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60 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Wir tun ihm weh, bis er redet."
Es beginnt alles sehr typisch US-amerikanisch in diesem Thriller des Kanadiers Denis Villeneuve:
Der konservative Familienvater Keller Dover (Hugh Jackman) bringt seinem halbwüchsigen Sohn in den Wäldern des ländlichen Pennsylvania das Schießen bei.
Bevor das anvisierte Reh erschossen wird, wird noch gebetet und danach mit dem befreundeten...
Vor 14 Monaten von Berlinoise veröffentlicht

versus
12 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Thriller mit Licht und Schatten - und kein außergewöhnliches Meisterwerk
Wenn ein Film mit soviel Vorschusslorbeeren und geradezu hymnischen Kritiken versehen wird wie "Prisoners", dann erzeugt das beim Zuschauer eine Erwartungshaltung, die das Werk kaum erfüllen kann. Nicht weniger als eine "Thriller-Sensation" nannte etwa der SPIEGEL den Streifen des kanadischen Regisseurs Denis Villeneuve - wenn die Latte so hoch...
Vor 13 Monaten von Blagger veröffentlicht


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60 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Wir tun ihm weh, bis er redet.", 18. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Prisoners (DVD)
Es beginnt alles sehr typisch US-amerikanisch in diesem Thriller des Kanadiers Denis Villeneuve:
Der konservative Familienvater Keller Dover (Hugh Jackman) bringt seinem halbwüchsigen Sohn in den Wäldern des ländlichen Pennsylvania das Schießen bei.
Bevor das anvisierte Reh erschossen wird, wird noch gebetet und danach mit dem befreundeten Nachbarspaar Birch (Terrence Howard, Viola Davis) das Erntedankfest gefeiert.
Doch bereits, wenn der offenbar eher musikbegeisterte als musikbegabte Birch auf seiner Trompete ausgerechnet die Nationalhymne anstimmen will und dabei nur ein paar sehr falsche Töne hervorbringt, wird klar, daß hier kein Hurra-Patriotismus gefeiert wird, sondern es in der vermeintlichen Idylle deutliche Misstöne gibt:
Statt der schmucken Eigenheime mit akkurat gepflegten Vorgärten, die die Kulisse so vieler amerikanischer Filme bilden, sieht man hier eine eher trostlose, leicht schmuddelige Kleinstadt im ewigen Schneeregen, in der man ein sehr konservatives Leben führt, kaum über den eigenen Tellerrand hinausblickt und so mancher seine teilweise sehr buchstäblichen Leichen im Keller hat.
Auf den wenigen Metern zwischen den beiden Elternhäusern verschwinden die beiden kleinen Töchter der Familen Dover und Birch spurlos.
Der Albtraum aller Eltern nimmt seinen Lauf, aber obwohl mit dem geistig auf dem Niveau eines Zehnjährigen stehengebliebenen Alex (Paul Dano), dessen Wohnmobil am Tatort gesichtet wurde, schnell ein "passender" Verdächtiger gefunden ist, muss dieser wegen mangelnder Beweise bald wieder freigelassen werden.
Dover jedoch verbeißt sich in die Idee, daß Alex der Täter sein müsse, wenngleich alle Logik dagegenspricht, daß ein geistig etwas zurückgebliebener Mann zwei Menschen entführen und danach sämtliche DNA- und sonstige Spuren im Tatfahrzeug binnen kürzester Zeit entfernen könnte, und so entführt er Alex kurzerhand, wild entschlossen, den Aufenthaltsort der beiden Mädchen aus ihm herauszufoltern.
Aus dem jungen Mann ist jedoch nichts herauszubekommen, aber selbst, als Dover, in seinem zunehmend blinden Fanatismus von Jackman beängstigend gut gespielt, nach tagelanger schwerer Folter einsehen muss, daß er Alex "nicht noch mehr wehtun kann, ohne ihn umzubringen", sind seine Ideen, den vermeintlichen Täter doch noch zum Reden zu bringen, noch lange nicht erschöpft...

Villeneuve zeichnet ein ebenso beklemmendes wie erschreckendes Bild Amerikas, wie man es so trostlos eher selten auf der Leinwand sieht, wobei vor allem die Kombination von freiem Waffenbesitz und -gebrauch für jedermann in Zusammenhang mit der von Keller praktizierten Selbstjustiz einem so manches Mal den Atem stocken lässt.
So viel Brutalität wie wenn der ansonsten "gute", strenggläubige Familienvater Keller den von ihm festgehaltenen, völlig verstörten Alex immer und immer wieder aufs Brutalste zusammenschlägt, sieht man nicht oft in einem Mainstream-Krimi, wenngleich oftmals gar nicht die zahlreichen Misshandlungen selber, sondern eher deren Ergebnis gezeigt wird - was die Sache allerdings nicht angenehmer, sondern eher noch verstörender macht.
"Hast Du den Verstand verloren?" wird Birch, den Keller in die Sache einweiht, seinen Nachbarn und Freund beim Anblick des in einer verfallenen Bruchbude angeketteten Alex fassungslos fragen - und schon kurz darauf eine Haltung einnehmen, die das zwar indiskutable, aber irgendwo zumindest noch halbwegs nachvollziehbare Verhalten Kellers noch toppen wird:
"Wir unterstützen ihn nicht, aber wir halten ihn auch nicht ab. Wir tun einfach so, als wüssten wir nichts." -
So der Schluss, zu dem das bis dahin noch etwas vernünftiger erscheinende Ehepaar Birch kommen wird.
Ja, schlimmer geht immer und es wird nicht das letzte Mal bleiben, daß die Sympathien des Zuschauers sich hier verschieben.
Der einzige, der hier bis zum Ende hin Sympathiepunkte sammeln kann, ist der ermittelnde Polizist Loki (Jake Gyllenhaal), aber auch dieser ist weit entfernt vom üblichen Bild des aufrechten Cop, sondern ein Mann mit Ecken und Kanten, von Gyllenhaal mit nervösem Muskelzucken und unerwarteten Ausbrüchen hervorragend gespielt (wo bleibt der Oscar?), dem im Laufe der Geschichte genau wie allen anderen verhängnisvolle Fehler unterlaufen werden.
Die größte schauspielerische Überraschung war hier für mich jedoch Paul Dano, der als zurückgebliebener, später zu Tode verängstigter junger Mann eine beeindruckende Darstellung abliefert.
Ob er nun der Entführer ist oder nicht, bleibt spannend, denn obwohl es unwahrscheinlich erscheint, daß er mit seinen geistigen Fähigkeiten zwei Mädchen spurlos verschwinden lassen und jegliche Spuren einer Entführung beseitigen kann, sehen wir auf der anderen Seite aber einen eindeutig nicht nur zurückgebliebenen, sondern auch schwer gestörten Menschen, der seinen Hund quält - ob aus Boshaftigkeit oder aus Dummheit und Unwissen, bleibt ungeklärt - und durchaus etwas über den Verbleib der Mädchen zu wissen scheint - oder doch nicht?
Aber so einfach, sich alleine auf die Frage "War er's oder war er's nicht?" zu beschränken, macht es sich "Prisoners" bei weitem nicht, sondern entwickelt eine sehr komplexe, bis zum letzten Bild ungemein spannende Geschichte, bei der es trotz einiger kleiner Zugeständnisse an das US-amerikanische Publikum beim Ende keine wirklichen "Gewinner" geben kann.
In einer Nebenrolle als Alex' Tante Holly ist die gewohnt gute Melissa Leo zu sehen.

Fazit: Ein Top-Thriller mit einer ganzen Riege hervorragender Darsteller, spannend, komplex, atmosphärisch dicht und unerwartet vielschichtig, der ein düsteres Bild des amerikanischen Albtraumes zeichnet.
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60 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gefangene..., 10. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Prisoners [Blu-ray] (Blu-ray)
... das sind alle Protagonisten dieses düsteren Thrillers mit Hugh Jackman und Jack Gyllenhall des kanadischen Regisseurs Denis Villeneuve. Und gefangennehmen wird der Film unweigerlich jeden Zuschauer, den er ist packend und wendungsreich erzählt, bleibt dabei frei von Kitsch und Klisches, bewertet nicht, sondern dokumentiert nur das Geschehen auf der Leinwand.

2 kleine Mädchen werden entführt. Für die Familien beider Mädchen bricht ein religiöses, streng konservatives und bisher sicheres Idyll zusammen. Die beiden Elterpaare reagieren dabei auf unterschiedlichste Weise, mal mit Verzweiflung, mal mit Flucht, mal mit Aggression und Alkoholismus.
Als die Polizei die Ermittlungen aufnimmt, gelingt es ihr schnell einen verdächtigen, geistig zurückgebliebene jungen Mann zu fassen. Doch dieser wird aus Mangel an Beweisen kurz nach seiner Festnahme wieder auf freien Fuss gesetzt. Keller Dover (Jackman), einer der Väter, ist fassungslos und nimmt - überzeugt von der Schuld des Verdächtigen - das Gesetz in die eigene Hand. Er kidnappt den jungen Verdächtigen und will den Aufenthaltsort seiner Tochter aus ihm herausfoltern.
Zeitgleich folgt Detektiv Loki (Gyllenhall) einer anderen Spur, die mit anderen Kindsentführungen, die zum Teil Jahrzehnte zurückliegen, verbunden scheint...

Schnell meint der Zuschauer die vermeintlichen Rollen erfasst zu haben: Die geplagten Eltern, der ehrgeizige Polizist, der "Schuldige"; doch so leicht macht es uns der Thriller nicht. Gerade als man meint Sympathie oder Apathie für einen Charakter entwickelt zu haben, schlägt dieser in eine andere unvorhergesehene Bresche. Ein Opfer wird zum brutalen Täter, ein Täter zum hilflosen Opfer. Und dazwischen ein Mann, der so besessen von Erfolg ist, dass er seine Objektivität einbüßt. So wendungsreich, so unvorhersehbar war schon lange kein Drehbuch mehr. Bravo!

Villeneuve ist ein sehr dichter, düsterer und atmosphärischer Thriller gelungen, der gänzlich ohne Schießereien und Verfolgungsjagden auskommt. Im Film agieren alle Charaktere glaubhaft, alle Motivationen machen Sinn, und die Geschichte baut einen Spannungsbogen mit zahlreichen Wendungen und Überraschungen auf, dass der Zuschauer bis kurz vor Schluss keine Ahnung hat, wie die Auflösung aussieht. Immer wieder führt uns das Drehbuch auf die falsche Färte, so dass auch der Zuschauer in einem Labyrinth der falschen Schlüsse, verdrehter Beweise und falscher Färten - buchstäblich - "gefangen" wird.
Die Geschichte wird durch eine beeindruckend depressive Kulisse untermauert. Der gesamte Film ist verregnet und düster. Das Bild deckt das gesamte Spektrum an Grautönen ab, nur selten werden Farben ins Bild gebracht, und wenn überhaupt wirken auch sie verbraucht und entfärbt. Der Film hält sich mit Anklagen und Stereotypen zurück. Es gibt keine Helden, aber auch keine Schurken. Moral und Ethik wird von einer zur anderen Szenen verworfen.

Die Schauspielerriege überzeugt durch die Bank weg.
Allen voran Jackman und Gyllenhall.
Jackmans Keller ist ein konservativer Mann, der in seinem gottverbundenem Weltbild schwarz und weiß denkt. Ein Gefangener der Tradition. Der Mann des Hauses, der nicht tatenlos und handlungslos zuschauen kann. Keller muss aktiv werden. Beeindruckend ist in einer Szene ein Gebet - "Das Vater Unser" -, dass Keller zu beten versuchtEr rezitiert es bis zu dem Vers "wie auch wir vergeben unseren Sündern". Diesen Satz vermag er aber nach seinen Taten nicht mehr zu beten, und bricht besiegt und zum ersten Mal im Leben ohne Kontrolle in sich zusammen.
Gyllenhall ist nicht minder ein Gefangener. Als erfolgsgefeierter Detektive, der jeden Fall löst, wird auch er Gefangen von der Obsession, die verschwundenen Mädchen zu finden. Dabei hat Loki alles in seinem Leben seiner Karriere unterstellt. Beeindruckend sind die Ticks, die Gyllenhall dem Charakter einverleibt, das intensive Zwinkern beispielsweise.
Maria Bello spielt Mrs. Keller, deren Welt mit der Entführung ihrer Tochter in Scherben zerbricht. Anders als ihr Mann flieht sie sich in den Schlaf mithilfe von Beruhigungsmittel. Bellos Mimik wird dabei adynam wie zu einer Maske. Mrs. Keller wird im Verlauf der Handlung zu einem Geist, dem absoluten Gegenteil ihres Ehemannes.
Paul Dano mimmt den geistig zurückgebliebenen Verdächtigen, und spielt dabei so überzeugend, dass er locker mit dem Duo Jackman/Gyllenhall mithalten kann.
In weiteren Rollen sind Terrence Howard und Viola Davis, die die Eltern des zweiten Mädchen spielen, und dem Zuschauer zwei alternative Reaktionen auf das Geschehen bieten, Melissa Leo - welche die Mutter des Hauptverdächtigen darstellt - sowie David Dastmalchian und Wayne Duvall.

Die musikalische Untermalung übernahm Jóhann Jóhannsson, dem ein düsterer, minimalistischer Soundtrack gelungen ist, welcher der Filmmusik zu Christopher Nolans INSOMNIA - komponiert von David Julian - ähnelt.

Technische Ausstattung: Edles Steelbook ohne Booklet. Eine Kartonage beinhaltet das FSK Logo sowie eine Beschreibung auf der Rückseite. Entfernt man diese, so wird auf der Rückseite das Labyrinth sichtbar.
Das Bild ist herrlich farblos und in 16:9 gehalten (keine schwarzen Balken). Tolle Bildschärfe und Kontraste sorgen dafür, dass man jeden Regentropfen sehen kann.
Die üblichen Specials begleiten das Set (Making of, Dokus, Trailer).

PRISONERS ist ein Filmhighlight 2013, das Sie sich im Heimkino keinesfalls entgehen lassen sollten!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannung pur, 1. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Prisoners (Amazon Instant Video)
Der Film ist wirklich zu empfehlen.
Es handelt sich nicht um einen typischen Thriller, in dem es vor Brutalität nur so strotzt und man glaubt die Spannung in jeder Szene mit bloßen Händen greifen zu können. Die Spannung kam beim Anschauen so schleichend, dass ich irgendwann kurz den Film anhalten musste, weil ich schockiert bemerkt habe, dass mein Herz vor Aufregung rast.
Am besten an dem Film hat mir jedoch gefallen, dass mein Mann und ich uns noch am nächsten Tag über den über den Film unterhalten mussten, erörtern mussten, wie der ein oder andere subtile Hinweis im Laufe des Film zu dem großen Ganzen passt.
Ich habe ihn schon weiterempfohlen.
Es ist aber, vor allem für alle Eltern, keine leichte Kost. Trotzdem 5 Sterne!
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5.0 von 5 Sternen Der menschliche Abgrund, 15. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Prisoners [Blu-ray] (Blu-ray)
Zwei Mädchen verschwinden an Thanksgiving. Schnell wird ein Verbrechen vermutet und ein potentiell Verdächtiger erscheint auf der Bildfläche, dem jedoch keine verwertbare Information zu entlocken zu sein scheint. Der Vater eines der Kinder beschließt, die Justiz in die eigenen Hände zu nehmen - mehr will ich hier einfach nicht verraten.

Fakt ist, wer sich in Genrefilme der Marke "Insomnia" oder auch "Sieben" verliebt hatte, der hat auch gute Chancen mit "Prisoners" glücklich zu werden. Schauspielerisch bekommt man zudem die wohl seit langem beste Performance von Jake Gyllenhaal serviert, der als gestrandet wirkender Detective einfach sein Metier gefunden hat. Ähnlich konnte man ihn bereits in "Zodiac" erleben, wenngleich er da für diese Art Rolle schlicht und einfach zu jung war. Jackman haut auch alles raus, was er auf der schauspielerischen Platte hat und überzeugt ebenso als verzweifelter Familienmensch, bitte mehr solcher Rollen für "Wolverine"! Inszenatorisch zündet Regisseur Villeneuve ein Feuerwerk an genretypischen Atmosphärenelementen: Fast durchgängig triste Regenstimmung, wenig belebte Orte und graue Bauten prägen das Bild, das passt wie die Faust aufs Auge. Mit der richtigen Soundanlage fühlt man sich zudem immer "mittendrin statt nur dabei", der Regen prasselt aus allen Ecken des Wohnzimmers und saugt den Zuschauer inmitten die Tristesse des ländlichen Georgia. Ansonsten kommt der Sound genregemäß recht frontlastig daher und offenbart leider einige wenig überzeugende Stellen (z.B. die schwer zu verstehenden Gespräche zwischen Keller und Alex durch die "Wand", wobei das vielleicht auch Absicht sein mag).

Bildtechnisch überzeugt die Scheibe ebenso - Farbgebung, Schärfegrad usw. sind dem Medium erwartungsgemäß ausgefallen, näheres haben andere Rezensenten bereits beschrieben, die Zeilen zu den Details spare ich mir also diesmal. Die Extras gehen in Ordnung, wen Interviews und einige Blicke auf die Premieren zufrieden stellen, der wird glücklich. Insgesamt gibt es also 5 Sterne für den oft als "Thriller des Jahres 2013" bezeichneten Streifen, den man aber mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr als einmal mit der entsprechenden Wirkung sehen kann. Auch da reiht er sich in einer Reihe mit den bereits oben genannten Werke ein, aber das ist doch insgesamt ein durchaus gutes Zeichen.
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehenswertes Panoptikum über die Abgründe der menschlichen Psyche, 7. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Prisoners (DVD)
Die Tiefe der in diesem Film behandelten Themen und die Fragen des Zuschauers, wie er selbst in solchen Situationen und/oder Konfrontationen handeln würde, erzeugen eine maximale emotionale Intensität, welche dennoch von intelligenter Nüchternheit geprägt wird.

Schon nach den ersten Minuten will das Publikum wissen, wie die Geschichte endet, es will das Ende voraussagen. Diese Satisfaktion wird ihm nicht zuteil, weil die Konfliktlösung bis zur letzten Minute, und darüber hinaus, unberechenbar bleibt.

Die inneren Dramen und die Plastizität des Schmerzes, die Gefühle, Sorgen und Hoffnungen der Agierenden, ständig begleitet von der Frage "Kann es so etwas Krankes überhaupt geben?" (obwohl wir freilich wissen, dass es so etwas Krankes gibt), regen zum Nachdenken an, machen aber auch teilweise sprachlos.

Die spannende Story, die brillanten, authentischen Darsteller, alles inszeniert mit einer vorbildlichen Kameraführung und begleitet von einem beklemmenden Soundtrack lassen "Prisoners" zu dem machen, was es ist: Ein Meisterwerk cineastischer Kunst.
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5.0 von 5 Sternen Grenzgenial, 10. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Prisoners (DVD)
Es beginnt sehr lau und ich muss ehrlich gestehen, ich habe schon sehnsüchtig nach meinen Stricksachen gesucht - doch dann geht es Schlag auf Schlag und bleibt spannend bis zum Schluss.
Der Film ist sehr gut und vor allem real gemacht. Während in anderen Filmen die Helden nie Schwierigkeiten haben ihrem Gegenüber das Gesicht zu zerschlagen, sieht man hier wie schwierig es wohl wirklich sein muss, jemanden auf diese Art weh zu tun.
Man rätselt und rätselt, keine Spur erweist sich als richtig - und die, welche es dann ist - mit der hat man am wenigsten gerechnet.

Ein Kauf, den ich auf keinen Fall bereue und jeden empfehle, der gerne sein Hirn beim fernsehen einschaltet und der noch nicht gegen Brutalität abgestumpft ist!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hochspannung garantiert, 20. Februar 2014
Von 
Eldur Verlag GbR (Beutelsend) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Prisoners (DVD)
Der Film handelt von verschwundenen Kindern, der Suche nach ihnen und dem Täter und beleuchtet sehr eindringlich das Thema Selbstjustiz und Folter.
Es beginnt damit, dass bei einem Treffen zweier benachbarter und befreundeter Familien die jeweils kleinsten Töchter (8 Jahre) eine Trillerpfeife suchen wollen und dann plötzlich wie vom Erdboden verschwunden sind. Großeinsatz der Polizei, ein erster Verdächtiger ist schnell gefunden. Allerdings ist dieser Verdächtige hochgradig schwachsinnig, und in Ermangelung belastender Spuren wird er dann auch schnell wieder freigelassen. Das passt dem Vater eines der Mädchen ganz und gar nicht, er ist davon überzeugt, dass der Schwachsinnige etwas weiß. Nicht zu unrecht übrigens, da der Schwachsinnige, der leider alles andere als redselig ist, zweimal etwas sagt, das ziemlich eindeutig ist, aber das nur der Vater hört.
Was dann folgt, ist nichts für schwache Nerven.
Zwischendurch ergeben die Ermittlungen der Polizei Hinweise auf weitere Verdächtige, und die ganze Sache wird sehr schnell sehr komplex.
Und mehr verrate ich nicht. Auch das habe ich nur verraten, weil es in praktisch jeder Rezension steht. Ich empfehle, den Film unvoreingenommen auf sich wirken zu lassen.

So, das waren die Fakten, nun zur Meinung.

Selten war ich bei einer Bewertung dermaßen hin und hergerissen.
Beginnen wir mit dem Positiven:
1. Der Film ist unglaublich spannend. Nervenzerreißend spannend. Die zweieinhalb Stunden, die er dauert, kamen mir vor wie nur eine, und am Ende hatte ich ein flatteriges Gefühl wie nach einer Achterbahnfahrt.
2. Die Schauspieler sind hervorragend, bis in die kleinste Nebenrolle. Ich würde sofort ein paar Oscarnominierungen aussprechen.
3. Man kann im Anschluss ausgezeichnet über gewisse Themen philosophieren (falls man der Typ dafür ist. ich bin es) wie zum Beispiel ob in manchen Fällen Folter vielleicht legitim sein kann, oder welche Bandbreite an Reaktionen auf psychische Extrembelastungen möglich ist: Depression, Gewalt, Verdrängung ... alles da.
Sodele, sieht bis hierher ja geradezu perfekt aus. Warum nicht hier beenden und 5 Sterne geben?
Wenn das jemanden interessiert, dann einfach weiterlesen.

1. Die Story ist hochgradig konstruiert, und ich sehe jede einzelne unzureichend getarnte Schweißnaht. Ich muss dazu vorausschicken, dass ich selbst aus der kreativen Geschichtenschreiber-Ecke stamme, und deswegen - ob ich will oder nicht - das Skelett einer Handlung immer wie mit einem Röntgenblick sehen kann. Positiv hier ist, dass der Film keine Logikfehler enthält und jedes noch so kleine Detail seinen passenden Platz im großen Ganzen hat. Ich sehe aber auch, dass die Drehbuchautoren sich diese Stringenz erkauft haben mit einer Reihe von Kompromissen an die Realität und großzügigen Gebrauch von "Kommissar Zufall". Das führt bei mir zu einem Stern Abzug.

2. Klischees. Ich bin allergisch auf Filmklischees, und dieser hat leider eine ganze Reihe davon. Kleiner Exkurs für die, die nicht wissen, was ich meine: Typische Filmklischees sind der serienmordende Irre - das Auto, das nach dem Fall in den Abgrund explodiert - die Todesimmunität von Hunden und Kindern - der Bösewicht, der den Helden nicht einfach tötet, sondern ihm erst mal seinen Plan erklärt und dann irgendwo einsperrt, wo er sich befreien kann usw. usf. Wobei ich nicht sage, dass das hier alles vorkommt, das sind nur Beispiele. Auf jeden Fall hat mich das gegen Ende doch sehr genervt. Daher ein weiterer Stern Abzug. Eigentlich sogar zwei. Na gut, sagen wir anderthalb.

Die Endwertung ist so gesehen rein rechnerisch bei zweieinhalb Sternen, die kann ich eh nicht vergeben, ich müsste auf- oder abrunden. Gut, es sei aufgerundet. Aber weil der Film so spannend und mitreißend gemacht ist, empfinde ich drei Sterne immer noch als zu wenig. Also vier.
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5.0 von 5 Sternen Prisoners, 26. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Prisoners [Blu-ray] (Blu-ray)
Habe den Film im Kino eher durch Zufall gesehen und war da schon beeindruckt, was sich nach erneutem Ansehen nicht geändert hat. Düster, spannend, bedrückend und emotional beschäftigt sich in Prisoners ein Vater mit dem Thema, worüber sicher jeder von uns auch schon nachgedacht hat... was tun, wenn mein Kind entführt wird? Und wie weit würde man(n) gehen, um sein Kind zu schützen / wieder zu finden / zu rächen? Jake Gyllenhaal überzeugt ebenso als Ermittler wie auch Hugh Jackman in der Rolle des verzweifelten Vaters auf der Suche nach einem Täter. Nichts für schwache Nerven, aber spannend und wertvoll bis zum Schluss!
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5.0 von 5 Sternen Atemberaubender Thriller, 18. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Prisoners [Blu-ray] (Blu-ray)
Prisoners ist meiner Meinung nach der Thriller des Jahres!

Nicht nur die gute Story des Filmes überzeugen mich sondern vor allem der Cast, mit Hugh Jackman und Jake Gyllenhaal sind zwei erstklassige Schauspieler mit dabei. Leider ist der Film nicht von den Oscars berücksichtigt worden, verdient hätte es Jake Gyllenhaal der exzellente Arbeit leistet, aber auch Hugh Jackman und Paul Dano spielen amtemberaubend

Wer Genre Fan ist darf sich diesen Film auf keinen Fall entgehen lassen
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5.0 von 5 Sternen Super-Thriller!, 11. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Prisoners (DVD)
Beide Hauptdarsteller haben ihre Rolle absolut genial gespielt und die Story glaubhaft rübergebracht.
Auch der Rest der Besetzung ist gut. Lange nicht mehr so einen tollen Krimi gesehen!
Man ist völlig von der Handlung gefesselt, und die gesamte Länge des Films schafft es der Regisseur, den Zuschauer in absoluter Hochspannung zu halten. Einer der besten Krimis seit langem. Kann man ruhigen Gewissens weiterempfehlen.
Regisseur: Denis Villeneuve
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Prisoners [Blu-ray]
Prisoners [Blu-ray] von Denis Villeneuve (Blu-ray - 2014)
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