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5.0 von 5 Sternen Beziehung mit Absturzpotential…
Markus Werner ist ein 1944 geborener Schweizer Schriftsteller, der nach Germanistik-, Philosophie- und Psychologiestudium stark an Max Frischs Werk geschult seit 1990 als freier Autor in Schaffhausen lebt.

2004 veröffentlichte er diesen sehr lesenswerten Roman über die Begegnung zweier scheinbar grundverschieden über Liebe und Beziehungen...
Vor 1 Monat von Shaun veröffentlicht

versus
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein literarisches Meisterwerk wird entstellt
Diejenigen, denen Markus Werners Bestseller, um dessen Verfilmung es sich hier angeblich handeln soll, noch in guter Erinnerung geblieben ist, werden von diesem reisserischen Machwerk enttäuscht sein.

Zunächst wundert man sich nur darüber, dass das Zusammentreffen der beiden Protagonisten nicht (so harmlos wie im Buch) in einem Hotelrestaurant...
Vor 2 Monaten von Thomas W. Pahn veröffentlicht


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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein literarisches Meisterwerk wird entstellt, 7. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Am Hang (DVD)
Diejenigen, denen Markus Werners Bestseller, um dessen Verfilmung es sich hier angeblich handeln soll, noch in guter Erinnerung geblieben ist, werden von diesem reisserischen Machwerk enttäuscht sein.

Zunächst wundert man sich nur darüber, dass das Zusammentreffen der beiden Protagonisten nicht (so harmlos wie im Buch) in einem Hotelrestaurant stattfindet, sondern an einen Bahnübergang verlegt worden ist. Dort nämlich verhindert der Lebemann Thomas mit drastischem Körpereinsatz den möglichen Selbstmord seines späteren Gesprächspartners Felix.

So beginnt die entstellende Effekthascherei der Drehbuchautoren Klaus Richter und Martin Gypkens, denen es offenbar gelungen sein muss, den eigentlichen Autoren des Buches zu überstimmen. Die Feinheiten aus Werners Werk sind dem vermeintlichen Grundsatz gewichen, dass sich nur Filme mit „richtiger Action“ wirklich verkaufen lassen. Daher verwundert es nicht, dass es später im Film noch zu Handgreiflichkeiten, ja sogar zum Schusswaffengebrauch kommt.

Das Buch von Markus Werner hatte derartiges Drama nicht nötig, um zu einem internationalen Bestseller zu werden. Hier reichte der Antagonismus zweier grundverschiedener Lebensphilosophien völlig aus, um das Buch zu einer spannenden und interessanten Lektüre zu machen. Mehr noch - es machte dem LESER regelrecht Vergnügen zu erleben, wie die beiden Gesprächspartner die intellektuelle Klinge kreuzten, um den Gegenüber von den Vorzügen der jeweiligen Weltanschauung zu überzeugen.

Dieses Vergnügen bleibt dem ZUSCHAUER des Films vorenthalten. Was im Buch noch subtil zwischen den Zeilen stand, wird im Film mit dem sprichwörtlichen Holzhammer verabreicht. Henry Hübchen (ein wirklich talentierter Akteur) wird in seiner Rolle als Felix geradezu verheizt, da sein Charakter zu einem cholerisch-eifersüchtigen Zwerg mutiert, während der Luftikus Thomas im Buch sogar noch dessen menschliche Größe bewundern kann und bisweilen an den Vorteilen seiner eigenen Leichtlebigkeit zu zweifeln beginnt.

Die Geschichte hat im Film die rhetorisch einmaligen Dialoge eingebüsst. Die subtile, unterschwellige Atmosphäre, durch die sich im Buch die Spannung aufbaut, ist im Film komplett verloren gegangen. Dafür ist es Regisseur Markus Imboden gelungen, seine Lebensgefährtin Martine Gedeck in einer Rolle „brillieren“ zu lassen, die im Buch unbesetzt bleibt, respektive sich nur aus den Erzählungen der beiden Gesprächspartner erschliesst. Das allein wäre sicher noch zu verkraften, da die Visualisierung der Frau, um die sich schliesslich alles dreht, im Film noch zu rechtfertigten ist. Doch in dem Augenblick, als Valerie alias Bettina ihrem Mann zum Selbstmord rät, wird deutlich, dass die Filmmacher Werners Werk nicht verstanden haben.

Das Buch endet in einem Zirkelschluss, in dem der Scheidungsanwalt Thomas Clarin seine Gedanken zu der seltsamen Begegnung an besagtem Wochenende niederschreibt. So beginnt und endet die Geschichte mit den Worten „Alles dreht sich. Und alles dreht sich um ihn.“ Gemeint ist damit der unheimliche Fremde („Felix“), der so plötzlich wie er in sein Leben getreten war auch wieder verschwunden ist.

Im Film hingegen wird dieses elegante literarische Stilmittel auf dem Altar kommerzieller Produzenteninteressen geopfert. An dessen Stelle tritt eine Gerichtsszene und schliesslich Felix Abschied von seiner geliebten Valerie/Bettina in einer kahlen Gefängniszelle.

Es stimmt mich traurig, dass die Verfilmung eines literarischen Meisterwerkes, das zur Selbstreflexion anregen sollte, die Protagonisten so verzerrt darstellt. Das Buch und auch das Hörbuch erzählen eine vielschichtige und spannende Geschichte, der Film hingegen bleibt öde und leer.
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5.0 von 5 Sternen Beziehung mit Absturzpotential…, 17. Juli 2014
Von 
Shaun - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Am Hang (DVD)
Markus Werner ist ein 1944 geborener Schweizer Schriftsteller, der nach Germanistik-, Philosophie- und Psychologiestudium stark an Max Frischs Werk geschult seit 1990 als freier Autor in Schaffhausen lebt.

2004 veröffentlichte er diesen sehr lesenswerten Roman über die Begegnung zweier scheinbar grundverschieden über Liebe und Beziehungen denkenden Männer. Der eine mit Namen Loos hat seine Frau verloren, mit der er lange verheiratet war – sie hat ihn verlassen. Aber sie hatte auch noch eine kurze Liaison mit einem anderen Mann, dem kurze Flirts mehr liegen als komplizierte lange Beziehungskisten. Und ausgerechnet dieser mit Namen Clarin trifft auf den gehörnten Gatten, dem Treue so wichtig ist. Interessant bei dem sich entspinnenden Dialog über die je eigenen Erfahrungen der beiden Männer ist nun, dass der Betrogene weiß, wen er vor sich hat, während umgekehrt der Flirter ahnungslos in den Dialog dreier Abende mit dem älteren seltsamen Kauz geht (jede Begegnung entspricht einem Kapitel des Buches). Der Treue haltende ist unglücklich, aber auch der wenig empathische Luftikus und wie eine Biene von „Blüte“ zu „Blüte“ jagende Clarin ist am Ende betroffen, wie denn tatsächlich Menschen verletzt sein können, wenn man ihre Gefühle mit Wort und Tat tritt.

Die Verfilmung des Romans 2013 mit Henri Hübchen, Martina Gedeck und Max Simonischek ist ebenfalls gelungen, erlaubt sich jedoch einen ganz eigenen Schluss, während das Buch von Markus Werner bewusst offen endet. (17.07.14)
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lebensabschnitte, 13. Mai 2014
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Am Hang (DVD)
Auf den Weg ins Tessin hält der Rechtsanwalt Thomas Clarin vor einem Bahnübergang. Dort beobachtet er einen Mann, der sich gefährlich nahe an den Gleisen bewegt und greift vehement ein, weil er einen Selbstmordversuch befürchtete. Der vermeintlich gerettete Felix weist solche Gedanken als absurd zurück.

Etwas später treffen sich Thomas und Felix zufällig in einem Restaurant und kommen ins Gespräch. Felix ist pensionierter Musiklehrer und trauert um seine durch Krankheit verlorene Frau. Der überzeugte Junggeselle Thomas rät ihm sich für neue Beziehungen zu öffnen. Und so kommt Thomas ins Erzählen über eine Frau, die er hier kennen lernte. Die Gespräche der beiden Männer gehen über mehrere Tage. Felix erkennt als erster, das sie beide über die gleiche Frau sprechen.

Die bühnenreife Geschichte wird dialoglastig erzählt und hat einen nicht zufriedenstellenden Schluss. Gespräche und schlüssige Handlungen feilen an den Profilen der Protagonisten und bringen sensible verletzte Charakteren zutage. Überraschende Ereignisse sorgen für Aufmerksamkeit. Gut ausgestattete Szenenbilder bieten einiges fürs Auge und generieren Atmosphäre. Regie und Schauspieler haben die Erzählung wirkungsvoll umgesetzt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen kommt ans Hörbuch nicht ran, 24. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Am Hang (DVD)
Video kommt ans Hörbuch nicht ran , sonst aber gut ansehbar . Der Roman ist besser als die Verfilmung .
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0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Kammerspiel überhaupt, 25. Juni 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Am Hang (DVD)
Ohne die Performance der anderen Schauspieler zu schmälern, Henry Hübchen ist einmalig, wie er diesen total kranken Typen spielt: Ein Mann ohne eigenes Rückgrat.
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Am Hang
Am Hang von Markus Imboden
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