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60 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwischen 70 und 50
Bei archäologischen Grabungen im Norden von Berlin wurde ein Papyrus entdeckt, der zweifelsfrei auf den Barden Reinhard Mey schließen lässt. Die prähistorischen Schriftzeichen werden von Kundigen auf das Jahr 1964 n. Chr. datiert und zeigen die Erstschrift der Ballade "Ich wollte wie Orpheus singen", des Sängers erstes öffentlich...
Vor 7 Monaten von Christian Günther veröffentlicht

versus
17 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Chance vertan!
Bap haben es vorgemacht, Queen ebenso und noch diverse andere nationale und internationale Pop-Granden: Sie haben nach einer langjährigen und beeindruckenden Karriere eine ambitionierte Werkschau veröffentlicht, die diesen Namen auch verdient und die den Fans deutlich mehr bietet als das, was man über die Jahre gemeinhin sowieso im Schrank angesammelt hat...
Vor 6 Monaten von silkyway veröffentlicht


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60 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwischen 70 und 50, 20. Dezember 2013
Von 
Christian Günther - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Jahreszeiten 1967-2013 (Limited Edition) (Audio CD)
Bei archäologischen Grabungen im Norden von Berlin wurde ein Papyrus entdeckt, der zweifelsfrei auf den Barden Reinhard Mey schließen lässt. Die prähistorischen Schriftzeichen werden von Kundigen auf das Jahr 1964 n. Chr. datiert und zeigen die Erstschrift der Ballade "Ich wollte wie Orpheus singen", des Sängers erstes öffentlich vorgetragenes Lied, dereinst auf Burg Waldeck beim zu jener Zeit sehr beliebten Chasonfestival.

Auch wenn ich sprachlich etwas nachgeholfen habe die Schicht Patina auf dem Ereignis etwas dicker wirken zu lassen als sie tatsächlich ist, so ist es nun doch schon unglaublich lange her - sehr bald ein halbes Jahrhundert; länger, als viele, die man im Publikum von Meys Konzerten trifft, überhaupt auf der Welt sind. In meinem Fall sollten noch Jahre vergehen, bis überhaupt meine Eltern aufeinandertrafen und dann noch einmal Jahre, bis sie sich bequemten einen neuen Mey-Hörer zu zeugen.

Doch dieses im nächsten Jahr anstehende Jubiläum wird Mey so unprätentiös begehen, wie er alles zu vermeiden sucht, was allzu viel Aufhebens um seine Person verursachen könnte. Gewiss, es wird eine große Tournee mit 60 Konzerten stattfinden. Doch das ist kein besonderes Jubiläums-Tamtam, sondern einfach eine Rundreise zu Freunden; wie früher alle zwei, seit 2002 leider nur noch alle drei Jahre und auch 60 Konzerte waren es stets; und diese sind für 2014, wie auch fast immer schon, bald ein Jahr im voraus selbst in den größten Sälen nahezu, wenn nicht sogar schon komplett ausverkauft.
Und auch sein 70. Geburtstag, der morgen schon wieder ein Jahr zurückliegt, wurde kein öffentliches Ereignis, nicht öffentlich in einer TV-Show zelebriert, auch nicht von einem Best of Album unterstrichen. Er werkelte derweil lieber im Verborgenen an seinem neuen Album, was dann wie immer alle drei Jahre pünktlich im Mai erschien und ebenfalls wie immer zehn Tage später hoch in den Charts zu finden war; dieses mal so gar wieder ganz besonders weit oben, auf 1! Ohne Marketing-Zirkus, ohne TV-Show-Marathon, ohne Airplay-Hit zu dem die ganze Nation in die Hände klatscht und mit den Hintern wackelt.

Und so ist es schon wieder geradezu typisch Mey, erst ein Jahr nach seinem runden Geburtstag und noch im Jahr vor seinem goldenen Jubiläum, einfach zwischendurch und irgendwie nebenher, diese wundervolle Kiste zu veröffentlichen, die all seine bisher geschaffenen Studio-Alben liebevoll restauriert und ausgestattet geballt zum Inhalt hat. Und es ist umso mehr typisch Mey, dass er sich an der Neuauflage seiner allesamt bereits erfolgreich verkauften Alben nicht bereichern will - es dürfte kaum ein Mey-Album geben, von dem weniger als 100.000 Exemplare als originale LP oder CD im Umlauf sind; meist wurde diese Marke schon überschritten, lang bevor das nächste Album erschien, mit den Jahren liegen die meisten wohl sehr weit darüber - und deshalb seinen finanziellen Erlös dieser großen Box den Bodelschwinghschen Stiftungen, Bethel zukommen lässt.

Auch wenn man als Mey Freund und Hörer natürlich alle 26 Alben dieser Gesamtschau bereits im Regal hat (viele sogar zweimal, als Vinyl und CD) lohnt die Anschaffung dieser Box in mehrfacher Hinsicht.

Zum einen ist schon das Drumherum für sich eine wahre Freude. Öffnet man die große stabile Box, findet man darin vier kleine Boxen, die wiederum die CDs von jeweils etwa einer Dekade chronologisch gegliedert in sich aufbewahren - da fällt nichts durcheinander oder fliegt lose hin und her. Jedes Album für sich kommt in der Optik einer kleinen aufklappbaren Vinyl-Hülle daher. Es macht schon ohne einen Ton gehört zu haben einfach Spaß sich so Kiste für Kiste durch Meys Werk zu graben. In jeder der vier kleinen Dekaden-Kisten steckt dann jeweils noch ein gebundenes Buch gleichen Formats, was sämtliche Texte der beinhalteten Alben zusammenträgt, sowie Faksimiles der Cover der Alben, auch der ausgekoppelten Singles, auch Fotos aus den Booklets, erweitert um unbekannte Fotografien aus der Zeit der ursprünglichen Veröffentlichungen. Alles spürbar mit viel Sorgfalt und Liebe zu Meys Werk erdacht und zusammengesucht. Diese vier kleinen Kisten erscheinen parallel zur großen Box auch einzeln.

Doch die große Gesamtbox erfreut noch mit wunderbaren Zugaben:
-1. mit einem großen Kunstdruck basierend auf dem Cover-Motiv dieser Werkschau
-2. mit einem großes Buch, eine reich bebilderte Chronik, verfasst von Antje Vollmer, die 70 Jahre Reinhard Mey, 50 Bühnen Jahre, 26 Alben, freundschaftlich gelungen abbildet. Die Fotos sind liebevoll zusammengestellt, nicht die üblichen Verdächtigen, sondern von Hella Mey aus dem privaten Fundus zusammen gesucht und ausgewählt
-3. mit einer fast 100minütigen DVD, die einige besondere Fernsehmomente aus der Vergessenheit hebt; kein vor Würde triefendes TV-Portrait (was durchaus auch angebracht wäre), sondern viele auch eher aus der Rubrik >Neiiin, das war ich nicht<, einer Erfahrung, die wohl jeder vom Durchblättern eigener alter Fotoalben kennt; besonders schön: das halbstündige musikalische Portrait "Reinhard Mey und sein Dorf in Berlin" von 1989; ein sehr persönliches, ein sehr nahbares Dokument. Und wirklich groß, die 2006 entstandenen groß orchestrierten Versionen von "Lass Liebe auf uns regnen" und "Gute Nacht Freunde" im Rahmen der ZDF-Reihe "Eine große Nachtmusik".
-4. einer zusätzlichen 27. CD mit 15 Liedern, die nie auf einem Reinhard Mey Album zu finden waren (sieben waren bisher sogar gänzlich unveröffentlicht!); Lieder, die er auch nicht (wie sonst, bis auf ganz wenige Ausnahmen, alle Lieder auf seinen 26 Alben) selbst geschrieben hat, sondern Lieder von Freunden, die Mey vornehmlich im Laufe der letzten zwanzig Jahre zu verschiedenen Anlässen aufnahm. Darunter z.B. das atemberaubend fesselnde "Zauberland" von Rio Reiser. Das Stück wurde 2005 für die Rio Reiser Tribute Platte "Familien Album, Band 2" eingespielt, und ich werde den Moment nicht vergessen, als ich diese unbeschreiblich intensive Aufnahme damals das erste mal hörte: "Zauberland - ist abgebrannt - und brennt noch - irgendwo..." singt Mey tief und schleppend vor einer zart schwebenden Klangfläche, die von einer wie ein Sägeblatt dazwischen kreischenden E-Gitarre jäh zerschnitten wird. Eine die Welt um sich verschwinden lassende Klangcollage, unglaublich durchdringend. Oder "Ma vie", eines der sieben ganz neuen, nie zuvor veröffentlichten Stücke, und das einzige, was nicht nur entliehen, sondern von Mey von Deutsch in Französisch verwandelt wurde. Ein Lied, vielleicht DAS Lied von Klaus Hoffmann; jenes, was den Menschen Klaus Hoffmann, sein Wesen, in ein paar Strophen und Refrain binnen knapper vier Minuten erklärt, was irgendwie und völlig zurecht zu seiner persönlichen Erkennungsmelodie wurde, zu seinem musikalischen Signum, womit er sich bei fast jedem Konzert ein letztes mal vor seinen Leuten verneigt: "Mein Weg ist mein Weg". Mey singt Hoffmann auf französisch zu einem perlenden Klavier - mehr Chanson geht nicht! Und schöner auch nicht!

Hört man diese 15 entliehenen Stücke der hier kompilierten Bonus-CD "Lieder von Freunden" und auch die beiden letzten Lieder des jüngsten Albums "Dann mach's gut", dass Mey erstmals mit zwei nicht eigenen Liedern ("Es ist an der Zeit" von Hannes Wader und "Sally" von Fabrizio de André) anreicherte, dann keimt der Wunsch nach weiteren derartigen Aufnahmen, vielleicht einmal gezielt als Album zwischen den alle drei Jahren erscheinenden Alben mit neuen selbsterdachten Liedern. Mey geriete mit einer solchen Platte jedenfalls nicht in den Verdacht, sich mit fremden Federn schmücken zu wollen oder gar zu müssen, und es wäre interessant, so mehr vom Musikhörer Reinhard Mey zu erfahren, seine Interpretationen von ihm wichtigen, ihn berührenden Liedern von Freunden und Kollegen zu hören. Die hier zusammen getragenen derartigen meist anlassbezogenen Einzelaufnahmen der letzten Jahre machen jedenfalls durchaus Lust auf mehr.

Das Wichtigste aber auch bei der großen Box sind natürlich die 26 regulären Studio-Alben von 1967 bis 2013. Und selbst wenn die ganzen wunderbaren Zugaben, die diese Box so exklusiv machen, nicht dabei wären, würde allein dafür die Anschaffung immer noch lohnen.
Denn die Alben bis 1994 wurden technisch aufbereitet und neu gemastert. Und dabei liefen offenbar im Tonstudio technischer Sachverstand und Liebe zur Musik um die Wette und gingen augenscheinlich (oder besser ohrenscheinlich; es ist immer wieder faszinierend, wie viele Begriffe unserer an sich so wortreichen Sprache doch irgendwie noch fehlen) gleichzeitig durch die Ziellinie. Der klangliche Gewinn insbesondere bei den Alben der 60er, 70er und 80er Jahre ist faszinierend, auch bei späteren Alben wie "Farben" (1990) und selbst noch bei "Immer weiter" (1994) nimmt man hörbar eine Verbesserung der klanglichen Transparenz war. Es klingt als wären die Töne einzeln poliert worden und lässt einen die schon ich weiß nicht wie oft gehörten Klassiker neu entdecken, neu erleben, nochmal neu ins Herz schließen. Ich hatte mir Verbesserung des Klangbilds erhofft, denn die bisher erhältlichen CD-Ausgaben der Alben der ersten 20 Jahre wurden alle in der Mitte der 80er Jahre für die erste CD-Pressung gemastert und seither lediglich immer wieder unverändert nachgepresst. Dass aber das Ergebnis so eindrucksvoll gelingt, hätte ich nicht erwartet. Es beweist, dass Reinhard Mey und seine Mitmusiker auch schon in den frühen Jahren mit sehr viel Liebe zum Detail gearbeitet haben. Denn das Remastern von Tonaufnahmen ist (stark vereinfacht dargestellt) wie das Freilegen und Reinigen eines verstaubten und vom Schmand der Zeit verdeckten Mosaiks. Wenn der Künstler damals gepfuscht hat und Mosaiksteinchen schief geklebt wurden, sieht man es nach der Reinigung umso klarer. Bei den Mey Alben aber offenbart sich durch das Remastern jetzt noch mehr die musikalische Schönheit, wie man sie bisher nicht gehört hat, so charmant das Knistern der Schallplatten auch ist und ich diese auch nach Erwerb dieser Box nicht hergeben werde. Die ursprünglichen CD-Pressungen der frühen Alben allerdings, werden mit dieser Box schon ziemlich entbehrlich. Die acht jüngsten Alben ab "Leuchtfeuer" (1996) wurden für diese Edition nicht erneut gemastert; nicht um Studiokosten zu sparen, ihre klangliche Brillanz machte es schlicht nicht erforderlich.

Auch wenn der Preis dieser großen Box sicherlich ordentlich ins Kontor des Hörers schlägt, ist er in Anbetracht der Fülle, der Qualität bei den technischen Arbeiten und der umfangreichen, liebevollen und wertigen Ausstattung absolut fair. Die auf 4.000 Einheiten limitierte Box wird den Besitzern viel Freude machen.

Es gibt eigentlich nur eines zu kritisieren (und Achtung: jetzt folgt ein Jammern auf unerhört hohem Niveau und der zugegeben etwas alberne Versuch, dieser schon wieder viel zu langen Rezension den Anschein von kritischer Distanz zu geben): Bei all der Sorgfalt, Kompetenz und Liebe, die von allen Beteiligten bei Erstellung und Fertigung dieser eindrucksvollen Werkschau investiert wurde, ist es schade, dass meines Erachtens eine CD zu integrieren versäumt wurde; eine Scheibe nämlich, die alle Einzeltitel kompiliert, die außerhalb der 26 Alben entstanden sind. Angefangen mit der ersten 1965 noch als Rainer May veröffentlichten Single "Geh und fang den Wind", über den Rundfunkwerbung-Blues (1984) in der nur als Single erschienen Studiofassung, bis hin zu den erst 2012 entstandenen Duetten "Immer für dich da" mit Heinz Rudolf Kunze und "Meine Zeit" mit Klaus Hoffmann von den jeweiligen Alben der Freunde und Kollegen. In der auch erst kürzlich veröffentlichten, vergleichbaren Box von Bob Dylan (die ansonsten nicht ansatzweise so faszinierend ausstaffiert daher kommt und "nur" die pure Musik enthält, eben auch alle Studio-Alben) war eine solche Doppel-CD unter dem Titel "Side Tracks" dabei. Das hätte mir hier auch gefallen; zumal etliche dieser Lieder bisher nie auf CD erschienen sind. Ansonsten ist diese Box der Studio-Alben 1967-2013 einfach nur wundervoll.

Da schwebt auch schon der Traum für Weihnachten im vielleicht schon nächsten oder übernächsten Jahr heran: Eine zweite, kleinere Box, die alle bisher veröffentlichten 15 Live-Doppel-Alben vereint, wäre der berühmte i-Punkt auf der Werkschau. Denn es gibt wenige Künstler, bei denen sich Live-Alben so sehr lohnen, wie bei Reinhard Mey. Zum einen der langen frei gesprochenen Passagen zwischen den Liedern wegen und weil sie sich grundlegend von den Studioproduktionen unterscheiden. Mit den Musikern, die mit Reinhard Mey auf den bisher 26 Alben über die Jahrzehnte gemeinsam musizierten, ließe sich wohl eine Kleinstadt bevölkern. Und alle hinterließen ihren Pinselstrich auf dem großen Gemälde des Lebenswerks dieses begnadeten Liederfinders. Doch auf der Bühne singt er die Lieder wieder so, wie sie unter Ausschluss der Öffentlichkeit (und der eigenen Familie) entstanden: allein mit einer akustischen Gitarre. Mit dem winzigen Unterschied, dass er dann dabei in gleißend hellem Licht vor ein paar tausend Leuten steht. Auch diese Alben so fein aufgewertet zu erleben, wäre eine weitere Freude.

Nun ja, und nach dem i-Punkt, gewissermaßen als Ausrufungszeichen, fiele mir auch noch der Inhalt für eine dritte, noch kleinere Box ein: die Internationale. Nein, nicht das Lied der sozialistischen Arbeiterbewegung, dafür ist Mey Freund und Kollege Konstantin Wecker zuständig, gemeint ist eine Box, die alle zwölf fremdsprachigen Alben ebenso liebevoll herausputzt, wie die deutschen Alben hier herausgeputz wurden. Denn insgesamt sieben französische Studio- und zwei Doppel-Live-Alben veröffentlichte ein gewisser Frédérik Mey zwischen 1968 und 2005. Und die beiden holländischen Alben in der Mitte der 70er, sowie das englische Album "One vote for tomorrow" (1970) sind die einzigen Mey-Album-Produktionen überhaupt, die bisher nie auf CD erschienen. Auch wenn für diese Alben in anderen Sprachen natürlich weit überwiegend nur übersetzte Versionen seiner bekannten deutschen Titel aufgenommen wurden (auf französisch gab es auch exklusiv nie auf Deutsch veröffentlichte Lieder), haben diese Alben doch eine sehr eigene Wirkung, einen eigenen Charme.

Genug Wunschzettel ausgefüllt. Die "Jahreszeiten Box" ist so wie sie ist ein Fest genug und ich freue mich darauf in den nächsten Wochen das bisherige Mey-Werk einmal wieder komplett, chronologisch durchzuhören und den klanglichen Gewinn zu genießen.

Es gibt natürlich gute Gründe, warum gerade Musiker, die über so enorme Zeitspannen Erfolg haben, ihrem Publikum, dass sie auf Tournee Abend für Abend zu tausenden vor sich haben und das zu Millionen ihre Platten kauft, Dankbarkeit schulden. Dieses Publikum ist es, was ihnen dieses ganz und gar ungewöhnliche Leben erst möglich macht, was neben mancher Kuriosität und Strapaze, doch auch sehr viele Annehmlichkeiten mit sich bringt, was den Freiraum schafft, die es dem Musiker erlaubt sich der Leidenschaft Musik ganz hinzugeben und ihm hie und da auch beachtlichen materiellen Wohlstand generiert. Alles wahr. Und Reinhard Mey zeigt diese Dankbarkeit auch glaubhaft und deutlich. Doch wenn diese Kiste hier so vor mir steht, diese Konzentration (fast) all seiner bisher veröffentlichten Lieder, diese beinah 400 jeweils drei, vier, fünf Minuten langen Lebensfreunde und Wegbegleiter, Tröster, Besänftiger, Mutmacher, auch Saufbrüder und hoffnungslose Romantiker, bitterböse Kritiker, Hinterfrager, Alltagserklärer und Schelme; dann hat nicht er, dann habe ich zu danken.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Chapeau Reinhard Mey!, 6. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Jahreszeiten 1967-2013 (Limited Edition) (Audio CD)
Diese Box ist ein absolutes Glanzstück!!! Um nichts in der Welt hätte ich sie verpassen mögen!
Schade, schade, dass man sich - wie von anderen Rezensenten zu lesen - über eine überaus gelungene Box so negativ äußern kann. Was hat Ein Kunde" denn erwartet??? Wo Mey" drauf steht, ist auch Mey" drin. Und so viele CDs nehmen nun mal Platz weg. Das Format (Größe und Gewicht) war schließlich vorher bekannt. Da mache ich doch gerne in meinem CD-Regal Platz! Und der Preis von 220 EUR für 28 Silberlinge ist vollkommen o.k.
Wenn man DEN deutschen LIEDERMACHER über Jahrzehnte in seinem Schaffenswerk begleitet, dann kennt man seine Musik und weiß, worauf man sich einlässt. Außerdem kann man die Beschreibung der Box online überall nachlesen, das dürfte als Info für Umfang und Inhalt reichen. Und zu einem richtigen Fan gehört auch, möglichst viele der Tonträger, egal ob als Vinyl-Exemplar, CD oder DVD, zu haben. Dieses tolle Gefühl der überschäumenden Freude, die ich hatte, als ich MEIN Exemplar der limitierten Box ausgepackt habe, kann man fast nicht beschreiben! Die Box ist in meinen Augen jeden einzelnen Cent wert! Hochwertig und mit Geschmack zusammengestellt! Unterschlagen" wird da gar nichts, schließlich war ebenfalls vorher klar, welche Stücke in der Werkschau veröffentlicht würden. Und man muss dem Künstler das Recht einräumen, manche Stücke auch eben nicht zu veröffentlichen, schließlich handelt es sich ja um OUT-takes"!
Eine Komplett-Box" wird es nie geben. Immer wieder findet der eine oder andere hier oder da was ..... und wieder wird gemäkelt. Die Box ist so wie angekündigt veröffentlicht worden. Alles hätte, hätte, hätte" ist überflüssig. Kauft, was Euch gefällt und freut euch dran! Ich kann mir auch einen Neuwagen kaufen und nachher rumkritisieren, was ich alles an Extras noch hätte haben wollen.
Entgegen allen Kritiken möchte ich meinen Hut ziehen vor einem fantastischen Künstler, der lebensnah und authentisch singt und einem das Gefühl vermittelt, genau mitten drin zu sein. Und dabei mit jeder neuen Veröffentlichung immer noch etwas Neues, bisher noch nicht Besungenes, findet und die Gedanken mitreißt! Allen negativen Meinungsveröffentlichern sei hiermit getrotzt! Herr Mey, machen Sie weiter so! Ich freue mich auf viele weitere Lieder, die mich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit begeistern werden.
Alles in allem reicht es eigentlich aus, wenn man sich das Lied Mein achtel Lorbeerblatt" aus dem Jahr 1972 anhört. Damit ist alles gesagt!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahrhaftige Luxusbox, 5. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Jahreszeiten 1967-2013 (Limited Edition) (Audio CD)
Ich habe lange überlegt, ob ich mir die Box zulegen soll, denn wirklich billig ist sie schließlich nicht. Letztlich habe ich sie gekauft und habe es noch keine Sekunde bereut. Gut verpackt in einem stabilen Umkarton mit raffiniert gefalteten Styroporschutzecken kam das Riesenteil an. Dass es eine große Box ist, kann man ohne weiteres schon vorher feststellen. Auf den Bildern der Box ist zu erkennen, dass die einzelnen vier Dekadenboxen mit den entsprechenden CDs in der großen Box liegen. Die Boxen enthalten die jeweiligen CDs der Dekade und ein Textbuch, so dass anhand dieser Informationen ohne weiteres davon ausgegangen werden kann, dass die Box sicherlich neun bis zehn Zentimeter dick ist. Auch dass sie in etwa LP Format hat, ist anhand der Bilder ersichtlich. Beim Öffnen der Box war alles an seinem Platz, nichts verrutscht, gelöst oder locker. Da habe ich schon ganz andere hochwertige CD Boxen erlebt, bei denen die CDs beispielsweise lose im Karton herumflogen, z.B. eine Pink Floyd Immersion Box. Sehr gut bei der Mey Box ist auch, dass die in miniaturisierten LP Covern aufbewahrten einzelnen Tonträger zusätzlich noch in einer Papierschutzhülle stecken. Man braucht keine CD aus der Verpackung zu zerren und dabei anzufassen, wie es bei vielen Neuerscheinungen in Pappcovern mittlerweile üblich ist. Allerdings sind bei meiner Box zwei der insgesamt 26 Mini-LP Cover nicht so sorgfältig verarbeitet. Insgesamt bekommt die Box jedoch von mir für ihre Optik, Haptik und Aufmachung fünf Sterne.

Nun zum Inhalt:

Zum 50. Bühnenjubiläum von Reinhard Mey erscheint erstmals ein umfangreiches Werkschau-Deluxe-Boxset mit folgendem Inhalt:

- Alle 26 Studioalben von 1967-2013
- 4 Bücher mit sämtlichen Liedertexten
- 1 CD mit Coverversionen anderer Liedermacher
- 1 DVD mit TV-Auftritten und TV-Portraits
- 100-seitiges, gebundenes Buch
- Nummerierter Kunstdruck

Die Studioalben wurden digital remastert und sind in hochwertige Gatefold-Klappcover gepackt. Die Alben sind in vier kleinere Dekaden-Boxen (Jahreszeiten) unterteilt.
Die CD "Lieder von Freunden" enthält von Reinhard Mey interpretierte Stücke anderer Liedermacher. 7 Titel hiervon sind bisher unveröffentlicht. Die DVD beinhaltet
besondere TV-Auftritte und zwei TV-Portraits des beliebten Liedermachers von 1971 bis 2006. Gesamtspielzeit: ca. 99 Min.
Das “Coffeetable-Buch” ist nach einer Chronik von Antje Vollmer strukturiert, mit einem Vorwort von Hannes Wader und von Reinhard Mey. Mit vielen, zum Teil privaten und
unveröffentlichten Fotos.
Ein musikalischer Querschnitt von gestern bis heute.

Das ist die Beschreibung des Inhalts bei Amazon. Auf der Webside des Händlers jpc, immerhin auf diesem Sektor eine ernsthafte Konkurrenz von Amazon, bekommt man den kompletten Inhalt ALLER Tonträger der Box angezeigt, also auch der CD mit den Liedern von Freunden und den der DVD. Ich jedenfalls informiere mich, bevor ich 220,00 Euro für eine CD Box ausgebe, genau über den Inhalt der Box. Dann gibt es auch keine Missverständnisse und Enttäuschungen. Damit spreche ich zwei Vorrezensionen an, die bemängeln, dass die Box keine Outtakes, bislang nicht veröffentlichte andere Raritäten oder verstreute Single Veröffentlichungen enthält. Wie meine Erfahrung mit zahlreichen anderen CD Boxen ergeben hat, sind die Outtakes oftmals tatsächlich nicht mehr als solche, nämlich nicht zur Veröffentlichung geeignete Stücke. Diese wären vielfach auch besser im Archiv geblieben, denn wofür werden viele Takes ein und desselben Titels gemacht? Doch nicht, um nachher den fünftbesten auf Platte oder CD zu pressen, sondern den besten. Hier gilt im übrigen auch der alte Grundsatz: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Steht in der Inhaltsbeschreibung irgendetwas von derartigen Songs? Nein, dann kann ich aber auch keine erwarten und meiner Meinung nach auch nicht darüber meckern, dass keine vorhanden sind. Natürlich kann man das bedauern, aber ich weiß es doch schon BEVOR ich mir diese Box zulege. Ich kann mir auch keinen VW Golf kaufen und dann darüber meckern, dass ihm ein Acht-Zylinder Motor fehlt. Ich verstehe eine Rezension so, dass sie sich mit dem Produkt und dessen Inhalt befasst, nicht mit dem was nicht vorhanden ist. Wenn ich Outtakes haben will, kaufe ich mir die Box gar nicht erst, es wird schließlich keiner zum Kauf gezwungen. Zum Zweck der Box findet sich auch auf der offiziellen Reinhard Mey Webside Erläuterndes, nämlich dass diese Box nicht die alten Vinyl-Schallplatten und versprengten Singles ersetzen oder gar verdrängen soll. Auch das ist ohne weiteres jedem zugänglich.

Es wird auch nirgendwo eine Biographie von Reinhard Mey angekündigt, sondern eine Chronik der vergangenen 50 Jahre von Antje Vollmer und eine Chronik ist nun mal keine Biographie. Natürlich wäre es schön gewesen, etwas über den Künstler zu erfahren, aber es wurde nirgends versprochen. Die Chronik stellt demzufolge auch die Sichtweise der Politikerin Vollmer dar, daher fehlt z.B. auch der WM Titel von 1974 in dieser Chronik. Ich fand es amüsant, dass Frau Vollmer den WM Sieg 1966 Groß-Britannien und nicht England zugesprochen hat. Fußball ist halt nicht für jeden die wichtigste Nebensache der Welt, gottlob muss man sagen. Sinn der Chronik ist es meines Erachtens, die Veröffentlichungen der einzelnen Alben von Reinhard Mey in einen zeitlichen Zusammenhang mit den jeweiligen Ereignissen zu stellen. Dieses Unterfangen ist in meinen Augen auch gelungen. Dass eine solche Chronik den einen oder anderen Fehler enthält, halte ich für verzeihbar. Natürlich ist man heutzutage gewohnt, dass alles perfekt ist und zehnmal Korrektur gelesen bzw. überprüft wird. Aber macht der eine oder andere Fehler nicht auch einen gewissen Charme aus? Und ist es nicht toll, dass man alles nachschauen und dann mit seinem Wissen glänzen kann?

Auch dass nun Kritik an dem Remastering der CDs geübt wird, liegt neben der Sache. Insbesondere die erste Box profitiert in erheblichem Maße von der klanglichen Aufbereitung. Wenn ich aber den Klang dann für steril halte, kann ich mir ja wieder meine knisternden LPs anhören, auf denen teilweise ganze Instrumente nicht zu hören sind, die man nun entdeckt. Die klangliche Aufbereitung ist hervorragend gelungen, man hat das Gefühl, Mey steht im Wohnzimmer und spielt dort live. Es ist erstaunlich, was aus diesen teilweise aus den 60er Jahren stammenden Aufnahmen herausgeholt wurde. Ich habe einige Direktvergleiche mit den Erst-CD-Veröffentlichungen durchgeführt und diese danach sofort aussortiert. Dies bezieht sich auf die CDs der ersten Dekade. Auch die Kritik, warum denn Textbücher mitgeliefert werden, kann ich nicht nachvollziehen: die Texte kann man sich auch ohne die zugehörige Musik zu Gemüte führen und dann wahlweise schmunzeln, nachdenklich oder von mir aus auch einfach sentimental werden. Auch hierin erkenne ich nichts Verwerfliches. Allerdings würde mancher aktuelle Künstler heute sich sicherlich nicht trauen, alle seine Texte aus der Vergangenheit zu veröffentlichen.

Mich hat Reinhard Mey Zeit meines Lebens, jedenfalls die letzten 45 Jahre immer mehr oder weniger begleitet. Viele andere Künstler und auch Bands sind gekommen und gegangen, manche haben länger vorgehalten, z. B. die bereits erwähnten Pink Floyd, Led Zeppelin, Genesis, manche weniger lange, z. B. OMD, Tears For Fears und andere, die für mich längst in der Bedeutungslosigkeit verschwunden sind. Reinhard Mey hat sich nie verbogen und ist sich immer treu geblieben. Wo Reinhard Mey draufsteht ist auch Reinhard Mey drin. Eingestehen muss ich allerdings, dass ich ihn in den neunziger Jahren nicht mehr so verfolgt habe. Ab dem Jahr 2000 habe ich dann jedoch über seine Live Veröffentlichungen auch wieder mehr Zugang zu ihm gefunden. Soll heißen, ihn gab es, gibt es und wird es als Konstante weiter geben, so lange er in der Lage ist, Musik zu veröffentlichen. Und ich finde das gut.

Gut finde ich auch, dass man es zu Zeiten seiner alten Songs, in den 60er und 70ern mit der Political Correctness noch nicht so genau nahm wie leider heutzutage. Die auch teilweise kritisierten Texte sind aus heutiger Sicht vielleicht nicht ganz korrekt, waren seinerzeit aber durchaus pointiert und auch amüsant. Es ist meines Erachtens unseriös, Mey vorzuwerfen, er habe das Vorurteil bedient, dass Ausländer Deutschen die Arbeitsplätze wegnehmen. Mey war immer überzeugter Europäer, er hat zahlreiche, mehrfach mit Auszeichnungen versehene französische Platten veröffentlicht, genauso wie holländische und auch englische. Mit letzteren hatte er allerdings keinen Erfolg. Seine erste Ehefrau war Französin, seine Texte finden sich in französischen Schulbüchern wieder.

Was es mit der Box zun tun hat, dass Mey keine Fansides erlaubt oder die Veröffentlichung einer Biographie verhindert hat, erschließt sich mir nicht. Vielleicht will Mey nur verhindern, dass um seine Person ein unnötiger Kult entsteht oder schlicht und ergreifend Unsinn über ihn veröffentlicht wird. Auch das muss man nicht unbedingt mögen, aber ich zumindest kann nachvollziehen, dass Mey die alleinige Kontrolle über seine Person behalten will.

Insgesamt komme ich zu folgendem Fazit:
Die Box ist hochwertig gefertigt, ausgestattet und verarbeitet;
ich wusste, welchen Inhalt sie hat und habe genau diesen Inhalt bekommen, der mich restlos überzeugt, sowohl in klanglicher als auch in textlicher Hinsicht;
ich bin noch Wochen damit beschäftigt, die einzelnen CDs immer wieder anzuhören und dabei Neues zu entdecken;
ich freue mich an solch kleinen Schmankerln wie der DVD Veröffentlichung des Titels Der Überzieher

und komme zu dem Schluss, dass die Box für mich jeden Cent wert ist und daher von mir nicht nur von der Aufmachung, sondern auch vom Inhalt her die Höchstwertung bekommt.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Danke, lieber guter Reinhard!, 21. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Jahreszeiten 1967-2013 (Limited Edition) (Audio CD)
"Meine Biographie? Die schreibe ich seit 1964, ich habe in meinem Leben alles gesungen, was ich zu sagen habe, die Menschen wissen alles von mir!" (Reinhard Mey)
"Überhaupt ist es die Fähigkeit, sich zu bewahren, bei sich zu bleiben, sein Talent zu achten, in allen seinen Liedern, seinem Leben ebenso zu spüren wie die Gabe, sich zu begeistern und zu träumen." (Hannes Wader)

Besser als mit diesen beiden Zitaten, entnommen aus dem der "Jahreszeiten"-Box beiliegenden Begleitbuch, lässt sich Reinhard Meys Wirken seit beinahe 50 Jahren nicht beschreiben. Meine erste bewusste "Begegnung" mit Reinhard Mey hatte ich 1971, es war jene "Wünsch Dir Was"-Show, in der Reinhard Mey seine Chansons "Ich bin aus jenem Holze geschnitzt" und "Der Mörder ist immer der Gärtner" gesungen hat, genau dieser TV-Auftritt ist auch (u.a.) auf der dieser Box beiliegenden DVD festgehalten. Seitdem und bis heute hat mich Reinhard Mey mit seinen Liedern begleitet, bzw. mich dazu eingeladen, an seinem Leben mal mehr, mal weniger intensiv teilzunehmen. Und jetzt mit dieser opulenten Box ein weiteres Mal, von "Orpheus" bis heute, immer noch mit Lust und Liebe zuhörend, immer noch und immer wieder schmunzelnd, ebenso häufig mitfühlend! Meine beiden Lieblingsalben von Reinhard Mey: "Mein achtel Lorbeerblatt" (1972) und "Wie vor Jahr und Tag" (1974), der Lieder wegen und wegen des gleichermaßen kreativen wie originellen Gebrauchs der deutschen Sprache, selbst Wörter wie Gartenzwergidylle oder Luftaufsichtsbaracke klingen bei Reinhard Mey poetisch! Und hat es jemals ein schöneres Liebeslied gegeben als Reinhard Meys "Wie vor Jahr und Tag"?

Anders als in der ansonsten präzisen Produktbeschreibung von amazon stehend, wurden "nur" die Alben bis "Immer Weiter" neu remastert. Von den neuen Remasters profitieren vor allem die älteren Alben, mit einer derartigen Aufwertung i.S. Transparenz und Luftigkeit bei diesen schönen Stücken "Musik aus Hand gemacht" gegenüber den bisher erhältlichen CDs hätte ich nicht gerechnet, audiophil veranlagte Reinhard Mey-Fans dürften begeistert sein!

Die 26 Alben mit insgesamt, wenn ich mich nicht verzählt habe, 335 Liedern, dazu eine weitere CD mit 15 von Reinhard Mey gesungenen "Liedern von Freunden", sind fast das komplette bisherige Leben(swerk) Reinhard Meys in deutscher Sprache. Eine oder wohl zwei weitere Bonus-CDs mit den über 30 von Reinhard Mey in deutscher Sprache aufgenommenen Liedern, die auf keinem seiner 26 Studioalben zu hören sind, hätte(n) es gerne noch sein dürfen, ja müssen, als da wären neben seiner ersten, 1965 veröffentlichten Single "Geh und fang den Wind / Drei Lilien" in alphabetischer Reihenfolge mindestens noch folgende Lieder, viele davon stehen in dem Buch Alle Lieder: Toutes les chansons: "Alles ist so schön verpackt", "Bauer, ich bitt` Euch", "Das Canapé", "Das Handbuch", "Der braune Cognacsee", "Der Mann, der seine Hecke schor", "Der Schuttabladeplatz der Zeit", "Der Weg zurück", "Die Ballade vom sozialen Aufstieg des Fleischermeisters Fred Kasulzke", "Die drei Musketiere", "Einfach abhaun, einfach gehen", "Ein Krug aus Stein", "Epitaph auf Balthasar", "Fernsehwerbungblues", "Fragen", "Frohe Weihnacht", "Ich bin", "Ich hab` nur Dich gekannt", "In meinem Zimmer fällt leis der Regen", "Irgendein Depp mäht irgendwo immer", "Kleine Banditenballade", "Lied für Klaus", "Lucky Luke - sein größter Trick", "Mädchen in den Schänken", "Mann aus Alemannia", "Männer im Baumarkt", "Musikpolizei", "Neun...und vorbei", "Nicht in Nottingham", "Pause", "Rouge ou noir", "Rundfunkwerbungblues", "Schenk mir diese Nacht", "So trolln wir uns ganz fromm und sacht", "Warum passiert alles nur immer mir?". Dafür hätte ich sogar auf den nummerierten Kunstdruck verzichtet!

"Ich lebe ja noch, ich erlebe und erzähle, das ist mein Leben und es geht weiter." Auch dieses Zitat stammt aus dem Begleitbuch, man darf sich also auf neue Erlebnisse und Erzählungen in Form neuer Lieder von Reinhard Mey auf hoffentlich noch einigen neuen Alben freuen. Danke schon jetzt dafür, lieber guter Reinhard, und natürlich auch für all Deine bisherigen Lieder!
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen „Happy Birthday“- Reinhard, 21. Dezember 2013
Von 
Christoph Martin Wieland (Oldenburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Jahreszeiten 1967-2013 (Limited Edition) (Audio CD)
Eigentlich ist der herausragenden Rezension Christian Günthers nichts hinzuzufügen, selten liest man an dieser Stelle derart Herausragendes. Der Begeisterung möchte ich mich aber anschließen. Die Werkschau zu Meys 50. Bühnenjubiläum ist etwas ganz Besonderes.

Da ist das Drumherum, eine repräsentative Box im alten LP-Format. Drinnen ein entsprechend formatiertes Bilderbuch mit etwas plakativen zeitlichen Einordnungen, ein Kunstdruck, eine CD mit bisher unveröffentlichten Coverversionen, eine DVD mit Ausschnitten aus Portraits und Auftritten aus ehemaligen Straßenfegern wie DALLI DALLI und WÜNSCH DIR WAS. Das Ganze limitiert und, was Meys Einnahmen angeht, spendenorientiert. Sein Anteil am Verkauf dieser Edition geht an die Bodelschwinghschen Stiftungen in Bethel.

Vier CD-Boxen enthalten 26 Studioalben, Mey von 1967 bis 2013. Die Aufmachung entspricht den alten Langspielplatten, die Verkleinerung auf das neue CD-Format macht zumindest denjenigen, die mit Mey gealtert sind, das Lesen der Texte unmöglich. Auch für die Textbücher im gleichen Format (Schriftgröße 7?) wäre eine mitgelieferte Leselupe hilfreich gewesen.

Nun aber genug gemeckert, das alles sind Marginalien, wenn man hochwertig in Erinnerungen schwelgen und mit Orpheus singen darf, wenn der Liedermacher Freitag den 13. ankommt und aus einem Holze geschnitzt ist, das deutlich macht, dass sich da einer über 50 Jahre treu geblieben ist, sich nicht verbiegen ließ und seinen Blick auf den Alltag der westdeutschen und gesamtdeutschen Entwicklung hatte. Starke Anfangsjahre, eher schwächelnd in der Kohlära, um im neuen Jahrtausend grandios als Einhandsegler zurückzukehren. Er hat den Alltagsblick, die Sprachvirtuosität der alten Barden, er kann erzählen, er kann berühren, zum Lachen und zum Weinen bringen, lässt uns an seinem persönlichem Schicksal teilnehmen (Mairegen). Das macht ihm so keiner nach.

„Happy Birthday“, Reinhard, der mit seinen Liedern „durch das Land jahrein, jahraus (zog). … Mit den Träumen, die (ihm) blieben im Gepäck.“ Wie schön, dass wir mitziehen konnten.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wow! Was für eine Box!, 5. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Jahreszeiten 1967-2013 (Limited Edition) (Audio CD)
Ich habe Reinhard Mey erst vor ein paar Jahren so wirklich für mich entdeckt, und fieberte der Veröffentlichung dieser Box entgegen. Alle 26 Studioalben plus ein schönes Buch, eine DVD, einen Kunstdruck, und das alles sehr edel verpackt.

Ich bin begeistert und schon dabei, mich durch das Studioalben-Gesamtwerk durch zu hören.

Die Box ist liebevoll und edel gestaltet, und für mich den Preis absolut wert.

Klar, es geht immer mehr oder noch besser (wenn man den negativen Rezensenten nimmt). Klar wäre es spannender, im Buch zu jedem Lied oder Album einen Kommentar von Reinhard Mey zu lesen, als die geschichtlichen Ereignisse des jeweiligen Jahres. Ok. Mehr Hintergründe zur Entstehung der Alben zu erfahren, wäre spannend. Ja. Aber trübt das meine Freude wirklich? Nein.
Ich finde diese Box so toll, dass ich mich einfach nicht darüber ärgern kann. Für mich als jemand, der ein paar Mey Alben hatte, auch das aktuellste Frederik Mey Album, aber noch nicht das Gesamtwerk (Studioalben-bezogen) entdeckt hat, ist diese Box ein absoluter Traum.

Und nein, die Jahreszeiten-Einzelboxen wären für mich nicht dasselbe, die Box ist toll gemacht, und für mich wertvoller als die Einzelboxen.

Danke an Reinhard Mey für diese schöne Werkschau!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zum 60. Geburtstag, 26. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Jahreszeiten 1967-2013 (Limited Edition) (Audio CD)
Ich habe es meinem Papa zum 60. Geburtstag gekauft.
Gesundheitlich kann er leider nicht mehr auf ein Konzert von Reinhard Mey, also dachte ich es als kleine Entschädigung.
Ich finde es spitze und mein Papa war begeistert.
Ein super Paket, mit allem was das Herz begehrt.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Gib' mir Musik" - Diese Box ist eine Wucht..., 24. Dezember 2013
Von 
MH (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Jahreszeiten 1967-2013 (Limited Edition) (Audio CD)
und sie trägt die Bezeichnung "Werkschau-Deluxe-Boxset“ absolut zurecht! Ich besitze vieles von Reinhard Mey auf Schallplatten, dazu alle Studio-Alben und Live-Mittschnitte auf CD. Darum habe ich beim Kauf dieser Box erst gezögert. 220 Euro ist nicht wenig Geld. Zudem hatte ich auch bei der Ankündigung, dass die Leider „ digital remastert“ sind, ein flaues Gefühl - vollkommen unbegründet, zum Glück! Was man hier bekommt, ist Hörgenuss pur!

Jetzt bin ich einfach nur unendlich froh, "zugeschlagen" und diese - so liebevoll und durchdacht gestaltete - Box erworben zu haben! Um es vorwegzunehmen: Ja, sie lohnt sich! Sie lohnt sich auch, wenn man bereits das meiste oder sogar alles von dem größten deutschen Barden im Schrank stehen hat. Sie lohnt sich wegen des Zusatzmaterials, aber sie lohnt sich auch wegen der wirklich gelungenen digitalen Überarbeitung, die das Maximum an Klangqualität aus den älteren Aufnahmen herausholt. Was für eine Arbeit dahinter gesteckt haben muss... Man sollte sich dieses besondere Set anlässlich Reinhard Meys 50. Bühnenjubiläums - wenn man es finanziell irgendwie möglich machen kann - nicht entgehen lassen.

Wer seine Musik liebt, ihn vielleicht über Jahrzehnte hinweg kontinuierlich hörend begleitet und durch seine Lieder kennen und schätzen gelernt hat wie einen Freund, wird diese Veröffentlichung als einzigartigen Schatz empfinden! Sie führt mich zurück zu zahllosen Erinnerungen, Lebensstationen, Erfahrungen, die seine Stimme und seine Texte begleitet haben…

Nun aber zu der Box selbst:

Die Präsentation ist ungemein beeindruckend: Mit dieser Größe und diesem Gewicht hatte ich nicht gerechnet, obwohl der immense inhaltliche Umfang mir im Vorfeld bereits bekannt war. Das Set traf gut und sicher verpackt, eingesetzt in Styropor-Ecken, in einem stabilen Versandkarton ein. Schwarz, schlicht, stylish.

Die 26 Studioalben aus den Jahren 1967 - 2013 selbst sind nach Jahrzehnten in vier kleinere Boxen aufgeteilt: Dabei steckt jedes Album in einem hochwertigen Gatefold-Klappcover. Enthalten sind zudem auch vier entsprechende Liederbücher, die sehr liebevoll mit Fotos aufbereitet sind. Klanglich erweisen sich besonders die älteren Aufnahmen als echter Ohrenschmauß! Man entdeckt die wohlvertrauten Melodien noch einmal vollkommen neu, so frisch und intensiv klingen sie. Ehe man sich versieht, ist man vollkommen versunken in seiner Stimme, der Musik…

CD 27 - „ Lieder von Freunden“ - ist eine Dreingabe mit 15 Stücken, die bislang auf keinem Reinhard Mey-Album einen Platz gefunden haben, da es sich, wie der Titel schon sagt, nicht um eigene Kompositionen handelt. Dass mich diese Lieder so gefangen nehmen könnten, hätte ich selbst nicht erwartet. Aber hier besitzen sie durch Reinhard Meys Interpretation einen ganz eigenen Charme.

Weiterhin gibt es neben einem Kunstdruck, der dem Cover-Motiv gleicht, ein echtes Highlight, für das Reinhard Mey auch sein privates Fotoalbum aufgemacht hat: Das „Coffeetable-Book“ von Antje Vollmer erweist sich als prall gefüllte, informative und anschauliche Chronik. Sie versteht es, sich dem sympathischen, stets auf dem Teppich gebliebenem Reinhard Mey anzunähern und zu zeigen, was 50 Jahre auf der Bühne bedeuten. Man hat hier an keiner Stelle den Eindruck von Beliebigkeit: Alles scheint sehr genau aufeinander abgestimmt zu sein.

Besonders gefreut habe ich mich auf die Fernsehauftritte, die ich teilweise noch nicht kannte, und die ich jetzt endlich auf DVD anschauen konnte.

Bleiben Wünsche offen? Oh ja: Ich wünsche mir eine ähnliche Box mit allen Live-Aufnahmen… Denn in Konzerten gelingt es Reinhard Mey immer wieder, noch einen drauf zu setzen, sich einmal mehr zu übertreffen, mitzureißen, zu begeistern und durch seine Erzählungen zu fesseln.

Ansonsten möchte ich nur noch eines loswerden: Vielen Dank für diese grandiose Box - und für all die Leuchtfeuer, Reinhard Mey!
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Jahreszeiten Box von Mey in bester Qualität - die für mich perfekte Box :-), 9. Januar 2014
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Rezension bezieht sich auf: Jahreszeiten 1967-2013 (Limited Edition) (Audio CD)
Ich habe sehr lange überlegt ob ich mir diese Sonder Edition von Mey kaufen soll, doch irgendwann musste ich mich ja entscheiden! Als ich diese dann bestellt hatte und Sie endlich da war, war ich auch gleich überzeugt :-)

Info zur Box:

Das besondere an dieser hochwertigen Limited Edition Box sind neben der exclusiven Verpackung (stabiler großer Pappschuber) vielmehr die diversen Extraprodukte, die das Herz eines Musikfans höher schlagen lassen :-)) Die Studioalben wurden digital remastert und sind in hochwertigen Klappcover gepackt, wobei die CDs noch mal separat in weißen Schutzhüllen gesteckt sind (wie damals bei den LPs).

- Alle 26 Studioalben von 1967-2013
- 4 Bücher mit sämtlichen Liedertexten
- 1 CD mit Coverversionen anderer Liedermacher
- 1 DVD mit TV-Auftritten und TV-Portraits
- 100-seitiges, gebundenes Buch
- Nummerierter Kunstdruck

Die Vorteile der Box sind also für den Käufer, der nur seinen Lieblingsmusik in erleben will, klar zu vernachlässigen. Die Box wendet sich vielmehr an den ambitionierten Sammler, der neben der Musik noch einen Faible für die ansprechende Verpackung und die diversen Beigaben hat.

Fazit:

Für jeden Perfektionisten unter den CD-Sammlern und Reinhard Mey-Fans (was ich nun mal bin) kann ich diese schöne und sehr exklusive Box nur jeden empfehlen! Ob als CD Album, Jahreszeiten Box oder dieser Limited Edition Box ist ja bekanntlich Geschmacksache, das sollte jeder für sich entscheiden.
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5.0 von 5 Sternen Danke an einen großartigen Künstler!, 14. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Jahreszeiten 1967-2013 (Limited Edition) (Audio CD)
Seit vielen Jahren begleitet mich die Musik von Reinhard Mey durch mein Leben. Ich liebe seinen Wortwitz, seine Musik. Ich kann dabei lachen, lieben, träumen, weinen, leben und mich erholen. Jetzt habe ich alle beisammen und freue mich darauf einzelne Lieder zu entdecken, die ich noch nicht kenne! Ein "Muss" für alle Reinhard Mey Fans!
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Jahreszeiten 1967-2013 (Limited Edition)
Jahreszeiten 1967-2013 (Limited Edition) von Reinhard Mey (Audio CD - 2013)
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