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37 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Details zur LP-Version
Ich möchte an dieser Stelle gar nicht auf den musikalischen Inhalt der Platte eingehen, sondern nur für alle interessierten den Unterschied zwischen der CD und der LP Ausgabe noch einmal verdeutlichen:

Die LP hat im Gegensatz zur CD 2 Tracks (Into My Arms / God Is in the House) mehr. Zusätzlich befindet sich vor dem letzten Track (Jack The...
Vor 12 Monaten von anonymus veröffentlicht

versus
7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Warum ist das Album erschienen ?
Nick Cave veröffentlicht Live-Alben nicht gerade im Jahrestakt. Das wäre auch vermessen, hat er doch vor über 20 Jahren mit "Live Seeds" eine Dokumentation unbändiger Bühnen-Energie geschaffen mit unerreichten Versionen seiner Songs.

Im Jahre 2013 muss und darf er anders klingen, hat Nick Cave doch sein Songwriting verändert und...
Vor 12 Monaten von Andreas Schuster veröffentlicht


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37 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Details zur LP-Version, 17. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich möchte an dieser Stelle gar nicht auf den musikalischen Inhalt der Platte eingehen, sondern nur für alle interessierten den Unterschied zwischen der CD und der LP Ausgabe noch einmal verdeutlichen:

Die LP hat im Gegensatz zur CD 2 Tracks (Into My Arms / God Is in the House) mehr. Zusätzlich befindet sich vor dem letzten Track (Jack The Ripper) eine etwa zweiminütig Sequenz die nicht auf der CD zu finden ist. Die CD Version startet mit: NC: "What are the chords to Jack the Ripper? [...] Hammer it Jim!" Auf der LP Version befinden sich zwischen den zwei Aussagen die eben erwähnten zusätzlichen zwei Minuten mit der Suche nach den richtigen Akkorden.

Der LP liegt ein Download-Code bei, welcher das Gesamte Album in der LP Version beinhaltet, also inklusive der beiden zusätzlichen Songs und der Suche nach dem Akkord. Die Dateien sind als 44.100kHz / 192kb/s VBR mp3 codiert.
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26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen In kleiner Runde, 29. November 2013
Von 
Mapambulo "Mapambulo" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Live from KCRW (Audio CD)
Jetzt kann man sie also wieder lesen, die selten trantütigen Vergleiche, dass es mit Nick Cave so sei wie mit einer edlen Flasche Rotwein, die werde im Alter auch immer besser, überhaupt sei der Mann nie so gut gewesen wie heute. Alles Mumpitz. Schon in den Anfangstagen, als er noch mit den Boys Next Door und der Birthday Party das Konzertpublikum zusammenstauchte, war Cave ein genialer Künstler und er ist dies über die Jahre und vor allem mit den Bad Seeds bis heute geblieben – nur hat sich eben mit der Besetzung seiner Begleitband auch der Charakter seiner Songs geändert. Man muss deshalb nicht gleich etwas von „altersgerechtem Ruhestandsrock“ daherfaseln, auch wenn der Anteil an Balladeskem erheblich zugenommen hat – er verpackt die bedrohliche Düsternis, die sich wie ein schwarzer Faden durch sein Werk zieht, nur einfach subtiler.

Nun also die dritte offizielle Live-Aufnahme des Australiers – zur Auswahl der Stücke passt der überschaubare Rahmen einer Radio-Session wie hier bei KCRW in Los Angeles mit handverlesenem Funkhaus-Publikum perfekt, eine Platte, die eher dem Crooner als dem Schachtelteufel Cave gerecht wird, die mehr mit Intimität als Intensität überzeugen kann. Bis auf den Rausschmeißer „Jack The Ripper“ vom live sonst eher stiefmütterlich behandelten 92er Album „Henry’s Dream“ wurden durchweg getragene Nummern ins Programm gehoben, selbst „Higgs Boson Blues“, das auf der aktuellen Tournee noch mit mächtig viel Schaum vorm Mund zum Vortrag kam, wirkt hier deutlich abgebremst, was dem Stück aber ganz gut steht. Weniger gut funktioniert das später beim „Mercy Seat“, der nun fast alle Beklemmung und jedweden Furor verloren hat – eines der wenigen Beispiele dafür, dass die Übersetzung früherer Klassiker in die Jetztzeit schon auch mal daneben gehen kann.

Der Gesamteindruck bleibt dennoch ein positiver, denn wo Cave nicht mit fiebriger Umtriebigkeit punkten kann, da läßt er seinen morbiden Charme funkeln und hat zudem eine Band im Rücken, die neben der wilden auch die leise Spielart beherrscht. Wenn bei „Mermaids“ die Gitarrensaiten kratzen oder Warren Ellis seine Violine unheilvoll vibrieren läßt, wenn „Stranger Than Kindness“ in (diesmal wirklich) altem Glanz erstrahlt und alle zusammen mit „Push The Sky Away“ dem Fadeout entgegenschaukeln, dann hat das wirklich einen Zauber, dem man sich schwerlich entziehen kann. Nach „Live Seeds“ von 1993 und „Abattoir Blues Tour“ aus dem Jahr 2007 ist diese neuerliche Liveeinspielung unterm Strich also eine lohnende. Er kann ja auch gar nicht anders. mapambulo:blog
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besser denn je, auch wenn es abgedroschen klingt ..., 1. Dezember 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Live from KCRW (Audio CD)
Mapambulo, der Erstrezensent, nennt die Vergleiche mit dem edlen Rotwein, trantütig. Auch Behauptungen, N.C. wäre nie so gut gewesen wie heute, hält er für Mumpitz. Er hat ja Recht, wenn er sagt, Nick Cave war schon immer ein genialer Künstler. Aber er hat sich doch stark verändert. Da ist nichts manieriertes mehr. Er ist routinierter (im positiven Sinne) und sich seiner viel sicherer. Speziell auf diesem Album kann man hören mit welcher Gelassenheit er seine Musik zelebriert. Ich konnte es erst kürzlich auf seinem Konzert erleben. Diese Gelassenheit und Sicherheit, macht es ihm möglich, eine beeindruckende Intimität zwischen ihm und dem Publikum herzustellen und die Spannung während des gesamten Konzerts zu halten. Diese Intimität ist auch auf diesem Album spürbar.
Ich komm noch mal auf das Konzert zurück. Er ist natürlich nicht allein zum Balladensänger mutiert. Immer wieder schmeist er seine Extremiteten von sich, dass es einem an einen Veitztanz erinnern lässt. Sowieso hat man den Eindruck, der Wahnsinn ist ihm nahe und blitzt immer mal wieder auf. Mitunter kommt der Punk, der er mal war, zum Vorschein und man staunt über die Aggresivität und Wildheit, die er noch in sich trägt.
Im nächsten Moment ist er zärtlich und man fühlt sich gestreichelt, z.B. wenn er "into my arms" singt (auf dem neuen Album leider nur auf Vinyl). Er ist kein Mann der Floskeln. Andere rufen "I love you all" und da bleibt trozdem eine Barriere zu den Zuschauern / Zuhörern. Er hingegen singt seine Songs und geht so nahe ins Publikum, fasst dabei ständig jemanden an, hält eine Hand während er weiter jeden Ton auf den Punkt trifft. Er ist eins mit den Leuten, die seinetwegen da sind. Das alles wirkt so wahrhaftig. Selbst wenn man nicht in den ersten Reihen steht, mit denen er fortwährend im Körperkontakt ist, selbst wenn man es aus einer gewissen räumlichen Distanz sieht (Ich hatte es vorgezogen, einen Sitzplatz in Anspruch zu nehmen), spürt man eine unglaubliche Intimität mit ihm.
Ein Highlight ist "Higgs Bosson Blues" von der letzten CD, wenn er immer wieder singt und stöhnt "Can you hear my heart beat" und dabei im Publikum versinkt und seine Fans in jeder Hinsicht berührt. Wer die Gelegenheit hat, das zu erleben, sollte es unbedingt tun. Es war ein Erlebnis, das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. Ich liebe Nick Cave mehr denn je .... Ich finde ihn immer noch wild, aber viel zärtlicher als früher, das was er heute macht ist Poesie.

Ich sag es jetzt zum Trotz doch mal (obwohl ich von Rotwein keine Ahnung habe). Er ist besser denn je, der Nick Cave. :)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Intensität der Stille, 18. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Live From Kcrw (MP3-Download)
Eine der besten Platten von Nick Cave und ich habe sie alle. Gleichauf mit The Boatsman's Call, also ein absolutes Meisterwerk. Meilenweit entfernt vom herkömmlichen Radio Trash. Die Songs gewinnen besonders durch die sparsame Instrumentierung und den intensiven, leicht brüchigen Gesank von Nick Cave unglaublich an Tiefe und stellen ihn in eine Reihe mit dem Alltime Hero Leonard Cohen. Es ist die Ruhe, mit der diese Songs performed werden, die den Gänsehautfaktor der Platte ausmachen. Der Song Push the Sky away ist in seiner Brüchigkeit für mich direkt vergleichbar mit Hurt von Johnny Cash. Unbedingt kaufen.
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5.0 von 5 Sternen Endlich Live! (Vinyl), 5. September 2014
Nick Cave & The Bad Seeds bringen mit "Live From KCRW" sein zweites Album dieses Jahr auf den Markt. Hierbei handelt es sich jedoch um ein Live Album, allerdings von einem "kleinen" Studio Konzert des Radio-Senders KCRW und eine entsprechende intime Atmosphäre wurde bei den Stücken eingefangen. Obwohl Nick Cave auf eine lange Musik-Geschichte zurückblickt handelt es sich erst um das vierte Live-Album, dieses lohnt sich jedoch. So findet sich ein kleiner Querschnitt aus "Push The Sky Away" und den vergangenen Werken von Cave und seinen Bad Seeds, zusätzlich kommt durch die gute Atmosphäre bei Konzert und der Art wie mit dem Publikum interagiert wird ein sehr rundes Album zustande. So wurden alle Titel für dieses Live-Konzert teilweise neu arrangiert und fügen sich so nahtlos zusammen als würde es sich um ein Album aus einem Guss handelt und nicht teile des aktuellen Albums mit sowie wie einem kleinen Best Of gemischt. Hier wurde tatsächlich hervorragende Arbeit geleistet und auch dies trägt zu einem runden Hörerlebnis bei.

Der Klang der Platte selbst kann als sehr breit und bauchig beschrieben werden. Bauchig insofern, dass hier die wärmen Klangfarben das Bild dominieren, damit jedoch auch wunderbar zur Stimme von Nick Cave passt, die wie immer zwischen feierlich energisch, traurig und einfach nur schön schwankt. Wie man es von einem Konzert erwartet breitet sich das Klangbild entsprechend räumlich vor einem aus, ohne jedoch unrealistisch breit zu wirken, auch hier kommt das Feeling des kleinen Studio-Konzertes wunderbar rüber, gerade wenn mal Applaudiert wird und das Klangbild noch einmal in die breite geht. Die Aufnahme der Titel an sich kann von mir auch nur als klar und sauber beschrieben werden, besser kann es auch vor Ort nicht geklungen, insgesamt empfinde ich die Abmischung als rund. Unabhängig von der Songauswahl ein Album was Freude in die Anlage bringt und sich einfach weggenießen lässt.

Von der Qualität des Albums kann man nur beeindruckt sein, in der heutigen Zeit leider nicht mehr selbstverständlich sind beide Scheibe wunderbar gepresst. So stellte ich zumindest keinen störenden Höhenschlag, Obeflächenschlieren, Kratzer oder gar Laufgeräusche in der Rille fest. Einziger Makel ist mal wieder die Innenhülle die nur aus einfachen Papier besteht, was jedoch zum Glück nicht so eng um die Platten lag und immer noch besser ist als harte oder gar raue Pappe. Warum die Hüllen nicht gefüttert sein kann erschließt sich mich jedoch auch weiterhin nicht. Bei der von mir erstandenen LP handelt es sich um ein hübsches Gatefold, in welchem sich noch ein Download-Code für die MP3 Version befindet. Und noch etwas positives gibt es zu berichten, während viele Labels die Bonus-Titel auf den Vinyl-Editionen weglassen gibt es bei "Live from KCRW" die zwei Titel "Into my Arms" und "God is in the House" nur auf der Doppel-LP.
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14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen dankbares schönes Vinyl!, 1. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich bin froh, diese Platte (Vinyl) bekommen zu haben.Sie kommt mit einem Downloadcode daher...supi!
Anscheinend ist sie nun auf dem Deutschen Markt nur schwer oder kaum noch erhältlich!
Sie wurde zum Record Store Day in den USA rausgebracht!
Die Musik ist spartanisch-schön-morbid-halt Cave!
Die Pressung erstklassig-leider ohne gute Innersleeves(Vinylsammler haben eh gute zuhause auf Halde liegen)!
Dieses Vinyl wird mal Sammlerpreise bekommen.Wer sie haben möchte,sollte schnell zugreifen,bevor es zu spät ist!

Nach paar Tagen:
Die Platte wird mein Liebling, sie spielt den gesamten Tag per Dauer Wiederholung über meinen Dual 1249!
Ein Genuß,live fast besser als auf CD!
und in der Tat-Herr Cave wird im alter besser und besser!
Schade, dass diese Art der Musik wahrscheinlich nur die mitte 30er bis 50er hören und kennen!(Baujahr 1960-1980)
Ich glaube kaum, dass sich junge Menschen diesen Klangkosmos einverleiben bzw. sich überhaupt noch mit "Künstlern" beschäftigen wie wir es zu unserer Zeit getan haben!
Wir haben damals eine neue Platte gekauft und wochenlang diese Platte gehört(zum leidwesen unserer ELtern).Wir haben die Cover abgemalt,Texte übersetzt u.u.u.!
Heute läuft jeder mit ner 1000er MP3 Sammlung herum und kennt nicht ein Drittel der Lieder-geschweige denn, den Künstler!
Hoch lebe das Vinyl-man schaut wieder wie ein Kind auf die Platte, man erfreut sich der Musik und hat Sehnsüchte in der Hand!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Re: Zensionen - Die Musik von Nick Cave wird reduziert und dadurch intensiver denn je, 9. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Live from KCRW (Audio CD)
### Eine Rezension von Re: Zensionen ###

# VORWORT #
Nahezu nichts ist so subjektiv wie Musik. Für jeden hört sie sich anders an, jeder bemerkt und mag Anderes. Das ist super! Die Rezensionen von Re: Zensionen versuchen, diesem Umstand Rechnung zu tragen und trotzdem unter Berücksichtigung von kompositorischen Elementen, Innovationen, Einfallsreichtum und Aufnahme- wie auch Spieltechnik irgendwie ein objektiviertes Urteil über Musik zu finden. Warum? Nun, damit vielleicht dem ein oder anderen Interessenten bei der Wahl seines nächsten Kaufes geholfen wird. Aber vor diesem Hintergrund gilt an erster Stelle: Am allerbesten ist es immer, sich selbst ein Bild zu machen, denn womöglich bin ich am Ende doch der Einzige, der ein bestimmtes Album sehr gut oder nicht gelungen findet.

# REZENSION #
Nick Cave ist ein alter Hase. Er hat schon so viel Musik erschaffen und gehört über Jahrzehnte hinweg zu den nicht eben zahlreichen Musikern, denen es gelungen ist, sich wiederholt selbst neu zu erfinden, ohne den eigenen roten Faden reißen zu lassen. Es gibt bei aller Diversität seiner Musik bestimmte Stilelemente, die er zu jedem Zeitpunkt gerne eingesetzt hat. Da wäre seine Stimme, die oft am Rande der Hörbarkeit knarzt und scharrt, bevor sie ein Wort preis gibt. Da wären die Wiederholungen, mit denen ein Lied gestreckt und gestreckt wird, bis wir fast schon vergessen haben, dass wir seit 7 Minuten ein und dasselbe Lied hören. Da wären auch die elegischen Klavierbegleitungen, die Hintergrundchöre, die Brüche in der Dynamik.

Warum zähle ich das alles auf? Nur für diesen Satz: Jedes einzelne dieser Elemente profitiert von dieser Live-Aufnahme und klingt intensiver, intimer, ausgeprägter denn je.
Die Jungs sind wie geschaffen für das Studio des längst berühmten KCRW Radios. Schließt man die Augen, sieht man Cave förmlich vor einem Sitzen, gebeugter Rücken, Augen geschlossen, Gesicht verzogen vom Schmerz der gesungenen Worte: Wie er ein jedes herauszwingt, ihm Klang gibt, als würde er den Text beim Singen doch nochmal abwägen.
Und das funktioniert für jedes Stück. "Far From Me" ist sensationell intim, mit voll tönendem, dabei unaufdringlichem Klavier, mit dieser sanften Percussion im Hintergrund und der Violine, für die dieses Stück geschrieben zu sein scheint. Alles greift ineinander, ohne sich zu vermengen; jedem Instrument kann man ohne Weiteres folgen. Wow, das macht wirklich einfach Spaß. Auch bei "Stranger Than Kindness" funktioniert das, obwohl das Instrumentarium sich ändert: Die Gitarre spielt im Hintergrund ein herrlich intensives Tremolo, ihr sich wiederholendes Thema verliert keinen Moment an Kraft und schafft so den Hintergrund für Caves Geschichte, für seine einzigartige Stimme. Gleiches könnte für jedes Lied wiederholt werden - akustisch ist diese Aufnahme eine kleine Sensation und Nick Caves Musik ist der perfekte Protagonist in diesem Raum.

Ob man Nick Caves Musik mag, muss man für sich selbst herausfinden, da hilft einem niemand. Ob man Lieder wie "No More Shall We Part" ein bisschen langweilig und unfokussiert findet, oder ob man eintaucht in seine tiefe, schleppende Melancholie, das ist eine Typfrage und sollte im Zweifel durch sorgfältiges Probehören geklärt werden.
Jedem Neuling zu Nick Cave sei dringend nahegelegt, der Platte und dieser Musik eine Chance zu geben - so vielseitig komponierte Pop-/Rockmusik findet sich nicht häufig, früher nicht und heute nicht.
Jedem Kenner sei gesagt: Hol' Dir das Album! Jetzt! Im Ernst: Es lohnt sich.

# IN EINEM SATZ #
Nick Cave verfrachtet seinen bemerkenswerten Bariton mitsamt seiner Instrumente und Lieder in ein Studio für eine Akustikaufnahme und findet dort den richtigen Rahmen, um ein intimes, kraftvolles Album zu erschaffen, das sich seiner zahllosen, verschiedenstartigen Kompositionen bedient und deren Qualitäten stimmungsvoll herausprägt wie selten zuvor.

# 5/5 STERNE #
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Warum ist das Album erschienen ?, 22. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Live from KCRW (Audio CD)
Nick Cave veröffentlicht Live-Alben nicht gerade im Jahrestakt. Das wäre auch vermessen, hat er doch vor über 20 Jahren mit "Live Seeds" eine Dokumentation unbändiger Bühnen-Energie geschaffen mit unerreichten Versionen seiner Songs.

Im Jahre 2013 muss und darf er anders klingen, hat Nick Cave doch sein Songwriting verändert und erweitert. Das Cover zeigt ihn im Halbdunkel eines Abstellraums inmitten unzähliger Instrumenten-Koffer, was eher eine gewisse Rohheit erwarten lässt. Falsch erwartet. Das Album steigt mit dem leisen "Higgs Boson Blues" ein, wohl kaum ein kraftvoller Konzertauftakt. Aber so bleibt es. Wie auch wohlmeinende Rezensenten betont haben, erleidet er seine Songs mehr, als dass er sie singt. Nur entlädt sich seine Energie nie laut. "The Mercy Seat" hat dadurch seinen ganzen Reiz verloren, wie ich meine.
Bis auf "Jack The Ripper" bleibt es leise und gesetzt. Positiv fällt mir der Klassiker "Stranger Than Kindness" auf, der erstaunlich gut auf das letze Studioalbum "Push The Sky Away" gepasst hätte. Naja und natürlich das grandiose Push The Sky Away selbst. Auch wenn beide Nummern wenig Variation erfahren. Sie klingen, wie sie immer schon klangen. Sonst kann ich dem Album jedoch wenig abgewinnen.

Warum ist dieses Album eigentlich erschienen? Die Songauswahl und -reihenfolge lässt wenig Konzertdramatik zu. Gegen Ende von "Far From Me" fragt Nick Cave bezeichnenderweise "What Else"? Er gibt sich leidenschaftslos. Wer Live From KCRW als Momentaufnahme seiner Kreativität verstehen möchte, kann sicher damit leben. Ich empfinde die Scheibe als langweilig und konzeptlos mit wenigen Highlights. Ich durfte ihn auf der Bühne schon anders erleben.
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5.0 von 5 Sternen Ein Must für Nick-Cave Fans, 2. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Live from KCRW (Audio CD)
Ich bin seit Jahren ein Nick Cave-Fan und es ist mir immer wieder passiert, dass ich CDs gekauft habe wo sich meine Begeisterung in Grenzen gehalten hat. Jedoch mit dieser Live-CD sind meine Erwartungen bei weitem übertroffen. Mit minimalistischen musikalischen Background kommt das zur Geltung,was meiner Meinung ihn so genial macht, seine Stimmung und die Aussagekraft seiner Songs. Einfach unbeschreiblich. Bei den unplugged Versionen von "And more shall we part oder People ain`t no good" kommt mir schlichtweg die Gänsehaut.
Ein verregneter Abend, ein Flasche schwerer Rotwein und diese CD - that`s cave alive!!!
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5.0 von 5 Sternen Klasse Livemitschnitt!, 4. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
habe mir ja vor 2 Jahren einen Plattenspieler wieder zugelegt, auch weil ich einfach viele vinyls habe... Diese Live-Doppel-Lp ist einfach rund. Nicholas Cave wird wie ein Cognac mit zunehmendem Alter immer besser, die wilden ungezähmten Zeiten sind wohl orbei, doch auch die alten Lieder haben immer noch eine Präsenz und Tiefgang und erscheinem im reiferen klangbild sehr schön. Nicht zu vergessen das gute Push the sky awy... runde Sache!
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Live from KCRW
Live from KCRW von Nick Cave (Audio CD - 2013)
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