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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen HRK - wie wir es lieben
Die Kritiker von Heinz-Rudolf Kunze lassen sich grob in 2 Kategorien einteilen.
Die einen werfen ihm vor, er sei mit den Jahren zu seicht und kommerziell geworden.
Die anderen sagen, sie brauchen nicht belehrt zu werden. Man könne schließlich selbst denken.
Und ich frage mich dann, ja was denn nun?
Wenn Kritiken so unterschiedlich...
Vor 17 Monaten von Oliver Leuchtner veröffentlicht

versus
10 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein Widerspruch in sich
Während eine Kritik hier von zwei Fangruppen spricht, möchte ich das gleich auch einmal machen: Es gibt die Realisten, die HRK-Alben unvoreingenommen, aber natürlich subjektiv bewerten, und es gibt die Die-Hard Fans, die wirklich noch so jedes Release vom Freizeitrocker schönreden. Besonders von der zweiten Gruppe gibt es hier wirklich extrem viele...
Vor 10 Monaten von Der Sven veröffentlicht


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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen HRK - wie wir es lieben, 21. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Kritiker von Heinz-Rudolf Kunze lassen sich grob in 2 Kategorien einteilen.
Die einen werfen ihm vor, er sei mit den Jahren zu seicht und kommerziell geworden.
Die anderen sagen, sie brauchen nicht belehrt zu werden. Man könne schließlich selbst denken.
Und ich frage mich dann, ja was denn nun?
Wenn Kritiken so unterschiedlich ausfallen, hat man eigentlich alles richtig gemacht. Das Schaffen von HRK war sicherlich geprägt von unterschiedlichen Phasen. Insofern, war er nach seinen Anfangserfolgen auch schon experimenteller unterwegs, als in den letzten Jahren. Auf mich macht er aber eher den Eindruck eines Künstlers, der, sicher auch durch Erfahrung und Alter, zu sich selbst gefunden hat. Wenngleich auch mir nicht alles gefällt was er so produziert. Aber es gibt ja auch noch einen Unterschied zwischen Fan sein und sklavischer Akzeptanz.
Kunze ist Liedermacher, Zeitkritiker und Schlagersänger in einem. Er übersetzt und macht Musicals, schreibt Gedichte, beschäftigt sich mit mehreren Musikprojekten und ist neuerdings unter die Romanschreiber gegangen (wir dürfen gespannt bleiben). Er ist sozialkritisch, aber den Linken dann doch wieder zu bürgerlich und dabei offensichtlich auch noch Christ.
„Wir alten Jusos müssen die Sahnetorte von innen aufrollen“ oder so ähnlich, ist ein treffender Satz von ihm. Ob er sich wirklich einen Spaß daraus macht, verquere Textpassagen zu kreieren, um sich dann zu Hause darüber kaputt zu lachen, dass Hörer darin einen Sinn zu entschlüsseln versuchen, weiß ich nicht. Oft ergibt sich der Sinn seiner Zeilen aber in der Tat erst nach mehrmaligem Hinhören. Vielleicht ergibt sich ja auch für jeden ein anderer Sinn, wenn z.B. der Clown „Feuer“ schreit.
Was ich an Kunze immer geliebt habe. Er ist sich eigentlich für nichts zu fein. Da wechselt Gesellschaftskritik auch schon mal mit Schnulzennummer. Kein Bäh, weil falsche Schublade. Kein pseudointellektuelles Naserümpfen: „Nein, die alten Sachen spiel ich nicht mehr“. Er ist ein Wanderer zwischen den Musikstilen und damit der lebendige Beweis, dass Schubladen nur eine Erfindung sind, um sich soziologisch abzugrenzen und sich im Zweifel qualitativ über andere zu erheben. Aber bei dem was er macht, ist er dann meistens richtig gut. Die Ausnahme darf auch hier die Regel bestätigen.
Zu differenzieren, ob er früher bissiger war, mag ich nicht. Jede Zeit hat ihre Ergebnisse. Den neuen Long Player habe ich in den letzten Wochen so oft runtergespielt, wie keine der letzten Veröffentlichungen. Ich finde die CD äußerst abwechslungsreich und stelle fest, dass sich die Wertigkeit der einzelnen Titel im Laufe mehrmaligen Hörens verändert hat. Als Lieblingssong hat sich mittlerweile der Titelsong „Stein vom Herzen“ herauskristallisiert. In „Es wird ein gutes Leben“ und „Weltweit Feuer frei“ beschreibt er 2 Seiten der Medaille Deutschland. „Schämt ihr euch nicht“ erinnert mich ein wenig an Songs a la bots. Aber auch mit „Hallo Himmel“ oder „Küsse unterm Kleid“ kann ich mich anfreunden. Was wäre eine Kunzescheibe ohne handfesten Schlager.
Ich danke dem (Alt)meister für ein erneutes Stück qualitativ gute Unterhaltung. Was will man mehr. Und die die es besser wissen, sind aufgefordert es besser zu machen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Spiegel...., 22. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
...ich will jetzt keine intelektuellen Abhandlungen von mir geben.... die darf sich jeder selbst machen. Nur einige Worte zur Wirkung dieser Musik: Sie lädt ein, in einen Spielgel zu schauen, mal mit ruhigen, mal mit rockigen, mal mit gefälligen, mal mit weniger leicht schluckbaren Melodien oder Texten. Ich mag Kunze, weil er unbeschreiblich mit Worten jonglieren und eben diesen besagten Spiegel vorhalten kann.... und der Spiegelfaktor dieser Klänge und Texte ist sehr hoch... da finde ich es auch angenehm, wenn mal ein "Verschnauflied" dabei ist... wer ständig in die Sonne schaut wird halt geblendet und sieht nichts mehr. Spaß, Innehalten, Schlucken, Überraschung... alles dabei. Ich wünsche allen Hörenden genauso viel beklemmend-befreienden Genuß!!!!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganz starkes Album, 22. November 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Beim ersten Reinhören habe ich mich sehr schwer getan. Aber die Erfahrung sagt ja, dass man ein Album mindestens 5-10 mal gehört haben sollte bevor man es abschließend bewertet. Und nach dieser Anzahl der Hörproben muss ich sagen, es ist das beste Album von HRK seit vielen Jahren. Die Mischung aus wirklich guten Rocknummern und sehr schönen Balladen ist sehr stimmig. Das Album ist super produziert und hat aus meiner Sicht mit dem Titel "Das Leben nehmen" nur einen ewtas schwächeren Song. Meine Top-Favoriten sind "Stein vom Herzen", "Europa's Sohn", "Küsse unterm Kleid", "Glück auf deiner Seite". Aber sie liegen nur ein Hauch vor den anderen Songs. Hätte nicht gedacht, dass HRK ohne HL noch einmal so ein tolles Album macht. Kaufempfehlung!
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32 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufbruch und Nostalgie, 25. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wenn das neue Album von HRK und Verstärkung schwach wäre, lieferte die grandiose Schlussnummer "Es wird ein gutes Leben" den sprichwörtlichen versöhnlichen Abschluß.
Auf "Stein vom Himmel" erfüllt der Song aber mehr die Funktion eines I-Tüpfelchens. Versöhnung braucht am Ende der Platte niemand.

Es brennt wieder. Und deshalb macht eine Besprechung zum neuen HRK-Album ungefähr soviel Spaß, wie bei "Hier rein, da raus", auch wenn solche Vergleiche natürlich hinken. Zu unterschiedlich sind Arbeitsweise und Zutaten. Aber fangen wir vorn an.
Ausgangsbasis der Verstärkung, die diesmal ohne Jörg Sander auskommt (wunderbar aufgefangen von Zoran Grujovski), der sich bis 2015 ausklinken will, war mit "Die Gunst der Stunde" ein Album, von dem schon früh offensichtlich war, dass es einen Wendepunkt darstellen würde. Zu seicht kam es daher, zu unverbindlich war es getextet, und mit viel zu viel Zuckerguß war es produziert. Dazu mit "Hunderttausend Rosen" eine Single, die dem Kernklientel der Ariola gefährlich nahe kam. Wer Heinz ein bißchen kennt, dem war schnell klar, dass DGDS nicht das Album war, mit dem er auf Dauer gut leben kann. Zu eng war das Korsett, dass der Platte den Atem nahm.

Wie glattgebügelt DGDS produziert war, stellte der Stammhörer dann auch auf der Tour fest, wo zahlreiche Songs unter Zuhilfenahme von Spielfreude und schweißtropfendem Charme kaum wiederzuerkennen waren.
Die Sonnendurchflutung, die DGDS zudem abbekommen hatte, war aus heutiger Sicht übrigens weniger ein Problem. Auch auf "Stein vom Himmel" läuft Heinz nicht mit der Abrissbirne durch die Gegend. Jedenfalls nicht nur. Aber dafür haben die Songs ganz viel frischen Wind abbekommen. Und damit kommen wir langsam zum Thema. Heinz hat sich wieder seiner Kernkompetenz zugewandt und der Stellschraube seiner Ausrichtung eine kräftigen Drehung in die entgegengesetzte Richtung versetzt.

"SvH" ist keinesfalls das völlige Gegenteil des Vorgängers, aber die Besinnung auf Selbstbewußtsein und Lebendigkeit. Die Songs atmen. Sie haben wieder die wunderbare Tiefe früherer Zeiten. Sie verschaffen Gänsehaut. Und sie ergeben ein stimmiges Bild. Zum Beispiel wird nicht eine Nummer ausgeblendet.

Vermutlich wurde lange nicht mehr so wenig in ein HRK-Album reingeredet, was sicher auch daran lag, dass Heinz bereits eine aufwendige Vorproduktion mit Peter Pichl gemacht hatte, und deshalb bereits mit ausgearbeiteten Ideen auf der Matte stand, die die anderen Beteiligten überzeugen konnten. Keine runden Tische, an denen ellenlang Zettel umhergeschoben wurden. Keine Quotendebatten um Komponistenanteile.
Übrigens hat Heinz zwölf der vierzehn Titel komplett geschrieben, ungewöhnlich viel für ein Band-Album, und günstig für den roten Faden. Und den macht vor allem der tolle Klang der Platte aus. Frisch wie gerade auf der Bühne mitgeschnitten, aber trotzdem bis ins Detail ausgefuchst.

Dazu kommt, dass der Wechsel innerhalb des Hauses Sony von der Ariola zum wiederbelebten RCA-Label einen Strich unter den Versuch der Segmentierungsfanatiker gemacht haben dürfte, Kunze gegen jede Vernunft doch noch irgendwie ins Schlagersegment drücken zu wollen. Es war also alles erlaubt. Und es entstand beim Produktions-Trio ein Gespür dafür, wie man einen unbekümmerten Kunze anlegt, dem man nicht aus allen Richtungen Kompromisse zuflüstert. Selbstvertrauen entsteht, wenn man nicht Alles in Frage stellt. Und da war "Hier rei, da raus" natürlich ein guter Lehrmeister.

Der Opener rockt gleich mal mit ungeschliffener Oberfächenstruktur durch die Decke. Ungefähr so, wie "Himmelfahrtskommando" seinerzeit in "Rückenwind" hineinbrach, welches ja auch so eine Art Aufbruchalbum war. "Europas Sohn" thematisiert mit tiefem, fast drohendem Gesang das gefährliche Spiel taktisch operierender Europakritiker, lotet dann aber auch patriotische Grauzonen aus. Letztlich bekommt der Hörer lediglich die Empfehlung, etwas differenzierter zu sondieren, bevor er Parolen nachquatscht. Der Song hat keinen Refrain, aber herrlich schräge Breaks, die auf DGDS undenkbar gewesen wären.

"Das Leben nehmen" ist eine weitgehend autobiographische Nummer mit viel Wortwitz, die mich irgendwie ein bißchen an "Menschen gehen auf" andocken läßt, was bitte niemand zu ernst nehmen mag. Erklären kann ich das nicht.
Zum ersten Mal erleben wir in diesem Song die neue Leichtigkeit. Obwohl durchgetüftelt und auf den Punkt produziert, klingt es fast wie live gespielt. Kein Instrument drängt sich in den Vordergrund. Vor allem die Keyboards laufen so herrlich dezent durch, dass sie den Song tragen können ohne an irgendetwas zu kleben.
Apropos Keyboards, hier können wir jeweils raten wer da überhaupt am Werk war. Denn neben dem Referenztastenmann Matthias Ulmer zeichnen auch Goran, Jens und Heinz für verschiedene Arten von Tasten verantwortlich.

Die Single "Hallo Himmel" ist eingängig und kraftvoll, wirkt dabei aber nicht konstruiert oder kalkuliert. Über den sonderbaren Text mit der erst bei sehr genauem Hinhören erfassten Message hatte ich ja an anderer Stelle schon referiert. Wer da jetzt nicht so genau hinhört, wird die Lyrics vermutlich als völlig durchgeknallt wahrnehmen. Eine Zeile wie "Hallo Himmel, ich hab dir etwas Erde mitgebracht", bleibt zweifellos haften. Die Chöre sind gewöhnungsbedürftig weil recht prägnant, aber gut gemacht.

"Der Clown schreit Feuer", der kürzeste Song, braucht ein paar Durchgänge. Die Nummer grooved wie die Sau, ist aber mit einer recht einfachen Melodie ausgestattet. Und natürlich ist auch hier, wie so oft der Clown der Dumme, der so ausschließlich auf Unterhaltung festgelegt wird, dass niemand das Unheil erkennt, welches er eigentlich mitteilen wollte. Gastgitarrist Peter Weihe spielt übrigens ein völlig abgefahrens Solo und war hinterher einigermaßen erstaunt, dass man es tatsächlich so auch verwendete.

Die erste Ballade des Albums muss man in ihrer schlichten Schönheit erstmal zulassen, zumal der Titel "Komm kleine Fee" durchaus ein Kinderlied ankündigen könnte. Aber das täuscht gewaltig. Die Lyrics sind großartig, der Song entfaltet sich im Refrain unter das ganze Himmelszelt. So schön hätte "Eisfrei" vermutlich auch werden können, wenn man es nicht produktionstechnisch versenkt hätte.

"Küsse unterm Kleid" kommt mit tollem Intro daher wie ein besonders gut gealterter Songs aus dem "Wunderkinder-Album. Herrlich nostalgisch. Und wenn Heinz fragt "Gibst Du mir noch einmal eine Chance?" ist es wie die Frage an die zahlreichen Fans aus der Zeit der großen Hallen.

"Schämt ihr euch nicht" ist der nächste schroffe Gitarrentrocker, dessen Thematik zu erwarten war, aber in der lyrischen Umsetzung nicht die ganz feine Klinge bevorzugt. Erinnert mich an "Talk Show Schmutz", ist musikalisch aber gefälliger. Die Botschaft allerdings mutet an wie eine verpaßte Chance, weil ein bißchen oberflächlich vermittelt. Ein wütender Kunze, aber mit stumpfen Waffen. Der geile, aber leider ein bißchen kurz geratene instrumentale Mittelteil sollte bitte in der Liveumsetzung auf die Reise gehen.
Da Christian Wulff übrigens nicht namentlich erwähnt wird, und Heinz auch Wert auf die Feststellung legt, dass die Nummer auf viele Leute paßt, widme ich ihn jetzt mal Peer Steinbrück.

Die zweite Ballade ist das Titelstück. Klaviergetragen, streicherunterstützt, in der Tradition von "Ich habs versucht" zeigt Heinz hier mit lang gehaltenen Tönen im oberen Segment, dass er nach wie vor (bzw. mehr denn je) außergewöhnliches Gesangstalent besitzt. Eine der Nummern, die mit kleinem Besteck und wenig Licht auch in großen Hallen das gesamte Volumen ausfüllen. Innovativ ist der Song jetzt nicht gerade, aber das war auch nicht der Plan.

"Die Wahrheit eines Sieges" ordne ich mal als letzten Teil einer Triologie ein, deren andere Bestandteile "Stirnenfuss" und "Woran man mit mir war" darstellten. Der Song läuft einige Zeit als Einzelkämpferstück durch, und bekommt mit zunehmender Dauer immer mehr Folk, Eigentlich die irischste Nummer, aber tatsächlich gar nicht auf der Insel aufgenommen.
Als Einzelkunstwerk vielleicht die eindrucksvollste Nummer, weil mit dem größten Ideenreichtum ausgestattet.

"Weltweit Feuer frei" ist der Song für die Telefon-Warteschleife im Hause Heckler & Koch. Natürlich aggressiv und laut vorgetragen, und mit beißendem Sarkasmus garniert. Im Gegensatz zu "Schämt Ihr euch nicht" paßt hier jeder Satz. Die Argumente der Wehrtechnikproduzenten fliegen wie Hohn durch den bretternden Song. Diesmal überrascht, anders als in "Schämt ihr euch nicht" ein dezenter Mittelteil.

Dann kommt mein Favorit. Eine Traumballade, die sich selbstständig macht. "Das Glück auf deiner Seite" hat Jens Carstens geschrieben, und zusammen mit einem großartigen Text über Zuneigung und Vertrauen (ja, auch Liebe) ist daraus ein erschütternd großer Song geworden. Zunächst von akustischer Gitarre, dezent gestrichenen Keyboards und zurückhaltenden Drums flankiert, läuft der Song in einen grandiosen Refrain, dessen Clou eine unterstützende Mandoline ist (hoffentlich ist es überhaupt eine Mandoline, es wurde albumweit deutlich hörbar, und mehr als sonst, mit Effekten experimentiert). Eigentlich funzt die Nummer schon beim ersten Mal, wächst dann aber mit jedem Durchgang weiter. Könnte mit etwas Abstand in die TOP3 meiner HRK-Balladen einziehen.
Wirklich ein Traum.

Die nächste Nummer kennen wir schon. Sie sollte eigentlich bei KuK ausgespart werden, um für dieses Album aufgehoben zu werden, und erschien dann doch auf "Uns fragt ja keiner". Ich war eigentlich der Meinung, den netten, aber unspektakulären Song nicht auf dem Album zu brauchen, aber in einem stark veränderten Gewandt. Die verzweifelte Betroffenheit der Kuk-Version verwandelt sich nämlich hier in einen durchaus verschmitzen Song mit viel mehr Oberwasser. Die Chöre sind fast schon frech.

"Erwarte wenig" ist ein philosophischer Exkurs mit ebenfalls irischem Einschlag. Entrückte Entspannung und ruppige Rastlosigkeit geben sich hier die Klinke in die Hand, und wer mit dem Namen Mark Aurel nichts anfangen kann, dem Text aber gern auf den Grund gehen möchte, kann sich googelnderweise schon mal einlesen. Der instrumentale Ausgang des Songs würde auch wunderbar ins Räuberzivil-Programm passen, und ist leider zu kurz geraten.

Zum Schluss gibt es meinen zweiten Favoriten, der eigentlich auch eine schöne Single wäre. Der Text von "Es wird ein gutes Leben" dokumentiert mal wieder die HRK-spezifische Stärke, aus ganz und gar ungewöhnlichen Positionen heraus zu erzählen. In diesem Fall trägt ein Embryo vor, warum er die Chancen seiner prvilegierten Herkunft und Umgebung nutzen will. Abgefahren und schön nachdenklich machend. Und eigentlich auch ein Soundtrack zu den Bildern rund um Lampedusa.

Und damit sind wir durch. Und zwar ohne zwiespältiges Gefühl hinsichtlich eines weiteren Durchgangs.

Wertung 4,5/5
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Er kann es noch, 31. Mai 2014
Nachdem ich vom letzten Studioalbum "Die Gunst der Stunde" recht enttäuscht war, welches für mich nur zwei, drei hörenswerte Titel enthielt, ist es bei diesem Album jetzt geau anders herum. Es gibt kaum einen schwachen Titel, außer Titel 2,3 und vielleicht 5, die für mich teilweise zu schlagerhaft daher kommen. Dafür aber echte "Kracher" wie "Das Glück auf deiner Seite" und der Titelsong, zwei wunderschöne Liebeslieder, aber auch der rockige Opener "Europas Sohn", die vermeintlich bessere Single "Küsse unterm Kleid" und das musikalisch sehr interessante "Erwarte wenig", um nur die für mich besten Titel zu nennen. Aber nicht nur musikalisch, sondern auch textlich bietet dieses Album endlich wieder gewohnte Kunzequalität. "Stein vom Herzen" kann ich immer und immer wieder hören. Danke HRK!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich mal wieder der alte, zornige junge Mann... (Textzitat Kunze), 12. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Stein vom Herzen (Audio CD)
Unterhaltung Donnerstag gestartet
Jürgen Rost
07.11.2013 20:51
Jürgen Rost

Lieber Heinz, leider hatte ich in den letzten Jahren immer öfter das Gefühl, dass Deine Studioalben inhaltlich unter den literarischen Programmen, in denen Du Dich regelmäßig über Zustände in Deutschland und anderswo äußertest und auch unbequem Stellung bezogst, litten. Mit der Auskopplung „Hallo Himmel“ aus Deinem neuen Album hatte ich die Befürchtung, dass auch „Stein vom Herzen“ diesen Weg weiterverfolgen könnte. Nun, nach mehrmaligem Hören des Gesamtwerkes muss ich mich allerdings in meiner Meinung korrigieren. Das was gerade erschienen ist, spielt aus meiner Sicht in derselben Liga wie meine absoluten Lieblingsplatten „Macht Musik“ und „Brille“. Dafür danke und weiter so.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen virtuos gespielt und textlich wie immer genial, 20. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich bekenne es gern, ich bin seit 30 Jahren HRK-Fan. Es gab natürlich unterschiedliche Werke, doch nie konnte ich am Meister selbst zweifeln. Manches war mir eingängiger, manches liegt bis heute quer und schwer im Magen. Doch insgesamt ist HRK selbst mit all seinen Facetten treu geblieben und hat sich stets erfrischend neu gewandelt.
In der deutschsprachigen Musik ist er der Sprachgenie, Philosoph und auch musikalische Genius für mich.

Auch deshalb und nicht nur deshalb satte 5 Sterne!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abwechsungsreiche tolle neue CD mit der kompletten Band !!!, 25. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das neue Album mit der kompletten Band ist wieder sehr abwechslungsreich (Balladen + rockige Songs + Songs zum Nachdenken + ...) und die Bonus-DVD mit dem "Making Of" des Albums und dem Videoclip zu "Hallo Himmel" sind super gelungen. Das beiliegende Buch mit den Songtexten und die übrigen Beigaben inklusive Original-Autogramm sind ebenfalls gelungen !!!
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen In der zweiten Hälfte findet Kunze zu alter Stärke, 4. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Stein vom Herzen (Audio CD)
Das sei denen gesagt, die - wie ich - nach dem Hören der ersten Titel erst einmal enttäuscht waren.
Im Vorfeld waren Vergleiche mit dem Album "Rückenwind" zu lesen, das zu meinen Kunze-Favoriten zählt. Aber die ersten Tracks der neuen CD konnten den damit verbundenen Erwartungen nicht gerecht werden. Die Enttäuschung setzt schon beim Opener "Europas Sohn" ein. Der Song wirkt einfach nur bemüht und aufgesetzt - und das nicht nur musikalisch, sondern (für Kunze ungewöhnlich) auch textlich. Auch die Single-Auskopplung "Hallo Himmel" hat mich nicht überzeugt.
So gibt es auch in den ersten Tracks zwar den einen oder anderen "lichten" Moment, der den wenig positiven Eindruck erhellt - aber richtig überzeugt hat mich erst die zweite Hälfte des Albums. Da findet Kunze oft wieder zu alter Stärke:
Da gibt es Texte ohne Dampfhammer-Reime, stattdessen mit unverbrauchten Formulierungen - wie in "Die Wahrheit eines Sieges", wo von "Wasserpyromanen" und dem "Jenseits vor dem Tode" gesungen wird.
Da zeigt sich auch, dass Heinz Rudolf Kunze nach wie vor Liebeslieder schreiben kann, die musikalisch wie textlich eben kein Schlager sind - wie in "Das Glück auf deiner Seite".
Und da ist mit "Es wird ein gutes Leben" mal ein ganz anderer Protestsong zu hören. Der ist für mich im positiven Sinne das genaue Gegenteil zum Opener: Auch hier ist der Text klar, aber nicht bemüht oder gar anbiedernd.

Kurz gesagt: Die zweite Hälfte enthält für mich die Höhepunkte des Albums (und vielleicht sogar einige der schönsten Kunze-Titel der letzten Jahre).
Und von da aus lässt sich in den anderen Titeln Manches Positive entdecken.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eines der besseren Kunze-Alben, 2. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Stein vom Herzen (Audio CD)
So einen richtigen Hit kann ich zwar auch auf dem Album nicht auf Anhieb entdecken, aber im Vergleich zum Vorgängeralbum, dass doch insbesondere musikalisch etwas sehr handzahm geraten war, hat "Stein vom Herzen" doch wieder den notwendigen Biss.
Die Themen die er anpackt, versteht Heinz Rudolf Kunze - wie nicht anders gewohnt - meisterlich in Worte zu kleiden.
Nur jemand mit seinem Sprachgefühl und seinem intellektuellen Horizont, kann für mehr Selbstbewußtsein Europas werben, ohne dass so etwas einen faden Beigeschmack bekommt.
"Stein vom Herzen" ist sicherlich kein Jahrhundertwerk, aber immerhin eines der besseren Kunze-Alben.
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Stein vom Herzen
Stein vom Herzen von Heinz Rudolf Kunze
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