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am 27. Oktober 2013
Ein Film gesehen auf dem Fantasy Film Fest Stuttgart in der Orginalversion, darauf bezieht sich auch meine Rezension.

Erzählt wird die Geschichte von Clara und Ihrer Tochter Eleanor (Gemma Arterton und Saoirse Ronan) die auf der Flucht vor einer geheimnisvollen Bruderschaft in einem verfallenen britischen Seebad stranden. Clara und Eleanor sind seit 200 Jahren Vampire, wie Sie dazu geworden sind wird in einigen Rückblenden erzählt.
Bald finden sie Unterschlupf im heruntergekommenen Hotel Byzantium das Clara nachden sie den Besitzer um den Finger gewickelt hat in ein gut laufendes Bordell verwandelt. Eleanor versucht derweil ein normales Leben zu führen und verliebt sich dabei in einen jungen Hotelangestellten.

Der Film wird von den beiden Hauptdarstellerinnen mühelos vorangetrieben, allen voran eine überragend spielende Gemma Arterton (war nie besser und schöner), dabei steht Ihr Saoirse Ronan in kaum etwas nach. Dazu sind sämtliche weiteren Rollen sehr gut besetzt.

Die Handlung hat Tiefgang und ist nicht ohne Anspruch aber sehr gut umgesetzt, vor allem wird die melancholische Grundstimmung sehr gut eingefangen. Der Film lebt auch von seinen sehr kraftvollen und wuchtigen Bildern (ein echter Augenschmaus). Ergänzt wird der Film durch tolle Kostüme, Maske, Ausstattung usw. wobei sich alles auf einem sehr hohen Niveau befindet.

Nach Interview mit einem Vampir ist das der zweite Film von Neil Jorden mit diesem Thema, möchte diesen aber als deutlich gelungener (erwachsener) bezeichnen, darüber hinaus wäre es nicht gerecht ihn einfach als Vampirfilm zu bezeichnen, er ist weitaus mehr.

Kein kurzweiliges Popcorn-Kino aber wie geschaffen für Freunde toller Bilder und einer anspruchsvollen Story, ich weiß zwar nicht ob er bei uns nochmal auf Deutsch läuft aber er hätte es verdient.

Unbedingt anschauen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 10. Oktober 2014
Möglicherweise gehe ich mit Neil Jordans Vampirfilm etwas zu hart ins Gericht: es ist sicherlich keine leichte Aufgabe, dem Genre zu diesem Zeitpunkt noch einen neuen Aspekt abzutrotzen, und "Byzantium" bemüht sich redlich, genau dies zu tun.
Im Falle der Hauptcharaktere ist dies auch definitiv gegeben, denn die so ungleichen Überlebensstrategien der beiden Protagonistinnen (und der daraus resultierende Konflikt trotz ihrer engen emotionalen Bindung) stellt das brilliante Herzstück des Films dar. Die schauspielerischen Leistungen von Gemma Arterton und Saoirse Ronan verdienen ein deutliches Lob: die Entwicklung dieser beiden Charaktere macht den Film letztendlich sehenswert.

Nicht so gelungen ist hingegen der nicht-charakterzentrierte Plot, der dem Film zusätzliche Spannung verleihen soll. Zwar ist die Idee einer Vampirbruderschaft als misogynem Männerverein und die Idee einer (Zwangs-)Prostituierten als subversiver self-made-woman/-vampire im Grunde genommen recht interessant, vermag aber in der Umsetzung dennoch nie so ganz zu zünden.

Alles in allem ist "Byzantium" aber dennoch ein sehr sehenswerter Film, der vielleicht langfristig nicht zu den Klassikern des Genres gezählt werden wird, jedoch trotzdem einen Platz in der Geschichte des Vampirfilms verdient. Und besser als "Twilight" ist er allemal.
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am 3. Juli 2015
Clara (Gemma Arterton) und ihre Tochter Eleanor (Saoirse Ronan) sind Vampire, aber moderne Exemplare, die keine Reißzähne haben, sondern anders an Menschenblut kommen.
Seit 200 Jahren werden sie von einer Vampirbruderschaft verfolgt, da es sie eigentlich gar nicht geben dürfte. Wie es die junge Clara geschafft hat, trotzdem die Transformation vom Menschen zum Vampir hinzubekommen, wird in eindrucksvollen Bildern gezeigt, wie überhaupt der ganze Film von den beiden Hauptdarstellerinnen lebt. Gemma als lebenslustige, verführerische Schönheit mit jeder Menge Sex-Appeal, Saoirse als zurückhaltende Tochter, die das ewige Fliehen leid ist. Clara tötet bedenkenlos, Eleanor hält sich wo möglich an alte, bereits vom Tode gezeichnete Menschen.
Nachdem die ertappte Clara ihren Häscher mit einer Garotte enthauptet hat (schön realistisch gezeigt, aber so nicht machbar!), landen Mutter und Tochter schließlich in einem Seebad . Clara, die mal wieder als Prostituierte arbeitet, lernt einen Mann kennen, der ein altes, aber wunderschönes Hotel mit Käfigaufzug und schönen Ornamenten besitzt. Er läßt sie da einziehen, wo Clara schnell ein Bordell betreibt und auch als Puffmutter fungiert.
In Rückbleneden erfahren wir immer wieder "plausibel" die Vorgeschichte der Frauen, die Verhältnisse , in denen sie vor dem Vampirdasein gelebt bzw. existiert haben, bis schließlich auf einer malerisch-schroffen Felseninsel mit schönen Wasserfällen und einer geheimnisvollen Höhle die Transformation erfolgte, die eigentlich Männern vorbehalten sein sollte. Eleanor lernt schließlich einen kranken Jungen kennen, der sich in sie verliebt, sie will wegen ihres Geheimnisses seine Liebe zunächst nicht erwidern.
In diesem Seebad kommt es schließlich zum blutigen Showdown mit den Verfolgern. Haben Mutter und Tochter eine Chance, trotz ihres Vampirseíns ein annähernd normales Leben zu führen, dürfen sie für alle Zeiten außer sich keine anderen Freunde oder sogar mehr haben?
Bleiben sie ewig aneinandergekettet ?

Bemerkenswert an dem Film fand ich, daß bis auf die Alterslosigkeit und den Transformationsprozeß die ganze Geschichte logisch und glaubwürdig ist. Die Vampire sehen bis auf ein zunächst unauffälliges Detail aus wie normale Menschen, haben keine übernatürlichen Kräfte, können nicht fliegen, Verbrennen nicht bei Sonnenlicht, scheuen weder vor Knoblauch noch vor Kruzifixen. Sie wollen eigentlich bis auf die notwendige Nahrung Menschenblut normal leben, insbesondere Tochter Eleanor hat fast so etwas wie bürgerliche Moralvorstellungen. Die beiden Frauen werden von Gemma Arterton (schön, sexy, verrucht,in knappster Reizwäsche) und Saoirse Ronan als zurückhaltende, nicht strahlende, eher stille Schönheit (man sehe nur die Augen!) gut verkörpert. Natürlich dominiert Gemma, aber das liegt auch in der von ihr verkörperten dominanten Mutterrolle, sie liebt ihre Tochter aufrichtig.
Bemerkenswert ist auch die traumhaft schöne Inszenierung mit vielen liebevollen Details. Das Interieur des Hotels, die alten Bauten bei den Rückblenden, die magische schroff-schöne Felseninsel mit gemauertem Eingang zur Höhle und den Wasserkaskaden.
Auch die Nebenrollen sind gut besetzt, sympathisch besonders als Darvell, der eine wichtige Rolle beim finalen Aufeinandertreffen mit den Verfolgern spielt, Sam Riley, der nebenbei auch Geschmack hat: er ist mit der Schauspielerin Alexandra Maria Lara verheiratet

Insgesamt bietet der Vampirfilm Spannung, in sich glaubwürdige Handlung, Blut fließt nicht purer Grausamkeit willen, es gibt eine schöne Liebesgeschichte und auch richtige Mutterliebe sowie in ihrem Rahmen auch einen "moralischen Anspruch", das Ganze in zum Teil wunderschönen Bildern und mit beeindruckenden Hauptdarstellerinnen. Richtig gut gemachte Unterhaltung!

Doc Halliday
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am 15. März 2015
Neil Jordan ist zurück!
Und mit ihm – endlich! - ein Vampirfilm für ein intelligentes erwachsenes Publikum.

Sowohl schauspielerisch als auch technisch zeigt sich BYZANTIUM geradezu als unantastbar. Die Optik, die Musik und die charakterlich gut beleuchteten Figuren der ungewöhnlichen Vampir-Geschichte sind mehr als stimmig.
Gestört hat mich keinesfalls, dass Jordan auch die Gesetze der gängigen Vampirthematik kaum beachtet und neue Regeln mit seinem Film einführt.
Die beiden Hauptdarstellerinnen sind perfekt ausgewählt worden und spielen ihre gänzlich verschiedenen Rollen mit einer fast schon spürbaren Hingabe.
Die Sprünge in die Vergangenheit sind innerhalb der ruhigen Storyline sehr gut mit der Grundstruktur verwoben. Gerade diese Flashbacks, in denen man das vergangene Leben der beiden Frauen sieht und kennen lernt, verleihen dem Film Tiefe und bauen eine emotionale Bindung zu den Figuren auf.
Die wenigen Gewaltspitzen sind gut dosiert und über die gesamte Laufzeit verteilt.
Trotz ruhiger und sehr sensibler Passagen bricht die Spannung niemals ab.

Unterm Strich betrachtet, ist es Neil Jordan nach INTERVIEW MIT EINEM VAMPIR wiederholt gelungen, im Vampirfilm-Genre neue Akzente zu setzen und auf einem qualitativ hohen Niveau zu unterhalten.

Ich kann BYZANTIUM jedem Fan von Mystery- und Vampirfilmen sehr empfehlen!
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am 22. Dezember 2013
Der Ire Neil Jordan hat sich mit Werken wie "The Crying Game", "Michael Collins", "Interview mit einem Vampir" und "Breakfast on Pluto" einen Namen gemacht. Knapp 20 Jahre nach seinem letzten Vampirfilm wendet Jordan sich erneut den blutsaugenden Untoten zu, diesmal jedoch auf fast poetische Weise. Zugrunde liegt "Byzantium" das Theaterstück "A Vampire Story" von Moira Buffini, die auch das Drehbuch geschrieben hat. Wunderbar choreographiert und in Szene gesetzt von Jordan glänzt in dem 118minütigen Film ein hervorragendes Ensemble, angeführt von Gemma Arterton ("Hänsel und Gretel"), Saoirse Ronan ("In meinem Himmel") und Sam Riley ("Brighton Rock").

Ausstattung: Ton in deutsch und englisch in DTS-HD 5.1, Untertitel in deutsch für Hörgeschädigte. Interviews mit Neil Jordan, Gemma Arterton, Saoirse Ronan, Sam Riley und Caleb Landry Jones. Darüber hinaus eine B-Roll, ein BD-Live, der Trailer des Films sowie sieben weitere Trailer. Exzellentes, scharfes Bild, allerdings nicht ganz optimal ausgesteuerter Ton. Die Musik ist im Gegensatz zu den Dialogszenen zu laut, so dass man ab und an die Lautstärke nachjustieren muss.

Die 16jährige Eleanor (Ronan) ist mit ihrer Mutter Clara (Arterton) ständig auf der Flucht. Die beiden Frauen sind Vampire und müssen aufgrund der Toten, die ihrem immerwährenden Blutdurst zum Opfer fallen, regelmäßig den Wohnort wechseln. Außerdem ist Clara die Vampir-Bruderschaft auf den Versen, da Clara durch eine eigenmächtige Tat gegen den Ehrenkodex verstoßen hat. Eleanor ist die ständigen Entwurzelungen leid, zudem trägt sie schwer an dem zu wahrenden Geheimnis um ihre Herkunft. Während Eleanor sich nur an denen gütlich tut, die am Ende ihres Lebensweges angelangt sind, fällt Clara gern über alles und jeden her und verdingt sich nebenbei als Prostituierte. Als die Beiden mal wieder umziehen müssen, verschlägt es sie in eine kleine britische Küstenstadt, wo Clara schnell die Bekanntschaft des schüchternen Noel (Daniel Mays, "Bank Job") macht, dem ein heruntergekommenes Hotel, das "Byzantium", gehört. Eleanor hingegen lernt den leukämiekranken Frank (Caleb Landry Jones, "Contraband") kennen, was es ihr zunehmend schwer macht, ihr blutiges Geheimnis zu wahren…

Neil Jordan versteht sich auf grandiose Bildkompositionen, mit denen er auch in "Byzantium" beeindruckt. Blutige Wasserfälle, die sich kaskadenartig über pechschwarze Felsen ergießen, endlos weite Strände, die im kühlen britischen Sonnenuntergang versinken, üppig ausgestattete Sets, die das Leben vor 200 Jahren in dunklen Farben authentisch einfangen und immer wieder die großen meerblauen Augen in dem feingezeichneten, blassweißen Gesicht von Saoirse Ronan. Diese fast poetischen Bilder harmonieren wunderbar mit Jordans ruhiger, kunstvoller Regie, die sich in "Byzantium" zugegebenermaßen nur sehr langsam entfaltet. Bis man dem Film restlos erlegen ist, dauert es eine Weile, zum einen, weil Jordan nur nach und nach die Geheimnisse seiner beiden Protagonistinnen preisgibt, zum anderen, weil wirklich nicht so wahnsinnig viel passiert.

"Byzantium" ist ein Film, auf dessen Tempo und spezielle Erzählweise man sich definitiv einlassen muss, um dann jedoch in den Genuss eines der besterzählten Vampirdramen der letzten Jahre zu kommen. "Byzantium" könnte nicht weiter entfernt sein von schwülstigen Teenagersagen wie "Twilight" oder deutschen Peinlichkeiten wie "Wir sind die Nacht". Zum Glück! Und weil Jordan ein so hervorragender Erzähler ist, verzeiht man ihm gerne, dass er eigentlich gar nicht so viel zu erzählen hat. Denn hier ist das "Wie" wesentlich interessanter als das "Was". Die Geschichte an sich ist simpel: zwei Vampire kämpfen seit Jahrhunderten um ihr Überleben und darum, ihr Geheimnis zu wahren, obwohl sie längst von der Sehnsucht auf ein normales Leben befallen sind. Die Häscher des eigenen Clans sind ihnen auf den Fersen, weil sie etwas getan haben, was sie nicht hätten tun dürfen und sie versuchen, sich in beiden Gesellschaften zu behaupten. Doch Jordan gelingt es dank eines grandiosen Casts und seiner jahrzehntelangen Regieerfahrung mühelos, aus so wenig so viel mehr zu machen.

Gemma Arterton ist ebenso talentiert wie sie hübsch ist. Sie darf ihren prachtvollen Körper hier oft sehr freizügig und sexy präsentieren und tut dies mit so müheloser Selbstverständlichkeit, dass man fast vergisst, wie gut sie nebenbei noch spielt. Ihre Clara ist sowohl hart und egoistisch als auch besorgt, und sie kämpft wie eine Löwin um das Wohl ihrer Tochter. Saoirse Ronan ist wohl eine der begabtesten Nachwuchsdarstellerinnen ihrer Zeit. Ihr differenziertes Spiel lässt die Ängste und Sehnsüchte, denen ihre Eleanor ausgeliefert ist, spürbar werden, aber auch ihre Wut auf die scheinbar so herzlose Mutter und ihre Erschöpfung, sich seit Jahrhunderten in einem blutigen Kreislauf aus jagen und gejagt werden zu befinden. Gepaart mit ihrer ätherischen Fragilität, den leuchtend blauen Augen und rötlichen Locken und einer ausdrucksstarken Mimik spielt sie auf Augenhöhe mit Arterton, wenn nicht sogar noch besser. Die Nebenrollen sind mit dem charmant-düsteren Sam Riley als Darvell, dem zerbrechlich wirkenden Caleb Landry Jones (der als waschechter Ire oder Schotte durchgehen würde, tatsächlich aber Amerikaner ist) als Frank und dem unbeholfenen Daniel Mays als Noel ebenso hervorragend besetzt.

"Byzantium" ist ein düsterer, mystischer, ruhiger und anfangs schwer zugänglicher Film. Mit zunehmender Dauer aber entfaltet sich eine berührende und fast poetische Geschichte, die einen mehr und mehr in ihren Bann zieht und berührt. Noch einmal: für Slasher-Fans und Freunde temporeicher und blutiger Vampir-Action ist "Byzantium" sicherlich nichts. Diejenigen, die sich für wunderschön inszenierte Bilder und tragische Geschichten mit hervorragenden Darstellern begeistern können und die diesem Film vor allem die Geduld und Bereitschaft zum Hineinfinden in diese wunderschön erzählte Geschichte entgegenbringen, werden mit einem ganz besonderen Vampirfilm belohnt. Deshalb gerne vier von fünf alten Geschichten, die hier ganz neu erzählt werden.
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am 11. Februar 2014
Hier ist mal das Beißen und Blutsaugen überhaupt nicht das Hauptthema. Es geht mehr um das (Über)Leben durch inzwischen 2 Jahrhunderte, gleichzeitig flüchten sie vor irgendwelchen Jägern (Motiv lange Zeit unbekannt). Mutter und Tochter haben sich langsam auseinander gelebt. Die Mutter (Gemma Arterton) arbeitet fast immer schon als Hure, ist entsprechend auffällig gekleidet - sowieso eine Zierde für jeden Filmframe.
Eine sehr langsam erzählte Geschichte, die nicht jedermann Sache ist. Immerhin gibt es am Schluß doch noch kräftig Aktion (kurz aber gut). Happy-End gibt es auch, zum Glück nicht so breit getreten wie in manch anderen amerikanischen Filmen.
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am 8. Januar 2014
Hier hat Regisseur Neil Jordan mal wieder ein kleines Meisterwerk abgeliefert.
Wer einen klassischen Horror, bzw Vampirfilm erwartet, hat sich getäuscht. Trotz der Vampir-Thematik ist der Film eher Drama oder Thriller als Horror.
Byzantium lebt von seinen beiden überzeugenden Hauptdarstellerinnen, und von seiner herausragenden Optik- mystische Orte wie die Höhle und der Wasserfall aus Blut passen ebenso ins Gesamtbild, wie die dreckigen absteigen und die generell triste Wohngegend.
Und das schönste: Kein einziger Klischee-Vampir in sicht. Keine Fangzähne, Tageslicht-tauglich, menschliche Kraft. Trotzdem überzeugend.
Der einzige leichte Kritikpunkt: mit zwei Stunden ist der Film vielleicht doch ein wenig zu lang. Aber wirklich nur ein wenig.
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Bei Byzantium bekommt der Zuschauer einen schönen, atmosphärischen Film geboten, der mich einen Abend lang gut unterhalten hat. Der Film entstand im Jahre 2012, Regie führte Neil Jordan. In den Hauptrollen sind Gemma Arterton, Saoirse Ronan und Sam Riley zu sehen, die ihre Sache wirklich gut machen.

Die Geschichte im Film dreht sich um Eleanor und ihre Mutter Clara, die seit über 20 Jahren als Vampire gejagt werden. Clara will endlich zur Ruhe kommen und findet in den heruntergewirtschafteten Hotel Bzantium eine neue Heimat. Zusammen schaffen sie sich ein neues Zuhause, Eleanor funktioniert das Hotel zudem zu einem florierenden Bordell um. Alles könnte gut sein, wenn sie die Vergangenheit nicht immer einholen würde. Denn ewig können sie sich nicht vor ihren Verfolgern verstecken…

Neil Jordan hat gerade einmal acht Millionen Dollar in diesem Film investiert. Herausgekommen ist ein unterhaltsames Horrordrama, welches ihn einen großen, kommerziellen Erfolg bescherte. Der Film wird von den beiden Protagonistinnen getragen, sie schaffen es jederzeit den Zuschauer in den Bann zu ziehen. Zwar ist der Film ein Anfang ein wenig ruhig, aber wenn er in Fahrt kommt, baut sich eine schöne Atmosphäre auf. Gut gemacht und daher 93 % von mir!
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am 26. Januar 2014
Überraschung kann man hier wohl wirklich sagen, denn ich hatte wirklich nicht viel erwartet. Nachdem der Hype um die Twilligth Vampire abgeklungen ist habe ich kaum erwartet dass mal wieder ein guter Vampirfilm erscheint nur die Underworldreihe gab noch Hoffnung. Es gab schon viele Lowbudget Verfilmungen die entweder an guten Schauspielern, an einer guten Story oder der Ausstattung krankten. Aber dieser hier hat alles eine verdammt gute Story, zwei sehr gute Hauptdarstellerinnen und auch das Drum und Dran stimmt. Die Geschichte einer Frau die ganz jung noch zur Hure gemacht wurde und dann dem Sterben nahe hinter das Vampirgeheimnis kam und Dran die einzige Möglichkeit sahen weiterzuleben. Die Geschichte zeigt wie damals mit Frauen umgegangen wurde und das sie nicht viel zählten. Aber sie schlug sich durch und wurde hart und damit sie nicht allein durch die Ewigkeit gehen musste holte sie ihr Tochter aus einem Heim wo sie auf wuchs und dann von denselben Männern vergewaltigt wurde die der Mutter das schon angetan haben. Doch eigentlich sollte es keine Frauen als Vampire geben und es sollte nur eine Bruderschaft sein. Na ja aber wie das immer so ist unterschätzen Männer nur allzu oft die Frauen hahaha… Mutter und Tochter werden über die Jahrhunderte von der Bruderschaft verfolgt und versuchen recht erfolgreich zu überleben. Und ……. Ach seht euch doch den Film selbst an  es lohnt sich. Und vielleicht seid ihr ja auch überrascht……
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am 12. Januar 2014
"Ich bin Eleanor Webb, ich werfe meine Geschichte in den Wind, und werde sie nie wieder erzählen..!"
Hin und hergerissen bin ich bei der Bewertung dieses Films. Regiemeister Neil Jordan, dem wir seit "Zeit der Wölfe", "Interview mit einem Vampir" grosse Filme gerade auch aus dem makaberen Reich der Phantastie verdanken, liefert hier beileibe keinen schlechten Film. In Punkto Ästhetik, Bildermagie, Lichtsetzung und hypnotischer Atmosphäre läßt sich wenig an "Byzantium" bemängeln. Weit entfernt ist er mit seiner langsamen elegischen Erzählweise von den grausig verunglückten, neumodischen Vampir-Filmen Marke "Biss zum Morgengrauen" und Konsorten.
Doch stellt sich die Frage warum der Streifen zwar grosse Anerkennung wegen seiner künstlerisch gelungenen formellen Machart verdient, jedoch den Zuschauer eher an ein dahinplätschernden, höhepunktlosen Bilderstrom erinnert.
Neil Jordan inszeniert episch, schwelgerisch und wem das genügt der kann hier guten Gewissens fünf Punkte vergeben.
Doch schaut man unter die Oberfläche entpuppt sich der Streifen doch als mehr oder weniger zahnlose Variante seines eigenen vor knapp zwanzig Jahren entstandenen, und damals wirklich neuen und exzentrischen "Interview mit einem Vampir".
Neil Jordan setzt im Handlungsablauf systematisch fast ausschließlich auf dieselbe Dramaturgie.
Nur haben wir hier nicht Louis und Lestat, die ihr morbides, trauriges ,unsterbliches Leben über die Jahrhunderte hinweg führen müssen, sondern ein Mutter und Tochter Paar, Clara und Eleanor, welches in vielen ineinander verschachtelten Episoden, Rückblenden, Zeitsprüngen ein Eindruck ihres untoten Daseins vermitteln.
Schauerromantisch ist dieses düstere Requiem, mitreissend leider nicht. Die Tochter, die an der Liebe zu einem jungen Mann zerbricht, die dazu verdammt ist über Jahrhunderte hinweg nicht ihr Geheimnis preisgeben zu können.
Die Mutter, erotisch, sinnlich, wesentlich skrupelloser ihr Dasein meisternd.
Beide stets auf der Flucht, beide stets bemüht ihre Identität nicht ans Tageslicht kommen zu lassen.
Auch dieser neuerliche Ausflug Neil Jordans in das Blutsauger-Genre bietet somit wieder ,wie ein riesiger, verschnörkelter Wandteppich verschiedenste Ornamente, Storyebenen.
Eine geheime Bruderschaft jagt ebenfalls über Jahrhunderte die beiden Frauen. Die Hintergründe offenbaren sich mosaikartig über die Laufzeit der Geschichte.
In einem verfallenen Seebad finden die beiden kurz Unterschlupf, in dem verlassenen ehemaligen Hotel Byzantium führen sie heimlich ein Edelbordell zusammen mit dem auf einem Rummelplatz kennengelernten Besitzer, der nichts von der wahren Identität des Paares ahnt.
Gefährlich wird es für die beiden, als durch die Liebe zu einem Jungen, die Tochter mehr und mehr versucht ist ihr Geheimnis preiszugeben.
Neil Jordan inszeniert in opernhaftem Rausch: Blutrote Wasserfälle, die sich auf zerklüftetes Felsengestein stürzen, die verfallenen Fischerboote und Fangnetze in unendlich trister Küstenatmosphäre, betörendes Kerzenlicht in langen pittoresken Hotelfluren.
Getötet um an den Lebenssaft zu kommen wird hier nur noch mit Hilfe eines langen Daumennagels an der rechten Hand
Die Gewissensqualen, die wehmütige Aussichtslosigkeit auf Erlösung, die melancholische schwebende Eleganz ist es die, fern ab von schnellen Handlungsschnitten die grosse Faszination von "Byzantium" ausmachen.
Doch ist dies das einzige, denn dadurch das "Byzantium" von der Grundidee eigentlich nur eine Neuauflage von Jordans "Interview mit einem Vampir" bietet, ist alles eine Spur gewollter, kraftloser, fader geworden.
Letztendlich ist hier "Interview mit einem Vampir" die wesentlich betörendere, dramatischere und durchdachtere Variante.
Keinen wirklichen Spannungshöhepunkt kann uns "Byzantium" bescheren, die zwei Stunden wabern dahin in schmucker Bedeutungslosigkeit.
Ein glänzender Katalog an allen erdenklich möglichen, schauerromantischen Ingredienzen, doch ohne Verdichtung, ohne Dramatik.
Die Idee mit der todesdüsteren Seebadkulisse ist nicht neu.
Die Idee mit den zwei ungleichen Vampirgespielinnen schon lange nicht. Da braucht man nicht erst auf Jean Rollin zurück zu greifen.
Wesentlich komprimierter, eindrücklicher und sinnlicher hat bereits Harry Kümel anfang der siebziger Jahre mit "Blut an den Lippen" hier eine erotische Schauersinfonie erschaffen, von der Neil Jordan dann doch permanent zusätzlich abkupfert.
Neue Handlungsentwicklungen fallen Neil Jordan wenige ein. Prägnant dafür Einzelszenen, beispielsweise als das Mädchen Eleanor in einem beeindruckenden Dialog mit einer Lehrerin weissagt: "Sie werden meine Geschichte erst glauben, wenn sie mich, in vierzig Jahren bei sich am Gartenzaun stehen sehen, und ich immer noch jung bin. Dann werden sie begreifen lernen."
Fazit: Neil Jordan wiederholt und zitiert sich selbst, nur vordergründig sind die Charaktermerkmale von "Byzantium" andere als bei "Interview mit einem Vampir". Niemals ist der Film wirklich spannend, zupackend, mitreissend, von Horror gar nicht erst zu sprechen. Die barocke Eindringlichkeit des Vorgängers wird nicht mehr erreicht.
"Byzantium" ist eine künstlerische Collage schwarzromantischer Bilderpracht ohne Substanz.
Etwas platt ,das bei einem Film über Blutsauger so zusammen zu fassen: Aber "Byzantium" fehlt der rechte Biss, der Film ist gut durchdacht, gut komponiert doch auch vollkommen ohne Überraschungen oder tiefere Empathie. Hier wäre nicht mehr Hektik und Action vonnöten gewesen, aber doch eine Geschichte, die nicht so dermaßen vorhersehbar sich in den alten Mustern von "Interview mit einem Vampir" erschöpft.
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