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am 7. Dezember 2013
Das Buch von Nicolas Clasen ist ein Weckruf für deutsche Medienbranche, ein Muss für jeden, der sich mit traditionellen und digitalen Medien beschäftigt.

Eindringlich beschreibt er, wie das traditionelle Geschäft von Verlage und Fernsehsendern durch die Digitalisierung der Medienwelt transformiert und bedroht wird. Er analysiert die Mittel, mit denen insbesondere US-Giganten wie Google, Facebook und Amazon vorgehen, um den etablierten Medienunternehmen die Kunden und Werbegelder zu entreißen. Und er macht ganz konkrete und sinnvolle Vorschläge, wie sich die deutsche Industrie aufstellen muss, um hier in Zukunft mitzuhalten.

Das Buch ist gut strukturiert, einfach lesbar und sehr kompetent geschrieben. Clasen gebraucht viel Fachjargon -- aber nicht, um den Leser zu verwirren, sondern um ihm bzw. ihr genau diese Fachbegriffe zu erläutern. Damit werden auch komplexere Zusammenhänge gut verständlich -- eine bessere Einführung in das Dickicht des Online-Werbe- und Technologiegeschäfts (Stichworte wie Ad Networks, Real-Time-Bidding, Data Management Platforms etc. etc.) habe ich auf Deutsch noch nicht gesehen.

Und das Buch eignet sich damit auch hervorragend als Einführung für Studenten oder Berufseinsteiger in der Medienindustrie. Äußerst empfehlenswert.
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TOP 1000 REZENSENTam 18. Februar 2014
Chapeau, Nicolas Clasen, da haben Sie offenbar einen echten Scoop gelandet. Sollte es im Jahr 2013 einem freiberuflichen Berater aus München („Digital Strategy Consultant“ laut xing Profil) gelungen sein, deutschen Medienmanagern erstmalig den gewaltigen digitalen Umbruch ihrer Branche verständlich zu veranschaulichen? War es wirklich bislang so schwierig, die zukünftigen Entwicklungen dieser disruptiven Innovation zu prognostizieren und sich strategisch zu wappnen? Die fast einhellig begeisterten Rezensionen hier lassen das fast vermuten. Damit würde Nicolas Clasen – sicher ungewollt – der restlichen Beraterzunft ein Armutszeugnis ausstellen. Noch fataler wäre es, wenn man es als Eingeständnis vieler Unternehmensstrategen in den Medienhäusern interpretierte, dass sie es bis dato noch nicht begriffen hätten. Dem ist aber sicher nicht so. Herausforderungen auf strategischer Ebene liegen sicher weniger in der Erkenntnis, was auf die Massenmedien zurollt, sondern in der richtigen Wahl der Fluchtorte und des geeigneten Zeitpunktes zur Flucht. Denn jeder will noch soviel wie möglich von seinem Hab und Gut retten.

Clasens anschauliche, kluge und eben nicht schlaumeierische Analyse sollte Proseminarlektüre in den Medienwissenschaften sein. Doch wer seit vielen Jahren in der Branche führende Managementaufgaben innehat, sollte sich einzig für die gelungene Form bedanken, aber der Inhalt sollte ihm weitestgehend geläufig sein. Der Titel des Buches ist populistisch sicher gut gewählt, doch die Tsunami-Analogie für die hier beschriebene Branche trifft aktuell nicht zu. Als Tsunami traf die Digitalisierung vor Jahren die Musikindustrie. Sie konnte sich nicht rechtzeitig vor der Welle in sicheres Terrain flüchten. Ihre Kunden waren vorwiegend Digital Natives und nahmen die Innovationen radikal und dankbar auf.

Doch die Geschäftsgrundlage von Print und TV basiert auf der noch mehrheitlichen Generation der zögerlichen Digital Inhabitants, die von ihren alten Gewohnheiten noch nicht lassen mag. Sie hängt noch an den linearen TV-Programmen, bevorzugt noch die gedruckten Tageszeitungen und Zeitschriften, auch wenn dies weder ökonomisch rational noch anderweitig von Vorteil ist. Es ist die Generation, die ein Smartphone für € 600,-- als teuer erachtet, jedoch den Preis von € 2,-- für eine Tageszeitung für akzeptabel hält und Zeitschriften für € 10,-- und Bücherpreise von mehr als € 20,-- klaglos akzeptiert. Auf diese irrationale und sentimentale Klientel kann die Medienbranche noch lange vertrauen. Deshalb findet in der Branche derzeit auch keine hektische Flucht vor einer drohenden Tsunamiwelle statt, sondern eine gemächliche Sondierung möglicher Fluchtpunkte. Der Markt erodiert nur sehr allmählich auf der Seite der Mediennutzer.

Weit mehr Gefahr lauert in der B2B-Welt der Werbekunden. Denn, wie Nicolas Clasen stupend erläutert, wird das bis heute für die Medien völlig risikolose Geschäftsmodell „der erfolgsunabhängigen Vermarktung von Werbeplätzen“ über kurz oder lang abgelöst von klar ROI-messbaren Werbeformen – Marken- und Imagewerbung eingeschlossen. Doch noch herrscht auch hier in den Führungsetagen und Entscheidungsgremien die Bequemlichkeit und Unsicherheit überwiegend digitaler Analphabeten oder Neuland-Verweigerer vor.

Eigentlich müsste die Milliarden Euro spendende Wirtschaft jubeln, dass man sie von ihrem Zwangssponsoring der Massenmedien bald erlösen wird und selbst alles daran setzen, diesen Prozess zu beschleunigen. Dass dies bislang nicht geschieht, kann man auch dem erfolgreichen Lobbying der Werbewirtschaft zuschreiben, die eine starke Allianz mit den Medien und Teilbereichen in den Unternehmen bildet. Seit Jahrzehnten bleibt die gesamte Branche einen klaren Nachweis über die Wirkungszusammenhänge ihres Tuns schuldig und steht aus wissenschaftlicher Sicht somit auf einer Stufe mit Astrologie und Homöopathie.

Doch letztendlich geht es einmal mehr um Hoffnungen die sich die Medienbranche liturgisch und selbstsuggestiv seit Jahren macht: wir werden Mittel und Wege finden, unser werbefinanziertes Geschäftsmodell aufrecht zu erhalten. Doch hier liegt die Crux, die Nicolas Clasen zwar anspricht, jedoch nicht radikal in Frage stellt. Denn das Geschäftsmodell „werbefinanzierte“ Massenmedien ist schon immer ein bedenkliches Oligopol, das trotz offensichtlicher Ineffizienz fröhlich weiter agiert und solange bestehen wird, bis sich ernsthafte Alternativen ergeben. Und sobald diese vorhanden sind, wird die aktuelle Medienlandschaft doch noch von der digitalen Tsunamiwelle überrollt.

Sehr rücksichtsvoll macht Nicholas Clasen am Ende denn doch noch einem unabhängigen Qualitätsjournalismus Hoffnung, dass es tatsächlich in Zukunft gelingen könne, diesen überwiegend nutzerfinanziert zu retten. Ich bin durchaus nicht kulturpessimistisch, doch diese Hoffnung teile ich nicht. In den kommenden Jahren wird meines Erachtens Qualitätsjournalismus, der sich über Nutzer finanziert, eine kleine Nische besetzen. Jeder, der heute Publizistik studiert oder gar eine Journalistenschule besucht, sollte sich im Klaren sein dass er damit in Zukunft kaum ein sicheres Auskommen haben wird.
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am 21. Dezember 2013
Wahrlich. Man kann alles richtig machen und doch scheitern. Disruptive Innovationen kommen aus scheinbar ungefährlichen Nischen mit schlechten Margen. Viele sehen die Gefahr nicht kommen, die die sie sehen, sind ihr zumeist hilflos ausgeliefert. Shareholder-Value-Denken, lineare Produktinnovation nach vermeintlicher Kundenvorstellung und konzernpolitische Positionsspielchen verhindern den Rest. Ein ausgezeichnetes Buch über den Ist-Zustand der Medien- und Werbebranche in Kombination unter dem Blickpunkt der disruptiven Innovationen.
Und der Autor hat recht: messbare Image-Werbung ist die große Welle am Horizont. Noch in weiter Ferne, aber sie wird kommen.
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am 11. Dezember 2013
Das Buch wurde mir geschenkt und ich komme nicht aus der Medienbranche. Das ist insofern wichtig, weil ich der Meinung bin, dass für dieses Werk eine Affinität zur Medienbranche vorhanden sein sollte.
Nicolas Clasen hat mit seinem Buch aber etwas Bewundernswertes geschafft: Er hat das berühmte Innovator's Dilemma in eine gerade jetzt in diesem Moment stattfindende disruptive Innovationsphase/-revoulution übertragen. Man kann es jetzt gerade in der Realtität miterleben. Und wenn man dazu Clasens Buch als eine Art Begleitleküre zur Realität nimmt, dann versteht man das Zögern, das Herumtasten, das Verharren, das Ablehnen, das Euphorische, das Zaudern, kurzum: die völlige Verunsicherung der Medienbranche.
Als Zuschauer und nicht direkt Betroffener ein wunderbares Anschauungsbeispiel.
Als Betroffener in/aus der Medienbranche ist das sicher weniger wunderbar. Denn der Autor gibt nicht an und kann auch nicht genau angeben, was nun zu tun ist, um in der Zukunft Erfolg zu haben ("Glaskugel"). Das Buch als Betroffener deswegen nicht zu lesen wäre aus meiner eher unbedarften Sicht aber ein fataler Fehler. Für die Branche hat nach meiner Meinung Clasen eine Art "Brandbuch" geschrieben, in dem er erstens die aktuelle Situation der Medienbranche schonungslos darstellt, zweitens die bereits stattfindenden Veränderungen benennt und belegt und drittens einige grundsätzliche Handlungsempfehlungen gibt.
Er hat sehr viel Wert auf eine fundierte Recherche gelegt, auf deren Ergebnisse er dann Zusammenhänge darstellt und - durchaus auch für den Laien verständlich - erläutert. Insofern ist dieses Buch dann auch wieder für den Medienunkundigen geeignet. Der zusätzliche Lerneffekt bei mir war nun, dass ich viele mir nicht geläufige, aber immer wieder gehörte Begriffe einordnen kann und jetzt weiß, was sich dahinter verbirgt.

Insgesamt: Ich hätte das Buch nicht gekauft, weil es nicht mein Metier ist. Im Nachhinein bin ich froh, es geschenkt bekommen zu haben, weil ich durch das Buch des Medienexperten Clasen Zusammenhänge in einer faszinierenden Branche kennengelernt habe, die mir anders nicht klar geworden wären. Und nun bin ich gespannt, wie sich die Realität weiterentwickelt - im großen Rahmen des Innovator's Dilemma.
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am 1. Dezember 2014
Kurzweilige und gut recherchierte Lektüre, die schon wegen der zahlreichen Statistiken eine klare Empfehlung für alle Medienschaffenden vor allem in Zeitungsverlagen ist. Wünschenswert wären noch mehr konkrete Lösungsansätze - aber vielleicht gibt es die ja gar nicht? 4 von 5 Sternen.
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am 11. November 2013
Sehr gutes Buch, viele Abbildungen, geballte Info auf knapp 180 Seiten zu einem Thema, das alle angeht, die auf Apple schwören, Google nutzen, bei Facebook Mitglied sind oder bei Amazon kaufen - also eigentlich für jeden.
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am 11. Dezember 2013
Der Autor schafft es eine große Anzahl an sich stark unterscheidenden Quellen unter einen Hut zu bekommen und sinnvoll zur Erklärung der jeweiligen Thematik einzusetzen. Er schafft es, eine große Fülle an Informationen sinnvoll in einen Zusammenhang zu setzen und zum Teil radikale Folgen und Empfehlungen auszusprechen. Der Leser erfährt viele neue Erkenntnisse, das wissenschaftliche Buch lebt von den gesammelten, geordneten und beeindruckenden Fakten, die den meisten Lesern von vornherein nicht in diesem Maße bekannt gewesen sein dürften.

Ein absolutes Must-Read für alle Mitarbeiter und Entscheider der entsprechenden Branche, vom digitalen Vermarkter bis zum Verlagshaus. Darüber hinaus sollten sich auch die Werbetreibenden, die Advertiser, ein Blick in dieses Buch werfen um auf die neuen Möglichkeiten und eventuell auftretenden Problemstellungen optimal vorbereitet zu sein.
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am 19. November 2013
Klare Beschreibung der Wirkungsweise der neuen Gesetze der Internetökonomie auf Netzmärkten mit vielen Beispielen, in Verbindung mit Christensens Innovationsmodell und der besonderen Relevanz des "Produktes" Journalismus ein wirklich spannend zu lesendes Wirtschaftsbuch.

Highlight!
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am 14. November 2013
Irgendwie hat man ja immer ein Herz für die Kleinen und wünscht sich, dass der vermeintlich Schwächere gewinnt. Betrachtet man die aktuellen Situation auf den Medienmärkten sind die Rollen allerdings nicht mehr ganz so klar verteilt: Aus den Davids sind selbst Riesen geworden, während die ehemaligen Goliaths scheinbar hilflos taumelnd immer tiefer zu Boden sinken. Ginge in diesem Kampf nicht auch um die Finanzierbarkeit eines so wichtigen Gutes wie den freien und kritischen Journalismus, könnte man sich beruhigt zurücklehnen und das Schauspiel geniessen - in jedem Fall spannend!
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am 16. Januar 2015
Nicolas Clasens exzellent recherchiertes Buch zeigt mit kristallklarer Härte auf, wie Verlage und andere Medienunternehmen scheitern werden, wenn sie wie bisher so oft, ihr Geschäftsmodell weiterentwickeln. Der Autor beschreibt, wie digitale Medien und ein emanzipiertes Nutzervehalten die Gewissheiten der entwickelten Gesellschaften und etablierte Informationsverarbeitungsmärkte wegfegen werden. Und warum Google und Facebook noch Nischenprodukte sind (!)
Leider Satz- und Rechtschreibfehler das Lesevergnügen immer wieder.
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