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86 von 97 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von allem etwas und nichts zu viel
Es eignet sich als ultimativer Treppenwitz der Musikindustrie, dass ausgerechnet der nach rein monetären Kriterien wohl kommerziellste Musiker überhaupt (McCartney gilt als der weltweit mit Abstand vermögendste Musiker) im Grunde keine Regel für planbaren kommerziellen Erfolg beachtet. Einigermaßen verlässlich zu prognostizieren, wie wohl...
Vor 14 Monaten von Christian Günther veröffentlicht

versus
26 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Des Kaisers neue Kleider
Für alle, denen meine Rezension zu lang ist, die Kurzfassung: McCartney hat ein mittelmäßig gutes Album herausgebracht, das nicht schlecht ist, aber eben auch nicht wirklich gut, das modern klingt (obwohl McCartney natürlich schon immer Experimente schätzte, man denke an "Press to play", an "Ou est le soleil", an "Electric Arguments" oder an das...
Vor 14 Monaten von Amberle veröffentlicht


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86 von 97 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von allem etwas und nichts zu viel, 11. Oktober 2013
Von 
Christian Günther - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: New (Deluxe Version) (Audio CD)
Es eignet sich als ultimativer Treppenwitz der Musikindustrie, dass ausgerechnet der nach rein monetären Kriterien wohl kommerziellste Musiker überhaupt (McCartney gilt als der weltweit mit Abstand vermögendste Musiker) im Grunde keine Regel für planbaren kommerziellen Erfolg beachtet. Einigermaßen verlässlich zu prognostizieren, wie wohl sein nächsten Album klingen wird, in welche Richtung er sich bewegt, wo er Schwerpunkte setzt, war immer unmöglich.

"New" ist das 33. Studioalbum seit 1970 die Beatles in die Geschichte eingereiht wurden, fünf davon waren klassische Werke, vier erschienen unter Pseudonym (The Fireman / Twin Freaks) und loteten musikalische Grenzgebiete aus, doch auch die 24 mehr oder weniger regulären, mal ganz besonders und auch mal nicht ganz so starken Alben waren alles andere als gefällige Meterware. Und "New" bildet da keine Ausnahme, es ist neu und anders und doch alt und so wunderbar vertraut. Auch mit 71 Jahren lässt sich McCartney in kein Korsett pressen, denkt offenbar nicht daran mögliche Erwartungshaltungen zu erfüllen, bis auf die jener, die erwarten, überrascht zu werden.

Mit gleich vier Produzenten machte er sich getrennt ans Werk und schuf in separaten Sessions höchst unterschiedliches Material. Im Booklet räumt McCartney ein, dass er befürchtete, das Material könnte zu unterschiedlich geraten, um ein homogenes Album zu ergeben. Nun ein homogenes vielleicht nicht, aber ein spannendes. Er dachte daran, dass unabhängig davon, dass allein seine Stimme alles zusammenhalten wird und eine Konstante bildet, ja auch die Beatles-Alben oft sehr differenzierte Songs auf einer Platte vereinten und es hat damals funktioniert. Und es funktioniert auch über 40 Jahre später auf "New". Es funktioniert sogar ganz hervorragend. Nicht nur von Song zu Song, sondern selbst innerhalb eines Stückes horcht man oft überrascht auf, weil dieser Filou einen wieder in die falsche Richtung schickt und der Song völlig anders weiter geht , als man ihn in Gedanken schon weiter gesponnen hat.

So beispielsweise bei "Looking at her". Kopfstimme singend schlendert McCartney betulich durch den zunächst harmlos freundlichen Popsong. Doch dann wummert der gute alte Moog (der Ur-Sythesizer um 1970) aus dem Nichts kommend einmal quer durch die Melodie, wird aber wieder eingefangen, und Sir Paul schlendert weiter. Gegen Ende fängt den Moog dann aber niemand mehr ein und der Song verlässt den Raum ganz anders, als er ihn drei Minuten zuvor betreten hat.

Im Laufe des Albums (Standard: 12+1 Songs, Deluxe: 14+1 Songs) durchläuft McCartney alle Gefilde, die er seit jeher gerne durchquert und setzt hier und da neue gestalterische Akzente. Vom eingängigen Mitsing-Popsong, stillen Songwriter-Stücken, treibenden Rocksongs, experimentellen Klanggewittern, Reminiszenzen an die Beatles-Ära und der Zukunft zugewandten Klang-Expeditionen, eint er auf "New" alles und präsentiert es in unvorhersehbarem Mix - wie erwähnt, nicht nur von Song zu Song, sondern auch innerhalb eines Liedes.

Besonders aber und eigentlich im Wesen überhaupt nicht ungewöhnlich oder originell ist der +1 Song, also der 13. auf der Standard-, der 15. auf der Deluxe-Edition - das versteckte Lied, weder in der Tracklist, noch im Booklet aufgeführt.
"Scared" heißt die Nummer und beweißt, dass McCartney auch 2013 mit 71 Jahren, bei allem Drang zu außergewöhnlichen Arrangements und befähigt in allen Stilen zu komponieren, immer noch der Meister der eigentlichen Königsklasse ist: der nur am Piano begleiteten Ballade. Was ihm mit "Yesterday" oder "Let it be" schon zu Zeiten gelang, als die Menschheit sich nicht mehr ganz sicher war, ob die Erde vielleicht doch keine Scheibe ist, gelingt ihm auch in Zeiten, in denen die Menschheit darüber orakelt, ob man nicht auch auf anderen Planeten leben könnte. Ein guter Song braucht nicht mehr, als ein Klavier, das ihn spielt und einen Stimme, die ihn singt, damals wie heute. "Scared" ist so ein Song und das ruhige Finale eines sehr vielseitigen Albums.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitlos, 11. Oktober 2013
Von 
ROTT - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: New (Audio CD)
Bei einem Künstler wie Paul McCartney finde ich es schon fast hämisch, wenn ich mir erlaube, sein neues Werk zu kommentieren. Eigentlich würde hier ein einziger Satz genügen, "Hallo! Er hat eine neue LP rausgebracht", um die noch Leben Fanscharen wie die Lemminge in den nächsten Plattenladen zu treiben. Oder natürlich weniger prosaisch einfach den MP3 Button zu klicken bzw. auf die Post zu warten.

“New” bringt natürlich keine musikalischen Veränderungen, zeigt McCartney aber wie im Jungbrunnen. Die 12 Songs sind „klassische“ McCartney Songs, übermütig und hochmelodisch, Brit Pop wie es sich gehört, wenn einer der Gründungsväter an den Start geht. Die sehr reflektive Stimmung seines letzten Albums „Memory Almost Full“ von vor sechs Jahren ist fast komplett verschwunden, „New“ sprüht vor mehr Energie und schaut nach vorne.

Das Album startet furios mit SAVE US, einer himmlischen kleinen Hymne. Danach geht es spannend weiter, Variationen kommen vor allen durch die verschiedenen Produzenten dazu. Mark Ronson gibt der Single NEW mit den Bläsern, dem 4/4 Beat und der süßlichen Melodien einen herrlichen bombastischen Retrotouch. An anderer Stelle in EARLY DAYS und mit anderen Produzent (Ethan Johns) wird das instrumentale Beiwerk deutlich zurückgenommen und McCartney auf das Wesentliche reduziert. Gerade Beatles Hobbybiographen werden in diesem Song ein Füllhorn von Verweisen in den Texten finden. APPRECIATE wagt sich dann sogar mit seinem Trip-Hop Beat eine Zehenspitze in die Moderne. Aber es gibt auch natürlich genügend Referenzen in die eigene musikalische Vergangenheit, so klingt I CAN BET deutlich nach den Wings und das schon fast etwas wütende QUEENIE EYE hat Anklänge von „I am the Walrus“.

Doch schon wieder so viele Worte, wie gesagt, eigentlich hätte ein "Hallo! Er hat eine neue LP rausgebracht!", McCartneys Talent war, ist und bleibt zeitlos.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gewinnt mit jedem Hördurchgang, 13. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: New (Audio CD)
Das Durchhören eines neuen McCartney-Albums beinhaltet – mehr oder minder unbewusst - den Vergleich mit vergangenen Großtaten, seien es seine Beiträge bei den Beatles, mit den Wings (bei denen das meiste Material eh von McCartney selbst stammte) oder solo. Seit 1970 hat der Multiinstrumentalist viele Alben veröffentlicht, die auch heute noch aufgrund kompositorischer Meisterklasse, ausgefeilter Arrangements, guter Produktion und eingängiger Melodien bestehen können. Exemplarisch seien nur „Ram“, „Band On The Run“, „Tug of War“, „Flowers in the Dirt“ und „Chaos and Creation in the Backyard“ genannt. Nach dem eher durchschnittlichen „Off the Ground“ (1993) gab es kein mäßiges Studioalbum mehr, die Qualitätskurve ging stetig nach oben und verweilte zuletzt auf hohem Niveau. Umso gespannter war ich auf das neue Werk, erschien doch seit „Memory Almost Full“ (2007) kein neues Album mit durchgängig eigenen Songs, von der unter dem Pseudonym „Fireman“ veröffentlichen CD einmal abgesehen. Doch „New“ hat mich zunächst enttäuscht: drei bis vier gute Lieder, der Rest erschien mir wenig erinnerungswürdig. Doch spätestens nach dem dritten Durchgang weiß ich, dass ich dem Album Unrecht getan habe. Einmal mehr zieht McCartney auch hier alle Register seines musikalischen Könnens. Selbstzitate kommen zwar gelegentlich vor, einiges hat man so oder so ähnlich schon in anderen seiner Songs gehört, doch ein reines Selbstplagiat ist nicht dabei. Aus verschiedenen Stilen und Zutaten stellt sich McCartney mithilfe vier verschiedener Produzenten einen musikalischen Gemischtwarenladen zusammen, in dem es nie langweilig wird. Rockiges („Save Us“, „Alligator“) wechselt sich ab mit ruhigen, selbstreflexiven Stücken („Early Days“, „Hosanna“); psychedelischer Blues („Road“) folgt auf Beatles-Reminiszenzen („On My Way to Work“, „New“) auf experimentelles Liedgut („Appreciate“) und vieles mehr. Im versteckten Bonustrack liefert McCartney mit sparsamer Instrumentierung erneut eine seiner zeitlosen Balladen im Stile eines "Blackbird" und zeigt damit, dass er immer noch der Meister dieses Faches ist.
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Ding rockt!!!, 4. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: New (Deluxe Version) (Audio CD)
Während George Michael sich mit 45 Jahren bereis zu alt für die Popmusik gefühlt hat, zeigt Paul McCartney was auch mit 71 Jahren noch möglich ist. Für mich das beste Album seit Flaming Pie. Es bestätigt sich was bereits in den Konzerten (z.B. New York) zu sehen war: Paul hat derzeit richtig Spaß und ist in bester Spiellaune! Das Album ist rockig, erinnert mich teilweise an die guten Wings-Zeiten, ist aber wegen Einfluss aktueller Produzenten mit aktuellen Sounds ausgestattet. Macht einfach Spaß! :-)
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38 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen McCartneys Welt, 11. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: New (Audio CD)
In einem Interview von 2007 sagte Bob Dylan: "I’m in awe of McCartney. He’s about the only one that I am in awe of. He can do it all. And he’s never let up... He’s just so damn effortless." ("Ich habe Ehrfurcht vor McCartney. Er ist so ziemlich der einzige, vor dem ich Ehrfurcht habe. Er kann alles. Und er hat niemals nachgelassen... Es fällt ihm einfach so verdammt leicht.")
Die meisten Musiker ab einem bestimmten Alter (so um die 40 meist), wenn sie sich nicht in den Ruhestand setzen, können sich nur noch wiederholen, da ihre musikalische Zwergenwelt sich halt erschöpft hat. McCartney zitiert sich gelegentlich - in überraschenden Zusammenhängen -, vor allem aber schüttelt er immer und immer wieder völlig Neues aus dem Ärmel, verdammt mühelos, wie Dylan - selbst einer der wenigen ewig Kreativen (die beiden sollten mal ein gemeinsames Album wagen...) - es sagte.
Ich bin nach zweimaligem Hören des Albums noch weit davon entfernt, die Lieder verinnerlicht zu haben. Aber zwei Dinge sind mir deutlich aufgefallen: Das Album wirkt sonderbarerweise wie aus einem Guß - trotz der verschiedensten Stile und der vier verschiedenen Produzenten. Und es ist eine echte Entdeckungsreise, auf die man geht, wenn man sich auf die Musik einläßt. Es passiert richtig viel im Hintergrund der Lieder. Wie schon auf den Platten der Beatles - nur anders...
Ein Kriterium für wirklich gute Musik ist für mich, wenn sie subtile Gefühle weckt beim intensiven Hören - und das vermag diese Musik.
McCartneys Stimme ist nach wie vor schön für meine Ohren, auch wenn sie sich im Laufe der Jahre gewandelt hat. Selbst wenn sie (gewollt) brüchig klingt, wie z. B. in Early Days.
Ob "New" sich mit "Chaos and Creation" (für mich sein bisheriges Solomeisterwerk) messen kann, kann ich noch nicht sagen. Am ehesten erinnert die CD mich - bei allen Unterschieden - an "Flaming Pie".
Möge die geheimnisvolle Quelle der Kreativität, aus der McCartney schöpft, nie versiegen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig, 23. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: New (Audio CD)
Ich höre es jetzt ein 3/4 Jahr immer noch regelmäßig, es wird nicht langweilig, sondern ganz im Gegenteil, immer besser und besser. Verstehe nicht so ganz, wie man es als "langweilig", bzw. "wenig abwechslungsreich" bewerten kann, denn es ist das komplette Gegenteil. Das der Paulemann die Musik nicht neu erfunden hat, sollte doch eigentlich klar sein und auch hier ein, zwei schwächere Songs bei sind, kommt auch nicht überraschend (ich kann z. B. dem "Hosanna" nicht abgewinnen, das ist wirklich langweilig).
Ich sollte dazu sagen, das ich auch den letzten Fireman super fand und ich mit dem Großteil der Songs von den letzten Studioalben nicht so viel anfangen konnte (Driving Rain, MOF, CACITB, von dem KOTB mal ganz zu schweigen). DIE waren eher langweilig in meinen Ohren, aber gut, jedem seine Meinung.
Wenn man etwas bemängeln kann, dann höchstens dass es keine "richtigen" Singles gibt, sondern nur diese Downloadscheiße. Da hätte man vielleicht den ein oder anderen Track, der es nicht auf die CD geschafft hat mit unterbringen können (z. B. "Struggle", welches sich auch auf dem letzten Fireman gut gemacht hätte). So wie bei früheren Veröffentlichungen. Den Sammler hätte es sicher gefreut ;-)
Dafür muß aber lobend erwähnt werden, dass es inzwischen schon einige recht gelungene Videos zu den Songs gibt. NEW ein fantastisches "live"-Video, dann Queenie Eye mit einer Fülle von Gaststars, Appreciate welches mich ein wenig an den Film "AI - Künstliche Intelligenz" erinnerte, das Fan-Video zu Save Us oder jetzt das letztens erschienene Video zu Early Days. Allesamt toll gemachte kleine Filmchen zu diesem Album, hoffe da kommt noch das ein oder andere dazu.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Paul McCartney - eine Marke für sich., 19. Mai 2014
Von 
Frank (Hechingen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: New (Deluxe Version) (Audio CD)
Es wurde schon viel über Paul McCartney geschrieben. Darunter gibt es Neider, die z.B. immer wieder mit Vergleichen mit dem legendären St. Pepper Album der Beatles als Grundlage für irgendwelche Meckereien kommen. Ich habe "New" seit dem Erscheinungsdatum und es ist bis heute (über ein halbes Jahr später) immer noch so interessant wie am ersten Tage. Es ist ein hochwertiges, vom ersten bis zum letzten Lied gesamtkonzeptionell gelungenes Album. Kennzeichnend und fazinierend bei Paul ist, dass sich (wie bei vielen seiner Alben) bei ihm vom knackigen Rocksong (Save Us, Queenie Eye) über surreal angehauchte Stücke (Appreciate, Road) bis zur Ballade (Hosanna + Zusatztrack) eine extreme Bandbreite findet was guter Rock/Pop von den 50-iger Jahren bis heute zu bieten hat.
Ein Schlüsselerlebnis, der sehr viel über dieses Album verrät: Bei einer längeren Autofahrt habe ich "New" (ich hatte die CD neu gekauft und selbst erst einmal gehört) ohne Kommentar in den CD-Player gelegt. Die Reaktion meiner Kinder (14 und 10) auf die von mir und meiner Frau gehörte Musik normalerweise ist, dass sehr bald negative Kommentare wie "könnt Ihr nicht was anderes reinlegen" oder Ähnliches kommen. Doch das Album lief auf der Hinfahrt dreimal durch und bei einigen Liedern haben beide Kinder mitgesummt. Auch auf der Rückfahrt war dies so. Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen.
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4.0 von 5 Sternen Sehr gut, aber die Erwartungen an die DVD waren zu hoch!, 10. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: New (2CD+DVD Collectors Edition) (Audio CD)
Diese Rezension bezieht sich ausdrücklich auf die Collector's Edition den McCartney Veröffentlichung "New" und ist eines der vielen Formate, die von diesem Album erschienen ist.

Das Bundle ist recht gut gemacht. Die beiden CDs und die DVD sind in einem Hardcoverbuch mit 28 Seiten Bild und Text in DVD-Größe verpackt. Da Bundle ennthält neben dem urprünglichen Album (in seiner Deluxe-Version) eine CD mit sieben Bonustracks und eine DVD

Die Bonus CD:
Der erste Song "Struggle" war bisher auf der Japan Edition des Albums enthalten, der Song ist ein reine McCartney Soloarbeit und recht experimentell. Die Songs "Hell To Pay" und "Demons Dance" sind zwei bisher unveröffentlichte Studiotracks und wären in den 1990er Jahren auf einer zum Album veröffentlichten Single gelandet. Die nächsten vier Songs "Save Us" "New" "Queenie Eye" und "Everybody Out There" wurden während der Japan Tour im November 2013 in Tokyo aufgenommen. "Save Us" ist in der Live-Version ein Spur rockiger als in der Studioversion.

Die DVD
Sie enthält ein ca 50 min. Making of.., ein kurzes Interview, diverse Videoblogs, die zum Großteil für den Youtube Kanal von Mccartney produziert wurden und vier für das Album produzierte Videos zu denen auch drei Making of... auf der DVD veröffentlicht wurden.

Und bei der DVD gibt es für mich auch den einzigen Kritikpunkt. Als ich das Tracklist das erste Mal las, war die Vorfreude groß, erwartete ich doch, das zumindest die eine oder andere Liveversion, für die von McCartney, für Konzerte auserkorenen Stücke dabei ist. Da wurde ich enttäuscht.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gutes, neues Album, 15. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: New (Deluxe Version) (Audio CD)
Ein sehr gutes, erfrischend und jugendlich klingendes Album von Paul McCartney.Produktionstechnisch erinnert es stark an seinen Vorgänger "Memory Almost Full" aus dem Jahr 2007, welcher eine große stilistische Bandbreite aufzuweisen hatte.Auf NEW gefallen mir folgende Songs am Besten : das poppige, psychedelische, mit wunderschönem Harmoniegesang bestechende "Alligator", die potentielle Mitgröhlhymne "Everybody Out There", das rockige "Save Us", und die erste Single "New", die in Japan sogar Platz 4 der Top 100 erreicht hat.Es ist schön, diesen großen Künstler und Weltstar nach so langer Zeit immer noch bei uns zu haben, gesund, kreativ und voller Energie.
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26 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Des Kaisers neue Kleider, 15. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: New (Deluxe Version) (Audio CD)
Für alle, denen meine Rezension zu lang ist, die Kurzfassung: McCartney hat ein mittelmäßig gutes Album herausgebracht, das nicht schlecht ist, aber eben auch nicht wirklich gut, das modern klingt (obwohl McCartney natürlich schon immer Experimente schätzte, man denke an "Press to play", an "Ou est le soleil", an "Electric Arguments" oder an das letzte Stück auf Chaos and Creation - aber mal ehrlich, das waren alles schwache Sachen), vielleicht zuerst gewöhnugsbedürftig, aber nicht wirklich mutig. Die Lieder sind nämlich zum großen Teil, wenn man sie "nackt" hören würde, typische McCartney-Stücke, wie man sie in den letzten 20 Jahren inzwischen schon hundert Mal gehört hat, den "off the ground"-Sachen nicht unähnlich. "Neu" ist nur, dass viele Produzenten die Stücke dann mächtig ausstaffiert haben, was unterschiedlich gut gelungen ist. Man kann das Album gut anhören, es rockt, es hat Balladen, es spielt mit Computern und TripHop, leider bleibt es insgesamt trotz aller bemühter Abwechslung von den Songs her oft langweilig, wobei einige Songs schon ganz gut sind. Aber ein Meisterwerk?

In seinem herzerwärmenden Vorwort deutet McCartney denn auch Zweifel an, ob es richtig war, vier verschiedene Produzenten für sein neues Album zu beschäftigen, darunter die Söhne der Produzenten-Legenden George Martin und Glyn Johns, wie üblich wischt McCartney aber alle Zweifel beiseite und redet wieder mal davon, wie locker alles gewesen sei. Das Album, das herauskam, ist dann aber doch nicht ganz so homogen und toll geworden, wie er gern möchte.
Auf jeden Fall merkt man McCartney an, wie sehr er gerne am Puls der Zeit wäre. Gelungen ist das nur bedingt.
Das erste Stück beginnt ungewöhnlich, rockt los und erinnert vage an Stoner Rock (naja), ist aber beileibe nicht das erste "harte" Stück, das McCartney schrieb (Helter Skelter; Rock Show usw), entfernt erinnert es noch an Helen Wheels, eines seiner schwächeren Wings-Stücke. "Save us" ist sehr gerade aus, aber in Ordnung. Es folgen einige Stücke, die auch alle ok sind, "On my way to work" z.B. ist ein lalala-Lied, wie es McCartney schon hundertmal geschrieben hat, klanglich im neuen Kleid. Immerhin ein interessanter break.
In "Early Days" behandelt McCartney wieder einmal sein altes Trauma. Nur er wisse, wie es gewesen sei, weil er dabei gewesen ist. Die anderen wüssten nicht "who did this and who did that". So kann er in seiner Biographie auch behaupten, er hätte ja Lennon immer beim Komponieren helfen müssen. Leider kann seiner Darstellung keiner mehr widersprechen, Lennon und Harrison leben nicht mehr. Der hu-hu-background-Gesang kommt einem bekannt vor (Goodbye Blue Sky von Pink Floyd?) Ausgerechnet das Titelstück "New" klingt am ehersten nach den Beatles, wenn man allerdings die aufgefahrenen Klangschichten wegnimmt, bleibt wieder wenig.
Ein erster größer Bruch passiert bei "Appreciate", das an Massive Attack oder Portishead erinnert und womöglich besser auf einem seiner Fireman-Projekte aufgehoben gewesen wäre. Vor allem Giles Martin, der schon das grässliche "Love" verbrochen hat, ist für den neuen, moderneren Sound McCartneys zuständig, er hat McCartney das neue Gewand verpasst, aber es ist ein bisschen wie bei des Kaisers neue Kleider. Bei "Looking at her" gibt wieder viel "programming" und zuviel Brimborium. Dabei ist McCartney immer am besten, wenn er einfach handgemachte Musik macht, wie auf dem wunderbaren hidden track, allein am Klavier, oder auch auf "Get me out of here", das den Verdacht bestätigt, dass McCartney sich unbedingt ein bisschen an den Zeitgeist anhängen will, in diesem Fall an Mumford and Sons. Klingt ein bisschen nach "Come on into my kitchen". Ziemlich furchtbar sind nach meinem Geschmack die uhu-hu-hu-/oho-ho-ho-Chöre (Everybody out there), wie man sie von all den bärtigen Folkies kennt, die gerade in sind. Ethan Johns war für die folkigen Sachen zuständig. Bei "I can bet" fragt man sich, weshalb McCartney nicht gleich Jeff Lynne eingeladen hat. Das Stück, das am wenigsten nach McCartney klingt, ist "Road", das, wie auch Track 1 und 4, mit Paul Epworth zusammen geschrieben wurde. "Turned out" beginnt wie ein Wings-Stück, insgesamt hat mich jedoch vieles von den Lieder von ihrer Struktur her an die Zeit von "Flowers in the dirt" und "Off the ground", ein ziemlich schwaches Album meiner Meinung nach, erinnert.

Dass die CD nach den Beatles klingt, wie macherorts behauptet wird, kann ich nicht unterschreiben. Auch wirklich mutige Neuerungen, wie seinerzeit bei McCartney II, sucht man vergeblich. Mich beschleicht das Gefühl, dass eine gewisse Einfallslosigkeit und Wiederholung durch die moderne Produktion, durch den sound verschleiert werden sollte (alter Wein in neuen Schläuchen). Dennoch insgesamt ein nicht schlechtes Album, das sicher noch wachsen kann. Dennoch: von den jüngeren Werken gefiel mir "Chaos and Creation" deutlich besser. McCartney wird die Kritik nicht kümmern, da er doch ziemlich von sich selbst eingenommen scheint, was man auch an den lyrics immer wieder ablesen kann ("Listen to me!"; "I know what it's like" usw.)
Also, des Kaisers neue Kleider: alle applaudieren (5 Sterne-Rezensionen) dem angeblich neuen Gewand, doch tatsächlich....
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