geschmeckt habe. Saajan antwortet, und bald entspinnt sich ein zarter Dialog, der in den Wunsch mündet, sich kennen zu lernen und gemeinsam nach Bhutan zu gehen, wo die Rupie noch Wert hat und der Staat statt des Bruttosozialprodukts offiziell das »Bruttosozialglück« anstrebt.

Die Bilderwelt des Films lebt von seinem hohen dokumentarischen Gehalt und zeigt viel über das für unsere Begriffe vollkommen wahnsinnige System der Essenlieferung in Mumbai, einer der bevölkerungsreichsten Städte der Erde. Vor diesem Szenario entwickelt der wundervoll ruhige Film eine sanfte Beziehungsgeschichte zwischen zwei sich völlig fremden Menschen, bei der die Liebe im wahrsten Sinne durch den Magen geht.

Dieser behutsame und poetische Film zeigt, dass indische Cineasten viel mehr können als immer nur »Bollywood«.
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6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen empfehlenswert, 17. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Lunchbox (DVD)
netter, unterhaltsamer film über das in beziehung treten zweier menschen über eine zufällig vertauschte lunchbox. dadurch wandelt sich einerseits ein alter, einsamer griesgram zu einem netten menschen und andererseits erhält eine frustrierte, betrogene ehefrau einen anstoß, aus ihrem alltag auszubrechen und sich zur reise zu ihrem shangri la aufzuraffen. dazu viel unterhaltsames indisches lokalkolorit und gute schauspieler.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Pfiffige Ideen, 4. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Lunchbox [Blu-ray] (Blu-ray)
Der Indie-Hindi-Film mit europäischer Beteiligung basiert auf ein paar pfiffigen Ideen, die gut eine flotte Komödie ergeben hätten. Autor und Regisseur Ritesh Batra walzt die Haupthandlung aber etwas zu breit aus und pflanzt noch zwei Familientragödien als Nebendramen obendrauf.

Irrfan Khan spielt den hüftsteifen Pensionsanwärter recht gut, wenn auch ohne Variation; doch man sieht Khan mittlerweile einfach zu oft. Besser Nimrat Khaur als schlichte Hausfrau, die um ihre Familie kämpft und Nawazuddin Siddiqui als agiler, übereifriger Büromensch. Kamera und Ausstattung bieten Hausmannskost und wenig Abwechslung. Das Sounddesign wurde in Berlin entwickelt, vielleicht klingt der O-Ton deshalb so schlecht.
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5 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Irgendwo zwischen 3 und 4 Sternen, 18. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Lunchbox (DVD)
Ganz so begeistert wie meine Vorrezensenten bin ich nicht.

Ein netter Film. Wie schon erwähnt, zum Glück, frei von irgendwelchem Bollywoodkitsch mit sehr echten und sympatischen Hauptdarstellern.

Auch die Story an sich, dass eine verirrte Lunchbox zwei völlig Fremde, noch dazu auf solch "altertümmliche" Weise zueinander führt ist wirklich
eine originelle Idee.

Warum ich mir aber überlange Sequenzen des Zugtransports dieser Lunchbox ansehen musste weiß ich nicht.

Hätte ich diesen Film als Aufsatz im Deutschunterricht abgegeben hätte mein Prof. wohl darunter vermerkt "Die Handlung plätschert mittelmäßig dahin."

So ging es auch allen anderen die den Film mit mir gesehen haben. "Ja schon nett, aber...."
Die Geschichte hatte viel Schönes und hätte in meinen Augen noch viel mehr hergegeben. Das diese Chance nicht genutzt wurde ist irgendwie schade.

Fazit: für einen gemütlichen Filmabend nicht schlecht. Ev. noch eine 2. DVD mit ein bisschen mehr ""Action"" dazu nehmen u. ev. ein Essen einplanen, denn bei all diesem, durchaus sinnlich in Szene gesetzten, Essen bekommt man Appetit
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Lunchbox von Ritesh Batra
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