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4.0 von 5 Sternen (teilweise) traumhaft schön !
„The Theory of Everything“ ist ein Doppelalbum mit 42 Tracks... das ist ne' Menge Holz ! Die 42 Tracks suggerieren 42 Songs, doch viele Tracks wirken wie Intros, halbe Lieder und Übergänge, die den Hörer auf den eigentlichen Song vorbereiten. Dennoch: der Inhalt des Albums ist bunt-abwechslungsreich und wertvoll – es wirkt wie eine offene...
Vor 10 Monaten von Pir Sultan Abdal veröffentlicht

versus
29 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ja wo ist sie denn, die Theorie?
Als Jahrzehntelanger Arjen (der Kopf hinter Ayreon) Hörer habe ich mich auf die neue Platte gefreut. Doch momentan bin ich doch recht enttäuscht.

STORY
Der Titel ließ hoffen auf einen weiteren Ausflug in die Science Fiction Story, die seit dem ersten Ayreon Album stetig erweitert wird. Die titel gebende Theorie ist jedoch nur ein McGuffin,...
Vor 10 Monaten von Niesrind veröffentlicht


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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen (teilweise) traumhaft schön !, 26. Oktober 2013
Von 
Pir Sultan Abdal "1550" (Sivas) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
„The Theory of Everything“ ist ein Doppelalbum mit 42 Tracks... das ist ne' Menge Holz ! Die 42 Tracks suggerieren 42 Songs, doch viele Tracks wirken wie Intros, halbe Lieder und Übergänge, die den Hörer auf den eigentlichen Song vorbereiten. Dennoch: der Inhalt des Albums ist bunt-abwechslungsreich und wertvoll – es wirkt wie eine offene Schatztruhe.

Ich deute den Albumtitel als Kampfansage, er ist ein Fingerzeig, daß Ayreon mit ambitionierten Anspruch auftreten (The Theory of Everything = Universaltheorie). Ayreon sind ähnlich verspielt und verschnörkelt wie Dream Theater, doch öfter mit folkloristischen Mitteln. Während auf der CD1 von „The Theory...“ mittelalterlich-orientalische Klänge dominieren, neigen die Songs auf der CD2 zu Pathos und Erhabenheit. Meine Favoriten sind: das wunderschöne „The Theory of Everything“ (Part 1+2), das mittelalterlich anmutende „Patterns“, das fabelhaft-orientalische „The Teacher's Discovery“, „The Eleventh Dimension“, das pathetische „Magnetism“, das dramatische "Diagnosis" usf...

Rezensent "Niesrind" hat völlig recht: man hört unentwegt genial, genial genial... ja wo ist sie denn nun, die Universaltheorie ? In Hollywood hätte eine Story, die um den heißen Brei redet und am Ende nichts präsentiert, keine Chance. Die schwache Story lebt ausschließlich von der Verheißung – das gleicht einer Mogelpackung. Das Ende bietet weder die versprochene Pointe (Weltformel), noch ein befriedigendes Happy-End.

Die Songs sind fragmentiert, sie werden ratenweise dargeboten; dies ist ein Hörgenuss auf Raten. Die Mini-Songs klingen wie musikalisches Fastfood – wie Cheesburger und Hamburger. Sie scheinen für oberflächliche Zuhörer zugeschnitten zu sein, die weder Geduld noch Zeit mitbringen. Die direkten Übergänge (ohne Pause oder Ausklang) der zerstückelt wirkenden Tracks sind oft hässlich, sie wirken erzwungen und sie zerstören damit die Stimmung, die das letzte Stück zuvor aufgebaut hatte. Und sicher hätte das Album an Intensität und Zugkraft dazugewonnen, wenn man ein paar schwache Tracks rausgeschmissen hätte. Der überflüssige Ballast verwässert die Atmosphäre.

Ich will nichts beschönigen und Hurra schreien: in dieser Schatztruhe ist nicht alles Gold, was glänzt...
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen GUT (Grand Unified Theory), 14. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Allen Behauptungen zum Trotz gibt es immer noch Konzeptalben. Zum Glück! Wenn es dann noch soviel Spaß macht wie dieses, umso besser. Mit der Vereinigung von Relativitäts- und Quantentheorie hat das Album jedoch kaum etwas am Hut, diese dient nur als Aufhänger für die nicht besonders originelle Story. Den Punktabzug gibt es aber nicht deswegen, sondern wegen des Etikettenschwindels einer All-Star-Band mit alten Haudegen wie Keith Emerson, Rick Wakeman, John Wetton etc. Diese Herren sind sich für die Aufnahmen nie begegnet, haben nicht mal das gleiche Studio benutzt. Keith Emerson recycelt in seinem einzigen Solo das Thema der "Blues Variation" aus "Pictures of an Exhibition", und auch Mr Wakeman etc. geben nur kurze Einlagen zum Besten.
Ansonsten ist dieses Album ein Musterbeispiel dafür, wie ein Musikgenre von den Segnungen moderner digitaler Aufnahme- und Bearbeitungstechnik profitieren kann. So werden aus unzähligen einzelnen Schnipseln vier mächtige 20+ Minuten-Werke zusammengebaut, welche sich jedoch wie aus einem Guss anhören. Hörenswert...
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr als gelungener Reboot - mit bekannten Merkmalen, 5. November 2013
Das Warten ist endlich vorbei – der Prog-Meister Arjen Anthony Lucassen hat sich wieder an sein Meisterstück namens AYREON gewagt. Seine Solo-Album „Lost In The New Real“ (2011), das neue STAR ONE Werk „Victims Of The Modern Age“ (2010) und auch das GUILT MACHINE -Projekt (2009) waren absolut starke Veröffentlichungen, doch das letzte große AYREON Meisterwerk „01011001“ (oder auch „Y“) liegt schon über fünf Jahre zurück.

Das neue Doppelalbum hört auf den mysteriösen und ebenso genialen Namen „The Theory Of Everything“ und kommt mit einem verhältnismäßig schmalen LineUp daher. Namen wie Jordan Rudess (DREAM THEATER), Steve Hackett (GENESIS), Troy Donockle (NIGHTWISH) oder Keith Emerson (EMERSON, LAKE & PALMER) lassen trotzdem schon Großartiges erahnen. Bei den Sängern gab Arjen dieses Mal teilweise weniger bekannten Talenten den Vorzug, die aber allesamt eine wirklich gute Leistung abgeben und gewisse Rollen in der Geschichte zugeteilt bekamen. Nachdem Arjen zugab, dass das AYREON Universum nach „The Human Equation“ und „01011001“ zu kompliziert wurde, verpasste er diesem einfach ein Reset und startete nun eine neue Geschichte, die in einer möglichen Gegenwart spielt und weniger opulent, aber ebenso tiefgründig ausgefallen ist.

So geht es um ein Wunderkind, dargestellt von Tommy Karevik (KAMELOT), der aber eine gewisse Konzentrationsschwäche aufweist. Die Story beginnt filmreif mit dem „Prologue – The Blackboard“, welches eigentlich bereits das Ende der Geschichte darstellt. Eine Blende zurück und es wird in die Jugend- bzw. Schulzeit von ihm geschwenkt. Neu im AYREON Universum ist auch, dass Arjen „nur“ vier Songs zur Verfügung stellt, die aber alle über 20 Minuten kommen und in ca. zehn Parts aufgeteilt sind. So fallen diese eher kurz aus und können von 30 Sekunden bis hin zu vier Minuten dauern. Musikalisch gesehen beginnt man spannend und atmosphärisch – sofort ist Lucassens Handschrift zu erkennen und man wird schnell in die AYREON-Welt hineingezogen, die man erst nach gut 90 Minuten wieder zu verlassen vermag. Wunderschöne Piano-Klänge, fette Synthesizer, Hammond Orgeln, Akustikgitarren, spaceige Parts, fette Riffs, pumpende Drums, etwas Folklore und tausend Elemente mehr, die man von AYREON in ähnlichen Formen kennt, sind zu finden. Doch zurück zur Geschichte. Der Vater, gemimt vom bei uns eher unbekannten Michael Mills (TOEHIDER), ist ein Wissenschaftler, der das Potential hinter seinem Sohn nicht sieht und sich auf seine Arbeit eingeschworen hat, während die besorgte Mutter – Cristina Scabbia (LACUNA COIL) natürlich hinter ihrem Sohn steht, ebenso wie der perfekt gewählte Lehrer Janne "JB" Christoffersson(GRAND MAGUS), der auch als Mentor und Freund dient und die Freundin und später auch Geliebte(Sara Squadrani von ACNIENT BARDS). Ebenso genial in seiner Rolle als Widersacher zeigt sich Marco Hietala (NIGHTWISH, TAROT). Der letzte im Reigen ist Rock-Legende John Wetton (ASIA) als Psychiater. Man sieht, es braucht nicht immer einen Bruce Dickinson, Damian Wilson, Jorn Lande oder Russel Allen um ein unvergessliches Hörerlebnis zu garantieren.

Nun, einen der vier Songs zu bevorzugen fällt nicht nur schwer, sondern stellt sich doch als Ding der Unmöglichkeit heraus. Alle Songs und deren Parts haben ihre Daseinsberechtigung und ihre ganz besonderen Momente, somit kann man vielleicht einzelne Parts erwähnen, doch auch meine Favoriten schwanken von Mal zu Mal - aber versuchen wir es. Während die ersten Teile von „Phase I: Singularity“ als Einführung zu sehen sind und viele verschiedene Stimmungen erzeugen, kommt bei „The Teacher's Discovery“ zum ersten Mal Gänsehaut auf. Die Dynamik zwischen Tomy, JB und Marco is einmalig und setzt sich bald im Ohr fest. Auch musikalisch hat man hier mit orientalischem Einschlag und genialem Drumming von Ed Warby (GOREFEST) einiges zu bieten. Man spürt die Rivalität, den Neid und auch die Bewunderung förmlich knistern. „Love & Envy“ ist mit seiner eisigen Atmosphäre auch ein wahres Erlebnis, wohingegen das hektische „The Gift“ direkt aufwühlend wirkt. „The Theory Of Everything“ ist wohl das am schwersten zugängliche Werk von AYREON, was nicht unbedingt an der Progressivität selbst liegt, sondern vielmehr daran, dass sich kaum eine Strophe wiederholt und auch selten musikalische Elemente mehrmals aufgegriffen werden, wenn doch, dann aber perfekt in Szene gesetzt, wie bei den drei Teilen des Titeltracks.

Mittlerweile befinden wir uns in „Phase II: Symmetry“. John Wetton stellt die Diagnose und bietet eine Droge, die helfen sollte. „Diagnosis“ zeigt John in Bestform und zum zweiten Mal kommt Gänsehaut auf. Generell holt Arjen wie immer alles aus den Sängern heraus und zeigt sie auch von anderen Seiten, als man sie sonst kennt. Durch die Gesangsdynamik kommt auch immer wieder Opern- und Musicalatmosphäre auf. Die Droge selbst lehnt die Mutter natürlich ab, der Vater jedoch mischt diese unter das Essen des Wunderkinds und setzt somit sein ganzes Potential frei. Mehr möchte ich zu der mitreißenden Story gar nicht erzählen, außer, dass sie mich an Filme wie „Ohne Limit“, Rain Man“ oder „A Beautiful Mind“ erinnert.

Zwischendurch gibt es auch immer wieder interessante Stücke, die auch ohne Gesang die Handlung sehr schön vorantreiben. Wenn man in diese eintaucht, dann merkt man auch warum. Arjen sollte schleunigst Drehbuchautor werden und das stagnierende Hollywood aufwecken. Richtig intensiv wird es in der zweiten Hälfte mit „Transformation“, actionreich mit „Collision“ und wirklich herzzerreißend mit „Side Effects“ – nochmal Gänsehaut! Bevor es nun aber zu ausschweifend wird, komme ich zum Ende und weise noch auf das emotionale Feuerwerk vom Finale hin. „The Parting“, traurig, wie der Titel schon vermuten lässt und „The Breakthrough“ sind zum Ende nochmal eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle, während der letzte Song "The Blackboard - Reprise" den Hörer mit offenem Mund dastehen lässt.

Arjen Lucassen hat es erneut geschafft, ein Meisterwerk zu erschaffen, das seinesgleichen sucht. Vergleiche mit den Vorgängern sind aufgrund des musikalischen und lyrischen Konzepts eigentlich nicht möglich bzw. wären fast blasphemisch. „The Theory Of Everything“ ist ein Meisterstück, dass zwar ohne seine Handlung auch funktionieren könnte, aber der Hörer würde so einiges verpassen, den die Symbiose aus Text und Musik ist unvergleichlich und möchte ich nicht mehr missen. Er spielt nicht nur mit der Psyche seines Hauptcharakters, sondern auch mühelos mit den Gefühlen des Hörers. Danke Arjen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lucassen's Alben sind keine Theorie, sondern gespielte Praxis eines Ausnahmekünstlers!!, 18. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es gibt ja wohl nichts subjektiverses als die eigene Meinung oder der Übung in Kritik, von daher sollten alle Kritiker vom Planeten Vulkan stammen!! Ein emotinsloser und pragmatisch denkender Mr Spock könnte in unvergleichlicher Weise mannigfaltige Gründe für den Erwerb diverser Ayreon-Alben kredenzen, die auch nicht den leisesten Zweifel an gerechtfertigten Bestellungen derselben übrig ließen. Der Dr Who der 5. Staffel hätte wohl gesagt: Vulkanier sind coool!! Die Frage, die sich stellt lautet doch: Was wollen wir hören? Wenn uns der Sinn nach chartmäßigem Lalala-Einheitsbrei stünde, wären wir wohl nicht just zu dieser Stunde bei einer Ayreon-Bewertung gelandet...Was macht Arjen Lucassen also so außergewöhnlich? Musiker wie er halten sich nicht an den Mainstream, sie verfolgen ihre Träume und Visionen, egal was die Musikindustrie fordert! Lucassen schenkt uns audiophile Erlebnisse, die ihresgleichen suchen, Arjen's Kunst liegt in der Harmonie und Zusammenführung verschiedenster Musikrichtungen..Von Metal, ProgRock, Oldschool über Blues, Soul, Jazz-Anleihen und Klassik-Elementen bis hin zu Folk und Bombast-Arrangements vermischt mit Pink Floyd, 60er-Jahre Sounds und diversen anderen von mir hier nicht aufgeführten Stilrichtungen (Volksmusik war bisher noch nicht dabei.. :-) ) auf diese Weise bringt er eine derart hochqualitative wechselnde Musikerschar für seine Projekte zusammen, daß man nur noch mit den Ohren schlackern kann!!Selbstredend unterscheiden sich seine Cds in punkto Schaffenskraft, Ausdrucksstärke und Intensität....es kann ja auch nicht jeden Tag die Sonne scheinen:-) Um sich ein endgültiges Urteil zu erlauben, muß man sich seine Werke (egal welches) schon selber zu Gemüte geführt haben.Es gibt soundsoviele Bands, die ihre Instrumente perfekt beherrschen, es aber nie schaffen, daß der Funke auf die Hörerschaft überspringt, weil es an der Beseelung der Stücke hapert...Meine (subjektive) Empfehlung an alle ab den frühen 70ern Geborenen: Ayreon kaufen (besonders "the human equation" und "into the electric castle"...breitestes Spektrum seiner Werke), sich eine Auszeit gönnen und in den audiophilen Genuß eines großen Künstlers kommen. Ayreon ist sowas von zeitlos.. Macht Euch selbst ein Bild und seid offen für alles!! The Theory of everything ist vielleicht nicht das Beste, aber auf jeden Fall ein wunderbar gestaltetes Einsteiger-Album und jeden Cent wert!! Wer den aufstrebenden Metal Ende der 70er, den Abgesang auf die psychedelischen Heroen der 70er (Jethro Tull, Emmerson Lake & Palmer, Pink Floyd) die komplexen Stücke Anfang der 80er (Dream Theater, Mekong Delta), die Hardrock-Heroen von Savatage und Whitesnake miterlebt hat, sowie orchestralen Chören, Folk, Medieaval, Blues etc etwas abgewinnen kann, der oder die liegt bei Ayreon niemals falsch!! Danke Arjen!!
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29 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ja wo ist sie denn, die Theorie?, 27. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: The Theory of Everything (Audio CD)
Als Jahrzehntelanger Arjen (der Kopf hinter Ayreon) Hörer habe ich mich auf die neue Platte gefreut. Doch momentan bin ich doch recht enttäuscht.

STORY
Der Titel ließ hoffen auf einen weiteren Ausflug in die Science Fiction Story, die seit dem ersten Ayreon Album stetig erweitert wird. Die titel gebende Theorie ist jedoch nur ein McGuffin, lediglich an einer Stelle tauchen entsprechende physikalische Begriffe auf. Klar, daß die "Große vereinheitlichte Theorie" (siehe Wikipedia) nicht wissenschaftlich korrekt erklärt wird, denn die gibt's ja noch gar nicht - und das wäre bestimmt auch langweilig.
Aber was hier als Story verkauft wird ist - sorry, Arjen - billiger Klischee Schund.

Wir haben ein autistisches Kind-Genie, das dem Vater bei der Arbeit an der Theorie helfen könnte - dazu müßte er allerdings ein ungetestetes Medikament einnehmen. Die Mutter will das Leben ihres Sohns nicht riskieren; der Vater ist nur an seiner Theorie interessiert. Der Vater gibt ihm dann heimlich das Medikament, woraufhin er à la "Tommy" erwacht. Dann haben wir noch das "Mädchen" und den "Rivalen", die sich genau so verhalten, wie man es erwartet.

Sprich: Statt einer Fortführung der Story um den Planeten Y, den Migrator, die Marskolonien - kurz: statt einer Science Fiction Story gibt es diesmal "Rain Man". Was ja nicht grundsätzlich schlecht ist, aber dann hätte das auch "The Genius inside" oder so heißen und nicht "Ayreon" drüber stehen sollen (Arjen hat ja noch diverse andere Projekt Identitäten).

MUSIK
4 Tracks à 20 Minuten hat sich Arjen ausgedacht. bzw doch eher, wie auch schon auf den CDs eingeteilt: 42 Fragmente mit durchschnittlich 2 Minuten Laufzeit.
Das Problem: genau so hört es sich oft an. Da geht dann der nächste Track in einer anderen Tonart los, also muß noch schnell ein Gitarrenlauf dahin auflösen, weil sonst gar kein Zusammenhang zwischen den Teilen besteht. Oft wechselt auch der Rhythmus unmotiviert oder ein viel zu schnelles Synthie Arpeggio dudelt für ~15 Sekunden, bevor es von dem nächsten Track abgelöst wird, den bis auf das neue Tempo nichts mit dem Arpeggio verbindet.

Solche Brüche können durchaus mal klappen und sich gut anhören (siehe u.a. frühere Ayreon Platten), aber auf der "Theory of Everything" habe ich leider zu oft das Gefühl, daß die Teile mit der heißen Nadel zusammengestrickt wurden. Teilweise wird dann auch eine Begleitung erst mal in einer anderen Tonart gespielt (die noch zum vorigen Track passt) und dann nach 5 Sekunden kompositorisch unmotiviert in die Tonart des neuen Tracks gewechselt.
Ich hätte es besser gefunden, einzelne abgetrennte Tracks zu haben, als diese auf-Teufel-komm-raus miteinander zu 20 Minuten zusammen zu packen, selbst wenn einem keine vernünftige Überleitung einfällt.

Leider hinterbleiben bei so einem Konzept auch weniger Eindrücke hängen, da keine längeren Spannungsbögen vorhanden sind, wie zB bei "Beneath the Waves" oder "Isis & Osiris", die sich einem daher ins Gedächtnis einbrennen. Einzig der Titeltrack bleibt im Gedächtnis.
Die grundlegenden Tracks sind eigentlich ganz gut - aber durch diese Verhackstückelung und ohne klare Linie, die durch die 20 Minuten der einzelnen Teile führt, wird das Hörerlebnis getrübt.

Zudem gibt es noch eine Handvoll Stellen, die SEHR an vergangene Alben erinnern - teilweise könnte man wohl durch entsprechendes Überblenden nahtlos in ein bekanntes älteres Ayreon Stück überleiten. Aber das hatte ich mir zuerst bei dem "01" Album auch gedacht und fand es nachher gut, deswegen ignoriere ich dies für die Bewertung.

FAZIT
Unbedingt vorher mal einen kompletten 20 Minuten Teil anhören, um die Wirkung als Ganzes zu erleben.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lange darauf gewartet ...,, 7. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
... aber auch nach dem nunmehr 4. Durchlauf will die Scheibe bei mir nicht so recht zünden. Entgegen des vielversprechenden Titels erscheint mir das Fehlen eines musikalischen roten Fadens das Hauptproblem zu sein. Hätte Lucassen es, wie ursprünglich vorgesehen, es bei den 4 Titeln a ca. 20 Min gelassen, wäre das Werk möglicherweise etwas geschlossener in sich geworden, anstatt wie jetzt geschehen, es in 42 Titel mit zum Teil geradezu brutalen Breaks bzw. Übergängen aufzubröseln. Besonders auffällig wirken diese harten Übergänge auf meinem Kompaktanlagen-Player, der es sich nicht nehmen läßt, zwischen jedem Titel eine klitzekleine Pause einzubauen.
Wie bei Ayreon üblich, sind wieder jede Menge Musiker & Sänger/innen vertreten, die sich prima ergänzen und auch gut ausgewählt scheinen. Man mag darüber streiten, ob es unbedingt zweckmäßig oder gar sinnvoll ist, extra zu den betreffenden Musikern in deren Studio zu gehen, aber das habe ich, Gott sei's gedankt, nicht zu entscheiden.
Die Story des Albums erscheint in sich schlüssig, wennauch, verglichen mit den älteren Alben, etwas dünn. Die Musik klingt nach Ayreon, sowohl im positiven Sinn, als leider auch im negativen Sinne, denn vieles wirkt bekannt und vorhersehbar, wenn man, wie ich, die anderen Ayreon-Alben sein Eigen nennt. Man mag darüber diskutieren, ob die Selbstzitate zu Ayreon gehören oder auch nicht, sie verhindern aber schlußendlich, dass etwas wirklich neues entsteht.

Unterm Strich sind 3 Sterne weder zu viel noch zu wenig, das Album ist nicht so gefällig wie The Human Equidation, sondern geht mehr in Richtung Final Experiment oder Electric Castle. Den normalerweise üblichen Anspiel-Tipp erspare ich mir, da er durch die Brüche sehr kurzen Titel wenig sinnvoll erscheint. Wer die Gelegenheit hat, sollte sich das Album in Ruhe anhören und sich ggf. dann für oder gegen einen Kauf entscheiden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erneut ein tolles Werk, 4. Dezember 2013
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70er Prog Rock, Folk Rock und Heavy Rock. Erneut ein tolles Werk mit tollen Musikern und tollen Songs (ohne Chorus) und schöner Story. Auf jeden Fall ein Tipp!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Album 2013, 27. November 2013
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Das beste Ayreon Album ever. Es ist noch mehr aus einem Guss als die Vorgänger und rockiger. Sehr toll komponiert und musiziert. Abwechslungsreich .... ein Album zum hinsetzten und lange Hören. Grandios auch die Verflechtung traditioneller Elemente mit neuem und innovativen. Ein muss für jeden progressiven Musikliebhaber.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial, 19. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Da hat der Holländer mal wieder ein Meisterwerk geschaffen! Tolle Künstler zusammen getrommelt und super Musik geschrieben. Erinnert sehr an Human Equation
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hohes Niveau - wie gewohnt!, 29. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hallo liebe Leserinnen und Leser,

anhand der 5 Sterne könnt Ihr mit Sicherheit schon erraten, ob ich eine Kaufempfehlung für dieses Doppelalbum ausspreche.

Hier in aller Kürze:

- wieder einmal ein hochwertiges Ayreon-Doppel-Album auf qualitativ sehr hohem Niveau
- fantastische Sängerinnen und Sänger
- tolle Geschichte, großartige Texte und gelungenes Konzept (auch wenn viel Platz zur Eigeninterpretation gelassen wird - genau mein Ding!)
- fantastisches Artwork (hab mir die LP geholt - da wirkt es noch viel besser)
- gewohnt hohes Produktionsniveau (sowohl CD als auch LP)

Ich möchte es als gelungene Mischung aus den letzten drei Ayreon-Alben (The Universal Migrator, The Human Equation und 01011001) bezeichnen. Viele Weltmusik-Einflüsse (Human Equation), viele elektronische Elemente (Universal Migrator I) und viel zünftiges Hard Rock / Heavy Metal Gefrickel - gekonnt unter eine Haube gepackt.

Also eine ganz klare Kaufempfehlung und wer die erwähnten drei Alben leiden konnte, wird bei dieser Doppel-Scheibe definitv nicht enttäuscht werden (die Story ist reine Geschmackssache... soll sich jeder selbst seinen Teil denken - ich mag sie :-).

Viel Spaß beim Hören (am besten auf Kopfhörern).

Edit: hab leider vergessen, etwas zu den "42 Stücken", bzw. 4 Stücken mit je ca. 20 Minuten zu sagen: hört man die Scheibe als Ganzes, geht das wunderbar (ist halt ein Konzept-Album). Allerdings fällt es schwer, einen "bestimmten Song" als Favoriten auszuwählen. Mir persönlich macht das rein garnichts aus... aber es gibt durchaus viele Hörer und Fans, die sich daran stören könnten. Man kann halt nicht sagen, dass "Track 5 von CD 2" jetzt das beste Lied ist, weil's halt eben nur ein Part aus einem größeren Stück ist.
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