Kundenrezensionen


17 Rezensionen
5 Sterne:
 (12)
4 Sterne:
 (3)
3 Sterne:
 (2)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Am Ende erwischt einen der Zauber doch...
… aber bis dahin gab es Momente, die mich haben zweifeln lassen; da will ich ganz ehrlich sein. Ich bin ein glühender Verehrer der ersten Heimat-Staffeln. Die haben mich seiner Zeit vor den Bildschirm gebannt, wie das kaum ein anderer Filmstoff je geschafft hat.
Natürlich hatte ich bezüglich -Die andere Heimat- dahingehend große...
Vor 21 Tagen von Thomas Knackstedt veröffentlicht

versus
5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Als Liebhaber insbesondere der ersten Heimatstaffel ...
... konnte ich mir diesen Film natürlich nicht entgehen lassen. Ich spielte sogar mit dem Gedanken, zu einer der ersten Aufführungen in den Hunsrück zu fahren.
Ich mach's kurz: Der Film hat mich nicht überzeugt! Ich hätte zwar nicht zu den Kinobesuchern gehört, die (so berichtet ein Rezensent) nach einer knappen Stunde das Kino verlassen...
Vor 16 Tagen von js veröffentlicht


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Am Ende erwischt einen der Zauber doch..., 11. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Die andere Heimat - Chronik einer Sehnsucht [2 DVDs] (DVD)
… aber bis dahin gab es Momente, die mich haben zweifeln lassen; da will ich ganz ehrlich sein. Ich bin ein glühender Verehrer der ersten Heimat-Staffeln. Die haben mich seiner Zeit vor den Bildschirm gebannt, wie das kaum ein anderer Filmstoff je geschafft hat.
Natürlich hatte ich bezüglich -Die andere Heimat- dahingehend große Erwartungen, dass Edgar Reitz es wiederum schafft, Charaktere und Geschichten zusammen zu basteln, die einen mitnehmen und ganz fest am Stoff kleben lassen. In -Die andere Heimat- empfand ich das auf DVD1 alles andere als perfekt gelungen. Bis auf den Charakter von Jakob Simon(Jan Dieter Schneider) wirkten die restlichen handelnden Personen zweidimensional und unscharf. Das hatte nichts mit den Schauspielleistungen zu tun. Maximilian Scheidt(Gustav Simon), Antonia Bill(Jettchen) und Marita Breuer(Margarethe Simon) spielen hervorragend. Auch die Kameraarbeit von Gernot Roll und die Szenewahl und Kulissen, die Edgar Reitz für die Geschichte wählte, sind brillant. Nichtsdestotrotz suchte sich -Die andere Heimat- nach meinem Geschmack ihren Weg zäh und schwerfällig. Das änderte sich mit DVD2. Dort fühlte ich mich wesentlich „heimischer“ in Bezug auf Edgar Reitz Heimat-Verfilmungen. Der Plot nimmt merklich an Fahrt auf, die Charaktere schärfen sich und man ist endlich in der Geschichte. Ich weiß, das ist eine Einzelmeinung und viele sprechen bei -Die andere Heimat- von einem Meisterwerk. Ich würde mich da gern anschließen, kann es aber nicht.

Schabbach im Hunsrück im Jahr 1842. Das Land befindet sich in schlechten Zeiten. Hunger und Krankheiten machen den Menschen zu schaffen. Schmale Ernten verschlechtern die Situation. Viele Menschen wissen sich nicht anders zu helfen, als ihr Glück in der Auswanderung nach Brasilien zu suchen. Auch der junge Jakob Simon träumt davon. Doch er ist bei seinen Eltern in der Schmiede und auf dem Feld als Hilfe eigentlich nicht zu ersetzen. Dann kehrt auch noch Jakobs Bruder Gustav von den Dragonern zurück. Bei einem Dorffest schwängert Gustav Jettchen, für die sich eigentlich Jakob interessierte. Und auch Jettchen war Jakob gegenüber nicht abgeneigt. Immer wieder kommt es in der Familie Simon zu Streit, da Jakob gern liest und seinen Träumen nachhängt. Sein Vater Johann(Rüdiger Kriese) weiß nicht mehr, was er mit dem Jungen anstellen soll. Jakob läuft weg und landet bei seiner Schwester Lena(Melanie Fouche), die von zu Hause fort ging, da sie einen katholischen Mann geheiratet hat. Dann stirbt Jakobs Großvater und später wird Jakob auf einer Feier nach ungebührlichem Verhalten auch noch festgenommen und landet im Verlies. Wieder auf freiem Fuß kehrt er nach Schabbach zurück. Noch immer träumt er vom Auswandern. Aber in Schabbach hat sich viel verändert...

Ich habe mich mit dem Anfang dieser Geschichte sehr schwer getan. Später folgten wunderbare Einstellungen. Bunt eingespielte Lichtmomente, eingebettet in tristem schwarzweiß. Stahlharte Konturen am Himmel vor wettergegerbten Gesichtern. Schwenks und Perspektiven, die atemberaubend sind. Das hätte ich gern von der ersten Minute an erlebt. Nach und nach wurde es besser und besser. Am Ende fiel es wieder einmal schwer sich vom Erzähler Edgar Reitz zu trennen. Wunderbar auch der kleine Gastauftritt, den Reitz Werner Herzog als Alexander von Humboldt gönnt. Bundefilmpreis und andere Auszeichnungen hin oder her, natürlich ist -Die andere Heimat- ein wunderbarer Film geworden. Ein Meisterwerk war er für mich nicht. Da lege ich die Messlatte bei Edgar Reitz da an, wo sie hingehört; nämlich an ihn selbst. -Die andere Heimat- ist großes Kino, im Vergleich zu Reitz früheren Verfilmungen muss sich der Film, meiner Ansicht nach, jedoch ein kleines Stückchen hinten anstellen. Da flutete die Magie vom ersten Bild bis zur letzten Szene permanent aus dem Bildschirm heraus...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


47 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine andere Heimat, 8. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Die andere Heimat - Chronik einer Sehnsucht [2 DVDs] (DVD)
UPDATE MÄRZ 2014! Selbstverständlich kann ich die Qualität der deutschen DVD/Blu-ray Ausgabe des Films "Die andere Heimat: Chronik einer Sehnsucht." noch nicht bewerten, da sie erst im Juli (2014) erscheinen wird. Allerdings viele wissen nicht, dass der Film bereits am 4. März 2014 auf DVD (leider nicht auf blu-ray) in Frankreich erschienen ist und kann auch über die amazon.fr Webseite sicherlich bezogen werden. Ich habe dies eher zufällig erfahren, da ich von London aus in Paris zu Besuch war und ich habe ihn dort im FNAC Geschäft auf der Champs-Élysées gesehen und sofort erworben. Da ich noch im Umzug bin zwischen Deutschland und London, UK bin und meine Heimkinoanlage mir zur Zeit nicht zur Verfügung steht, habe ich die Qualität des DVD leider noch nicht bewerten können. Ich möchte vor allem feststellen, ob etwaige französische Untertiteln ausblendbar sind oder nicht. Dennoch kann ich sehr wohl einige kurze Anmerkungen zum Film selbst abgeben.

Ich bin Ausländer, wohnte bis vor kurzem insgesamt fast 20 Jahre in Deutschland, dennoch gab es nicht allzuviel deutsche Filme die ich über die Jahre richtig schätzen gelernt habe. "Die andere Heimat: Chronik einer Sehnsucht" gehört sicherlich dazu. Noch mehr, ich behaupte sogar, dass dieser Film einer der besten Spielfilme ist, die ich in den letzten Jahren im Kino angesehen habe.

Der Film habe ich insgesamt 4 x im Kino angesehen, nachdem ich ihn Anfang Oktober 2013 zum ersten Mal ansah. Gleich vorab, möchte ich anmerken, dass der Film sicherlich Jedermanns Sache ist. In Schwarz/Weiss gedreht und mit einer Laufzeit von fast 4 Stunden, der Eindruck entsteht als wenn der Regisseur, Edgar Reitz, bewusst Kino für Cineasten machen wollte. Nichtdestotrotz kam bei mir jedenfalls keine Minute Langeweile auf. Ganz im Gegenteil, ich wollte die neu entdeckte Welt der Simon Familie kaum mehr verlassen. Die betörende Schönheit und Plazistität der Bilder erzeugen vom ersten Moment an, eine schwer zu entziehende Zogwirkung in die schabbachse' Welt. Die ruhige Kameraführung und die tiefe, authentisch wirkende Einblicke in die Welt des Hunsrück der 40er Jahre des 19. Jahrhunderts, versetzen uns, in ein für uns wahrlich andere Heimat als wir sie vielleicht kennen. Der Hauptdarsteller, Jan Dieter Schneider, ist eine echte schauspielerische Entdeckung und ich hoffe, dass er neben sein Medizinstudium sich für weitere gute Filme zur Verfügung stehen wird.
Dieser Film ist jedenfalls eine erfrischende Abwechselung von den schier end-und einfallslose Serienfilme, die nur darauf aus sind ihre massiven Budgets möglichst schnell wiedereinzuspielen. Edgar Reitz' Film hat 'lediglich' ca. 8 Millionen Euro an Produktionskosten, aber er bietet dafür einen Mehrwert im Vergleich anderen Filmen, die das 10fache gekostet haben. Damit wird wieder ein Beweis geliefert, dass die Qualität eines Films wenig mit den ausgewiesenen Produktionskosten zu tun hat.

Für die, die den Film im Kino nicht gesehen haben, oder auch für die die es doch taten, ist eine fast zweistündige "Making of HEIMAT" Dokumentation auf DVD zu haben, der wirklich hochinteressant ist (sie lief auch letztes Jahr im bayerischen Rundfunk Fernsehen). Meine Empfehlung wäre es, den Film zuerst im Kino noch anzusehen, solange das überhaupt noch möglich ist. Ich habe bereits das absolute Vergnügen gehabt, den Film mittlerweile vier Mal im Kino angesehen zu haben, zweimal sogar in Anwesenheit des Regisseurs Edgar Reitz (nach dem ersten Mal wollten Freunde von mir ihn auch "live" erleben). Diese Begegnungen bleiben für mich echte Höhepunkte meines Cineasten Daseins!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 3 Stunden durch wogende Kornfelder und ein Ausnahmefilm, dessen Bewertung mir nicht leicht fällt..., 7. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Die andere Heimat - Chronik einer Sehnsucht [2 DVDs] (DVD)
...womit schon das Wichtigste gesagt wäre. Denn die Machart des Films von Edgar Reitz ist so anders als alles was den meisten Sehgewohnheiten entspricht, dass die Bewertung nur subjektiv sein kann, zwischen faszinierend und auf Dauer ziemlich strapazierend. Genau diese Reaktionen waren auch im Kino zu beobachten, einige, allerdings sehr wenige, standen nach einer dreiviertel Stunde auf und verließen den Saal, die Mehrheit saß weiterhin gebannt da. Der - wahrscheinlich ebenfalls für die meisten Zuschauer - eigentümliche Hunsrücker Dialekt war das eine Absonderliche, die beinahe 3D-Tiefenschärfe, die der Film wohl durch eine besondere Kameraführung in schwarz-weiß mit gelegentlich daraus herausleuchtenden Farbelementen erhält, das andere.

Ja, dieser Film ist ganz sicher ein eigenwilliges, die Vergangenheit des Hunsrücker Dorfes Schabbach optisch ästhetisierendes Kunstwerk. Inhaltlich, im sozialen und individuellen menschlichen Leben, fehlt diese Betrachtungsweise andererseits so vollständig, dass es den modernen Kinobesucher mit seinen Vorprägungen durch Taktung und Stil erst einmal zur Ruhe und Beschaulichkeit zwingt und zum Verzicht auf die optischen Reize durch Farbe, Kleidung, Interieur und "styling" der Darsteller. Vollkommen ungeschminkt wirken die Schauspieler, die jungen weiblichen Gesichter sind von einer heute ungewohnten Natürlichkeit, dass sie mir zunächst irgendwie nackt oder herb vorkamen, bevor das Spiel seinen Reiz entfaltete (habe ich da etwa gerade ein "t" vergessen?;-))

So wird man viele Stunden durch die Erzählung von Jacub und seiner Sehnsucht nach dem Fremden in Brasilien getragen, erlebt mit ihm Werden und Vergehen und die teils bittere Armut der Bevölkerung und sieht seinen Traum scheitern. Der im Kino anwesende, über 80 Jahre alte und dabei jugendlich wirkende Regisseur, Edgar Reitz merkte dazu an, er wolle mit der Schönheit des Films das Publikum auch hinwegtrösten über die traurige Geschichte und die Armseligkeit, die Unfreiheit, die damals wohl zentral für die Menschen waren. Das ist ihm bei mir vortrefflich gelungen, allein das mehrstündige Schauen, einfach nur Anschauen, der, allerdings künstlich angelegten "Landschaft" und der dürftigen Räume war so etwas wie eine optische Wohltat. Und nun aber kommt die für mich ganz persönlich kritische Bruchstelle in der Wahrnehmung dieses Meisterwerks: innerlich berührt hat mich das kammerspielartige Geschehen nicht. Vielleicht liegt es daran, dass vor allem in den dörflichen Szenen eine Künstlichkeit vorhanden war, die mich manches Mal an eine Theaterbühne denken ließ, die Schauspieler allesamt grandios, aber alles in allem zu fremd, um mit meiner eigenen Welt noch etwas zu tun zu haben. Ich weiß, ein Stern-Abzug ist angesichts des Aufwandes und des traumhaft schönen Ergebnisses eigentlich eine Frechheit, zumal ich nicht einmal genau sagen kann, woran es denn lag, dass der Film nicht ganz abzuholen vermochte. Sei's drum, so war's.

Bleibt noch zu erwähnen, dass am Schluß des Films noch ein paar sehr versöhnliche Dinge geschehen und Edgar Reitz sich auch etwas Lustiges zur Eigen- und Fremdverehrung für seine Nachwelt hat einfallen lassen, aber das sei hier nicht verraten! Denn natürlich hat der Film Ihren Besuch im Kino mehr als verdient, lassen Sie sich also überraschen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich freue mich schon jetzt auf die Bluray, 7. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Die andere Heimat - Chronik einer Sehnsucht [2 DVDs] (DVD)
Ich habe die andere Heimat gestern Abend im Moselkino in Bernkastel sehen können und es war einfach das schönste Kinoerlebniss das ich je hatte. Dieser Film berührt auf eine Art wie es nur die Heimat Serie bis jetzt hinbekommen hat. Ich würde sogar sagen das ist der beste Heimat den es bis jetzt gegegeben hat. Man taucht voll ab in die Welt von Schabbach und die knapp 4 Stunden gehen echt rumm wie im Flug. Das ist ganz ganz großes Kino ohne Pompös und laut zu sein. Es ist die Ruhe des Films die Ihn so grandios macht.

Ich kann jedem nur empfehlen sich diesen Film auch wenn er eine lange Spielzeit hat im Kino anzusehen so lange es noch geht. Es ist eine ganz tolle Erfahrung neben all dem Action und Popcornkino auch noch solche cineastischen Perlen zu entdecken.

Danke Edgar Reitz für all die tollen Stunden in Schabbach.

Edit: Ach nööö jetzt wurde das Datum mal kurz um schlappige 4 Monate verschoben. Als ich die Rezension geschrieben hab stand da noch 14. März. Jetzt wollte ich heute mal schauen ob er schon raus ist und zack steht da aufeinmal 10. Juli :(
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dies ist ein absolutes Meisterwerk, 27. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Die andere Heimat - Chronik einer Sehnsucht [2 DVDs] (DVD)
Keine Minute möchte man missen von dieser eindringlich erzählten und wunderbar ästhetisch gefilmten Geschichte.
Ein ganzer Kosmos scheint auf, ein Lebenspanorama, ein Seelenpanorama des Menschlichen, - und alles in dem kleinen Hünsrückdorf Schabbach.

Ein schwarz-weißes Monumentalgemälde, ergreifend
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hier wird Filmgeschichte geschrieben, 3. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Die andere Heimat - Chronik einer Sehnsucht [2 DVDs] (DVD)
In diesem Film wird ein ganz eigener Kosmos entfalten. Dieser Film wird Filmgeschichte schreiben - diesen Film sollte man unbedingt auf Grossleinwand sehen.
Der Titel "Die andere Heimat" oder "Die Chronik einer Sehnsucht" hält was er verspricht. Dies ist ein grossartiger, warmherziger ja deutscher Film - vom Feinsten und ein Fest für die Augen als auch die Seele.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fernweh, 22. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
sehr empfehlenswerter Film, wird absolut nicht langweilig, super Story
da ich selber einen Opa habe dessen Vater auf dem Schiff nach Brasilien laufen lernte, und ich noch sehr viel Kontakt mit "alten und jungen " deutschen habe die im Süden Brasiliens leben, ist es noch interessanter gewesen diesen Film zu sehen.
negativ war nur, das ich Fernweh bekommen habe ;-)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wann erscheinen die anderen Heimat Folgen auf Blu Ray, 17. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
das war mein erster Gedanke nach dem ich den Film auf Blu Ray genießen durfte. Zum Inhalt des Films ist in den anderen Bewertungen schon genug geschrieben worden, die erspare ich mir daher.
Einzig die Dialoge in der 5.1 Mischung hätte ich mir etwas lauter gewünscht, so ist sie nicht ganz Nachbarntauglich, wenn man sich den Film zu später Stunde zu Gemüte führt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Als Liebhaber insbesondere der ersten Heimatstaffel ..., 16. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
... konnte ich mir diesen Film natürlich nicht entgehen lassen. Ich spielte sogar mit dem Gedanken, zu einer der ersten Aufführungen in den Hunsrück zu fahren.
Ich mach's kurz: Der Film hat mich nicht überzeugt! Ich hätte zwar nicht zu den Kinobesuchern gehört, die (so berichtet ein Rezensent) nach einer knappen Stunde das Kino verlassen haben. Aber mehr als ein klein wenig Enttäuschung schwang immer mit, als ich den Film anschaute. Und das macht zugegebenerweise pingelig beim Anschauen ...
Schon wieder so eine merkwürdige 'Nicht-Begrüßung' von Gustav, als er nach zwei Jahren heimkehrt - genau wie bei Paul Simon. Er saß sogar auf dem gleichen Platz am Tisch, in der gleichen Gemütsverfassung. Konnte ich in der Heimat-Folge noch sagen, dass Edgar Reitz eben eine sture Familie darstellen wollte, so werte ich das nun als Reitz' Denken über das Gefühlsleben von Dorfbewohnern - die ich nicht teile.
Ich habe es nicht geschafft, mich in den dargestellten Jahreszeiten zu orientieren: Zeitiges (!) Frühjahr und dann ein eingespielter Kuckucksruf? Der das Frühjahr begrüßende Pfarrer und in einer der nächsten Szenen ein reifes Getreidefeld? Kahle Weinfelder und kurz danach die Szenen einer Weinernte? Letzte Schneereste nach einem harten Winter und direkt daneben hohes Gras? Wenn das Leben von Menschen verfilmt wird, deren Lebensbedingungen stark von Wetter und Jahreszeit abhängen, kann ich das nur schwer als künstlerische Freiheit akzeptieren.
Vor allem aber konnte ich mich nicht in das Geschehen rund um die Hauptfigur einklinken, konnte seine Gefühlslage, die Motive seines Handelns zu oft nicht nachvollziehen: Warum er sich mit dem anderen auch noch verhaften lässt auf der Kerb? (Wenn es war, weil er betrunken war, hätte das vorher ruhig ein wenig deutlicher dargestellt werden können.) Warum rennt er so unvermittelt aus der Kirche und prügelt sich auch noch mit seinem Bruder, nur weil der auch nach Brasilien auswandern will? (Brasilien ist doch größer als Schabbach, da sollte man sich aus dem Weg gehen können.) Warum rennt er schon wieder weg, als der vornehme, alte Herr aus der eleganten Kutsche am Ende des Films nach ihm fragt?
Solche absurden Handlungsweisen (und absurden Dialoge, die eigentlich keine sind, wie am Anfang des Films zwischen Jakob und dem Unkel auf dem Feldweg) haben mir damals schnell den 'Neuen Deutschen Film' vergällt. Und (das ist jetzt mein persönlicher Hintergrund) ich kann mir diese Filme heute auch nicht mehr anschauen. Ich war und bin es einfach leid, aus absurden Handlungsweisen, aus absurden oder lapidaren Dialogen das künstlerisch Wertvolle mühevoll heraus- oder hineininterpretieren zu müssen. Und was für eine Erlösung aus den Stereotypen des 'Neuen Deutschen Films' war damals Edgar Reitz mit seinem Heimat-Epos!
Weiterhin finde ich, dass ein Film, der sich 4 Stunden dem Thema Auswanderung widmet, dieses doch sehr wenig problematisiert darstellt. Dass die Leute ausgewandert sind, weil es ihnen hier nicht gut ging, wussten die meisten Kinobesucher auch vorher. Aber in der Szene im Wirtshaus mit den Anwerbern: Keine kritische Frage an diese, obwohl es sich doch nach 25 Jahren Auswanderung nach Brasilien schon herumgesprochen haben muss, dass dort kein Schlaraffenland ist. Auch an den vollbesetzten Tischen im Wirtshaus keine Diskussion darüber! Und dass Gustav sich (unvermittelt für den Zuschauer) zur Auswanderung entschlossen hat, wird dem Zuschauer dadurch vermittelt, dass dieser mit seiner Frau an der Hand vehement die Kirche während eines Gottesdienstes entert, den Pfarrer vom Altar verdrängt und der Gemeinde sein Auswanderungsvorhaben mitteilt. Der Pfarrer staunt, die Gemeinde schweigt, der Vater fällt in Ohnmacht, Jakob rennt raus - und ich fühle mich durch diese Neue-Deutsche-Film-Trickkiste ein klein wenig betrogen: Wo sind die Szenen, wo Gustav mit seiner Frau und vielleicht auch mit seiner Familie um diese schwere, existentielle Entscheidung ringt? Nach meinem Gefühl haben sich die Drehbuchautoren darum herumgemogelt.
Dass ich dann Werner Herzog in der Rolle des A. v. Humboldt wiedererkannte, war in gewisser Weise eine böse Déjà-Vu-Überraschung.

Aber jetzt zu dem, wo der Film wirkliche Klasse zeigt: Er ist hervorragend fotografiert und das Dorfmilieu ebenso hervorragend in Szene gesetzt. Der Film hat eine Brillanz, die schon einen dreidimensionalen Eindruck vermittelt. Fast immer lohnt es sich, die Pause-Taste zu drücken und die Fotografie zu bestaunen. Wenn demnächst das Fotobuch zum Film erscheint, das sei jetzt schon empfohlen.

Und nun - wie viel Sterne soll ich vergeben? Vier oder doch nur drei? Ich trau mich kaum ...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DANKE, Herr Reitz!, 19. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Die andere Heimat - Chronik einer Sehnsucht [2 DVDs] (DVD)
Ein ruhiger, großartiger, schöner Film über ein Stück deutscher Geschichte; meisterhaft inszeniert. Ein Edelstein in einer (Film-) Welt voll sinnleeren Getöses! Danke, Edgar Reitz!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Die andere Heimat - Chronik einer Sehnsucht [2 DVDs]
EUR 14,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen