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Kundenrezensionen

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am 15. Juli 2005
Vor ein paar Wochen habe ich diese Platte ein paar Bekannten auf einer Party nachts um halb zwei vorgespielt. Der Erfolg war sensationell: Endlich waren sie wieder hellwach und wollten sofort gehen, aber die Königin der Nacht hat wirklich jeden umgehauen. Man hält es kaum für möglich, dass jemand sich tatsächlich mit so was an die Öffentlichkeit wagt, aber - und das sei zur Ehrenrettung der Dame Foster Jenkins mal deutlich gesagt: Geld verdient hat sie nicht, im Gegenteil: ihre sehr gut besuchten "Konzerte" waren zwar teuer, aber das Geld ging komplett an wohltätige Institutionen, und das entschuldigt in diesem Falle alle Qualen, denen die damaligen Zuhörer und auch die heutigen ausgesetzt sind. Ich jedenfalls kann die Arie der Königin der Nacht nicht bis zu Ende hören, ohne hart an einen Hörsturz zu geraten, und die nachgesetzten Schlußkadenzen erinnern verdächtig an einen pfeifenden alten Wasserkessel, der seine besten Tage weit hinter sich hat. Mein Wellensittich - ein schlechter Musikkenner - hat in diesem Fall recht, wenn er nach drei Takten in ein fürchterliches Geschrei ausbricht, das dem der Sängerin teilweise beeindruckend nahe kommt.
Aber das Grauen hat auch eine zweite Seite: Die Faust-Aufnahmen mit Jenny Williams und Thomas Burns. Und ehrlich: Jenny Williams ist eine reine Wohltat, wenn man das Geheul von Burns erst mal eine Arie lang ertragen hat. Die Schlußszene auf Faust ist so herrlich grauenerregend, dass es selbst hartgesottene Opernfans zu ernstlichen Überlegungen treiben kann, ihr Abo zu kündigen. Also Mutige voran: Foster Jenkins & Co schlagen jedes Kreissägenmassaker um Längen, aber wer es länger als 20 Sekunden durchhält, kann auch viel Spaß haben.
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am 1. April 2005
Dem geneigten Hörer soll nicht der charmante Text im Booklet vorenthalten werden:
Nur ganz wenige Künstler haben jemals ihrem Publikum einen so uneingeschränkten Genuß bereitet wie F. Foster Jenkins, aber trotzdem war diese außergewöhnliche Sopranistin auch klug genug, ihre Stimme zu einem relativ seltenen Erlebnis zu machen.
Sie weigerte sich entschieden, öfter als einmal jährlich in New York aufzutreten, und auch nur ganz selten anderswo. Durch viele Jahre hindurch war ihr Vortragsabend im Ritz-Carlton eine Art privater Zeremonie für ein kleines, ausgesuchtes Publikum - ihren unerschütterlichen Anhängerkreis von Klub-Damen und einige unternehmungslustige Kenner. Und wenn Letztere auch manchmal einen nicht ganz formvollendeten Überschwang an den Tag legten, so waren sie doch ebenfalls ein treues Gefolge.
Die Musikkritiker berichteten über das alljährliche Ereignis im selben gewundenen englischen Stil, mit dem sie so oft eine perplexe Leserschaft darüber nachdenken lassen, was nun eigentlich wirklich am vorigen Abend vor sich gegangen war. Aber dann begann sich der Ruhm der Sängerin herumzusprechen. Eintrittskarten für ihre Abende waren schwerer zu bekommen als für das Baseball-Finale. Und schließlich, am 25. Oktober 1944, unternahm Madame Jenkins den großen Schritt: die brokatgeschmückte Atmosphäre eleganter Ballsäle hinter sich lassend, stellte sie sich einem Riesenpublikum in der Carnegie Hall. Es gibt Leute die behaupten, daß der Tod der Sängerin einen Monat nach diesem Abend das Ergebnis eines gebrochenen Herzens war. Eine ebenso unwahrscheinliche Geschichte wie die, daß ihre ganze Karriere ein einziger großer Witz auf Kosten des Publikums gewesen sei - ein recht kostspieliger Witz nebenbei, da die Carnegie Hall schon Wochen vorher völlig ausverkauft war, mit Kartenverkäufen um rund 6000 Dollar. Und wie der verstorbene Robert Bagar im New Yorker World-Telegram schrieb: "Sie war außergewöhnlich glücklich mit ihrer Tätigkeit. Schade, daß nur so wenige Künstler das sind. Und dieses Glücksgefühl teilte sich wie durch Zauberei auch ihren Zuhörern mit ..."
Nein, Madame Jenkins starb in reifem Alter, mit 76 Jahren um genau zu sein, und man darf sicher sagen, auch mit einem glücklichen Herzen. (...)
Es ist ewig schade, daß sie nie ihre beliebteste Zugabenummer,Clavelitos, aufgenommen hat, ein Stück, das sie unweigerlich stets wiederholen mußte. Einem zeitgenössischen Bericht zufolge erschien Madame Jenkins dabei in einer spanischen Mantilla, mit einem juwelenbesetzten Kamm und - wie Carmen - mit einer roten Blume im Haar. Sie unterstrich die rhythmischen Kadenzen des Liedes damit, daß sie aus ihrem hübschen Körbchen kleine rote Blümlein in die begeisterte Menge schleuderte - einmal folgte in einem Augenblick der Verwirrung auch das Körbchen selbst nach, das aber ebenso begeistert aufgenommen wurde. Ehe sie dann ihr Encore wiederholte, mußte ihr ohnehin schon überstrapazierter Begleiter unter dem jubelnden Publikum die Blümchen und das Körbchen wieder einsammeln. Der Enthusiasmus der Menge erreichte an diesem Abend ein geradezu unglaubliches Ausmaß. (...)
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am 20. Februar 2004
"The Glory of the Human Voice" vereint alle Attribute, die der intellektuelle Musik-Masochist benötigt, um seiner Leidenschaft zu frönen. Jeder Gesangslehrer kennt die Qualen, die das Hören dieser CD verursacht, vor allem, wenn er sich seine Schüler nicht aussuchen kann. Zweifelsohne jedoch werden früher oder später Fortschritte erkennbar sein, sobald ein Schüler um den Terminus der Intonation weiß und diese einzusetzen versteht. Anders sieht es mit der Sammlung von Aufnahmen auf dieser CD aus. Hat der Leidende vermeintlich die Grenzen seiner Qualen erreicht, wird ihm durch die folgende Arie die Belastbarkeit des menschlichen Gehörs noch eindrucksvoller verdeutlicht. Und trotzdem ist diese CD empfehlenswert, sei es durch die Tatsache, dem nächsten Chor- oder Solokonzert gelassen entgegen sehen zu können, oder der Erkenntnis, sich mit geringem finanziellen Aufwand den Besuch im nächsten SM-Studio ersparen zu können.
Wie der Gesangslehrer der Florence Foster Jenkins ums Leben kam, ist übrigens unbekannt...
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am 9. Juli 2007
Eigentlich wäre es durchaus korrekt,wenn alle falsch spielen. Aber einen Falschspieler richtig zu begleiten, ist ja das Schwerste, weil nicht nur die Töne falsch sind, sondern natürlich auch der Rhythmus. Bei dieser Dame ohne Ton-und Taktgefühl bedurfte es eines einfühlsamen Fehlerbegleiters, getoppt in den Stücken, in denen ein Bariton mitfälscht und ein Wettstreit zwischen den Sänger-Fälschern entsteht, wer die meisten Fehler macht. Eigentlich wird das Falsche durch das richtige Begleiten ( richtig kann man nicht schreiben, denn sich einem falschen Rhythmus anzupassen ist ja auch wieder falsch,allerdings richtig im Anpassen),also durch die richtigen Noten beim Begleiten noch Falscher, weil ja dann deutlich wird,wie falsch der Sänger-Fälscher hier liegt.Hätte der Begleiter auch falsch gespielt, könnte der Gedanke auftreten, die Sängerin hat nur falsch gesungen, weil der Begleiter falsch gespielt hat. Nun ja, die Begüterte aufgrund geschickter Heiratspolitik war Florence Foster Jenkins. Sie hatte also das Geld, falsch zu singen. Der Begleiter war sicher ein armer Schlucker und musste richtig spielen, was dann zusammen richtig falsch klang. Bemerkenswert,dass dieses Groß-Dokument des Falsch-Spiels wahrscheinlich das Bekannteste des Gesangs vor 1945 ist. By the way: es sollte flächendeckend bei Depressionen als nebenwirkungsfreies Medikament,erstattungsfähig eingesetzt werden!
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am 5. Juli 2011
Die Sängerin Florence Foster-Jenkins (1868-1944) ist nur Insidern ein Begriff - und das, obwohl es von ihr eine CD gibt, die sich nicht nur mit drei, sondern gleich mit vier Fragezeichen schmückt: "The Glory (????) of the Human Voice" heißt das corpus delicti, mit dem wir's hier zu tun haben. Die Aufnahmen darauf sind in den Jahren zwischen 1941 und 1944 entstanden und wurden ursprünglich auf 78er Schallplatten veröffentlicht, danach auf 33er LPs und dann, in den späten 80er Jahren, auch auf CD.

Bislang ist Florence Foster-Jenkins nur wahren Musikliebhabern ein Begriff gewesen - aber das könnte sich in diesen Tagen ändern: In einer Zeit, in der immer mehr Menschen sich der Welt singend mitteilen, deren Können umgekehrt proportional zu ihrem Bekanntheitsstreben steht, stehen die Chancen nicht schlecht, dass der Name Foster-Jenkins Bekanntheit über einen vergleichsweise kleinen Kreis von Kennern hinaus erlangen könnte.

Florence Foster-Jenkins ist unter den hoffnungslos Unbegabten wirklich eine Grande Dame, und die Art ihres Vortrags ist, im Unterschied zu manchem zeitgenössischen Material, erfrischend frei von jeglicher ironischen Selbstdistanz: für Foster-Jenkins ist, das hört man aus den Aufnahmen deutlich heraus, klassische Musik ein hehres Gut. Wäre Madame Foster-Jenkins nicht von ihrem Talent überzeugt gewesen, sie hätte sich sicher eine andere Art der Ehrbezeugung ausgewählt. So aber muss das Plädoyer im Fall Foster-Jenkins vs. Mozart und eine Reihe prominenter Nebenkläger aber wohl lauten: die Dame ist, je nach Betrachtungsweise, die Unschuld in Person (man betrachte sich nur das Cover der CD, auf dem Foster-Jenkins im selbst entworfenen Kostüm als Engel der Musik posiert) oder aber Überzeugungstäterin. In jedem Fall aber verdient sie mildernde Umstände, denn die Aufnahmen, die sie da verbrochen hat, sollten, keine Frage, wohl ursprünglich einmal der klassischen Musik zur höheren Ehre gereichen.

Was in der "Guggemusig" der alemannischen Fasnacht mit voller Absicht bewerkstelligt wird (und sicher ebenfalls eine Kunst für sich ist), bringt Florence Foster-Jenkins ganz en passant zu Wege: Drum singe, wem Gesang gegeben - wer's nicht kann, singt halt daneben. Im einen Fall klingt's schräg, laut und jämmerlich, auf dass der Winter ausgetrieben werde, im Fall Foster-Jenkins ist alles zwar auch gut gemeint, soll dabei aber wohl auch gut klingen. Umso amüsanter fällt natürlich das Ergebnis aus, denn um wie viel erheiternder erscheint uns die Komik doch, wenn sie unfreiwillig geschieht!

Eine wirklich glänzend und mit feiner Ironie formulierte Würdigung des Foster-Jenkins'schen Schaffens bietet übrigens auch das Booklet der CD, dessen Text sich per google-Suche so problemlos finden lässt, dass ein Zitat an dieser Stelle müßig wäre (zumal diese "liner notes" wirklich so schön sind, dass man sie schon in Gänze lesen sollte). Worauf an dieser Stelle unbedingt noch verwiesen sein muss, sind die Stücke, die außerdem noch auf die CD gefunden haben.

Z u g a b e !

Ganz so als ob die acht akustischen Schmankerl von Katzengoldkehlchen Foster-Jenkins noch nicht genug Vergnügen fürs Geld böten, hat man zur "main attraction" Foster-Jenkins auch noch eine Bearbeitung aus Stücken der Oper "Faust" gepackt, die auf der CD nicht umsonst als "Faust Travesty" tituliert wird: dass hier ein Trio im Duett gesungen wird, ist gewiss nicht die einzige Auffälligkeit in der Darbietung von Sopranistin Jenny Williams und Bariton Thomas Burns, die sich nicht nur die Seele aus dem Leib singen, sondern auch für die Übertragung der Operntexte in die englische Version verantwortlich zeichnen, die hier zu hören ist ("The English translations are their own and speak for themselves - also for the cause of opera in English", merkt Begleittext-Autor Francis Robinson hierzu mit feinem Hintersinn an).

"My heart is overcome with terror" heißt es da - und schließlich, hörbar unter Aufbietung aller zu Gebote stehen Kräfte und mit einer Inbrunst vorgebracht, die ihresgleichen sucht: "Come, come - let us away!" - Freunden klassischer Musik wird wohl ebenfalls nur zweierlei bleiben: sich mit Grausen abwenden und die Flucht ergreifen - oder Tränen lachen über den Zweigesang von Williams und Burns, gegen den, weil ebenfalls ernst gemeint, selbst gewagte musikalische Darbietungen aus der Muppets-Show zur völligen Bedeutungslosigkeit verblassen.

R e s ü m e e

"Drum singe, wem Gesang gegeben - wer's nicht kann, singt halt daneben": Diese Florence ist keine Nightingale, sondern eine Ausnahmekünstlerin, von der sich manch ein zeitgenössischer Gehörgangster eine Scheibe abschneiden kann (wahlweise "The Glory [???] of the Human Voice" oder "Murder on the High C's") - in etwa so wie den Gesang von Florence Foster-Jenkins stelle ich mir auch den der Madame Castafiore aus den "Tim und Struppi"-Comics vor.

Wer Sinn für Absurdes hat, wird diese Perle der unfreiwilligen Komik mögen. Als Einstieg in die Welt der klassischen Musik eignet sich dieses Kabinettstückchen allerdings in etwa so gut, wie Kaltwasser brennt": um herauszufinden, dass die vier Fragezeichen im Titel der CD aus gutem Grund dort stehen, bedarf es weniger detektivischen Spürsinns als ein offenes Ohr.

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D i e _ C D * /
M e i n e _ A n s p i e l t i p p s :
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[>] 1. Mozart : Die Zauberflöte/La flûte enchantée:
(Queen Of The Night Aria) 3:37
... 2. Liadoff: The Musical Snuff-Box 2:25
... 3. McMoon: Like A Bird 1:19
... 4. Delibes: Lakme: Où va la jeune Hindoue?
(Bell Song) 4:39
... 5. McMoon: Serenata Mexicano 2:10
... 6. David: La Perle du Brésil: Charmant Oiseau 6:02
... 7. Bach-Pavlovich: Biassy 3:35
[>] 8. Johann Strauss, Jr.: Die Fledermaus/La Chauve-souris:
Adele's Laughing Song 3:49

Florence Foster Jenkins, soprano
Cosme McMoon at the piano

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Gounod:
A Faust Travesty (Sung in English)
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... 9. Valentine's Aria (Ere I leave my native land) 3:15
... 10. Jewel Song (O heavenly jewels) 6:00
... 11. Salut, demeure chaste et pure (Emotions Strange) 4:45
[>] 12. Final Trio (sung as a duet) (My Heart Is Overcome With Terror) 10:40
Jenny Williams, soprano; Thomas Burns, baritone with piano accompaniment
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am 19. Januar 2010
Ich hatte bis vor kurzem noch nie etwas von dieser exzentrischen Lady und ihrer sehr speziellen Interpretation berühmter Arien gehört. Durch einen dummen Zufall bin ich auf sie und ihre "einzigartige" Stimme gestoßen. Da ich von Natur aus ein Trash Fan bin genau das richtige!

Man weiss nicht ob man lachen oder weinen soll. Ich habe mich für das lachen entschieden und innerlich Beifall geklatscht. Ich wär ihr Fan geworden.

60 Jahre nach ihrem Tod wird noch über sie gelacht. Nicht gespottet! Wer kann das schon von sich behaupten.

Florence - Make Heaven Fabulous!
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am 22. April 2011
Zum Glück gibt es diese wirklich historischen Aufnahmen. Auch wenn das Anhören manchmal schwer fällt, macht Florence Foster Jenkins Freude auf andere Künstler wie Maria Callas und Anna Netrebko, die von einigen Kritikern nicht nur positiv bewertet werden. Vor allem aber ist das Selbstbewusstsein dieser Frau Ansporn auch heute zu den eigenen Fähigkeiten zu stehen.
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am 30. August 2002
Die Arie der Königin der Nacht ist herrlich. Wunderbar, wie die Sängerin versucht, die Höhen zu erreichen, aber doch nicht ganz ankommt.Die anderen Stücke sind auch herrlich schief, aber eine ganze CD lang hält man sowas auch als Jux nicht aus. Das muss in feinen Dosen genossen werden. Wem eine Arie reicht, dem sei die CD "Spötterdämmerung" empfohlen, dort ist von F.F. Jenkins die Arie der Königin der Nacht zu hören und 26 weitere Titel anderer Interpreten sowohl Text (von namhaften Kabarettisten) als auch Musik in herrlich humoristischen Bearbeitungen oder Verfremdungen Klassischer Musik.
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am 23. Mai 2001
Dieses inzwischen zur Kult-CD avancierte Recital gibt jedem begeisterten Gesangsfan hervorragende Einblicke in die Schwierigkeiten des Belcanto- Singens. Die Schwächen der Künstlerin offenbaren gleichsam den musikalischen Sinn einer jeweiligen Arie. Dies berührt tief und schmerzhaft, führt aber auch zu grotesken Empfindungen. Ein abwechslungsreiches Programm, das Klassik- Fans zum Schmunzeln bringen soll. Gut auch für eine Party.
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am 24. Oktober 2008
... anders kann man das nicht nennen. Sie hat sich den Titel der "schlechtesten Opernsängerin der Welt" wirklich redlich erarbeitet... ganz ohne die Marketingmaschine, die heute ähnlich "qualitative" musikalische Leistungen zur "Spitzenklasse" krönt. Sie hat den Charme eines "Eddie the Eagle" - wir erinnern uns: Der kurzsichtige Skiflieger, der immer kilometerweit zurücklag, aber trotzdem vom Publikum geliebt wurde. Karten für ihre spärlichen Konzerte waren heiß begehrt... wahrscheinlich, weil sich das Publikum dabei königlich amüsiert hat. So bar jeglicher Intonation und jeglichen Rhythmusgefühls - das ist beinahe schon wieder ein Talent. Florence Foster Jenkins wollte schon als junges Mädchen gerne Gesang studieren, die Eltern wollten dies aber nicht finanzieren. Viele Jahre später hat sie sich dann ihren Traum erfüllen können - für ihren Begleitpianisten muß das eher zum Alptraum geworden sein. Fünf Sterne ausdrücklich auch für ihn, folgt er doch den sehr verqueren "musikalischen" Vorstellungen mit absolut stoischer Ruhe. Eine CD, die schmunzeln bis herzlich lachen läßt, auch wenn man meist schon nach einem Stück wieder aufhören muß, um dem Gehör wieder Entspannung zu gönnen. Wer Sinn für Skurrilitäten hat, wird hier sicherlich fündig werden - der absolute Knaller ist natürlich die Version der großen Arie der Königin der Nacht!
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