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22
3,6 von 5 Sternen
Jack Taylor - Vol. 1 [6 DVDs]
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Nachdem der Ire Jack Taylor dem Innenminister einen Faustschlag verpasst hat, ist er seine Arbeit als Polizist los. Noch weiter verliert er sich von diesem Zeitpunkt aus in seiner Alkoholsucht, doch um sich über Wasser zu halten richtet er sich im Hinterzimmer seiner Stammkneipe ein kleines Büro ein und ermittelt von nun an als Privatdetektiv in Fällen, die die Polizei schon als Unfall oder Suizid verbucht hat. Und nicht nur einmal geht er dabei eher unkonventionelle Schritte…

Krimis sind das wohl einzige Genre neben der Komödie, die niemals aus der Mode geraten und von denen Fans immer neues Nachschubmaterial erwarten dürfen. Eine weitere Serie aus jeweils Abendfüllenden Episoden des Genres stammt aus Irland und wurde im Winter 2013 beim ZDF ausgestrahlt: Jack Taylor. Die Hauptfigur ist dabei eher düster angelegt und ist alles andere als der strahlende Saubermann. Er trinkt deutlich zu viel, ist aggressiv, selbstzerstörerisch, narzisstisch und ziemlich zynisch. Das sorgt immer wieder für ungewöhnliche Momente und trockenen, bissigen Witz. Dazu muss man eine persönliche Präferenz haben, der typische britische Humor ist nicht jedermanns Sache, kommt hier aber bestens zur Geltung und verleiht den düsteren, von menschlichen Abgründen berichtenden Folgen wenigstens einen kleinen erheiternden Aspekt. Die übrigen wiederkehrenden Figuren setzen sich glücklicherweise stark hiervon ab: Die pfiffige Polizistin Kate Noonan sorgt für einen deutlich standfesteren Charakter und versorgt Jack Taylor immer wieder mit Informationen, fühlt sich aber auch stark zu diesem hingezogen. Später kommt noch der idealistische und hoffnungsfrohe Student Cody Farraher dazu, der Jack bei seinen Missionen unterstützt und einen etwas sanfteren Gegenpart darstellt. Im Laufe der sechs Folgen entwickeln sich die Charaktere weiter und verleihen ihnen so mehr Tiefe und weitere Facetten. Die Folgen drehen sich immer um Morde, und hier blickt man wirklich in die Abgründe der menschlichen Seele. Dabei sind es nicht nur die Motive, die schockieren, sondern auch die Kaltblütigkeit, mit der die Täter agieren um sich die unliebsamen Mitmenschen vom Hals zu schaffen. Doch bis diese aufgeklärt sind, vergehen spannende Minuten, ganz gradlinig wird hier nicht erzählt, sondern auch gerne mal ein Nebenschauplatz zur Ausschmückung der Handlung aufgemacht. Am Ende gibt es aber stets eine umfassende Erklärung und eine zufriedenstellende Auflösung des Ganzen.

Die technische Umsetzung auf DVD ist gut gelungen und präsentiert sich auf dem Stand der Zeit. Die Bilder sind scharf eingestellt und offenbaren kaum Schwächen, auch auf HD-Fernsehern hat man ein befriedigendes TV-Erlebnis. Dafür sorgt auch, dass bei schwacher Beleuchtung des Bildes der Kontrast gut eingestellt ist und man so noch alles gut erkennen kann. Die Bilder geben sich kräftig, aber auch oftmals düster und unheilvoll. Ein Manko ist allerdings, dass nur die deutsche Synchronisation enthalten ist und der englische Originalton nicht anwählbar ist. Auch Untertitel sucht man vergebens. Dafür ist immerhin einiges an Bonusmaterial in Form von interessanten Interviews vorhanden(hier in Originalton mit Untertiteln, geht also doch…).

Eine spannende und packende Krimiserie voller dunklen, bösen Humor und schockierenden Verbrechen – nicht weil viel Blut spritzt, sondern die Hintergründe so eindringlich geschildert sind. Die gut dargestellten und facettenreichen Charaktere verleihen der Serie zusätzliche Substanz. Besonders die wunderbare Figur Jack Taylor mit ihren selbstzerstörerischen Zügen und der düsteren Ausstrahlung kann hierfür sorgen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Krimiserien gibt es wie Sand am Meer! Egal ob in Spielfilmlänge oder in kompakten 45 Minuten. Meist sind es Ermittler der Polizei, in den letzten Jahren auch Forensikexperten.
Der Ire Jack Taylor ( Iain Glen) ist von einem ganz anderen Schlag und im Grunde ist dies eine sehr originelle spannende Serie deren erste Staffel sechs Fälle auf ebensovielen DVDs beinhaltet.
Aus der Polizei ist Taylor rausgeflogen, da er einem Minister eine reingehauen hat, beim Volk ist er dafür beliebt und geschätzt. Nun agiert er als Privatschnüffler dessen Büro eine Kneipe ist und läuft noch immer im schnittigen Wintermantel der Polizei herum. Als Running Gag möchte diese den Mantel regelmäßig zurück. Der Endvierziger mit dem drei Tage Bart hat Schlag bei Frauen und leider einen Hang zu hartem Alkohol was ihn beides in den sechs abwechslungsreichen Fällen mehr als einmal in die Bredouille bringt. Taylor kann kämpfen, ist ein schlauer Ermittler - bekommt aber oft "eine aufs Maul" und landet dann lädiert im Krankenhaus. Bei der Polizei ist er wegen seiner Eskapaden nicht gerne gesehen aber man hat Respekt, er freundet sich mit der jungen Polizistin Kate Noonan an die ihm Tipps gibt. Ansonsten gibt es da noch seine alte Mutter, eine harte Frau zu der er ein nicht so herzliches Verhältnis hat. Aber auch der ketten rauchende Pfarrer der echten Westküstenstadt Galway ist neben seinem ehemaligen Kollegen Superintendent Clancy eine wiederkehrende Figur.
Die sechs Episoden sind deshalb so spannend da sie unkonventionell und nicht ritualisiert wie viele Reihen ablaufen. Oft gibt es einen Bezug zu Taylors Vergangenheit und Leben. Neben den Fällen wird in der Handlung noch das Leben von Taylor chronologisch abgehandelt, die Figur entwickelt sich und auch seine private Geschichte.
Am Ende der sechs Episoden ist man als Zuschauer gefesselt von dieser deutsch-irischen Co-Produktion und will unbedingt die zweite Staffel sehen die hoffentlich bald bei uns in Deutschland erscheint!
Taylor ist ganz in der Tradition alter Helden wie "Detektiv Rockford" oder "Magnum" nur auf seine ganz eigene Weise. Man muss der Reihe zu gute halten, dass hier keine Irlandklischees verbraten wurden und Hauptdarsteller Iain Glen hervorheben ("Tomb Raider", "Resident Evil") der wirklich famos in dieser Rolle ist und einfach Taylor ist!
Inhaltlich ist also alles im grünen Bereich, auch in Sachen Bild, Ton, Schnitt - aber in Sachen Ausstattung, Umfang hat sich das Label / Macher nicht mit Ruhm bekleckert! Eine in Englisch gedrehte Serie liegt im Jahre 2013 nur mit deutschem Ton vor, Untertitel gibt es auch keine und Extras sind bis auf sterbenslangweilige kurze Interviews auf jeder Folge mit dem Regisseur oder sonst wem einfach zu wenig für eine Reihe die schon im ZDF und eventuell seinen Spartenkanälen lief! Wo ist da der Reiz für den Zuschauer die Staffel zu erwerben?
Ein Feature über den Schriftsteller Ken Bruen und dessen Originalbücher wäre doch hier mehr als angebracht gewesen.
Das ist das einzig negative an dieser tollen, neuen Serie.
Anschauen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Jack Taylor - Vol. 1

Am 27. Oktober 2013 ging beim ZDF eine neue Krimireihe mit deren ersten gezeigten Folge an den Start. Nachdem sich inzwischen aus Dänemark und Schweden kommende Krimiserien mit großem Erfolg bei den deutschen Fernsehzuschauern etabliert haben, will sich nun auch Irland mit einer eigenen Krimireihe die Gunst der Zuschauer erobern. Ging es mir bisher eigentlich so, dass ich mit Irland eigentlich eher den Begriff der "grünen Insel" mit fröhlich das saftige Gras wegschmatzenden Schafen und über die Wiesen huschenden Elfen und dem einen oder anderen auf Ärger getrimmten Troll verband, muss ich jetzt umdenken.

In Anlehnung an die Bestseller Romane der Jack-Taylor-Reihe des irischen Autors Ken Bruen entstanden in einer deutsch-irischen Co-Produktion bisher sechs, jeweils abendfüllende Filme (Stand 12/ 2013). Ganz klar ist dabei in allen Filmen die Figur des typischen Antihelden in Person des im ersten Moment ganz und gar nicht liebenswerten Raubeins "Jack Taylor" das Gesicht der diese Reihe prägenden Gestalt. Der in sich verschlossene und bisweilen auch melancholisch wirkende Einzelgänger hat eindeutig ein gewaltiges Alkoholproblem und auf in seinem Lebensumfeld geschehene Gewalt inklusive Mord und Totschlag anscheinend ein festes Abonnement am laufen.

Nachdem "Taylor" einen Minister bei einer Verkehrskontrolle mit einem beherzten Faustschlag mitten ins Gesicht niederstreckte, ist er seine Dienstmarke und damit den Job als Polizist los. Da es bekanntermaßen auch in Irland weder das "Guinness" noch das Leben selbst kostenlos gibt, entschließt sich "Taylor", seine zumeist flüssige Nahrung ab sofort als Privat-Detektiv zu verdienen.

Auch wenn es das irische Fernsehpublikum, welches im Übrigen bereits im August 2010 den ersten Film der Reihe im TV erleben konnte, etwas anders sieht und sich zum Teil sogar etwas verärgert darüber zeigte, dass ein Schotte die Rolle eines irischen Ermittlers spielt, finde ich die Rolle des "Jack Taylors" hier einfach nur perfekt besetzt. Ich könnte mir keinen besseren als Iain Glen ("Tomb Raider", "Game of Thrones") in der Rolle des selbstzerstörerischen, sowie völlig abgerissenen Typen "Jack Taylors" vorstellen.

Aber auch die anderen Rollen sind mit insgesamt überzeugenden und im Gesamtbild stimmig spielenden Darstellern besetzt. Nora Jane Noone verkörpert die ebenso hübsche wie ehrgeizige junge Polizistin "Kate". Sie versorgt "Jack" nach seinem Rausschmiss bei der Polizei nicht nur mit dem einen oder anderen Ermittlungshinweis, sondern fühlt sich auch zu ihm hin gezogen. Überhaupt knistert es zwischen den beiden von der ersten Filmminute an, was sie sich selbst aber nicht eingestehen wollen.

Eine weitere der Hauptrollen in der Reihe wurde mit Killian Scott besetzt. Er spielt "Cody", einen jungen Mann, der in "Jack" so etwas wie eine Art Held und zugleich "Vaterersatz" sieht. Ich empfinde seine Figur, die mit ihrem jugendlichen Charme und einer gewissen Unbedarftheit einen wunderbaren Kontrast zum verbiesterten Zyniker "Jack" zeigt, als äußerst angenehm. Bisweilen ist man geneigt, eine Art "Welpenschutz" für ihn zu beantragen, sobald er wieder einmal unter "Jack" leiden muss.

Namen weiterer in der Reihe zu erlebender Schauspieler wären z. B. die von Tara Breathnach, Ralph Brown, Stuart Graham oder Barry Cassin. Jeder der sechs Filme findet sich auf einer eigenen DVD, die dann in einem Klarsicht-Jumbo-Case mit beweglichem Inlett jeweils zu zweit leicht versetzt zueinander übereinander liegend aufbewahrt werden. Leider findet sich auf der Front ein fest aufgedruckter und daher nicht entfernbarer FSK-Hinweis.

In allen sechs Folgen dieser ersten Staffel führte Stewart Orme die Regie. Die von Privat-Detektiv "Taylor" übernommenen Fälle sind allesamt wirklich spannend und niemals vorhersehbar. Dabei sind sie allerdings oft bizarr und von erschreckender Kaltblütigkeit der Täter gegenüber ihren Opfern gekennzeichnet. Trotz allem bleibt dabei noch der Platz für einige recht skurrile Ideen und auch "Taylors" trockenem und oft genug bissigen Witz in den aufgezeigten Geschichten.

Laut dem Cover beträgt die Gesamtlaufzeit aller sechs DVDs ca. 540 Minuten, zuzüglich der angebotenen Extra. Das Bild kommt im Format 16:9 zur Ansicht und überzeugt passend einer so zeitnah entstandenen Produktion mit seiner Bildqualität. Die Farben in guter Intensität sowie Natürlichkeit sind passend den Szenerien und Drehorten. Schärfe und Kontrast sind in deren Einstellungen und Werten treffend gesetzt.

Von jeder der sechs DVDs bei dieser Veröffentlichung werden Extras geboten. Außer den üblichen Trailern zu weiteren Veröffentlichungen auf DVD und Blu ray, bieten die ersten vier DVDs jeweils in etwa um die sieben Minuten laufende Interviews an. In ihnen kommen, wie auch in dem dann über stolze vierzig Minuten aufgezeichneten Interview von der sechsten DVD, einige der Hauptdarsteller und Mitglieder der Filmcrew, wie z. B. der Regisseur, der ausführende Produzent Ralf Christians oder mit Marteinn Thorisson, auch einer der Drehbuchautoren, zu Wort. Schön ist, dass bei allen der englisch sprechenden Interviewpartner deutsche Untertitel mit eingeblendet werden.

Tonbewertung:

Ein in durchgängig guter Qualität präsentierender deutscher 5.1-Ton wird hier von allen DVDs zur Wiedergabe angeboten. Er ist in sich stimmig gemischt und bietet eine stets gute Verständlichkeit aller Darsteller. Die, die bei der DVD-Veröffentlichung auf die englische Sprachfassung gehofft hatten, werden genauso wie Hörgeschädigte und Gehörlose, für die leider auch keine Untertitel angeboten werden, zu Recht enttäuscht von dieser sonst gut umgesetzten Veröffentlichung sein.

Gesamteindruck:

Auch wenn mit dem Plot dieser an den Start gegangenen Krimireihe nun das Rad nicht neu erfunden wurde, so hat und bietet sie dennoch etwas Besonderes. Tat ich mich beim ersten Film noch etwas schwer, hatte die Reihe und besonders die Figur des von Iain Glen so brillant dargestellten "Jack Taylors" mich ab dem zweiten zu lösenden Fall überzeugt. Nun warte ich bereits ungeduldig auf die für 2014 geplanten weiteren Filme.
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TOP 1000 REZENSENTam 13. Januar 2014
Bei Jack Taylor handelt es sich um eine irische Krimiserie, die im Jahre 2010 ihren Anfang nahm. Die Geschehnisse finden zumeist in der westirischen Stadt Galway statt, welche der Regisseur Stuart Orme als Schauplatz ausgesucht hatte. Bisher wurden sechs Episoden produziert, die nun von edel motion auf DVD herausgebracht wurden.

Die Geschichte in der Serie dreht sich um den Garda-Officer Jack Taylor, der gerade aus dem Polizeidienst entlassen wurde. Schuld daran ist seine Reaktion bei einem Treffen mit dem irischen Innenminister, den Jack einfach mit einem Faustschlag nieder gestreckt hatte. Nun schlägt er sich als Privatdetektiv durch und befasst sich mit Fällen, die von allen Instanzen als unlösbar deklariert wurden. Dank seiner unkonventionellen Methoden, schafft Jack es aber neue Spuren zu finden…

Ein Privatdetektiv, der sein Büro in einer Kneipe hat? Bei Jack Taylor ist nichts unmöglich. Hilfe bekommt er von seiner ehemaligen Kollegin Kate Noonan, die ihn immer wieder heimlich Informationen zukommen lässt. In späteren Folgen ist auch der Student Cody Farraher an seiner Seite, der zu Jack aufsieht – und ihn mehr als einmal wertvolle Dienste erweist.

Im Ganzen gesehen bekommt der Zuschauer hier eine unterhaltsame und spannende Serie geboten. Krimifans sollten hier unbedingt einen Blick riskieren, es lohnt sich auf jedem Fall. Noch in diesem Jahr soll die zweite Staffel ins Fernsehen kommen – und hoffentlich dann auch auf DVD.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Juni 2014
I. Zu den Filmen
Ich habe die Filme im TV nicht gesehen, bin also mit frischem Blick auf die DVD gestartet. Zu Beginn sei gleich gesagt, es lohnt sich auf jeden Fall. Gute Krimis, spannende Fälle, stimmige Atmosphäre, Charaktere wie man sie nich schon dutzende male in gesehen hat, womit es sich schon mal vom Großteil der ZDF-Produktionen abhebt.
Wenn auch leider nicht so deutlich wie man es sich manchmal wünscht. An einigen Stellen kommt nämlich schon ein bischen Wehmut auf. Denkt man an einige US/UK-Serien der letzten Jahre zurück, hat diese Produktion doch noch etwas von Vorabend-Krimi. Das ärgert einen besonders dann, wenn man gerade so einen Hauch davon schnuppern kann, von Düsternis, Bitterkeit und Zynismus, von einer wirklich tiefen Atmosphäre, dann aber doch wieder in sichere Gewässer abdriftet, ohne die Chance den Zuschauer wirklich aus seiner Wohlfühlzone zu holen.
"Luther" (UK) oder "Jesse Stone" (US) schaffen es da beispielsweise (wenn auch auf unterschiedliche Arten) noch etwas besser, die Story mit der passenden Stimmung zu versehen.
Nichts desto trotz bieten diese Filme durchaus solide Unterhaltung, Anschauen lohnt sich auf jeden Fall.

II. DVD-Ausstattung
Die Ausstattung der DVD regt leider ebenfalls etwas zum Stirnrunzeln an. Ein Booklet spart man sich, auch ansonsten weiß die schlichte Hülle nicht wirklich Eindruck zu machen. Ein paar Interviews und Trailer gibt es als "Bonus", könnte mehr sein, ist aber nichts, worauf ich gesteigerten Wert lege. Was tatsächlich zum Stirnrunzeln bringt ist die Tonausstattung. Die ist nämlich schnell zusammengefasst: "Deutsch". Kein Originalton. Die Synchronfassung ist zwar gut, trotzdem sollte die Originalsprache heute eigentlich zur Standartausstattung gehören.

III. Fazit
Im Ergebnis, auch aufgrund der mangelhaften Ausstattung eher 3.5/5
Trotzdem: Kaufen lohnt sich.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Jack Taylor, die vom irischen Autor Ken Bruen geschaffene, sehr eigenwillige und unendlich tragische Romanfigur, hat schon in vielen Fällen ermittelt - nun also auch in einer TV-Serie, die in Deutschland im ZDF zu sehen war. Die erste Staffel vereint sechs Fälle; die DVD-Box enthält als Bonus zusätzlich noch Interviews mit den Machern und Darstellern der Serie. Diese sechs Folgen sind enthalten:

1. Der Ex-Bulle (The Guards)
2. Auge um Auge (The Pikemen)
3. Gefallene Mädchen (The Magdalen Martyrs)
4. Königin der Schmerzen (The Dramatist)
5. Tag der Vergeltung (Priest)
6. Das schweigende Kind (Shot down)

Auch wenn die englischen Episodentitel teilweise den Romantiteln entsprechen, handelt es sich nicht um 1:1-Umsetzungen der Stories, sondern eher um lockere Anlehnungen, bei denen einiges verändert wurde - eben "based on ...".

Was die Besetzung der Hauptfigur angeht, haben die Macher mit Iain Glen als Jack ein glückliches Händchen bewiesen. Der 1961 geborene Schotte mit dem markanten Gesicht, den man bereits aus diversen Filmen, aber auch aus Serien wie "Game of Thrones" oder "Downtown Abbey" kennt, verkörpert die Ecken und Kanten des desillusionierten Privatermittlers gut. Aber - und für Leser der Romanreihe ist es ein ziemlich großes Aber - die Serie hat nur noch wenig mit dem Jack Taylor zu tun, den man aus Ken Bruens großartigen Büchern kennt.

Als TV-Produktion sind die Fälle eben nur an die Romane "angelehnt" und wurden ziemlich deutlich entschärft, was sie dann doch recht mainstreamig macht. Wo Ken Bruens Antiheld von einem menschlichen Drama zum nächsten taumelt und von Roman zu Roman mehr und mehr vernichtet wird, so ist der TV-Jack eher eine wohlmeinende Weichzeichnung: ein bisschen versoffen, aber immer noch charmant, gut aussehend und ganz gut über die Runden kommend. Wo Pater Malachy in den Büchern ein echter Kotzbrocken ist, wirkt er hier geradezu gemütlich und annehmbar. Die große Traurigkeit, die vielen Verfehlungen, die toten Wegbegleiter, der Sturz ins Bodenlose, all das wurde für die Serie in großen Teilen weggelassen. Für Fans der Buchreihe ist diese Interpretation von Jack Taylor ganz klar eine Enttäuschung.

Auf der anderen Seite: Wer die Bücher nicht kennt und daher vorab keine Erwartungen an Jack Taylor in Serienform hat, der erhält sechs durchaus spannende und gut gemachte Krimifälle, die unterhalten und endlich einmal eine andere Stimmung bieten als skandinavische Kühle oder englische Behäbigkeit. Das irische Städtchen Galway, das teilweise als Originalschauplatz zum Drehort wurde, präsentiert sich als wunderbare Kulisse mit seiner Lachswehrbrücke, den typischen Pubs, der malerischen Küstenlinie.

Die DVD-Box von edel motion macht insgesamt einen guten Eindruck, zumal diesmal ausnahmsweise auch etwas Bonusmaterial in Form von Interviews enthalten ist. Allerdings: Es gibt nur eine einzige Tonspur, nämlich Deutsch - der englische Originalton ist nicht enthalten. Auch Untertitel sucht man vergeblich. Eine schwer nachvollziehbare Entscheidung, die die Box abwertet.

Zusammenfassend: gute Krimiunterhaltung mit einem kantigen und oft strauchelnden Ermittler. Als Adaption der Romane aber eher enttäuschend, weil nahezu alles, was wirklich berühren würde, gestrichen wurde. Dass der englische Originalton nicht enthalten ist, ist ein deutliches Manko.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Es gibt Krimiserien... und es gibt wirklich gute Krimiserien!
Jack Taylor gehört auf jeden Fall zu den wirklich guten Krimiserien.
Ich bin von dieser Serie begeistert, was da abgeliefert wird. Das hat wirklich Stil und man nimmt der Idee der Serie jedes Quentchen ab. Meiner Meinung nach eine aus dem Krimidschungel herausragende Serie, die man unumwunden weiterempfehlen kann.
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13 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. November 2013
Wir sind absolute Skandinavienfans und waren bei Jack Taylor zu Beginn skeptisch. Je mehr man aber sieht und erlebt, wie sich die Charaktere entwickeln/wie sie angelegt sind, desto mehr wird man Teil vom Ganzen/richtig in die Handlung reingesaugt.
Jack, ein gekündigter Ex-Cop, versucht sich als eine Art Privatdektiv, lebt von der Hand in den Mund, nimmt Aufträge an, wie es sich ergibt, nutzt Kontakte zur Polizei etc. Die zentrale Message für mich: lebe im Jetzt, mache das Beste daraus, überlebe, ohne dein Stamina zu verkaufen. Ian Glen ist m.E. einer der charismatischen Darsteller im nordeuropäischen Krimisegment. Man könnte meinen, er lebt das Harward-Prinzip: Hart in der Sache, weich zum Menschen (nur die, die zu ihm auch lieb sind ;-). Viele Iren haben das drauf :-)
Wer Bergmann, Beck, Lund, VargVeum etc. gut findet, wird sich hier sehr wohl fühlen.
100% Empfehlung für entspannte britishe Abende (Guiness nicht vergessen ;-)
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7 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. November 2013
Intense suspense throughout. Ex-cop turned PI who investigates with wild action, deadly results, and passion on multiple fronts. Excellent writing of plot mixing in threads. Based on bestseller Ken Bruen novels. This guy investigates his own way, and usually gets a round of beating in each episode. He's tough, has to be, the crimes are ugly, and the solutions are amazingly woven together making it near impossible not to be surprised at the end. A solid support cast for Iain Glen (Downton Abbey) who shines as Jack Taylor.

When Jack Taylor (Iain Glen) puts on his stolen regulation double-breasted Garda coat with the brass buttons, watch out! Jack Taylor is Ken Bruen's fictional detective/private eye/finder. He has been dismissed from the Garda Síochána (Irish police) and is now finding things for people in Galway, Ireland. The Irish call their gumshoes "finders" since "private eye" sounds too much like "informer"...

Regulars include Sup. Clancy (Frank O'Sullivan); Cody the new partner (Killian Scott); Garda Kate Noonan (Nora-Jane Noone), her partner DS Kavanagh (Nick Lee) & more. Also has guest stars. All you want in a good new tough Irish crime drama. And it's filmed in Galway, beautiful Connemara region.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. März 2014
Alles was Jack Taylor aus den Romanen sympathisch macht, die Härte, die Seelenschwärze, die Kaputtheit wurde in den Filmen für das ZDF-Publikum weichgespült. Ich kenne und liebe alle Jack Taylor- Bücher, aber die ersten beiden Filme konnte ich mir nicht länger als jeweils ca. 30 Minuten ansehen. Das reichte für diese Beurteilung aber völlig. Dann doch lieber die Bücher nochmal lesen und und die schön reduzierte und verdichtete Form genießen.
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