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108 von 115 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nikon D610 versus D7000, ein kleiner Erfahrungsbericht
Anfang 2012 habe ich mir eine Nikon D7000 zugelegt, da ich für den Bereich Konzertfotografie eine Kamera benötigte die auch bei wenig Licht noch akzeptable Bilder macht. Mit meinen vorhandenen Objektiven war ich an Nikon gebunden und da die Neue auch eine vernünftige Videofunktion haben sollte, kam zu diesem Zeitpunkt nur die D7000 in Frage (D600 & D800...
Vor 10 Monaten von Juri Bogenheimer veröffentlicht

versus
29 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine kleine Vollformat mit Grenzen...
Es fehlt einfach der Nachfolger der D700!

Die D610 ist eine kleine Vollformat mit ziemlichen Einschränkungen im Handling. Es ist mehr eine D7100 mit Vollformatchip
Die D800 hat so viele Pixel, dass man nicht weiß wohin damit. Canon kennt netter Weise einen Modus, wo in der Camera die Pixel verrechnet werden, so dass die Pixelzahl sich...
Vor 6 Monaten von Amazon Customer veröffentlicht


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108 von 115 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nikon D610 versus D7000, ein kleiner Erfahrungsbericht, 25. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nikon D610 SLR-Digitalkamera (24,3 Megapixel, 8,1 cm (3,2 Zoll) Display, Full HD, AF-System mit 39 Messfeldern) nur Gehäuse schwarz (Elektronik)
Anfang 2012 habe ich mir eine Nikon D7000 zugelegt, da ich für den Bereich Konzertfotografie eine Kamera benötigte die auch bei wenig Licht noch akzeptable Bilder macht. Mit meinen vorhandenen Objektiven war ich an Nikon gebunden und da die Neue auch eine vernünftige Videofunktion haben sollte, kam zu diesem Zeitpunkt nur die D7000 in Frage (D600 & D800 waren noch nicht auf dem Markt, D700 hatte keine Videofunktion).

Die Nikon D7000 hat mich auf diversen Touren und großen Bühnen begleitet (zuletzt Max Herre, Klaus Doldinger, etc) und zusammen mit dem Nikon ED AF-S 80-200 00, 1: 2.8D ganz ordentlich gearbeitet.
Für die kleinen Clubs, Backstagebereiche und Tourdoku wo es oft deutlich weniger Licht hat, wünschte ich mir allerdings etwas mehr Lichtstärke und dazu benötigt man derzeit einen FX Sensor

Modellpolitik Nikon:
Was ich benötige, ist eine kleine und robuste DSLR, einfach und schnell zu bedienen, sowohl manuell als auch automatisch mit top Leistung im High Iso Bereich.

Leider bietet Nikon nichts was meinen Wünschen voll entspricht und am Ende ist ein Kauf ein Kompromiss.
- Die Nikon D4 ist einfach zu groß für Tourdoku und Backstage (und im Preis absolute Oberklasse)
- Die Nikon D800 hat deutlich zu viel Auflösung für diese Anwendung und die damit verbundenen Nachteile. Außerdem ist sie auch nicht gerade filigran.
- Die Nikon DF käme dem Ideal sehr nah, hätte sie die Funktionsvielfalt der D610 und die AF-Felder der D4
- Die Nikon D700 ist nur noch gebraucht zu bekommen und hält mit dem Sensor der D610 nicht mit.

Also entschied ich mich zu einer Nikon D610, da sie meinen Wünschen am Nächsten kam.

Nikon D610 vs. D7000
Die Nikon D610 fühlt sich nahezu wie eine Nikon D7000 an (ursprüglich schrieb ich exakt). Die wenigen Millimeter die die D610 größer ist erschließen sich mir kaum lassen sich aber nachmessen. Das überrascht, denn vor einigen Jahren noch war der Leistungwechsel auch in Größe und Gewicht fühlbar. Von DX auf FX war in etwa als wenn man von einer Bohrmaschine auf einen Hilti Bohrhammer wechselt…..das fühlte man nicht nur, das konnte man auch schon von Weitem sehen.

Bei der Nikon D610 kann man also nun behaupten, dass die inneren Werte zählen und auf die werde ich eingehen.
Wichtig für mich ist der High Iso Bereich und damit meine ich Iso 1600 – 6400 in Verbindung mit lichtstarken Objektiven.

Bei der Nikon D7000 habe ich bis ISO 1600 durchaus gute Bilder gemacht und ich finde, dass diese Kamera bis Iso 2000 ganz gut dabei ist – abhängig vom Licht.

Die meisten ISO Vergleiche im Internet finde ich nicht sehr praxisnah, da sehr oft bei Tageslicht oder weißem Licht die ISO hochgedreht wird. Die Ergebnisse sind bei vielen Kameras durchaus gut, was sich schlagartig ändert, wenn man auf warmes Licht mit hohem Rotanteil geht (Glühlampen, Kerzen).

Auf der Bühne und in Clubs habe ich es oft mit diesem Licht zu tun und daher zeige ich einen Vergleich der beiden Kameras bei Glühlampenlicht (Bilder in Orinalgröße sind auf meinem BLOG zu sehen, einfach bogenheimer.wordpress googeln). Anhand der Aufnahmen kann sich jeder selber ein Bild über das Rauschverhalten der beiden Kameras unter gleichen Aufnahmebedingungen machen.

Wie erhofft und auch wie zu erwarten hat die D610 deutlich niedrigeres Rauschen bei hoher ISO und vorallem im kritischen warmen Licht. Mit Capture NX2 lässt sich durch sehr vorsichtiges Entrauschen eine weitere Verbesserung erzielen. Das neue Tool “Entrauschen 2013″ lässt Helligkeitsrauschen und Farbrauschen separat reduzieren.

Bildvergleich ISO 100
Doch wie verhalten sich die beiden Kameras im “normalen” Iso Bereich, also ausserhalb der Extrembereiche.
Zu diesem Zweck habe ich versucht einen annähernd gleichen Bildausschnitt zu wählen.
Objektiv, Blende, etc. sind identisch (Bilder auf meinem BLOG, bitte bogenheimer.wordpress googlen)

Schaut man sich die Ergebnisse an, so wirkt die Nikon D7000 etwas schärfer und die D610 geht etwas verhaltener ran. Schärft man dann vorsichtig nach, merkt man dass bei der D7000 schon leichtes Rauschen beginnt während die D610 etwas mehr Reserve hat.

Bedienbarkeit:
Die Bedienbarkeit ist bei beiden Kameras nahezu identisch. Ein paar kleine Unterschiede sind vorhanden wie z.B. das Ein- und Auszoomen, sowie die Videotaste. Alles andere lässt sich individuell und identisch einstellen und ich empfehle in diesem Zusammenhang unbedingt einen Blick in das Handbuch.

“Unter der Haube” verstecken sich bei der D610 ein paar weitere Features (Zeitrafferaufnahmen, etc.) auf die ich nicht näher eingehe, da sie für mich nicht kaufentscheident waren.

Ich persönlich schätze die relativ kleinen, leichten Bodys während andere Fotografen schwere, große Kameras bevorzugen. Wem die D610 zu klein ist, kann sie mit einem Handgriff “aufblasen”.

AF Felder
Die Nikon D610 verfügt über das gleiche AF Modul wie die Nikon D7000. Das führt bei der D610 zu einer geringeren Abdeckung im Sucher, ein Thema, das oft und kontrovers diskutiert wird.

Natürlich hätte ich mir auch ein AF Modul wie bei der D800 gewünscht, aber das gibt es halt bei der D610 nicht und das die D800 für meine Fotografie nicht in Frage kommt, hatte ich ja bereits angedeutet.
Ist man recht nah am Motiv z.B. bei Portraitaufnahmen, dann sind die engen AF Felder unbedenklich. Nimmt man etwas Abstand, dann merkt man beim Oberkörperportrait, dass man kein AF Feld auf ein Auge legen kann, man muss also Schwenken. Das ist abgeblendet kein Problem, bei Blende 1.8 wird es dann aber schon schwierig, da man sich beim Schwenken schnell eine Unschärfe einfängt.

Ich finde das jetzt nicht dramatisch, da ich als Analogfotograf auch beim Mittelformat nur ein Af Feld im Zentrum habe, aber ein Komfortverlust ist es.

Fazit:
Mein Fazit ist das eines Praktikers fernab jeglicher Laborwerte.
Ich finde dass die Kameras im Bereich 100-800 ISO so dicht beisammen liegen, dass die Unterschiede bei Präsentationen im Internet (Foren) oder auch bei Ausdrucken in normaler Größe nicht gesehen werden. Geht es dann in die Bereiche hoher ISO Werte, so liegt der FX Sensor der D610 sehr deutlich vorn.

Neben diesen High Iso Eigenschaften ermöglicht der FX Sensor auch eine geringere Tiefenschärfe (bei gleicher Brennweite) als ein DX Sensor, was von Portraitfotografen als vorteilhaft angesehen wird.

Nicht zu vergessen wäre der größere Sucher den ein FX Sensor mit sich bringt,

Meine Erwartungen an die D610 (High Iso Performance, geringere Schärfentiefe als DX, größerer Sucher) haben sich erfüllt.

Ob sich ein grundsätzlicher Wechsel von D7000/D7100 auf D610 für den Amateur jedoch lohnt, hängt im Wesentlichen davon ab was sie/er fotografiert.

Wer nicht im High Iso Bereich unterwegs ist und nicht die knappe Tiefenschärfe sucht, könnte nach einem Wechsel entäuscht sein, da er im Normalbereich keine Unterschiede in der Bildqualität feststellen wird.

Bildmaterial:
Die Konzertaufnahmen auf meiner Webseite sind alle mit der D7000 gemacht (bitte einfach Bogenheimer googlen)
Vergleichsbilder in voller Auflösung zu diesem Erfahrungsbericht gibt es auf meinem Blog (bitte bogenheimer.wordpress googlen).

Bewertung:
Ich bewerte mit 5 Sternen, da die Kamera meine Erwartungen voll erfüllt (jedoch nicht alle meine Wünsche)

Juri Bogenheimer, 12.2013
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75 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 6 Gründe und 5 Sterne für die D610, 20. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nikon D610 SLR-Digitalkamera (24,3 Megapixel, 8,1 cm (3,2 Zoll) Display, Full HD, AF-System mit 39 Messfeldern) nur Gehäuse schwarz (Elektronik)
Ein kurzer Hinweis vorab: Dies stellt keine wissenschaftlich-fundierte Rezension dar, sondern gibt allein meinen persönlichen, subjektiven Eindruck nach etwa 5-wöchiger Benutzung (2 Wochen davon Urlaub, daher dort besonders intensiv) einer neuen Nikon D610 wieder. Ich werde mich ebenfalls nicht mit vorhandenen oder evtl. fehlenden Einzelfunktonen im Vergleich zu anderen Modellen desselben Herstellers oder der Konkurrenz auseinandersetzen. Dies deshalb nicht, weil ich mir dazu kein qualifiziertes Urteil erlauben kann.

Für den Großteil der Leserschaft mag es vielleicht unglaublich klingen, aber es stimmt: Ich habe mit meinem Umstieg von der analogen Speigelreflex-Kleinbildfotografie so lange gewartet, bis endlich eine digitale Spiegelreflexkamera auf den Markt gekommen ist, die meinem Dafürhalten nach die Vorteile der Analogfotografie mit denen der Digitalfotografie mit ausgereifter Technik zu einem vertretbaren Preis vereint. Meines Erachtens tut die D610 genau dies. Im Einzelnen:

(i) Vollformat: Es ist für mich zwar in technischer Hinsicht nachvollziehbar, aus fotografischer Sicht aber nicht recht verständlich, warum bei einer digitalen Spiegelreflexkamera eine Objektivbrennweite von z.B. 24mm ein Bildergebnis mit einer tatsächlichen Brennweite von 36mm produzieren soll. Genau dies tut allerdings, aufgrund des Crop-Faktors von 1,5, das DX-Format (Sensorgröße 24x16 mm). Für mich als Analog-Dinosaurier kam daher von vornherein nur ein 1:1 Umstieg aus das sog. Vollformat (FX), d.h. eine Sensorgröße von 36x24 mm (= früheres Kleinbild) in Betracht.

(ii) Pixelzahl: Ein analoger Kleinbildnegativfilm 35mm verfügt ungefähr über eine Auflösung von 12 Mio. Bildpunkten (= Pixeln). Ein Umstieg auf Digital kam für mich daher nur bei nennenswert höherer Pixelzahl in Betracht. Die 24 Mio. der D610 gewährleisten dies. Die 36 Mio. Pixel der D800 wären für mich in puncto Verarbeitungsgeschwindigkeit und erforderlicher Rechnerleistung zu viel, die 12 Mio. der (alten) D700 z.B. zu wenig. Die Abbildungsleistung des Sensors der D610 empfinde ich persönlich als hervorragend. Großformatige Abzüge und Ausschnittvergrößerungen sind in einem für mich bisher allenfalls von hochwertigen Fuji Velvia 50 Dias gekannten Ausmaß und einer außerordentlichen Qualität möglich.

(iii) Sucher: Für mich persönlich muss eine DSLR-Kamera ein 100% Sucherbild gewährleisten. Unter fotografischen Gesichtspunkten finde ich auch nur 97%, was sicherlich nahe an 100 % ist, deshalb nicht akzeptabel, weil genau das, was ich sehe, auch abgebildet werden muss - nicht mehr und nicht weniger. Die D610 gewährleistet genau das.

(iv) Lichtempfindlichkeit: Hier spielt die DSLR ihre Trümpfe gegenüber der Analogfotografie gnadenlos aus. Früher war für mich mit einem 200 ISO-Film meist bei Einbruch der Dunkelheit, spätestens aber bei Eintritt in eine Kirche o.ä. ohne künstliches Licht (= Blitz) Schluss. Es hätte eines Filmwechsels oder einer weiteren Kamera mit einem Film höherer Lichtempfindlichkeit bedurft, um unter diesen Umstände noch brauchbare Ergebnisse zu erzielen. Auch ein Stativ half nur bedingt. Aber schon im Bereich von 400 ISO war oft deutliches Rauschen (= Grobkörnigkeit) zu bemerken. Mit der D610 fängt das Fotografieren in solchen Umgebungen erst an. Die Ergebnisse, die hier produziert werden, sind ebenfalls jenseits dessen, was ich mir als analoger (Amateur-)Kleinbildfotograf vorstellen konnte. Die Leistung der D610 empfinde ich persönlich hier als hervorragend.

(v) Integrierter Blitz: Einige mögen den integrierten Blitz als Ausweis dafür betrachten, dass es sich bei der D610 eben gerade um eine Amateurkamera handelt, da Profis (auf ihrer D800, D4, EOS 6D, EOS 5D Mark III etc.) entweder gar keinen Blitz benötigen oder - falls doch mal erforderlich - einen externen "richtigen" Blitz aufstecken. Ich persönlich bin dezidiert anderer Meinung: Der kleine" integriert Blitz ist Gold wert. Es gibt Belichtungssituationen, in denen helfen auch 3200 ISO nicht weiter, wenn es z.B. um Gesichteraufhellung bei Gegenlichtaufnahmen oder um Portraits in Innenräumen bei schlechten Lichtverhältnissen geht. Für mich war der integrierte Blitz der D610 ein nicht unerhebliches Kaufargument.

(vi) Motivprogramme + manuelle Einstellmöglichkeit: Auch dies dürfte wiederum ein Punkt sein, der mache etwas (geringschätzig) schmunzeln lässt, mich aber freut. Ich persönlich habe ein wenig den Eindruck gewonnen, dass sehr intensiv, z.T. auch sehr kenntnisreich über technische Features einzelner DSLR-Kameras diskutiert wird - was sicherlich auch seine Berechtigung hat -, dass darüber aber manchmal der Kern der Fotografie, nämlich Licht, Momentum und Bildkomposition etwas zu stark in den Hintergrund treten. Wenn die D610 mir in bestimmten klassischen Aufnahmesituationen (z.B. starke Helligkeit durch Sonne am Stand oder auf Schnee, Dämmerung, sich schnell bewegende Motive) bewährte Vorschläge hinsichtlich Brennweite, Verschlusszeit etc. unterbreitet und mir dadurch die technische Seite erleichtert, ermöglicht mir dies eine Konzentration auf die drei vorgenannten Elemente. Bei Bedarf - und den hat es in den 5 Wochen druchaus gegeben - kann manuell neu justiert werden. Bei dieser Gelegenheit vielleicht noch ein Bonmot, das ich mal irgendwo im Netz aufgeschnappt habe: Amateurs worry about equipment, professionals worry about money, masters worry about light...

(vii) Objektive: Hier lag die eigentliche Recherchearbeit vor dem Kauf der D610. Über die Vor- und Nachteile von Fest- und Zoombrennweiten ist an verschiedensten Stellen im Netz und in einschlägigen Fachzeitschriften hinreichend und z.T. wiederum sehr detail- und kenntnisreich diskutiert und geschrieben worden. Zu analogen Zeiten hatte ich beides: Fest- und Zoombrennweiten. Und ja, es gibt sie, die Qualitätsunterschiede. Nachdem ich mir vor dem Kauf testweise eine D610 mit folgenden Objektiven für 2 Tage ausgeliehen hatte (Nikkor 14-24mm f/2.8; Nikkor 16-35mm f/2.8; Nikkor 50 mm f/1.8; Nikkor 24-85 mm f/3,5-4,5 = Kit-Objektiv und Nikkor 80mm f/1.4) habe ich mich für das 24-85mm Kit-Objektiv zusammen mit dem 70-200mm f/4 (letzeres im Rahmen der Nikon Cash-Back-Aktion erworben und vorher nicht ausprobiert) entschieden. Grund: Die bei 100%-Vergrößerung am Rechner für mich sichtbaren Unterschiede in puncto Vignettierung, Randlichtabfall und chromatische Aberrationen - bei der Schärfe auch in Randbereichen habe ich im "Blindtest" nur sehr geringfügige Unterschiede wahrnehmen können - waren meinem persönlichen Empfinden nach so gering (und die störende Vignettierung zudem bereits mit der kamerainternen Bildbearbeitungssoftware weitgehend zu korrigieren), dass für mich und meine voraussichtlichen Aufnahmesituationen die Vorteile der Zoom-Objektive eindeutig die von Festbrennweiten überwiegen: (i) anders als bei anlogen Kleinbildkameras - in den 25 Jahren des so gearteten Fotografierens habe ich trotz Wechselobjektiven nie ein Staubproblem gehabt - ist die der elektronische Sensor des DSLR recht empfindlich. Je öfter gewechselt wird (auf den Ort des Wechsels hat man ja situations- und aufnahmebedingt oft wenig Einfluss) desto höher das mit Hausmitteln kaum zu beseitigende Staubproblem. Für mich nicht auszudenken: Ich bin z.B. in der Wüste unterwegs und verunreinige bei Objektivwechsel den Sensor; (ii) oft muss es schnell gehen und die einmalige Aufnahmesituation lässt keinen Objektivwechsel zu, erfordert aber einen Brennweitenwechsel. Die Abbildungsleistung der beiden von mir dann schließlich erworbenen o.g. Objektive auf der D610 ist m.E. sehr gut.

FAZIT: Meinem persönlichen, subjektiven Eindruck nach handelt es sich bei der D610 um eine ausgezeichnete und ausgereifte DSLR-Kamera, die ich nach gut 5-wöchiger intensiver Nutzung in fast allen denkbaren Aufnahmesituationen uneingeschränkt empfehlen kann. Sie bietet alle technischen Voraussetzungen für die Erzielung hervorragender Bildergebnisse. Waren die Bildergebnisse mal nicht optimal, hat es entweder an schwierigen äußeren Bedingungen (die mit einer Analog-Kamera kaum besser hätten bewältigt werden können) oder an Unzulänglichkeiten des Bedieners der Kamera gelegen.
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108 von 117 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Feingetunte Vollformat DSLR für ambitionierte Amateure, 9. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Nikon D610 SLR-Digitalkamera (24,3 Megapixel, 8,1 cm (3,2 Zoll) Display, Full HD, AF-System mit 39 Messfeldern) nur Gehäuse schwarz (Elektronik)
Rein technisch betrachtet ist die D610 ihrer größeren Schwester, der D800, sehr ähnlich. Bis auf den Sensor (24,3 statt 36,4 MP), das kleinere AF-Modul (39 statt 51 AF-Punkte) und die kürzeste Verschlusszeit (1/4.000 statt 1/8.000 Sek.) sind beide Kameras nahezu identisch. Im Vergleich zur fast baugleichen Vorgängerin, der D600, hat sich nur sehr wenig verändert. Wichtigste Neuerung ist die komplett neue Verschlusseinheit, die nun das teilweise vorhandene Staub-/Ölproblem der D600 beseitigt hat. Ansonsten handelt es sich durchwegs lediglich um technisches Feintuning im Detail.

Bereits bei der ersten Auslösung der D610 wird ein wesentlicher Unterschied zur D800 deutlich hörbar. Während die D800 mit einem metallisch harten Auslösegeräusch relativ laut ist, löst die D610 sanft und leise aus. Ein riesiger akustischer Unterschied!

Das Gehäuse der D610 ist hochwertig und robust (überwiegend Magnesium-/Aluminiumlegierung) verarbeitet. Das Top-Niveau der D800 erreicht sie allerdings nicht ganz. Dafür ist die D610 mit 850g (Gehäuse mit Akku) spürbar (ca. 150g) leichter als die D800. Sie ist von der Größe her auch etwas kompakter und liegt ausgezeichnet in der Hand. Im Vergleich zu den Nikon DX-Modellen ist das Gehäuse definitiv hochwertiger.

Das Design der D610 stammt - ebenso wie das der D800 (und eigentlich fast aller Nikon semiprofessional und professional DSLRs seit 1980) - vom renommierten italienischen Designstudio Italdesign (Giorgetto Giugiaro) aus Turin. Italdesign ist ja eigentlich hauptsächlich Automobildesigner und hat neben zahlreichen Design-Ikonen auch den VW Golf I (1974) gezeichnet. Heute gehört Italdesign zu 90 % über Lamborghini zum VW-Konzern. Ich empfinde das Design der D610 mit seinen durchgängigen Linien sowohl ästhetisch als auch funktional gelungen.

Der optische Sucher der D610 ist ein wahres Sahnestück und besteht aus einem hochwertigen Pentaprisma aus Glas, das genauso hell und groß ist, wie bei der D800. Der Sucher gehört sicher zum Besten, was der Markt derzeit bietet. Die Nikon Profimodelle (ab der D800) haben alle ein rundes Okular, während die D610 noch ein eckiges Okular hat. Für mich hat das runde Okular Vorteile beim Betrachten. Daher habe ich meine D610 entsprechend umgebaut. Hierfür bietet Nikon die runde Augenmuschel DK-3 an, die zusammen mit dem Okularadapter (von eckig auf rund) DK-22 und dem Okularschutzglas FM2/FE2 an der D610 angebracht werde kann.

Der LCD-Monitor ist relativ groß (3,2 Zoll) und sehr hochauflösend. Größere Displays werden aktuell nicht in Fotokameras verbaut. Der Monitor ist nicht klappbar, was für mich jedoch konstruktionstechnisch eher ein Vorteil (höhere Stabilität) ist.

Im Gegensatz zur D800 hat die D610 noch ein explizites Moduswahlrad für die Belichtungssteuerung. Neben den Programmen P, S, A, M hat die D610 auch eine Vollautomatik sowie 19 Motivprogramme (die in der Praxis weitaus bessere Ergebnisse liefern, als man gemeinhin annimmt). Außerdem stehen auch zwei praktische benutzerdefinierte Belichtungsprogramme zur Auswahl, die man selber programmieren kann. Die D610 hat - im Gegensatz zur D800 - auf der Vorder- und Rückseite der Kamera IR-Sensoren, mit denen der IR-Fernauslöser ML-L3 kabellos ausgelöst werden kann.

Meines Erachtens sind für die D610 die besonders lichtstarken (und teuren) 2,8 er Profi-Objektive nicht unbedingt erforderlich, um gute Bildqualität zu erhalten. Diese sind nämlich nicht nur sehr teuer, sondern auch groß und schwer. Ich benutze als Standardzoom das AF-S Nikkor 24-120 mm 4,0 G ED VR, als Telezoom das AF-S Nikkor 70-300 mm 4,5-5,6 G IF-ED VR, als Weitwinkelzoom das AF-S Nikkor 18-35 mm 3,5-4,5 G ED und als Festbrennweite das AF-S Nikkor 50 mm 1:1,8 G. Diese Objektive sind noch relativ preiswert und zudem vergleichsweise leicht und kompakt und somit reisetauglich.

Der 24,3 MP Bildsensor der D610 schafft eine sehr gute Balance zwischen hohem Auflösungsvermögen und vernünftiger Dateigröße (12 MB pro Foto bei JPEG Fine). Der Sensor kommt von Sony und wird wohl von Nikon nur noch etwas optimiert (auch der 36 MP Sensor der D800 soll ja von Sony stammen). Sony setzt diesen Sensor auch in seinen eigenen Spitzenmodellen ein. Meines Wissens besteht der Hauptunterschied zwischen dem 24 MP und 36 MP Sensor in der Größe der Pixel. Bei der D610 sind diese mit 5,95 µm etwas größer als bei der D800 mit 4,9 µm. Dementsprechend hat die D610 eine größere (Blendenwert) förderliche Blende (f/9,8) als die D800 (f/8) und weniger Beugungsverluste beim Abblenden. D.h., man kann/muss bei der D610 etwas stärker abblenden als bei der D800, um die optimale Bildschärfe zu erhalten. Die High-ISO-Fähigkeiten der D610 sind - trotz der größeren Pixel - meines Erachtens nicht signifikant besser als bei der D800. Insgesamt würde ich die Bildresultate, die man mit beiden Kameras erzielen kann, nicht für so unterschiedlich erachten, als dass man dies als Hobbyfotograf groß spüren würde. Dies ist aber allein meine subjektive Beurteilung. Was der Bildqualität deutlich zugutekommt, ist die Größe des FX-Sensors. Mit ca. 36 x 24 mm hat dieser die Fläche von 864 mm². Er ist damit stattliche 2,3 mal so groß, wie ein DX-Sensor mit den Maßen ca. 24 x 16 mm (Fläche 370 mm²). Diese Werte sind wichtig, wenn man sich kritisch veranschaulichen will, ob für eine D610 (oder gar eine D800) wirklich nur die besten Objektive brauchbare Ergebnisse liefern können. Heruntergerechnet auf das DX-Format hat die D610 nämlich nur eine Auflösung von 10,3 MP (die D800 von 15,4 MP). Alle aktuellen Nikon-DX-DSLRs besitzen jedoch bereits einen 24 MP Sensor und damit eine wesentlich höhere Pixeldichte. Ich bin daher der Ansicht, dass die Anforderungen an die Objektive bei der D610 auch nicht höher sind, als bei einer aktuellen DX-Kamera. Natürlich wird man mit einer qualitativ hochwertigeren Optik stets auch bessere Fotos aufnehmen können, aber für zwingend erforderlich erachte ich diese bei der D610 nicht. Da es auch bei Canon derzeit keine einzige DSLR mit einem höher auflösenden Sensor gibt und auch das Nikon Top-Modell D4 "nur" 16 MP auflöst, stellt sich schon die Frage, ob der 36 MP Sensor der D800 wirklich qualitativ hochwertigere Fotos liefert als der 24 MP Sensor der D610. Nach meiner (sechswöchigen) Erfahrung mit der D800 kann ich diese Frage klar verneinen. Die D800 bietet jedoch einzigartige Möglichkeiten für Ausschnittvergrößerungen. An dieses Potential kommt die D610 nicht ganz heran. In Summe ist die Bildqualität der D610 jedoch hervorragend und die Fotos bieten viel Vergrößerungspotential für sehr großformatige Ausdrucke. Zudem ist die D610 sowohl bei der Bildverarbeitung als auch bei der Serienbildgeschwindigkeit sehr schnell (insbesondere deutlich schneller als die D800).

In Tests wird verschiedentlich das AF-Modul der D610 mit seinen 39 recht engstehenden Fokuspunkten kritisiert. Kritisiert insofern, weil die Fokuspunkte sehr mittig angeordnet sind und somit einen nicht unwesentlichen Teil des Bildausschnitts nicht abdecken. In der Praxis arbeitet der AF der D610 jedoch hervorragend - sowohl was die Präzision als auch die Geschwindigkeit anbelangt. Auch mit den 39 AF-Punkten kann man sehr gut fotografieren (die D800 hat 51 AF-Punkte). In der Regel befindet sich das Motiv im Bereich der AF-Punkte und wird - da diese sehr engstehen - von diesen auch hervorragend erfasst. Auch ein weiterer Kritikpunkt an der der D610, die kürzeste Verschlusszeit von "lediglich" 1/4.000 Sek., ist problemlos verschmerzbar. Eine kürzere Verschlusszeit (wie 1/8.000 bei der D800) wird in der Praxis so gut wie nie benötigt. Auch eine Leica S für über 18.000 EUR hat "nur" 1/4.000 Sek. und niemand empfindet dies als Einschränkung. Was man ergonomisch hätte besser lösen können, ist die Anordnung der Abblendtaste und der Fn-Taste (z.B. für die Einblendung der elektronischen Wasserwaage). Besonders die Bedienung der Fn-Taste ist mit dem Zeigefinger am Auslöser gewöhnungsbedürftig. Die Anordnung bei der D800 ist hier besser gelungen.

Videofunktionalitäten benutze ich nicht.

Zur Entscheidungsfindung habe ich mir vor dem Kauf der D610 noch die direkte Konkurrenz im Vollformat, die Canon EOS 6D, angesehen. Diese verfügt über den deutlich schlechteren Autofokus mit nur 11 AF-Punkten, davon lediglich einem Kreuzsensor. Der Monitor der Canon 6D ist auch etwas kleiner (3,0 Zoll anstatt 3,2 Zoll bei der D610)und der optische Sucher zeigt nicht 100%, sondern nur 97%. Die kürzeste Verschlusszeit ist mit 1/4.000 Sek. identisch. Der Bildsensor der Canon löst mit 20 MP etwas niedriger auf und hat in Summe meines Erachtens auch eine etwas schlechtere Bildqualität (sofern man auf diesem hohen Niveau in der Praxis noch Unterschiede erkennen kann). Dafür sind die High-ISO-Fähigkeiten der Canon 6D wohl etwas besser als bei der D610.

Im Gesamturteil bekommt die D610 von mir ganz klar 5 Sterne. Sie ist im Amateurbereich wahrscheinlich derzeit die beste Vollformat DSLR und bietet ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Ich fotografiere sehr gerne und oft mit dieser unkomplizierten Kamera, die von der Bedienung und vom Handling her viel Spaß macht. Sie ist m.E. insbesondere für all die Hobbyfotografen die richtige Vollformat DSLR, die nicht die letzten 10 % an Qualität mit dem doppelten Preis (inkl. Folgekosten für teure und schwere Profi-Objektive) und dem doppelten Gewicht an Ausrüstung bezahlen wollen.
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26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bezahlbares Vollformat für den Amateur, 20. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Nikon D610 SLR-Digitalkamera (24,3 Megapixel, 8,1 cm (3,2 Zoll) Display, Full HD, AF-System mit 39 Messfeldern) nur Gehäuse schwarz (Elektronik)
Hier noch ein Update

Bei der Arbeit mit einer Kamera stellt man viele Dinge fest, die rein aus der Bewertung von technischen Spezifikationen nicht hervorgehen. So auch bei der D610. Während der letzten Monate habe ich einige Events und Reisen fotografiert und kann zusammenfassend sagen, dass ich bis auf ein paar wenige Aspekte im Handling von der Kamera sehr angetan bin. Ich nutze vornehmlich folgende Objektive:

Für den Weitwinkel das 16-35/f4
Für den Normalbereich das 24-120 /f4
Für das leichte Tele das 70-200/f4

Ich nehme an das viele ambitionierte User ähnliche Objektive nutzen wollen und kann von meiner Seite sagen dass es keinerlei Anlass zur Sorge gibt die D610 wäre evtl. dafür zu klein bzw. nicht mehr gut ausbalanciert. Objektive im Gewichtsbereich von ca. 700g - 850g stellen die D610 vor keine Probleme. Für längere Sessions habe ich noch den Batteriehandgriff MB-D14. Diese nutze ich vornehmlich aber wegen der damit verbundenen längeren Akkulaufzeit und dem Hochformatauslöser der sich bei Hochzeitsfotografien immer als nützlich erweist. Das der Handgriff unbedingt für eine Verbesserung des Handlings im Bezug auf diese Objektive benötigt wird, sehe ich nicht.

Nun einmal zu dem, was an negativen Kleinigkeiten bei mir hängengeblieben ist:
Da wäre einmal die Steuerung der Blitzkompensation über die Kamera zu nennen. Diese kann man zwar um -3EV nach unten korrigieren, jedoch nur um +1 nach oben. Das ist etwas unverständlich in meinen Augen, denn nutzt man z.B. einen Diffusor bei gleichzeitig dunklen Wänden, kommt man mit +1EV oft schnell an die Grenzen. Ein kleiner Trick hilft hier aber: Ich stelle meinen Aufsteckblitz stets auf +1EV und korrigiere wieder -1EV an der Kamera damit ich in der Summe auf +/-0 komme. Somit habe ich über die Kamera den Bereich von -2 bis +2EV hergestellt. Das ist also lösbar aber trotzdem irgendwie komisch.

Weiterhin ist es leider nicht möglich die Schnellmenüleiste, in die man über den Info - Knopf kommt, selber zu konfigurieren. So muss man mit den 10 vorgefertigten Einträgen auskommen. 4 oder 5 Einträge sind dabei für reine RAW - Fotografen unbrauchbar, denn sie betreffen diverse Rauschunterdrückungsvarianten, Verzeichnungs- und Vignettierungskorrekturen. Für RAW - Fotografen ist dieses Schnellmenü daher mehr oder minder nicht brauchbar. Schade eigentlich denn hier könnte man die ein oder andere Funktion aus dem doch sehr komplexen Menü schnell und übersichtlich aufschalten.

Die Bedienung vom Liveview ist vorsichtig ausgedrückt als "speziell" zu bezeichnen. Man könnte aber auch sagen sie ist einfach nur grottig. Tut mir leid Nikon aber Blende verstellen im Liveview durch Wechsel aus dem Liveview und dann wieder zurück um evtl. noch raus zu müssen und dann wieder rein damit man die Änderungen am Bildschirm sieht, ist im Jahr 2014 einfach nicht mehr zeitgemäss. Und an der D800 geht es ja auch - also Nikon kann es sehr wohl. Ich persönlich nutze den Liveview überhaupt nicht und das Filmen hält sich ebenfalls in argen Grenzen. Somit ist es für mich kein grosses Problem - anderen Nutzern, die hier einen beträchtlichen Anteil ihrer Arbeit sehen, würde ich aber ernsthaft raten einmal die D800 ins Auge zu fassen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass diese unlogische Implementierung bei der D610 auf die Dauer nervt und man sich evtl. stark ärgern wird nicht von Anfang an auf die D800 gesetzt zu haben. Natürlich wäre das preislich nochmals ein beträchtlicher Aufwand, aber in der Summe aller Kosten die ein Kamerasystem so mit sich bringt, stellen 600 - 700€ letztendlich doch nicht eine so fundamentale Barriere dar.

Weitere Bemerkungen:
Toll an der D610 ist die sehr gute Bildqualität. Damit meine ich nicht nur das niedrige Bildrauschen sondern viel mehr noch den unglaublich hohen Dynamikumfang, welcher in den RAW - Dateien steckt. Ich bin immer wieder fasziniert, was alles an Informationen noch in den Bildern liegt. Man kann wirklich ohne Bedenken dunkle Bildbereiche aufziehen ohne dass auch nur im Geringsten ausgefressene Bildbereiche entstehen. Die Auflösung ist sehr hoch und mir scheint zudem, dass man bei der D610 einen sehr moderaten AA - Filter implementiert hat. Im Vergleich zur D800 sehe ich gefühlsmässig mehr Morè - Effekte - ich bin fast geneigt zu sagen, dass es sogar zur D7100 kaum Unterschiede gibt. Positiv ist das zwar eigentlich erst einmal nicht, aber es zeugt von einer sehr hohen Auflösung des Sensors.

Da bin ich beim Thema Verschlusszeiten und Objektivwahl. Insbesondere das 70-200/f4 hat den neusten VR (3. Generation) und ist bekannter Weise DIE Referenz unter den Nikon Objektiven beim Thema VR. Man könnte also meinen, dass es bei diesem Objektiv ab 1/50s nur noch scharfe Bilder geben müsste. Doch nach vielen hunderten Bildern muss ich sagen, dass ich selbst mit aktivem VR in keinster Weise empfehlen kann, längere Belichtungszeiten als nach der Formel /Brennweite zu benutzen, wenn es nicht unbedingt anders geht. Das klingt sicher erst mal komisch aber es ist wie folgt: Der VR hilft enorm und ja - es ist möglich mit 1/20s Sekunde bei 200mm scharfe Aufnahmen zu bekommen. Aber es gibt einen Unterschied zwischen scharf und richtig scharf. Gerade bei 24MP muss man extrem exakt arbeiten und hierbei unterstützt einen der VR bei etwa 1/160s für 200mm um absolut super scharfe Bilder zu bekommen. Freihand ist das nur im Glücksfall möglich. Das gleiche Verhalten habe ich auch an meinen anderen Objektiven festgestellt. Mal davon abgesehen dass man bei ab gewissen Belichtungszeiten sowieso die Bewegungsunschärfe ins Bild bekommt, kann ich wirklich nur empfehlen stellt den VR auf "ON" und stellt die ISO - Automatik auf 1/Brennweite. Das ist DAS Sorglos-Paket für super scharfe Bilder.

Wenn es also um Objektive für die D610 geht, würde ich von Grund auf nur stabilisierte Objektive kaufen. Nach eigenen Erfahrungen bin ich auch nicht mehr überzeugt von der Argumentation, dass man z.B. beim beliebten 24-70/f2,8 aufgrund der hohen Lichtstärke und der überschaubaren Brennweite einen Bildstabilisator nicht unbedingt braucht. Wenn man exakt arbeitet, sieht man bei 24MP wirklich jede kleine Unschärfe was im Endeffekt für das gleiche Objektiv viel kürze Belichtungszeiten erforderlich macht als noch an einer 12MP D700. Wenn man keinen VR kennt, kann man den Unterschied auch nicht beurteilen - ich habe auch beim 24-120/f4 oder beim 16-35/f4 diverse Tests gemacht und komme stets zum gleichen Schluss wie mit dem 70-200/f4.

Zusammenfassend kann ich sagen dass die D610 eine exzellente Fotokamera ist, mit der man ebenfalls qualitativ hochwertige Videos drehen kann. Dennoch ist sie in meinen Augen für den Videodreh oder Liveview-Betrieb weniger gut geeignet als z.B. die D800. Nikon bietet im Vollformatbereich eine gute Auswahl passender Objektive an, was das Paket in der Summe sehr attraktiv macht. Vom Anfassgefühl stellt man auch gegenüber der etwas grösseren D800 nur geringfügige Unterschiede fest. Interessanter Weise ist der Grössenunterschied in der Realität deutlich kleiner als sich auf Produktbildern vermuten lässt. Im Grunde ist die D800 nur etwas nach oben aufgestockt, womit auch die rechte Hand etwas weiter nach oben rutscht. Ich habe etwas kleinere Hände und durch die stärker ausgewölbte Form des Handgriffs an der D800 sogar die etwas unbequemere Haltung (ist aber nur sehr subtil). Damit will ich sagen dass die D610 wirklich gut und ausbalanciert in der Hand liegt, und selbst mit schwereren FX - Objektiven niemand vor Probleme stellt. Für ganz schwerere Teleobjektive oder allgemein für längere Fotosessions würde ich sowohl an der D610 wie auch an der D800 den Batteriegriff empfehlen.

Die technischen Einschränkungen gegenüber der D800 sind für mich erträglich. Man bekommt dafür Vorteile wie die schneller Bildfolge von 6B/s, die für den Amateur praxisgerechteren 2xSD - Kartenslots statt einem CF und einem SD Slot (Ich kenne keinen Laptop, in dem ein CF-Reader eingebaut ist), kleinere Bilddaten mit dennoch absolut ausreichender Auflösung (exaktes Arbeiten ist auch hier schon sehr wichtig aber noch wichtiger wird es bei der D800). Die Kamera ist deutlich günstiger, hat ebenfalls den grossen Sucher und ist auch ähnlich gegen Staub und Wasser geschützt. Der Autofokus an der D610 mag etwas langsamer sein als bei der D800 nur bin ich noch nie an die Grenzen gestossen (selbst bei Hochzeiten unter schlechten Lichtbedingungen), die etwas geringere Spreizung der AF-Sensoren über das Sucherbild ist eigentlich auch kein echtes Hindernis denn die wichtigen Kreuzsensoren an der D800 sind ebenfalls sehr mittig und genau die sind es aber, die im schlechten Licht noch funktionieren.

Daher würde ich mich im FX Bereich bei Nikon nach wie vor für die D610 entscheiden.

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Als langjähriger Nikon User mit Erfahrungen an Cropkameras (D200, D7000 und D7100) habe ich mir nun nach reiflicher Überlegung die D610 zugelegt. Ausschlaggebend für den Kauf waren mehrere Faktoren, das Vollformat alleine spielte dabei sogar eine eher untergeordnete Rolle.

Kurz zur DX - Historie:
Nikon verfolgt in meinen Augen eine etwas seltsame Produktstrategie, die von ambitonierten Amateuren im Crop - Bereich derzeit viel Leidensfähigkeit erfordert. Grund dafür ist weniger das Kameraangebot als vielmehr das doch sehr bescheidene Objektivangebot. Denn bis auf das alte und schwere 17-55 / 2,8 gibt es im gehobenen Preissegment ausschliesslich lichtschwache Zoomlinsen. Da wären das 16-85 und das 18-200 zu nennen. Ich besitze beide und kann von meiner Seite keines so wirklich empfehlen. Abgesehen von der schlechten Lichtstärke verfügen beide über ein sehr durchschnittliches Bokeh (beim 18-200 noch eher verständlich, da es ein Superzoom ist und man Kompromisse noch eher akzeptiert), das 16-85 hat zudem noch über die unangenehme Eigenschaft, dass der Bildstabilisator bei Belichtungszeiten um die 1/80s immer eine leichte Unschärfe ins Bild "zaubert". Das ist bereits diversen andern Usern auch aufgefallen - ein ähnliches Verhalten hat man übrigens im Objektivtest auf dpreview zum Nikon 18-300mm Superzoom aufgedeckt. Kurz und knapp: Das DX - Objektivangebot von Nikon ist einfach überholungsbedürftig und reizt mich nicht wirklich. In diesem Zusammenhang stelle ich mir auch die Frage, was eine evtl. kommende D400, die ja von vielen Usern so gewünscht wird, bringen soll. Das macht also den FX - Bereich deutlich attraktiver zumal es dort recht gute Standardobjektive, wie etwa das 24-120 / f4 gibt.

Holpriger Start ins Amateur Vollformat:
Die D610 ist im Endeffekt die D600 mit einem neuen Verschluss. Abgesehen davon, dass Nikon es mal wieder (siehe Verhalten bei Blitz SB900 / SB910) versäumt hat eine offene und transparente Aufklärung zu betreiben, ist die Kamera per se natürlich ein sehr tolles Arbeitsgerät. Da ich in meinem Bekanntenkreis einen D600 - Besitzer habe, der vom unsäglichen Staub- und Ölproblem betroffen ist, kann ich nur jedem ebenso betroffenen D600 - Besitzer raten, unbedingt beim Nikon Service darauf zu bestehen, dass die Kamera nicht nur mal "ausgeblasen" wird, sondern der Verschluss ersetzt wird. Es wird dann der gleiche eingebaut wie bei der D610 und dann hat man wirklich Ruhe.

D610
So - nun also bin ich bei der D610 angelangt. Über sie ist ja schon eine Menge geschrieben worden - ich möchte hier etwas näher auf die Besonderheiten eingehen und auch einen Vergleich zur D7100 anstellen, die ich bis vor wenigen Tagen noch parallel bei mir hatte und mir in dieser Zeit einen guten Sparringspartner im Ring war. Die D610 nutze ich vorwiegend mit dem 24-120 / f4 Objektiv, die D7100 mit dem 16-85èr. Also ungefähr vergleichbare Welten.

Grundlegend sind sich beide Kameras in der Bedienung sehr ähnlich. Ich bevorzuge den "A" - Modus und stelle die ISO - Automatik ein. Da ich bildstabilisierte Objektive nutze, setze ich zusätzlich im Menüpunkt "längste Verschlusszeit" den Reiter auf Automatik und wähle eine Blende tiefer an. Das hat den Vorteil, dass die Belichtungszeiten gemäss der klassischen Regel 1/Brennweite (KB) nochmals um eine Blende länger werden und die ISO - Werte sich daraufhin anpassen. Die Automatik macht die manuelle Bedienung des ISO - Wertes bis auf einige Ausnahmen - etwa beim Blitzen oder bei bestimmten Sportmotiven - komplett obsolet. Das ist eine wirklich klasse Sache die zudem die suboptimale Plazierung des ISO - Button an der linken Seite des Gehäuses verschmerzen lässt. Die ISO - Automatik hatte übrigens meine D7000 noch nicht integriert. Profile lassen sich anlegen so dass man nicht jedes Mal z.B. beim Wechsel auf ein nichtstabilisiertes Objektiv erst wieder ins Menü abtauchen muss, um die bewusste Verlängerung der Belichtungszeit zurückzustellen.

Im Zusammenhang mit der Verschlusszeit wird ja gerade bei der D610 bemängelt, dass sie nur bis 1/4000s belichten kann - die günstigere D7100 dagegen bis 1/8000s. Das ist auf den ersten Blick richtig, man muss dabei aber 2 Dinge berücksichtigen. Erstens: Wann braucht man eine so kurze Verschlusszeit überhaupt? Und Zweitens: Die D610 hat im Gegensatz zur D7100 einen ISO 50 Modus. Damit habe ich das gleiche Verhältnis wieder hergestellt. Auch bei der Blitzsynchronisation sprechen wir von Unterschieden im absolut vernachlässigbaren Bereich. Man muss sich auch mal vor Augen halten, dass die uralte D70 eine Blitzsynchronisationszeit von 1/500s besessen hatte. Stört dieser Umstand jemand und man greift deswegen lieber zu D70 als z.B. zur D800?

Autofokus:
Ich gebe zu dass ich bei der D7000 einige Schwierigkeiten mit dem AF hatte und daher zunächst dem AF der D610 nicht über den Weg traute. Das war eigentlich auch der Grund die D7100 zu nehmen. Heute kann ich sagen, dass diese Zweifel unbegründet sind. Beide AF - Module stellen zuverlässig scharf - ich bin aber auch kein Action - oder Sportfotograf der da das ein- oder andere Mal mit der D610 sicherlich eher an die Grenzen kommt als mit der D7100. Das ist aber auch nur Spekulation. Für den Alltagsgebrauch kann ich jedenfalls überhaupt nichts Negatives feststellen. Die 51 AF - Punkte der D7100 hören sich gut an, die relevanten Kreuzsensoren sind aber auch dort leider nur wie bei der D610 um das Zentrum herum angeordnet. Das ist bei anderen Herstellern durchaus besser gelöst, etwa bei der Canon 70D / 7D oder auch der Pentax K3. Dort reichen die Kreuzsensoren bis zu den Rändern. Im Nikon - interen Verlgeich ist der Mehrwert des AF - Moduls der D7100 aber gar nicht so gross wie man denkt. Natürlich ist das AF - Feld der D610 kleiner - aber der Bereich der Kreuzsensoren ist auch bei der D7100 nur in der Mitte. Beide arbeiten bis F8 - das ist sehr gut denn wenn man mal an eine (bezahlbare) grosse Telebrennweite (das neue Tamron Tele oder auch die Sigmas gehen meist bis f6,3) denkt, ist man da besonders gegenüber der Canon 6D im Vorteil.

Serienbildgeschwindigkeit:
6Bilder / Sekunde bieten beide, die D7100 macht aber nach 6 RAW - Bildern Schluss. Die D610 erst nach 15-16. Ich habe da bei der D7100 einen kleinen Trick der das Manko ein wenig relativiert. Zunächst stelle ich im RAW auf das verlustbehaftete Kompressionsverfahren (da merkt man überhaupt keinen Unterschied), lasse die Bittiefe aber bei 14 Bit bestehen. Dann stelle ich den CL - Modus (also der langsame Serienbildmodus)auf 4 Bilder pro Sekunde ein und nutze eine sehr schnelle Sandisk Extreme Pro mit 95MB/S. Die D7100 hat einen kleinen Puffer aber einen sehr schnellen Speichercontroller - womit bei dieser Einstellung ca. 18 Bilder im RAW Format aufgenommen werden bevor die Kamera dann auf etwa 3 Bilder pro Sekunde zurückgeht. Geht man gleich mit 3 Bildern pro Sekunde und den oben genannten Einstellungen ins Rennen, macht sie so lange RAW - Aufnahmen, bis die Karte voll ist. Also Serienbilder lassen sich auch mit der D7100 viele machen - aber nicht mit 6 Bildern pro Sekunde. Aber auch hier mal zur Erinnerung: Die D300s schaft im 14Bit - Modus nur 2,5 RAW - Bilder pro Sekunde.

Bedienung
Ein wirklicher Nachteil ist die fehlende 1-Knob Bedienung für die 100% Ansicht bei der D610. Das ist für mich ein viel praktikableres Manko als die bisherigen Dinge. Am Anfang hab ich fast jedes Mal den OK - Button gedrückt und bin versehentlich im RAW - Bearbeitungsmenü gelandet. Daran gewöhnt man sich als D7100 - User so schnell dass man es echt nicht mehr missen möchte. Da verstehe ich Nikon wieder mal überhaupt nicht das Feature mal einfach via Firmware Update nachzureichen. Ich gebs aber mittlerweile auf - das wird wahrscheinlich eher eine D620 werden..... Sonst ist die Bedienung nahezu identisch. Was die D610 nicht hat ist der zweite Info Knopf und die nicht vorhandene OLED - Einblendung im Sucher. Anfangs habe ich auch den Unterschied gesucht - bis ich darauf gekommen bin, dass bei der D7100 die Wasserwage im Sucher mittels OLED - Display zusätzlich zu den Normalen Informationen eingeblendet werden kann - bei der D610 schaltet sich unten die Leiste komplett aus. Das bedeutet man hat bei der D610 entweder die Anzeige der Wasserwage ODER die Informationen zur Belichtungszeit im Sucher. Die D7100 kann beides auf einmal. Dabei muss ich aber sagen, dass die OLED Anzeige etwas kontrastarm ist - ich habe manchmal Schwierigkeiten den Balken zu erkennen. Die alte Anzeige der D610 "grün auf Schwarzen Hintergrund" ist da fast besser. Also aus meiner Sicht hat die OLED Anzeige keinen echten Mehrwert.

Das Display der D610 kommt noch mit klassichem Hartplatikschutz, das der D7100 ist ein kratzfestes Glas. Das wurde mir noch einmal beim Nikon Service bestätigt. Rein intuitiv vertaue ich dem alten Schutz dennoch mehr :-)

Tja also zusammenfassend kann ich sagen dass der Schritt hin zur D610 ein wirklich sinnvoller Schritt ist. Ich rate auch jedem der evtl. zwischen der Wahl steht D7100 vs D610: Nehmt die D610. Die Zukunft ist Vollformat - Nikon selbst richtet sich ja auch bereits sehr deutlich danach aus. Das gehobene DX Segment krankt in meinen Augen nicht an der Kamera - aber an brauchbaren Objektiven. Eine evtl. D400 wird daran gar nichts ändern - egal wie gut sie ist. Schaut einfach mal auf die letzte Standardlinse, die Nikon im DX - Bereich veröffentlicht hat: Eine 18-140 f3,5-5,6. Na toll... Sie ist nicht schlecht aber ehrlich gesagt nicht das, was ich im gehobenen Amateurbereich brauche. Dann ist die Bildqualität der D610 wirklich fantastisch und nochmal ein deutlicher Schritt über der D7100 angesiedelt. Ich fotografiere ausschliesslich im RAW - Format und bei der Entwicklung merkt man deutlich dass mehr Dynamik vorhanden ist, das Bildrauschen ist auch geringer. Man darf auch die alltäglichen Vorteile nicht vergessen, die das Vollformat so mit sich bringt: Da wäre natürlich das deutlich grössere Sucherbild - damit macht es alles immer noch ein wenig mehr Spass wenn man fotografiert. Und auch preislich liegen die Kameras auch nicht mehr so weit auseinander. Und wirklich billig ist die D7100 ja nun auch nicht.

Die paar wenigen technischen Unterschiede der Kameras an sich sind marginal. Deswegen würde ich nie pro oder contra entscheiden. Bei Canon ist da der Wechsel in meinen Augen deutlich schwerer: Gut ausgestattete 70D oder recht magere 6D? Bei Nikon hat man eigentlich zwei gleichwertige Kameras. Interessant wird es bei den Objektiven und da ist im DX - Bereich von Nikon nicht so viel los.

Viele Grüsse
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88 von 99 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vollformat für rel. wenig Geld mit erstklassigem Ergebnis, 30. Oktober 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nikon D610 SLR-Digitalkamera (24,3 Megapixel, 8,1 cm (3,2 Zoll) Display, Full HD, AF-System mit 39 Messfeldern) nur Gehäuse schwarz (Elektronik)
Update 03.11.2013

In den Kommentaren zu meiner Rezension habe ich einen Link zwecks ISO und WB Test eingefügt. Interessenten können sich gerne die Fotos downloaden uns selbst entscheiden, ob das Rauschen für die eigenen Bedürfnisse OK ist.

Update 10.12.2013

Nach nun fast 5 wöchiger, täglicher Benutzung mit insgesamt ca. 9000 Auslösungen mit 2 Nikon D610 (mit folgenden Objektiven: AF Nikkor 70-200 F4, AF Nikkor 24-120 F4, AF Nikkor 105mm F2.8, AF Nikkor 85mm F1.8, AF Nikkor 50mm F1.8) kann ich bei beiden weder Staubprobleme noch irgendwelche Ölflecken entdecken. Hier scheint Nikon seine Hausaufgaben gemacht und auf die Kunden gehört zu haben, wenn auch zum Leidwesen anderer D600 Benutzer, wie ich auch einer war.

Die ISO Tauglichkeit ist schier unglaublich. An zwei Wochenenden hatte ich zwei Konzerte zu fotografieren, ohne einen Blitz benutzen zu dürfen. Lediglich diffuse Lichtquellen haben die Motive erhellt. Ich bin teilweise bis auf ISO 3200 "hochgeschossen" und natürlich ist dabei Rauschen bemerkbar, aber nicht so, dass es die Bildkomposition gestört hätte. Fotografiert habe ich in den meisten Fällen mit dem 70-200 F4 von Nikon im P Modus (diesen Modus scheinen einige vergessen zu haben oder eher nicht beachten) und was die Kamera mit dem Objektiv zaubert ist eine Augenweide. Belichtungszeiten bis zu 1/8 sec sind mit minimalen Verwacklungen möglich. Und lieber ein leicht verwackeltes Foto als "den Moment" verpassen. Vom Motiv abgesehen, könnte jedes dieser Fotos auf 40x60 cm ausgedruckt werden, ohne dass das Rauschen bis ISO 1600 auffällt. Natürlich gibt es Leute, die lieber Pixel zählen und Rauschen suchen als Fotos zu machen, aber was soll's.

Von mir gibt es weiterhin eine uneingeschränkte Kaufempfehlung für die D610.

Rezension:

Ich möchte mich gar nicht über den Vorgänger D600 und die Probematiken auslassen. Auch meine beiden D600 waren von Sensorflecken betroffen (siehe auch meine Rezension zur D600), aber das kann passieren (nichtsdestotrotz musste ich der D600 einen Stern abziehen).
Meine Sternevergabe richtet sich ausschließlich an die Nikon D610 und nicht an die Produkt- oder Preispolitik oder den Kundenservice von Nikon.

Da ich auf ein einwandfrei funktionierendes Endgerät angewiesen bin hat amazon meine D600 nach über 10 Monaten zurück genommen.

Ein großen Dank an amazon für diesen Kundenservice.

Hier geht es um die D610, welche ich als Fotograf für meine Shootings nutze. Über technische Details möchte ich nicht viel Worte verlieren, da diese auf der Herstellerseite und auch in Fachmagazinen zu finden sind. Auch der Verkaufspreis fließt nicht in meine Bewertung ein, denn jeder muss selber entscheiden ob der Preis für die eigenen Ansprüche gerechtfertigt ist oder nicht.

Die D610 besticht zunächst natürlich, wie die D600 auch, durch ihren Vollformatsensor, welcher anderen in nichts nach steht. Egal ob High-ISO, Dynamikumfang, Rauscharmut, Kontrast etc.; diese Nikon gehört zu der Spitzenlasse. Es muss nicht immer eine nächst größere Kategorie (Profiklasse wie man so schön sagt) wie D800 oder D4 sein. Die D610 tut es auch in vollem Umfang und einen Unterschied zur "Profiklasse" wird man nicht wirklich (mit bloßem Auge) sehen.

Für mich sind die einfache Handhabung, das geringe Gewicht (ohne Batteriegriff) und die kompakten Abmessungen wichtig. Ebenso aber auch ein 100% Sucher, 2 SD Karteneinschübe (zur Sicherheit) und ein robustes Gehäuse, welches die eine oder andere "Blessur" wegstecken kann. Diese Eigenschaften sind mit der D610 gegeben.

Die Bildqualität ist überragend. Um nicht sagen zu müssen, dieser Sensor gehört mit zu dem Besten was ich jemals gesehen habe (das gilt auch für die D600). Meine bisherigen Aufnahmen mit der D610 sitzen alle "perfekt" und genau so muss es sein (gestestet mit Nikkor 105mm F2.8, Nikkor 24-70 F2.8, Nikkor 85mm F1.8). Der Autofokus ist schnell und präzise und ob man nun die 51 AF Felder der D4 "unbedingt" braucht, sei jedem selbst überlassen. Mir reichen die 39 AF Felder der D610 voll und ganz aus. Das Rauschverhalten wurde im Gegensatz zur D600 verbessert. Bis ISO 1600 ist kaum etwas zu sehen, außer man sucht danach mit der Lupe.

Der Langzeittest wird zeigen, ob es auch in einigen Monaten so bleibt und der Sensor frei von irgendwelchen Verschmutzungen bleibt. Von daher werde ich diese Rezension ab und zu erweitern.

Auf jeden Fall empfehle ich das "Studieren" des Handbuches, denn die Fülle an Einstellungen, die zu einem ordentlichen Bildergebnis führen, sind schier unendlich. Sehr interessant sind Möglichkeiten, über Nikon CLS und einem Aufsteckblitz, kreative Fotos zu "zaubern".

Lohnt sich der Umstieg von der D600 auf die D610?
Wer eine D600 ohne Probleme hat, für den lohnt sich der Umstieg und die dadurch entshenden Mehrkosten nicht wirklich. Im Grunde ist, bis auf wenige Kleinigkeiten, alles gleich geblieben. Wer jedoch von einer älteren APS-C DSLR auf eine Vollformat DSLR umsteigen will, dem rate ich einen Bogen um die D600 zu machen (anscheinend sind die Probleme noch immer nicht gelöst) und (derzeit) gleich die D610 zu kaufen. Wie geschrieben, der Langzeittest steht noch aus!

Bildbearbeitung in LR und PS:
Wichtig für Lightroom Nutzer bis Version 4.4 und Photoshop CS6 (ob es sich mit LR5 und Photoshop CC so verhält weiß ich leider nicht). Bisher gibt es keine Update von Adobe, welche die NEF Daten der D610 von der Speicherkarte liest. Ich war am Anfang ziemlich verdutzt, als ich in LR4.4 die Bilder nicht importieren konnte und auch nach Anfrage bei Adobe konnte man mir keine Auskunft hierzu geben. Irgendwann soll mal "angeblich" ein Update erfolgen.

Bis dahin gibt es die Möglichkeit aus dem Internet einen sog. Exif changer runter zu laden. Nachdem dieser installiert und der Computer neu gestartet wurde, einfach den Ordner der Speicherkarte öffnen, die NEF Dateien anklicken und in den Eigenschaften das Kameramodell auf D600 ändern. Nach dieser Änderung importiert Lightroom die Fotos ohne Probleme und sie lassen sich auch im Camera RAW bzw. Photoshop öffnen. Danach kann man in den Einstellungen des fertigen jpg das Kameramodell wieder in D610 ändern, sofern es gewünscht ist.

Ich hoffe, dass meine kurze Rezension einen kleinen Eindruck über die D610 verschaffen konnte. Bei Fragen könnt ihr Euch auch direkt über meine Webseite an mich wenden (einfach meinen Namen anklicken). Ich werde versuchen, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Viel Spaß beim Fotografieren und allzeit gut Licht.
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28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für mich eine sinnvolle Ergänzung zu D7100, 11. Januar 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Nikon D610 SLR-Digitalkamera (24,3 Megapixel, 8,1 cm (3,2 Zoll) Display, Full HD, AF-System mit 39 Messfeldern) nur Gehäuse schwarz (Elektronik)
Nachdem die Herren Mansurov von photographylife und Cicala von lensrentals der D610 die Absolution in Sachen Sensordreck erteilt haben, entschied ich mich endlich zum Kauf einer Vollformat-Nikon um 'the FX experience' am eigenen Leib zu erfahren und der vorhandenen Objektivsammlung eine Erweiterung nach unten zu geben. Außerdem wollte ich endlich an eigenen Bildern ausprobieren, wieviel Freistellpotential und Schärfeanmutung mir das Vollformat im Vergleich zu DX denn wirklich bietet.

Für einen attraktiven Preis kaufte ich im November 2013 eine D610 bei einem regionalen Fotogeschäft und, Überraschung!, die erste D610 hatte einen systematischen Backfokus mit allen meinen Objektiven. Umtausch, zweites Exemplar akzetpabel, minimale Abweichungen. Ich dachte, Nikon hätte mit der D610 nunmehr alle bekannten Fertigungsprobleme der Vorgänger ausgemerzt. Bis auf die Fokusjustierung, wie es scheint. Aus der thailändischen Fertigung kommt anscheinend nicht optimal konsistente Produktqualität. Man mag es für pingelig halten, aber mein Standpunkt ist, daß eine Kamera von immerhin knapp 2000€ Listenpreis bitteschön auch mit einem auf den Punkt sitzendem Autofokus versehen sein sollte, ansonsten der 24 Megapixel Chip sich nicht großartig von den Schwärmen der hochauflösenden Smartphoneknipskisten absetzen kann, überspitzt formuliert.

Der erste Bildervergleich D610 <-> D7100 brachte gleich zwei Aha-Erlebnisse:
1) im direkten Vergleich, d.h. gleiche Perspektive, gleiche Schärfentiefe, etc. ist das D610-Bild plastischer und besser durchzeichnet, erscheint schärfer. Das hat mich insofern überrascht als beide Kameras 24 MP Sensorauflösung besitzen und die D7100 den Vorteil des fehlenden AA-Filters auf ihrer Seite hat. Die D610 liefert auf Anhieb mit Werkseinstellungen bereits ein mindestens gleich scharfes Bild; wende ich diegleichen Optimierungen an wie in D7100 und D7000 entstehen in der D610 im Vergleich deutlich bessere Ergebnisse. Auch das Tamron 24-70 VC liefert, ganz gegen die Befürchtung, an der D610 merklich bessere Ergebnisse als zuvor an D7100.
2) obwohl in der D7100 das eigentlich bessere AF-Modul (der D4) verbaut wurde, liefert das mit Naserümpfen empfangene Multi-Cam 4800 der D610 mit seinen recht mittig sitzenden Af-Sensorfeldern bei Schummerlicht die bessere Treffsicherheit! Das war für mich eine ebenso faustdicke wie angenehme Überraschung, denn die D610 soll mir vorrangig für Innenräume und schwieriges Licht herhalten. Gut, das beherrscht sie, und meine Probeaufnahmen mit der altbewährten Methode "Fokussieren mit Zentralsensor und auf Bildauschnitt schwenken" zeigten keine nennenswerten Schärfeabweichungen bei Tamron sowie 35 und 85er Nikkore.

Beim ersten Innenraum-Fotoshooting mit Modellen wurde mir dann schmerzlich vor Augen geführt, wie dünn die tatsächliche Schärfetiefe bei Vollformat doch ist - zwei Personen müssen noch bei Blende 4 in einer Ebene positioniert sein sonst sieht man schon daß nur eine von beiden kritisch scharf ist. Mit DX-Kameras ist das nicht so gravierend und meiner Empfindung nach fällt bei DX die Schärfezone auch nicht so steil nach Unscharf ab. Soviel ist klar: Vollformat stellt plastischer dar, verlangt für ausreichende Schärfentiefe aber auch kleinere Blenden als DX und somit auch mehr Blitzenergie von der Blitzanlage! Meine Ranger Quadra sind mit 400 Joule ohnehin keine Leistungswunder so daß jede Blendenstufe zählt; ich werde in Zukunft sehr genau überlegen müssen welche Kamera für welches Bildthema zu wählen ist. Ebenfalls fiel mir unangenehm auf wie leicht doch selbst bei 1/200 Belichtungszeit Bewegungsunschärfe eingefangen wird. Als DX-Nutzer hatte ich nie Probleme mit den langsam abbrennenden Elinchrom Quadra S-Köpfen oder Jinbei Chinablitzen und die Berichte im Netz nicht sonderlich ernst genommen, welche für scharfe Bilder schnelle A-Blitzköpfe empfehlen. Mit FX hat sich das anscheinend geändert und ich werde in Innenräumen demnächst mal den A-Kopf ausprobieren. Ich bin ziemlich sicher, daß es einen Unterschied gebe wird.
Kurz und knapp: Im "Fotostudio" und bei Makroaufnahmen kann DX mit systembedingten Vorteilen punkten, insbesondere durch die ausgedehntere Schärfe. Dagegen punktet die D610 stets mit dem "knackigeren" Bildeindruck. Für mich steht fest, ich fahre zweigleisig und verwende je nach Aufgabenstellung DX oder FX, denn beide ergänzen sich.

Was mir an der D610 nicht so gefällt ist der Sucher. Ich empfinde keinen Unterschied zum Sucher der D7100. Der Sucher der D800 ist dagegen eine Offenbarung, besonders für Brillenträger.
Ebensowenig gefallen mir die kastrierte Synchronzeit von 1/200 und die 1/4000 als kürzeste Zeit, das kann die D7100 besser.
Richtig ärgerlich wird es aber beim Layout und den Funktionen der rückseitigen Knöpfe - die OK-Taste ruft bei Wiedergabe lästigerweise das Bilbearbeitungsmenu auf statt auf 100%-Schnellansicht zu zoomen wie bei D7100 und D800 und ist nicht konfigurierbar, die Zoomtasten sind wieder wie bei der D7000 angebracht, jedoch in der Funktion vertauscht - wieso sind die Nikon-Designer eigentlich nicht in der Lage, diesen vielbenutzten Knöpfen einmal einen festen Platz zuzuweisen so daß man als Fotograf intuitiv tasten kann? Drei DSLR, drei Knöpfelayouts; rechts schaffen sie es einheitlich zu bleiben, links wird fleißig umorganisiert. Lästig.

Insgesamt bin ich recht zufrieden mit der D610. Die Dateien sind nicht zu groß, die Bildqualität ist sehr zufriedenstellend, Weitwinkel ist jetzt wieder Weitwinkel und die Bildgüteverluste zu den Ecken sind nicht so auffällig wie befürchtet. Für Telefotografie nehme ich natürlich weiterhin lieber die DX-Kameras aber für Innenräume und problematisches Licht ist FX grundsätzlich besser.

Eine Beobachtung aus der Testphase möchte ich noch nachschieben: der Q-Modus ist zwar nicht viel leiser als normal, der Spiegelschlag aber wesentlich weniger heftig und das führt bei mir zu geringerem Ausschuß bei Freihand-Belichtungszeiten die gemeinhin als kritisch gelten. Beispiel: 1/30s mit 35mm Optik wird im Q-Modus kritisch scharf, im S-Modus meist leicht verzittert. Einfach mal ausprobieren, mir hilft es und die Akustik des Q finde ich auch angenehmer. Klappt natürlich nicht wenn es schnell gehen muß.

Angesichts der mit D800 und D600 verbundenen Qualitätsprobleme habe ich gezielt auf sowas wie die D610 gewartet und bereue den Kauf nicht. Per Januar 2014 ist deren Preis auch bei Amazon auf attraktiven Niveau anglangt. Da hier die Relation von Preis, Qualität und gebotener fotografischer Leistung stimmen sehe ich allen Grund für fünf Punkte.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ausgereifte Kamera mit überragendem Sensor-Update 19.3.2014, 17. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Nikon D610 SLR-Digitalkamera (24,3 Megapixel, 8,1 cm (3,2 Zoll) Display, Full HD, AF-System mit 39 Messfeldern) nur Gehäuse schwarz (Elektronik)
Update 19.3.2014
Auch an meiner Kamera traten jetzt nach Aufnahmen an der Ostsee ab Blende 8 deutlisch sichbar die ersten Sensorflecken auf. Davon an der oberen Bildkante Mitte ein recht penetranter schwarzer Punkt.
Was mich zuerst demotivierte entpuppte sich als mit dem Giotto Air Rocket wegzublasener Staub.
Zusätzlich tupfte ich den Sensor mit dem Eyelead SCK-1 ab(den ich absolut empfehlen kann auch wenn er nicht billig ist. Es lassen sich aber gut 10 Reinigungsvorgänge händeln-er ist damit wesentlich preiswerter als andere Lösungen). Schmutz auf dem Sensor ist nun mal systembedingt, und zumindest auf dem Sensor meiner D610 fix beseitigt.
Ich werde meinen Sensor immer dann reinigen, wenn ich etwas auf den Bildern diesbezüglich ohne zu suchen finde. Der Sensor meiner D7000 war übrigens voll von Staub nach 3 Jahren Dauereinsatz. Nach dem Abtupfen mit dem Eyelead wieder wie neu.

In den vorhergehenden Rezensionen ist das Wesentliche zur Kamera gesagt.

Ich selbst nutze die Nikon D7000 seit knapp 3 Jahren und war und bin mit der Kamera im Großen und Ganzen zufrieden.
Nur der bei schlechtem Licht nicht immer zuverlässige Autofocus ist unbefriedigend.
Mir gefällt bei der D610 der relativ kleine Body, wie der der D7000, und die nicht zu aufgeblasenen 24 Megapixel,36 mp haben zwar auch ihren Reiz, sind mir aber in der REgel zu viel und belasten den Rechner zu sehr.

Da ich selbst sehr gerne auch bei schlechtem Licht fotografiere und dabei gerne stark freistelle, ging kein Weg an Vollformat vorbei, für mich, der auch als Amateur zufriedenstellende Fotos machen möchte.

Genau hier kann die D610 punkten, die von der Bedienung fast identisch zur D7000 ist.

1.Autofocus: trotz scheinbar gleichem Modul zur D7000 bei schlechtem Licht, schneller und zuverlässiger. Sitzt auf den Punkt.

2.High Iso Performance: wesentlich besser ab 3600 ISO als D7000, erfüllt meine Erwartungen voll. Die BIlder sind im High-Isobereich auch kontrastreicher, die Farben kräftiger.

3.Weissabgleich: viel ausgewogener und realistischer, besonders bei schlechtem Licht als die D7000, die ihre Aufgabe aber auch recht gut erledigt.

4.HDR: Prima Sache, um mal schnell eine Aufnahme mit erhöhtem Dynamikumfang zu machen, Innenaufnahmen von Kirchen z.B.. Da dabei leider nur Aufnahmen in JPG möglich sind, empfiehlt sich diese Einstellung in einem der Usermodes abzulegen, für die Leute, die wie ich ansonsten im RAW-Format speichern. Hier sind die Usermodes ein echter Vorteil!!

5: Liveview und Video: den Liveview benutze ich nur zur Vorkontrolle der Fotos und deren Schärfe und bei Videoaufnahmen. Er ist verbesserungswürdig, besonders bei Video, zeigt dort oft nicht das optisch an was nachher tatsächlich aufgenommen wird. Dieses Manko betrifft meiner ERfahrung nach aber nur den Live View im Videomodus.
Hier ist es sinnvoll mit Blende, Iso-Empfindlichkeit und Zeit zu experimentieren, um optimale ERgebnisse zu bekommen.
Weiss man darum und wie man das umschifft, gelingen erstklassige Videos, die ich gerne als Musiker von Künstlern in meinem Tonstudio während der Aufnahmesessions mache. Mit lichtstarken Festbrennweiten sind hier wirklich professionell anmutende Ergebnisse zu erzielen. Ein Quantensprung in der Qualität zur D7000, die dort aber auch akzeptable Ergebnisse bringt.
TRotzdem eine Bitte an Nikon: bitte nachbessern- die D800 ist in diesem Bereich klar besser!

Die meisten Fotos habe ich bisher mit dem Nikkor 35-70mm 2.8D und dem Nikkor 50mm 1.4D gemacht.
Beides Objektive, die gebraucht relativ günstig zu erstehen sind und an der D610 als erstklassig zu bezeichnen sind.
Auf das lichtschwache Kit-Objektiv habe ich bewusst verzichtet.
Wer das eine oder andere DX Objektiv im Schrank hat, kann auch dieses an der D610 verwenden hat dann aber nur noch eine Auflösung um 12 Megapixel.
Ich selbst werde beide Kameras, Nikon d7000 und d610 weiter nutzen, sie ergänzen sich ideal, und haben eine große Schnittmenge.

Das Einzige was mich stört an Nikons Politik sind die künstlichen Einschränkungen z.B. Belichtungsreihen mit nur maximal 3 Fotos, um nur ein Beispiel zu nennen.
Aber das lässt sich leicht umschiffen, ist jedoch nicht befriedigend da immer zeitaufwendiger.
Und gute Fotos sind oft vom Moment abhängig. Jede Sekunde die ich mit Einstellungen am Body verbringen muss, sind da ein echter Nachteil, auch bei HDR.

Trotzdem, die Kamera hat mich überzeugt und bringt echte Freude, bestimmt auch Leuten, die sich noch nicht so sehr auskennen, aber tolle Fotos machen wollen, dank Vollautomatik und Presets, die ich persönlich nur sehr selten nutze, aber unter Zeitdruck manchmal ein echter Vorteil sind.

Klare 5 Sterne für diese Kamera, sie macht Spass, erfüllt meine Erwartungen voll und ist manchmal sogar schneller und bringt meiner Meinung nach die Chance auf bessere oder überhaupt geschossene Fotos als die große Schwester D800, die auch wesentlich lauter auslöst, und wegen ihrer großen Datenmengen auch im Serienbildmodus wesentlich langsamer ist.

Ich hatte zwischendurch mit einer Sony Alpha 7 geliebäugelt und war zu Beginn auch begeistert...sie neigt aber mit Fremdobjektiven zu weichen Ecken...wäre aber aufgrund ihrer Bedienung und der Handlichkeit eine echter Alternative gewesen. Doch auch aufgrund vorhandener guter lichtstarker Nikkorobjektive bin ich mit meiner Entscheidung zufrieden.

Schade nur, dass Nikon sich mit der D600 viele Sympathien verscherzt hat.....jetzt ist behutsame Modellpolitik und Zuverlässigkeit angesagt...und auch
ein Nachdenken in Japan darüber,ob der kurzfristige Aktienkurs wichtiger als Kundenzufriedenheit ist... wohl nicht!!!
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30 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Hallensport (Volleyball, Handball, Basketball etc.) bestens geeignet!, 3. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Nikon D610 SLR-Digitalkamera (24,3 Megapixel, 8,1 cm (3,2 Zoll) Display, Full HD, AF-System mit 39 Messfeldern) nur Gehäuse schwarz (Elektronik)
Meine Bewertung soll sich ausschließlich auf den Vergleich zur D7000 beziehen. Die D600 kam für mich nach dem Öl/Staub-Thema nicht mehr in Frage.

D7000
Die 7000 war bei mir als Hobbyfotograf ca. 3 Jahre lang mit etwa 25.000 Auslösungen im Einsatz. Zu 90% Hallensport, Volleyball. Kurze Verschlusszeiten (1/500s), bei ISO 1.000, Belichtungskorrektur (+5,0) und lichtstarke Festbrennweiten mit Blende f2.0 waren die Mindestvoraussetzungen, um einigermaßen über die Runden zu kommen. Das Ergebnis: Die Verschlusszeit ließ kein Einfrieren der Bilder z. B. nach dem Angriff zu. Diese Bewegungsunschärfe war noch akzeptabel, da man die Dynamik des Sports in die Bilder einfließen lassen konnte. Aufgrund der Lichtverhältnisse tat sich der Fokus in den relativ dunklen Bereichen schwer. Ab ISO 1.000 wurde das Bildrauschen deutlich und unangenehm sichtbar. Je nach Beleuchtung und Lichtausschnitten innerhalb der Halle am Tage musste ich, um 100 brauchbare Fotos zu bekommen, mind. 300 mal den Auslöser drücken. Also ein Glücksspiel! Mit der sehr geringen Auflösung des DX-Formates mit dieser Bildqualität waren Bildausschnitte definitiv nicht zu verwenden. Die Mängel der Aufnahme wurden so nur noch verstärkt. Digitale Nachbearbeitung nur mit sehr viel Aufwand möglich.

D610
Bereits bei der ersten Serie zeigten sich die Stärken mit dem Vollformatsensor und dem verbesserten Rauschverhalten gegenüber der D7000.

--- ISO 6400!! ---

Und plötzlich sind die Probleme und die Grenzen des DX-Formates vom Tisch: Durchschnittlich konnte ich mit ISO 3.200, 1/800s, f3.2 und Belichtungskorrektur +5,0 beste Ergebnisse erzielen. Helle, fast schon überbelichtete Fotos kamen zu Tage. Der als zu klein kritisierte Autofokus der D610 reicht völlig aus. Er arbeitet zuverlässiger und schneller als bei der D7000. Durch die höhere Auflösung in Verbindung mit der Auslösezeit sind jetzt Körperverformungen! durch die Ball-Annahme am Arm sichtbar. Dynamik und Kontrast verändern sich positiv. Zudem kann man jetzt brauchbare Bildausschnitte erzeugen.

Ich hatte lange gezögert mit dem Kauf der D610. Völlig zu Unrecht! Da liegen Welten zwischen D7000 und D610 was den High-Iso-Bereich angeht.
Absolute Kaufempfehlung. Viel hilft viel!!

Ich hoffe, dass ich bei der Kaufentscheidung für alle Hallensport-Fotografen helfen kann.
Einen Link zu meinen Fotos mit der D610 und D7000 finden Sie unter meinem Profil.
In der Serie 14.11.2013 kann man Bilder sehen, die größtenteils mit ISO 6400!, 1/500s und f3.2 gemacht wurden.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nach einem Jahr - Ich würde die D610 wieder kaufen !, 4. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nikon D610 SLR-Digitalkamera (24,3 Megapixel, 8,1 cm (3,2 Zoll) Display, Full HD, AF-System mit 39 Messfeldern) nur Gehäuse schwarz (Elektronik)
Zunächst etwas Kontext: Ich fotografiere seit 30 Jahren mit Nikon, vor der D610 vorzugsweise mit einer leichten und äußerst robusten FE. Die D610 ist tatsächlich meine erste digitale Spiegelreflex, mit der ich jetzt seit einem Jahr fotografiere. Aufgrund der Qualität der Fotos würde ich die D610 jederzeit wieder kaufen.

Ich fotografiere ausschließlich in RAW, mit der Blendenautomatik oder manuell. Ich bin begeistert dass ich ebenfalls meine älteren Objektive ohne qualitative Einbußen bei den Bildern nutzen kann.
Die Qualität und Schärfe der Bilder ist bei großformatigen Abzügen erstaunlich. Die Lichtempfindlichkeit des Sensors erlaubt ebenfalls hochqualitative und rauscharme Aufnahmen unter Lichtverhältnissen, an die mit Filmmaterial gar nicht zu denken ist. Ich vermisse tatsächlich immer weniger den bildgestalterischen Reiz von verschiedenen Filmmaterialien.

Habe ich nach einem Jahr Nutzung und etlichen Objektivwechseln Staub auf dem Sensor ? Ja, wenige Körnchen, die jedoch bisher keines meiner Bilder beeinträchtigen. Ich werde den Sensor reinigen lassen, oder das Pentax Sensor Cleaning Kit nehmen (wird ebenfalls für Leica's verwendet - ja, auch da gibt es manchmal Staub...).
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Begeisternd!, 17. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Nikon D610 SLR-Digitalkamera (24,3 Megapixel, 8,1 cm (3,2 Zoll) Display, Full HD, AF-System mit 39 Messfeldern) nur Gehäuse schwarz (Elektronik)
Der Traum vom Kleinbild, nach 4 Jahren mit der D5000 habe ich ihn mir erfüllt.
Bisher unerreich- und bezahlbar, in Zeiten als die D700 noch die günstigste FX Kamera war. Riesig und schwer war sie, sehr teuer und doch ein Traum.

Als die D600 veröffentlicht wurde, war ich sehr erfreut, mein geduldiges Abwarten ob Kinderkrankheiten auftreten hat sich offensichtlich gelohnt...

Seit 2 Monaten bin ich stolzer Besitzer der D610, ich kann nur sagen, dass ich über alle Maßen begeistert bin!

Größe und Gewicht: ideal. Nicht klobig aber eben nicht spielzeugartig klein wie die D5000.
Verarbeitung: Klar geht es immer noch einen Ticken besser (D4 etc.), jedoch absolut in Ordnung.
Die Bedienung ist hervorragend, nicht zu viel, nicht zu wenig Knöpfe. Alle wichtigen Parameter kann man ''menü-los'' einstellen.

Bildqualität ist wie man es vom Vollformat erwartet: Perfekte Lichtdynamik, gnadenlose Auflösung. Mit guten Linsen über jeden Zweifel erhabene Qualität.
Das tolle am Vollformat+50mm ist eben die dem menschlichen Auge nähere Perspektive der Fotos, im Vergleich mit Crop Sensor + 35mm. Das macht schon Spaß, muss ich sagen.

Ich habe mich vorerst dazu entschieden, nur mit dem 50mm 1,8g zu fotografieren. Der Rest (28mm und 85mm) kann bei vollem Konto und Lust nachkommen...

Ich empfehle diese Kamera wirklich ALLEN, die Spaß an Fotografie haben (also nicht Selfie-Shooter und Sinnlosdrauflosschießer). Also explizit nicht nur Profis, sondern auch Amateuren.
Ein bezahlbarer Traum, danke Nikon.
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