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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nostalgieflash
Ich meine, es reicht eine Kurzbeschreibung - Heartbreaker ist ein typischer Straight-Forward-Opener, Coup De Grace ist nicht soooo viel anders, Lost Woman Blues ist - dem Titel entsprechend etwas blueslastig - und erinnert anfangs ein wenig an "Capricorn" vom Overkill-Album.

End Of Time, Going To Mexico, Queen Of The Damned und Paralyzed sind die Speed-Songs...
Vor 10 Monaten von Sichris veröffentlicht

versus
35 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen business as usual
1991 war ich, damals 17 jahre alt, das erste mal auf einem motörhead-konzert. besessen von motörhead war/bin ich seit meinem 12ten lebensjahr. nach initialem durcharbeiten des frühwerkes und dann der "1916" als erweckungserlebnis war ich der band verfallen und bin es bis heute. 16x live gesehen, in jeder bisherigen lebensphase stets den passenden...
Vor 10 Monaten von Goldfinger veröffentlicht


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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nostalgieflash, 18. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Aftershock (Audio CD)
Ich meine, es reicht eine Kurzbeschreibung - Heartbreaker ist ein typischer Straight-Forward-Opener, Coup De Grace ist nicht soooo viel anders, Lost Woman Blues ist - dem Titel entsprechend etwas blueslastig - und erinnert anfangs ein wenig an "Capricorn" vom Overkill-Album.

End Of Time, Going To Mexico, Queen Of The Damned und Paralyzed sind die Speed-Songs der Scheibe, wobei "Queen ..." einen Ace of Spades Ableger darstellt, während "Paralyzed" eher in Richtung "Bomber" geht. Jo, und mit Death Machine wird noch mal eine Huldigung an Ace Of Spades ausgepackt, das ist "(We Are) The road Crew", nur ein wenig langsamer!

Zur Vorsicht hat man mit "Dust And Glass" noch eine Ballade im Stile von 1916 ausgepackt.

Da auch die restlichen Songs alle im grünen Bereich sind, haben wir insgesamt gesehen also eine gute Motörhead-Scheibe, deren Songs sich wie oben aufgeführt öfter mal an den 80er Klassikern der Band orientieren.

Schön, dass es Lemmy mit seinen Gesundheitsproblemen noch packt - die Höchstwertung sollte man sich aber für die Klassiker aufheben, und die hatten die Jungs halt schon, also bleiben vier Sterne übrig!
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35 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen business as usual, 21. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Aftershock (Audio CD)
1991 war ich, damals 17 jahre alt, das erste mal auf einem motörhead-konzert. besessen von motörhead war/bin ich seit meinem 12ten lebensjahr. nach initialem durcharbeiten des frühwerkes und dann der "1916" als erweckungserlebnis war ich der band verfallen und bin es bis heute. 16x live gesehen, in jeder bisherigen lebensphase stets den passenden motörhead-sound dabei gehabt. warum schreibe ich das jetzt vorweg? um zu verdeutlichen, dass eine rezension eines motörhead-albums durch mich natürlich nicht objektiv sein kann, sondern immer subjektiv verklärt sein wird.

ein wirklich bleibendes, epochales album der derzeit 3 herren darf und wird niemand mehr ernsthaft erwarten. nach einigen echten tiefschlägen in den letzten jahren und dann mit "motörizer" der wiederauferstehung ist man froh, wenn nicht wieder ein lieblos produziertes und mehr oder weniger hingerotztes werk erscheint. mit dem vorgänger "the wörld is yours" war eine respektable leistung erbracht, hierzu verweise ich auch gern auf meine damalige rezension.
und nun "aftershock". nach diversen hördurchgängen gibt es hierfür von mir 3 sterne. insgesamt ein sauber produziertes, druckvolles stück motörhead. mikkey dee erweist sich einmal mehr als glücksfall, was der mann an der double-bass und seinem sonstigen arbeitsgerät abliefert ist grosser sport. philthy animal taylor, der damals jedes konzert durch sein muppet-show-drummer-performance-geklöppel belustigte (und seinen job dabei angesichts seiner polytoxikomanen dauerbreitheit durchaus beachtlich erledigte) wäre mit den nun abermals herausragenden rhythmen überfordert gewesen.

bedenkt man aber, dass motörhead-stücke sich über die jahre im live-setting als klassiker und vom publikum eingeforderte dauer-setlist-stücke entwickeln müssen, um zu funktionieren, wird bei "aftershock" schnell klar, dass hierauf allenfalls 2 titel, nämlich "end of time" und "do you believe" eine chance haben. woran liegt das? meiner meinung nach daran, dass diese band einfach für jede denkbare art ihres stiles bereits die ultimativen klassiker vorgelegt hat: neben den allseits bekannten stücken wie "bomber", "ace of spades", "killed by death" etc. sind das titel wie "ramones" als speedy fast-punk-stück, "orgasmatron" als dissonanter schocker, "you better run" als blues-kracher, "whorehouse blues" als reminiszenz an verschwitzte, versoffene, verhurte südstaaten-nächte, "love me forever" und "lost in the ozone" als balladen ohne schmalz und kitsch (beide live imho zu selten gespielt). der opener schlechthin ist für mich weiterhin "doctor rock", rock and roll at it`s best gibt es bei "going to brazil" und "angel city", mitgrölen geht ja immer super, besonders schön aber bei "one night stand".

auf "aftershock" werden nun titel in durchaus hörbarer, unterhaltsamer art serviert, das album langweilt beim hören nicht, die langsamen "lost woman blues" und "dust and glass" sind sehr okay, aber man wird das gefühl nicht los, irgendwie all das schon mal irgendwie ein paar nuancen besser gehört zu haben.
muss man das album haben? als fan auf jeden fall, ansonsten eher nicht.
muss man zur aktuellen tour? selbstverständlich. wer weiss wie lange lemmy noch lebt...

das artwork von "aftershock" ist auch annehmbarer als oftmals zuvor, erinnert mich ein wenig an bilder aus dem irak (wenn die fahrzeuge wohl auf die deutsch armee unter rommel anspielen). das bandfoto im booklet ist gewohnt mittelmässig, phil campbell sieht im alter immer besser aus, lemmy ist eh gott, kann er rumlaufen wie er will, und das mikkey dee ein camp david-shirt trägt ist ihm (und auch nur ihm) zu verzeihen.

ich glaube, die herren haben das album einfach für sich gemacht, und unter diesem gesichtspunkt sollte man es sehen. dass sie spass hatten hört man, ich freue mich auf hamburg am 3. dezember und bleibe motörhead-addicted for life!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der heilige rote Faden..., 18. Oktober 2013
Von 
Pir Sultan Abdal "1550" (Sivas) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Aftershock (Audio CD)
Der heilige rote Faden – sie haben ihn auch diesmal nicht verloren !
Mit Aftershock sind sich Motörhead auch diesmal treu geblieben. Das Werk ist klassisch-solide. 'Dust and Glass' und 'Lost Woman Blues' überraschen uns mit sanftem Gesang und eingängigem Blues. 'Keep Your Powder Dry' hört sich an wie ein Song, den AC/DC nie veröffentlicht haben. Die restlichen Songs sind schneller-aggresiver R&R/Punk, in denen man die gesundheitlichen Probleme, die Lemmy haben soll, überhaupt nicht heraushört.
Meine Highlights sind: Heartbreaker, Coup de Grace, Going to Mexico, Paralyzed

Was bedeutet klassisch / solide? Rezensent „Sichris“ spricht es nicht klar aus, aber in seiner guten Analyse deutet er eine Tatsache an: Motörhead gießen neuen Wein in alte Schläuche... Spräche man in diesem Zusammenhang von „Selbstplagiaten“, würden sich die Gemüter erhitzen, denn es klingt diffamierend. Die Formulierung "Selbstzitate" klingt umgänglicher, ich glaube, damit können sich auch Motörhead-Fans anfreunden.

In der Anfangseuphorie neigt man dazu, Bestnoten zu verteilen und das Werk über den grünen Klee zu loben. Aus der Distanz beurteilt verdient Aftershock lediglich 4 Sterne...

Fazit: Motörhead-Enthusiasten können bei Aftershock bedenkenlos zugreifen.
Wer sich für die Jungs bislang nicht erwärmen konnte, wird es auch jetzt nicht tun.
Ich hoffe Lemmy bleibt uns weiter erhalten und beglückt uns mit weiteren Alben...
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hoffentlich nicht das letzte Nachbeben, 25. Oktober 2013
Von 
Asphaltwolf (4942 Meilen bis Graceland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Aftershock [Vinyl LP] (Vinyl)
Über Lemmy konnte man dieses Jahr ja nicht so viel Gutes lesen. Auch wenn man es kaum glauben mag, muss selbst eine so widerstandsfähige Natur wie Lemmy dem jahrzehntelange Leben auf der Überholspur Tribut erweisen. Aber dies durfte noch nicht das Ende sein. Denn mit "Aftershock" melden sich motörhead wieder standesgemäß zurück. Bereits die Ankündigung eines neuen Albums überraschte mich angesichts der vergangenen gesundheitlichen Probleme des Motörmeisters, trotz der Verspätung im Zwei-Jahres-Turnus der Band, was Studioalben betrifft. Die Überraschung wurde aber sehr schnell durch die Vorfreude verdrängt.

Ein weiteres Mal produziert von Cameron Webb, liegt "Aftershock" klanglich auf der stahlharten Schiene der modernen motörhead, die mit "Inferno" begann und den folgenden Alben bis zum heutigen Tage fortgesetzt wurde. Insoweit ich das beurteilen kann, offenbart Aftershock ein differenziertes, kaum getrübtes Klangbild, das nicht ganz so knüppelhart wie die Vorgänger ist. Das Album bildet diesbezüglich keinen Vergleich zu dem Matsch von dem (dennoch sehr guten) "Motörizer", und greift da wieder auf, wo "The Wörld Is Yours" aufhörte. Motörhead fräsen sich sauber durch ihre dreckige Musik.

Musikalisch hat sich bei motörhead da auch nichts geändert. Das Album besteht überwiegend aus schmutzigen Heavy Rock N'Rollern, die mal abwechselnd flotter, getragener oder auch härter ausfallen. Viele dieser Songs werden von zackigen Riffs angefeuert, die ich in dieser Form vielleicht eher mit einer Band wie Skew Siskin in Verbindung gebracht hätte. Motörhead und Lord Axesmith scheinen halt immer noch die Riffmeister zu sein. Die Lieder gehen dadurch sofort locker und flüssig durch die Gehörgänge in die Seele und versetzt sie ein weiteres Mal ordentlich mit motörhead.

Aber selbst wenn man sich das Album auf Anhieb locker geben kann, machte sich bei mir zu Beginn doch etwas Ernüchterung breit. Motörhead haben ein solide und routiniert gefertiges Album aus einem Guss rausgehauen, das einen motörisierten Musikfan kaum enttäuschen wird, aber trotzdem scheinen etwas die richtigen Höhepunkte im Songwriting zu fehlen. Die Lieder sind meines Erachtens von ziemlich einheitlicher Motörqualität. Es gibt für mich keine Ausfälle, aber auch keine totalen Überflieger. Manche Lieder kommen etwas besser als andere, und welche das sind, muss man wohl selbst entscheiden. Nach einigen Durchläufen kristallisieren sich bei mir langsam die ersten Favoriten heraus. Denn ja, da ist es ja doch, das ganz besondere motörhead-Feeling! Diese Band kann einfach nicht schlecht. Mir persönlich gefällt da das aufgewühlte, turbulente "Knife" am Besten. Aber auch die harten, pfeilschnellen "End Of Time", "Queen Of The Damned", und "Paralyzed" kommen mit jeder Umdrehung besser und besser. Auch ein etwas eindimensionaler, ganz gering von Funk angehauchter Song wie "Death Machine" wirkt beim ersten Hinhören eher unscheinbar, kommt dann aber hart entgegen. Die etwas getragene Nummer klingt wie eine schwere Lokomotive, die kurz vor dem Entgleisen steht und schon ordentlich Funken schlägt.

Mit der rockigen Hymne "Keep Your Powder Dry" (eine textliche Hommage an "For Those About To Rock"?) wildern motörhead in ihrer ureigenen Manier ordentlich im Revier von AC/DC, und das stampfende "Going To Mexico" erinnert mich durch das primäre Riff und den trampelnden, harten Rhythmus an einen Song ähnlichen Namens der US-Amerikanischen Power-Sleazer von McQueen Street. Rock N'Roller wie "Do You Believe" und "Crying Shame" offenbaren dagegen die direkten Wurzeln der motörhead-Musik bei Musikern wie Chuck Berry oder auch The Rolling Stones. Für ein Werk, das aus einem einzigen Stahlblock gefertigt worden zu sein scheint, ist es doch auch erstaunlich abwechslungsreich, wie ich finde. Aber Assoziationen mit der Musik anderer Bands bedeuten nicht, dass "Aftershock" es in irgendeiner Form an dem einzigartigen, typischen motörhead-Charakter vermissen lassen würde. Im Bereich der harten Musik gehören motörhead zu den Originalen, und sie bleiben sich ein weiteres Mal vollkommen treu und experimentieren nicht in der Gegend herum. Mit "Lost Woman Blues" gibt es allerdings einen melodischen und entspannten Blueser, bei dem Lemmy sehr ruhig und klar klingt. Auch "Dust And Glass" geht in dieselbe Richtung, und ist fast schon eine Ballade geworden. Beide Nummern lockern den Verbund an bärbeißigen Heavy Rock N'Rollern etwas auf.

Vielleicht ein kleines Manko ist da doch, dass die Texte der Lieder für motörhead-Verhältnisse fast schon banal sind. Aber das ist eben der Rock N'Roll in seiner Anfangszeit. Angesichts des gelungenen Covers, das im Hintergrund zerstörtes deutsches Kriegsgerät aus dem II. Weltkrieg zeigt, habe ich mich dazu hinreißen lassen, einen Haufen sprachlich elaborierter Lyrics zu erwarten, die sich mit der von Lemmy typischen Art und Weise mit den Gräueln des Krieges, der Zerstörung der Natur, der Verlogenheit der Politiker, dem Missbrauch der Menschen, und der unaufrichtigen Frömmigkeit der Kirche auseinandersetzt. Dem Anhören der Musik tut dies jedoch keinen Abbruch.

Motörhead machen weiterhin Laune und gehören für mich ganz einfach zum kompletten Leben mit dazu. Ich kann mir kaum vorstellen, wie es sein sollte, wie die Welt ist, wenn Lemmy tot von der Bühne fallen sollte. Die Welt, und ganz besonders das Universum der Rockmusik, dürften bedeutend ärmer sein. Bleibt daher zu hoffen, dass Lemmy noch eine ganze Weile 'on the road' sein kann und mit seinen Motörhead-Mannen noch ein paar Alben aufnimmt. Meine unheimliche Vorfreude auf "Aftershock" wurde zwar nicht zu 100 % entsprochen, aber enttäuscht hat es mich auch nicht. Im Gegenteil, das Teil dreht sich gerade erst warm. Ich schätze, die Band macht ganz einfach die Songs die sie selbst machen möchte. Und so sollte es auch sein.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "IT'S ONLY ROCK'N ROLL AND WE LIKE IT!", 25. März 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Aftershock (Audio CD)
Nach der Hammer-Veröffentlichung des letzten Studio-Albums legt die Rock'n Roll-Institution 2013 erneut ein Killer-Album nach, für dass eigentlich ein Waffenschein notwendig wäre. Lemmy & Co. stehen für Qualität, in Form von kompromisslosen, straighten und geradlinigen Hardrock ohne Kompromisse. Die Speed-Granaten des Albums "Coup de grace", "Do you believe", "Crying shame", "Queen of the damned" und "Knife" erinnern an Lemmy's Glanzzeiten und blasen locker alles weg. Raritäten stellen der melodiöse Slow-Blues "Lost woman blues" und die stimmige Soft-Ballade "Dust and glass" dar, wo jedoch problemlos der hohe Standard der Scheibe gehalten wird. Bandleader Lemmy spielt und singt Rock'n Roll, wie wenn es seine letzte Scheibe wäre, und ist somit in jeder Sekunde authentisch. Es ist ein bisschen so wie mit einem alten, edlen Tropfen, der immer besser wird je älter er ist. Ich verneige mich ehrfürchtig vor Lemmy & Co. und wünsche ihnen und allen Fans noch vieler solcher Hammer-Alben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Passt!, 19. Oktober 2013
Von 
RJ + YDJ (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Aftershock (Audio CD)
Auf das neue Motörhead Album Aftershock bin ich sehr gespannt gewesen. Das letzte Album The Wörld Is Yours war für Motörhead Verhältnisse ziemlich relaxt, würde die Band so weitermachen? Wirken sich die zwischenzeitlichen gesundheitlichen Probleme von Lemmy auf die Musik der Band aus?

Irgendwie hat die Band es geschafft eine gute Balance zwischen dem ruhigen letzten Album und dem härteren Motörhead Material zu schaffen. Einige Songs klingen sogar recht wütend, was vielleicht eine Reaktion des Sängers auf die letzten, nicht so einfachen Jahre ist.

Mit “Heartbreaker“ startet die Band dann auch gleich wütend in Aftershock. Der Song ist ein typischer Motörhead Uptempo Stampfer, welcher wohl jedem Fan der Band gefallen wird. “End Of Time“ und “Paralyzed“ spielen in der gleichen Liga, treiben aber den Härtegrad und den Geschwindigkeitsindex noch etwas nach oben.

“Coup De Grace“ zeigt wie gut die Band den guten alten Rock N‘ Roll beherrscht und “Lost Women Blues“ ist eine geschmeidige fast-Ballade, welche durch Lemmys kratziges Organ die richtige Würze bekommt!

Aftershock gefällt mir besser als The Wörld Is Yours.
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20 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das große Nachbeben, 18. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Aftershock (Audio CD)
Da ist er nun also, der neue Longplayer aus dem Hause Motörhead: AFTERSHOCK. Im Vorfeld waren ja einige Leute sehr skeptisch, was die weitere Existenz von Motörhead angeht. Das lag neben den vielen gestrichenen Shows im Sommer vor allem an Lemmy's Konzertabbruch beim Wacken Open Air. Ich war selber vor Ort und hatte auch meine Sorgen, denn Lemmy sah auf der Bühne ganz und gar nicht gut aus. Musikalisch natürlich über jeden Zweifel erhaben, merkte man Herrn Kilmister besonders bei den Ansagen zwischen den Songs an, wie anstrengend die ganze Show für ihn ist. Umso größer natürlich die Erleichterung, als Doro bei dem folgendem Auftritt klärte, dass es Lemmy gut gehe. Dennoch blieb die Stimmung angespannt, da Lemmy schon einen deutlichen Schlag mitgenommen hatte.

Um es vorwegzunehmen: Auf AFTERSHOCK hört man der alternden Legende namens Motörhead keine Anzeichen von Schwäche an. Das Album geht gleich zu Beginn in die Offensive: Mit dem klasse Song HEARTBREAKER geht es mit vollem Tempo los, anschließend mit COUP DE GRACE eine typische Motörhead Nummer mit ordentlich Dampf unter dem Kessel. Rock n Roll à la Motörhead, wie es sich gehört! Danach wird jedoch erst einmal der Fuß vom Gaspedal genommen. Mit LOST WOMAN BLUES gibt es eine (, wer hätte das anhand des Titels gedacht,) Bluesnummer, wie es die Veteranen des Genre wohl kaum besser machen könnten. Aber man wird mit END OF TIME auch schon wieder aus der Verschnaufpause gerissen. Die Doublebass dampft und Lemmy röhrt, wie man es kennt und liebt. Es bleibt schnell, aber Rock n Roll-lastiger bei DO YOU BELIEVE. Zu diesem Song muss man kaum was sagen: Man will Motörhead, man kriegt Motörhead, ganz einfach. Auch der anschließende Track DEATH MACHINE überzeugt mit den typischen Trademarks, die sich im Lauf der Motörhead-Diskografie angesammelt haben, bevor es mit DUST AND GLASS noch eine Bluesnummer gibt. Das Ganze bringt natürlich Abwechslung rein, ist qualitativ gesehen auch gut, hätte meinetwegen aber auch verkürzt als Part von LOST WOMAN BLUES gepasst. Trotz der Ähnlichen Titel fällt GOING TO MEXICO, wesentlich härter und zeitgemäßer aus als GOING TO BRAZIL vom Album „1916“. Gefällt mir persönlich sehr gut, wie auch alle nachfolgenden Songs, vor Allem aber die bereits länger bekannten CRYING SHAME und QUEEN OF THE DAMNED (bei Letzterem Querverweise auf glorreiche OVERKILL- und ACE OF SPADES-Zeiten, unbedingt drauf achten) und das bärenstarke PARALYZED welches genau da das Album beendet, wo es mit HEARTBREAKER begonnen hat: Schnell, Heavy, Motörhead!

Insgesamt bin ich mehr als zufrieden mit diesem Album, ich halte es sogar für eines der besten von Lemmy & Co. AFTERSHOCK kann dank Hits, wie PARALYZED, GOING TO MEXICO, END OF TIME oder COUP DE GRACE, aber auch dank einem runden Gesamtpaket mit den Alben der jungen Motörhead-Ära ab HAMMERED mithalten. Ich kann noch nicht genau sagen, ob es vielleicht besser oder doch schlechter ist als diese Alben, allerdings sehe ich sie auf Augenhöhe miteinander. Ich werde sehen, ob sich neue Favoriten herauskristallisieren oder ob ich neue Erkenntnisse über die Einordnung von AFTERSHOCK in die Motörhead-Diskografie erlange, werde in den nächsten Tagen die Rezension dementsprechend weiter ergänzen. Mein aktuelles Bild von AFTERSHOCK jedoch ist ein sehr gutes und der Name ist Programm: Wer hätte schon gedacht, dass Lemmy und Co es schaffen, die Klasse der letzten Jahre trotz der Vorkommnisse in den vergangenen Monaten zu halten und in dem Alter ein Album veröffentlichen, wie man es wohl unter diesen Voraussetzungen am wenigsten von ihnen erwartet hätte? Motörhead zeigt erneut, was in ihnen steckt und ich freue mich bereits auf die im Herbst folgende Tournee, wenn es einmal mehr heißt: „We are Motörhead and we (still) play Rock n Roll!“
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5.0 von 5 Sternen Angenehm Überrascht!, 20. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Aftershock Rsd [Vinyl LP] (Vinyl)
Irgendwie habe ich keine Info gefunden, was die RSD Variante von der "Normalen" unterscheidet Also: 180 Gramm! (Geschätzt, nicht gewogen. :-)) Und 'ne hübsche Bild-Pressung.
Sound super!

Ja und inhaltlich? Da tu ich mich immer schwer, bin ja kein Musikjornalist.
Mir gefällt die Scheibe gut! Sie reiht sich hervorragend in die Discographie ein, ist harmomisch als Gesamtwerk und bietet auch den erwarteten "Ausreißer"! "Lost Women Blues", wie der Titel schon sagt, eine richtig gelungene Blues-Nummer, die sofort in die Top 100 meiner persönlichen Playlist gefunden hat!

Bitte, bitte lasst Lemmy und seine Jungs STEINALT werden, (und mich auch;-)), dann freu ich mich jetzt schon auf ein Gesamtwerk von ca. 40 Scheiben! :-)
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zündete bei mir erst nach mehrmaligem Hören, 24. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Aftershock (Audio CD)
Natürlich klingt es nach Motörhead, was natürlich auch so zu erwarten war. Heute habe ich mir dann nochmals die beiden Vorgänger "Motörizer" und "The Wörld is Yours" komplett reingezogen. Im Vergleich sind diese beiden Alben etwas stärker, als es "Aftershock" ist.Gelungen ist für mich eindeutig das Albumcover, ansonsten wiedereinmal ein typisches Motörhead-Album. Daher gebe ich Lemmy und seinen beiden Mitstreitern für ein eher gutgehendes Album wohlwollende 4 Sterne.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großer Wurf mit kleinen Schwächen, 19. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Aftershock (Audio CD)
Wer Motörhead bestellt, bekommt Motörhead. So einfach ist das. Dieses simple Prinzip wird erneut durch den vorliegenden Tonträger bestätigt.

Bei dem Werk handelt es sich um eine konsequente Fortsetzung Cameron Webbs' Konzeptes des "ehrlichen, dreckigen Rock'n'Roll der Marke Motörhead".
Was macht sie erfolgreich? Keine Experimente, keine Überraschungen, kein Tamtam. Und das ist gut so. Motörhead und allen voran Frontfibrom Lemmy ist inzwischen so etwas wie der Fels in der Brandung, der von der Zeit gezeichnet wird. Und dabei seinen Feinschliff erhält.

Dennoch unterscheidet sich das Album zu den meisten anderen. Es ist zur Abwechslung mal abwechslungsreich.

Der Opener "Heartbreaker" eröffnet das Fest mit einem Kaliber der Sorte "Runaround Man" auf dem Album Motörizer. Wunderbarer Kickstart, womit dieses Album direkt an den beiden Vorgängern anknüpft.

Kaum angefixt, wird es schon fast unverschämt. Wozu lange um den heißen Brei rocken, wenn es auch direkt auf die Zwölf geht?!? Und so kann das Trio Infernale mit "Coup de Grace" den Ofen schon mit der zweiten Schippe zum Glühen bringen.

Eine kurze Verschnaufpause gibt es mit "Lost women blues", was zwar zunächst zum Kopf-ins-glas-hängen einlädt, aber dann doch mit ordentlich Schmackes abschließt.

Kaum am Chillen, wird man wieder wachgerüttelt durch den rollenden Brecher "End of time".
Spätestens hier offenbart sich dem geneigten Motörhead die Qualität des Albums in Gänze. Dieser Song und sogleich der darauf Folgende reihen sich stolz in die seit "Inferno" anhaltende kreative Hochphase dieser alten Hasen ein.

"Do you believe" gebärt sich ein wenig wie "Bye, Bye, bitch, bye, bye" oder "Get back in line". Wer hier nicht die Stirn abwechselnd gen Himmel und Erde führt, leidet an Genickstarre.

Kein Motörhead Album ohne einen mittelmäßigen bis schlechten Song. An der Stelle würde ich klar "Death Machine" als jenen welchen benennen. Zündet einfach nicht wirklich und rangiert erst mal als Lückenfüller Nummer eins.

Als nächstes steht "Dust And Glass" auf dem Programm. Definitiv ein klasse Song für diejenigen, die sich auch mit Balladen auseinandersetzen können und wollen. Ich tue das jedenfalls nicht so gerne, schon gar nicht bei Motörhead. Umso überraschender, dass ich inzwischen diesen Titel ins Herz schließen konnte - hat aber einige Tage gebraucht.

Mit "Going To Mexico" werde ich nicht enttäuscht. Kurzweilig, flott, typisch. Fans von Lemmy's Rickenbacker kommen hier auf ihre Kosten. Donnert der doch bei diesem musikalischen Erguss volles Rohr im Einklang mit den Stimmbändern des Bassisten. Großartig!

Im Midtempo geht es mit "Silence When You Speak To Me" weiter, allerding erweist sich der als zweiten Lückenfüller, mit dem ich mich auch einige Durchläufe später nach wie vor nicht anfreunden kann. Das Ding hätte das Reissbrettt nicht verlassen dürfen.

Viel schneller wird's mit "Crying Shame" zwar nicht, dafür kommt aber gute Laune auf. Nette Grooves, und es ist sogar ein Klavier zu hören.

Unbeschreiblich geht es mit Song 11 zur Sache. DEM SONG auf dem Silberling. Als wäre er der "Ace of Spades" entsprungen. Sehr fein hin gerotzt! So muss Technik! Ein echter Meilenstein. Es gibt keine Worte dafür, was diese alten Säcke da auf die Scheibe geklatscht haben. Dieses Stück Motörheadgeschichte verdient den goldenen WasWeißIch.

Es folgt Hausmannskost. Keine Brecher, aber die beiden Stücke haben es aber auch nicht leicht nach dem Knaller in der elften.

"Keep your powder dry" darf man getrost als Lückenfüller drei bezeichnen. Damit ist leider die Chance zum Knalleralbum schlechthin vertan..
"Paralyzed" lässt die etwas bräsige Schlussphase eines ansonsten gelungenen Album würdevoll abschließen.

Fazit: Dank an Lemmy. Auch wenn diesmal die Scheibe (bis jetzt) (und an ganz wenigen Stellen) nicht ganz so rund läuft wie der ein oder andere Vorgänger -
für den Wert eines Fläschchens Bourbon halte ich hier einen Output in Händen, der mich wie fast alle Alben dieses Gespanns den nächsten Winter überstehen lässt.

Die weniger starken Nummern überhören wir galant und die Vierkommazwo Sterne runden wir großzügig auf fünf auf.
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