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Mira
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am 17. Januar 2014
Das erste grosse Jazzalbum des Jahres 2014 erscheint schon Mitte Januar. Der Bassist Arild Andersen war bei ECM seit den frühen Siebzigern aktiv, er befeuerte die Rohdiamanten Afric Pepperbird, Sart und Triptykon, als der junge Garbarek zwar noch nicht seinen unverkennbaren Sound, aber bereits ausserordentliche Klasse demonstrierte. Er leitete eigene Bands in jenem Jahrzehnt, welches sowieso eine paradiesische Dekade für die Jazz- und Rockgeschichte war. Arild Andersen spielte “free” in New York an der Seite von Sam Rivers, er kultivierte den neuen nordischen Ton der improvisierten Musik auf Alben wie Shimri, Clouds in my Head, und Green Shades into Blue, die ECM unlängst in einer weissen Kiste neu auflegte.

Später liess er Folklore und Jazz jenseits abgetretener Pfade einen munteren Grenzverkehr betreiben, in orchestralen Kompositionen entlockte er berühmten ECM-Tracks diverser Komponisten neue Perspektiven. Etwas konservativ klang das, zugleich aber interessanter als eine gewöhnlche Hommage. Er war stets für Überraschungen gut, den tiefsten Eindruck unter seinen jüngeren Alben hinterliess (bei mir) sein Bass-Saxofon-Schlagzeug-Trio mit Tommy Smith und Paolo Vinaccia: Live at Belleville (2007) dokumentiert die Live-Energie der Band und heimste zurecht einige Auszeichnungen ein. Schon da zapfte Andersen jene Quellen an, die aus dem "power spot" der Siebziger Jahre stammen.

Nun liegt die erste Studioproduktion des Trios vor. Produziert von Manfred Eicher. Im Rainbow Studio. Was macht das Erstaunliche aus an diesem Werk, das sich “Mira” nennt und überwiegend Kompositionen des Bandleaders darbietet. Die Antwort ist einfach: eine fulminante Spiellust, welche die Intensität des Vortrags mit grosser Selenruhe koppelt, und dabei gern ins Felde geführte Etiketten von “modern”, “post hard bop”, “post anything”, “free” “Kammer”, und “melodic” als überflüssige Schlagwortnummern entlarvt.

Ein-, zweimal greift Tommy Smith (dessen Anspielungen quer durch die moderne Saxofonhistorie reichen) zur japanischen Bambusflöte, und kreiert dabei geschickte Momente des Atemholens, ohne Eso-Kitsch und Ethno-Koketterie. Andersen selbst grundiert den Klangraum so selten wie sachdienlich mit dezenter Elektronik. Dass sich auch der grossartige Trommler im Bunde jede Applaus garantierende Zirkusnummer schenkt, macht “Mira” zu einem regelrechten Jazzkracher, der ganz ohne Krach, Feuerwerk und Donnerhall auskommt. Ein energiegeladenes, seelenruhiges Trio auf der Höhe seiner Kunst. Kann ein Kontrabass singen? Kann er Geschichten erzählen? Auch die Antworten auf diese Fragen sind einfach.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. März 2014
Arild Andersen zählt seit Jahren zu meinen Lieblingsbassisten. Sein Fundament und seine Kreativität prägen die Musik. Gleichzeitig lässte er den Mitspieler viel Platz, in diesem Fall der subtile und vielseitige Drummer Paolo Vinaccia und der lyrisch spielende Saxophonist Tommy Smith. Ein balladesques Album mit der Ausstrahlung eines in sich ruhenden Musikers, der schon einiges erlebt hat. Wie gewohnt, tolle Aufnahme im ECM-Stil.
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Mai 2014
Schöne, etwas modernere, Jazzmusik - gefällt mir, von vorne nach hinten.
Es ist aber vielleicht nichts ganz, ganz besonderes dabei; aber . . .
. . . die CD ist durchaus empfehlenswert !
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1 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Juni 2014
Die Musik gefällt mir- ruhig und doch voll Spannung. Ich höre sie gern zum Abschalten. Habe mehrere ECM Cds, die mir gefallen. Hätte gern noch mehr Klassik.
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